Trockenbauer

Trockenbauer – Der Experte für Gipskartonplatten

Der Trockenbauer ist Ihr Experte für den Bau Ihrer Innenwände, Decken und Böden. Egal, ob Sie eine besondere Raumaufteilung wünschen, Ihre Dachschräge verkleiden oder Ihre Wände isolieren – Ihr Trockenbauer ist der richtige Ansprechpartner für Sie. Wie der Name schon verrät, arbeitet Ihr Trockenbauer ausschließlich mit trockenen Materialien. Das hat für Sie zwei Vorteile: Ihr Trockenbau geht schnell und sauber. So gestaltet Ihr Trockenbauer Ihre Wohnräume ganz nach Ihren persönlichen Vorstellungen.

1. Die Ausbildung zum Trockenbauer

Nach dem Abschluss des Trockenmonteurs ist eine Meisterschulung möglich.

Die Ausbildung zum Trockenmonteur ist nur eine Stufe in diesem Gewerk.

In Deutschland gibt es im Berufsfeld des Trockenbaus zwei Ausbildungen: Nach zwei Jahren ist die Ausbildung zum Ausbaufacharbeiter mit Schwerpunkt Trockenbauarbeiten abgeschlossen. Nach drei Ausbildungs-Jahren darf sich ein Lehrling schließlich Trockenbaumonteur nennen. Anschließend besteht die Möglichkeit einer weiterführenden Berufsausbildung als Industriemeister für Akustik- und Trockenbau. Doch Achtung: Es gilt im Gewerk des Trockenbauers keine Meister-Pflicht für einen eigenen Betrieb. Verlassen Sie sich deshalb nicht automatisch auf die Kompetenz Ihres selbständigen Trockenbauers. Achten Sie daher auf andere Zertifikate und Qualifizierungs-Programme im Bereich des Trockenbaus.


2. Der Trockenbauer und andere Gewerke

Trockenbauer übernehmen meist auch andere Aufgaben am Bau.

Trockenmonteure übernehmen durch ihre Ausbildung auch Tätigkeiten anderer Handwerker.

Der Trockenbauer ist als eigenständiges Gewerk anerkannt. Doch er arbeitet eng mit anderen Gewerken zusammen, deren Aufgaben er teilweise sogar mit übernimmt. Dazu gehören alle Arten der Wand-Verkleidung, also der Stuckateur, der Zimmermann, der Fliesenleger sowie der Schreiner. Diese Aufgaben zählen jedoch offiziell nicht zum Beruf des Trockenbau-Experten. Schreiner-Arbeiten kommen außerdem auch bei Rahmen-Konstruktionen aus Holz in Frage.

3. Die Aufgabengebiete eines Trockenbauers

Sobald alle tragenden Wände Ihres Mauerwerks stehen, beginnt Ihr Trockenbauer mit seiner Arbeit. Ihr Trockenbau-Experte baut für Sie alle Wände, Decken und Böden, die an Ihrem Gebäude nicht tragend, sondern nur raumbegrenzend sind. Auf diese Weise gestaltet er Ihre Räume ganz nach Ihren Vorstellungen und Wünschen. Dafür errichtet er zunächst eine Konstruktion aus Metall oder Holz, auf die er anschließend trockene Gipskarton-Platten setzt. Er benutzt dabei aber Materialien und Verfahren ohne Wasser, das heißt er verwendet Klemm-, Schraub oder Stecksysteme. Trockenbau-Arbeiten geschehen also meist sauber und schnell. So baut Ihr Trockenbauer für Sie beispielsweise:

  • Trennwände.
  • Deckenbekleidung und abgehängte Decken.
  • Vorwand-Installation für Sanitäranlagen.
  • Wandverkleidungen.
  • Einbauten für Lüftungs-Anlagen.
  • Dämmung, Schallschutz und Isolierungen.
  • Konstruktionen für Fußboden- oder Wandheizung.

In Ihrem Badezimmer benutzt Ihr Trockenbauer spezielle, imprägnierte Gipsplatten. Diese weisen Feuchtigkeit ab und lassen somit keinen Schimmel in den Wänden entstehen. Später eignen sich die fertigen Gips-Platten für jede Art von Verkleidung. Egal ob Anstrich, Putz, Tapete oder Fliesen – Fragen Sie Ihren Trockenbau-Experten, welche Möglichkeiten Sie haben.

4. Die Vergabe von Trockenbau-Arbeiten

Bevor Ihr Trockenbauer los legt, braucht er ein Wandkonzept von Ihnen.

