Kellertüren

Die Kellertür

Kellertüren werden primär nach ihrer Funktion unterschieden: Abhängig vom Einsatzort muss Ihre Türe nämlich sehr unterschiedliche spezifische Eigenschaften aufweisen. Bei größeren Wohnanlagen ist der Kellerbereich normalerweise gut geschützt vor Einbrechern, da es für die Türe einen extra Schlüssel gibt. Hingegen bei Einfamilienhäusern ist es etwas anders. Hier grenzt sich der Keller sehr oft weniger zum Wohnbereich ab. Dabei ist es auch in diesem Fall sehr wichtig eine einbruchsichere Türe zum Keller zu haben. Denn in den Kellerräumen befinden sich häufig Dinge die Ihnen wichtig und teuer sind. Beispielsweise haben Sie einen Partyraum mit einer teuren Anlage oder einen Hobbyraum mit teuren Fitnessgeräten.

1. Kellertür – was muss Sie können?

Eine weitere entscheidende Frage ist verbinden Sie den Keller mit dem Außenraum, dem Innenraum, der Garage, oder dem Heizungsraum? Davon hängen die Eigenschaften die Ihre Türe benötigt ab – Schallschutz, Wärmedämmung, Brandsicherheit, Einbruchschutz haben dabei Relevanz.

2. Die Kellertür für jeden Raum

Nebeneingangstüren (Keller-Außentüren)

Kellertüren die vom Außenbereich in den Keller führen werden i.d.R. als Nebeneingangstüren bezeichnet. Diese stechen weniger heraus da sie in der Fassade verschwinden. Dabei schlägt die Funktion schlägt die Optik.

Keller-Innentüren

Trennen den Wohnbereich vom Keller. Wichtig: Gute Wärmedämmung. Richtige Klimaklasse für Verzugsfestigkeit wählen

Kellertür zur Garage

Laut Gesetzgeber muss zwischen Garage und Keller eine feuerhemmende Tür eingesetzt werden. Ebenso müssen Garage und Wohnraum durch eine Feuerschutztür getrennt werden. Neben dem gesetzlich vorgeschriebenen Brandschutz können Kellertüren mit Rauchschutz und hohem Schallschutz das Wohngefühl deutlich verbessern. Auf einen hohen Einbruchschutz sollte bei Kellertüren zwischen Garage und Keller geachtet werden.

Heizraum: Brandschutztür

Um Ihren Heizungskeller abzusichern, wird empfohlen, eine Brandschutztür einzubauen. Durch eine feuerhemmende Tür werden im Ernstfall die angrenzenden Kellerräume vor Feuer geschützt. Um den gewünschten Brandschutz zu gewährleisten, sollten Heizraumtüren mit selbst schließenden Bändern ausgestattet werden.

3. Unterschiedliche Materialien im Einsatz

Bei Kellertüren haben Sie die Wahl zwischen folgenden Materialien:

Holz

Kellertüren aus Holz sind häufig aus massivem Holz beziehungsweiser einer massiven Holzfüllung gemacht. Zum Einsatz kommen Hölzer wie Fichte, Lärche oder Eiche mit massiv-schichtverleimten Blend- und Flügelrahmen oder in Form sogenannter Verbundplatten. Holztüren mit PUR-Schaumkern haben eine besonders hohe Wärmedämmwirkung.

Stahl

Kellertüren für hohe Sicherheitsansprüche sind aus Stahlblechen aufgebaut. Sie sind sehr einfach konstruiert und zeichnen sich daher durch eine sehr schlichte Optik aber auch vergleichsweise günstigen Preis aus. Gerade für Zwischentüren von z. B. der Garage in den Keller, wo geringe optische Ansprüche bestehen eignen sich die günstigen Metall-Kellertüren.

Verbundwerkstoffe

Viele Kellertüren werden auch in einem Verbund aus unterschiedlichen Werkstoffen wie z.B. Kunststoffen und Metallen wie Aluminium hergestellt. Sie besitzen in der Regel die inzwischen gängigen Mehrkammer-Profile, die teils mit PU-Hartschaum gefüllt wird, was zu ihrem besseren Schall- und Dämmschutz beiträgt. Häufig ist das Türblatt einer Kunststoffkellertür auch mit Aluminium (Aluminium-Strangpressprofil) oder Stahlarmierung (verzinkte Stahlprofile vertikal oder umlaufend) verstärkt, um die Stabilität und Langlebigkeit der Kellertür zu erhöhen.

4. Voraussetzungen für den Einsatz

Brandschutz

In bestimmten Gebäuden ist ein Schutz durch spezielle Brandschutztüren vorgeschrieben. Beispielsweise in Hotels, Krankenhäuser, Schulen und Mehrfamilienhäuser. Aber auch bei Einfamilienhäusern mit einer Kellertüre die zur Garage führt gibt es eine gesetzliche Bauvorschrift. Im Brandfall verhindern diese Türen, dass das Feuer sich weiter ausbreitet. Hierbei gibt es verschiedene Feuerschutzklassen. Für einen umfangreicheren Schutz besteht auch die Möglichkeit eine kombinierte Brandschutz- und Rauchschutztüre einbauen zu lassen.

Einbruchsschutz

Es ist ratsam alle Türen, die ins Haus führen, vor Einbruch zu schützen. Hierfür gibt es ein zusätzliches Einbruchschutzsystem in verschiedenen Widerstandsklassen (WK1-WK6).

Wärmeschutz

Bei Kellerinnen- und Außentüren ist eine Wärmedämmung besonders wichtig, um keine Wärme aus dem Wohnraum zu verlieren.  Achten Sie dabei auf die verschiedenen Angaben der Hersteller. Es werden der Wärmedurchgang (d), der Wärmeverlust (W in Watt pro Quadratmeter) und die Temperaturdifferenz (K in Kelvin) angegeben.

Klimaklasse

Kellertüren haben unterschiedliche klimatische Bedingungen auf ihren beiden Seiten. Sie werden in vier verschiedene Klimaklassen nach DIN EN 1121 eingeteilt.

5. Kosten

Die Kosten für Kellertüren unterscheiden sich je nach Ausführung. Bei einer Standartausführung liegt der Preis ungefähr bei 500€.

Hier eine Übersicht über verschieden Kellertüren:

Hersteller / ModelPreis
Hörmann ZK-Türelement weiß Kellerinnentüre144€
Hörmann KSI40 Kellertüre/Sicherheitstüre769€
Hörmann H8-5/MZ Feuerschutztüre155€

6. Vor- und Nachteile

HolzkellertürenStahlkellertürenKellertüre aus Verbundwerkstoff
Hohe WärmedämmungSchlichte Optik, günstiger PreisGuter Schall- und Dämmschutz durch speziellen PU Hartschaumkern

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