Türklinken

Die Türklinke – Mehr als ein einfacher Griff

Türklinken haben Sie ständig in der Hand. Sie öffnen und schließen die Türen zu Ihrem Haus. Eine Türklinke bestimmt den ersten Eindruck zu Ihrem Haus. Es lohnt sich also, sich näher mit Türgriffen beschäftigen.

1. Daraus besteht die Türklinke – die einzelnen Bestandteile

Türklinken gibt es in etlichen Formen und Designs. Trotzdem folgen Türklinken in der Regel dem selben Aufbau. Die Türklinke besteht aus folgenden Bauteilen:

  • Drücker oder Griff.
  • Dornstift oder Drückerdorn.
  • Türschild.

Der Drücker oder Griff

Bei Türgriffen und Türklinken gibt es viele Modellvarianten. Tipp zum Bau hilft Ihnen dabei, die passende zu finden.

Der Türdrücker und das Türschild sind die sichtbaren Bestandteile der Türklinke.

Der Drücker oder Griff ist das, was Sie im allgemeinen als Türklinke verstehen. Er ist das Herzstück der Türklinke. Ohne ihn lässt sich eine Tür nicht öffnen. Türklinken verbauen Sie meistens als Paar, ein identischer Türgriff für jede Türseite. Bei Außen- und Haustüren kommen oft auch zwei verschiedene Türgriffe vor.

Türklinken werden entweder als Stangengriff oder Knauf verbaut. Stangengriffe sind in Deutschland weiter verbreitet. Knäufe finden Sie öfter in Ländern wie Frankreich und Großbritannien.

Der Drückerdorn oder Dornstift

Der Drückerdorn verbindet die beiden Seiten der Türklinke durch das Türblatt hindurch. Meistens ist der Dorn ein quadratischer Stift, der fest mit einem der Türgriffe fest verbunden ist. Mit Sicherungsstiften oder Schrauben fixieren Sie die andere Seite des Türgriffes am Drückerdorn.

Der Drückerdorn verbindet die Türklinke auch mit dem Schließmechanismus. Somit überträgt er die Drehbewegung der Türklinke auf den Schließmechanismus und die Tür öffnet sich.

Das Türschild

Den Abschluss der Türklinke bildet das Türschild. Türschilder sind Abdeckplatten, die Öffnungen für den Schließmechanismus im Türblatt abdecken. Damit haben sie eine schützende Funktion und sind gleichzeitig ein wichtiges Design Element. Wie Türklinken auch, verbauen Sie Türschilder meistens als Paar. Es gibt grundsätzlich zwei Varianten:

  •  Schildgarnitur.
  •  Rosettengarnitur.

Schildgarnituren bestehen aus einer einzelnen Abdeckplatte. Es wird weiter zwischen Langschilden und Kurzschilden unterschieden. Ein Langschild ist zum Beispiel mindestens 22 cm lang. Wie der Name vermuten lässt, ist das Kurzschild dagegen wesentlich kürzer. Die Länge eines Kurzschildes liegt zwischen 15 cm und 22 cm.

Rosettengarnituren bestehen aus zwei Abdeckplatten. Eine der Abdeckplatten ist für die Klinke und die andere für das Schlüsselloch. Die Garnituren sind oft rund oder rechteckig.

Weitere Bauteile

Damit Ihre Tür auch zuverlässig öffnet und schließt, brauchen Sie neben der Türklinke weitere Bauteile:

  •  Schlossfalle.
  • Türblech.

Die Schlossfalle bildet den mechanischen Teil der Tür. Auf dieses Bauteil überträgt sich die Drehbewegung der Türklinke. Sie sorgt dafür, dass die Tür geschlossen bleibt, solange Sie die Türklinke nicht betätigen. Wenn die Tür abschließbar ist, befindet sich der Schießzylinder ebenfalls in der Schlossfalle.

Das Türblech bauen Sie in die Türzarge ein. Hier rastet die Türfalle und der Schlossriegel ein und die Tür bleibt so verschlossen.

