Kellertüren

Kellertüren – Die Multifunktionstalente

Blockig, sperrig, aus Metall – Sie erahnen es, das Thema dieses Artikels ist die Kellertür. Doch sind Kellertüren zwangsläufig so aufgebaut, wie es dieser erste Gedanke beschreibt? Erfahren Sie in diesem Artikel, warum Kellertüren in Ihrem Haus gleich mehrere Rollen übernehmen. Lassen Sie uns gemeinsam das Klischee der verstaubten Kellertür unserer Kindheit abschütteln. Betrachten Sie Kellertüren fortan mit neuen Augen.

1. Wie ist eine Kellertür aufgebaut?

Wie eine Kellertür aufgebaut ist, erfahren Sie auf Tipp zum Bau.

Bündelt Optik und Funktion: Der Türdrücker Ihrer Kellertür.

Grundlegend sind Kellertüren in Innen- und Außentüren unterteilt. Dies hängt, wie der Name vermuten lässt, von der Funktion der Tür ab. Innentüren verbinden die Garage oder den Keller mit dem Rest des Hauses. Der Gesetzgeber stellt an Innentüren daher besondere Bedingungen. Diese erläutern wir Ihnen an späterer Stelle. Außentüren sind zugleich Nebeneingangstüren, hier spielt der Einbruchschutz eine große Rolle.

Unabhängig von Innen- oder Außentür besteht eine Kellertür aus mehreren Bestandteilen:

  • Dem Türdrücker, oft auch als Klinke bezeichnet.
  • Der eigentlichen Kellertür, auch Türblatt genannt.
  • Der Zarge.
  • Dem Schloss und Schließblech.
  • Den Bändern, fälschlicherweise oft Scharnier genannt.

2. Kellertüren – Innen- oder Außentür?

Von der grundsätzlichen Unterscheidung haben Sie bereits erfahren. Was bedeutet dies jedoch für Sie in Ihrem Such- und Planprozess? Zunächst gehen wir im Folgenden auf die Innentür ein. Wenn Sie also auf der Suche nach einer Nebeneingangstür sind, springen Sie zur Außentür.

Innentüren

Jede Kellertür, die Ihren Wohnraum von Ihrem Keller trennt, ist eine Innentür. Diese Tür wird von Ihnen im Alltag also häufig genutzt. Sie kennen sicherlich den Ausspruch: „Tür zu, hier zieht’s.“. Für Innentüren liegt hier drin die wichtigste Funktion – Sie sind wärmedämmend. Verlieren Sie in kalten Jahreszeiten keine kostbare Wärme mehr. Achten Sie beim Kauf einer Innentür daher besonders auf diesen Faktor.

Zwischen Ihrem Wohnraum und Ihrem Keller herrschen nun also unterschiedliche Temperaturen. Kellertüren neigen jedoch dazu, sich bei Temperaturunterschieden zu verziehen. Beachten Sie bei der Wahl einer Kellertür daher die Klimaklasse. Diese gibt an, wie stabil die Tür gegenüber Verzug ist. Je höher die Klimaklasse, desto höher ist die Verzugssteifigkeit der jeweiligen Tür. Um dies für Sie etwas greifbarer zu machen, haben wir für Sie eine Übersichtstabelle geschaffen.

KlimaklasseLufttemperatur InnenseiteLufttemperatur AußenseiteEinsatzgebiet
I23°C18°CZimmertür, Bad/WC
II23°C13°CKellerabgangstür
III23°C3°CDachgeschoss, Keller
Die Brandschutzbestimmungen für Kellertüren erklärt Ihnen Tipp zum Bau.

Benötigt eine brandschutzgerechte Kellertür: Heizungsraum.

Mit der passenden Klimaklasse bietet Ihnen Ihre Kellertür eine gute Wärmedämmung. Doch die Innentür hat in einigen Fällen noch eine weitere wichtige Funktion. Besitzen Sie eine Tür zwischen Ihrer Garage und Ihrem Wohnraum? Oder befindet sich zwischen Ihrer Garage und Ihrem Keller eine Tür? Dann sind Sie vom Gesetzgeber dazu verpflichtet, eine feuerhemmende Tür einbauen zu lassen. Diese Montage ist von einem Fachbetrieb zu erledigen. Dies gilt ebenso für Kellertüren zu einem Raum, in dem eine Heizungsanlage steht. Ihr Fachbetrieb hat dafür zu sorgen, dass die Installation der Tür zulassungskonform verläuft.

Die hierbei verwendete Kellertür wird nach ihrer Funktion her Brandschutztür genannt. Das bevorzugte Material für diese Art von Tür ist Stahl. In Deutschland benötigt eine Brandschutztür die bauaufsichtliche Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik. Auf einem an der Tür angebrachten Schild finden Sie Zulassungsnummer und Herstellungsjahr. Entfernen Sie dieses Schild unter keinen Umständen.

Die im Handel erhältlichen Brandschutztüren für den privaten Gebrauch sind in Feuerwiderstandsklassen eingeteilt. Nach der DIN EN 1634-1 sind das die Klassen T30, T60, T90, T120 und T180. Klingt zunächst komplex, doch wir klären Sie auf. Die jeweiligen Zahlen beschreiben den Feuerwiderstand der Tür in Minuten. Eine Tür der Kategorie T30 hält Feuer also bis zu 30 Minuten stand. Kostbare Minuten, in denen das Feuer nicht auf die angrenzenden Räume übergreift.

Außentüren

Diese Kellertüren fungieren gleichzeitig als Nebeneingangstüren. Sie sind daher besonders einbruchsicher zu gestalten. Im Gegensatz zur Haustür ist eine Nebeneingangstür meist weniger prominent. Sie fällt nicht auf, da sie in die Fassadengestaltung mit einbezogen worden ist. Dies erhöht zusätzlich den Einbruchschutz.

