Werkzeuge

Werkzeuge – Ihr Freund und Helfer

Alle Renovierungsarbeiten beginnen mit der Suche nach dem richtigen Werkzeug. Immer wieder sind irgendwo Schrauben locker oder Bilder gehören aufgehängt. Hier erleichtert ein gut ausgestatteter Werkzeugkoffer Ihre Arbeit. Kompakt aufbewahrt finden Sie alles, was Sie fürs Heimwerken brauchen.

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1. Werkzeugkoffer

80% der Deutschen führen kleine Renovierungsarbeiten selbst durch. Deswegen gehören Werkzeug und Werkzeugkoffer in jeden Haushalt. Für alltägliche Arbeiten und Reparaturen genügt ein einfacher Werkzeugkoffer. Dieser enthält eine Standardausrüstung. Nur wenn Sie häufiger aktiv sind und mehr Platz haben, lohnt sich mehr Werkzeug.

Werkzeugkoffer gibt es als Komplett-Versionen im Markt. Vermeiden Sie den Griff zur Billigware. Setzen Sie auf Qualität – die mit etwas Pflege ein Leben lang hält.

Der Koffer

Beim Werkzeugkoffer entscheiden Sie, ob Sie ein Ordnungssystem brauchen oder nicht. Hier gibt es Werkzeugkoffer mit unterteilten Böden und abgetrennten Fächern. Beim Material ist ein Werkzeugkoffer aus Kunststoff die leichte Option. Ein Werkzeugkoffer aus Metall ist schwerer, aber auch stabiler.

Die Preise für Werkzeugkoffer beginnen bei 50-100 EUR.

Grundausstattung für den Werkzeugkoffer

Die richtigen Werkzeuge für jeden Haushalt bei Tipp zum Bau.

Jeder benötigt eine Grundausstattung an Werkzeug!

Ein einfacher 300 g Hammer reicht für den Heimwerker aus. Wenn Sie regelmäßig mit diesem Werkzeug hantieren, greifen Sie zum Zimmermannshammer. Dieser wiegt mindestens 500 g. Ausstattung: Magnetischer Nagelhalter, Ledergriff und Nagelheber.

Wenn Sie einen Nagel falsch einschlagen, benötigen Sie eine Kneifzange. Eine Flachzange ist das richtige Werkzeug, um Metall zu verbiegen oder Drähte zu trennen. Außerdem fixiert diese Zange Nägel beim Einschlagen. Beide Zangen gehören in Ihren Werkzeugkoffer.

Einen Schraubendreher benötigen Sie nicht nur bei Reparaturen am Haus, sondern auch in Alltagssituationen. Zum Beispiel bei einem lockeren Pfannengriff oder wenn bei Möbeln eine Schraube hervorsteht. Schraubendreher gibt es in verschiedenen Größen oder als Bitsystem für Ihren Werkzeugkoffer.

Auch ein Phasenprüfer gehört in Ihren Werkzeugkoffer. Beim Anschließen von Lampen oder Austauschen von Glühbirnen prüfen Sie immer auf Spannungsfreiheit.

Der Teppichschneider ist wahrscheinlich Ihr am meisten genutztes Werkzeug. Diesen verwenden Sie, um Kartons zu zerschneiden. Auch bei Bastelarbeiten holen Sie den Schneider aus dem Werkzeugkoffer.

Einen Zollstock oder ein Bandmaß benötigen Sie, um Räume zu vermessen. Für den Möbelkauf gilt: Lieber einmal zu oft nachmessen als ein böses Erwachen nach dem Kauf.

In Ihrem Werkzeugkoffer lagern Sie auch Verbrauchsmaterialien. Hierzu gehören:

  • Zwei Sorten an Nägeln und Schrauben.
  • Universaldübel.
  • Eine Rolle Schnur.
  • Draht.
  • Klebeband.
  • Ein stabiler, dunkler Bleistift.

