Zementmörtel

Zementmörtel – Schutz gegen jede Witterung

Zementmörtel ist ein leicht herstellbarer, vielseitig einsetzbarer Baustoff. Er wird meist als Mauermörtel und Putz genutzt. Allerdings kommt er auch noch anderweitig zum Einsatz. Hier lesen Sie, warum er so vielseitig ist. Zudem erfahren Sie alles über seine Zusammensetzung, richtige Herstellung und Verarbeitung sowie seine Eigenschaften.  Daneben erläutert Tipp zum Bau Ihnen auch, wodurch Zementmörtel sich von anderen Mörteln unterscheidet.

1. Zementmörtel – seine Herstellung und Zusammensetzung

Zementmörtel ist ein leicht herstellbares Gemisch. Es besteht aus trockenem Zement. Dazukommen Sand und noch etwas Wasser. Das jeweilige Mischverhältnis bedingt die Konsistenz des Mörtels und die bindende Wirkung. Auf vier Teile Sand kommt dabei ein Teil Zement. Abgerundet wird dieser Mörtel dann mit einem halben Anteil Wasser.

Kleinere Mengen Zementmörtel mischen Sie bequem in einem Kübel an. Mit mehr eigenem Einsatz und einer Schaufel gelingt aber auch die Produktion auf einer Plane. In beiden Fällen verarbeiten Sie das Gemisch in eine zähflüssige Masse ohne Bröckchen. Erst in diesem Zustand ist der Mörtel dann auch einsatzbereit.

Größere Mengen produzieren Sie besser mit einem Betonmischer. Um den gewünschten Mörtel zu erhalten, geben Sie die Bestandteile in dieser Reihenfolge ein:

  • 2/3 des Wassers.
  • Sand.
  • Zement.
  • 1/3 des Wassers.

Jetzt einfach den Mischer anwerfen und bereits kurz darauf ist der Zementmörtel fertig. Es ist sinnvoll, diesen schnell zu verarbeiten, da er außen rasch trocknet. Ansonsten wird der Mörtel gerade unter Sonneneinstrahlung schnell unbrauchbar. Insofern liegt es nahe, immer nur kleinere Mengen herzustellen. Bei größeren, verbleibt der noch ungenutzte Mörtel besser im Mischer. Bis zum Einsatz behält der Zementmörtel so seine feucht-klebrige Konsistenz.

2. Zementmörtel – Anwendung und Zeitfaktor

Tipp zum Bau hilft Zementmörtel richtig herzustellen und einzusetzen.

Werkzeuge zum Auftragen des Zementmörtels

Werkzeuge zum Auftragen des Zementmörtels.

Zementmörtel kommt meist als Mauermörtel, häufig Speis genannt, zum Einsatz. Aber Achtung: Das Verarbeiten zum Mörtel verlangt Sorgfalt. Kelle oder Spachtel helfen, das zähe Gemisch gleichmäßig und Schicht für Schicht aufzutragen. Dabei hat sich eine Dicke von 10 bis 15 Millimeter bewährt. Zusammen mit anderen Baumaterialien sorgt der Mörtel dann für maximale Stabilität.

Voraussetzungen und Umstände für den idealen Einsatz von Zementmörtel sind:

  • Freier Untergrund weist weder Staub noch Schmutz auf.
  • Ein stabiler und trockener Untergrund.
  • Luftfeuchtigkeit liegt unter 70 % (Optimal ist zwischen 50 bis 60 %).
  • Außen- bzw. Raumtemperaturen beim Auftragen zwischen 15 und 25 Grad Celsius.

Falls diese Parameter nicht erfüllt werden, verlängert sich die Zeit zum Trocknen und Aushärten. Sie übersteigt dann rasch die Übliche von nur einigen Stunden. Eine ungenaue oder schlampige Vorarbeit und Verarbeitung verursacht mitunter aber sogar gravierende bauliche Mängel. Dazu zählen unter anderem Risse im Mörtel, wodurch er seine tragende Wirkung verliert. Ausgangspunkt für Schäden am Mörtel ist häufig ein feuchter Untergrund.

Sobald der Zementmörtel aufgetragen ist trocknet er von außen nach innen. Heißt, während die äußere Schicht bereits erstarrt ist, erkaltet er im Innern noch. Fertig getrocknet, braucht der Mörtel dann noch etwa fünfmal so lang zum Aushärten. Dieses Aushärten vor der Belastung ist essentiell, sonst riskieren Sie Risse im Mörtel. Im schlimmsten Fall verliert der Zementmörtel dadurch dann seine stabilisierende Wirkung.

