Kellertüren

Kellertüren – die Multifunktions-Talente

Blockig, sperrig, aus Metall – Sie erahnen es, das Thema dieses Artikels ist die Kellertür. Doch sind Kellertüren zwangsläufig so aufgebaut, wie es dieser erste Gedanke beschreibt? Erfahren Sie in diesem Artikel, warum Kellertüren in Ihrem Haus gleich mehrere Rollen übernehmen. Schütteln Sie das Klischee der verstaubten Kellertür Ihrer Kindheit ab. Betrachten Sie Kellertüren fortan mit neuen Augen.

1. Wie ist eine Kellertür aufgebaut?

Wie eine Kellertür aufgebaut ist, erfahren Sie bei Tipp zum Bau.

Er bündelt Optik und Funktion: der Türdrücker Ihrer Kellertür

Grundlegend sind Kellertüren in Innen- und Außentüren unterteilt. Dies hängt, wie der Name vermuten lässt, von der Funktion der Tür ab. Innentüren verbinden die Garage oder den Keller mit dem Rest des Hauses. Der Gesetzgeber stellt an Innentüren daher besondere Bedingungen. Die Erläuterung dazu finden Sie an späterer Stelle. Außentüren sind zugleich Nebeneingangs-Türen, hier spielt daher der Einbruchschutz eine große Rolle. Unabhängig von Innen- oder Außentür besteht eine Kellertür aus mehreren Bestandteilen:

  • Dem Türdrücker, oft auch als Klinke bezeichnet.
  • Der eigentlichen Kellertür, auch Türblatt genannt.
  • Der Zarge, auch Türfutter genannt. Dies ist der feststehende Teil der Tür.
  • Dem Schloss und Schließblech.
  • Den Bändern, fälschlicherweise oft Scharnier genannt.

2. Kellertüren – Innen- oder Außentür

Die grundsätzlichen Unterschiede zwischen Innen- und Außentür kennen Sie bereits. Doch was bedeutet dies für Sie in Ihrem Such- und Planprozess? Im Folgenden finden Sie Informationen über die Innentür. Sind Sie auf der Suche nach einer Nebeneingangstür? Dann springen Sie gleich zum Kapitel über die Außentür.

Innentüren

Die Brandschutzbestimmungen für Kellertüren erklärt Ihnen Tipp zum Bau.

Der Heizungsraum benötigt eine brandschutzgerechte Kellertür.

Jede Kellertür, welche Ihren Wohnraum von Ihrem Keller trennt, ist eine Innentür. Sie benutzen diese Tür häufig im Alltag. Sicherlich kennen Sie den Ausspruch: „Tür zu, hier zieht’s“. Für Innentüren ist dies auch die wichtigste Funktion – sie sind wärmedämmend. Verlieren Sie in kalten Jahreszeiten keine kostbare Wärme mehr. Achten Sie beim Kauf einer Innentür daher besonders auf diesen Faktor.

Zwischen Ihrem Wohnraum und Ihrem Keller herrschen unterschiedliche Temperaturen. Innentüren neigen jedoch dazu, sich bei Temperatur-Unterschieden zu verziehen. Beachten Sie bei der Wahl einer Innentür daher die Klimaklasse. Diese gibt an, wie stabil die Tür gegen Verzug ist. Je höher die Klimaklasse, desto höher ist die Verzugssteifigkeit der jeweiligen Tür. Um die Klimaklassen für Sie etwas greifbarer zu machen, finden Sie hier eine Übersichts-Tabelle.

KlimaklasseLufttemperatur InnenseiteLufttemperatur AußenseiteEinsatzgebiet
I23 Grad Celsius18 Grad CelsiusZimmertür, Bad/WC
II23 Grad Celsius13 Grad CelsiusKellerabgangstür
III23 Grad Celsius3 Grad CelsiusDachgeschoss, Keller

Mit der passenden Klimaklasse bietet Ihnen Ihre Innentür eine gute Wärmedämmung. Doch die Innentür hat in einigen Fällen noch eine weitere wichtige Funktion. Besitzen Sie beispielsweise eine Tür zwischen Ihrer Garage und Ihrem Wohnraum? Oder befindet sie sich zwischen Ihrer Garage und Ihrem Keller? Dann sind Sie vom Gesetzgeber dazu verpflichtet, eine feuerhemmende Tür einbauen zu lassen. Für die Montage ist es notwendig, einen Fachbetrieb zu engagieren. Dies gilt ebenso für Kellertüren zu einem Raum, in dem eine Heizungsanlage steht. Ein Fachbetrieb sorgt hier dafür, dass die Installation der Tür zulassungskonform verläuft.

Die hierbei verwendete Innentür trägt nach ihrer Funktion den Namen Brandschutztür. Für diese Art von Tür ist Stahl das bevorzugte Material. In Deutschland benötigt eine Brandschutztür die bauaufsichtliche Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik. Auf einem an der Tür angebrachten Schild finden Sie Zulassungsnummer und das Herstellungsjahr. Entfernen Sie dieses Schild unter keinen Umständen.

Die im Handel erhältlichen Brandschutztüren für den privaten Gebrauch sind in Klassen eingeteilt. Diese messen den Feuerwiderstand. Nach der DIN EN 1634-1 sind das die Klassen: T30, T60, T90, T120 und T180. Das klingt zunächst komplex, ist aber einfach nachzuvollziehen. Die jeweiligen Zahlen beschreiben den Feuerwiderstand der Tür in Minuten. Eine Tür der Kategorie T30 hält dem Feuer bis zu 30 Minuten stand. Das sind kostbare Minuten, in denen das Feuer nicht auf die angrenzenden Räume übergreift.