2. Welche Türklinke für welche Aufgabe?

An sich sind alle Türklinken in ihren Aufgaben und Grundfunktionen gleich: Türen öffnen. Trotzdem haben Sie eine kleine Auswahl zur Verfügung, um den perfekten Türgriff zu finden.

  • Türklinke mit Stangengriff.
  • Knauf.
  • Feststehender Türgriff.

Die verschiedenen Optionen haben alle ihre Vorteile.

  • Türklinke mit Stangengriff

Türgriffe mit Stangengriffen finden Sie in Deutschland wohl am häufigsten. Der Griff ist im rechten Winkel zum Drückerdorn angebracht. So fällt die Kraftübertragung besonders leicht und die Tür lässt sich einfacher öffnen. Der Türgriff ist entweder simpel und gerade gehalten, oder weist geschwungene Formen auf. Türklinken mit Stangengriff sind häufig ergonomisch geformt.

  • Türknauf

Der Türknauf ist in Deutschland mittlerweile seltener geworden. Der Kraftübertrag ist wesentlich schwerer als beim Stangengriff. Es fühlt sich schwieriger an, die Tür zu öffnen. Allerdings hat der Türknauf als Türklinke auch wesentliche Vorteile. Zum einen verleiht ein Türknauf Ihrer Tür ein klassisches Aussehen. Zum anderen funktioniert der Knauf auch als Kindersicherung. Kleine Kinder haben Schwierigkeiten, einen Türknauf zu bedienen. Das macht Ihr Zuhause sicherer für Ihre Familie.

  • Feststehender Türgriff

 Der feststehende Türgriff ist eine beliebte Wahl für Haustüren.

Feststehende Türgriffe finden Sie oft bei Außentüren. Sie setzen feststehende Türgriffe einfach auf das Türblatt auf. Dadurch ist der Griff nicht mit dem Schließmechanismus verbunden. Das erhöht den Einbruchschutz Ihrer Eingangstür. Ohne Schlüssel öffnet sich die Tür nicht, auch wenn Sie nicht abgeschlossen haben.  Die Tür bleibt verschlossen, sobald sie ins Schloss fällt.

3. Diese Ansprüche werden an Ihre Türklinke gestellt

Tipp zum Bau zeigt Ihnen, was Sei über Türgriffe für Außentüren wissen müssen.

Die Türklinke – das Herzstück der Tür.

Türklinken wandern durch unzählige Hände und werden dauernd benutzt. Die Belastungen für eine Türklinke sind deshalb sehr hoch. Achten Sie also darauf, dass Ihre Türklinke strapazierfähig ist. Besonders wenn Sie die Türklinke häufig benutzen, ist dieses Kriterium entscheidend.

Der Verwendungszweck bestimmt weitere Ansprüche an die Türklinke

Türklinken für Außentüren sind viel höheren Belastungen ausgesetzt als eine Türklinke im Innenraum. Zum Beispiel setzen Witterungseinflüsse dem Türgriff zu. Hitze, Kälte und Feuchtigkeit hinterlassen ihre Spuren auf dem verwendeten Material. Achten Sie also darauf, dass die Türklinke den Belastungen auch stand hält.

Wichtig ist auch ob sich die Türklinke in einem öffentlichen oder privaten Gebäude befindet. In einem öffentlichen Gebäude wird die Türklinke viel öfter betätigt. Dementsprechend sind die Ansprüche an die Strapazierfähigkeit viel höher.

Wenn Sie mehr über Haustüren erfahren möchten, helfen wir Ihnen bei Tipp zum Bau weiter.

Türklinken für Brandschutz- und Fluchttüren

An Türgriffe für Brandschutz– und Fluchttüren werden nochmal höhere Ansprüche gestellt. Diese Türgriffe gehören zu den sogenannten Spezialbeschlägen für Türen. Für diese Türen gibt es besonders scharfe Normen. Achten Sie darauf, dass der Türgriff für eine Brandschutztüren die DIN 18273 erfüllt. Die Norm schreibt vor, dass die Türklinke auch im Brandfall noch uneingeschränkt funktioniert. Zumindest für eine gewisse Zeit ist dadurch eine Flucht möglich. Dadurcht retten Sie möglicherweise Leben.

