Wasserleitungen

Wasserleitungen – Tipps zum Kauf

Wasserleitungen werden aus unterschiedlichen Materialien hergestellt, etwa aus Edelstahl, Kupfer oder Kunststoff. Die Auswahl ist groß und die Unterschiede sind gewaltig. Wir empfehlen Ihnen Wasserleitungen aus Edelstahl, um auf der sicheren Seite zu sein. Dieses Material bietet Ihnen gleich mehrere Vorteile: Es ist robust, sicher, langlebig und schont die Umwelt.

1. Wasserleitungen – Eine Kurzeinführung

Es gibt Wasserleitungen aus einer Vielzahl von Materialien. Tipp zum Bau informiert Sie über das Thema.

Wasserleitungen aus Kupfer bieten viele Vorteile.

Wenn Sie Wasserleitungen selbst verlegen oder erneuern, stellt sich zuallererst die Frage nach dem geeigneten Material. Das richtige Material der neuen Wasserleitungen entscheidet mitunter über die Qualität Ihres Trinkwassers. Verunreinigungen entstehen nämlich meistens erst im heimischen Leitungssystem und nicht beim lokalen Wasserversorger.

Die Auswahl und die Unterschiede der verschiedenen Wasserleitungen sind tatsächlich groß. Wasserleitungen werden heutzutage aus unterschiedlichen Materialien wie Kunststoff, Edelstahl oder Kupfer hergestellt. Seit den 1970er Jahren nicht mehr aus Blei. Denn dieses Material verursacht durch die Absonderung von Schwermetall gravierende Gesundheitsschäden.

Welches Material ist nun für Ihre Wasserleitungen und Ihren Geldbeutel am besten?

2. Materialien für Wasserleitungen

Wasserleitungen aus Kunststoff

Vorteile der Wasserleitungen aus korrosionsbeständigem Kunststoff:

  • Kunststoffrohre sind flexibel und leicht zu verlegen.
  • Sie sind kostengünstiger als andere Materialien.
  • Ein System zum Einstecken der Kunststoffrohre macht die Installation einfach und nimmt wenig Zeit in Anspruch.
  • Die Reinigung der Wasserleitungen aus Kunststoff ist ebenfalls praktisch. Denn Sie schrauben sie lediglich auseinander.
  • Kunststoff eignet sich außerdem für alle Wasserhärten.
  • Weiterhin bleiben Wasserleitungen aus Kunststoff rostfrei.
  • Die glatte Oberfläche der Rohre dämmt eine Ablagerung von Kalk und Schmutz ein.
  • Außerdem sind sie säure- und laugen-beständig.

Die Materialkosten belaufen sich bei den Wasserleitungen aus Kunststoff auf etwa 8 Euro pro 10 Meter. Damit sind sie erschwinglicher gegenüber anderen Materialien.

Wasserleitungen aus Kupfer

Wasserleitungen aus widerstandsfähigem Kupfer sind

  • besonders robust.
  • langlebig.
  • kostenintensiver als Kunststoff. 10 Meter der Kupferleitung kosten ungefähr 40 bis 50 Euro.

Die Wasserleitungen aus Kupfer sind in Deutschland weit verbreitet. Sie bilden die Ablöse der Wasserleitungen aus Blei. Das Löten von Wasserleitungen aus Kupfer erfordert allerdings etwas handwerkliche Erfahrung. Daher ist die Installation nicht für Anfänger geeignet. Durch sogenannte Pressfittings wird die Verbindung zusammengehalten.

Als Pressfittings werden Bauteile bezeichnet, die Rohrabschnitte miteinander verbinden. Möglich sind gerade Verbindungs-Teile, Umlenkungen oder Abzweigungen. Wo früher Rohre aufwändig gebogen wurden, bieten Pressfittings heute eine zeit– und kosten-effiziente Alternative für komplexe Rohr-Systeme.

Nicht ratsam sind jedoch Wasserleitungen aus Kupfer, wenn der pH-Wert des Trinkwassers zu niedrig, also sauer ist. Denn das birgt gesundheitliche Risiken. Eine regelmäßige Kontrolle von Wasserleitungen aus Kupfer ist daher besonders wichtig. Jährlich schicken Wasserversorger dabei die Wasserwerte per Brief an ihre Kunden. Halten Sie sich dadurch am besten auf dem Laufenden.

Unser Tipp: Bei Wasserleitungen mit Zinnbeschichtung besteht die gesundheitliche Gefahr nicht.

Wasserleitungen aus Edelstahl

  • Wasserleitungen aus Edelstahl sind ebenfalls sehr langlebig und stabil.
  • Edelstahl wird im Bauwesen in erster Linie dort eingesetzt, wo Rostschutz und Hygiene im Vordergrund stehen.
  • Begründet ist dies durch die hohe Korrosionsbeständigkeit. Dies verhindert nämlich eine Reaktion des Edelstahls mit dem Trinkwasser.

Viele Produkte am Bau belasten auch die Umwelt, Edelstahl jedoch nicht. Stahl wird nämlich schon seit Jahrzehnten erfolgreich recycelt. Zusätzlich reagiert Edelstahl nicht mit Sauerstoff, weshalb die Rohre nicht rosten. Korrosionsgefahr besteht nur bei unsachgemäßer Benutzung in einer Misch-Installation. Dazu finden Sie weiter unten Informationen. Die Materialkosten für Wasserleitungen aus Edelstahl belaufen sich auf ungefähr 60 Euro für 10 Meter.

3. Vor- und Nachteile von unterschiedlichen Materialien für Wasserleitungen

Hier sehen Sie noch einmal alle Materialien für Wasserleitungen und deren Eigenschaften im Überblick:

WASSERLEITUNGEN AUS KUNSTSTOFFWASSERLEITUNGEN AUS KUPFERWASSERLEITUNGEN AUS EDELSTAHL
LanglebigkeitGutSehr gutSehr gut
KorrosionsbeständigkeitSehr gutBefriedigendSehr gut
Gesundheitsrisikenu.U. hochu.U. hochRelativ gering
InstallationSehr einfachVorkenntnisse erforderlichVorkenntnisse erforderlich
KostenGünstigMittelHochpreisig

4. Misch-Installation

Misch-Installationen sind Wasserleitungen aus zwei oder mehreren Stoffen. Meist bestehen sie aus einer Metallkombination, also einer Legierung. Beispielsweise wird gerne Kupfer mit Rotguss verwendet oder Kupfer mit Messing. Für welche Kombination Sie sich auch entscheiden, beachten Sie eins auf jeden Fall: Die Reihenfolge der Materialien für Ihre Misch-Installation.