Der Trockenbauer setzt Ihr Wandkonzept um, dass Ihren Vorstellungen und Wünschen entspricht.

Bevor Ihr Trockenbauer mit seiner Arbeit beginnt, braucht er ein genaues Wandkonzept nach Ihren Ideen. Besonders wichtig ist es, die Elektro-Installationen Ihres Gebäudes vorab zu planen. Die Installationen bringen Sie problemlos im Innenraum Ihrer Trockenbauwände an. Durch einen fachgerechten Aufbau verschwinden Kabel einfach in der Wand. Auch für Isolierungen bietet sich der Hohlraum zwischen Ihren Trockenbau-Wänden an. Das spart Ihnen Heizkosten und somit bares Geld. Informieren Sie sich bei Ihrem Fachmann über Fußboden- oder Wandheizungen, denn bei Isolierungsarbeiten zählt jeder Zentimeter.

Beachten Sie: Ihr Trockenbau hat verschiedenen bauphysikalischen Anforderungen zu entsprechen. Hierzu gibt es auch bundesweit gültige Normen, Gesetze und Regelungen, die Sie einhalten müssen. Doch keine Angst: Alle diese Vorschriften lassen sich mithilfe der Trockenbauweise sehr gut und einfach erfüllen – oftmals sogar besser als durch die herkömmliche massive Bauweise.


Die Regelungen, die es für Sie zu beachten gibt, betreffen folgende Punkte:

  • Wärme- und Kälteschutz.
  • Schallschutz.
  • Brandschutz.
  • Feuchteschutz.
  • Strahlenschutz.
  • Schlagsicherheit.

5. Bau-Überwachung und Abnahme

Eigenständige Überwachungen am Bau ersparen Ihnen viel Zeit und Ärger.

Überprüfen Sie die Arbeiten am Bau selbst, um einen reibunsglosen Ablauf zu gewährleisten.

Ihre Trockenbau-Arbeiten dauern je nach Aufwand und Umfang Ihres Projektes meist einige Tage. Überprüfen Sie deshalb Sie den Fortschritt Ihres Trockenbaus regelmäßig. Sollten Sie nämlich Mängel oder Fehler entdecken, sprechen Sie diese sofort an. Rechtzeitig erkannte Fehler ersparen Ihnen späteren Ärger. Achten Sie dabei vor allem auf folgende Kriterien:

  • Sind alle Flächen eben?
  • Wurden alle Verbindungen an Ecken und Kanten überprüft?
  • Sind alle Fugen ordentlich verspachtelt?
  • Hat Ihr Trockenbauer nötige Aussparungen passgenau und an der richtigen Stelle angebracht?



Oft erweist es sich auch als nützlich, über den Arbeitsfortschritt Buch zu führen. Dokumentieren Sie deshalb den Zustand Ihres Trockenbaus mithilfe von Foto- oder Videoaufnahmen und Beschreibungen. Damit sind Sie auf der sicheren Seite, sollten später noch Probleme an Ihrem Trockenbau auftreten.

Sobald Ihre Trockenbau-Arbeiten abgeschlossen sind, überprüfen Sie noch einmal, ob Ihr Trockenbauer seine Arbeit einwandfrei erledigt hat. Achten Sie dabei nochmals auf dieselben Punkte, die Sie bereits während der Arbeit kontrolliert haben. Stellen Sie Mängel oder Fehler fest, sprechen Sie Ihren Trockenbauer darauf an und verlangen Sie eine Nachbesserung. Halten Sie dies abschließend ebenfalls in einem Abnahmeprotokoll fest.

6. Die Kosten eines Trockenbauers

Hier erfahren Sie alles, was Sie über die Kosten eines Trockenbauers zu wissen gibt.

Rechnen Sie am Trockenbau mit diesen Kosten.