Bei Fluchttüren wird zwischen Paniktürverschlüssen und Notausgangsverschlüssen unterschieden.

Der Notausgangsverschluss lässt sich mit nur einem Handgriff öffnen und ermöglicht so eine schnelle Flucht. Paniktürverschlüsse lassen sich mit minimalem Kraftaufwand öffnen. Der Mechanismus lässt sich auch bei Ausbruch einer Panik bedienen. Hier ist es egal, ob Sie die Türgriffe horizontal oder vertikal anbringen.

Räume, in denen sich vielen Menschen aufhalten, werden mit Paniktürverschlüssen ausgestattet. Bei weniger Menschen reichen Notausgangsverschlüsse.

4. Das richtige Material für Ihren Türgriff

Bei den Materialien für Ihre Türklinke bieten sich Ihnen viele Möglichkeiten. Gestalten Sie Ihre Türgarnitur also ganz nach Ihren Wünschen. Beachten Sie nur, dass das Material auch den Ansprüchen gewachsen ist.

Häufig verwendete Materialien für Türklinken sind:

  •  Edelstahl.
  •  Aluminium.
  •  Kunststoff.
  •  Messing.
  •  Schmiedeeisen.
  •  Holz.

Diese Werkstoffe für Türklinken haben verschiedene Eigenschaften. Überlegen Sie sich gut, welchen Eindruck die Türklinke vermittelt. Seien Sie sich auch darüber bewusst, was das Material für den Türgriff aushält.

Edelstahl und Aluminium

Türklinken aus Edelstahl und Aluminium sind sehr robust und widerstandsfähig. Edelstahl ist zudem oft rostfrei und eignet sich deshalb besonders gut für Außentüren. Das Design von Türgriffen aus Edelstahl oder Aluminium wirkt oft elegant und modern. Allerdings sind Fingerabdrücke auf der Metalloberfläche gut sichtbar. Das wirkt schnell ungepflegt.

Messing und Schmiedeeisen

Eine Türklinke aus Messing oder Schmiedeeisen gibt Ihrer Tür ein klassisches Aussehen. Damit lassen sich besondere Akzente setzen. Das Material ist aber anfällig für Kratzer und die Türgriffe brauchen besondere Pflege.

Kunststoff

Kunststoff ist sicherlich die günstigste Variante für Ihre Türklinke. Türgriffe aus Kunststoff sind zudem besonders pflegeleicht. Allerdings werden die Türklinken schnell beschädigt. UV-Strahlung setzt einem Türgriff aus Kunststoff auch sehr stark zu. Für Außentüren sind Kunststoffgriffe deshalb weniger gut geeignet. Zwar lassen sich Kunststoffgriffe günstig austauschen, der Aufwand lohnt sich aber nicht.

Holz

Eine ganz besondere Haptik haben Türgriffe aus Holz. Holz fühlt sich warm und angenehm an, wenn Sie es berühren. Außerdem verleihen Türgriffe aus Holz Ihrem Zuhause eine besondere Atmosphäre. Allerdings ist Holz als Material anfällig für Witterungseinflüsse. Für einen Türgriff für Außentüren eignet sich Holz also weniger gut.

5. Was kostet eine neue Türklinke?

Die Kostenspanne für Türklinken ist überraschend groß. Alle Türklinken haben dieselbe Aufgabe und funktionieren ähnlich. Dafür ist liegen die Preise recht weit auseinander. Eine sehr günstige Türklinke aus Kunststoff kostet weniger als zehn Euro. Am oberen Ende der Preisskala kosten Türklinken schon mal weit mehr als hundert Euro.

Für den Preis ist entscheidend, welche Ansprüche Sie an den Türgriff haben. Türklinken für Außentüren sind zum Beispiel hohen Belastungen ausgesetzt. Dementsprechend sind die Ansprüche an die Belastungen hier höher als bei Türgriffen für Innenräume. Dadurch sind diese Türklinken natürlich teurer.

Darüber hinaus bestimmen Ihre eigenen Ansprüche den Preis. Eine strapazierfähigere Türklinke ist in der Regel teurer. Das von Ihnen gewünschte Material und Design beeinflusst ebenfalls den Preis. Hochwertige Materialien und ein individuelles Design kosten mehr als die Standard Türklinke aus Kunststoff.

