Warmwasseraufbereitung

Warmwasseraufbereitung – Arten, Möglichkeiten und Kosten

In deutschen Haushalten ist fließendes und warmes Wasser eine Selbstverständlichkeit. Ob zum Waschen, Duschen oder Kochen. Durchschnittlich verbraucht eine Person in Deutschland so ca. 25-30 Liter Warmwasser am Tag. Allein für die Aufbereitung des Warmwassers werden 12-35 Prozent der Energie eines Haushaltes verbraucht. Wie also funktioniert eine effiziente und energiesparende Warmwasseraufbereitung?

1. Wie funktioniert die Warmwasseraufbereitung?

Bei Tipp zum Bau erfahren Sie wie die Warmwasseraufbereitung funktioniert.

Warmwasserspeicher stellen Ihnen zu jeder Tageszeit Warmwasser zur Verfügung.

Warmwasser aus der Leitung lässt sich in deutschen Haushalten nicht mehr wegdenken. Es handelt sich jedoch um eine ziemlich neue und moderne Errungenschaft. Bei der Aufbereitung von Warmwasser unterscheiden Sie zwischen zwei Varianten:

  • Zentrale Warmwasseraufbereitung.
  • Dezentrale Warmwasseraufbereitung.

Die Wahl der Technik entscheidet über Komfort und Kosten. Drei Faktoren bestimmen die richtige Art der Aufbereitung für Ihr Zuhause. Diese sind die Gebäudeart, die Installation und die Energieversorgung.

Die zentrale Warmwasseraufbereitung im Überblick

Bei der zentralen Warmwasseraufbereitung erfolgt die Erwärmung von kaltem Trinkwasser über Ihre Heizungsanlage. Ein Leitungsnetz versorgt dabei alle Entnahmestellen im Haus.

Die optimale Wärmedämmung an Leitungen und Speicher ist sehr wichtig. Denn an den Entnahmestellen und in den Leitungen findet sonst ein Wärmeverlust statt.

Ein Wärmeverlust bedeutet gleichzeitig einen Energieverlust. Um Energie zu sparen, ergibt es Sinn, die Temperatur an der Heizanlage niedrig einzustellen. So haben Sie mehr Möglichkeiten zur Regulierung. Dies ist besonders energiesparend. Die Geräte der dezentralen Warmwasseraufbereitung sind folgende:

  • Der zentrale Warmwasserspeicher.
  • Der zentrale Speicher inklusive Durchlaufprinzip.
  • Ihre Heizungsanlage als Energielieferant.

Die Zirkulationsleitung bei der Warmwasseraufbereitung zum Wärmeerhalt

Bei der zentralen Warmwasseraufbereitung dauert es mitunter, bis das Warmwasser fließt. Dies hängt mit dem Rohrleitungs-System zusammen. Das Wasser kühlt in den Rohren ab. So kommt zunächst kaltes Wasser aus der Leitung. Dieses Problem löst die Zirkulationsleitung.

  • Sie erhöht nicht nur den Wohnkomfort, sondern spart zusätzlich Wasser.
  • Die Zirkulationsleitung liegt parallel zur Warmwasserleitung und nah an der Entnahmestelle. Dabei wälzt Sie das Wasser durch den Kreislauf. So heizt es sich ständig im Wärmeerzeuger nach.
  • Eine Temperatur von 60°C ist hier Pflicht. Das ständig zirkulierende Wasser ist außerdem wichtig zur Abtötung von Legionellen.
  • Eine Zirkulationsleitung ist vorgeschrieben, wenn zwischen Warmwasserspeicher und Entnahmestelle mehr als drei Liter Wasser passen.

Die dezentrale Warmwasseraufbereitung im Überblick

Bei der dezentralen Warmwasserbereitung erfolgt die Erwärmung von kaltem Trinkwasser über verschiedene Systeme. Dazu zählen Durchlauferhitzer, Boiler oder auch Warmwasserspeicher. Diese befinden sich meist nah an der Entnahmestelle.

So verliert das Wasser keine Wärme auf dem Weg zur Entnahmestelle.

Die Durchlauferhitzer erwärmen das Wasser schnell. Allerdings kommt es öfter zu kleinen Verzögerungen. So dauert die Aufbereitung des Warmwassers hier etwas länger.

Die gleichzeitige Nutzung von Dusche und Spüle in der Küche ergibt mitunter ein Problem. So erwarten Sie unter der Dusche ab und zu kalte Überraschungen. Wenn Sie mehrere Entnahmestellen gleichzeitig in Anspruch nehmen, kommt nicht selten zu Temperaturschwankungen.

Bei der Wahl zwischen Durchlauferhitzer und Warmwasser-Speicher sind verschiedene Faktoren zu beachten. Dabei kommen bei der dezentralen Warmwasseraufbereitung folgende Geräte zum Einsatz:

  • Der Durchlauferhitzer.
  • Der Warmwasser-Speicher.
  • Oder auch der Warmwasser-Boiler.

Der Durchlauferhitzer bei der Warmwasseraufbereitung

Der Durchlauferhitzer ist platzsparender als ein Warmwasser-Speicher, da er kein Wasser speichert. Die Bildung von Keimen ist hier fast ausgeschlossen, da sich kein Wasser ansammelt. Weiterhin ist er kostengünstiger als ein Warmwasser-Speicher und einfacher zu installieren. Der Durchlauferhitzer erwärmt sich erst, sobald Sie den Wasserhahn aufdrehen. Durch die bedarfsorientierte Aufbereitung von Warmwasser ist er wesentlich energiesparender als ein Warmwasserspeicher.