Außentüren

Diese Kellertür fungiert gleichzeitig als Nebeneingangstür. Es ist daher besonders wichtig, dass sie einbruchsicher ist. Im Gegensatz zur Haustür ist eine Nebeneingangstür meist eher unauffällig. Sie ist in die Fassaden-Gestaltung mit einbezogen und fällt dadurch weniger auf. So erhöhen Sie zusätzlich die Einbruchsicherheit. Neben dem Einbruchschutz sind an die Nebeneingangs-Türen weitere Anforderungen gestellt. Hier ist vor allem der Aspekt des Wärmeschutzes wichtig. Im Gegensatz zu Innentüren geben Expert*innen den Wärmeschutz bei Außentüren mit dem U-Wert an. Je höher dieser Wert, desto mehr Wärme geht durch die Tür verloren. Achten Sie beim Kauf einer Außentür daher auf den U-Wert. Anbieter von Außentüren sind in Deutschland zur Deklarierung verpflichtet.

3. Kellertüren mal anders

Wie Sie mit Glaselementen Ihre Kellertüren verschönern, erfahren Sie auf Tipp zum Bau.

Glaselemente bringen auch Ihren Kellertüren Licht und Leben.

Erfüllen Sie bei Brandschutztüren stets die gesetzlichen Vorgaben. Diese Kellertüren sind optisch ihrer Funktion angepasst. Das verstaubte, blockige Stahlmonster aus Omas Keller existiert also weiterhin. Doch abgesehen von diesen auf Funktionalität ausgelegten Türen sind Sie in der Gestaltung frei.

Kellertüren aus Holz vermitteln ein warmes und behagliches Gefühl. Hierbei wählen Sie zwischen massivem Holz und Verbundplatten ganz nach Ihren Wünschen aus. Türen aus Massivholz sehen nicht nur gut aus, sondern sind auch schwer aufzubrechen. Das macht sie besonders einbruchsicher. Ob Eiche, Fichte oder Kiefer, stimmen Sie Ihre Kellertüren auf Ihr Gesamtdesign ab:

  • Zeitlose Klassiker sind Holztüren mit Weißlack-Oberfläche.
  • Für farbige Akzente sorgen echtholzfurnierte Türen.
  • In der Farbgestaltung völlig frei sind Sie mit Lack-Oberflächen.

Trauen Sie sich an Glaselemente heran. Bei Innentüren bieten sich diese besonders an. Eine einbruchsichere Massivholztür mit Lichtausschnitt bietet Ihnen einen optischen Hingucker. Profitieren Sie vom freundlichen Erscheinungsbild der Kellertür. Mit einer Vielzahl von möglichen Schliffen machen Sie aus Ihrer Glastür ein Unikat. Für Außentüren ist dies ebenfalls möglich. Hier kommt Sicherheitsglas in Milchglas-Optik zum Einsatz. So kombinieren Sie Einbruchschutz mit einer angenehmen Atmosphäre. Längst sind einbruchsichere Kellertüren nicht mehr in der Größe unveränderlich. Zweiflügelige Türen verleihen Ihren Räumlichkeiten eine ganz neue Ästhetik. Für Farbliebhaber und Experimentier-Freudige lassen sich damit schillernde Kontraste verwirklichen. Mit Hilfe unterschiedlicher Beschichtungen erschaffen Sie Ihren ganz eigenen Einrichtungsstil.

4. Kellertüren sichern Ihr Zuhause

Nehmen Sie sich für die Planung Ihrer Kellertüren Zeit, denn: Diese machen Ihr Zuhause einbruchsicher. Neben dem Brand- und Wärmeschutz sind auch Rauch- und Schallschutz ein Aufgabengebiet der Kellertüren.

Rauchschutz

Diese Kellertüren sind dichtschließende Türen. Sie geben Ihnen im Brandfall mehr Zeit, das Haus unversehrt zu verlassen. So gelangt kaum Rauch durch diese Tür. Dabei sind Rauchschutztüren nicht einheitlich definiert. Um als solche zu gelten, haben sie drei Merkmale zu erfüllen. Diese Merkmale lauten:

  • Die Tür besitzt eine umlaufende Dichtung, die mindestens 3 Seiten abdeckt.
  • Die Tür hat eine Dicke von mindestens 40 Millimetern.
  • Sie ist vollwandig, besitzt also keine Hohlräume oder Briefschlitze.

Schallschutz

Schallschutztüren schirmen gegen Lärm ab. Mit dieser Art von Kellertür schützen Sie Ihren Wohnraum vor Lärm von außerhalb. Steigern Sie Ihr Wohlbefinden durch den gezielten Einsatz dieser Türen. Schallschutztüren bieten Ihnen folgende Vorteile:

  • Dämmen lästigen Lärm ein.
  • Verbessern Ihre Lebens- und Schlafqualität.
  • Reduzieren Ihr Stresslevel.

Hersteller fertigen Schallschutztüren in Deutschland nach der Norm DIN 4109-1 an. Es existieren drei unterschiedliche Schallschutzklassen, für die jeweils bestimmte Schalldämmwerte gelten. Wählen Sie Ihre Schallschutztür daher nach Ihrem persönlichen Bedarf zwischen einer dieser Klassen aus:

  • Schallschutzklasse I: Dämmt Lärm von bis zu 32 Dezibel. Für den privaten Arbeitsraum geeignet.
  • Schallschutzklasse II: Dämmt Lärm von bis zu 37 Dezibel. Für Büroräume geeignet.
  • Schallschutzklasse III: Dämmt Lärm von bis zu 42 Dezibel. Für Treppenhäuser geeignet.

Einbruchschutz

Sichern Sie mit Tipp zum Bau Ihre Kellertüren vor Einbrüchen.