Grundsätzlich zählt Ihr Trockenbau zu den günstigeren Teilen Ihres gesamten Bau-Projektes. Vor allem die Materialkosten sind hier vergleichsweise gering. Sie berechnen sich etwa wie folgt:


MaterialDurchschnittliche Kosten
Gipsplattenca. 3 - 6 € pro m2
Metall-Konstruktionca. 3 - 5 € pro m
Holz-Konstruktionca. 4 - 8 € pro m

Wesentlich höher als die Materialkosten sind die Arbeitskosten Ihres Trockenbauers. Rechnen Sie hierfür  nämlich ca. 35 – 65 € pro Arbeitsstunde und Person ein. Doch es gibt viele Möglichkeiten für Sie, beim Trockenbau Kosten zu sparen:

  • Wenn möglich, beauftragen Sie Ihren Trockenbauer in den Wintermonaten. In dieser Zeit bekommt er meist weniger Aufträge. Demnach verlangt er im Winter meist geringere Preise als während der Hauptsaison in den Sommermonaten.
  • Fragen Sie Ihren Trockenbauer nach Restposten. Wenn an einer anderen Baustelle Material übrig bleibt, gibt ein Trockenbauer diese meist zu einem günstigen Preis ab.
  • Wählen Sie eine einfache Raumgestaltung ohne extravagante Besonderheiten. So kann ihr Trockenbauer auf Standardmaße zurückgreifen und muss keine teuren Sondermaße für Sie anfertigen.

Wie immer gilt aber auch hier: Der Gesamtpreis Ihres Trockenbaus hängt vom Aufwand und Umfang Ihres Vorhabens ab. Lassen Sie sich deshalb von Ihrem Trockenbauer einen Kostenvoranschlag geben und fragen Sie ihn nach einem guten Angebot für Sie.

7. Ihre Checkliste zum Trockenbauer

Tipp zum Bau hilft Ihnen mit einer Checkliste zum Trockenbauer.

Befolgen Sie diese Checkliste, wenn Sie einen Trockenbauer anheuern.

  • Planen Sie mit Ihrem Trockenbauer vorab ein Wandkonzept, das genau auf Ihre Vorstellungen und Wünsche abgestimmt  ist. So müssen Sie später keine Änderungen mehr vornehmen und sparen Zeit und Geld.
  • Beauftragen Sie Ihren Trockenbauer erst, wenn das Mauerwerk Ihres Gebäudes fertiggestellt ist. So hat Ihr Trockenbauer freie Bahn für seine Arbeit.
  • Beachten Sie, dass Ihr Trockenbau-Experte die gesetzlichen Anforderungen erfüllt. Insbesondere Kälteschutz und Brandschutz sind für Sie und Ihre Sicherheit wichtig.
  • Beachten Sie zusätzlich zu den bundesweiten Bau-Vorschriften auch mögliche landesspezifische. Ihr Trockenbau-Experte berät Sie hierzu gerne.
  • Überprüfen Sie am Ende, ob Ihr fertiger Trockenbau einwandfrei verbaut ist. So haben Sie lange Zeit Freude an Ihrem Trockenbau.



8.Trockenbauer finden

Sie möchten Ihr Zuhause umbauen, bestehende Grundrisse oder Wände isolieren?

Ihr Trockenbauer aus Ihrer Nähe hilft Ihnen gern.

9. Grundwissen für Sie aufbereitet: Wie arbeitet eigentlich ein Trockenbauer?

Der Trockenbauer fertigt im Arbeitsalltag raumbegrenzende Konstruktionen an. Industriell vorgefertigte Bauteile oder Baustoffe werden auf der Baustelle zu einem Bauelement zusammengefügt. Trockenbauer unterscheiden dabei zwischen drei verschiedenen Montagearten:

  • Schraubmontage.
  • Klemmmontage.
  • Steckmontage.

Die Trockenbautechnik ermöglicht Ihnen im Gegensatz zur Massivbautechnik eine bessere Innenraumgestaltung. Ihren individuellen Wünschen ist flexibler nachzukommen. Gestalten Sie Ihr Heim mit der Hilfe von Trockenbauern also nach Ihren Vorstellungen. Entscheidendes Merkmal des Trockenbaus ist dabei der Verzicht auf wasserhaltige Baustoffe. Ihr Trockenbauer arbeitet ohne Lehm, Mörtel oder Beton, um Ihnen Decken oder Wände hochzuziehen. Mit dem klassischen Trockenbaumaterial Gips entscheiden Sie sich zusätzlich für den Umweltschutz. Denn Gips ist ein Naturprodukt und mittlerweile universell recyclebar.

10. Grundwissen für Sie aufbereitet: Welche Materialien benutzt ein Trockenbauer?

Sie haben bereits vom Gips als Standardmaterial des Trockenbaus erfahren. Die verbauten Gipskartonplatten sind jedoch in Struktur und Beschichtung nicht einheitlich. Vielmehr passt Ihr Trockenbauer Ihre Gipskartonplatten je nach Anforderung neu an. Hierfür bedient er sich verschiedener Spezialanfertigungen:

  • Brandschutzgerechte Feuerschutzplatten.
  • Für feuchte Räume: imprägnierte Gipskartonplatten.
  • Akustikplatten gegen Raumhall.