Der Profi spricht hier von der Fließregel. Sie besagt, dass das Wasser erst von einem unedlen Material in ein edles geht und nicht umgekehrt. Unedle Metalle sind Stahl und Zink, edle Metalle sind Kupfer und Kupferlegierungen. Im schlimmsten Fall führt dies zu einer elektrolytischen Korrosion. Kupferionen lagern sich dann dadurch zum Beispiel auf Stahl ab und verursachen Risse.

5. Kosten von Wasserleitungen im Überblick

Bei Tipp zum Bau finden Sie einen Überblick der Kosten von Wasserleitungen.

Materialien, Installation, Eigenleistung – So können Sie richtig Kosten sparen.

Die Wasserleitungen sind das Herzstück eines jeden Hauses. Sie versorgen Ihren gesamten Haushalt tagtäglich mit lebenswichtigem Trinkwasser. Drehen Sie deshalb bei der Installation und Instandhaltung Ihrer Wasserleitungen den Geldhahn nicht zu.

Materialien und Installation der Wasserleitungen

Die Anschaffung der passenden Wasserleitungen ist der erste Kostenpunkt. Hier wirken sich verschiedene Faktoren auf Ihren Geldbeutel aus:

  • Die Länge des Leitungsnetzes.
  • Die Größe Ihres Hauses.
  • Das Material der Wasserleitungen.



Der zweite Kostenpunkt ist die Installation der Wasserleitungen selbst. Auch hier variieren die Kosten wieder. Ausschlaggebende Aspekte sind:

  • Die gewählte Sanierungsmethode.
  • Der geleistete Eigenaufwand.
  • Die entstandenen Arbeitskosten beim Verlegen.

Grundsätzlich sind die Kosten für Wasserleitungen stark von der Art der Installationsarbeiten abhängig. Der Ersatz kaputter oder veralteter Rohrleitungen ist meistens teurer als eine Erneuerung Ihres Leitungssystems. Die Faustregel ist hier: Wer Kosten sparen will, tauscht seine Wasserleitungen am besten im Zuge von Sanierungsarbeiten aus. Auch eine Komplett-Sanierung ist sinnvoll. Reparaturen an vereinzelten Stellen sind oftmals sehr aufwands- und kostenintensiv.

Konkreter Preisvergleich

Eine konkrete Aussage über den Preis von Wasserleitungen lässt sich schwer treffen. Dazu hängen die Arbeiten von zu vielen Variablen ab. Generell liegt der Preis für eine Erneuerung der Trinkwasserrohre zwischen 30 € und 35 € pro m2 Wohnfläche. Bei einem Einfamilienhaus mit einer Größe von 140 m2 ist daher mit mindestens 4.000 € bis 5.000 € zu rechnen. Materialkosten kommen dann noch hinzu. Die folgende Tabelle liefert Ihnen die Preise der gängigsten drei Materialien auf einen Blick:

MATERIALPREIS FÜR 10 M ROHRLÄNGE
EdelstahlBis zu 60 €
KupferZwischen 40 € und 50 €
KunststoffZwischen 8 € und 10 €

Werden alte Wasserleitungen zuvor erst herausgerissen, kommen dafür noch Kosten hinzu. Außerdem ist das Wiederverschließen der Wände nach dem Verlegen von Wasserleitungen oftmals teuer. Hier kommt es ganz auf das individuelle Angebot für die Installation an.

Unser Spar-Tipp für Sie

Hüten Sie sich vor billigen Sonderangeboten! Gerade bei Wasserleitungen hat die Qualität der Materialien und deren Installation oberste Priorität. Sparen Sie deshalb an der richtigen Stelle, um Ihre Gesundheit zu schützen.

Unser Tipp: Kaufen Sie die Wasserleitungen selbst und sparen Sie Materialkosten. Installateure schlagen nämlich oftmals etwas auf den Rohrpreis auf. Holen Sie außerdem schriftliche Angebote verschiedener Installateure aus Ihrer Umgebung ein. Mit einem konkreten Preisvergleich finden Sie schnell den günstigsten Anbieter.

6. Die Installation Ihrer Wasserleitungen

Unterschiedliche Materialien setzen unterschiedliches Know-how voraus. Das ist auch bei Wasserleitungen der Fall. So werden Wasserleitungen aus Kupfer erst aufwändig gelötet. Rohrleitungen aus Edelstahl durch Pressfittings zu verbinden ist zwar einfacher, erfordert aber Spezialwerkzeug. Lediglich Kunststoff-Rohre lassen sich auch von Laien bedenkenlos verlegen.

Folgende vier Bestandteile sind bei jedem Wasserleitungs-System unverzichtbar:

  • Der Hausanschlussverbindet Ihren Haushalt mit dem zentralen Wasserversorgungs-Netz Ihrer Region.
  • Ihren Wasserverbrauch messen Sie mit einem Wasserzähler.
  • Der Trinkwasserfiltersorgt für eine hygienisch einwandfreie Trinkwasser-Qualität.
  • Die Wasserleitungen mit ihren Verbindungsstücken und Zapf-Armaturen sorgen dafür, dass das Wasser an die gewünschte Stelle fließt.

Ist alles ordnungsgemäß installiert, vermeiden Sie auch Folgeschäden an den Wasserleitungen selbst. So sparen Sie sich eine aufwändige Sanierung.

Drei verschiedene Arten der Installation

Erfahren Sie mehr über Wasserleitungen bei Tipp zum Bau.

Mit der passenden Installation lassen sich Rohrleitungen ganz einfach verstecken.

Es gibt grundsätzlich drei Möglichkeiten für den Einbau einer Wasserleitung in Ihrem Haus:

  • Die Installation auf Putz.
  • Die Unterputz-Installation.
  • Oder mittels einer VorwandInstallation.