Verzichten Sie darauf, das Austrocknen des Mörtels künstlich zu beschleunigen. Die Gefahr, ihn zu schädigen, ist zu groß. So entzieht die Hitze eines Dampfstrahls oder Föhns dem Mörtel jeweils sein Wasser. Dieser Vorgang macht den Zementmörtel brüchig und instabil. Allerdings ist es nach oberflächlichen Trocknen dieses Mörtels möglich, die nächste Schicht aufzutragen.

3. Nutzung des Zementmörtels und seine Einsatzbereiche

3.1 Zementmörtel als Mauermörtel

Tipp zum Bau zeigt warum Zementmörtel der perfekte Mauermörtel ist.

Zementmörtel als Mauermörtel im Einsatz.

Zementmörtel als Mauermörtel im Einsatz.

Zementmörtel ist ein sehr gutes Bindemittel für viele Steinarten und für Beton. Daher eignet er sich perfekt als Mauermörtel. Als solcher zählt er im ausgehärteten Zustand zu den stabilsten Mörteln. Er erweist sich dann zudem als außerordentlich wasserabweisend und schimmelresistent.

Daher kommt Zementmörtel als Mauermörtel bevorzugt im Tiefbau und Hausbau zum Einsatz. Dort findet er besonders Verwendung an den belasteten und gefährdeten Stellen. Dazu zählen neben den Grund- oder Außenmauern, auch Keller sowie Gewölbedecken. Sie alle schützt Zementmörtel als Mauermörtel dauerhaft vor Feuchtigkeit und Frost. Daher eignet sich dieser Mörtel perfekt zum Abdichten von Mauern.

Das macht ihn zu einem ebenso fähigen wie beliebten Reparatur-Material. So kommt Zementmörtel vielfach bei beschädigten Mauern oder Fundamenten als Mauermörtel zum Einsatz. Diesen gibt der Mörtel als vorzügliches Bindemittel wieder Stabilität und Beständigkeit. Damit erspart der Mörtel Ihnen weitere Ausbesserungen.

3.2 Zementmörtel als Putz

Tipp zum Bau informiert über Zementmörtel als Außenputz.

Zementmörtel eignet sich sehr gut als Außenputz.

Zementmörtel eignet sich sehr gut als Außenputz.

Daneben dämmt und haftet Zementmörtel sehr gut. Aufgrund dieser Wirkung dient der Mörtel auch als Putzmörtel. Als Putz ist er bei Wänden und Decken im Einsatz. Seine Beständigkeit bedingt, dass er häufig als Außenputz an Außenwänden fungiert.

Nach dem Auftragen als Außenputz ist er mit Wasser feucht zu halten. Beachten Sie dies. Zudem benötigt er dann Schutz vor starkem Sonnenschein oder Wind. Um beides zu verhindern, kleben Sie verputzte Wand am besten ab. Ansonsten trocknet der Putz eventuell zu schnell und reißt. Es gilt die Faustregel: Einen Millimeter Putzschicht trocknet einen Tag lang.

Zementmörtel finden Sie beim Hausbau, aber auch als Unterputz, also Innenputz, an Innenwänden. Als solcher kommt er an wenig beheizten Orten, wie Kellern oder Garagen, zum Einsatz. Durch die Kombination mit Portland- oder Trasszement schützt er ihre Wände vor Feuchtigkeit. Wasser perlt dann einfach an diesen ab. Zusammen verhindern die Mörtel so, dass Schimmel in den Wänden entsteht.

Das Trocknen des Zementmörtels als Innenputz, benötigt mindestens 14 Tage. Ohne perfekte Abstimmung von Luftfeuchtigkeit, Raumtemperatur und Lüftung, werden daraus aber schnell mehr. Kalkulieren Sie daher lieber mit drei oder mehr Wochen, um bauliche Mängel auszuschließen. Dann erweist sich der Mörtel so witterungsbeständig wie erhofft.