2. Regeln für Arbeiten mit Werkzeug

Deutsche Heimwerker verursachen 300.000 Unfälle pro Jahr. Dabei sein ist alles – hier wohl nicht.  Daher ist es wichtig, dass Sie sicher mit Ihrem Werkzeug arbeiten. Lassen Sie sich zeigen, wie es richtig geht. Bei kleinem Werkzeug lesen Sie sich die Betriebsanleitung durch.

Prüfen Sie Ihr Werkzeug eingehend, bevor Sie mit der Arbeit beginnen. Arbeiten Sie konzentriert und aufmerksam. Nehmen Sie sich genug Zeit für das Projekt. Legen Sie Ihr Werkzeug regelmäßig beiseite und machen Sie eine Pause. Dabei lüften Sie den Raum auch.

Falls Sie müde sind, brechen Sie Ihre Arbeit ab und arbeiten zu einem anderen Zeitpunkt weiter. Da Alkohol die Reaktionszeit verlangsamt, hat er nichts auf der Baustelle zu suchen.

Bedienen Sie schwere Werkzeuge mit beiden Händen. Somit fällt es nicht herunter und Sie rutschen beim Arbeiten nicht ab. Wenn Sie ein Werkzeug nicht benötigen, räumen Sie es in den Werkzeugkoffer zurück. Damit bleibt Ihr Arbeitsplatz übersichtlich.

Bei strombetriebenen Geräten achten Sie darauf, dass das Stromkabel nicht auf der Werkbank liegt. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Sie es durchtrennen. Stecken Sie das Werkzeug aus, wenn Sie es nicht benutzen.

3. Werkzeugpflege

Jedes Werkzeug nutzt sich mit der Zeit ab. Es ist aber möglich, diesem Verschleiß entgegenzuwirken. Hierfür ist eine richtige Pflege notwendig. Somit verlängern Sie die Lebensdauer der Werkzeuge in Ihrem Werkzeugkoffer. Gleichzeitig schonen Sie auch Ihren Geldbeutel.

Lagerung und Aufbewahrung

Die richtige Lagerung und Aufbewahrung tragen einen großen Teil zur Pflege bei. Achten Sie darauf, dass Sie Ihr Werkzeug trocken lagern. So schützen Sie dieses vor Feuchtigkeit und Rost. Wählen Sie deswegen einen schließenden, dichten Werkzeugkoffer.

Tipp: Packen Sie etwas Kreide, Holzkohle oder Katzenstreu in eine Schüssel oder Beutel. Legen Sie es dann in den Werkzeugkoffer. Diese nehmen Feuchtigkeit auf und schützen Ihr Werkzeug.

Reinigung des Werkzeugs

Bevor Sie Ihr Werkzeug in den Werkzeugkoffer packen, reinigen Sie es gründlich. Dies dient nicht nur der Pflege und Sauberkeit, sondern auch der Arbeitssicherheit. Denn wenn Schmiere an Ihrem Werkzeug klebt, rutschen Sie leicht ab und verletzen sich.

Mechanisches Werkzeug verliert durch Schmutz an Funktionstüchtigkeit. Daher säubern Sie das Werkzeug entsprechend nach jeder Benutzung. Hierbei achten Sie besonders auf Gelenkteile und versteckte Oberflächen. Erst dann gehört das Werkzeug in den Werkzeugkoffer.

Bei leichten bis mittleren Verschmutzungen reichen:

  • feuchte Tücher.
  • Reinigungsbürsten.
  • Spülmittel.
  • Schleifpapier.

Nachdem Sie das Werkzeug gründlich abgetrocknet haben, verstauen Sie es in den Werkzeugkoffer.

Hartnäckige Verschmutzungen des Werkzeugs entfernen Sie auf verschiedene Arten.

  • Verdreckte Kunststoffgriffe: Cockpit-Reiniger.
  • Harz und Fett: Bremsen- und Universalreiniger.
  • Reste von PU-Schlamm, Silikon oder Lack: spezielles Reinigungsmittel.