Außerdem steht Ihnen warmes Wasser in unbegrenzter Menge zur Verfügung. Allerdings ist die Versorgung von mehreren Zapfstellen mit Warmwasser meist kompliziert. Es dauert also eine Weile, bis sich das Wasser erwärmt. Auffällig ist auch der Stromverbrauch der Durchlauferhitzer. Dieser erwärmt Ihr Wasser durch den Einsatz von Strom. Jedes mal, wenn Sie Wasser benötigen, steigen also Ihre Stromkosten an. Dabei unterscheiden Sie zwischen verschiedenen Varianten des Durchlauferhitzers:

  • Der hydraulische Durchlauferhitzer arbeitet mit Hilfe des Wasserdrucks.
  • Strom sorgt beim elektrischen Durchlauferhitzer für die Erwärmung des Wassers.

Der Warmwasser-Speicher bei der Warmwasseraufbereitung

Der Warmwasser-Speicher ist zwar in der Anschaffung teurer. Auf lange Sicht allerdings günstiger als der Durchlauferhitzer. Er lässt sich an Ihr vorhandenes Heizungssystem anschließen. Dadurch ist er deutlich energiesparender und umweltfreundlicher. Durch die Nähe zu einem Heizkessel vermeiden Sie Abstrahlverluste.

Ein weiterer Vorteil ist, dass mehrere Zapfstellen gleichzeitig warmes Wasser bereitstellen. Voraussetzung ist, dass der Speicher genug Warmwasser enthält. Der Warmwasser-Speicher lässt sich optimal an Ihre Bedürfnisse anpassen. So sparen Sie ebenfalls Energie. Der Platzbedarf ist allerdings höher als beim Durchlauferhitzer. Die Erhitzung des Warmwassers vermeidet die Keimbildung. Dazu erhitzt Ihr Heizsystem dieses auf über 60°C.

Die Größe des Wasserspeichers ist an die Anzahl der Personen in Ihrem Haushalt angepasst. Bei einer Sanierung Ihres Altbaus eignet sich die Installation eines Durchlauferhitzers. Die Energieeinsparverordnung (EnEV) schränkt die Nutzung der Durchlauferhitzer in Ihrem Neubau erheblich ein. Außerdem haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Varianten des Warmwasserspeichers:

  • Der Pufferspeicher sorgt für eine Zwischenspeicherung des bereits erwärmten Wassers.
  • Die gleichzeitige Erwärmung von Heiz- sowie Trinkwasser erfolgt im Kombispeicher.
  • Die Vermischung von kaltem und warmem Wasser im Tank verhindert der Schichtenspeicher.

Ein Warmwasser-Speicher eignet sich besonders für Ihr Einfamilienhaus. Denn dort besteht ein hoher Wasserbedarf. Der Warmwasser-Speicher versorgt alle Personen im Haus gleichzeitig mit warmem Wasser.

2. Arten der Warmwasseraufbereitung

Ihre Warmwasseraufbereitung lässt sich auf vile unterschiedliche Arten umsetzen. Bei Tipp zum Bau finden Sie alle Arten im Überblick.

Solarstrom bietet Ihnen die Möglichkeit Ihre Warmwasseraufbereitung nachaltig zu gestalten.

Die zentrale Warmwasseraufbereitung erfolgt mit der Wärme einer Heizungsanlage. Als Energieträger bieten sich Öl, Gas oder eine Holzheizanlage an. Bei der dezentralen Aufbereitung verwenden Sie Durchlauferhitzer, Warmwasser-Speicher und Warmwasser-Boiler. Als Energieträger dienen Gas und Elektrizität. Benötigen Sie große Wassermengen, bieten sich Elektro- oder Gas-Boiler an. Sie sind in diesem Fall kostengünstiger als Durchlauferhitzer. Folgende Energieträger bieten sich zur Warmwasseraufbereitung an:

  • Die Verbrennung im Heizkessel.
  • Strom.
  • Fernwärme.
  • Wärmepumpe.
  • Solarstrom.

Warmwasseraufbereitung durch Verbrennung im Heizkessel

Die Verbrennung im Heizkessel gilt heute als die gängigste Form der Warmwasseraufbereitung. Warmes Wasser entsteht durch die Verbrennung von Gas oder Feststoffen.

Warmwasseraufbereitung mit Strom

Ein mit Strom betriebener Wasserspeicher stellt Warmwasser an mehreren Entnahmestellen gleichzeitig zur Verfügung. Meist erhitzt sich das Wasser in Kombination mit einer Elektrozentralheizung. Die häufigste Variante der dezentralen Wasserspeicher, ist der Elektroboiler.

Ein elektrischer Durchlauferhitzer erzeugt Warmwasser je nach Bedarf. Bei strombetriebenen Geräten zur Warmwasseraufbereitung lässt sich einfach auf erneuerbare Energien zurückgreifen. So gestalten Sie die Aufbereitung Ihres warmen Wassers nachhaltig.

Warmwasseraufbereitung mit Fernwärme

Über ein Rohrleitungssystem gelangt das warme Wasser in Ihren Haushalt. Es entsteht in einem Kraftwerk, durch eine Kraft-Wärme-Kopplung. Dabei handelt es sich um ein Nebenprodukt in der Stromgewinnung. Mit Fernwärme lässt sich Ihre Heizungsanlage betreiben und auch Warmwasser produzieren.

