Trockenestrich

Trockenestrich – der perfekte Untergrund für Ihren Boden

Trockenestrich ist auf dem Bau elementar – denn bei einem Neu-, Aus- oder Umbau liegt der Fokus schnell auf dem Boden. Noch bevor Sie sich Gedanken über mögliche Bodenbeläge machen, ist der passende Untergrund zu wählen. Wenn Sie den Bodenbelag zeitnah anbringen wollen, ist der Trockenestrich die perfekte Wahl.

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1. Wofür brauchen Sie Trockenestrich?

Wenn Nassestrich zu lange dauert, ist der Trockenestrich Ihre Wahl.

Trockenestrich ermöglicht einen zügigen Baufortschritt.

Nach dem Einbringen eines Nassestrichs dauert es teilweise Wochen, bis der Bodenbelag darauf verlegt werden darf. Das verzögert Ihr Bauvorhaben erheblich. Die Lösung ist Trockenestrich. Er überzeugt durch eine Vielzahl an Punkten:

  • Trocknet innerhalb von 24 Stunden.
  • Leicht, schnell und einfach in der Handhabung.
  • Von der Temperatur unabhängig.
  • Benötigt minimale Aufbauhöhe.
  • Geeignet für verschiedenste Fußbodenbeläge.



Planen Sie den Neu-, Aus- oder Umbau eines Raumes oder Ihres Hauses? Dann ist der Trockenestrich für Sie die perfekte Alternative. Lesen Sie hier, was Sie noch alles über Trockenestrich wissen müssen.

2. Vorarbeit für den Trockenestrich

Welcher Estrich der richtige für Sie ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Darunter fallen Ihr Haus und dessen Boden. Zu beachten sind diverse Anforderungen an Wärme-, Schall-, Feuchte- und Brandschutz sowie der spätere Bodenbelag. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie lieber einen Fachmann. Der Estrichleger in Ihrer Nähe hilft Ihnen gerne. Die Absprache mit einem Experten empfiehlt sich in zwei Fällen ganz besonders:

  • Wenn Sie eine Fußbodenheizung in Erwägung ziehen.
  • Wenn Sie Trockenestrich in einen Feuchtraum (zum Beispiel in Ihrem Badezimmer) planen.

Damit Sie Trockenestrich erfolgreich verlegen, benötigen Sie einen ebenen Untergrund. Falls dies nicht gegeben ist, gleichen Sie den Boden vorab aus. Bei geringem Höhenunterschied bis etwa 20 mm eignet sich einfache Nivelliermasse. Sie verläuft selbständig zu einer ebenen Fläche. Verschließen Sie auffällige Fehlstellen oder Beschädigungen jedoch zuvor mit einer Spachtelmasse.

Bei größeren Unebenheiten benötigen Sie ungebundene Schüttungen, bevor Sie den Trockenestrich einsetzen. Dieses Material verteilen Sie zwischen 10 und 60 mm hoch auf den Boden. Bei Ausgleichen noch größerer Niveauunterschiede, empfehlen wir Ihnen die Verwendung gebundener Ausgleichsschüttungen. Gebunden bedeutet, dass die Dämmstoffschüttung mit Zement vermischt und so verfestigt ist.

Im Gegensatz zu ungebundenen Schüttungen ist dieser Werkstoff bewegungsunfähig. Deshalb ist ein zusätzlicher Rieselschutz nicht notwendig. Die Schüttungen sind zwischen 40 mm und 2 m hoch. In diesem Fall ist es wichtig, eine Vorbehandlung mit einem Tiefengrund durchzuführen.

Trockenestrich zur Dämmung

Das richtige Material für Ihre Innendämmung unterm Trockenestrich finden Sie mit Tipp zum Bau.

Hier erklären wir verschiedene Dämmstoffe.

Je nach Trockenestrich und Ihren persönlichen Wünschen bedarf es zusätzlicher Dämmung. Diese hängt insbesondere vom gewünschten Schallschutz und Bodenbelag ab. Folgende Möglichkeiten haben Sie:

  • Mineralwolldämmung: Dämmt den Trittschall, bietet erheblichen Schallschutz und ist wärmedämmend.
  • Holzfaserkaschierung: Ist eine Dämmung für Luft- und Trittschall und bietet einen stabilen Bodenaufbau.
  • Trockenschüttung: Gibt es in verschiedenen Varianten und wird mit Bindemittel verarbeitet.