Einbrecher scheitern schnell an einbruchsicheren Kellertüren.

Der für Ihren Alltag wichtigste Faktor Ihrer Kellertüren ist wohl der Einbruchschutz. Dies gilt in besonderem Maße für Ihre Nebeneingangs-Türen. Machen Sie Ihre Kellertüren einbruchsicher. Im Jahr 2019 erfasste das Bundeskriminalamt 87.145 Fälle von Einbrüchen. Die Aufklärungsquote lag bei 17,4%. Die Polizei erfasst Diebstahl aus Kellern und Dachböden separat. Hier lagen die Fälle im Jahr 2019 bei 86.604. Es lohnt sich also für Sie, Ihre Nebeneingangs-Türen einbruchsicher zu gestalten. Die Furcht vor einem Einbruch ist in der Bevölkerung stark gestiegen. Die Praxis zeigt jedoch: Diese Angst ist größtenteils unberechtigt. Denn fast die Hälfte aller Wohnungseinbrüche scheitern im Versuchsstadium. Richtiges Verhalten, die Einhaltung der Sicherungs-Techniken und aufmerksame Nachbarn verhindern oft Einbrüche.

5. So machen Sie Ihre Kellertüren einbruchsicher

Die meisten Einbrüche geschehen in Metropolen und städtischen Regionen. Aber auch in Gegenden entlang der Fernstraßen geschehen viele Einbruchsdelikte. Das Bundeskriminalamt gibt für den Einbruchschutz von Außentüren folgende Hinweise:

  • Schließen Sie immer zweifach ab, wenn Sie das Haus verlassen.
  • Verstecken Sie den Hausschlüssel nicht draußen.
  • Bei Verlust Ihres Schlüssels benötigen Sie einen neuen Schließzylinder.

Die DIN EN 1627 Norm regelt in Deutschland den Einbruchschutz von Türen und Fenstern. Diese Norm definiert die Widerstandsklassen RC1 – RC6. Zur besseren Übersicht finden Sie diese Widerstandsklassen in tabellarischer Form aufgelistet.

WiderstandsklasseTäterprofilUngefähre WiderstandszeitVerwendete Werkzeuge
RC 1JederKeine AngabeHöchstens Kleinwerkzeuge
RC 2Gelegenheitstäter3 MinutenSchraubendreher, Zange, Keile
RC 3Gewohnheitstäter5 MinutenSchraubendreher und Brechstange
RC 4Erfahrener Täter10 MinutenZusätzlich Schlagaxt
RC 5Erfahrener Täter15 MinutenZusätzlich Winkelschneider
RC 6Erfahrener Täter20 MinutenProfiwerkzeug

Ziehen Sie jedoch nicht sofort los, um Türen der Klasse RC 5 zu kaufen. Die angegebenen Werte bedürfen nämlich noch einigen wichtigen Erklärungen. Die Polizei empfiehlt für Türen im privaten Bereich mindestens eine RC 2 Widerstandsklasse. Diese Türen halten ‚nur‘ drei Minuten stand. Sie verhindern aber bereits rund 80 Prozent der Einbruchsversuche. Hiermit gelten diese Nebeneingangs-Türen bereits als relativ einbruchsicher. Denn die hauptsächlichen Feinde von Einbruchsbanden sind Lärm, Licht und Zeit. Für Kellertüren, die im Dunkeln liegen, empfiehlt die Polizei die Klasse RC 3. Hier ist die Gesamt-Konstruktion bereits einbruchsicher genug, um Täter*innen keinen Schwachpunkt zu geben. Zum Vergleich: Einbruchsichere Haftraumtüren in Polizei-Stationen erfüllen meist nur die Widerstandsklasse RC 4.

Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen für Ihre Kellertüren

Wie Sie Ihre Kellertüren durch Sicherheits-Maßnahmen einbruchsicher machen, erklärt Ihnen Tipp zum Bau.

Machen Sie Ihre Kellertüren durch Zusatzschlösser einbruchsicher.

Die Türstärke selbst ist nur einer von vielen Faktoren, die Ihre Kellertür einbruchsicher machen. Die meisten Einbrüche finden im Winterhalbjahr statt. Einbrecher agieren in der Dunkelheit. Beleuchten Sie daher als erste Maßnahme Ihr Haus. Lampen mit Bewegungs-Sensoren bieten Ihren Nebeneingangs-Türen einen zusätzlichen Schutz. Hiermit schrecken Sie Einbrecher*innen ab, die sich an Ihrer Kellertür austesten. Gegen ein Aufbohren Ihres Schlosses hilft Ihnen eine Schutzrosette. Diese macht Ihren Türzylinder einbruchsicher gegenüber Hebel- oder Ziehversuchen. Die Polizei rät zusätzlich zu einem Schutzbeschlag in geprüfter Ausführung.

Eine Scharnierseiten-Sicherung macht jede Art von Kellertür einbruchsicher. Hiermit verbinden Sie die Scharnierseite Ihrer Nebeneingangstür mit Ihrer Wand. Die Tür hebeln Sie sogar selbst mit erheblichem Kraftaufwand nicht mehr auf. Natürlich gibt es für Sie auch die Möglichkeit, Ihre Innentüren so einbruchsicher zu gestalten.

Ist es Ihnen wichtig, Ihre Kellertür besonders einbruchsicher zu gestalten? Dann machen Sie diese mit einem Teleskop-Stangenschloss oder einem Querriegelschloss besonders sicher. Achten Sie bei der Montage auf folgende Punkte:

  • Verankern Sie die Schließkästen fest im Mauerwerk.
  • Montieren Sie das Schloss unterhalb des Hauptschlosses.
  • Bauen Sie den Zylinder so ein, dass er mechanisch geschützt ist.