Warmwasseraufbereitung mit einer Wärmepumpe

Wie Sie eine Wärmepumpe zur Warmwasseraufbereitung nutzen, erklärt Ihnen Tipp zum Bau.

Eine Wärmepumpe ist eine umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Stromquellen für Ihre Warmwasseraufbereitung.

Bei Wärmepumpen handelt es sich um Heizungen. Diese nutzen die in der Umwelt gespeicherte Energie. Je nach Gebiet ist das die Luft, das Erdreich oder das Grundwasser. Sie dient als Energiequelle für Heizungsanlagen. Eine Warmwasser-Wärmepumpe dient ausschließlich der Erwärmung von Trinkwasser.

Warmwasseraufbereitung mit Solarthermie

Warmwasserspeicher lassen sich mit einer Photovoltaikanlage kombinieren. Das Brauchwasser erhitzt sich durch die Sonneneinstrahlung und gelangt dann in den Warmwasserspeicher. Die Aufbereitung Ihres Warmwassers gestaltet sich so sehr energie- und kostensparend.

Auch Ihre Photovoltaik- und Heizungsanlage lassen sich kombinieren. Sie machen sich Sorgen über die Warmwasser-Versorgung bei Nacht? Oder um die Versorgung bei schlechtem Wetter? Kein Problem. Diese Leerlaufphasen lassen sich durch Netzstrom und andere Stromarten ausgleichen.

3. Aktuelle Trends der Warmwasseraufbereitung

Das Thema Nachhaltigkeit im Sinne des Klimawandels rückt immer mehr in den Fokus. Klar ist, die Warmwasseraufbereitung schluckt viel Energie. Wie also lässt sich die Aufbereitung von Warmwasser nachhaltig gestalten? Zur Übersicht:

  • Der Warmwasser-Bedarf pro Person liegt in Deutschland bei 1.000-3.000 Kilowatt pro Jahr.
  • Die Warmwasseraufbereitung hat einen Anteil von 10-15 Prozent an Ihren jährlichen Heizkosten.

Sowohl die zentrale-, als auch die dezentrale Warmwasseraufbereitung lassen sich nachhaltig gestalten. Das Positive ist, dass der Wasserverbrauch bei beiden Systemen gleich bleibt. Mit einigen Tipps steht Ihrer effizienten Aufbereitung von warmem Wasser nichts mehr im Wege.

Konzept zentrale Warmwasseraufbereitung

Eine nachhaltige Form der Aufbereitung von Warmwasser bei der zentralen Variante ist Sonnenenergie. Ihr Warmwasser-Speicher schließen Sie dazu an Ihre häusliche Solaranlage an. Ergänzend zur Sonnenenergie erzeugen Sie die fehlende Energie durch Ihre Heizung. Dazu eignen sich effiziente Gas-Brennwert Geräte oder Wärmepumpen.

Konzept dezentrale Warmwasseraufbereitung

Hier bietet sich ebenfalls die Wärmepumpe als Energielieferant an. Die Pumpe und der Durchlauferhitzer arbeiten mit Strom. Der Bedarf lässt sich einfach mit erneuerbaren Energien decken. Die dezentrale Warmwasseraufbereitung bezieht nur im Bedarfsfall Strom. Das bedeutet: Sparen Sie Wasser, so sparen Sie gleichzeitig Strom. Weiterhin steht die dezentrale Warmwasserversorgung aufgrund ihrer kurzen Wege im Fokus:

  • Die Geräte befinden sich dort, wo Sie diese nutzen. Somit ist die Versorgung sehr Verbraucher nah.
  • Kurze Wege und Leitungen sorgen für weniger Wärmeverlust. Dies spart Energie und schützt die Umwelt.
  • Die dezentrale Warmwasseraufbereitung spart Wasser, indem weniger kaltes Wasser abläuft, bis Warmwasser ankommt.
  • Die elektronischen Geräte der dezentralen Aufbereitung sind besonders kostengünstig.
  • Die Installation ist verhältnismäßig einfach. Auch beim Ersatz von Altgeräten. Dadurch sparen Sie viel Zeit.
  • In Mehrfamilienhäusern zahlen Sie nur das, was Sie auch wirklich verbrauchen. Dies macht die Abrechnung sehr genau.

4. Die Umweltbilanz Ihrer Warmwasseraufbereitung

Warmwasser ist im ersten Moment teuer und verbraucht große Mengen an CO2. Mit einigen Maßnahmen lassen sich gezielt Kosten einsparen und die Umwelt schonen:

  • Um Ihren Wasserverbrauch zu reduzieren, greifen Sie auf wassersparende Armaturen zurück. Beachten Sie, dass warmes Wasser nicht zu lange läuft.
  • Mit der Zeit-Steuerungsoption schaltet sich die Pumpe der Zirkulationsleitung für einige Stunden ab. Dadurch sparen Sie Strom über Nacht oder bei Abwesenheit außer Haus.
  • Auch Solarenergie lässt sich kostensparend und umweltfreundlich einsetzen. Nutzen Sie Solarenergie, um Ihre Warmwasseraufbereitung so nachhaltig wie möglich zu gestalten.