Legen Sie sich also von vorneherein Budget fest. Schauen Sie erst dann, welche Ansprüche und Wünsche sich mit Ihrem Budget erfüllen lassen. Machen Sie dabei eher Abstriche beim Design als bei der Qualität und Strapazierfähigkeit des Materials.

6. So bauen Sie Ihre Türklinke aus und wieder ein

Auch Türklinken sollten professionell eingebaut werden. Finden Sie auf Tipp zum Bau Ihren Türbauer.

Mit etwas handwerklichen Geschick bauen Sie die Türklinke einfach selber ein.

Auch die widerstandsfähigste und langlebigste Türklinke geht irgendwann kaputt. Zum Glück ist das Aus- und Einbauen einer Türklinke kein Hexenwerk. Mit etwas handwerklichen Geschicks schaffen Sie die Reparatur ohne Probleme. Hier finden Sie eine kurze Anleitung.

Bevor Sie mit der eigentlichen Arbeit anfangen, legen Sie sich das benötigte Werkzeug zurecht. Je nachdem, was für eine Türklinke Sie wechseln, sind das folgende Werkzeuge:

  •  Schraubenzieher.
  •  Inbusschlüssel (2mm).
  •  Zange.
  •  Bleistift.
  •  Akkuschrauber.
  •  Hammer.

Sie brauchen nicht für jede Türklinke alle diese Werkzeuge. So entscheidet die Sicherung des Türgriffs, ob Sie einen Inbusschlüssel oder eine Zange benötigen. Hält ein Sicherungsstift den Türgriff an Ort und Stelle? Dann brauchen Sie eine Zange. Es gibt jedoch auch Türklinken, die durch Inbusschrauben gehalten werden. Diese lösen Sie einfach mit einem Inbusschlüssel.

Die alte Türklinke ausbauen

Im ersten Schritt entfernen Sie die alte Türklinke:

  • Entfernen Sie den Sicherungsstiftoder die Sicherungsschraube. Je nach Türklinke finden Sie die Schraube oder den Stift an verschiedenen Stellen. Die Schraube entfernen Sie einfach mit einem Schraubenzieher oder Inbusschlüssel. Bei einem Sicherungsstift nehmen Sie eine Zange zu Hilfe.
  • Sobald die Sicherung entferntist, ziehen Sie die Türklinke einfach an beiden Seiten ab.
  • Wenn Sie auch die Türschildeauch auswechseln, entfernen Sie die auch. Oft sind Die Türschilde einfach am Türblatt verschraubt.

Die neue Türklinke einbauen

Wenn Sie die Türklinke und Türschilder entfernt haben, folgt der nächste Schritt. Der Einbau der neuen Türgarnitur:

  • Bei verschraubten Türschilden brauchen Sie Bohrlöcher für die Schrauben. ZeichnenSie sich mit dem Bleistift die Bohrlöcher für die neue Türgarnitur vor.

Tipp: Benutzen Sie die neuen Türschilde als Schablone. Dann bohren Sie die Löcher garantiert an der richtigen Stelle.

  • Bohren Sie jetzt die Löcher an die eingezeichneten Stellen.
  • Bringen Sie die neuen Türschildean und befestigen Sie die Türgarnitur mit Schrauben.
  • Bauen Sie jetzt die neue Türklinke Schieben Sie dafür den Türgriff mit dem Drückerdorndurch die vorgesehene Öffnung im Türblatt.
  • Den anderen Türgriff stecken Sie einfach auf den Dorn auf.
  • Sichern Sie die Türklinke, damit sie beim Benutzen nicht einfach rausrutscht. Dafür sichern Sie den Türgriff ohne Türdorn mit einem Stift oder einer Schraube.
  • Bei einer Schraube benutzen Sie einfach wieder einen Schraubenzieher oder Inbusschlüssel. Wenn der Türgriff mit einem Stift befestigen, benutzen Sie vorsichtig einen Hammer.