4. Zementmörtel sicher entfernen

Die bindende Wirkung des Zementmörtels erschwert es, diesen später wieder zu entfernen. Das Problem ist dabei nicht der Oberputz. Ihn lösen Sie bequem mit Hammer und Meißel. Dafür klopfen Sie einfach die Wand ab. Der Unterputz erweist sich aber häufig als widerstandsfähiger. Falls es so ist, behelfen Sie sich am besten mit einem der folgenden Geräte:

  • Bohrhammer.
  • Betonschleifer.
  • Steinfräse.
  • Betonfräse.

Mit ihrer Wucht lösen sie den Putz problemlos von der Wand. Dabei fliegen aber Steinchen, andere Partikel oder sogar Putzbrocken unkontrolliert umher. Tragen Sie bei dieser Arbeit daher Ihre Schutzkleidung. Noch bevor Sie eines der Geräte nutzen, sichern Sie den Einsatzort gründlich ab. Die Werkzeuge helfen Ihnen ebenso den Mörtel zu entfernen, wenn dieser als Mauermörtel fungiert.

5. Zementmörtel und andere Typen von Mörtel

Zementmörtel ist neben Kalkzement- und reinem Kalkmörtel eine der drei verschiedenen Hauptmörtelarten. Diese werden nach ihrer Festigkeit und Stabilität klassifiziert. Infolge seiner ausgeprägten Druckfestigkeit und Härte gehört Zementmörtel zur sogenannten Mörtelgruppe III. Zu dieser zählen nur die trag- und belastungsfähigsten Mörtel.

Dagegen ist Kalkmörtel Teil der Mörtelgruppe I. Er besteht aus:

  • Kalk.
  • Sand.
  • Wasser.

Da Zement fehlt, ist Kalkmörtel wesentlich poröser und instabiler als Zementmörtel. Weder er noch die anderen Mitglieder der Mörtelgruppe I sind auf starke Belastung ausgelegt. Im Zuge dessen kommt reiner Kalkmörtel vorrangig bei wenig belasteten Wänden zum Einsatz. Der Mörtel ist nur eingeschränkt zugelassen, bei Mauern bis hin zu 24 Zentimeter Dicke.

Der Kalk im Kalkmörtel macht ihn resistenter gegen Hitze als Zementmörtel. So reguliert dieser Mörtel Feuchtigkeit extrem gut. Er kommt in Deutschland meist als Putz an Innenwänden von Gebäuden zum Einsatz. Hier findet er in der Regel als Oberputz, also zur Mitte des Zimmers hin, Verwendung. Gleiches gilt für die Putze aus Kunstharz, zumal Sie über die gleichen Eigenschaften verfügen.

Kalkzementmörtel wiederum ist ein Hybrid aus Kalk- und Zementmörtel. Es besteht aus zwei Teilen Kalk, einem Teil Zement sowie acht Teilen Sand. Dazu geben Sie nur noch etwas Wasser. Anschließend vermengen Sie diese Masse, bis Sie das gewünschte, klebrige Produkt erhalten. Achten Sie darauf, dass der Mörtel keine Bröckchen mehr enthält. Diese verkomplizieren es ihn aufzutragen und mindern auch die Wirkung des Mörtels.

Als Gemisch aus Zement- und Kalkmörtel kompensiert Kalkzementmörtel die Schwächen der Ausgangsstoffe. Er ist belastbar, hitzeresistent und witterungsbeständig. Zugleich besitzt er aber nicht die Stärken seiner Ausgangsstoffe. Weder ist er so langlebig und stabilisierend wie Zementmörtel, noch so benutzerfreundlich wie Kalkmörtel. Daher gehört dieser Mörtel zu der Mörtelgruppe II. Das Hybrid kommt meist an Außen- und Innenwänden zum Einsatz.

6. Kosten des Zementmörtels

Tipp zum Bau zeigt Ihnen was Zementmörtel kostet.

Was kosten reiner und spezieller Zementmörtel?

Was kosten reiner und spezieller Zementmörtel? Was kosten reiner und spezieller Zementmörtel? Was kosten reiner und spezieller Zementmörtel?

Ein 25 Kilo Sack Zementmörtel kostet (ohne Transport- oder Versandkosten) nur etwa drei Euro. Der Preis basiert auf der leichten Herstellung und den günstigen Bestandteilen. Dazu kommt die große Anbieterzahl sowie eine stetig hohe Nachfrage. Letztere fußt auf seiner Vielseitigkeit und den anderen Eigenschaften. Zementmörtel hat daher einen festen Platz im Sortiment der Baumärkte. Sein Preis ist damit genauso stabil wie der Mörtel selbst.