5. Legionellen bei der Warmwasseraufbereitung

Bei Tipp zum Bau erfahren Sie, wie Sie Legionellen bei Ihrer Warmwasseraufbereitung effektiv vermeiden.

Legionellen sind gesundheitsschädlich und bilden sich in lauwarmem Wasser bei der Warmwasseraufbereitung.

Eine energiesparende Aufbereitung Ihres Warmwassers erhöht die Gefahr von Legionellen. Diese bilden sich bei zu niedrigen Temperaturen. Deshalb ist eine Temperatur von über 60°C unbedingt nötig. Legionellen fühlen sich bei Temperaturen von 25-55°C besonders wohl. Dabei vermehren sie sich am schnellsten in stehendem Wasser.

Das Wasser aus dem Leitungsnetz der Wasser-Versorgungsunternehmen beträgt 20°C. Dies verhindert die Vermehrung von Legionellen wirksam. Sie als Hauseigentümer und Verbraucher tragen Sorge für die weitere Qualität Ihres Warmwassers. Beachten Sie dazu folgende Maßnahmen:

  • Die Austrittstemperatur aus dem Warmwasserspeicher beträgt 60°C. In Einfamilienhäusern ist eine Temperatur von 50°C erlaubt. Dies ist auf den hohen Warmwasserverbrauch und Austausch zurückzuführen.
  • Eine Legionellenschaltung in Ihrem Warmwasser-Speicher sorgt für zusätzlichen Schutz. In kurzen Zeitabständen erhitzt sich das Wasser auf über 70°C. Die tötet Legionellen effektiv ab.
  • Eine Zirkulationsleitung hält das Wasser in Bewegung. So vermehre sich Legionellen nicht weiter. Bei der Zirkulation ist ein Temperaturabfall von maximal 5°C zulässig.
  • Durch benachbarte Heizungsrohre ist die Erwärmung von Kaltwasser nicht ausgeschlossen.
  • Die dezentrale Durchlauferhitzung eignet sich optimal zur Bekämpfung von Legionellen. Das Wasser erhitzt sich unmittelbar vor der Entnahme.

6. Kosten Ihrer Warmwasseraufbereitung

Wenn es um die Aufbereitung Ihres Warmwassers geht, bieten sich zahlreiche Möglichkeiten an. Genauso individuell, wie die Varianten, sind auch ihre Preisspannen. Dabei unterscheiden sich die verschiedenen Geräte der Zentralen oder dezentralen Warmwasseraufbereitung voneinander.

Kosten zentrale Warmwasseraufbereitung:

  • Warmwasserspeicher: 1.000-1.500 Euro
  • Kombispeicher: 2.000-3.000 Euro
  • Hygienespeicher: 1.200-3.000 Euro

Kosten dezentrale Warmwasseraufbereitung:

  • E-Durchlauferhitzer: 400-600 Euro
  • Elektrischer Boiler: 400-600 Euro
  • Gas Durchlauferhitzer: 500-700 Euro
  • Gas Boiler: 500-700 Euro

Zusätzliche Geräte der Warmwasseraufbereitung: 

  • Solarthermie: 4.500 Euro
  • Brauchwasserpumpe: 3000-5000 Euro
  • Wärmepumpe: 15.000€

7. Fördermöglichkeiten Ihrer Warmwasseraufbereitung

Mehr zum Thema Fördermöglichkeiten für Ihre Warmwasseraufbereitung finden Sie bei Tipp zum Bau.

Für die Warmwasseraufbereitung mit Solarenergie oder einem Durchlauferhitzer erhalten Sie Fördergelder.

Im Rahmen der Installation Ihrer Warmwasseraufbereitung, stehen Ihnen verschiedene Kredite und Fördergelder zur Wahl. Diese erhalten Sie, wenn Sie die Aufbereitung Ihres warmen Wassers besonders nachhaltig gestalten. Anlaufstellen dazu sind:

  • Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).
  • Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).
  • Die Gesellschaft für Energiedienstleistungen (GED).

Streben Sie die Aufbereitung mit Hilfe von Sonnenenergie an, so erhalten Sie Fördergelder. Eine Anlaufstelle ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Den Antrag dazu stellen Sie innerhalb von neun Monaten nach der Inbetriebnahme Ihrer Solarheizung.

Eine weitere Bedingung ist, dass Sie ihre Heizung bereits mindestens zwei Jahre lang besitzen. Diese deckt den Wärmebedarf Ihres Gebäudes. Für die Warmwasseraufbereitung mit Solarenergie erhalten Sie von der BAFA eine Basisförderung von 500 Euro.

Beträgt die Anlagengröße 11-40 Quadratmeter, so erhalten Sie 50 Euro pro qm Kollektorfläche. Die Mindestgröße zur Förderung beträgt 3 Quadratmeter. Für die Anlage ist ein Pufferspeicher von mindestens 200 Litern ist ebenfalls notwendig.

Die KfW bietet eine Solarthermie Förderung im Rahmes des Projektes „Energieeffizient Sanieren“ an. Beantragen Sie den Erweiterungs-Kredit der KfW vor der Sanierung. Sie erhalten 50.000 Euro pro Wohnhaus für erneuerbare Energien.

Dabei lässt sich der Kredit mit den Fördergeldern der BAFA kombinieren. Die Gesamtkosten sind dabei nicht zu überschreiten. Allgemein gilt Zinssatz von 2,2 Prozent über 10 Jahre, wobei die ersten zwei Jahre tilgungsfrei sind.