3. Trockenestrich in Feuchträumen

Die Vorteile von Trockenestrich sind auch in Feuchträumen gegeben. Für den Aufbau gelten jedoch einige Besonderheiten, die es zu beachten gilt. Bei Ihrer Planung ist es ratsam, die genaue Beanspruchung durch Feuchtigkeit und Nässe zu klären. Diese Bewertung ist für die Auswahl der Trockenestrich-Platten entscheidend. Der Bundesverband der Gipsindustrie e.V. Industriegruppe Gipsplatten teilt die Feuchtigkeitsbeanspruchung in diese Klassen ein:

  • Beanspruchungsklasse 0 bezeichnet Wand-, Boden- und Deckenflächen, die nur zeitweise und kurzfristig durch geringes Spritzwasser beansprucht sind.

Mögliche Anwendungsbereiche: Gäste-WCs, die keine Dusch- oder Bademöglichkeit aufweisen, sowie Hauswirtschaftsräume und Küchen.

  • Beanspruchungsklasse A0 enthält Wand-, Boden- und Deckenflächen, die nur zeitweise und kurzfristig mit Spritzwasser mäßig beansprucht werden.

Mögliche Anwendungsbereiche: Bäder mit haushaltsüblicher Nutzung, Hotelbäder im unmittelbaren Spritzwasserbereich von Duschen und Badewannen mit Duschabtrennung.

  • Beanspruchungsklasse A beinhaltet Wand-, Boden- und Deckenflächen, die durch Brach- und Reinigungswasser hoch beansprucht sind.

Mögliche Anwendungsbereiche: Wände und Böden in öffentlichen Duschen, in Nassräumen von Sportstätten und Wellnessbereichen.

  • Beanspruchungsklasse B umfasst Wand- und Bodenflächen in Schwimmbecken.
  • Beanspruchungsklasse C bezeichnet Wand- und Bodenflächen bei hoher Wasser-, in Verbindung mit chemischer Beanspruchung.

Mögliche Anwendungsbereiche: Wand- und Bodenflächen in Räumen bei begrenzter chemischer Beanspruchung.

Früher war der Ausbau von Feuchträumen ein klassisches Anwendungsgebiet des Nassestrichs. Durch die Entwicklung von Estrich-Systemen aus zementgebundenen Platten wurde es auch für die Trockenbauweise attraktiv. Je nach Beanspruchungsklasse gibt es verschieden passende Platten zur Auswahl. Dies ermöglicht die Verwendung von Trockenestrich auch in Schwimmbädern mit zementgebundenen, wasserresistenten Trockenbauplatten.

Tipp: Falls Sie ein Badezimmer mit bodengleicher Dusche planen, bieten einige Hersteller kompatible Bodenablaufsysteme als Komplett-Set an. Mehr Informationen finden Sie in unserer Rubrik bodengleiche Duschen.

Da zementgebundene Platten einer höheren Preiskategorie angehören, empfiehlt sich eine genaue Analyse der benötigten Beanspruchungsklasse. Viele Gipsplatten eignen sich auch für die Nutzung in den Beanspruchungsklassen 0-A. Zusätzlich ist zu beachten, dass es für manche Estriche auch eine Belastungsgrenze gibt. In so einem Fall darf die Fliesengröße ein Maß von 30×30 cm nicht übersteigen. Andernfalls ist eine Verstärkung der Unterkonstruktion zu planen.

4. Verschiedene Arten von Trockenestrich

Trockenestrich gibt es in verschiedenen Varianten und Kombinationen. Generell lassen sich sechs verschiedene Materialien unterscheiden:

OSB-Platten

Sie sind auch als Grobspanplatten bekannt. Es handelt sich um  Holzwerkstoffe, die aus langen, schlanken Spänen hergestellt werden. Sie zeichnen sich durch folgende Vorteile aus:

  • Hohe Stabilität und Biegefestigkeit.
  • Der Wasserdampf-Diffusionswiderstand (wie stark ein Baustoff die Verteilung von Wasserdampf behindert) ist sehr hoch.
  • Die Wärmespeicherfähigkeit ist gut.