Der fertige Trockenmörtel ist leicht und bequem herzustellen. Sie geben einfach nur noch etwas Wasser hinzu. Anschließend rühren Sie die Masse an, bis sie ihre klebrig-zähflüssige Konsistenz erreicht. Nun ist der Mörtel bereit, um als Mauer- oder Putzmörtel seine Aufgabe zu erfüllen.

Sowohl eingefärbter Zementmörtel als auch Kalkzementmörtel ist teurer als reiner Mörtel. Das gilt ebenso für die Spezialtypen mit ihren individuellen Eigenschaften. Aber auch bei ihnen kostet ein 25 Kilogramm Sack noch unter 10 Euro. Mit Mengenrabatten bei Großbestellungen senken Sie den Preis noch weiter. Ein weiterer Vorteil für Sie ist, dass Instandhaltungskosten bei richtiger Verarbeitung des Zementmörtels entfallen.

Dazu kommen aber noch die indirekten Kosten für die Herstellung und Verarbeitung von Zementmörtel. Dazu gehören:

  • Die Hilfsmittel bei der Verarbeitung als Mauermörtel. Das sind Betonmischer, Kelle, Plane oder Kübel sowie eine Wasserwaage.
  • Die Werkzeuge bei dem Verputzen mit Zementmörtel. Dazu gehören Wasserwaage, Spachtel, Kelle, Betonmischer und Abdeckplane.
  • Die Schutzkleidung, bestehend aus Maske, Schutzbrille und Handschuhe. Sie schützt vor Staub und seine ätzende Wirkung auf der Haut und im Auge.
  • Den erforderlichen Zeitaufwand für die Verarbeitung. Dieser umfasst auch die Trocken- und Aushärtezeiten des Zementmörtels.

7. Zementmörtel – seine Vor- und Nachteile

Tipp zum Bau informiert über die Vor- und Nachteile von Zementmörtel.

Das sind die Vor- und Nachteile von Zementmörtel.

Gleichwohl hat Zementmörtel viele und vor allem große Vorteile und Vorzüge.

  1. Erzeugt Stabilität.
  2. Er verfügt über große Bindungsfähigkeiten.
  3. Ist im fertigen Zustand sehr wasserabweisend und widerstandsfähig.
  4. Besticht mit seiner Kombinierbarkeit. Gibt ihm Fähigkeit und verbessert seine Optik.
  5. Er ist leicht zu bekommen und vor allem günstig.
  6. Er ist unkompliziert herzustellen.
  7. Vielseitigkeit. Er ist als Mauermörtel, Ober- oder Unterputz einsetzbar.

Demgegenüber stehen jedoch folgende Nachteile des Mörtels:

  1. Ist ätzend bei direktem Kontakt, erfordert das Tragen von Schutzkleidung. Spülen Sie die betroffene Stelle schnell mit Wasser ab.
  2. Zementmörtel braucht sowohl Zeit und Luft zum Trocknen und Aushärten.
  3. Letzteres ist unerlässlich für seine Leistung, erfordert aber Geduld.
  4. Die Wartezeit künstlich beschleunigen gefährdet die bindende Wirkung des Mörtels.
  5. Mörtel nur zusammen mit anderen Baustoffen sehr belastbar.
  6. Infolge seiner Hitzeanfälligkeit ist er ungeeigneter als andere Mörtel als Innenputz.
  7. Konsistenz des Mörtels erschwert seine Verarbeitung.

8. Fazit – Zementmörtel als omnipräsente Bausubstanz

Zementmörtel ist ein günstiger und leicht herstellbarer Grundbaustoff. Er besticht im Bauwesen mit seiner Vielseitigkeit und ist dort daher sehr beliebt. Gerade die Funktion als bindendes Element macht ihn essentiell für die Konstruktion von Mauern oder Gewölben. Daher ist er unverzichtbar bei deren Reparatur und hilfreich bei anderen Ausbesserungen im Hausbereich. Insgesamt kommt Zementmörtel aber meist als Mörtel oder Putz zum Einsatz.

Die Bedeutung des Mörtels kaschiert zudem seine Nachteile. Der Einsatz von Zementmörtel erfordert aber große Konzentration und sorgsames Arbeiten. Das macht Geduld und auch Geschick notwendig bei der Produktion des Mörtels. Ohne diese und den entsprechend größeren Zeitaufwand riskieren Sie Verletzungen und langfristige bauliche Mängel.