Ein weiterer Kredit der KfW zum „Energieeffizienten Sanieren“ unterstützt die Installation von Solarheizungen. Der Kredit berücksichtigt ebenfalls bessere Dämmungen. Stellen Sie den Antrag vor dem Kauf oder der Sanierung Ihres Hauses. So erhalten sie einen entsprechenden Kredit. Dieser liegt in Höhe von 50.000 -100.000 Euro.

Das Programm „Energieeffizientes Bauen“ unterstützt die Installation einer Solarthermieanlage bei Ihrem Neubau. Bauen Sie Ihr Haus nach dem „Kfw-Effizienzhausstandard“ so erhalten Sie bis zu 100.000 Euro.

Eine Förderung für Ihren Durchlauferhitzer erhalten Sie vom BMWi durch die Gesellschaft für Energiedienstleistungen (GED). Der Austausch mit elektrischen Durchlauferhitzern erhält hier Unterstützung. Beantragen Sie diese Gelder noch vor der Installation. Die Förderung gilt dabei nur für strombetriebene Durchlauferhitzer.

8. Vorteile und Nachteile der Warmwasseraufbereitung

Vorteile zentrale Warmwasseraufbereitung

  • Mehrere Zapfstellen erhalten eine gleichzeitige Versorgung.
  • Die Wärmeenergie der Heizung wärmt auch das Wasser auf.
  • Keine weiteren Geräte, wie Boiler oder Speicher sind von Nöten.
  • Durch erneuerbare Energie fallen niedrige Kosten und ein geringer CO2 Ausstoß an.
  • Auf lange Sicht ist die zentrale Versorgung günstiger als die dezentrale Versorgung.

Nachteile zentrale Warmwasseraufbereitung

  • Durch lange Wege durch die Leitungen entsteht ein hoher Wärmeverlust.
  • Es bilden sich im Speicher schneller Keime, wie Legionellen.
  • Der Warmwasser-Speicher nimmt viel Platz in Anspruch.
  • In der Anschaffung teurer als die dezentrale Aufbereitung.

Vorteile dezentrale Warmwasseraufbereitung

  • Die bedarfsorientierte Aufbereitung spart Energie und Wärme.
  • Durch die Nähe zur Entnahmestelle entstehen keine Wärmeverluste.
  • Die Geräte sparen Kosten bei der Anschaffung.

Nachteile dezentrale Warmwasseraufbereitung

  • Bei größeren Mengen Warmwasser ist der Energieverbrauch sehr hoch. Somit steigen die Energiekosten.

9. Die Warmwasseraufbereitung im Überblick

Wie lässt sich die Warmwasserbereitung effizient und günstig gestalten? Auf diese Frage gibt es viele Antworten. Bei der Entscheidung zwischen zentraler oder dezentraler Versorgung kommen zunächst die Kosten der Installation ins Spiel.

Die zentrale Warmwasseraufbereitung ist zunächst in der Anschaffung teurer. Sie ist allerdings optimal mit Ihrer bestehenden Heizanlage zu kombinieren.

Die Geräte der dezentralen Versorgung sind in der Anschaffung günstiger.

Eine weitere wichtige Rolle spielen die laufenden Kosten. In diesem Fall ist die zentrale Versorgung die günstigere Variante. Die Produktion des warmen Wassers passt genau zu Ihren individuellen Bedürfnissen. Durch die Kombination mit Ihrer Heizanlage lassen sich zusätzliche Energiekosten einsparen. Gleichzeitig lässt sich der Warmwasserspeicher regulieren und zeitweise ausschalten. Dies spart weitere Energie und Kosten.

Durch die dezentrale Versorgung entstehen deutlich höhere Energiekosten. Allerdings bezieht sie die Energie nur im Bedarfsfall. Größere Mengen Warmwasser verbrauchen bei der dezentralen Warmwasseraufbereitung jedoch viel Energie.

Nicht nur die Kosten spielen eine wichtige Rolle. Das Handeln im Sinne der Nachhaltigkeit ist heutzutage auch bei Ihrer Warmwasseraufbereitung besonders wichtig. Nachhaltige Möglichkeiten für die Aufbereitung von Warmwasser gibt es für beide Varianten. Sowohl für die zentrale als auch für die dezentrale Variante.

Dabei kommt beispielsweise Solarstrom als Energieträger in Frage. Dazu eignen sich alle elektrisch betriebenen Geräte der Warmwasseraufbereitung. Für Ihre Solarthermieanlage bieten sich außerdem zahlreiche Möglichkeiten zur Förderung. Beispielsweise die Programme der BAFA oder der KfW. Auch die Nutzung von Durchlauferhitzern erhält eine Förderung.

Weiterhin dient eine Wärmepumpe als eine umweltfreundliche Energiequelle.

Mit einer Zirkulationsleitung sparen Sie Wasser, erhöhen Ihren Komfort und wirken Legionellen entgegen. Auch wassersparende Armaturen schränken Ihren Wasserverbrauch sinnvoll ein.

Die Bekämpfung von Legionellen ist wichtig für Ihre Gesundheit. Die richtige Temperatur des Warmwassers, Zirkulation und zeitweises Erhitzen beugen Legionellen vor. Mit diesen Tipps lässt sich Ihre Warmwasseraufbereitung kostengünstig, effizient und nachhaltig gestalten.