Jedoch beinhalten OSB-Platten unter Umständen gesundheitsschädliche Stoffe. Durch die thermischen Bedingungen bei der Herstellung kommt es zu oxidativen Zersetzungsreaktionen ungesättigter Fettsäuren und Bildung von Aldehyden. Bei einem großflächigen Einbau führt das unter Umständen zur Überschreitung des Innenraum-Richtwertes für Acetaldehyd.

Holzspanplatten (HSP)

Sie sind die bekannteste Untergruppe der Holzspanwerkstoffe. Hergestellt werden sie aus unterschiedlich großen, beleimten Spänen, die zu einer Mehrschichttplatte verpresst werden. Charakteristisch für HSP sind:

  • Hohe Stabilität.
  • Gute Wärmespeicherfähigkeit.
  • Thermoakustische Dämmeigenschaften.

Holzfaserplatten

Diese Platten werden aus Holz, Säge-Nebenprodukten, Resthölzern oder holzfaserhaltigen Pflanzen hergestellt. Charakteristisch sind hier:

  • Hohe Fähigkeit, Wärme zu speichern.
  • Hervorragende Schalldämmung.
  • Schimmel hat es schwer.
  • Normal entflammbar.

Gipsfaser

Sie sind mit Fasern armierte Gipsplatten ohne Kartonbeschichtung. Typisch sind hier:

  • Hohe Stabilität.
  • Gutes Brandschutzverhalten.
  • Beste Schallschutz-Eigenschaften.
  • Einsatz in Feuchträumen.

Gipskartonplatten

Platten aus Gipskarton bestehen aus zwei Schichten feinem Karton und einem starken Kern aus Gips. Sie besitzen folgende Eigenschaften:

  • Hoher Schallschutz.
  • Gutes Brandschutzverhalten.
  • Feuchtigkeitsregulierende Eigenschaften.

Beton- und zementäre Estrichplatten

Trockenestrich-Platten dieser Art basieren auf extrudiertem Polystyrol – einem in Form gepressten Kunststoff. Der Stoff wird mit einer glasgewebarmierten und einer zementären Beschichtung umhüllt. Sie besitzen:

  • Hohe Druck- und Biegefestigkeit.
  • Unempfindlichkeit gegen Feuchte
  • Anwendungsfähigkeit in sehr hohen Wassereinwirkungsklassen.

5. Kosten von Trockenestrich

Die Kosten für Trockenestrich sind unterschiedlich hoch. Bei Tipp-zum-Bau erfahren sie alles über die Preisunterschiede.

Wir erklären, wie viel der Estrich kostet.

Bei dem Einbau von Trockenestrich variieren die Kosten sehr stark. Grundsätzlich sind sie jedoch höher anzusetzen als beim Nassestrich. Die Investition lohnt sich dennoch, wenn Sie den Bodenbelag zeitnah anbringen. Dabei hängen die Kosten im Wesentlichen von folgenden Dingen ab:

  • Untergrund: 0,24 € – 0,39 € pro Liter
  • Fugenspachtel & Kleber: 0,30 € – 0,60 € pro m²
  • Estrichplatten:

versch. PlattenOSB pro m²Gipsfaser pro m²Gipskarton pro m²Holzspan pro m²Holzfaser pro m²Beton-und zementäre pro m²
Preis5,00 € - 10 €ca. 8 € - 31,92 €1,79 € - 9€4,29 € - 28,95 €10 € - 40 €20€ - 38,32 €

  • Dämmung: 3 € – 15 € pro m²
  • Dampfsperrfolie: 2,20 € – 3 € pro m²
  • Fußbodenheizung: 30 € – 50 € pro m²
  • Estrichleger: 5 € – 12 € pro m²
  • Wartungskosten: Bei fachgerechter Anbringung gering.

6. Voraussetzungen für das erfolgreiche Verlegen von Trockenestrich

Sie haben sich für eine geeignete Dämmung und Trockenestrich-Platte entschieden und die Arbeit beginnt:

Stellen Sie sicher, dass der Boden zunächst vollständig eben ist, um eine gute Verlegung zu gewährleisten. Damit der Trittschall später nicht übertragen wird, ist es ratsam, Randdämmstreifen anzubringen. Dadurch berühren Estrich-Elemente und der Bodenbelag die Wände nicht. Die Geräusche werden auch durch angrenzende Bauteile, wie zum Beispiel Heizungsrohre übertragen.