7. Sind Türklinken Virenschleudern?

Türklinken wandern tagtäglich durch etliche Hände. Besonders in öffentlichen Gebäuden werden Türgriffe von dutzenden oder gar hunderten Menschen benutzt. Verständlicherweise fragt man sich da, wie hygienisch so eine Türklinke ist. Kann man sich vielleicht sogar mit einer Krankheit anstecken?

Vor allem durch das neue Corona Virus hat diese Frage an Bedeutung gewonnen. Wissenschaftler aus den USA haben in Studien erforscht, wie lange das Virus auf Oberflächen überlebt. Das erschreckende Ergebnis: Das Virus wurde noch nach bis zu 72 Stunden auf Oberflächen aus Edelstahl nachgewiesen. Theoretisch bedeutet das, dass sich die Vieren drei Tage an Türklinken halten. Ein wichtiger Einwand ist, dass die Versuche unter Laborbedingungen durchgeführt wurden. Das Risiko im Alltag ist vermutlich geringer.

Aber nicht erst seit Corona sind die Gefahren durch Krankheitserreger auf Türklinken ein Thema. In einem Versuch wurden erkältete Personen in für eine Nacht in einem Hotelzimmer untergebracht. Nachher hat man über hundert Gegenstände auf Erkältungsviren untersucht. Auf über einem Drittel der Gegenstände hat man die Viren gefunden. Darunter auch auf Türgriffen. Die Ansteckungsgefahr über Türklinken ist daher leider kein Mythos.

8. Hygiene Maßnahmen für Türklinken

Es gibt einen einfachen Weg sich vor Krankheitserregern auf Türgriffen zu schützen: Gründliches Händewaschen. Damit schützen Sie sich nicht nur selbst, sondern auch andere. Natürlich hilft es auch, eine Türklinke regelmäßig zu desinfizieren.

Es gibt aber auch andere Möglichkeiten, Türgriffe viren- und bakteriensicher zu machen:

  • Antibakterielle Türgriffe

Die antibakteriellen Eigenschaften von einigen Materialien und Werkstoffen ist schon lange bekannt. Die Oberflächen von einigen Metallen bilden eine lebensfeindliche Umgebung für Viren und Pilze. Einige dieser Metalle werden auch für Türgriffe verwendet. Kupfer bietet sich dafür zum Beispiel besonders gut an.

  • Ellenbogengriff für Türklinken

Sie haben vermutlich auch schon mal versucht, einen Türgriff mit dem Ellenbogen zu öffnen. Der Gedanke ist einleuchtend, Ihre Hände bleiben frei von möglichen Krankheitserregern. Allerdings ist diese Methode auch sehr umständlich. Mit sogenannten Ellenbogengriffen schaffen Sie Abhilfe. Diese Türgriffe werden auch als Hygiene Türgriffe vermarktet. Im Prinzip wird nur die Auflagefläche für den Ellenbogen vergrößert. Die Tür lässt so einfacher mit dem Ellenbogen öffnen. Das beste ist, Sie können vorhandene Türgriffe einfach nachrüsten. Unternehmen bieten die passenden Bauteile an.

  • Fußbediente Türklinken

Eine weitere Möglichkeit um den Handkontakt mit dem Türgriff zu vermeiden, sind fußbediente Türklinken. Das Prinzip dieser Türklinke ist denkbar einfach, Sie öffnen die Tür mit dem Fuß. Über einen Seilzug wird die Bewegung vom Fuß auf die Türklinke übertragen. Auch diese Vorrichtung lässt sich häufig nachrüsten. Das geht oft auch ohne dass dafür gebohrt und geschraubt werden muss.

9. Kindersichere Türgriffen

Kleine Kinder sind sehr neugierig und erkunden ihre Umgebung ausgiebig. Leider ist ist das für die Kinder nicht immer ungefährlich. Vor allem Türen bergen Gefahren für Ihren Nachwuchs. Sie laufen Gefahr, sich Ihre kleinen Finger zu quetschen. Oder die Kleinen kommen in Räume, in denen Sie nichts zu suchen haben.