Im Trockenbau werden unterschiedlichste Dämmstoffe genutzt. Doch auch abseits der Dämmung variiert Ihr Trockenbauer die verwendeten Materialien nach Ihren Wünschen. Die primäre Anforderung an die entstehenden Unterkonstruktionen ist eine hohe Tragfähigkeit. Daher bietet sich für das Ständerwerk entweder Metall oder Holz an.

Bei Deckenbekleidungen stehen Ihnen alle nur erdenklichen Möglichkeiten offen. Je nach Funktion entscheiden Sie aus:

  • Dekor-, Metall- oder Gitterdecken für die Deckengestaltung.
  • Waben- oder Lamellendecken: Nicht nur optisch einzigartig – Stichwort Schallschutz.
  • Paneel- oder Baffeldecken für die Integration von Deckeneinbauten.

All diese Decken sind auch in den verschiedensten Sonderausführungen einbaubar. Ihr Trockenbauer berät Sie gerne über die Verwendung von Lüftungs- oder Klimadecken. In der Auswahl der zu verwendenden Materialien sind Ihren Träumen keine Grenzen gesetzt. Sprechen Sie sich mit Ihrem Trockenbauer ab, um auch außergewöhnliche Materialien zu nutzen. Mineralfaser, Glas, Fiber- und Calciumsilikat – Ihr Experte wird Ihnen eine breite Produktauswahl näherbringen.

11. Trockenbauer als Beruf: Welche Voraussetzungen werden benötigt?

Wie man in Deutschland Trockenbauer wird, erfahren Sie bei Tipp zum Bau.

Trockenbauer benötigen eine gute körperliche Konstitution.

Die Ausbildung zum Trockenbaumonteur ist in Deutschland als duale Ausbildung geregelt. Nach drei Jahren schließt der Auszubildende diese anerkannte Ausbildung ab. Rechtlich ist bei diesem Ausbildungsberuf keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. Zumeist stellen Betriebe Auszubildende mit einem Hauptschulabschluss ein. 2018 hatten 49% der Ausbildungsanfänger diesen Bildungsgrad – sechs Prozent der Azubis besaßen die Hochschulreife.

Der Beruf des Trockenbauers ist körperlich anspruchsvoll. Arbeitsort ist immer eine Baustelle, sei es im Freien oder in einem Gebäude. Eine gute körperliche Konstitution für das Heben und Tragen von Baustoffen ist daher unerlässlich. Dennoch werden von einem guten Trockenbauer noch weitere Talente verlangt:

  • Solide Geschicklichkeit und gute Auge-Hand-Koordination.
  • Gesunde Portion Selbstwahrnehmung und Umsicht bei Arbeiten auf Leitern oder Gerüsten.
  • Teamfähigkeit ist von Vorteil – Deckenplatten werden zu zweit montiert.
  • Interesse an und Grundkenntnisse der Mathematik und Physik.

Der Beruf des Trockenbauers ist also keineswegs ein rein körperlicher Beruf. Für Sie als Auftraggeber bedeutet dies: Vertrauen Sie Ihrem Trockenbauer. Er kann Sie durchaus in Ihren Gestaltungswünschen beraten und eine Machbarkeitsstudie anfertigen. Häufig ist das angesammelte Praxiswissen erfahrener Trockenbauer für Sie weiterführend. Zapfen Sie diesen Wissensschatz also an und profitieren Sie davon.

12. Brandschutz im Trockenbau – Wie gute Trockenbauer Ihr Haus schützen

Gute Trockenbauer sollten Ihr Haus richtig schützen.

Gute Trockenbauer sollten Ihr Haus richtig schützen.

In Deutschland ist der Brandschutz in §14 der Musterbauordnung (MBO) gesetzlich geregelt. Eine Arbeitsgemeinschaft aus ressortverwandten Ministern und Senatoren aus allen Bundesländern hat die MBO ausgearbeitet. Die auch als ARGEBAU bezeichnete Arbeitsgemeinschaft hat die MBO zur Orientierung konzipiert. Jedes Bundesland hat daher eine eigene Bauordnung. In der Bauordnung von NRW werden im Paragraphen 14 vier Anforderungen an den Brandschutz gestellt:

  • Dem Entstehen eines Brandes vorbeugen.
  • Der Ausbreitung von Feuer und Rauch (Brandausbreitung) vorbeugen.
  • Die Rettung von Mensch und Tier ermöglichen.
  • Wirksame Löscharbeiten ermöglichen.