Die Omnipräsenz des Zementmörtels beim Mauer- oder Hausbau basiert auch auf seinen weiteren Eigenschaften. Dazu zählt seine stabilisierende Wirkung, Dämmfähigkeit und die große Witterungsbeständigkeit. Das macht den Mörtel, infolge des hiesigen Klimas, zu einem gefragten Baustoff. Das Angebot an Zementmörteln ist daher ebenso groß wie vielfältig. Es umfasst neben zahlreichen reinen Mischungen aber auch viele Spezialtypen.

Ein weiterer Pluspunkt für den Zementmörtel ist seine Kombinierbarkeit mit anderen Materialien. Entsprechend ist der Mörtel elementar für den Häuser- oder Gewölbebau. Durch seine Fähigkeiten und Eigenschaften hebt er sich zugleich von den anderen Mörteln ab. Daher kommt Zementmörtel auch anders als diese zum Einsatz. Seine Vielseitigkeit macht ihn damit zum Allrounder unter den Mörteln.

Tipp zum Bau hilft den richtigen Außenputz bei Fachwerkgebäuden zu finden.

Zementmörtel als Putz bei Fachwerk verwenden?

9. Zementmörtel und Fachwerkbau

Fachwerkgebäude haben in Deutschland eine lange und sehr verbreitete Tradition. Sie sind schön anzusehen, benötigen aber viel Pflege. So blättert der Putz rasch von ihrer Fassade ab. Daher und infolge seiner Funktion als Wärmeschutz und Außendämmung, ist er stetig auszubessern. Die verschiedenen Mörtel eignen sich aber unterschiedlich gut als Putz für Fachwerkhäuser.

Allgemein gilt: Verzichten Sie bei Fachwerk auf Zementmörtel als Außenputz. Ansonsten passt sich das flexible Holz an diesen starren Mörtel an. Dadurch entstehen Hohlräume zwischen Mörtel und Holzbalken, in denen sich Feuchtigkeit sammelt. Diese perlt vom Zementmörtel ab, sickert in die Balken, die dann verrotten. Zudem gibt der Mörtel Salze ab, die den Balken ebenfalls die Stabilität nehmen.

Dagegen eignen sich poröse bzw. weiche Mörtel wesentlich besser zum Verputzen von Fachwerkhäusern. So schützt Kalkmörtel als rasch abbindender Mörtel deren Holz, da er Feuchtigkeit aufnimmt. Allein Lehmputze sind effektiver. Sie saugen das Wasser förmlich auf und „entfeuchten“ so das Gefache.

10. Zementmörtel als Außenputz

Abgesehen davon ist Zementmörtel ein zuverlässiger und daher beliebter Außenputz. So schützt er vor Witterung und Feuchtigkeit. Vor dem Auftragen sind aber die folgenden Punkte zu beachten.

1. Prüfen Sie, ob die Außenwand:

  • Schimmelfrei ist.
  • Komplett trocken ist.
  • Frei ist von losen Teilen.
  • Risse oder Löcher hat.
  • Weder Restfarbe noch Abplatzungen aufweist.

2. Die Härte des Putzes
Viele Wände sind mehrlagig verputzt. Damit die Schichten aneinander haften, ordnen Sie diese nach ihrer Härte. Innen an die Wand kommt der härteste, ganz außen der weichste Putz. Andernfalls löst er sich. Bei Fragen zur Härte des Mörtels helfen das technische Datenblatt oder diese Experten:

3. Mörtel richtig aufbewahren
Der Zustand des Zementmörtels ist ebenfalls zu prüfen. Halten Sie ihn bis zum Anmischen trocken und beachten Sie die vorgegebene Lagerzeit. Ansonsten ist er unbrauchbar oder schwerer zu verarbeiten. Der Mörtel verliert dann zudem an Qualität und seine Abbindezeit wächst.

Tipp zum Bau hilft Zementmörtel beim Fundament richtig einzusetzen.

Zementmörtel richtig einsetzen beim Fundamentbau.