Mit Kindersicherungen für Türklinken machen Sie ihr Zuhause für Ihren Nachwuchs sicherer. Die verschiedenen Kindersicherungen für Türgriffe haben zwei zentrale Funktionen:

  • Türen und Fenster für kleine Kinder verschlossen halten.
  • Verhindern, dass Türen ins Schloss fallen und Kinder sich ihre Finger einklemmen.

Natürlich lassen sich Türen einfach abschließen, um Kinder am Öffnen zu hindern. Oder Sie verwenden abschließbare Türgriffe. Allerdings haben nicht alle Türen Schlösser. Auch haben Sie wahrscheinlich nicht immer den passenden Schlüssel dabei. Eine Kindersicherung schafft hier Abhilfe. Die Sicherung blockiert zum Beispiel einfach die Türklinke. So lässt sich die Tür nicht mehr einfach so öffnen.

Andere Kindersicherungen verhindern, dass Türen einfach zufallen und Kinder sich so verletzen. Türstopper, die um die Türklinke gehängt werden, schützen Ihre Kinder vor Verletzungen.

10. Die Gropius Türklinke – zeitloses Design im Bauhausstil

Das Bauhaus hat Anfang in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts Design Geschichte geschrieben. Zu den von Designikonen, die das Bauhaus geschaffen hat, gehört neben Lampen und Stühlen eine Türklinke.

Der sogenannte Gropius Drücker wurde 1922 durch Walter Gropius, Gründer des Bauhauses, entworfen. Das Design der Türklinke zeichnet sich durch elegante geometrische Formen aus. Der Türgriff selber ist wie ein Zylinder geformt. Der zylindrischer Türgriff schließt an einem rechtwinkeligen Vierkantstab an, der den Drückerdorn bildet.

Auch heute gibt es noch Hersteller, die die Türklinke im Bauhaus Stil anbieten. Sie haben also die Möglichkeit, Ihre Türen mit einem Stück Design-Geschichte aufzuwerten.

11. Einbruchhemmende Türgriffe und Beschläge

Alle vier Minuten kommt es in Deutschland zu einem Wohnungseinbruch. Terrassentüren und Wohnungseingangstüren genießen dabei zweifelhafte Beliebtheit bei Einbrechern. Mit den richtigen Türgriffen und Beschlägen machen Sie es den Einbrechern zumindest schwerer.

Achten Sie beim Kauf von Türgriffen und Beschlägen auf die DIN 18257. Die technische Norm bestimmt die Ansprüche an Schutzbeschläge. Die Türgarnitur muss einem physischen Angriff zumindest eine Zeit lang standhalten. Anders erfüllt sie nicht die Norm, um als einbruchhemmend zu gelten. Die Schutzbeschläge verhindern auch, dass der Schließzylinder von außen entfernt wird.

Terrassentüren werden mit abschließbaren Türgriffen gegen Einbrüche abgesichert. Einbruchversuche mit Hilfe von Glasdurchbrüchen sind damit ziemlich aussichtslos. Beim Glasdurchbruch schlagen die Einbrecher ein Loch in die Scheibe der Terrassentür. Durch das Loch greifen die Täter hindurch, um den Türgriff zu bedienen. Ist der Türgriff abschließbar, scheitert der Versuch jedoch zwangsläufig.

Mit den hier genannten Maßnahmen erschweren Sie Einbrechern das Leben sehr. Effektiv wird der Einbruchschutz aber erst im Zusammenspiel mit anderen Maßnahmen. Lassen Sie sich am besten ausführlich beraten.

Hier erfahren Sie mehr über das Thema Türsicherung.

12. Geschmiedete Türgriffe und Türklinken

Geschmiedete Türgriffe sind das perfekte Detail bei einer Einrichtung mit Ledermöbeln. Bei Tipp zum Bau finden SIe weitere Einrichtungstipps.

Zu einer Einrichtung mit viel Leder und Holz passen geschmiedete Türgriffe.

Historisch anmutende Türgarnituren verleihen Ihrem Haus etwas ganz besonderes. Besonders bei Altbauten passen geschmiedete Türgriffe gut ins Bild. Die Türklinken sind oft kunstvoll und detailverliebt gestaltet. Ein kunstvoll geschmiedeter Türgriff ist vielleicht das entscheidende Detail in einem Raum. Er setzt zum Beispiel einen passenden Akzent in im Landhausstil eingerichteten Räumen. Aber auch als Kontrast in minimalistisch eingerichteten Wohnungen sind geschmiedete Türgriffe eine Option.