Bei der Installation von Wasserleitungen auf Putz haben Sie den Vorteil, dass Ihre Wände intakt bleiben. Es entsteht somit kein zusätzlicher Kosten-Aufwand für das Verschließen aufgerissener Wände. Allerdings ist hier besonders saubere Arbeit gefragt. Schließlich ist jeder Schönheitsfehler sichtbar.

Wenn Sie sich für eine Installation der Wasserleitungen Unterputz entscheiden, ist der Aufwand etwas größer. Hier werden im Vorhinein Schlitze in die Wand gestemmt oder Aussparungen für die Wasserleitungen gelassen. Außerdem ist nach der Installation das Wiederherstellen der Wandstruktur nötig.

Bei der Wahl einer VorwandInstallation schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Ihre Wände bleiben ganz, die zuvor installierten Wasserleitungen verschwinden aber hinter einem Metallständerwerk. Dieses verkleidet der Installateur anschließend wie eine normale Wand. Und das Beste: Es ist nicht notwendig auf vorinstallierte Anschlüsse zu achten. So haben Sie mehr Gestaltungs-Spielraum.

Eigenregie vs. Rohrleitungen vom Profi

Prinzipiell spricht nichts dagegen, Wasserleitungen selbst zu verlegen. Sie sparen sich zwar so die Kosten für die Arbeitsleistung, jedoch gilt es unbedingt einiges zu beachten. Der Aufwand bei einer Installation ohne professionelle Hilfe ist vergleichsweise hoch. Allein die Aneignung des nötigen Know-hows nimmt einige Zeit in Anspruch. Bei Wasserleitungen gilt es zudem gesetzliche Richtlinien und technische Normen einzuhalten.

Es hat viele Vorteile, die Installation von Wasserleitungen von einem Fachmann durchführen zu lassen.

Tipp zum Bau empfiehlt Ihnen eine Wasserleitungs-Installation durch den Fachmann.

Hinzu kommt, dass Laien nicht in der Lage sind alle Arbeiten an Wasserleitungen zu übernehmen. Den Hausanschluss und den Anschluss an den Wasserzähler übernimmt der Fachmann. Bei Arbeiten in Eigenregie übernimmt außerdem die Versicherung im Schadensfall keine Kosten.

Am besten lassen Sie sich also zumindest von Profis beraten. Ein Installateur informiert Sie über alles Wichtige. So sind Sie sicher, dass spätestens nach der Installation alles reibungslos läuft.

Der richtige Zeitpunkt für die Sanierung

Egal ob Sie bauen oder sanieren – Planen Sie das Verlegen der Wasserleitungen immer genau im Voraus. Schließlich schützen Sie damit die Bausubstanz und garantieren einen hygienisch unbedenklichen Wassertransport.

Gibt es Probleme in Ihren Wasserleitungen, lassen sich diese in den meisten Fällen durch eine Sanierung lösen. Dazu sind lediglich eine professionelle Reinigung und Modernisierung notwendig. Ablagerungen werden so in der Regel schnell und einfach beseitigt. Mit einer entsprechenden Beschichtung lassen sich dann auch in Zukunft Verunreinigungen vermeiden.

Eine Erneuerung des Wasserleitungs-Systems ist vor allem dann sinnvoll, wenn die alten Wasserleitungen marode sind. Achten Sie zum Schutz Ihrer eigenen Gesundheit hier immer auf eine einwandfreie Funktionsweise.

7. Die Rechtslage beim Thema Trinkwasser

Alles Wissenswerte zu Gesetzen und Regelungen von Trinkwasser finden Sie bei Tipp zum Bau.

Beim Thema Trinkwasser sind einige gesetzliche Regelungen zu beachten.

Trinkwasser ist eines der am strengsten geregelten Lebensmittel in Deutschland. Gleichzeitig ist es auch das unentbehrlichste. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Maßnahmen zur Sicherung der Hygiene im Trinkwasser getroffen werden. Von Verbrauchern und Versorgungsunternehmen gleichermaßen.

Die Trinkwasserleitung versorgt die essenziellsten Räume Ihres Haushalts mit Wasser. Ob für die tägliche Hygiene oder den Gebrauch in der Küche – ohne Wasser lässt sich kein Alltag reibungslos bestreiten. Für die Sicherheit der Verbraucher sorgen dabei die Vorschriften zur Installation.

Sowohl bei der Planung als auch beim Bau und Betrieb unterliegen Wasserleitungen demnach gesetzlichen Richtlinien. So wird die Gefahr durch Verunreinigungen im Wasser minimiert. Die drei folgenden Regelungen sind dabei zentral.


Die Trinkwasserverordnung

Die Trinkwasserverordnung des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz trat 2003 in Kraft. Ihr Ziel ist es, eine hygienisch einwandfreie Wasser-Qualität zu garantieren. So schützt sie die Gesundheit der Verbraucher bei der Verteilung von Trinkwasser.

Zu diesem Zweck sind in der Verordnung einige Grundanforderungen festgeschrieben. Diese legen fest, dass Trinkwasser keine Krankheitserreger, chemischen Verunreinigungen oder schädliche Stoffe enthalten. Sie legt außerdem die Pflichten von Versorgungsunternehmen und Überwachungsbehörden fest.

Aber auch für Haus- und Wohnungseigentümer ist sie relevant. Denn Sie sind selbst dafür verantwortlich, die Reinheit des bereitgestellten Trinkwassers aufrechtzuerhalten. Dazu gehört folgendes:

  • Verwenden Sie geeignete Materialien für Ihre Wasserleitungen. Trinkwasserrohre aus Blei sind beispielsweise seit dem Jahr 2000 verboten.
  • Die Installation Ihrer Trinkwasserleitung ist fachgerecht zu planen und durchzuführen. Nur ein vorschriftsmäßiger Einbau garantiert, dass keine Beeinträchtigung der Wasser-Qualität entsteht.
  • Sorgen Sie für eine regelmäßige Wartung und Instandhaltung Ihrer Trinkwasseranlage. So erkennen Sie Verschmutzungen und mögliche Mängel durch Abnutzung schnell.

Der DVGW

Erfahren Sie alles zum DVGW bei Tipp zum Bau.