11. Zementmörtel beim Fundamentbau

Zementmörtel kommt vielfach auch im Fundament zum Einsatz. Bei falscher Verwendung riskieren Sie Schäden am Mörtel und Fundament. Daher erfahren Sie jetzt zum einen, wie Sie den Mörtel dort richtig nutzen. Grundsätzlich gilt: Alleine ist Zementmörtel kaum belastbar. Sein Potenzial entfaltet er erst im Verbund mit anderen Materialien. Dann bringt er Stabilität und fungiert dort als Bindeglied.

Eine hohe Dichte und Druckfestigkeit des Mörtels sind elementar beim Fundamentbau. Zudem sind die Faktoren Luft und Zeit essenziell. Beides benötigt der Zementmörtel unbedingt zum Trocknen und Aushärten vor seiner ersten Belastung. Durch die Lage in der Erde ist die Luftzufuhr aber häufig eingeschränkt. Dadurch härtet der Mörtel langsamer aus. Ohne eine adäquate Luftzufuhr läuft der Mörtel Gefahr unbrauchbar zu werden.

12. Wann mit Zementmörtel arbeiten

Der Einsatz von Zementmörtel als Mauermörtel oder Putz verlangt Sorgfalt. Daraus folgt ein größerer zeitlicher Aufwand. Daher ist der Erfolg auch an die äußeren Bedingungen geknüpft. So bietet sich das Auftragen des Mörtels während der verschiedenen Jahreszeiten unterschiedlich gut an. Sie verzichten im Winter also besser auf die Arbeit mit Zementmörtel. Die Hauptgründe dafür sind diese klimatischen Bedingungen:

  • Durchschnittlich niedrige bis sehr niedrige Temperaturen.
  • Niederschlag.
  • Große Feuchtigkeit.

Gerade zum Aushärten braucht Zementmörtel viel Zeit und gute Bedingungen. Die Gefahr besteht, dass das Abbinden des Mörtels misslingt und er damit unbrauchbar ist. Sie kostet das Ablösen und Entsorgen aber Arbeit und auch viel Geld. Dazu kommt, dass das Mauern oder Verputzen im Zweifel erneut anfällt. Verschieben Sie das Ganze also in den Sommer.

13. Unterschied von Zementmörtel als Mauer- und Putzmörtel

Zementmörtel fungiert meistens als Mauer- und Putzmörtel, kommt daher also auch verschieden zum Einsatz. Ersterer dient als Bindeglied beim Mauerbau zwischen dessen Komponenten, zweiterer als Wandüberzug. Welche Diskrepanzen daraus beim Gebrauch des Mörtels resultieren, erfahren Sie hier. Diese Unterschiede liegen in deren:

  • Auftragsstärke.
  • Verwendungszweck.
  • Eigenschaften.
  • Trocken- und Aushärtezeit.
  • Benötigter Menge.

Eine grundlegende Abweichung zwischen Mauer- und Putzmörtel ist deren Auftragsstärke. Eine Putzschicht umfasst etwa einen Zentimeter. Die Dicke von Mauermörtel liegt dagegen zwischen 10 bis 15 Zentimetern. Diese Diskrepanz basiert auf ihrem Verwendungszweck. So verschafft Mauermörtel Mauern durch seine Härte und Druckfestigkeit Stabilität. Dagegen schützt Putz Wände mit seiner Witterungsbeständigkeit äußerlich und dämmt gut.

Aus der Auftragsstärke resultieren unterschiedlich lange Trocken- und Aushärtezeiten sowie differente Einsatzmengen. So besteht der Mauermörtel als Bindeglied beim Mauerbau allein aus Zementmörtel. Im Vergleich dazu ist Putz ein Produkt aus Schichten mehrerer Putze. Daher ist zum Mauern deutlich mehr Mörtel nötig.

14. Die Additive bei Zementmörtel

Zementmörtel ist extrem modifizierbar und funktioniert bestens mit zahlreichen Zusätzen. Das ausgesuchte Additiv mischen Sie einfach zu seinen Bestandteilen. So verleihen Sie dem Mörtel verschiedenste Eigenschaften, verstärken vorhandene oder mildern diese auch ab. Mit den Zusätzen beeinflussen Sie ihn hinsichtlich seiner:

  • Haftungs- und Klebefähigkeit.
  • Dichte nach dem Abbinden.
  • Druckfestigkeit.
  • Wasserfestigkeit.
  • Widerstand gegen Feuchtigkeit.
  • Belastungsfähigkeit.
  • Optische Struktur.
  • Optischer Oberflächeneffekt und Färbung.
  • Elastizität, Schrumpf- und Ausdehnungsverhalten.
  • Frostbeständigkeit.
  • Schalldämmende Wirkung.
  • Verbesserter Wärmedämmung.
  • Verarbeitungsfähigkeit und Topfzeit.
  • Trocken- und Abbindezeit.
  • Benötigte Auftragsstärke für die erforderliche Haftung und Stabilität.