Neben dem Einbruchschutz werden an die Nebeneingangstüren weitere Anforderungen gestellt. Vor allem der Aspekt des Wärmeschutzes ist hier zu nennen. Im Gegensatz zu Innentüren geben Experten den Wärmeschutz bei Außentüren mit dem U-Wert an. Je höher dieser Wert, desto mehr Wärme geht durch die Tür verloren. Achten Sie beim Kauf einer Außentür daher auf den U-Wert. Anbieter von Kellertüren sind in Deutschland deklarierungspflichtig.

3. Kellertüren mal anders

Bei Brandschutztüren sind gesetzliche Vorgaben zu erfüllen. Diese Kellertüren sind optisch ihrer Funktion angepasst. Das verstaubte, blockige Stahlmonster aus Omas Keller existiert also weiterhin. Doch jenseits dieser sehr auf ihre Funktion ausgelegten Kellertüren sind Sie in der Gestaltung frei. Kellertüren aus Holz vermitteln ein warmes und behagliches Gefühl. Hierbei wählen Sie zwischen massivem Holz und Verbundplatten nach Ihren Wünschen aus. Kellertüren aus Massivholz sehen nicht nur gut aus, sie sind auch einbruchsicher. Ob Eiche, Fichte oder Kiefer, stimmen Sie Ihre Kellertüren auf Ihr Gesamtdesign ab:

  • Zeitlose Klassiker: Holztüren mit Weißlack-Oberfläche.
  • Für farbige Akzente: Echtholzfurnierte Türen.
  • In der Farbgestaltung völlig individuell: Lack-Oberflächen.
Wie Sie mit Glaselementen Ihre Kellertüren verschönern erfahren Sie auf Tipp zum Bau.

Bringen auch Ihren Kellertüren Licht und Leben: Glaselemente.

Trauen Sie sich an Glaselemente heran. Bei Innentüren bieten sich diese besonders an. Eine Massivholztür mit Lichtausschnitt bietet Ihnen einen optischen Hingucker. Profitieren Sie vom freundlicheren Erscheinungsbild der Kellertür. Mit einer Vielzahl von möglichen Schliffen gestalten Sie Ihre Glastüren als Unikat. Für Außentüren ist dies mitunter auch möglich. Hier kommt Sicherheitsglas in Milchglasoptik zum Einsatz. So kombinieren Sie Einbruchschutz mit einer lichten Atmosphäre.

Längst sind Kellertüren auch nicht mehr in ihrer Größe unveränderlich. Zweiflügelige Kellertüren verleihen Ihren Räumlichkeiten eine ganz neue Ästhetik. Für Farbverliebte und Experimentierfreudige lassen sich damit schillernde Kontraste verwirklichen. Mit Hilfe unterschiedlicher Beschichtungen erschaffen Sie Ihren ganz eigenen Einrichtungsstil.

4. Kellertüren sichern Ihr Zuhause

Nehmen Sie sich für die Planung Ihrer Kellertüren Zeit, denn diese sichern Ihr Zuhause. Neben dem Brand- und Wärmeschutz sind auch Rauch- und Schallschutz ein Aufgabengebiet der Kellertüren. Natürlich ist es auch wichtig, dass Ihre Kellertüren einbruchsicher sind.

Rauchschutz

Diese Kellertüren sind dichtschließende Türen. Rauchschutztüren sind nicht einheitlich definiert. Um als solche zu gelten, sind jedoch drei Merkmale zu erfüllen:

  • Die Tür besitzt eine umlaufende Dichtung, die mindestens 3 Seiten abdeckt.
  • Die Tür hat eine Dicke von mindestens 40 mm.
  • Sie ist vollwandig, besitzt also keine Hohlräume oder Briefschlitze.

Schallschutz

Schallschutztüren schirmen entstehenden Lärm ab. Mit dieser Art von Kellertür schützen Sie Ihren Wohnraum vor Lärm von außerhalb. Steigern Sie Ihr Wohlbefinden durch den gezielten Einsatz dieser Türen. Schallschutztüren bieten Ihnen folgende Vorteile:

  • Dämmen lästigen Lärm ein.
  • Verbessern Ihre Lebens- und Schlafqualität.
  • Reduzieren Ihr Stresslevel.

Hersteller fertigen Schallschutztüren in Deutschland nach der Norm DIN 4109-1 an. Es existieren drei unterschiedliche Schallschutzklassen, für die jeweils bestimmte Schalldämmwerte gelten. Statten Sie Ihre Schallschutztür daher nach Ihrem persönlichen Bedarf mit einer dieser Klassen aus.

A. Schallschutzklasse I: Dämmt Lärm von bis zu 32 dB. Für den privaten Arbeitsraum geeignet.

B. Schallschutzklasse II: Dämmt Lärm von bis zu 37 dB. Für Büroräume geeignet.

C. Schallschutzklasse III: Dämmt Lärm von bis zu 42 dB. Für Treppenhäuser geeignet.

Einbruchschutz

Sichern Sie mit Tipp zum Bau Ihre Kellertüren vor Einbruch.

Lassen Einbrecher verzweifeln: einbruchsichere Kellertüren.

Der für Ihren Alltag wichtigste Schutz durch Ihre Kellertüren ist wohl der Einbruchschutz. Dies gilt in besonderem Maße für Ihre Nebeneingangstüren. Machen Sie Ihre Kellertüren einbruchsicher. Im Jahr 2019 sind die Wohnungseinbrüche insgesamt leicht gesunken. Das Bundeskriminalamt erfasste 87.145 Fälle, die Aufklärungsquote lag bei mageren 17,4%. Die Polizei erfasst Diebstahl aus Kellern und Dachböden separat. Hier lagen die Fälle im Jahr 2019 bei 86.604. Es lohnt sich also für Sie, Ihre Nebeneingangstüren einbruchsicher zu gestalten.