Alle in NRW errichteten Anlagen, also auch Ihr Haus, müssen diese Anforderungen erfüllen. Für einen Brand spielt das Brandverhalten der Baustoffe und Bauteile eine Rolle. Egal, ob bei Brandbeginn oder Brandausbreitung, entscheidend ist die Zündtemperatur des Materials. Je höher diese Zündtemperatur, desto später fängt der Baustoff an zu brennen.

Ihr Trockenbauer weiß über diese Dinge Bescheid und hilft Ihnen weiter. Feuerschutzplatten aus Gipskarton enthalten einen Kern aus Glasfasern und mineralischen Stoffen. Dadurch wird ein Schrumpfen der Platte durch Wasserverlust ausgeglichen. Im Brandfall bleibt die Standsicherheit somit länger gewährleistet.

Gips ist nicht ohne Grund ein von Trockenbauern gern genutztes Material. Es enthält circa 20% gebundenes Kristallwasser, im Brandfall ein eingebautes Löschwasser. In einer 20mm dicken Gipsplatte werden im Brandfall so circa 4 Liter Wasser pro m² freigesetzt. Dadurch wird der Brandfortschritt erheblich verzögert. Ihr Trockenbauer wird Ihnen erläutern, an welchen Stellen im Haus sich Gips daher besonders anbietet.

13. Dämmung im Trockenbau – Wie Ihr Trockenbauer Ihre Räume von innen dämmt

Eine Außendämmung Ihres Hauses über die Fassade ist nicht realisierbar? Verzweifeln Sie nicht – rufen Sie stattdessen den Trockenbauer Ihres Vertrauens an. Trockenbauer sind Spezialisten für das Dämmen von Innenwänden. Dazu zählen auch die Trennwände, die der Trockenbauer vorher aus Gipskartonplatten hochgezogen hat. Je nach Raumnutzung werden an die Wände unterschiedliche Anforderungen gestellt. Egal ob Wärme-, Schall-, oder Brandschutz: Ihr Trockenbauer dämmt Ihre Wände anforderungsgerecht.

Für die Dämmung von Innenwänden hat Ihr Trockenbauer üblicherweise drei Herangehensweisen zur Hand:

  • Dämmplatten werden aufgeklebt oder angedübelt.
  • Eine Unterkonstruktion aus Metall oder Holz wird mit Dämmstoffen gefüllt und versiegelt.
  • Aufstreichen oder Aufsprühen sehr weicher Dämmstoffe.

Bei vorher hochgezogenen Trennwänden geht der Trockenbauer üblicherweise anders vor. Nach der Errichtung des Ständerwerks werden Gipskartonplatten auf einer Seite befestigt. Dies nennt der Trockenbauer im Fachjargon Beplankung. Nun wird der Dämmstoff je nach Material angebracht oder eingefüllt. Nach der Beplankung der anderen Seite wird dann noch gespachtelt, geschliffen und grundiert. Je nach Ihren Wünschen wird Ihr Trockenbauer dann noch streichen oder tapezieren.

14. Dämmung im Trockenbau – Wie Sie das richtige Material auswählen

Unterschiede zwischen Dämmstoffen für Trockenbauer erklärt bei Tipp zum Bau.

Ihr Trockenbauer kennt sich hiermit aus: Dämmstoffe.

Für die Dämmung Ihrer Wände nutzt Ihr Trockenbauer die verschiedensten Materialien. Wir stellen Ihnen hier die üblichen Dämmstoffe in einer Kurzübersicht vor. Grundsätzlich wird zwischen drei verschiedenen Arten von Stoffen unterschieden:

  • Synthetische Dämmstoffe wie Polystyrol, Phenolharz oder Aerogel.
  • Mineralische Dämmstoffe wie Steinwolle, Glaswolle oder Mineralwolle.
  • Pflanzliche oder tierische Dämmstoffe wie Baumwolle, Kork oder auch Schafwolle.