10. Laufende Kosten Ihrer Warmwasseraufbereitung

Bei Tipp zum Bau erfahren Sie, wie Sie die Kosten für Ihre Warmwasseraufbereitung berechnen.

Die laufenden Kosten Ihrer Warmwasseraufbereitung lassen sich berechnen.

Klar ist, dass Ihre Warmwasseraufbereitung nicht umsonst ist. Um Einsparungspotentiale zu finden, ist es wichtig, dass sie Ihre Warmwasserkosten kennen. Ausschlaggebend für die Kosten sind die Art des Wärmeerzeugers und natürlich Ihr persönlicher Wasserverbrauch.

Mieter sind hier klar im Vorteil. Sie erhalten eine Abrechnung der Warmwasserkosten. Sind Sie Hauseigentümer, so liegt die Aufgabe des Berechnens der Wasserkosten bei Ihnen.

So berechnen Sie Ihre Warmwasser-Kosten bei der Warmwasseraufbereitung

Sie berechnen Ihre Warmwasser-Kosten in zwei Schritten. Im ersten Schritt berechnen Sie den Energieverbrauch Ihres Warmwassers. Im zweiten Schritt berechnen Sie Ihre Warmwasser-Kosten.

  • Energieverbrauch für Ihr Warmwasser in Kilowattstunde (kWh) = Warmwasserverbrauch in Kubikmeter (m^3) mal (Warmwasser-Temperatur (K) – Kaltwasser-Temperatur (K)) mal 2,5
  • Warmwasser-Kosten in Euro = Energieverbrauch für Warmwasser in Kilowattstunde (kWh) mal Brennstoff-Preis in Euro pro Kilowattstunde (€/kWh)

Alternativ besteht die Möglichkeit den Brennstoffverbrauch mit den entsprechenden Brennstoffkosten zu multiplizieren. Für Brennstoffverbrauch dividieren Sie den Energieverbrauch des Warmwassers durch den Heizwert des Energieträgers.

Brennstoffverbrauch in Kilogramm (kg) = Energieverbrauch für Warmwasser in Kilowattstunde (kWh) geteilt durch Heizwert des Brennstoffs in Kilowattstunde pro Kilogramm (kWh/kg)

11. Kostenschätzung Ihrer Warmwasseraufbereitung

Neben der genauen Berechnung der Kosten haben Sie die Möglichkeit Ihre Kosten einzuschätzen. Somit schaffen Sie sich im Voraus einen Überblick über anfallende Kosten. Das erspart Ihnen mitunter die Installation eines Warmwasserzählers. Diese Gleichung hilft Ihnen bei der Einschätzung Ihrer Warmwasser-Kosten:

  • Energieverbrauch für Warmwasser in Kilowattstunde (kWh) = 32 mal die Wohnfläche in Quadratmetern (m^2)

Um die Kosten zu ermitteln, multiplizieren Sie das Ergebnis mit dem aktuellen Brennstoffpreis. Haben Sie eine Erdgasheizung mit Brennwertkessel, so multiplizieren Sie das Ergebnis mit 1,1. Natürlich handelt es sich bei dieser Formel nur um eine Schätzung. Wie hoch Ihr Warmwasserverbrauch ist, entscheiden zahlreiche Faktoren. Wie zum Beispiel Ihr persönlicher Wasserbedarf beim Duschen oder Baden.

12. Einsparpotential bei Ihrer Warmwasseraufbereitung

Bei Tipp zum Bau erfahren Sie, wie Sie den Verbrauch Ihres warmen Wassers reduzieren.

Mit wassersparenden Badamarturen sparen Sie einige Kosten bei der Aufbereitung Ihres warmen Wassers.

Um die monatlichen Energiekosten zu senken, beginnen Sie bei der Aufbereiutng Ihres warmen Wassers. Die Methoden dabei sind simpel. Wie zum Beispiel einfach bewusst Warmwasser zu sparen. Schon eine Minute weniger unter der heißen Dusche, macht den Unterschied.

  • Eine weitere Möglichkeit bietet die Temperatur-Regulierung an Durchlauferhitzern und Warmwasserspeichern. Durch die leichte Senkung der Temperatur sparen Sie ebenfalls einige Euros im Jahr.
  • Auch spezielle Armaturen regeln in der Dusche oder am Waschbecken Ihren Warmwasserverbrauch. Durch diese Armaturen befindet sich mehr Luft im Wasserstrahl. So sinkt Ihr Verbrauch von warmem Wasser erheblich.
  • Klar ist, ganz ohne Energie und die dazugehörigen Kosten kommen Sie nicht aus. Greifen Sie also auf Solarstrom oder eine Wärmepumpe zurück. Diese Alternativen sind besonders umweltfreundlich. Da lohnt es sich auch höhere Kosten in Kauf zu nehmen.

13. Warmwasserzähler für Ihre Warmwasseraufbereitung

Warmwasserzähler kommen vor allem in Mehrfamilienhäusern zum Einsatz. Hier erleichtern Sie die Kostenabrechnung enorm. Die Messinstrumente messen den Wasserstrom in Ihrem Rohrsystem. Sie bestehen aus zwei Einheiten. Eine Mess- und eine Anzeigeeinheit. Die Anzeige berechnet dabei den absoluten Verbrauch. Die Zählung erfolgt ab dem Zeitpunkt der Installation.