Die Furcht vor Einbruch ist in der Bevölkerung stark gestiegen. Jeder Vierte gab 2017 an, ziemlich oder sehr stark wegen Wohnungseinbruchs beunruhigt zu sein. Die Praxis zeigt jedoch: Diese Angst ist größtenteils unberechtigt. Denn 2019 scheiterten ganze 45,3 Prozent der Wohnungseinbrüche im Versuchsstadium. Richtiges Verhalten, die Einhaltung der richtigen Sicherungstechniken und aufmerksame Nachbarn verhindern Einbrüche.

5. So machen Sie Ihre Kellertüren einbruchsicher

Die meisten Einbrüche geschehen in Metropolen und städtischen Regionen. Auch Gegenden entlang der Fernstraßen sind von Einbruchsdelikten betroffen. Das Bundeskriminalamt gibt für den Einbruchschutz von Außentüren folgende Hinweise:

  • Schließen Sie immer zweifach ab, wenn Sie das Haus verlassen.
  • Der Hausschlüssel gehört nicht draußen versteckt.
  • Bei Verlust Ihres Schlüssels benötigen Sie einen neuen Schließzylinder.

In Deutschland ist der Einbruchschutz von Türen und Fenstern mit der DIN EN 1627 geregelt. Diese Norm definiert die Widerstandsklassen RC1 – RC6. Zur besseren Übersicht für Sie folgen diese in tabellarischer Form.

WiderstandsklasseTäterprofilUngefähre WiderstandszeitVerwendete Werkzeuge
RC 1JedermannKeine AngabeHöchstens Kleinwerkzeuge
RC 2Gelegenheitstäter3 minSchraubendreher, Zange, Keile
RC 3Gewohnheitstäter5 minSchraubendreher + Kuhfuß
RC 4Erfahrene Täter10 minZusätzlich Schlagaxt
RC 5Erfahrene Täter15 minZusätzlich Winkelschneider
RC 6Erfahrene Täter20 minProfiwerkzeug

Ziehen Sie jedoch nicht sofort los, um Türen der Klasse RC 5 zu kaufen. Die angegebenen Werte bedürfen nämlich noch einigen wichtigen Erklärungen. Die Polizei empfiehlt für Türen im privaten Bereich mindestens RC 2. Diese Türen halten ‚nur‘ drei Minuten stand, verhindern aber bereits rund 80% der Einbruchsversuche. Hiermit gelten diese Kellertüren bereits als relativ einbruchsicher. Denn die Feinde von Einbrechern sind Lärm, Licht und Zeit.

Für Kellertüren, die im Dunklen liegen, empfiehlt die Polizei die Klasse RC 3. Hier ist die Gesamtkonstruktion bereits einbruchsicher genug, um Tätern keinen Schwachpunkt zu geben. Zum Vergleich: einbruchsichere Haftraumtüren in Polizeistationen erfüllen meist auch nur die Widerstandsklasse RC 4.

Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen für Ihre Kellertüren

Wie Sie Ihre Kellertüren durch Sicherheitsmaßnahmen einbruchsicher machen erklärt Ihnen Tipp zum Bau.

Machen Ihre Kellertüren einbruchsicher: Zusatzschlösser.

Die Türstärke selbst ist nur einer von vielen Faktoren. Die meisten Einbrüche finden im Winterhalbjahr statt. Einbrecher agieren im Dunklen, also ist dies Ihre erste Maßnahme: Beleuchten Sie Ihr Haus einbruchsicher. Lampen mit Bewegungssensoren bieten Ihren Kellertüren bereits einen weiteren Schutz. Hiermit schrecken Sie Einbrecher ab, die sich an Ihrer Kellertür einfach nur austesten.

Gegen ein Aufbohren Ihres Schlosses hilft Ihnen eine Schutzrosette. Diese macht Ihren Türzylinder einbruchsicher gegenüber Hebel- oder Ziehversuchen. Die Polizei rät zusätzlich zu einem Schutzbeschlag in geprüfter Ausführung. Eine Scharnierseitensicherung macht jede Art von Kellertür einbruchsicher. Hiermit verbinden Sie die Scharnierseite Ihrer Kellertür mit Ihrer Wand. Selbst mit erheblichem Kraftaufwand ist die Tür nicht mehr aufzuhebeln. Natürlich gibt es für Sie auch die Möglichkeit, Ihre Innentüren so einbruchsicher zu gestalten.

Gestalten Sie Ihre Kellertür mit einem Teleskop-Stangenschloss oder einem Querriegelschloss besonders einbruchsicher. Achten Sie bei der Montage darauf:

  • Die Schließkästen fest im Mauerwerk zu verankern.
  • Das Schloss unterhalb des Hauptschlosses zu montieren.
  • Den Zylinder so einzubauen, dass er mechanisch geschützt ist.

Für alle Nachrüstungen ist entscheidend, dass sie in ihrer Wirkung aufeinander abgestimmt sind. Dies gilt für zusätzliche Schlösser ebenso wie für Änderungen an den Beschlägen oder Schließblechen. Lassen Sie an Ihren Kellertüren im Zweifelsfall lieber den Fachmann arbeiten. Nur so sind Ihre Kellertüren wirklich einbruchsicher.

6. Was kostet eine Kellertür?

Die Kosten von Kellertüren hängen stark von ihrer Funktion ab. Auch Ihre Wünsche an das Design und an die Materialauswahl prägen den Preis. Vor allem Spezialanforderungen lassen die Kosten einer Kellertür ansteigen. Im Allgemeinen bewegen Sie sich zwischen 400 € und 700 € im preislichen Mittelfeld.