Damit dies nicht geschieht, sind auch hier Dämmstreifen anzubringen. Zudem ist der Trittschall so zu befestigen, dass dieser circa 1 cm über den fertigen Fußboden hinausragt. Zum Schluss wird er abgeschnitten. Nachdem der Boden gleichmäßig ist, folgt der nächste Schritt: Die Wärmedämmung. Diese wird entweder direkt unter den Platten verlegt oder ist bereits an ihnen fixiert. Falls Sie überlegen, eine Fußbodenheizung einzubauen, empfiehlt sich die Verlegung durch einen Estrichleger.

Generell ist die Anbringung zwar durchaus möglich. Da jedoch teilweise Wärmeleitbleche eingebaut werden müssen, verlangt die Montage Einiges an Fachwissen. Wenn Ihnen das fehlt, muss ein Fachmann ran. Um spätere Schimmelbildung mit Beschädigungen von Unterboden oder Estrich zu verhindern, ist eine Dampfsperrfolie ratsam. Diese wasserdampfundurchlässige Folie wird zwischen Untergrund und Trockenestrich-Platten gelegt.

Zusätzliche Tipps

  • Für das Verlegen von Trockenestrich auf einer Holzbalkendecke eignet am besten Mineralwoll- oder Holzfaserdämmung. Sie absorbieren optimal Trittschall.
  • Falls Sie keine Dampfsperre benutzen, aber Ihren Trockenestrich auf einer Holzbalkendecke bauen, eignet sich ein Rieselschutz. Dieser verhindert, dass mögliche Schüttmasse durch Fugen und Löcher rutscht.

Um die Platten anschließend untereinander gut zu verbinden, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder kann ein geklebtes Verbindungssystem mit Nut und Feder verwendet werden. Oder aber Sie bedienen sich einem System mit breiter Stufenfalz. Dabei besteht sowohl die Möglichkeit des Klebens, des Verschraubens oder des Klammerns. Die Verlegung erfolgt meistens im schwimmenden Verband. Sie haben also keine Verbindung zum Untergrund und werden im Versatz verlegt.

Für den Fall, dass Sie eine Ausgleichsschüttung benötigen, ist das Verlegen des Trockenestrichs an der Tür zu beginnen. Die Schüttung darf nicht betreten werden. Alternativ nutzen Sie auch sogenannte Laufinseln, um auf der anderen Raumseite anzufangen. Dies sind lose aufgelegte Estrichplatten, die es ermöglichen, über die Fläche zu laufen. Wenn Sie die Elemente verlegen, tragen Sie den Kleber als doppelten Strang auf die Stufenfalz auf. Nach 24 Stunden ist der Kleber getrocknet, was das Betreten ermöglicht.

7. Trockenestrich im Altbau

Tipp-zum-Bau zeigt Ihnen, was mit Trockenestrich im Altbau zu beachten ist.

Auch im Altbau kann Trockenestrich verwendet werden.

Beim Betreten eines Altbaus kann es häufig passieren, dass man im wahrsten Sinne des Wortes „stolpert“. Die Fußböden von solchen Häusern sind bereits viele Jahre lang stark belastet worden. Die Dämmung und der Schallschutz haben in den meisten Fällen Renovierungsbedarf. Eine knarzende Holzdiele scheint vielleicht zu Beginn nicht weiter störend, kann jedoch auf lange Dauer nervenaufreibend werden. Derartige Problematiken sind häufig ein Zeichen dafür, dass der Untergrund eine Erneuerung benötigt.

Gewöhnlich liegt unter dem Bodenbelag die sogenannte Holzbalkendecke. Damit wurde  früher fast immer ein Blindboden (Unterboden aus Holz oder Holzwerkstoffen) integriert. Dieser wird auch als Fehlboden oder Einschubdecke bezeichnet und hatte die Funktion der Trittschalldämmung.

Bevor Sie mit einer Renovierung und Sanierung beginnen, ist es ratsam die Statik von einem Statiker überprüfen zu lassen. Die statische Berechnung garantiert Ihnen, dass Ihr Haus sicher steht. Die Veränderungen überlasten so nicht die Standfestigkeit des Gebäudes. Besonders bei einem Altbau gestaltet sich dies manchmal schwierig, da die vorhandenen Bestandteile intakt und tragfähig sein müssen.