Lagern Sie die Reiniger auch in oder bei Ihrem Werkzeugkoffer.

Regelmäßige Pflege und Rostschutz

Für die regelmäßige Pflege nehmen Sie das Werkzeug jederzeit aus dem Werkzeugkoffer. Als Schutz gegen Rost und Feuchtigkeit eignen sich Rostlöser, Silikonspray und Zinkspray.

Behandeln Sie Ihre Werkzeuge mit Öl. Dieses bietet einen langanhaltenden Rostschutz. Denn durch einen leichten Ölfilm gelangt keine Feuchtigkeit an das Werkzeug. Je nach Material und Werkzeug stehen Ihnen verschiedene Öle zur Verfügung. Verwahren Sie im Werkzeugkoffer einen alten Lumpen. Mit diesem tragen Sie das Öl gleichmäßig auf alle Stellen.

Kreissägen, Tischfräsen und Hobelmaschinen behandeln Sie mit Gleitmittel. Dieses tragen Sie sparsam auf das Werkzeug auf. Dort bildet das Gleitmittel einen dünnen, trockenen, unsichtbaren Film. Dieser erhöht die Gleitfähigkeit und ist wasserabweisend. Außerdem verhindert das Mittel, dass das Werkzeug verklebt und verharzt.

Achten Sie beim Kauf der Pflegemittel darauf, für welches Werkzeug und Material es verwendet wird. Nicht jedes Mittel eignet sich für jedes Material.

Ihre Pflegemittel bewahren Sie im Werkzeugkoffer auf. Falls dort nicht genug Platz ist, stellen Sie es an denselben Ort wie Ihren Werkzeugkoffer. So denken Sie daran, Ihr Werkzeug mit den Mitteln zu behandeln.

Wartung und Reparatur

Große Schäden am Werkzeug gefährden die Arbeitssicherheit. Je nach Schaden wägen Sie ab, ob sich eine Reparatur lohnt. Manchmal ist das Ersetzen eines Werkzeugs sinnvoller.

Kleinere Mängel behandeln Sie mit wenigen Handgriffen. Schärfen Sie Ihr Schneidwerkzeug regelmäßig. Das machen Sie entweder selbst oder Sie bringen das Werkzeug zum Profi. Bei Scheren genügt es, wenn Sie damit Schleifpapier schneiden. Damit werden die Schneidekanten einfach geschärft.

Klemmende und quietschende Metallteile, Zangen oder Gelenkstellen beheben Sie einfach. Hier helfen Rostlöser und WD40 Ihr Werkzeug in Topform zu bringen.

4. Elektrowerkzeug: Akku vs. Kabel

Wenn Sie zu Elektrowerkzeugen greifen, stellt sich die Frage: Akku oder Kabel?

Werkzeuge mit Akku haben den Vorteil, dass sie keine Steckdose benötigen. Somit machen Sie schnelle Arbeiten im Garten ohne viel Aufwand. Sie benötigen kein lästiges Verlängerungskabel. Dies macht Arbeiten, insbesondere mit Sägen, sicherer. Denn Sie richten Ihre volle Aufmerksamkeit auf die Arbeit mit dem Werkzeug. Bei einem Verlängerungskabel wären Sie damit beschäftigt, dieses aus dem Weg zu halten.

Der Nachteil von Werkzeugen mit Akku ist der zweite Akku. Diese sind zwar mittlerweile sehr ergiebig, trotzdem ist die Arbeitszeit begrenzt. Deswegen achten Sie beim Einkauf darauf, dass ein Ersatz-Akku beim Werkzeug inkludiert ist. Ansonsten vergeuden Sie viel Zeit damit, beim Laden zuzuschauen. Laden Sie deshalb den Akku rechtzeitig vor Arbeitsbeginn. Denn auch, wenn Sie ihn nicht benutzen, entlädt er sich mit der Zeit.