Hier sehen Sie das Logo des Deutschen Vereines des Gas- und Wasserfaches e.V..

Der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (kurz: DVGW) kümmert sich um alle Belange rund um die Versorgung mit Erdgas und Trinkwasser. Als Förderer technischer und wissenschaftlicher Innovationen legt er gesetzlich anerkannte Regelungen fest.

So haben laut DVGW die Inhaber von Trinkwasser-Installationen die Pflicht, für die Genusstauglichkeit und Reinheit ihres Trinkwassers zu sorgen. Dies hat mittels bestimmter Materialien und festgelegter Verfahren zu erfolgen. Nur so beugen Sie gesundheitsschädlichen Verunreinigungen im Trinkwasser vor.


Die Norm DIN 1988

Die Norm DIN 1988 ist eine Regelung des DVGW. Im Allgemeinen ist sie eine technische Vorschrift zum Erhalt der Trinkwasser-Qualität. Im Speziellen ist in ihr zum Beispiel ein Verfahren zur Festlegung des richtigen Rohrdurchmessers festgeschrieben. Außerdem informiert sie über mögliche Ursachen für eine hygienische Beeinträchtigung des Trinkwassers.

Die Hinweise zur Sicherstellung der Trinkwassergüte sehen vor:

  • Das Rückfließen von verunreinigtem Wasser zu vermeiden. Dies ist durch entsprechende Druckregulierung und Installationsverfahren gewährleistet.
  • Die Trinkwasseranlage nicht mit anderen Anlagen, beispielsweisen mit Abwasser, zu verbinden.
  • Die Wasserleitungen sind vor äußeren Einflüssen zu schützen. Ist die Umgebung zu warm oder zu kalt, beeinträchtigt dies auch die Qualität des Trinkwassers.
  • Werk-, Betriebs- und Hilfsstoffe vor der Inbetriebnahme gründlich zu entfernen. Dazu gehören Reinigungs- oder Entkalkungsmittel, die bei der Installation verwendet wurden.
  • Eine Stagnation des Wassers zu vermeiden. Sorgen Sie deshalb für einen stetigen Wasserfluss.
  • Unterziehen Sie Ihre Trinkwasserrohre einer regelmäßigen Wartung. So lassen sich Schäden leichter vermeiden.
  • Von einem unsachgemäßen Betrieb ist abzusehen. Achten Sie immer darauf, dass Ihr Wasseranschluss auch den gewünschten Anforderungen entspricht.

8. Das richtige Material für Ihre Wasserleitungen

Generell sind bei einer Wasserleitung zwei Unterscheidungen zu treffen:

Das Material, aus dem Ihre Wasserleitungen bestehen, hat entscheidenden Einfluss auf Ihre Trinkwasserqualität.

Machen Sie sich Gedanken über das Material, aus dem Ihre Wasserleitungen bestehen sollen.

  • Um welche Art von Wasserleitung handelt es sich? Die wichtigste Abtrennung erfolgt hier zwischen der Trinkwasser- und der Abwasserleitung.
  • Welchen Anforderungen genügt Ihre Wasserleitung? Dies entscheidet unter anderem über das passende Material und die geeignete Installation.

Gerade was die Materialien betrifft, ist bei Wasserleitungen auf einiges mehr als nur die Kosten zu achten. Es gelten Hygiene-Vorschriften und technische Sicherheitsvorkehrungen. Dabei betreffen die strengen Bestimmungen nicht nur die Produktgruppe der Rohrleitungen. Auch die Materialien von Armaturen und Verbindungselementen unterliegen klaren Regelungen. Wir haben die drei gängigsten Materialien für alle Produktgruppen verglichen. Zur besseren Übersicht finden Sie das Ergebnis in einer Tabelle zusammengefasst.

MATERIALHYGIENE UND BESTÄNDIGKEITAUFWAND BEI DER INSTALLATIONKOSTEN
Kupfer
(regulär und innenverzinnt)
– Für Trinkwasser mit niedrigem pH-Wert (unter 7,0) nicht geeignet.
– Gefahr der Kupfer-Löslichkeit bei eher hartem und saurem Wasser.
Erhöhte Kupfer-Konzentration im Trinkwasser führt zu Leberschäden (v.a. bei Säuglingen).
– Kupfer ist zwar keimtötend, doch seine Oberflächenstruktur fördert das Wachstum von Bakterien.
– Relativ hoher Aufwand durch Löt- oder Pressverfahren.
– Die richtige Löttemperatur ist schwer bestimmbar.
Pressfittings halten oft nur begrenzt und erschweren die Sanierung.
– Relativ hoher Kostenaufwand durch kompliziertes Arbeitsverfahren.
– Erhöhter Materialeinsatz durch hochwertige Verbindungselemente.
Edelstahl– Nahezu keine Abnutzung.
– Für alle Trinkwasserarten geeignet.
– Grundsätzlich ist Edelstahl gesundheitlich unbedenklich. Nur bei Schweißnähten kommt es zur Ablösung von Chrom oder Nickel.
– Durch die glatte Oberfläche gibt es kaum Möglichkeiten zur Ablagerung von Biofilmen oder Mikroben.
– Relativ geringer Aufwand durch Pressverbindungen.
– Das Material erfordert einen pfleglichen Umgang, v.a. bei der Desinfektion, da es sonst zu Beschädigungen kommt.
– Hoher Kostenaufwand durch teuren Werkstoff und hochwertiges Arbeitsverfahren.
Kunststoffe
(PVC, PE)
– Für alle Trinkwasserarten geeignet.
– Da keine Rostgefahr besteht und sich Schmutz nicht so leicht ablagert, haben Kunststoffe eine sehr hohe Lebensdauer.
– Biofilme an der Oberfläche begünstigen die Legionellen-Bildung.
– Geringer Aufwand durch Schrauben, Kleben oder Stecken der Pressfittings.
– Durch die Ausdehnung von Kunststoff bei Wärme brauchen Sie Spielraum in den Wandschlitzen.
– Relativ geringer Kostenaufwand durch günstigen Werkstoff.
– Einfache Installation und lange Lebensdauer senken die Gesamtkosten.