All diese Materialien haben eines gemeinsam – sie besitzen eine gute Wärmedämmung. Es gibt aber neben diesem Basiskriterium noch weitere zu beachtende Faktoren. Ihr Trockenbauer wird Sie dahingehend beraten, den für Ihre Anforderungen richtigen Dämmstoff zu nutzen. Hierbei spielt neben Schall- und Brandschutzeigenschaften auch das Gewicht, die Dichte und Belastbarkeit eine Rolle. Suchen Sie ein möglichst beständiges und ökologisches Material? Oder ist für Sie ein ausgewogenes Raumklima entscheidend? Seien Sie versichert: Ihr Trockenbauer findet für Sie das richtige Material.

15. Dämmung im Trockenbau – Vermeiden Sie diese vier häufigsten Fehler

Ihr Trockenbauer hat erst in mehreren Monaten wieder Zeit für Ihren Auftrag – Was nun? Verzweifeln Sie nicht, denn wir helfen Ihnen aus. Sie finden nachfolgend eine Checkliste für alle, die sich selbst an die Dämmung heranwagen. Natürlich dient diese Liste Ihnen auch als Kontrollmechanismus für den Fachmann. Dennoch raten wir Ihnen, dem Experten zu vertrauen. Schauen Sie Ihrem Trockenbauer bei Bedarf lieber über die Schulter und stellen Sie einige Fragen. Hier kommt Ihre Checkliste mit den vier wichtigsten Punkten, auf die es zu achten gilt.

I. Bei der Trockenbaudämmung ist der größte Feind die Feuchtigkeitsbildung in Hohlräumen. Die Temperatur hinter der dämmenden Wand sinkt unter den Taupunkt der Raumluft. Es kommt zur Wasserbildung, in der Folge erhöht sich die Luftfeuchtigkeit. Schimmel bildet sich in den Zwischenräumen, der Schaden ist vorprogrammiert. Daher ist es unabdingbar, dass Sie oder Ihr Trockenbauer den Wandaufbau luftdicht ausführen. Hohlräume sind dringlichst zu vermeiden.

II. Besonders bei Altbauten treten die sogenannten Wärmebrücken auf. Die Decken und Innenwände sind dabei an die Außenwände angebunden – ohne Dämmung dazwischen. Sobald es draußen kalt wird, erkalten auch die Wände innerhalb der Wohnung. Besitzen Sie nun eine Innenwanddämmung, dann bildet sich an den Schnittpunkten mit der Wand Feuchtigkeit. Erneut steht Ihnen der Schimmelbefall ins Haus. Hier hilft Ihnen eine Dämmung übers Eck, der sogenannte Flankenschutz.

III. Ungedämmte Fassaden trocknen nicht nur nach außen, sondern auch nach innen. Achten Sie darauf, dass die Innenwanddämmung Ihr Mauerwerk nicht am Trocknen hindert. Hier hilft Ihnen ein Regenschutz von außen und eine diffusionsoffene Dämmung von innen. Nehmen Sie hierfür die Dienste eines erfahrenen Trockenbauers in Anspruch – sonst droht Ihnen ein Schaden am Mauerwerk.

IV. Beachten Sie bei Ihrer Planung, dass nach einer Innenwanddämmung weniger Wohnraum zur Verfügung steht. Dies klingt auf den ersten Blick banal, doch der Quadratmeterverlust ist spürbar. Je nach Dämmstoff verkleinert sich Ihr Wohnraum um durchschnittlich einen m² pro zehn m² Wohnfläche. Ihr Trockenbauer wird Ihnen bei der Materialauswahl behilflich sein.

16. Wieviel verdient ein Trockenbauer im Durchschnitt?

Als Trockenbauer verdienen Sie gutes Geld.

Als Trockenbauer verdienen Sie gutes Geld.

Die Höhe des Lohns ist von vielen Faktoren abhängig. Wie in jedem Beruf steigt auch für Trockenbauer der Lohn durch die Arbeitserfahrung an. In den ersten Ausbildungsjahren ist das Vergütungsniveau dabei relativ hoch. Angehende Trockenbauer erhalten im Vergleich zu anderen Ausbildungsberufen bereits während der Lehre gutes Geld:

  • Im ersten Ausbildungsjahr zwischen € 765 und € 850.
  • Im zweiten Ausbildungsjahr bereits rund € 970 bis € 1.200.
  • Im dritten und letzten Ausbildungsjahr sogar € 1.190 bis € 1.475.

Nach Beendigung der Lehrzeit liegt das durchschnittliche Einstiegsgehalt für Trockenbauer zwischen € 1.760 und € 2.100. Dabei werden die meisten Trockenbauer nach dem Bundesrahmentarifvertrag für das Baugewerbe bezahlt. Für den Trockenbauer bedeutet dies:

  • Der Stundenlohn ist festgelegt.
  • Der Stundenlohn rutscht nie unter eine bestimmte Grenze.
  • Momentan liegt der Lohn bei mindestens € 11 die Stunde.