Werkzeuge mit Kabel haben den Vorteil, dass Sie immer genug Strom haben. Somit ist die Arbeit mit Werkzeugen mit Kabeln zeitlich unbegrenzt. Das ist besonders bei Arbeiten mit harten Materialien unabdingbar. Im Gegensatz zu Werkzeugen mit Akku kommt es bei solchen Arbeiten nicht zu einem plötzlichen Versagen.

Der Nachteil bei den Werkzeugen ist, dass Sie meisten auch ein Verlängerungskabel benötigen. Das wird schnell zur Stolperfalle. Außerdem achten Sie beim Handwerken auf das Kabel. Ihre Aufmerksamkeit ist geteilt und Sie werden unvorsichtiger.

5. Akkuschrauber

Akkuschrauber und andere Werkzeuge lernen Sie bei Tipp zum Bau kennen.

Wählen Sie den perfekten Akkuschrauber für Ihren Werkzeugkoffer.

Der Akkuschrauber ist für die meisten das erste Werkzeug mit Akku. Denn die Arbeit mit Schraubendrehern ist aufwändig. Dies gilt besonders, wenn Sie viele Schrauben eindrehen oder Überkopf arbeiten. An diesem Punkt lassen viele Heimwerker den Schraubendreher lieber im Werkzeugkoffer.

Akkuschrauber gibt es in verschiedenen Preiskategorien. Diese unterscheiden sich dementsprechend in Ausstattung und Qualität. Bessere Akkuschrauber kommen beispielsweise mit Bohrfunktion. Somit haben Sie zwei Werkzeuge in einem.

Achten Sie beim Kauf auf folgende Punkte. So finden Sie den richtigen Akkuschrauber für Ihren Werkzeugkoffer.

Akku

Je höher die Akkukapazität Ihres Werkzeugs, desto länger ist die Laufzeit. Achten Sie beim Kauf eine Mindestkapazität von 1 Ah. Ein zweiter Akku ist extrem vorteilhaft. Somit arbeiten und laden Sie parallel. Zwangspausen fallen für Sie weg.

Leistung

Ob ihr Werkzeug in härtere Materialien schraubt, hängt von der Leistung ab. Genauso lässt erst eine höhere Leistung das Bohren zu. Das Drehmoment muss mindestens 40 Nm betragen. Es ist von Vorteil, wenn das Drehmoment in Stufen einstellbar ist. Somit gehen weder Motor noch Schrauben kaputt. Ein Rechts- und Linkslauf sind mittlerweile Standard.

Gewicht

Eine hohe Leistung mit langer Laufzeit bringt einen schweren Akku mit sich. Das Gewicht für Akkuschrauber beginnt bei 1 kg. Aber viele Werkzeuge sind auch schwerer. Bedenken Sie, wer den Akkuschrauber in Zukunft nutzt. Eine hohe Leistung bringt nichts, wenn das Werkzeug zu schwer ist. Überlegen Sie sich vor dem Kauf, für welche Arbeiten Sie das Werkzeug einsetzen. Eventuell brauchen Sie keine hohe Leistung. Denn ein geringes Gewicht erleichtert die Arbeit.

Bits

Es gibt viele unterschiedliche Schrauben. Somit benötigen Sie eine ausreichend große Anzahl an Bits. Bei einem Akkuschrauber mit Bohrfunktion brauchen Sie auch eine Grundausstattung an Bohrern. Achten Sie darauf, dass die Auswahl an mitgeliefertem Zubehör groß ist.

6. Werkzeug und Werkzeugkoffer kaufen

Werkzeug ist bei verschiedenen Anbietern erhältlich. Hier ist eine Übersicht der Möglichkeiten, inklusive Vor- und Nachteile.