Der fachgerechte Einbau durch Handwerker spielt auch eine Rolle. Bedenken Sie hierbei jedoch stets, dass Sie in Ihre Sicherheit investieren. Sie machen Ihr Haus nicht nur einbruchsicher, auch der Brandschutz spielt bei Kellertüren eine große Rolle. Durch gut verbaute Wärmedämmung sparen Sie sogar an Heizkosten. Eine bessere Nachtruhe durch Schallschutz ist auf lange Sicht in Geld kaum aufzuwiegen.

7. Staatliche Förderung für Ihre Kellertür

Erfahren Sie alles über staatliche Zuschüsse für Kellertüren bei Tipp zum Bau.

Lassen Sie sich Ihre Kellertüren vom Staat subventionieren.

Sie renovieren oder bauen in Ihrem Haus um? Sparen Sie bei der Anschaffung von Kellertüren bares Geld. Bei Bestandsimmobilien vergibt der Staat Förderungen bzw. Zuschüsse für den Einbau einbruchhemmender Produkte. Der KfW Zuschuss 455-E für Sie im Kompaktüberblick:

  • Bis zu 1.600 € Förderung.
  • Egal, ob Sie Eigentümer oder Mieter sind.
  • Für Maßnahmen zum Einbruchschutz nutzbar.

Der KfW Kredit 159 für altersgerechtes Umbauen ist auch für Einbruchschutz beantragbar. Beide Förderprodukte greifen auch für Nachrüstsysteme. Lassen Sie sich also von der KfW dabei helfen, Ihr Haus einbruchsicher zu gestalten.

Beim Kauf von Kellertüren ist die Energieeffizienz zusätzlich ausschlaggebend. Der KfW Kredit 151/152 ist als Förderkredit auch für einzelne energetische Maßnahmen beantragbar. Den KfW Zuschuss 430 zeichnet aus:

  • Zuschuss bis zu 10.000 € für Einzelmaßnahmen.
  • Bei Kaufabsichten von saniertem Wohnraum möglich.
  • Nur für private Eigentümer.

8. Planen Sie noch heute Ihre einbruchsichere Kellertür

Es bringt Ihnen viele Vorteile, eine neue einbruchsichere Kellertür zu kaufen. Sie sind in den Fragen der Optik sehr frei. Kellertüren lassen sich in jedes Gesamtdesign stimmig einpassen. Achten Sie auf die Brandschutzbestimmungen in Deutschland. Dies bietet sich nicht nur aus rechtlichen Gründen an – setzen Sie auf Ihre Sicherheit. Rauchschutztüren bieten Ihnen im Brandfall zusätzliche Fluchtzeit. Häufig ist die Kohlenmonoxidvergiftung deutlich gefährlicher als die Flammen selbst. Rüsten Sie Ihre Innen- und Außentüren anforderungsgerecht aus und schlafen Sie sicher.

Informieren Sie sich im Fachhandel über Multifunktionstüren. Diese Kellertüren bieten Ihnen das Beste aus allen Welten und sind sogar einbruchsicher. Dank unserer Übersichtstabellen brauchen Sie keine Angst mehr vor Klima- oder Widerstandsklassen haben.

9. Die Zarge – Das Skelett der Kellertür

Zargen sind aus den verschiedensten Materialien gefertigt. Ob Holz oder Stahl, wichtig ist, dass die Zarge Ihrer Kellertür Stabilität verleiht. Je nach Design besteht eine Zarge aus bis zu drei Hauptbestandteilen.

Die Zierbekleidung bildet dabei stets den Übergang zur Wand. Denken Sie daran, dass diese Fläche die Rohbauöffnung abdeckt. Es bietet sich daher an, die zu verbauende Fläche optisch auf die Wand abzustimmen. Die klassischen Holztürkanten sind dabei längst nicht mehr die einzig mögliche Ästhetik. Gestalten Sie Ihre Türkanten zur Abwechslung doch rund oder abgerundet. Kreativ gestaltete Kellertüren sind eine hochwertige Ergänzung Ihres Hauses.

Die Falzbekleidung bildet das Gegenstück zur Zierbekleidung. Diese Fläche bildet die Bandseite, hier sind die Bänder also sichtbar. Auf dieser Fläche liegt auch das Schließblech. In Form und Gestaltung orientiert sich diese Seite meist an der Zierbekleidung.

Die dritte Komponente einer Zarge ist das sogenannte Futterbrett. Wenn Sie sich die Zarge als Skelett vorstellen, bildet dieses die Wirbelsäule. Das Futterbrett wird fest mit der Wand verbunden. Es bildet den eigentlichen Rahmen für Ihre Kellertüren. Im Zargenfalz, der Vertiefung, in die Ihr Türblatt einschlägt, sitzt auch die Dichtung. Diese ist für Kellertüren häufig entscheidend. Für den Rauchschutz ist eine Dichtung auf mindestens drei der Türseiten nötig.

10. Der Unterschied zwischen den Bändern und dem Scharnier – Kellertüren im Aufbau

Alles über Kellertüren und ihren Aufbau erfahren Sie bei Tipp zum Bau.

Achten Sie bei Kellertüren auf den Unterschied zwischen Scharnier und Band.

Haben Sie schonmal bei einem Umzug eine Tür aus- oder eingehängt? Dann kennen Sie die kleinen Metallstifte, an denen Türen befestigt sind. Damit eine Tür aufschwingen kann, benötigt sie ein Gelenk. Im Volksmund wird dieses Bauteil oft als Scharnier bezeichnet. Doch nicht jedes dieser Drehgelenke ist auch wirklich ein Scharnier. Wir erklären Ihnen den entscheidenden Unterschied zum Türband.

Ein Scharnier verbindet zwei feste Teile so, dass sie beweglich sind. Bei Kellertüren sind dies der Türrahmen mit dem Türblatt. Sobald ein Scharnier angebracht ist, sind die verbundenen Teile nicht mehr voneinander zu lösen. Bei jeder Änderung ist das Scharnier erneut abzumontieren.