Für alle Nachrüstungen ist entscheidend, dass sie in ihrer Wirkung aufeinander abgestimmt sind. Dies gilt für zusätzliche Schlösser ebenso wie für Änderungen an den Beschlägen oder Schließblechen. Engagieren Sie im Zweifelsfall Fachpersonal. Nur so sind Ihre Kellertüren wirklich einbruchsicher.

6. Was kostet eine Kellertür?

Die Kosten von einbruchsicheren Kellertüren hängen stark von deren Funktion ab. Auch Ihre Wünsche an das Design und die Material-Auswahl prägen den Preis. Vor allem bei Spezial-Anforderungen steigen die Kosten einer Kellertür an. Im Allgemeinen bewegen Sie sich zwischen 400 und 700 Euro im preislichen Mittelfeld. Der Einbau durch Fachpersonal spielt auch eine Rolle. Bedenken Sie hierbei jedoch stets, dass Sie in Ihre Sicherheit investieren. Sie machen Ihr Haus dadurch nicht nur einbruchsicher. Auch der Brandschutz spielt bei Kellertüren eine große Rolle. Durch gut verbaute Wärmedämmung sparen Sie sogar an Heizkosten. Der Wert einer besseren Nachtruhe durch Schallschutz ist auf lange Sicht nicht vergleichbar.

7. Staatliche Förderung für eine Kellertür

Erfahren Sie alles über staatliche Zuschüsse für Kellertüren bei Tipp zum Bau.

Lassen Sie sich Ihre Kellertüren vom Staat subventionieren.

Sie renovieren oder bauen in Ihrem Haus um? Sparen Sie bei der Anschaffung von Kellertüren bares Geld. Bei Bestands-Immobilien vergibt der Staat Förderungen bzw. Zuschüsse für den Einbau einbruchhemmender Produkte. Dazu finden Sie hier den KfW Zuschuss 455-E im Kompakt-Überblick:

  • Bis zu 1.600 Euro Förderung.
  • Egal, ob Sie Eigentümer oder Mieter sind.
  • Für Maßnahmen zum Einbruchschutz nutzbar.

Der KfW Kredit 159 für altersgerechtes Umbauen ist auch für Einbruchschutz beantragbar. Beide Förderprodukte greifen auch für Nachrüstsysteme. Ziehen Sie dazu die KfW zu Rate, um Ihr Haus einbruchsicher zu gestalten. Beim Kauf von Kellertüren ist die Energie-Effizienz zusätzlich ausschlaggebend. Der KfW Kredit 151/152 ist als Förderkredit auch für einzelne energetische Maßnahmen beantragbar. Den KfW Zuschuss 430 zeichnet aus:

  • Zuschuss bis zu 10.000 Euro für Einzelmaßnahmen.
  • Bei Kaufabsichten von saniertem Wohnraum möglich.
  • Nur für private Eigentümer.

8. Planen Sie noch heute Ihre einbruchsichere Kellertür

Es bringt Ihnen viele Vorteile, eine neue einbruchsichere Kellertür zu kaufen. Bei Fragen der Optik haben Sie hier freie Wahl. Passen Sie die Kellertür an das Gesamtdesign Ihres Hauses an. Achten Sie dabei aber auf die Brandschutzbestimmungen in Deutschland. Dies bietet sich nicht nur aus rechtlichen Gründen an. Setzen Sie auch auf Ihre Sicherheit. Rauchschutztüren bieten Ihnen im Brandfall zusätzliche Fluchtzeit. Häufig ist eine Kohlenmonoxid-Vergiftung deutlich gefährlicher als die Flammen selbst. Rüsten Sie Ihre Innen- und Außentüren anforderungs-gerecht aus und schlafen Sie sicher. Informieren Sie sich im Fachhandel über Multifunktions-Türen. Diese Türen bieten Ihnen das Beste aus aller Welt und sind sogar einbruchsicher. Die Übersichts-Tabellen klären Sie zusätzlich über die Klima- oder Widerstandsklassen auf.

9. Die Zarge – das Skelett der Kellertür

Zargen sind aus den verschiedensten Materialien gefertigt. Ob Holz oder Stahl, wichtig ist, dass die Zarge Ihrer Kellertür Stabilität verleiht. Je nach Design besteht eine Zarge aus bis zu drei Hauptbestandteilen.

Die Zierbekleidung bildet dabei stets den Übergang zur Wand. Denken Sie daran, dass diese Fläche die Rohbauöffnung abdeckt. Es bietet sich daher an, die zu verbauende Fläche optisch auf die Wand abzustimmen. Die klassischen Holztürkanten sind dabei längst nicht mehr die einzig mögliche Ästhetik. Gestalten Sie Ihre Türkanten zur Abwechslung rund oder abgerundet. Kreativ gestaltete Nebeneingangs-Türen sind eine hochwertige Ergänzung für Ihr Haus.

Die Falzbekleidung bildet das Gegenstück zur Zierbekleidung. Diese Fläche bildet die Bandseite. Hier sind die Bänder also sichtbar. Auf dieser Fläche liegt auch das Schließblech. In Form und Gestaltung orientiert sich diese Seite meist an der Zierbekleidung.

Die dritte Komponente einer Zarge ist das sogenannte Futterbrett. Wenn Sie sich die Zarge als Skelett vorstellen, bildet dieses die Wirbelsäule. Das Futterbrett ist fest mit der Wand verbunden. Es bildet den eigentlichen Rahmen für Ihre Türen. Im Zargenfalz, der Vertiefung, in die Ihr Türblatt einschlägt, sitzt auch die Dichtung. Diese ist für Kellertüren häufig entscheidend. Für den Rauchschutz ist eine Dichtung auf mindestens drei der Türseiten nötig.