Um die Genauigkeit zu erhöhen, kommen Warmwasserzähler nur bei bestimmten Temperaturen zum Einsatz. Ab ca. 40°C und mehr, messen sie richtig. Für eine genaue Messung ist auch die Größe der Wasseruhr ausschlaggebend. Ist diese zu groß, so erfasst sie kleine Wassermengen häufig nicht. Ein Installateur bestimmt Ihre zu erwartende Warmwassermenge und den damit verbundenen Durchfluss. So berechnet er die Größe der Wasseruhr.

Um sicherzugehen, dass die angezeigten Werte richtig sind, erfolgt eine regelmäßige Überprüfung. Die Zeiträume dazu sind in der Mess- und Eichverordnung festgelegt. Bei Warmwasserzählern beträgt dieser Zeitraum fünf Jahre.

14. Was ist bei der Planung Ihrer Warmwasseraufbereitung zu beachten?

Tipp zum Bau erklärt Ihnen alles Wissenswerte zur Planung Ihrer Warmwasseraufbereitung.

Mit der richtigen Planung nutzen Sie die Potenziale Ihrer Warmwasseraufbereitung optimal aus.

Nicht nur Komfort und Kosten spielen bei der Planung Ihrer Warmwasseraufbereitung eine wichtige Rolle. Auch einwandfreie hygienische Bedingungen gehören dazu. Die ständige Zirkulation und eine Temperatur von mindestens 55°C sind ausschlaggebend für die Hygiene.

Denken Sie über die Sanierung Ihrer Warmwasseraufbereitungs-Anlage nach? Dann kommt für Sie eventuell der Ersatz von Warmwasserspeichern durch eine Wärmepumpe in Frage. Dabei ist es wichtig, dass es sich um eine Pumpe speziell zur Warmwasseraufbereitung handelt. Diese besitzen entsprechend hohe Vorlauftemperaturen. Die Wärmepumpe greift auf die vorgewärmte Raumluft als Energiequelle zurück. Tut sie dies nicht, so sind die Stromkosten hoch. In diesem Fall lohnt sich eine Wärmepumpe also nicht.

Eine ebenso nachhaltige Alternative bietet Ihnen eine Solaranlage zur Warmwasseraufbereitung. Haben Sie entsprechende Kenntnisse, so besteht die Möglichkeit, dass Sie die Paneele selbst verlegen. Wir empfehlen Ihnen die Unterstützung durch entsprechendes Fachpersonal.

15. Wartung und Reinigung Ihres Warmwasserspeichers bei der Warmwasseraufbereitung

Warmwasserspeicher stellen Ihnen jederzeit Warmwasser zur Verfügung. Damit dies gewährleistet bleibt, ist die regelmäßige Wartung wichtig. Kalkablagerungen und Verschleiß bekommen so keine Chance. Auch in Bezug auf die Bildung von Legionellen, ist die Wartung wichtig.

Die Sichtprüfung der Warmwasserspeicher erfolgt jährlich. Dabei erkennen Sie mögliche Wartungsmaßnahmen. Auch die regelmäßige Reinigung ist von Nöten. Kalkablagerungen sind ein normaler Prozess und kaum zu vermeiden. Allerdings beeinflussen sie die Effizienz und Funktion des Warmwasserspeichers. Der Reinigungs-Zeitraum definiert sich je nach Region. Dabei spielt die Wasserhärte eine entschiedene Rolle. Die Entkalkung erfolgt alle drei bis fünf Jahre.

16. Wartung und Reinigung Ihres Durchlauferhitzers bei der Warmwasseraufbereitung

Bei Tipp zum Bau erfahren Sie, wie die Wartung und Reinigung von Durchlauferhitzern funktioniert.

Die Reinigung Ihres Durchlauferhitzers ist besonders wichtig, da dieser die Qualität des Trinkwassers bestimmt.

Durchlauferhitzer erwärmen Wasser mithilfe von Strom. Häufig lagert sich dadurch Kalk am Wärmeübertrager ab. Dies führt zu einer verminderten Funktions-Fähigkeit des Durchlauferhitzers. Die Heizleistung verschlechtert sich somit deutlich.

Mit einer Entkalkung sparen Sie Heizkosten und erhalten angenehm warmes Wasser. Der Zeitpunkt zur Entkalkung hängt von der Härte des Wassers ab. Je nach Wasserhärte der Region, erfolgt die Reinigung nach ein bis zwei Jahren. Bei besonders hartem Wasser sogar schon nach sechs Monaten. Es empfiehlt sich die Reinigung von entsprechendem Fachpersonal durchführen zu lassen. Diese Aufgabe nehmen meist Heizungsbauer in die Hand.

17. Die Entwicklung der Warmwasseraufbereitung

Für Sie ist fließendes Warmwasser eine Selbstverständlichkeit. Doch noch zur Mitte des letzten Jahrhunderts, sah das ganz anders aus. Warmwasser wurde mit Hilfe eines Wasserschiffs gewonnen. Dieses Wasserschiff befand sich integriert im Ofen oder Herd. Die Hitze des Ofenfeuers erwärmte somit das im Wasserschiff enthaltene Wasser.

Für den täglichen Gebrauch mischten die Menschen das heiße Wasser mit kaltem Wasser. Ein mühseliger und aufwendiger Prozess.Früher galt dies noch als eine sehr praktische Lösung. Heute ist diese Variante gar nicht vorstellbar. Aufgrund von Sicherheitsmängeln, war diese Art der Warmwasseraufbereitung jedoch schnell verboten. Ein erster Fortschritt in dieser Entwicklung waren Durchlauferhitzer. Damals mit Stadtgas oder mit Elektrizität betrieben.