Ein Türband besteht hingegen aus mindestens zwei separaten Bauteilen. Für Kellertüren sind dreiteilige Bänder Pflicht. Dies gilt insbesondere für einbruchsichere Nebeneingangstüren. Eine mit Bändern beschlagene Kellertür lässt sich unkomplizierter aushängen. Durch den Einbau von Bändern ist Ihre Kellertür nicht weniger einbruchsicher. Scharniere sind ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen oft aufhebelbar.

Türbänder an Ihren Kellertüren lassen Sie also von folgenden Vorteilen profitieren:

  • Schnellere und einfachere Montage.
  • Bieten Ihren Kellertüren maximale Flexibilität.
  • Machen Ihre Kellertüren durch optimalen Verschluss einbruchsicher.

11. Vier Hinweise, wie Sie Ihre Kellertüren im Mehrfamilienhaus einbruchsicher gestalten

Besonders in Mehrfamilienhäusern ist es wichtig, Kellertüren einbruchsicher zu gestalten. Die Kellerräume sind häufig weitverzweigt und haben mehrere Eingänge. Durch den üblicherweise herrschenden Lärmteppich in einem Mehrfamilienhaus haben Einbrecher leichtes Spiel. In größeren Mietskasernen wundert sich kaum jemand über fremde Gesichter. Findige Einbrecher tarnen sich als Pizzaboten oder Handwerker.

Daher ist neben Ihrer Wohnungseingangstür auch Ihr Keller oder Dachboden zu sichern. Fahrräder oder Werkzeug sind ein beliebtes Raubgut. Auch Altmetall lockt Diebe an. Weisen Sie Ihren Vermieter auf schlecht gesicherte Kellertüren hin. Sprechen Sie sich dafür in der Hausgemeinschaft ab. Jeder Mieter trägt seinen eigenen Teil zur Einbruchsicherheit im Haus bei. Die Polizei rät daher zu folgenden vier einfach umsetzbaren Maßnahmen:

  • Bewahren Sie auf keinen Fall Wertsachen in Ihrem Keller auf.
  • Achten Sie darauf, Fahrräder in Ihrem Kellerraum abzustellen.
  • Vergessen Sie nicht, die Kellertüren stets zu verschließen.
  • Statten Sie Ihren Kellerverschlag mit einem massiven Hangschloss aus.

12. Materialkunde bei Kellertüren: Türen aus Aluminium

Aluminium ist ein gern genutztes Material für Kellertüren. In ihrer modernen Ausführung sind diese Alleskönner sogar optische Hingucker. Doch Kellertüren aus Aluminium punkten nicht nur mit einer eigenen Ästhetik. Sie sind auch außergewöhnlich einbruchsicher. Das Material wird auf Grund seiner Stabilität und Robustheit geschätzt. Kellertüren aus Aluminium sind zudem sehr langlebig und verzeihen viel.

Wissenswertes über Kellertüren aus Aluminium erfahren Sie bei Tipp zum Bau.

Nicht nur bei Kellertüren als Material beliebt: Aluminium.

In Ihren optischen Gestaltungsmöglichkeiten sind Sie bei Aluminiumtüren sehr frei. Glaselemente bieten sich hier an, um Licht durchzulassen. Die ausgezeichnete Wärmedämmung des Aluminiums wird durch Glas auch nicht gemindert. Eine Dreifachverglasung ermöglicht Ihnen hier den problemlosen Erhalt der Dämmeigenschaften. Mit speziellem Sicherheitsglas ist Ihre Aluminiumtür einbruchsicher.

Einbruchsichere Kellertüren aus Aluminium sind mit einer Pulverbeschichtung ausgestattet. Diese Oberfläche lässt sich mit nahezu jeder Farbe anstreichen. Im Gegensatz zu Kellertüren aus Holz sind Türen aus Aluminium sehr pflegeleicht:

    • Sie sparen sich die aufwendige Wartung.
    • Es ist nicht nötig, die Tür zu streichen.

13. Materialkunde bei Kellertüren: Türen aus Kunststoff

Hilfreiche Materialkunde zu Kellertüren aus Kunststoff bei Tipp zum Bau.

Kellertüren aus Kunststoff sind optisch flexibel gestaltbar.

Denken Sie bei Kunststoff mehr an Verpackungsmüll als an eine stabile Tür? Lassen Sie sich von diesem universell formbaren Material verzaubern. Kellertüren aus Kunststoff sind weit robuster als zuerst angenommen. Dafür sorgt ein Stahlkern in der Konstruktion. Dieser wird mit Kunststoff sorgfältig ummantelt. Kellertüren, die auf diese Weise gefertigt werden, bieten Ihnen mehrere Vorteile:

    • Gute Robustheit und Verzugssteifigkeit.
    • Überdurchschnittliche Wärmedämmung.
    • Dank des Stahlkerns einbruchsicher.


Kellertüren aus Kunststoff sind zudem sehr preiswert. Hier beginnen die Preise schon bei 300 €. Je nach Anforderung variieren natürlich auch die Kosten. Sie erhalten eine sehr langlebige Kellertür, deren Außenseite witterungsbeständig ist. Aufwendige Pflege ist bei einer Kunststofftür nicht nötig.

Das Material bietet Ihnen eine freie Farb- und Design-Gestaltung. Mit Kunststoff ist ein Nachahmen der Oberflächenstruktur von Holz oder Stein problemlos möglich. Kombinieren Sie den geringen Preis und Pflegeaufwand von Kunststoff mit echter Naturoptik. Ihre Kellertüren werden dadurch zu einer echten Attraktion. Daher bietet sich Kunststoff vor allem für Außentüren, also Nebeneingangstüren, an.