Fazit: Wasserleitungen aus Kunststoff sind mittlerweile die beliebteste Variante. Sie bestechen durch eine schnelle und einfache Verlegung. Rohrleitungen aus Edelstahl sind hygienisch, aber auch sehr teuer. Achten Sie bei einer Wasserleitung aus Kupfer unbedingt auf die Qualität Ihres bereitgestellten Trinkwassers. Solange sie aber den Richtlinien des DVGW entsprechen, sind alle Materialien für Ihre Gesundheit unbedenklich.

In jedem Fall hängt die Auswahl des richtigen Werkstoffes aber von der Beschaffenheit des bereitgestellten Trinkwassers ab. Je nach Härtegrad und pH-Wert gibt es hier große Unterschiede. Fordern Sie deshalb eine Wasseranalyse und Material-Empfehlungen bei Ihrem zuständigen Wasserversorger an. Druck und Temperatur in den Wasserleitungen sind dann selbst zu regeln.

9. Zusätze zur Verbesserung Ihrer Trinkwasser-Qualität

Tipp zum Bau zeigt Ihnen, worauf Sie achten müssen.

Mit Wasserzähler und Drucksensor haben Sie die Funktionstüchtigkeit Ihrer Wasserleitung immer im Blick.

Eine hervorragende Wasser-Qualität ist zum Schutz der eigenen Gesundheit essenziell. Versorgungsunternehmen garantieren zwar einwandfreies Trinkwasser. Aber wie heißt es so schön? Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

Für eine solche Kontrolle gibt es bei einer Trinkwasserleitung mehrere Möglichkeiten. Bereits mit ein paar wenigen Zusatz-Installationen und Geräten erhöhen Sie die Qualität Ihres Trinkwassers. Informieren Sie sich aber in jedem Fall vorher über den Härtegrad und den pH-Wert. Diese sind ausschlaggebend dafür, welches Gerät oder System sich im Einzelfall eignet und welches nicht.


Optimierung der Wasser-Zufuhr

Zunächst einmal lässt sich die Wasser-Zufuhr innerhalb der Rohrleitungen optimieren. Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten, die immer wieder zum Einsatz kommen.

  • Der Etagenverteiler.
  • Und der Druckminderer.

Der Etagenverteiler leitet das Wasser innerhalb der Trinkwasserrohre separat zu den einzelnen Entnahmestellen. Die vom zentralen Hausanschluss kommenden Wasserleitungen laufen am Verteiler zusammen und werden dort weitergeführt. So haben Sie eine bessere Übersicht der Leitungsführung in Ihrem Haushalt. Einzelne Wasserleitungen lassen sich außerdem bei anfallenden Reparaturen leichter absperren.

Der Druckminderer sorgt dafür, dass Ihr Trinkwasser nicht unkontrolliert aus der Leitung fließt. Dies geschieht mittels eines Sensors, welcher auf der Versorgungs- und Eingangsseite unterschiedliche Druckausprägungen registriert. Durch einen zuvor eingestellten Druck lässt sich dann sicherstellen, dass dieser Wert nicht überschritten wird.

Erfahren Sie hier mehr über die Druckregulierung Ihrer Wasserleitung.

Wenn Ihr Haus mehr als ein Stockwerk hat, empfiehlt sich ein Etagenverteiler.

Ein niedriger Wasserdruck schont vor allem Ihre Trinkwasserrohre, Geräte und Armaturen. Außerdem reduziert sich dadurch der Wasserverbrauch deutlich. Lassen Sie aber vor der ersten Inbetriebnahme unbedingt den Wasserdruck in Ihren Rohrleitungen prüfen. Sonst kommt es unter Umständen zu Schäden in den Leitungen.

Optimierung der Wasser-Qualität

Auch die Qualität des Trinkwassers lässt sich noch nachträglich verbessern. Diese drei Varianten hierfür werden Ihnen im Folgenden kurz vorgestellt:

  • Der Rückfluss-Schutz.
  • Die Trinkwasser-Enthärtungsanlagen.
  • Und schließlich die UV-Desinfektion.

Als Rückfluss-Schutz dienen unterschiedliche Sicherungs-Armaturen. Diese erfüllen alle denselben Zweck: Sie schützen das Trinkwasser in den Wasserleitungen vor Verunreinigungen durch Rückfluss, Rückdruck oder Rücksaugen. Bei Geräten mit erhöhter Gefährdung für das Trinkwasser (z.B. Waschmaschine, Geschirrspüler) sind solche Installationen Pflicht.

Bauen Sie dazu ein Rückflussverhinderer hinter der Wasserzählanlage oder den Entnahme-Armaturen ein. Dieser erlaubt den Wasserfluss nur in eine Richtung. So hält er Ihr Trinkwasser sauber und hygienisch.

Ein eigenständiges Gerät ist dagegen die TrinkwasserEnthärtungsanlage. Sie schützt Ihre Wasserleitung sowie daran angeschlossene Geräte vor zu starker Verkalkung. Das trägt wiederum zu einer längeren Nutzungsdauer und einer langfristigen Betriebssicherheit bei.

Die Anlage funktioniert dabei nach dem bewährten IonenaustauschVerfahren. Natrium-Ionen ersetzen dabei Magnesium- und Kalzium-Ionen. Das enthärtet das Trinkwasser vollkommen. Aber Vorsicht: Prüfen Sie vor der Installation solcher Anlagen immer erst die Wasserhärte in Ihrem Haushalt. Oft ist eine nachträgliche Wasserbehandlung gar nicht notwendig.

Die UVDesinfektion erfolgt ebenfalls mithilfe einer speziellen Anlage. Der Vorteil: Sie sind besonders kompakt und sehr einfach in der Installation. Hauptbestandteil ist eine Niederdruck-Quecksilberdampflampe, die eine geregelte Menge an UV-Strahlung an das Trinkwasser abgibt.

Das tötet Bakterien und Krankheits-Erreger im Trinkwasser zuverlässig ab. Das Wasser bleibt dabei frei von chemischen Zusätzen. Auch Geruch, Geschmack und pH-Wert ändern sich nicht. Vor der Installation wird aber trotzdem geprüft, ob Ihre Wasserqualität den Einsatz des Geräts erfordert.

10. Die richtige Wartung Ihrer Wasserleitungen

Tipp zum Bau berät Sie bei allem Rund um Abflüsse, Wasserleitungen und Rohren.