Das ermöglicht Ihnen, den Zementmörtel ganz nach Ihren Absichten zu prägen. Daher gibt es viele Varianten des Mörtels, worin sein Wert für das Bauwesen besteht. Allerdings gehören nur reine Mörtel zu den tragendsten. Sie zählen zu den höchsten Mörtelklassen MG III und MG IIIa. Aus diesen Fähigkeiten resultiert die Eignung.

15. Zementmörtel – Zementputz richtig glätten und einebnen

Auf das Auftragen des Zementmörtels als Putz folgt meist die Feinarbeit. Darunter fällt das Schleifen, wobei der aufgebrachte Mörtel begradigt und eingeebnet wird. Diese Arbeit ist sehr anstrengend und bringt zudem ordentlich Lärm und Staub mit sich. Mit einer Schleifmaschine gestaltet sich das Glätten zumindest etwas bequemer, aufgrund:

  • Ihrer zwei Haltemöglichkeiten, angebracht im 90 Grad Winkel zueinander.
  • Ihrer Absaughaube zum Abfangen der Putzbrocken.

Dennoch fliegen beim Schleifen Reste des Mörtels umher. Sichern Sie also vorher die Baustelle sorgsam ab und tragen Sie unbedingt Schutzkleidung. Gegen die Staubentwicklung spritzen sie vorher etwas Wasser auf die Wand. Zum Glätten setzen Sie die Maschine im geraden Winkel an. Agieren Sie jeweils von der Mitte nach außen hin mit Kreisbewegungen. Das Ganze gelingt, indem Sie konstant Druck auf die Maschine ausüben.

16. Unterschiede von Zementmörtel und Beton

Zementmörtel und Beton zählen zu den am häufigsten genutzten Materialien im Bauwesen. Unverarbeitet ähneln sie sich stark. Dann weisen beide eine klebrig-zähflüssige Konsistenz und denselben Grauton auf. Gleichwohl gibt es Unterschiede zwischen Beton und dem Mörtel. Die Diskrepanz beruht in erster Linie auf der differenten Zusammensetzung.

Sie basieren auf Wasser, Sand und Zement, unterscheiden sich aber in ihrer Gesteinskörnung. So ist Zementmörtel, mit der maximaler Körnung des Sandes, vier Millimeter feiner. Dem „Feinbeton“ fehlt also der für Beton typische Kies. Daraus resultieren andere Einsatzarten und Eigenschaften. So dient ersterer zum Veredeln und findet daher in geringeren Mengen Verwendung. Der Mörtel ist formbar und so präzise nutzbar. Beton ist dagegen starrer und druckfester, aber auch witterungsanfälliger.

17. Was ist der Unterschied von Zement und Zementmörtel

Zement und Zementmörtel gehören zu den meistbenutzten Substanzen im Bauwesen. Sie ähneln sich sehr, da ersterer als Bindemittel ein Grundstoff des robusten Mörtels ist. So besteht Zementmörtel aus Zement, mehreren Teilen Sand und etwas Wasser. Gemessen am Mörtel ist die Herstellung von Zement komplexer. Dazu mischen Sie zunächst:

  • Kalkstein.
  • Ton.
  • Etwas Quarzsand.
  • Etwas Eisenerz.

Diese Masse wird dann fein gemahlen und bei 1.400 bis 1.500 ° Celsius gebrannt. Daraus entstehen kleine harte Kügelchen, sogenannte Zementklinker. Im zweiten Schritt mischen Sie noch diese Stoffe bei:

  • Hüttensand.
  • Flugasche.
  • Kalkstein.
  • Gips.

Durch Mahlen dieser Masse erhalten Sie dann das als graue Pulver vorliegende Bindemittel Zement. Welchen Typus Sie davon bekommen, hängt von Menge und Mischverhältnis der hinzugefügten Stoffe ab. Daher unterscheidet dieser sich auch in seiner Gestalt von dem zähflüssig-klebrigen Zementmörtel.