14. Materialkunde bei Kellertüren: Türen aus Holz

Kellertüren aus Holz haben einen eigenen Charakter. Erfahren Sie mehr auf Tipp zum Bau.

Gibt Ihren Kellertüren einen eigenen Charakter: Holz.

Holz verleiht Ihrem Haus eine warme und natürliche Atmosphäre. Bauherren schätzen dieses Material auf Grund seines einzigartigen Charakters. Profitieren auch Sie daher von Kellertüren aus Holz. Mit Massivholztüren schaffen Sie ein edles Design für Ihr Heim. Die großen Vorteile von Holz als Material sind:

    • Ökologischer Baustoff.
    • Kellertüren aus Holz lassen sich nachhaltig herstellen.
    • Passen ideal zu denkmalgeschützten Bauwerken.

In Struktur und Farbe sind Kellertüren aus Holz sehr wandelbar. Hier sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die einzigartige Haptik des Holzes lässt sich bei Kellertüren wunderbar hervorheben. Nebeneingangstüren aus Massivholz sind zudem einbruchsicher. Durch ihren robusten Aufbau haben Einbrecher schlechte Karten.

Kellertüren aus Holz bedürfen regelmäßiger Pflege. Anstrich und Lasur sind zwar zeitintensiv, lohnen sich jedoch für Sie. Bei richtiger Pflege bleibt Ihnen Ihre Kellertür lange erhalten. Mit wenig Aufwand reparieren Sie kleinere Schäden im Nu selbst. Neben Kiefer oder Eiche sind auch exotischere Hölzer als Kellertür verbaubar. Machen Sie aus Ihrer Kellertür also ein echtes Unikat. Der Schreiner Ihrer Wahl wird Ihnen hierbei gerne weiterhelfen.

15. Vollspanplatte oder Wabeneinlage – Kellertüren im Aufbau

Das Türblatt einer Kellertür hat unterschiedliche Einlagen. Tipp zum Bau verleiht Ihnen einen Überblick.

Gibt es für Kellertüren in unterschiedlichen Stärken: Spanplatte.

Die meisten Kellertüren haben im Inneren ihres Türblatts einen Kern. Dieser besteht aus unterschiedlichen Materialien. Der Kern einer Kellertür ist für ihren Gesamtaufbau jedoch entscheidend. An ihm erkennen Sie die Qualität und Stabilität Ihrer Tür. Auch für den Aspekt des Einbruchschutzes ist der Aufbau des Kerns essentiell. Wir haben für Sie daher eine Kurzübersicht der häufigsten Aufbauarten von Türblättern vorbereitet.

I. Die Wabeneneinlage: Dieser Kern setzt sich, wie der Name bereits vermuten lässt, aus leichten Waben zusammen. Als Material dient gefaltete Pappe oder Kartonage. Daher ist die Qualität dieser Einlage als sehr gering zu betrachten.

II. Die Röhrenspanplatte: Die Einlage dieser Türenart wird auch als Röhrenspankern bezeichnet. Sie besteht aus einer mit Röhren ausgebohrten Spanplatte. Der Vorteil dieser Bauart liegt im geringen Eigengewicht des Türblatts. Der Röhrenspankern ist robuster als die Wabeneinlage, jedoch nicht so stabil wie Vollspan.

III. Der Röhrenspansteg: Dieses Türblatt punktet mit geringen Kosten und geringem Gewicht. Der Kern dieser Kellertür besteht aus Streifen von Röhrenspanplatten. Er ist daher als kostengünstigere Alternative zum Röhrenspankern zu bewerten.

IV. Die Vollspanplatte: Kellertüren mit einer Vollspanplatte im Kern sind als hochwertig einzustufen. Ihre Einlage besteht aus einer durchgängigen Spanplatte ohne jegliche Bohrungen. Dies verleiht der Kellertür eine hohe Stabilität und macht Ihre Tür einbruchsicher. Auch die mitunter verarbeitete mitteldichte Faserplatte (MDF) gehört in diese Kategorie.

V. Türen aus Massivholz: Bei Kellertüren aus Massivholz ist der Kern nicht vom Rest der Tür zu unterscheiden. Hier wird zwischen stab- und schichtverleimter Bauart unterschieden. Der Unterschied ist dabei jedoch größtenteils optischer Natur. Diese Aufbauart bietet Ihrer Kellertür maximale Stabilität. Sie weist jedoch auch die größten Kosten auf.

AufbauartGewichtStabilitätKostenQualität
WabeneinlageSehr geringSehr geringSehr geringSehr gering
RöhrenspankernGeringMittelGeringMittel
RöhrenspanstegGeringGeringGeringGering
VollspanplatteHochHochMittelHoch
MassivholzSehr hochSehr hochHochSehr hoch

16. Kellertüren einbruchsicher machen: Wissenswertes über Einsteckschlösser

Wie Sie das richtige Einsteckschloss für Ihre Kellertüren wählen, erfahren Sie auf Tipp zum Bau.

Ein in der Kellertür eingebautes Einsteckschloss mit mehreren Schlossriegeln.

Um Ihre Kellertür abzuschließen, benötigen Sie ein Türschloss mit Falle und Riegel. In der Vergangenheit benutzte man hierfür Kastenschlösser. In einigen Altbauten sind diese vereinzelt noch bei Bad oder WC-Türen zu finden. Wie der Name bereits suggeriert, hängt bei dieser Schlossart der Schlosskasten an der Türinnenseite. Auf Grund seines klobigen Designs wurde eine mechanisch elegantere Alternative entwickelt, das Einsteckschloss.

Heutzutage ist beinahe jedes Türschloss ein Einsteckschloss. Dieses ist bei geschlossener Tür nicht zu sehen, da es in dieselbe eingearbeitet wird. Eine Manipulation des Schlosses von der Innenseite ist daher nicht möglich. Ältere Semester erinnern sich vielleicht noch an die Form der VHS-Kassetten. In Form und Optik ähnelt das Einsteckschloss diesem längst vergessenen Relikt.