Reinigen Sie die Leitung regelmäßig, um das Trinkwasser rein zu halten.

Trinkwasserrohre sind die Lebensadern eines jeden Haushalts. Sie versorgen uns tagtäglich zuverlässig mit frischem Trinkwasser. Umso auffälliger und schwerwiegender ist es, wenn dieser stetige Wasserfluss unterbrochen wird. Reinigen Sie deshalb regelmäßig Ihre Trinkwasserleitung, damit das nicht passiert. So haben lästige Ablagerungen wie Schmutz oder Kalk keine Chance.

Verstopfung von Wasserleitungen

Die Ursachen für Verstopfungen in der Wasserleitung sind dabei vielfältig. Zu den häufigsten gehören:

  • Eingefrorene Wasserleitungen im Winter.
  • Ablagerungen von Schmutz und Kalk.
  • Die unsachgemäße Entsorgung von Müll oder Essensresten.

Die Folgen solcher Verstopfungen sind dabei unter Umständen sehr ernst. Von gesundheitsschädlichen Ablagerungen, über Rost, bis hin zu Rohrbrüchen ist alles möglich. Mit der richtigen Vorbereitung und regelmäßigen Wartung verhindern Sie das aber ganz einfach.

Maßnahmen zur Wartung Ihrer Wasserleitungen

Grundsätzlich gilt: Informieren Sie umgehend einen Installateur sobald Ihre Wasserleitungen verstopft sind. Schnelles Handeln hat in diesem Fall oberste Priorität und spart Ihnen eine Menge Geld. Bei frühzeitigem Eingriff hat der Fachmann die Möglichkeit, dien Verstopfung problemlos und schnell zu beseitigen.

Aber bereits im Vorhinein gibt es Maßnahmen, die eine Verstopfung gar nicht erst entstehen lassen. Halten Sie sich deshalb an folgende Hinweise:

  • Reinigen Sie regelmäßig Ihre Rohrleitungen. Den passenden Rohrreiniger dafür erhalten Sie in Drogerien, Baumärkten oder ganz bequem über Online-Shops.
  • Entsorgen Sie nichts im Abfluss. Selbst scheinbar harmlose Dinge wie Essensreste haben bei regelmäßiger Zufuhr erhebliche Auswirkungen. Sie lagern sich in der Trinkwasserleitung ab und behindern so den Wasserfluss.
  • Installieren Sie ein Abflusssieb in Waschbecken und Dusche. So gelangen Schmutz und Haare bei der täglichen Körperhygiene nicht in die Wasserleitung.
  • Werfen sie auch kleinere Gegenstände und Müll nicht in den Abfluss. Hier besteht vor allem die Gefahr, dass Schadstoffe ins Trinkwasser gelangen, die Ihre Gesundheit gefährden.

Achten Sie bereits bei der Installation zudem auf die richtige Dämmung Ihrer Trinkwasserleitung. Einerseits verhindert das die Bildung von Tauwasser an den Wasserleitungen. Rein hygienisch betrachtet dient das als Schutz vor der Erwärmung des Wassers durch benachbarte Rohrleitungen. Somit vermeiden Sie eine Verkeimung Ihres Trinkwassers. Andererseits verhindert eine ausreichende Dämmung auch die Übertragung von Schall. Der Schallschutz ist deshalb erforderlich, da Wasserleitungen die Armaturengeräusche übertragen.

Überlegen Sie es sich auch, bei der Wartung Ihrer Trinkwasserleitung ab und zu einen Fachmann zu Rate zu ziehen. Profis haben immer die passenden Reinigungsmittel, den richtigen Zubehör und das nötige Know-how parat. Damit gehen Sie auf Nummer sicher und holen sich gleichzeitig wertvolle Tipps.

11. Einen Installateur finden Sie bei Tipp zum Bau

Sie planen Wasserleitungen verlegen zu lassen und benötigen fachmännische Hilfe vor Ort?

Ihr Installateur in Ihrer Nähe hilft Ihnen gerne.

12. Bestandteile von Wasserleitungen

Planen Sie Ihre Trinkwasserleitungen mit Tpp zum Bau.

Erfahren Sie alles Wichtige zu Ihren Trinkwasserleitungen bei Tipp zum Bau.

Heutzutage halten verlegte Trinkwasserleitungen  typischerweise einem Druck von mindestens sechs Bar stand. Dabei bestehen Wasserleitungen in Gebäuden heute im Wesentlichen aus:

  • Dem Hausanschluss mit Wasser-Hauseinführung und Erstabsperrung.
  • Einem Wasserzähler und dem Trinkwasserfilter.
  • Diversen Rohrleitungen innerhalb des Hauses mit Rohren, Formstücken, Armaturen und Zapfarmaturen.
  • Rohrhalterungen, sofern die Rohrleitung frei außerhalb der Hauswände verlegt wird.

13. Wasserleitungen aus Blei

Wasserleitungen bestehen aus verschiedenen Materialien. Die gängigen Materialien sind dabei Kupfer, Edelstahl und Kunststoff. Allerdings fertigen einige Hersteller Wasserleitungen manchmal auch aus Blei an. Diese werden heute in der Regel jedoch nicht mehr verkauft.

Rohrleitungen aus Blei werden in der Schweiz seit 1914, in Deutschland seit 1973 und in Österreich seit 1983 nicht mehr verwendet. Trotzdem sind sie teilweise im Altbestand noch vorhanden. Blei steht in Verruf Gesundheitsschäden hervorzurufen. Dieses Risiko besteht auch für Wasserleitungen aus Blei.

Bis zur Erneuerung der deutschen Trinkwasserverordnung hielt das Wasser die Grenzwerte für Blei noch ein. Mit Inkrafttreten der neuen Grenzwerte ist das aber häufig nicht mehr der Fall. Sämtliche Rohrleitungen werden daher vorsorglich ersetzt.

Wo liegt das Problem bei Wasserleitungen aus Blei?

  • Bestimmte Messinglegierungen zur Herstellung von Wasserhähnen enthalten geringe Mengen an Blei. Dies erleichtert die Bearbeitung.
  • Wenn Wasser über Nacht in den Armaturen steht, nimmt es daher geringe Mengen an Blei auf.
  • Diese überschreiten unter Umständen den Grenzwert. Wenn diese Mengen an Blei in den menschlichen Körper gelangen, führt das potenziell zu Gesundheitsschäden.