Türgriffe werden auf zwei Arten geschmiedet:

  • Kalt geschmiedete Türgriffe.
  • Warm geschmiedete Türgriffe.

Kaltgeschmiedete Türklinken werden häufig in größerer Stückzahl hergestellt und angeboten. Dadurch sind sie auch für kleineres Geld erschwinglich. Wenn Sie sich ein individuelleres Aussehen wünschen, greifen Sie zu warm geschmiedeten Türklinken. Die Türklinke wird dabei individuell hergestellt. Einzelstücke, die ganz nach Ihren Wünschen gestaltet werden, sind deshalb ohne weiteres Möglich. Allerdings sind diese Türgriffe auch wesentlich teurer.

13. Ergonomische Türgriffe

Hersteller von Türklinken achten zunehmend auf eine ergonomische Formgebung ihrer Produkte.

Wissenswert: Der Begriff Ergonomie setzt sich aus den griechischen Wörtern Ergon (Arbeit) und Nomos (Gesetze, Regeln) zusammen.

Der Begriff Ergonomie bezog sich ursprünglich auf Arbeitsabläufe und die Arbeitsumgebung. Diese sollten möglichst effektiv gestaltet werden. Mittlerweile ist der Begriff jedoch weiter gefasst. Heute versteht man unter ergonomischen Design Produkte, die möglichst komfortable zu nutzen sind. Dabei werden die Produkt an die Benutzung durch den menschlichen Körper angepasst.

Für Türklinken bedeutet das, dass der Türgriff gut in der Hand liegt. Auch lässt sich ein ergonomischer Türgriff idealerweise leicht und ohne Kraftaufwand bedienen. Für ergonomische Türklinke wird oft auf eine geschwungene Form zurückgegriffen. Die Form liegt beim Greifen gut in der Hand. Damit lässt sich die Türklinke gut greifen und leicht bedienen.

14. Türgriffe und Beschläge für Glastüren

Glastüren sorgen für offene und lichtdurchflutete Räume. In Büros sorgen sie zum Beispiel für eine transparente und offene Arbeitsumgebung. Allerdings haben diese Türen auch Ihre Tücken. Sie sind wesentlich fragiler als andere Türen. Glas ist als Werkstoff weniger belastbar als zum Beispiel Holz. Deshalb sind spezielle Beschläge für Glastüren nötig. Diese Beschläge werden zu den Sonderbeschlägen gezählt.

Dabei werden elastische Materialien aus Gummi oder Neoprene verwendet. Die kommen als elastische Lage zwischen Türblatt und Beschlag. Der Türdrücker als eigentliche Türklinke ist dabei nicht zwangsläufig ein Sonderbeschlag. Allerdings ist der Mechanismus, der den Türgriff aufnimmt immer ein Sonderbeschlag.

Lesen Sie hier mehr über Glastüren.

15. Besondere Formen von Türgriffen

Die Haustür ist so etwas, wie die Visitenkarte zu Ihrem Zuhause. Mit einem besonderen Türgriff können Sie ihr ein individuelles Aussehen verpassen. Feststehende Türgriffe, oder auch Stoßgriffe, kommen dabei recht häufig vor. Egal ob in Form einer Stange, eines Knaufs oder eines Rings. Wenn Sie etwas mehr Individualität für Ihre Haustür möchten, gibt es jedoch Alternativen:

  • Die Griffmulde
  • Die Griffleiste

Diese zwei Optionen setzten sich von anderen Türklinken und Türgriffen vor allem in der Gestaltung ab. Mit feststehenden haben sie jedoch die grundlegende Funktion gemeinsam. Die Tür lässt sich an ihnen auf – und zuziehen. Der eigentliche Schließmechanismus wird jedoch nicht bedient.

Griffmulden sind anders als andere Türgriffe in das Türblatt eingelassen. Dadurch wirkt die Oberfläche der Tür besonders eben. Allerdings setzt diese Variante eine gewisse Dicke des Türblattes voraus.