Ihr Einsteckschloss fungiert für Ihre Tür als mechanischer Öffner. Für eine einbruchsichere Kellertür ist das Schließwerk mitentscheidend. In Deutschland nutzen die meisten Einsteckschlösser ein Buntbartschließwerk. Für eine einbruchsichere Kellertür ist jedoch ein Zylinderschließwerk Pflicht. In der DIN-Norm 18251 ist die Widerstandsfähigkeit von Einsteckschlössern kategorisiert.

DIN-KlasseBeschreibung
1Buntbartschloss, "Leichtes Innentürschloss"
2Jegliches Schließwerk, Schlossdeckel zweifach befestigt, "Innentürschloss"
3Zylinderschloss, Schlossdeckel dreifach befestigt, "Objektschloss"
4Einbruchhemmendes Zylinderschloss, "Behördenschloss"
5Zylinderschloss, erhöhte Einbruchhemmung

Die Wahl des Schließwerks ist also wichtig, jedoch nicht die einzige Komponente. Achten Sie auf zusätzlichen Schutz durch Mehrfachverriegelung oder verstärkte Bauteile. Für einbruchsichere Kellertüren sind Einsteckschlösser mit einem Zylinderschließwerk der Klasse 4 zu empfehlen. Der Schlosser Ihres Vertrauens wird Ihnen beim Einbau gerne behilflich sein.

17. Kellertüren einbruchsicher machen: Wissenswertes über Profilzylinder

Warum Ihre Kellertüren mit einem Profilzylinder einbruchsicher sind erfahren Sie auf Tipp zum Bau.

Achten Sie für Ihre einbruchsicheren Kellertüren hierauf: Profilzylinder.

Sie kennen nun also die DIN-Normen bei Einsteckschlössern. Doch was genau ist denn der für den Einbruchschutz so wichtige Profilzylinder eigentlich? Wir bringen hier Licht ins Dunkel.

Profilzylinder sind die gängigste Bauform für Sicherheitsschlösser in Deutschland. Die meisten von Ihnen sind diesem Schlosstypus bereits über den Weg gelaufen. Besitzen Sie ein Vorhängeschloss eines deutschen Unternehmens? Das Schließwerk dieser kleinen Schlösser unterscheidet sich nur in der Größe von denen in Ihrer Kellertür.

Achten Sie für die Verwendung in Ihrem Haus darauf, einen Doppelzylinder zu verbauen. Hiermit lässt sich Ihre Kellertür nämlich von beiden Seiten aus sperren. Kurz- oder Halbzylinder sind für einbruchsichere Kellertüren nicht zu empfehlen.

Es gibt eine Vielzahl von verschiedenen Zylinderschlössern auf dem Markt. Schauen Sie daher besonders auf die DIN-Norm 18252. Die Widerstandsklasse 1 reicht hierbei bereits für eine einbruchsichere Kellertür aus.

Alternativ geben Ihnen BS für Bohrschutz und BZ für Bohr- und Ziehschutz weitere Anhaltspunkte. Einige Händler nutzen hierfür die Einteilung in die Kategorien B und B+. Mit der B+ Variante eines Profilzylinders erhalten Sie einen zusätzlichen Vorteil:

  • Schlüssel dürfen nur mit Nachweis nachgemacht werden.

18. Kellertüren und Brandschutz im Mehrfamilienhaus – ein Zankapfel?

Kellertüren führen in Mehrfamilienhäusern gerne zu juristischen Auseinandersetzungen. Bekommen Sie auf Tipp zum Bau einen ersten Überblick.

Führt häufig zu Streit mit dem Vermieter: Kellertüren und Brandschutz.

Das Thema Brandschutz spielt in Deutschland bei jedem Gebäude eine große Rolle. Dementsprechend gibt es bei Mehrfamilienhäusern viele Punkte zu beachten. Hier ist meist der Vermieter in der Pflicht. Stand 2020 sind in jedem Bundesland innerhalb der Wohnungen Rauchmelder zu installieren. Auch der freie Fluchtweg durch das Treppenhaus inklusive Beleuchtung ist vom Vermieter zu garantieren. Für das Abstellen von Fahrrädern oder Ähnlichem ist die jeweilige Hausordnung entscheidend. Hier hat sich der Mieter dem Vermieter unterzuordnen.

Gleichzeitig ist der Vermieter jedoch auch in der Bringschuld. Sind Ihre Kellertüren keine Brandschutztüren? Dann machen Sie Ihrem Vermieter klar, dass diese unverzüglich einzubauen sind. Gleiches gilt für das Anbringen von Feuerlöschern in Heizungsräumen. Anders sieht es jedoch bei Rauchmeldern in den Kellerräumen aus. Hier gibt es noch keinen gesetzlich vorgeschriebenen Umgang.

Für den Umgang mit Ihren Kellerräumen ist Ihre Hausordnung oder Ihr Mietvertrag richtungsweisend. Denn Brandschutz ist immer auch eine Pflicht des Mieters. Das Lagern von Farben, Lacken oder Holz in größeren Mengen ist meist verboten. Grundsätzlich gilt natürlich: Was hinter Ihrer Kellertür steht, ist Ihnen überlassen. Dennoch sind hier einige Ausnahmen zu nennen. Kraftstoffbetriebene Fahrzeuge sind nur mit Zustimmung des Vermieters im Keller zu lagern. Dies dürfte einige überraschen, doch es betrifft bereits Ihren Roller oder Ihr Moped.