Baumarkt

Fast jede Stadt hat einen Baumarkt. Das Sortiment an Werkzeug ist meistens nicht besonders groß. Dafür sind Mitarbeiter vor Ort, die Sie beraten. Somit hilft Ihnen jemand bei der Entscheidung. Die Qualität der Beratung variiert von Baumarkt zu Baumarkt stark. Ebenso achten einige Märkte mehr auf den Preis der Werkzeuge als auf die Qualität.

Fachhandel für Werkzeug

Fachhändler für Werkzeuge sind eher selten. Dafür bieten sie eine große Auswahl an Werkzeug für Ihren Werkzeugkoffer. Die Mitarbeiter haben ein sehr gutes Knowhow und beraten Sie gut. Im Gegenzug sind Werkzeuge dort eher teuer.

Online Shops

Die Auswahl an Werkzeug in Online Shops ist grenzenlos. Außerdem sind die Preise niedriger als im Laden. Der Nachteil ist, dass die Beratung fehlt. Dafür finden Sie viele Kundenrezensionen – die zwar ehrlich, aber eventuell auch gekauft sind – zu dem Werkzeug.

7. Schraubenschlüssel

Der Schraubenschlüssel unterstützt Sie im Haushalt, der Garage und mit Ihrem Fahrrad. Kurzum: überall, wo Sie Schrauben und Muttern begegnen. Deswegen gehört er auf jeden Fall in Ihren Werkzeugkoffer. Halten Sie dieses Werkzeug in verschiedenen Größen und Formen bereit. Normalerweise kaufen Sie Schraubenschlüssel im Set. Damit haben Sie für jede Situation das passende Werkzeug.

Gabel-Schraubenschlüssel gibt es für Sechskant- und Vierkantschrauben. Diesen Schlüssel erhalten Sie oft in Kombination mit einem Ringschlüssel. Der erlaubt eine bessere Kraftübertragung. Rollgabelschlüssel lassen sich auf unterschiedliche Schraubengrößen anpassen. Somit ist er perfekt für kleine Werkzeugkoffer geeignet.

8. Hammer

Hammer gibt es in verschiedenen Ausführungen. Ein Schlosserhammer ist der Klassiker im Werkzeugkoffer. Meist hat der Hammer einen Glasfaserstiel mit einer Kunststoffummantelung. Außerdem hat dieses Werkzeug immer öfters einen ergonomischen Griff.

Es gibt außerdem Hammerarten für spezielle Arbeiten:

  • Gummihammer: Bodenplatten fugenlos zusammen klopfen, ohne diese zu beschädigen.
  • Fliesenhammer: Löcher in Fliesen klopfen, um Rohre zu legen oder Fliesen zu entfernen.
  • Vorschlaghammer: Werkzeug für Abrissarbeiten.
  • Zimmermannshammer: Verarbeitung von Holz, ohne es zu beschädigen.

9. Schraubendreher

Tipp zum Bau informiert Sie über die Einsatzmöglichkeiten des Schraubendrehers.

Vielseitig einsetzbar: Der Schraubendreher.

Der Schraubendreher ist auch unter dem Namen Schraubenzieher bekannt. Da es verschiedene Arten von Schrauben gibt, passt nicht jeder Schraubendreher für jede Schraube. Daher lohnt sich hier ein Set mit verschiedenen Größen und Ausführungen für den Werkzeugkoffer. Alternativ holen Sie sich einen Satz Bits. Hier lässt sich der passende Aufsatz in den Schraubendreher einsetzen. Achten Sie in beiden Ausführungen darauf, dass das Werkzeug gut in Ihrer Hand liegt.

Schlitz- und Kreuzschlitzschraubendreher eigenen sich für Schlitz- und Kreuzschlitzschrauben. Wenn Sie im Stromkreis arbeiten, nutzen Sie einen VDE-isolierten Schraubendreher. Das Werkzeug ist komplett mit Kunststoff ummantelt. Somit verhindert es Stromstöße. Innensechskantschlüssel sind meist unter den Markennamen Inbus und Torx bekannt. Diese benötigen Sie nicht in Ihrem Werkzeugkoffer, da sie meistens bei Möbeln mitgeliefert werden.