Der alte Bodenbelag und die darunter liegenden Bodenbretter werden bis auf die Balkenoberkante abgetragen. Je nach Altbau muss altes Dämmmaterial in den Zwischenräumen entfernt und durch neues ersetzt werden. Materialien wie Zellulose oder auch Kokosfaser bieten sich hierfür an. Da die Balken frei liegen, empfiehlt es sich, sie auf Pilzbefall und Nässe zu untersuchen.

Anschließend steht es Ihnen frei, die alten oder neuen Dielenbretter wieder zu befestigen. Besonders im Altbau ist es wichtig, den Fußbodenaufbau niedrig und das Gewicht gering zu halten. Deshalb ist der Trockenestrich die ideale Lösung: Die Elemente aus Trockenestrich sind verhältnismäßig leicht und das Holz benötigt keinen zusätzlichen Schutz gegen Feuchtigkeit.

8. Fazit

Ein Trockenestrich ist eine teurere Alternative zu anderen Estrich-Varianten. Dieser lohnt sich aber, wenn Sie einen schnellen und einfachen Aufbau beabsichtigen. Zusätzlich können Sie Ihre Dämmung individuell auswählen und so Ihren Wünschen anpassen. Insbesondere bei Altbauten bietet sich diese Art von Estrichen an, da ihr geringes Gewicht die Statik nicht unnötig belastet. Wenn das Gewicht und die Trocknungszeit nicht relevant sind, ist eine andere Form für Sie womöglich preiswerter und geeigneter.

Der Trockenestrich ist einfacher in seiner Legung als andere Versionen. Jedoch ist es ratsam sich einen Experten, den Estrichleger, als Beratung hinzuzuziehen. Lesen Sie gerne auf unserer Seite mehr über den Beruf des Estrichlegers, um eine gute Wahl zu treffen.

9. Vorbereitung des Rohbodens

Verlegen Sie Trockenestrich auf Holzbalkendecken oder Massivdecken. Achten Sie darauf, dass der Untergrund eben, trocken und tragfähig ist. 

Bei Holzbalkendecken schrauben Sie lose Dielen fest und überprüfen Sie den Zustand auf Festigkeit. Schauen Sie, ob sich auf den Holzbalken ein Belag befindet. Sie benötigen eine geschlossene tragfähige Schicht unter Ihrem Trockenestrich.

Bearbeiten Sie Massivdecken, ist es notwendig diese auf Feuchtigkeit zu testen. Ist dies der Fall, verlegen Sie eine PE-Folie, diese verhindert das Aufsteigen der Feuchtigkeit. Ist keine Restfeuchte vorhanden, benötigen Sie keine Folie zwischen den Elementen. 

Verlegen Sie Trockenestrich auf eine nicht unterkellerte Bodenplatte, prüfen Sie die Abdichtungen.  Sind keine Vorhanden, dichten Sie die Bodenplatte im Voraus ab. In Altbauten ist dies häufig der Fall. 

10. Trockenestrich verlegen

Der Trockenstrich ist besonders gut für Sanierungen geeignet. Beim Einbau entsteht keine zusätzliche Feuchtigkeit. Dies ist besonders bei älteren Gebäuden sehr wichtig. Achten Sie zu Beginn darauf, alle Unebenheiten auszugleichen. Beginnen Sie mit dem Verlegen in einer Raumecke.

Es gibt zwei Systeme an den Platten. Eines enthält Nut und Federn und das andere System einen Stufenfalz. Platten mit Federn werden verklebt. Bei dem Stufenfalz haben Sie die Möglichkeit zum Verschrauben und Klammern. Tragen Sie den Estrichkleber in zwei parallelen Streifen auf. Daran kleben Sie die nächste Platte. Durch das zusätzliche Verschrauben entsteht eine sichere Verbindung der einzelnen Platten. Am besten benutzen Sie dafür Schnellbauschrauben.

11. Trockenestrich-Platten verlegen

Möchten Sie ihren Altbau sanieren? Dann ist die Verarbeitung von Trockenestrich das Richtige. Mithilfe von Gipsfaserplatten oder Leichtbodenbeton verlegen sie einen ebenen Untergrund. 

Nach 24 Stunden ist der Kleber getrocknet, was ein großer Vorteil zum Nassestrich darstellt. 

Für eine Fußboden-Dämmung bekommen Sie den Trockenestrich mit direkter Dämmschicht aus Mineralwolle oder Holzfaser.