Die Griffleiste wird wie der feststehende Türgriff einfach auf das Türblatt aufgesetzt. Allerdings geht die Leiste über die gesamte Höhe des Türblattes. Damit bildet die Leiste einen durchgehenden Türgriff. Das bietet vor allem den Vorteil, dass der Türgriff auf jeder Höhe bedienbar ist.

16. Türgriffe aus Messing reinigen

Türklinken aus Messing sind eine beliebte Wahl. Die Türklinke aus Messing wirkt nostalgisch und elegant. Zudem ist Messing als Material rostfrei. Deshalb eignet sich Messing besonders für Türgriffe an Außentüren.

Allerdings läuft Messing mit der Zeit an. Die angelaufenen Flecken sehen oft nicht schön aus. Nach einer gewissen Zeit ist deshalb eine Reinigung zwangsläufig nötig. Für die Reinigung einer Türklinke aus Messing brauchen Sie aber keinen Spezialreiniger. Mit der Hilfe von diesen Hausmitteln glänzt die Türklinke schnell wieder:

  • Essig
  • Zitrone
  • Salz
  • Zahnpasta

Für Flecken auf Türklinken aus mattem Messing verwenden Sie Zitrone und Salz. Streuen Sie dafür Salz auf eine Zitronenhälfte. Mit der Zitronenhälfte reiben Sie dann die zu reinigende Türklinke ab. Spülen Sie die Türklinke noch gründlich ab und die Klinke sieht wieder aus wie neu.

Bei glänzenden Messing-Oberflächen hilft Essig weiter. Montieren Sie gegebenenfalls zum Reinigen die Türklinke ab. Dann lassen Sie die Klinke in heißen Essigsud einweichen.

Wenn das Messing angelaufen oder stärker verschmutzt ist, greifen Sie zu Zahnpasta. Alternativ stellen Sie eine Paste aus gleichen Teilen Wasser, Mehl und Essig her. Tragen Sie die Paste auf den Türgriff auf und lassen Sie Ihn einwirken. Nach etwa zehn Minuten spülen Sie die Paste einfach ab. Reiben Sie die Türklinke noch trocken und Sie glänzt wie neu.

17. Hängende Türklinke reparieren

Der Anblick ist ihnen vielleicht bekannt: Die Türklinke hängt durch und lässt sich gar nicht mehr runter drücken. Damit ist die Türklinke praktisch nutzlos. Dass die Türklinke durchhängt, liegt oft an der Schließfeder. Die Schließfeder finden Sie im Türschloss. Um sie zu reparieren, bauen Sie das Türschloss aus.

Wenn das Schloss geöffnet ist, sehen Sie, ob die Feder nur verrutscht oder gebrochen ist. Eine verrutschte Feder wird einfach neu justiert. Das alte Schloss wird danach einfach wieder eingebaut. Wenn die Feder allerdings gebrochen ist, wird es schwieriger. Zwar lässt sich eine gebrochene Feder austauschen, der Aufwand ist aber groß. Tauschen Sie besser das Schloss gegen ein neues aus.

18. Die Materialen für Ihre Türklinke

MaterialVorteilNachteil
Edelstahl

  • Robust.

  • Witterungsbeständig.

  • Anfällig für fettige Fingerabdrücke.

  • Nicht immer Rostfrei.
Aluminium

  • Pflegeleicht.

  • Langlebig.

  • Empfindlich für Fingerabdrücke.

  • Umweltschädliche Materialgewinnung.
Kunststoff

  • Günstig.

  • Pflegeleicht.

  • Anfällig für Witterungseinflüsse.

  • Kurze Lebensdauer.
Messing

  • Nostalgisches Design.

  • Rostfrei.

  • Anfällig für Kratzer.

  • Messing läuft mit der Zeit an.
Schmiedeeisen

  • Hochwertige Optik.

  • Witterungsbeständig.

  • Individuelle Gestaltung ist sehr kostspielig.
Holz

  • Naturverbundenes Design.

  • Angenehme Haptik.

  • Anfällig für Witterungseinflüsse.

  • Muss gegebenenfalls behandelt werden.

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