10. Der Unterschied zwischen den Bändern und dem Scharnier – Kellertüren im Aufbau

Haben Sie schon einmal bei einem Umzug eine Tür aus- oder eingehängt? Dann kennen Sie die kleinen Metallstifte, an denen Türen befestigt sind. Damit eine Tür aufschwingt, benötigt sie ein Gelenk. Im Volksmund trägt dieses Bauteil oft die Bezeichnung Scharnier. Doch nicht jedes dieser Drehgelenke ist auch wirklich ein Scharnier. Wir erklären Ihnen den entscheidenden Unterschied zum Türband.

Ein Scharnier verbindet zwei feste Teile so, dass sie beweglich sind. Bei Kellertüren ist dies der Türrahmen mit dem Türblatt. Sobald ein Scharnier angebracht ist, sind die verbundenen Teile nicht mehr voneinander zu lösen. Bei jeder Änderung ist das Scharnier erneut abzumontieren.

Ein Türband besteht hingegen aus mindestens zwei separaten Bauteilen. Für Kellertüren sind dreiteilige Bänder Pflicht. Dies gilt insbesondere für einbruchsichere Nebeneingangs-Türen. Eine mit Bändern beschlagene Tür lässt sich unkomplizierter aushängen. Durch den Einbau von Bändern ist Ihre Kellertür einbruchsicherer. Scharniere sind ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen oft aushebelbar. Türbänder an Ihren Kellertüren bieten hingegen folgende Vorteile:

  • Schnellere und einfachere Montage.
  • Bieten Ihren Türen maximale Flexibilität.
  • Machen Ihre Kellertüren durch optimalen Verschluss einbruchsicher.

11. Vier Hinweise, wie Sie Ihre Kellertüren im Mehrfamilienhaus einbruchsicher gestalten

Besonders in Mehrfamilien-Häusern ist es wichtig, Kellertüren einbruchsicher zu gestalten. Die Kellerräume verzweigen häufig weit und haben mehrere Eingänge. Durch den üblicherweise herrschenden Geräuschpegel in einem Mehrfamilien-Haus haben Einbrecher leichtes Spiel. In größeren Mietskasernen wundert sich kaum jemand über fremde Gesichter. Findige Einbrecher tarnen sich als Pizzaboten oder Handwerker.

Sichern Sie daher neben Ihrer Wohnungseingangstür auch Keller und Dachboden. Fahrräder oder Werkzeug sind ein beliebtes Raubgut. Auch Altmetall lockt Kriminelle an. Weisen Sie Ihren Vermieter auf schlecht gesicherte Kellertüren hin. Sprechen Sie sich dafür in der Hausgemeinschaft ab. Jeder Mieter trägt seinen eigenen Teil zur Einbruchsicherheit im Haus bei. Die Polizei rät daher zu folgenden vier einfach umsetzbaren Maßnahmen:

  • Bewahren Sie auf keinen Fall Wertsachen in Ihrem Keller auf.
  • Achten Sie darauf, Fahrräder in Ihrem Kellerraum abzustellen.
  • Vergessen Sie nicht, die Kellertüren stets zu verschließen.
  • Statten Sie Ihren Kellerverschlag mit einem massiven Hangschloss aus.

12. Materialkunde bei Kellertüren: Türen aus Aluminium

Aluminium ist ein gern genutztes Material für Kellertüren. In ihrer modernen Ausführung sind diese Alleskönner sogar optische Hingucker. Doch Kellertüren aus Aluminium punkten nicht nur mit einer eigenen Ästhetik. Sie sind auch außergewöhnlich einbruchsicher. Das Material genießt auf Grund seiner Stabilität und Robustheit eine hohe Beliebtheit. Kellertüren aus Aluminium sind zudem sehr langlebig und verzeihen viel.

In Ihren optischen Gestaltungs-Möglichkeiten sind Sie bei einbruchsicheren Aluminiumtüren sehr frei. Glaselemente bieten sich hier an, um Licht durchzulassen. Die ausgezeichnete Wärmedämmung des Aluminiums ist durch Glas nicht vermindert. Eine Dreifachverglasung ermöglicht Ihnen den problemlosen Erhalt der Dämmeigenschaften. Mit speziellem Sicherheitsglas ist Ihre Aluminiumtür einbruchsicher.

Einbruchsichere Kellertüren aus Aluminium haben eine Pulverbeschichtung. Bei dieser Oberfläche haben Sie die Möglichkeit, diese mit nahezu jeder Farbe anstreichen. Im Gegensatz zu Kellertüren aus Holz sind Türen aus Aluminium sehr pflegeleicht:

  • Sie sparen sich die aufwendige Wartung.
  • Es ist nicht nötig, die Tür zu streichen.

13. Materialkunde bei Kellertüren: Türen aus Kunststoff

Denken Sie bei Kunststoff mehr an Verpackungsmüll als an eine stabile Tür? Dann überzeugen Sie sich selbst von diesem universell formbaren Material. Kellertüren aus Kunststoff sind weit robuster als zuerst angenommen. Dafür sorgt ein Stahlkern in der Konstruktion. Dieser besitzt eine Kunststoff-Ummantelung. Kellertüren, die auf diese Weise gefertigt sind, bieten Ihnen mehrere Vorteile:

  • Robustheit und Verzugssteifigkeit.
  • Überdurchschnittliche Wärmedämmung.
  • Einbruchsicherheit durch den Stahlkern.