14. Wasserleitungen aus verzinktem Stahlrohr

Rohrleitungen aus verzinktem Stahlrohr werden in der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik eingesetzt. Dabei entsprechen sie meist sehr robusten mittelschweren und schweren Gewinderohren nach DIN EN 1025. Die Rohre sind bis zur Größe von 6 Zoll erhältlich. Ab 2 Zoll werden sie aber bevorzugt als Flanschverbindungen eingesetzt. Das ist eine ringförmige Scheibe, die Rohre miteinander verbindet.

Die Eigenschaften von Wasserleitungen aus verzinktem Stahlrohr:

  • Je nach Zusammensetzung des Wassers bildet sich an der Zinkschicht der Rohre eine schützende Oxidschicht. Wenn das Wasser über 60 °C warm ist, wird diese Schicht jedoch chemisch instabil. Für Warmwasser- und Zirkulationsleitungen werden verzinkte Rohre daher nicht mehr eingesetzt.
  • Verzinkte Rohre verkalken bereits ab einer mittleren Wasserhärte. Auch dies hängt von der jeweiligen Zusammensetzung des Wassers ab.
  • Bemerkbar macht sich dies oft in den Perlatoren der Mischbatterien. Kleine Kalkbrocken setzen sich in den Wasserleitungen fest. Regelmäßige Reinigung ist dann unvermeidlich.

15. Wasserleitungen aus Messing und Rotguss

Messing und Rotguss werden im Allgemeinen nicht als Werkstoff für Rohre eingesetzt. Jedoch sind häufig Verbindungsstücke und Armaturen daraus gefertigt.

Messing ist anfällig für Spannungsriss-Korrosion. Die entstehen, wenn ein unter Spannung stehendes Bauteil in Kontakt mit Wasser kommt.

Der Hersteller achtet daher darauf, dass beim Produktionsprozess:

  • Eine Wärmebehandlung entstandene Spannungen abbaut.
  • Und die Härte des Werkstoffs unter einem bestimmten Richtwert bleibt.

16. Die Bemessung von Trinkwasserleitungen

Für Wohnungen mit Mindestausstattung werden Trinkwasserleitungen überschlägig wie folgt bemessen:

  • Zur Versorgung einer Wohnung genügt eine Kaltwasserleitung mit DN 16 und eine Warmwasserleitung mit DN 13.
  • Zur Anbindung von zwei Wohnungen verwendet man DN 20 für Kaltwasser und DN 16 für Warmwasser.
  • Mit DN 20 werden bei Warmwasser drei bis vier Wohnungen angeschlossen. Bei Kaltwasser ist ab drei Wohnungen DN 25 erforderlich.

Diese Angaben gelten bei Verwendung von glattwandigen Edelstahl-, Kupfer-, Kunststoff- oder Verbundrohren.

17. Trinkwasserverbrauch

Tipp zum Bau informiert Sie über Trinkwasserverbrauch.

Erfahren Sie alles zum Trinkwasserverbrauchs bei Tipp zum Bau.

Private Haushalte, Kleingewerbe und die Industrie benötigen täglich Trinkwasser. Der entsprechende Wasserverbrauch stieg zwischen 1950 und 1990 in Verbindung mit dem Lebensstandard. Seitdem lässt sich allerdings ein stetiger Rückgang erkennen.

Der durchschnittliche häusliche Pro-Kopf-Verbrauch lag im Jahr 1990 noch bei 147 Litern pro Tag. Seit 2007 beträgt er etwa 122 Liter pro Tag.Auch der Gesamtverbrauch ist im gleichen Zeitraum zurückgegangen. Von rund 5,9 Milliarden Kubikmetern sank er auf 4,4 Milliarden Kubikmeter Trinkwasser. Der durchschnittliche häusliche Pro-Kopf-Verbrauch pro Tag berücksichtigt sowohl private Haushalte als auch kleingewerbliche Betriebe.

Im Jahr 2011 verteilte er sich auf folgende Nutzungen:

  • Baden, Duschen, Körperpflege (36%).
  • Toilettenspülung (27%).
  • Wäschewaschen (12%).
  • Kleingewerbeanteil (9%).
  • Geschirrspülen (6%).
  • Raumreinigung, Autopflege, Garten (6%).
  • Essen und Trinken (4%).

18. Kennzeichnungen von Wasserleitungen

„KW“ gilt als Abkürzung zur Rohrleitungskennzeichnung für Kaltwasser und „WW“ für Warmwasser. In der Sanitär-Branche setzen sich inzwischen außerdem die englischen Abkürzungen durch:

  • PWC – Potable Water Cold:

Trinkwasser, kalt – farbliche Kennzeichnung: Grün oder Blau.

  • PWH – Potable Water Hot:

Trinkwasser, warm – farbliche Kennzeichnung: Grün oder Rot.

  • PWH-C – Potable Water Hot-Circulation:

Trinkwasserleitung, warm in Zirkulation – farbliche Kennzeichnung: Grün oder Violett.

Nach der DIN 2403 werden Wasserleitungen generell in Signalgrün mit weißer Beschriftung gekennzeichnet. Die Farben Blau, Rot und Violett finden sich daher lediglich in der Hausinstallation. Dort befinden sie sich auf den Griffen von Armaturen oder auf technischen Zeichnungen.

19. Wasserleitungen zum Transport von Betriebswasser

Neben Trinkwasser sind Wasserleitungen auch zum Transport von Betriebswasser in Verwendung. Betriebswasser bezeichnet Brauch- oder Nutzwasser und ist nicht für den menschlichen Verzehr vorgesehen. Beispielsweise geschieht bei der Zentralheizung im Haus der Transport der Wärmeenergie mit Hilfe von Warmwasser.

Teilweise gibt es auch getrennte Wasserleitungen für Trink- und Brauchwasser. Das spart mittels lokaler Grundwasserbrunnen in Gewerbe- und Industriebetrieben durchaus Kosten. Denselben Effekt hat die Gewinnung von naturgemäß weichem Regenwasser von einem Hausdach. Damit werden einige Vorgänge über eine eigene Leitung gespeist. Dazu zählen etwa:

  • Toilettenspülung.
  • Wäschewaschen.
  • Gartenbewässerung.