Tipp zum Bau zeigt wie Sie Zementmörtel im Bad verwenden.

Zementmörtel funktioniert bestens als Klebemittel in Bädern.

18. Drei alternative Einsatzweisen von Zementmörtel

Zementmörtel zählt zu den wichtigsten Bausubstanzen, weil er sehr vielseitig einsetzbar ist. Als Mörtel wird er als Mauermörtel, Außenputz, im Fundamentbau oder bei Reparaturen herangezogen. Es gibt aber noch weitere, weniger geläufige Verwendungsarten, wie diese:

  • Bei wenig beheizten Räumen als Innenputz.
  • In Bädern in unterschiedlicher Funktion.
  • Als Befestigungsmörtel.

Zementmörtel findet in Funktionsräumen als Innenputz Verwendung. Als solcher schützt er die Wände von Garagen und Keller vor Frost und Feuchtigkeit.

Im Bad dient er als Fugenmörtel zwischen den einzelnen Fliesen. Zugleich fungiert er dort als Klebemittel zwischen diesen und der Wand. Der Mörtel schützt auch hier letztere vor Feuchtigkeit.

Durch seine Beständigkeit kommt er zudem als Befestigungsmörtel bei Türzargen und Fensterbänken zum Einsatz.

19. Zementmörtel einfach und sicher Färben

Zementmörtel ist durch Zusätze auch optisch wandelbar. Damit besteht die Chance ihn ästhetisch aufzuwerten oder individuell zu gestalten. Mit Rosten, Eisenoxiden, ändern Sie nur die Optik des Mörtels. Fügen Sie diese einfach während des Anmischens hinzu. Schon diese Anteile führen zu folgenden Resultaten:

  • Bei Zugabe von unter einem Prozent entsteht eine leichte Tönung.
  • Bis 4% Additiven schaffen eine Textur und farbliche Stufen.
  • Eine Vollfärbung entsteht ab 5% Pigmentzugabe.

Die Eisenoxide zum Färben des Zementmörtel erhalten Sie als Pulver in jedem Baumarkt. Die Standardfarben sind dabei:

  • Dunkles Chromgrün.
  • Eisenbraun hell.
  • Eisenbraun mittel.
  • Eisenbraun dunkel.
  • Strahlend Eisengelb.
  • Eisengelb matt.
  • Eisengelb orange.
  • Eisenrot kaminrot.
  • Eisenrot Klinker.
  • Eisenrot Ziegel.
  • Eisenrot dunkel (Bordeaux).
  • Eisenschwarz.

Mit Zugabe von Weißzement wird der Mörtel noch strahlender. Mehrere Farbzusätze verleihen ihm dagegen eine eigene, individuelle Farbnote. Letztere resultiert aus dem Mischverhältnis der Additive. Falls Sie noch die gewünschte Optik suchen, stellen Sie zunächst einfach einige Probeklumpen her.

Tipp zum Bau zeigt ihnen welche Typen von Mauermörtel es gibt.

Zementmörtel eignet sich bestens zum Mauern.

20. Zementmörtel als Mauermörtel

Zementmörtel dient vielfach als Mauermörtel. Als solcher verklebt er Materialien miteinander und verleiht den daraus entstehenden Mauern Stabilität. Allerdings gibt es verschiedene, mit eigenen Fähigkeiten versehene, Typen von Mauermörtel.
Sie heißen:

  • Leichtmörtel.
  • Vormauermörtel.
  • Dünnbettmörtel.
  • Normalmauermörtel.

Als Klinker fungiert Zementmörtel mitunter als Vormauermörtel. Verbaut in Verblendern, Sichtfugen oder Sichtmauerwerk schützt er die dahinter liegende Schale vor Witterung. Meist gehört der Mörtel aber zum Normalmauermörtel, der infolge eingesetzter Bindemittel unterteilt wird in:

  • Kalkmörtel.
  • Kalkzementmörtel.
  • Zementmörtel.

Das Bindemittel im Mörtel entscheidet zudem über dessen Fähigkeiten und Eigenschaften. Durch ihn gehört der Zementmörtel zu der Mörtelgruppe III. Der Zement macht ihn robust, tragfähig und witterungsbeständig. Er prädestiniert den Mörtel zum Einsatz als Mauermörtel, Außenputz an Fassaden oder im Fundament.

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