Kellertüren aus Kunststoff sind zudem sehr preiswert. Hier beginnen die Preise bereits bei 300 Euro. Je nach Anforderung variieren auch die Kosten. Sie erhalten eine sehr langlebige Nebeneingangs-Tür, deren Außenseite witterungs-beständig ist. Aufwendige Pflege ist bei einer Kunststofftür nicht nötig. Das Material bietet Ihnen eine freie Farb- und Design-Gestaltung. Mit Kunststoff ist ein Nachahmen der Oberflächenstruktur von Holz oder Stein problemlos möglich. Kombinieren Sie den geringen Preis und Pflegeaufwand von Kunststoff mit Naturoptik. So machen Sie Ihre Kellertüren zu einer echten Attraktion. Daher bietet sich Kunststoff vor allem für Außentüren, also Nebeneingangs-Türen, an.

14. Materialkunde bei Kellertüren: Türen aus Holz

Kellertüren aus Holz geben Ihrem Haus Charakter. Erfahren Sie mehr auf Tipp zum Bau.

Holz gibt Ihren Kellertüren einen eigenen Charakter.

Holz verleiht Ihrem Haus eine warme und natürliche Atmosphäre. Bauherr*innen schätzen dieses Material aufgrund seines einzigartigen Charakters. Profitieren auch Sie von Kellertüren aus Holz. Mit Massivholztüren schaffen Sie ein edles Design für Ihr Heim. Die großen Vorteile von Holz als Material sind:

  • Ökologischer Baustoff.
  • Die nachhaltige Herstellung von Kellertüren aus Holz.
  • Holz passt ideal zu denkmalgeschützten Bauwerken.

In ihrer Struktur und Farbe sind Kellertüren aus Holz sehr wandelbar. Hier sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die einzigartige Haptik des Holzes lässt sich bei Kellertüren wunderbar hervorheben. Nebeneingangs-Türen aus Massivholz sind zudem einbruchsicher. Durch ihren robusten Aufbau haben Einbrecher schlechte Karten. Einbruchsichere Kellertüren aus Holz bedürfen regelmäßiger Pflege. Anstrich und Lasur sind zwar zeitintensiv, lohnen sich jedoch für Sie. Bei richtiger Pflege bleibt Ihnen Ihre Kellertür lange erhalten. Mit wenig Aufwand reparieren Sie kleinere Schäden im Nu selbst. Neben Kiefer oder Eiche sind auch exotischere Hölzer als Kellertür verbaubar. Machen Sie aus Ihrer Kellertür ein echtes Unikat. Holen Sie sich dabei die Unterstützung des Schreiners Ihrer Wahl.

15. Vollspanplatte oder Wabeneinlage – Kellertüren im Aufbau

Das Türblatt einer Kellertür hat unterschiedliche Einlagen. Tipp zum Bau verschafft Ihnen einen Überblick.

Es gibt Kellertüren in unterschiedlichen Stärken. Ein Beispiel ist die Spanplatte.

Die meisten einbruchsicheren Kellertüren haben im Inneren ihres Türblattes einen Kern. Dieser besteht aus unterschiedlichen Materialien. Der Kern einer Kellertür entscheidet jedoch ihren Gesamtaufbau. An ihm erkennen Sie die Qualität und Stabilität Ihrer Tür. Auch für den Aspekt des Einbruchschutzes ist der Aufbau des Kerns essenziell. Sie finden deshalb im Folgenden eine Kurzübersicht der häufigsten Aufbauarten von Türblättern.

  • Die Wabeneneinlage. Dieser Kern setzt sich, wie der Name bereits vermuten lässt, aus leichten Waben zusammen. Als Material dient gefaltete Pappe oder Kartonage. Daher ist die Qualität dieser Einlage eher gering.
  • Die Röhrenspanplatte. Die Einlage dieser Türen-Art, auch Röhrenspankern bezeichnet, besteht aus einer mit Röhren ausgebohrten Spanplatte. Der Vorteil dieser Bauart liegt im geringen Eigengewicht des Türblattes. Der Röhrenspankern ist robuster als die Wabeneinlage, ist jedoch nicht so stabil wie Vollspan.
  • Die Vollspanplatte. Kellertüren mit einer Vollspanplatte im Kern gelten als hochwertig. Ihre Einlage besteht aus einer durchgängigen Spanplatte ohne jegliche Bohrungen. Dies verleiht der Kellertür eine hohe Stabilität und macht Ihre Tür einbruchsicher. Auch die mitunter verarbeitete mitteldichte Faserplatte (MDF) gehört in diese Kategorie.
  • Der Röhrenspansteg. Dieses Türblatt punktet mit geringen Kosten und geringem Gewicht. Der Kern dieser Kellertür besteht aus Streifen von Röhrenspanplatten. Der Röhrenspansteg dient daher als kostengünstigere Alternative zum Röhrenspankern.
  • Türen aus Massivholz. Bei Kellertüren aus Massivholz ist der Kern nicht vom Rest der Tür zu unterscheiden. Hier gilt es, zwischen stab- und schichtverleimter Bauart zu unterscheiden. Der Unterschied ist dabei jedoch größtenteils optischer Natur. Diese Aufbauart bietet Ihrer Kellertür maximale Stabilität und Einbruchschutz. Sie weist jedoch auch die größten Kosten auf.

16. Kellertüren einbruchsicher machen: Wissenswertes über Einsteckschlösser

Wie Sie das richtige Einsteckschloss für Ihre Kellertüren wählen, erfahren Sie auf Tipp zum Bau.

Hier sehen Sie ein in der Kellertür eingebautes Einsteckschloss mit mehreren Schlossriegeln.