10. Zange

Zangen sind für ein breites Spektrum an Arbeiten zu gebrauchen. Daher gehören sie in jeden Werkzeugkoffer. Haben Sie das Werkzeug also auch bei kleinen Arbeiten parat. Für ein angenehmes Arbeiten liegt der Griff der Zange gut in Ihrer Hand und ist rutschfest. Das Werkzeug funktioniert optimal, wenn die Schneiden parallel sind und die Gelenke gleichmäßig gleiten.

  • Kneifzange: Kneift Drähte ab und nimmt überstehende Nägel heraus.
  • Seitenschneider: Trennendes Werkzeug.
  • Rohrzange: Für den Sanitärbereich.
  • Flach- und Gripzange: Halten fest und drehen.
  • Telefon- und Radiozange: Verformen Material z.B. beim Löten.
  • Kombizange: Vereint Kneifzange, Rohrzange, Wasserpumpenzange.

11. Metermaß und Wasserwaage

Tipp zum Bau erklärt den Umgang mit Werkzeug.

Mit dem Messen beginnt Ihr Bauprojekt.

Für erfolgreiches Heimwerken benötigen Sie die richtigen Maße. Ansonsten stehen Sie vor schiefen Regalen und Fußbodenbelag, der nicht abschließt. Daher ist das Vermessen der wichtigste Schritt.

Für das Abmessen verwenden Sie ein Metermaß. Hierbei nimmt das Rollband wenig Platz im Werkzeugkoffer ein. Ein Zollstock benötigt mehr Platz. Ihr Vorteil: er lässt sich über mehrere Meter auslegen, ohne zu verrutschen.

Zur Ausrichtung von Regalen, Leisten und ähnlichem, verwenden Sie als Werkzeug eine Wasserwaage. Sie zeigt Ihnen genau an, ob Ihr Material horizontal oder vertikal sauber ausgerichtet ist.

12. Handsäge

Welche Handsäge Sie verwenden, hängt vom Einsatzgebiet ab. Dabei unterscheiden Sie zwischen gespannten und ungespannten Sägeblättern. Ungespannte Sägen haben ein dickeres Sägeblatt mit einem Griff. Gespannte Handsägen sind mit zarten Sägeblättern ausgestattet. Dieses Werkzeug wird meistens bei der Arbeit mit Holz verwendet. Aber holen Sie auch bei anderen Materialien die Säge aus dem Werkzeugkoffer.

Zu den ungespannten Handsägen gehören:

  • Fuchsschwanz: Für grade strecken.
  • Stichsäge: Das spitze, schmale Sägeblatt eignet sich auch für Kurven.
  • Japansäge: Lässt nur Arbeiten auf Zug zu. Eignet sich für feine, kraftsparende Arbeiten.
  • Nestsäge: Handsäge mit auswechselbaren Sägeblättern.

Die Laubsäge gehört zu den gespannten Sägen. Hierbei ist das Sägeblatt an einem Bügel befestigt. Das Werkzeug eignet sich besonders für feine Laubsägearbeiten. Aber auch für Hobby- und Bastelarbeiten wird die Laubsäge aus dem Werkzeugkoffer geholt.

13. Multifunktionswerkzeug

Mit einem Multifunktionswerkzeug lassen sich unzählige Arbeiten mit nur einem Gerät erledigen. Dies spart Platz in Ihrem Werkzeugkoffer. Da die Auswahl an Werkzeugen groß ist, fällt Ihnen die Kaufentscheidung eventuell schwer. Hier gilt, dass Qualität ihren Preis hat. Zwar sind billige Werkzeuge nicht unbedingt qualitativer schlechter, haben aber weniger Zubehör. Doch genau das Zubehör ist bei einem Multifunktionswerkzeug wichtig. Hier sehen Sie eine Übersicht von Zubehör:

Universal-Segmentsägeblatt

Das universale Sägeblatt sägt Holz, Kunststoff und Nichteisenmetalle. Mit dem Aufsatz sind Trenn- und Tauchschnitte ausführbar. Das Werkzeug sägt dicht an Kanten, an Ecken und in schwer zugänglichen Bereichen.