Setzen Sie sich aktiv mit dem Brandschutz in Ihren Kellerräumen auseinander. Blockieren gelagerte Autoreifen Ihre Kellertür dermaßen, dass sie nicht komplett aufgeht? Für die Kellerräume gilt im Bezug auf den Brandschutz:

  • Die Gänge sind freizuhalten.
  • Die Kellerräume sind regelmäßig zu entrümpeln.

Werden diese Punkte von den Mietern nicht eingehalten, übernimmt der Vermieter die Ausführung. Die Kosten hierfür sind auf die Mieter umlegbar. Als Mieter ist es daher durchaus vorteilhaft, diese Punkte einzuhalten. Sprechen Sie sich dafür auch in der Hausgemeinschaft ab. Der Unwillen einzelner Mietparteien kostet sonst nachher die Gemeinschaft. Ein Zuordnen der Fahrräder im Gang auf bestimmte Mieter ist dem Vermieter unmöglich. Die Rechnung wird dann auf alle Mieter aufgeteilt.

19. Wie Sie Ihre Kellertüren barrierefrei umrüsten

Für viele Senioren oder gehbehinderte Personen ist das Öffnen einer Kellertür eine Herausforderung. In Deutschland sind immernoch erstaunlich viele Türen nicht barrierefrei. Dabei ist es ohne weiteres möglich, Kellertüren barrierearm zu gestalten. Eine Kellertür gilt als barrierefrei, sobald sie:

  • Einfach zu bedienen ist.
  • Sicher durchquerbar und breit genug ist.
  • Als Tür von weitem klar erkennbar ist.
Rüsten Sie Ihre Kellertüren barrierefrei um. Tipp zum Bau erklärt Ihnen, wie es geht.

Hiermit lassen sich Kellertüren barrierefrei erreichen: Rampensysteme.

Diese Ziele lassen sich mit einer Vielzahl von Bauarten erreichen. Für den privaten Gebrauch sind zumeist Drehflügel- oder Schiebetüren im Einsatz. Doch auch die Automatiktüren, die Sie vielleicht aus Krankenhäusern kennen, sind privat einsetzbar. Für Ihre barrierefreie Kellertür beginnt die Umrüstung dabei bereits mit dem Zugangsbereich. Innerhalb des Hauses bringt Sie ein Treppenlift in den Keller. Die Kellerabgangstreppe ist dabei schwellenfrei zu gestalten.

Achten Sie auf die Breite des Zuweges zu Ihrer Außen- bzw. Nebeneingangstür. Hier wirkt ein Rampensystem oder Plattformlift wahre Wunder. Rollstuhlfahrern ist hiermit ein barrierefreier Zugang in das Haus ermöglicht. Zusätzlich sind Nebeneingangstüren einbruchsicher umzugestalten. Genau wie bei barrierefreien Haustüren empfiehlt sich hier eine Automatiköffnung. Die Kellertür schließt und öffnet sich per Knopfdruck, ähnlich wie mit einem modernen Autoschlüssel.

Achten Sie bei der barrierefreien Umrüstung Ihrer Kellertüren auf die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben. Die zu beachtende DIN-Norm ist die 18040-2. Sie regelt die Höhe von Drückern, Griffen, Türspionen und Schwellen. Hersteller haben diese Vorgaben natürlich auch zu erfüllen. Für die Achtung der Durchgangsbreiten sind Sie jedoch als Wohnungseigentümer verantwortlich. Das hierbei wohl wichtigste Merkmal betrifft jedoch den nötigen Kraftaufwand: Er ist beim Öffnen und Schließen möglichst gering zu halten.

20. Barrierefreie Kellertüren – Besonderheiten beim Thema Brandschutz

Achten Sie beim Umbau Ihrer Kellertüren auf das Thema Brandschutz. Tipp zum Bau erläutert Ihnen Weiteres.

Nicht immer leicht kombinierbar: Barrierefreie Kellertüren und Brandschutz.

Brandschutztüren sind oft besonders schwer zu öffnen. Für Menschen, die hierfür nicht genügend Kraft aufbringen, gibt es daher mechanische Lösungen. Die Kombination aus Barrierefreiheit und Brandschutz war in Deutschland lange durch gesetzliche Vorgaben erschwert. Erst durch die Schaffung einer europäischen Norm ist dies in Deutschland möglich geworden. Die DIN EN 14637 revolutioniert damit den deutschen Markt für barrierefreie Brandschutztüren.

Für private Kellertüren ist hier vor allem die Nutzung einer Automatiktür zu empfehlen. Die leichte Türbegehung wird durch Türschließer zweier Bauart ermöglicht:

    • Mit einem abfallenden Öffnungsmoment.
    • Türschließer, bei denen ab 0° Türöffungswinkel der Freilauf einsetzt.

Für den Brandschutz ist hierbei entscheidend, dass sich diese Kellertüren im Brandfall selbst feststellen. Daher ist als Ideallösung die Servounterstützung für Drehtüren zu nennen. Ihre Kellertür erkennt die aufgewendete Kraft und passt die benötigte Unterstützung automatisch an. So profitieren Sie von einer einfachen Handhabe bei gleichzeitigem Brandschutz. Denn sobald Sie die Kellertür loslassen, schließt diese selbstständig. Hierbei wird je nach Funktion der Tür eine unterschiedliche Schließkraft eingestellt.

Für den Abbau von Barrieren ist eine staatliche Subvention beantragbar. Mit dem Kredit 159 der KfW erhalten Sie, unabhängig von Ihrem Alter:

  • Bis zu 50.000 € Kredit.

Der für Privatpersonen beantragbare Investitionszuschuss 455-B ist, Stand 2020, nicht mehr beantragbar. Die hierfür vorgesehenen Bundesmittel sind aufgebraucht. Schauen Sie jedoch unbedingt nach, wenn Sie im Jahr 2021 noch barrierefrei umrüsten. Mit dem Zuschuss sparen Sie bis zu 6.250 €.

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