Um Ihre Kellertür abzuschließen, benötigen Sie ein Türschloss mit Falle und Riegel. In der Vergangenheit kamen hierfür Kastenschlösser zum Einsatz. In einigen Altbauten sind diese vereinzelt noch bei Bad oder WC-Türen zu finden. Wie der Name bereits suggeriert, hängt bei dieser Schlossart der Schlosskasten an der Türinnenseite. Aufgrund seines klobigen Designs gibt es mittlerweile, als mechanisch elegantere Alternative, das Einsteckschloss.

Heutzutage ist beinahe jedes Türschloss ein Einsteckschloss. Dieses ist bei geschlossener Tür nicht zu sehen, da es in diese eingearbeitet ist. Eine Manipulation des Schlosses von der Innenseite ist daher nicht möglich. Vielleicht erinnern Sie sich noch an die Form der VHS-Kassetten. In Form und Optik ähnelt das Einsteckschloss diesem längst vergessenen Relikt.

Ihr Einsteckschloss fungiert für Ihre Tür als mechanischer Öffner. Für eine einbruchsichere Kellertür ist das Schließwerk mitentscheidend. In Deutschland nutzen die meisten Einsteckschlösser ein Buntbart-Schließwerk. Für eine einbruchsichere Kellertür ist jedoch ein Zylinder-Schließwerk Pflicht. In der DIN-Norm 18251 ist die Widerstandsfähigkeit von Einsteckschlössern kategorisiert.

Die Wahl des Schließwerks ist also bedeutend, jedoch nicht die einzig wichtige Komponente. Achten Sie auf zusätzlichen Schutz durch Mehrfach-Verriegelung oder verstärkte Bauteile. Für einbruchsichere Kellertüren sind Einsteckschlösser mit einem Zylinder-Schließwerk der Klasse 4 zu empfehlen. Der Metallbauer Ihres Vertrauens unterstützt Sie gerne beim Einbau.

17. Kellertüren einbruchsicher machen: Wissenswertes über Profilzylinder

Warum Ihre Kellertüren mit einem Profilzylinder einbruchsicher sind, erfahren Sie auf Tipp zum Bau.

Verwenden Sie bei Ihren einbruchsicheren Kellertüren einen Profilzylinder für maximale Sicherheit.

Sie kennen nun die DIN-Normen von Einsteckschlössern. Doch was genau ist denn der für den Einbruchschutz so wichtige Profilzylinder? Profilzylinder sind die gängigste Bauform für Sicherheitsschlösser in Deutschland. Die meisten von Ihnen kennen diesen Schlosstypus bereits. Besitzen Sie ein Vorhängeschloss eines deutschen Unternehmens? Das Schließwerk dieser kleinen Schlösser ist identisch mit denen in Ihrer Kellertür.

Achten Sie für die Verwendung in Ihrem Haus darauf, einen Doppelzylinder zu verbauen. Hiermit lässt sich Ihre Kellertür von beiden Seiten aus sperren. Deshalb sind Kurz- oder Halbzylinder für einbruchsichere Kellertüren nicht zu empfehlen.

Es gibt eine Vielzahl von verschiedenen Zylinder-Schlössern auf dem Markt. Achten Sie daher besonders auf die DIN-Norm 18252. Die Widerstandsklasse 1 reicht hierbei bereits für eine einbruchsichere Kellertür aus.

Alternativ geben Ihnen BS für Bohrschutz und BZ für Bohr- und Ziehschutz weitere Anhaltspunkte. Einige Händler nutzen hierfür die Einteilung in die Kategorien B und B+. Mit der B+ Variante eines Profilzylinders erhalten Sie einen zusätzlichen Vorteil. Bei dieser Variante machen Schlosser*innen Schlüssel nur mit einem Nachweis nach.

18. Kellertüren und Brandschutz im Mehrfamilienhaus – ein Zankapfel?

Kellertüren führen in Mehrfamilienhäusern gerne zu juristischen Problemen. Tipp zum Bau gibt Ihnen einen ersten Überblick.

Führt häufig zu Streit mit dem Vermieter: Kellertüren und Brandschutz.

Das Thema Brandschutz spielt in Deutschland bei jedem Gebäude eine große Rolle. Dementsprechend gibt es bei Mehrfamilien-Häusern viele Punkte zu beachten. Hier ist meist der Vermieter in der Pflicht. Seit 2020 ist es so beispielsweise Pflicht, Rauchmelder innerhalb der Wohnungen zu installieren. Als Vermieter*in sind Sie auch für den freien Fluchtweg durch das Treppenhaus verantwortlich. Dasselbe gilt für die Beleuchtung  Für das Abstellen von Fahrrädern oder Ähnlichem ist die jeweilige Hausordnung entscheidend. Hier hat sich der Mieter dem Vermieter unterzuordnen.

Gleichzeitig ist der Vermieter jedoch auch in der Bringschuld. Sind Ihre Kellertüren keine Brandschutztüren? Dann machen Sie Ihrem Vermieter klar, dass er die Verantwortung trägt, diese unverzüglich einzubauen. Gleiches gilt für das Anbringen von Feuerlöschern in Heizungsräumen. Anders sieht es jedoch bei Rauchmeldern in den Kellerräumen aus. Hier gibt es noch keinen gesetzlich vorgeschriebenen Umgang.

Für den Umgang mit Ihren Kellerräumen ist Ihre Hausordnung oder Ihr Mietvertrag richtungsweisend. Denn Brandschutz ist immer auch eine Pflicht des Mieters. Das Lagern von Farben, Lacken oder Holz in größeren Mengen ist meist verboten. Grundsätzlich gilt natürlich: Was hinter Ihrer Kellertür steht, ist Ihnen überlassen. Dennoch gibt es einige Ausnahmen. Kraftstoff-betriebene Fahrzeuge sind nur mit Zustimmung des Vermieters im Keller zu lagern. Dies überrascht Sie vielleicht, doch es betrifft bereits Ihren Motorroller oder Ihr Moped.