Dieser Lohn steigt mit den Berufsjahren auf € 2.200 bis € 2.600 brutto. Je nach Zusatzqualifikation erreichen die Löhne in der Spitze um die € 3.100 brutto. Im deutschlandweiten Einkommensvergleich bedeutet das Folgendes.

Für das Rechenbeispiel nehmen wir einen alleinlebenden Trockenbauer in NRW ohne Kinder. Nach Abzug aller Steuern inklusive der Kirchensteuer bleiben ihm rund € 2.000 netto als Monatsgehalt. Damit ist er unter den 35 reichsten Prozent der Single-Haushalte in Deutschland.

17. Der spezialisierte Trockenbauer: Das Berufsbild des Stuckateurs

Für den Beruf des Stuckateurs gibt es eine eigene duale Ausbildung. Doch was, wenn Sie als ausgelernter Trockenbauer gerne mit Stuck arbeiten? Ist ein Quereinstieg möglich?

Wie man als Trockenbauer durch den Quereinstieg zum Stuckateur wird, erklärt auf Tipp zum Bau.

Durch Weiterbildung für Trockenbauer erlernbar: Stuck restaurieren.

Die Antwort auf diese Frage ist ein klares „Ja!“. In Ihrer Ausbildung als Trockenbauer haben Sie genug erlernt, um auch Stuckateur zu werden. Orientieren Sie sich beruflich an Ihrer Vorliebe für Stuck. Suchen Sie sich einen Arbeitsplatz, an dem Sie bereits erste Erfahrungen der Stuckarbeit sammeln. Als Trockenbauer wird Ihnen die Arbeit mit Stuck wenig fachfremd sein.

Sie sind sich sicher, dass Sie als Stuckateur weiterarbeiten wollen? Dann besuchen Sie eine Meisterausbildung für Stuckateure und Trockenbauer. Diese ist auch mit einer abgeschlossenen Ausbildung als Trockenbauer problemlos absolvierbar. Hier erlernen Sie die Restauration und Neugestaltung von Stuckelementen bis ins letzte Detail. Anschließend stehen Ihnen als Meister Ihres Handwerks alle Türen offen.

18. Werkzeugkunde für Trockenbauer: Der Trockenbauschleifer

Trockenbauschleifer sind überall dort im Einsatz, wo Trockenbauplatten abgeschliffen werden. Damit gehört dieses Werkzeug zum absoluten Standardrepertoire eines jeden Trockenbauers. Zum Abschleifen der verschiedenen Materialien bedarf es unterschiedlicher Schleifpapiere. Hierbei ist die Körnung die ausschlaggebende Komponente. Je feiner die Schleifpapierkörnung, desto feiner sieht die Materialoberfläche nach dem Abschleifen aus. Dies ist auch für eventuell folgende Malerarbeiten wichtig.

Der Trockenbauschleifer verfügt über einen Schleifteller, auf den das Schleifpapier aufgespannt wird. Die Drehzahl dieses Tellers hängt von der Leistungskraft des Motors ab. Achten Sie beim Kauf eines Trockenbauschleifers also auf die Motorleistung. Diese sollte mindestens bei 500 Watt liegen. Bei der Bearbeitung von gröberem Material benötigen Sie eine höhere Drehzahl. Denken Sie daran, nicht zu viel Druck auf die zu schleifende Stelle auszuüben. Ihr Schleifergebnis weicht sonst stark von Ihrem Wunschziel ab.

Achten Sie beim Kauf auf die Länge des Netzkabels. Die meisten Geräte verfügen hier über eine Kabellänge zwischen anderthalb und drei Meter. Für Arbeiten über Kopf ist eine Teleskopstange hilfreich. Diese wird fest am Gerät montiert und erspart Ihnen die Leiter. Als professioneller Trockenbauer ist staubfreies Schleifen essentiell. Am Absaugrohr des Schleifers ist daher ein Industriestaubsauger anzuschließen. Hiermit arbeiten Sie nicht nur effizienter – Sie erhalten auch gleichzeitig Ihre Gesundheit.

19. Materialkunde für Trockenbauer: Die Steinwolle

Steinwolle ist ein bei Trockenbauern gern genutztes Material für die Dämmung von Decken. Daher werfen wir einen kurzen Blick auf die wichtigsten Eigenschaften dieses Materials.