18. Warmwasseraufbereitung abstellen

Tipp zum Bau erklärt Ihnen, wozu die Abstellung Ihrer Warmwasseraufbereitung dient.

Die Abstellung Ihrer Warmwasseraufbereitung spart Energie.

Wenn Sie beispielsweise eine neue Spüle einbauen lassen, ist es sinnvoll das Warmwasser abzustellen. Auch bei längerer Abwesenheit ergibt es Sinn über eine Abschaltung nachzudenken. Die Abschaltung erfolgt dabei zentral oder dezentral:

  • Am Hauswasseranschluss (zentral).
  • An Ventilen im betroffenen Raum (dezentral).
  • An Warmwasserbereitern (dezentral).

Beachten Sie, dass bei der zentralen Warmwasser Abschaltung im gesamten Haus kein Wasser mehr fließt. Dies ist wichtig zu wissen, wenn Sie nur an einzelnen Entnahmestellen Arbeiten durchführen. Mieter haben in Mehrfamilienhäusern häufig keinen Zugang zum Hauswasseranschluss.

Raumventile der dezentralen Warmwasserbereitung finden Sie häufig in Wasch- oder Küchenräumen. Sie finden diese häufig im unteren Bereich der Wand. Warmwasser- sowie Kaltwasserleitung haben einen in rot und blau gekennzeichneten Drehknopf. Dezentrale Warmwasserbereiter stellen Sie direkt an der Entnahmestelle ab. Das bedeutet zum Beispiel unter dem Waschbecken. Praktisch ist, dass Ihnen im Rest des Hauses weiterhin Wasser zur Verfügung steht.

19. Warmwasseraufbereitung anmelden

Sämtliche Versorgungsquellen im Haus sind beim Bürgeramt angemeldet. Dazu gehören Strom und Wasser, aber auch Dinge wie Telefon- und Internetanschluss. Die Warmwasseraufbereitung gehört in der Regel nicht dazu. Denn sie bezieht die Energie von bereits gemeldeten Energieträgern in Ihrem Haus. Lediglich das kalte Wasser, welche Sie beziehen, ist meldepflichtig. Die Zentralheizung Ihres Hauses, sowie der Strom für Warmwasserspeicher oder Durchlauferhitzer sind ebenfalls meldepflichtig. Heizmittel für Ihre Heizung, wie Heizöl oder Pellets gehören zu separaten Anschaffungen. Diese Mittel besorgen Sie sich als Haus oder Wohnungseigentümer selbstständig. Je nach Bedarf. Die Anmeldung von Warmwasser ist also nicht nötig. Für Sie als Verbraucher ist dies sehr angenehm.

20. Die Solltemperatur für Ihre Warmwasseraufbereitung

Bei Tipp zum Bau erfahren Sie alles rund um die Solltemparatur bei Ihrer Warmwasseraufbereitung.

Die richtige Temperatur bei Ihrer Warmwasseraufbereitung ist wichtig, um Legionellen entgegen zu wirken.

Wie warm Ihr Wasser eingestellt ist, hat nicht nur mit persönlichem Komfort zu tun. Die Temperatur spielt in der Warmwasseraufbereitung im Hinblick auf verschiedene Faktoren eine wichtige Rolle:

  • Schutz vor Legionellen.
  • Technik der Warmwasseraufbereitung.
  • Ihr persönliches Wärmeempfinden.

Legionellen fühlen sich besonders bei Temperaturen zwischen 25-45°C wohl. Sie verursachen im schlimmsten Fall gefährliche Lungenkrankheiten. Ab einer Temperatur von 55°C vermehren sich die Legionellen nicht mehr. Eine Mindesttemperatur von 60°C ist daher vorgeschrieben.

Die Technik der Warmwasseraufbereitung ist ein wichtiger Entscheidungsfaktor, ob es einer Solltemperatur bedarf. Steht das Wasser, so verbreiten sich Legionellen schneller. Bei zirkulierendem Wasser ist dies nicht der Fall. Durchlauferhitzer erwärmen das Wasser kurz vor der Entnahme und töten so Legionellen ab. Hier bedarf es also keiner konstanten Solltemperatur von über 60°C.

21. Vorlaufzeit bei Ihrer Warmwasseraufbereitung

Das Warten auf warmes Wasser bei Ihrer morgendlichen Dusche ist lästig. Am schnellsten geht es bei der dezentralen Aufbereitung. Es hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie schnell warmes Wasser fließt:

  • Breite und Länge der Rohrleitungen.
  • Dämmung der Rohrleitungen.
  • Wärme-Speicherfähigkeit der Rohrleitungen.
  • Niedriger Wasserdruck.

Dauert es also lange bis warmes Wasser fließt, so lassen sie diese Faktoren überprüfen. Wie lange die Warmwasser-Vorlaufzeit tatsächlich dauert, hat besonders für Mieter Vorteile. Bei langer Vorlaufzeit sind Mietpreis-Minderungen von bis zu fünf Prozent möglich. Diesen Sachverhalt behandelt die DIN 1988-200. Bei voll aufgedrehtem Hahn ist nach 30 Sekunden eine Temperatur von 55°C zu erreichen. Für den Zeitraum von 15 Sekunden ist eine Temperatur von 40°C vorgeschrieben.

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