Tauchsägeblatt

Das Tauchsägeblatt erhalten Sie in verschiedenen Größen. Es sägt Holz, Kunststoff und Nichtmetalleisen. Mit dem Sägeblatt erhalten Sie tiefere Tauchschnitte als mit dem Universal-Segmentsägeblatt.

Schleifaufsatz

Mit diesem Aufsatz schleift Ihr Werkzeug Oberflächen. Es ist egal, ob die Oberflächen aus Holz, Gips, Farbe oder Lack sind. Mit dem Schleifaufsatz erreichen Sie auch Ecken und schwer zugängliche Bereiche.

Achten Sie beim Kauf auf folgende Punkte:

  • Leichtes Handling: Da das Werkzeug häufig zum Einsatz kommt, sind geringes Gewicht und ergonomische Griffe wichtig.
  • Schnellspann-System: Ein leichter schneller Werkzeugwechsel ist möglich. Dieser ist auch einhändig ohne Werkzeug ausführbar.
  • Ausreichende Leistung: Mit dem Werkzeug arbeiten Sie ohne unnötigen Kraftaufwand. Zudem erfolgt die Aussteuerung automatisch und stufenlos.
  • Gute Verarbeitung: Die Aufsätze sind fest und wackeln nicht. Der Aufbau des Werkzeugs ist symmetrisch und die Griffe sind weich gepolstert.
  • Arbeitskomfort: Das Multifunktionswerkzeug vibriert nicht beim Gebrauch.

14. Die Leiter

Die Leiter benötigen Sie fürs Decken streichen, Lampen wechseln und Tapeten anbringen. Da es verschiedene Leitern gibt, klären Sie vor dem Kauf, wofür Sie eine brauchen. Beachten Sie außerdem, wie die Untergrundbeschaffung am Aufstellort ist. Zuletzt brauchen Sie auf der Leiter Platz für Ihr Werkzeug oder den Werkzeugkoffer.

Für den normalen Hausgebrauch reichen kleine Klapptritte oder einfach Stufenstehleitern. Diese haben breite Stufen, auf denen Sie auch länger bequem arbeiten. Nach der Arbeit lässt sich die Leiter platzsparend zusammenklappen. So passt sie in eine Kammer oder einen Besenschrank.

15. Werkzeuge für den Garten

Werkzeuge für den Garten bei Tipp zum Bau.

Jeder Garten benötigt anderes Werkzeug.

Bevor Sie Werkzeug für Ihren Garten kaufen, prüfen Sie, was Sie wirklich brauchen. Im Gegensatz zum Haus lässt sich hier kein allgemeiner Werkzeugkoffer erstellen. Holen Sie nur das Werkzeug, das Sie wirklich benötigen.

Spaten

Den Spaten verwenden Sie fürs Umgraben und um Löcher auszuheben. Achten Sie darauf, dass die Größe des Spatens zu Ihnen passt. Legen Sie hierzu Ihren Oberarm an den Oberkörper.  Halten den Spaten am Griff fest. Ihr Unterarm ist nun parallel zum Boden und der Spaten steht grade. Das ist die perfekte Größe.

Schaufel

Je nach Gartengröße ist die Schaufel ein gutes Werkzeug. Mit ihr transportieren Sie Erdaushebungen und kleine Pflanzen.

Harke

Die Harke verwenden Sie, um den Boden im Garten zu lockern. Mit dem Werkzeug erledigen Sie die Aufgabe einfach und rückenschonend. Auch bei der Unkrautbekämpfung greifen Sie zur Harke.