Setzen Sie sich aktiv mit dem Brandschutz in Ihren Kellerräumen auseinander. Blockieren gelagerte Autoreifen Ihre Kellertür, sodass sie nicht komplett aufgeht? Für die Kellerräume gilt im Bezug auf den Brandschutz:

  • Halten Sie die Gänge frei.
  • Entrümpeln Sie die Kellerräume regelmäßig.

Halten Sie als Mieter diese Punkte nicht ein, übernimmt der Vermieter die Ausführung. Die Kosten hierfür tragen Sie als Mieter. Es ist daher durchaus vorteilhaft, diese Punkte einzuhalten. Sprechen Sie sich dafür auch in der Hausgemeinschaft ab. Ein Zuordnen der Fahrräder im Gang auf bestimmte Mieter ist dem Vermieter unmöglich. Die Rechnung tragen dann alle Mieter.

19. Wie Sie Ihre Kellertüren barrierefrei umrüsten

Erfahren Sie, wie Sie Ihre Kellertüren barrierefrei umrüsten bei Tipp zum Bau.

Durch Rampensysteme erreichen Sie Kellertüren barrierefrei.

Für viele Senioren oder gehbehinderte Personen ist das Öffnen einer Kellertür eine Herausforderung. In Deutschland sind immer noch erstaunlich viele Türen nicht barrierefrei. Dabei ist es ohne weiteres möglich, Kellertüren barrierefrei zu gestalten. Eine Kellertür gilt als barrierefrei, sobald sie:

  • Einfach zu benutzen ist.
  • Sicher durchquerbar und breit genug ist.
  • Als Tür von weitem klar erkennbar ist.

Diese Ziele erreichen Sie mit einer Vielzahl von Bauarten. Für den privaten Gebrauch sind zumeist Drehflügel- oder Schiebetüren im Einsatz. Doch auch die Automatik-Türen, die Sie vielleicht aus Krankenhäusern kennen, sind privat einsetzbar. Für Ihre barrierefreie Kellertür beginnt die Umrüstung dabei bereits mit dem Zugangsbereich. Innerhalb des Hauses bringt Sie ein Treppenlift in den Keller. Gestalten Sie die Kellerabgangstreppe dabei schwellenfrei.

Achten Sie auf die Breite des Zuweges zu Ihrer Außen- bzw. Nebeneingangstür. Hier wirkt ein Rampensystem oder Plattformlift wahre Wunder. Rollstuhlfahrern ist hiermit ein barrierefreier Zugang in das Haus möglich. Gestalten Sie zusätzlich Nebeneingangs-Türenn einbruchsicher um. Genau wie bei barrierefreien Haustüren empfiehlt sich hier eine Automatik-Öffnung. Die Kellertür schließt und öffnet sich per Knopfdruck, ähnlich wie mit einem modernen Autoschlüssel.

Achten Sie bei der barrierefreien Umrüstung Ihrer Kellertüren auf die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben. Die zu beachtende DIN-Norm ist die 18040-2. Sie regelt die Höhe von Drückern, Griffen, Türspionen und Schwellen. Hersteller haben diese Vorgaben auch zu erfüllen. Für die Beachtung der Durchgangsbreiten sind Sie jedoch als Wohnungseigentümer verantwortlich. Das hierbei wohl wichtigste Merkmal betrifft jedoch den nötigen Kraftaufwand. Er ist beim Öffnen und Schließen möglichst gering zu halten.

20. Barrierefreie Kellertüren – Besonderheiten beim Thema Brandschutz

Achten Sie beim Umbau Ihrer Kellertüren auf das Thema Brandschutz. Tipp zum Bau erläutert Ihnen Weiteres.

Nicht immer leicht kombinierbar: Barrierefreie Kellertüren und Brandschutz.

Brandschutztüren sind oft besonders schwer zu öffnen. Für Menschen, die nicht genügend Kraft aufbringen, gibt es daher mechanische Lösungen. Die Kombination aus Barrierefreiheit und Brandschutz war in Deutschland lange durch gesetzliche Vorgaben erschwert. Erst durch die Schaffung einer europäischen Norm ist dies in Deutschland möglich. Die DIN EN 14637 revolutioniert damit den deutschen Markt für barrierefreie Brandschutztüren.

Suchen Sie nach einer barrierefreien Kellertür für den privaten Gebrauch? Dann ist vor allem die Nutzung einer Automatiktür zu empfehlen. Die leichte Türbegehung ist durch Türschließer zweier Bauarten möglich:

  • Mit einem abfallendem Öffnungsmoment.
  • Türschließer, bei denen ab 0 Grad Celsius Türöffnungswinkel der Freilauf einsetzt.

Für den Brandschutz ist hierbei entscheidend, dass sich diese Kellertüren im Brandfall selbst feststellen. Daher ist die Ideallösung eine Servounterstützung für Drehtüren. Ihre Kellertür erkennt die aufgewendete Kraft und passt die benötigte Unterstützung automatisch an. So profitieren Sie von einer einfachen Handhabe bei gleichzeitigem Brandschutz. Denn sobald Sie die Kellertür loslassen, schließt diese selbstständig. Hierbei stellen Sie je nach Funktion der Tür eine unterschiedliche Schließkraft ein.

Für den Abbau von Barrieren haben Sie die Möglichkeit, eine staatliche Subvention zu beantragen. Dazu erhalten Sie von der KfW den Kredit 159. Unabhängig von Ihrem Alter beträgt dieser bis zu 50.000 Euro.

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