20. Hinweise zum Verlegen von Trinkwasserleitungen

Bei Sanitärinstallationen geht es zunächst darum, Trinkwasser zu den vorgesehenen Zapfstellen zu befördern. Der Installateur führt hierfür die Rohre über die Warmwasserbereitung zum zentralen Verteiler im Keller. Von dort gelangt es durch Stegleitungen zu den einzelnen Etagen des Hauses.

  • Achten Sie beim Kauf von Trinkwasserleitungen darauf, dass diese die Zulassung des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfachs (DVGW) haben. Schließlich wird die Lebensmittelqualität durch Werkstoffe beeinträchtigt.
  • Leitungen aus Kunststoff sind auch für Laien gut verlegbar. Die verschiedenen Systeme werden gesteckt, geschraubt, gepresst oder geklebt. Als Werkzeug benötigen Sie meist nur eine Kunststoffrohrschere.
  • Beachten Sie: Bei Rohr-in-Rohr-Systemen stecken die wasserführenden Leitungen in einem Schutzrohr. Das sorgt für eine gute Wärme- und Schallisolierung und wirkt der Bildung von Kondenswasser entgegen.
  • Sogenannte „Fittings“ erlauben die Verbindung mit Kupferrohren. Außerdem lässt sich mit Fittings der Leitungsverlauf der geraden Rohre den örtlichen Gegebenheiten anpassen.
  • Um das ankommende Trinkwasser an die einzelnen Entnahmestellen zu befördern, benötigen Sie sogenannte Verteiler. Für die Montage an einem solchen Verteiler führen Sie beim verwendeten System eine Edelstahlstützhülle ins Rohrende ein. Dann schieben Sie das Rohr kräftig in das Fitting am Verteiler, bis zwei Druckpunkte überwunden sind.

21. Schutz gegen äußere Einwirkungen

Tipp zum Bau zeigt Ihnen die Vorteile von Trinkwasserhygiene.

Erfahren Sie bei Tipp zum Bau, wie Sie Ihre Trinkwasserqualität sicherstellen.

Der Schutz gegen äußere Einwirkungen sichert Ihrer Wasserqualität. Damit Abwasser nicht erdverlegte Trinkwasserleitungen verunreinigen, sind nachfolgende Verläufe ungeeignet:

  • Schächte.
  • Sickergruben.
  • Fäkaliengruben.
  • Abflusskanäle.

Von Grundstücksentwässerungsanlagen werden sie mit einem Abstand von mindestens 0,20 m verlegt. Beträgt der Abstand weniger als 1,00 m, liegen die Trinkwasserleitungen nicht tiefer als die Entwässerungsleitungen.

Wegen gelegentlich eingeschwemmter Feststoffpartikel sind Feinfilter vorgesehen. Diese schützen das Trinkwasser. Bei metallenen Leitungen ist der Filter vorgeschrieben. Dagegen wird er bei Kunststoffleitungen nur empfohlen. Schließlich kommen auch hier metallene Fittings und Armaturen zur Anwendung.

22. Ältere Wasserleitungen als Gesundheitsgefahr

Befinden sich in Ihrem Haus noch ältere Wasserleitungen? Dann denken Sie unter Umständen dringend über eine Sanierung nach. Ältere Wasserleitungen bergen tatsächlich ein enormes Risiko für die Gesundheit der Trinkwassernutzer. Unterschätzen Sie als Verbraucher nicht, wie ernst diese Gefahr ist.

Wenn Sie mit dem Trinkwasser Schwermetalle, Bakterien oder Keime aufnehmen, hat das gesundheitliche Folgen. Das Problem ist, dass die Beschwerden nicht mit dieser Belastung in Verbindung gebracht werden. Besonders für Babys, Kinder und immungeschwächte Menschen lauern hier Gefahren.

Stellen Sie sicher, dass die Ursache der Beschwerden nicht mit dem Trinkwasser in Verbindung steht. Führen Sie dafür auch in Privathaushalten regelmäßige Wasseranalysen durch. Insbesondere dann, wenn ältere Hausinstallationen genutzt werden, empfehlen dies Experten.

23. Weitere Maßnahmen zur Sicherung der Trinkwasserqualität

Neben dem Schutz gegen äußere Einwirkungen, gibt es weitere Maßnahmen zur Sicherung der Trinkwasserqualität.

Stagnation bei langer Verweildauer:
Werden Trinkwasserleitungen über einen längeren Zeitraum nicht benutzt, beeinträchtigt das die Qualität des Wassers. Je nach Dauer der Stagnation, also des Flüssigkeitsstaus, gilt deshalb aus hygienischen Gründen Folgendes:

  • Entweder spülen Sie alle Leitungen bis zu jeder Zapfstelle im Leitungssystem durch.
  • Oder Sie sperren, entleeren und spülen sie vor der Wiederbenutzung sogar durch.
  • Leitungen, die nicht mehr in Benutzung sind, trennen Sie besser ab.

Verbindung von Trinkwasseranlagen mit anderen Anlagen:
Die unmittelbare Verbindung mit Nicht-Trinkwasseranlagen ist laut Trinkwasserverordnung grundsätzlich verboten. Das gleiche gilt für die unmittelbare Verbindung von Trinkwasseranlagen verschiedener Wasserversorgungs-Systeme. Ausnahmen sind nur bei einer vertraglichen Vereinbarung mit dem jeweiligen Wasserversorgungs-Unternehmen möglich.

Verminderung des Wachstums von Legionellen:
Legionellen sind eine Gattung von Bakterien. Die Verminderung Ihres Wachstums fällt in den Bereich der Trinkwasserhygiene. Dabei geht es darum, der Entstehung und Verbreitung von Infektionskrankheiten entgegen zu wirken. In hohen Konzentrationen verursachen eingeatmete Legionellen eine bakterielle Infektion, die unter Umständen tödlich ist. Maßnahmen zur Bekämpfung dieser Bakterien sind in der Richtlinie des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfachs (DVGW) festgelegt.

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