Rechen

Ein echter Rechen hat Zinken, die fächerförmig angeordnet sind. Sind die Zinken in einer graden Linie, handelt es sich um eine Harke. Einen Rechen verwenden Sie, um Laub und Rasenschnitt zusammen zu kehren.

Unkrautstecher

Ein Unkrautstecher ist ein Werkzeug, das aus einem Stiel und Zacken besteht. Die Zacken sind im Kreis angeordnet. Je nach Länge des Stiels entfernen Sie die Unkräuter in Ihrem Garten rückendschonend. Zum Unkrautstecher greifen Sie bei besonders tiefwurzelnden Gewächsen.

Axt / Beil / Astschere

Diese Werkzeuge nutzen Sie fürs Baumfällen, Kürzen oder Äste abnehmen. Eine Axt nehmen Sie hierbei in beide Hände. Dementgegen verwenden Sie ein Beil einhändig. Egal für welches Werkzeug Sie sich entscheiden, achten Sie auf eine sichere Arbeitsumgebung.

Rasenmäher

Wenn Sie eine schlichte Grünfläche haben, benötigen Sie einen Rasenmäher. Hierbei gibt es eine Auswahl an verschiedenen Varianten:

  • Handbetrieben.
  • elektrischer Antrieb.
  • Benzinmotor.
  • Rasenmäh-Roboter.

16. Werkzeuge mieten

Spezial-Werkzeug ist teuer und nicht in der Grundausstattung des Werkzeugkoffers. Besonders wenn Sie es nur einmal verwenden, lohnt sich der Kauf nicht. Daher bietet sich das Mieten von Werkzeugen als bessere Alternative an. Insbesondere, da es sich bei Leihgeräten meist um hochwertige Werkzeuge aus der Profiklasse handelt. Leihwerkzeug erhalten Sie bei Baumärkten und Mietservices.

Bevor Sie ein Werkzeug mieten, vergleichen Sie Preise. Denn ein günstiger Preis wird schnell teuer, wenn das Zubehör nicht inklusive ist. Genauso gibt es Angebote bei denen stundengenau abgerechnet wird. Das heißt, dass Sie Geld zurückbekommen, wenn Sie das Werkzeug früher abgeben. Bei anderen Anbietern erwarte Sie hohe Geldstrafen, wenn Sie das Werkzeug verspätet zurückbringen.

Wenn Sie das gemietete Werkzeug abholen, überprüfen Sie es eingehend auf Mängel. Bei der Rückgabe von Geräten sind Sie in der Beweispflicht, falls der Vermieter Beschädigungen findet. Lassen Sie sich außerdem in die Benutzung des Werkzeugs einweisen. Eine falsche Anwendung führt eventuell zu dauerhaften Schäden an Ihrem Haus.

17. Werkzeuge fürs Tapezieren

Wenn Sie einen Raum tapezieren, benötigen Sie hierzu Werkzeug. Dieses gehört nicht zur Grundausstattung in Ihrem Werkzeugkoffer. Trotzdem lohnt sich der Kauf, sobald Sie die erste Tapetenbahn anbringen.

  • Andrückwalze: Drückt Tapete an und fixiert sie. Besteht aus Kunststoff oder Moosgummi, damit die Wandbekleidung nicht beschädigt wird.
  • Cutter oder Tapezierschere: Erlauben präzise Schnittarbeiten und das Abschneiden der Tapetenbahn an der Wand.
  • Dreieck-Beschneidekante: Verwenden Sie beim unteren Beschnitt der Tapetenbahn. Verhindert, dass Kleister die Sockelleiste verschmiert.
  • Farbrolle: Trägt Kleister auf die Wand auf.
  • Malerspachtel: Verspachtelt Putzschäden und entfernt hartnäckige Farb- und Tapetenreste.
  • Nahtroller: Drückt Kanten und Nähte sauber und präzise an.
  • Tapezierbürste: Streicht robuste Tapeten an die Wand und entfernt Luftblasen.