Tipp zum Bau erklärt, wie Sie sich als Trockenbauer beim Verwenden von Steinwolle richtig schützen.

Bei Steinwolle wichtig: Handschuhe und Atemschutz.

Die Steinwolle gehört zu der Gruppe der Mineralwollen und wird aus Natursteinfasern hergestellt. Sie wird in Form von Filz, als Matte, Zopf oder Platte zur Dämmung eingesetzt. Steinwolle entflammt erst bei Temperaturen von über 1.000 Grad Celsius. Daher nutzen Trockenbauer dieses Material sehr gerne für den Brandschutz.

Bevor die Steinwolle weiterverarbeitet wird, schneiden Trockenbauer sie auf der Baustelle zu. Hierbei ist Vorsicht geboten, denn es entsteht gesundheitsgefährdender Feinstaub. Für Trockenbauer gilt bei der Verarbeitung von Steinwolle daher immer:

    • Benutzen Sie spezielle Dämmstoffmesser für den Zuschnitt.
    • Tragen Sie stets Handschuhe.
    • Achten Sie auf Ihre Lunge: Tragen Sie einen Atemschutz.
    • Bei Kontakt mit älterer Steinwolle, zB. bei Abbrucharbeiten: Schutzkleidung.

20. Glossar der wichtigsten Begriffe für Trockenbauer

Hier finden Sie ein Glossar mit einigen der wichtigsten Begriffe für Trockenbauer. Auch als Bauherr ist diese Liste nützlich: So verstehen Sie Ihren Trockenbauer nämlich besser.

Akustikvlies: Ein rückseitig auf Deckenplatten aufgeklebtes Fasermaterial. Besitzt schalldämpfende Eigenschaften.

Aufschüsseln: Hiermit meint Ihr Trockenbauer das Anheben von Plattenbelägen auf Böden über schwimmenden Zementstrichplatten. Häufig bei Fliesen zu beobachten, sichtbar am Ausbrechen der Randfugen.

Calciumsilikat: Platten aus Calciumsilikat werden meist als Bekleidung von Bauteilen genutzt, an die besondere Brandschutzanforderungen gestellt sind. Sie sind hoch temperaturbeständig, dauerhaft wasserfest und frei von Verzug.

Entkopplung: Bezeichnet die Schwächung der Kopplung bei mehrschaligen Konstruktionen zur Verbesserung der Schalldämmung.

Grundprofil: Ein an einer Rohdecke befestigtes Metallprofil. Mehrere Grundprofile bilden gemeinsam das Gerüst für eine abgehängte Decke. Um Deckenplatten zu befestigen, montiert Ihr Trockenbauer auf das Grundprofil noch das Tragprofil.

I-Kanal: Ein Kabel oder Installationsschacht für den Brandschutz. Bei einem Kabelbrand wird die Brandübertragung nach außen durch den I-Kanal verhindert.

Lastansatz: Bei einer Decken- oder Wandkonstruktion ist dies der Punkt, an dem die eingetragenen Lasten angreifen. In diesem Bereich der Konstruktion sind Verstärkungen zu verbauen.

MS Polymere: Entgegen der Laienvermutung bezeichnet dieser Begriff kein Kreuzfahrtschiff. Stattdessen steht er für ‚modifizierte Silane‘, ein universell einsetzbarer Kleber mit dichtenden Eigenschaften.

Nivellieren: Wenn Ihr Trockenbauer Ihren Boden nivelliert, dann glättet er ihn.

Revisionsklappe: Eine Aussparung in Ihrer Wand oder Decke, mit der Wartungsarbeiten durchgeführt werden können. Besonders für die Installation von Haustechnik genutzt.

Schüttung: Bezeichnet loses Granulat, welches zum Ausgleich von Bodenunebenheiten genutzt wird. Die Schüttung wirkt außerdem wärmedämmend und trittschallverbessernd.

Trockenputz: Eine Wandbekleidung aus Gipsbauplatten in Verbindung mit Vorsatzschalen aus Verbundplatten. Trockenputz wird mit Ansetzgips direkt an bestehenden Wänden befestigt und benötigt daher keine Metallunterkonstruktion.

U-Wert: Auch als Wärmedurchgangskoeffizient bezeichnet. Dieser Wert zeigt Ihnen an, wie gut Wärme durch das Bauteil hindurchdringt. Je niedriger der Wert, desto besser ist die Wärmedämmung.

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