Trockenestrich wird zum Beispiel auf Massivdecken und Holzbalkendecken verlegt. Ist noch Restfeuchte in den Decken vorhanden, legen Sie eine PE-Folie aus. Diese Folien verhindern das Aufsteigen der Feuchtigkeit in den Trockenestrich. Verlegen Sie die Platten direkt auf eine Holzbalkendecke, prüfen Sie im Voraus ihren Zustand. Der Untergrund ist befestigt und gibt nicht nach.

Unter die Estrichplatte kommt je nach Fußboden ein Rieselschutz oder eine Ausgleichsschüttung. Bei kleineren Unebenheiten bis 20 mm Höhe, reicht eine Nivelliermasse. Damit gleichen Sie feine Unebenheiten aus. Bei Unebenheiten bis zu 60 mm verwenden Sie eine Ausgleichsschüttung. Zum Schutz vor einem Herausrieseln, benötigen Sie einen Rieselschutz. 

Zum Schluss verlegen Sie die Estrichplatten im Versatz zueinander. Achten Sie darauf, dass keine Kreuzungen entstehen. Verschrauben und verkleben Sie die einzelnen Platten miteinander. Um eine Trittschalldämmung zu erhalten, kleben Sie zudem alle Wände, Stützen und Rohre mit Randdämmstreifen ab.

12. Trockenestrich verlegen Schritt-für Schritt

Hier erhalten Sie eine Anleitung, wie Sie den Trockenestrich Schritt für Schritt verlegen.

Für einen ca. 20 Quadratmeter großen Raum benötigen sie in etwa einen Arbeitstag.

  • Ermitteln Sie Ihren Materialbedarf. Diesen erhalten Sie durch das genaue Ausmessen des Raumes. Beachten Sie Ecken und Pfeiler und tragen Sie diese in Ihren Plan ein.
  • Reinigen Sie den Untergrund. Achten Sie darauf, dass er trocken ist und keine losen Holzdielen enthält.
  • Kleben Sie die Randdämmstreifen an. Achten Sie dabei darauf, dass diese circa einen Zentimeter über den fertigen Fußboden herausragen. Die Enden der Randdämmstreifen schneiden Sie ab.
  • Die Rieselschutzbahnen überlappen sich um 10 Zentimeter. Befestigen Sie diese mit einem Tacker oder einem speziellen Kleber.
  • Es folgt die Ausgleichsschüttung. Am einfachsten ist es, an den Rändern zu beginnen. Danach ziehen Sie die Schüttung mit einer Kelle oder der Wasserwaage glatt.
  • Achten Sie darauf, dass der Grund mit ca. ein Zentimeter dicker Schüttmasse bedeckt ist.
  • Schneiden Sie die Estrichplatten in die richtige Größe und verlegen sie diese.
  • Verkleben und Verschrauben Sie die Platten mit Schnellbauschrauben.
  • Achten Sie auf den Fugenversatz. Dieser beträgt mindestens 20 Zentimeter.
  • Nach 24 Stunden ist der Kleber trocken. Entfernen Sie die Klebereste und schneiden die Randdämmstreifen ab.
  • Anschließend verlegen Sie den Bodenbelag.

13. Bestimmte Materialien zum Verlegen des Trockenestricht

Durch die einfache Verarbeitung ist der Trockenestrich sehr beliebt. Er ist schnell und einfach verlegt. Hier erfahren Sie, aus welchen Materialien der Trockenestrich besteht.

Zur Schalldämpfung dienen die Randdämmstreifen. Sie sorgen dafür, dass der Estrich und der Belag nicht die Wand berühren. Mithilfe der Schüttmasse korrigieren Sie Unebenheiten und Stolperfallen aus. Diese Schüttmasse nennt man Nivellierungsschicht.

Das Füllen der Schüttung in Papierwaben, verhindert ein Verrutschen der Schüttmasse. Dies erleichtert Ihnen auch den Arbeitsvorgang. Achten Sie darauf, dass Sie eine Dampfsperre benutzen. Diese sorgt dafür, dass keine Feuchtigkeit auf den Untergrund gelangt. Die Folie spannen Sie zwischen Untergrund und Trockenestrich.

Damit keine Schüttmasse durch Fugen oder Löcher gelangt, ist der Einsatz von Rieselschutz empfehlenswert. Diesen bekommen Sie als Folie, Papier oder Vlies. Beim Gebrauch einer Dampfsperre erübrigt sich der Rieselschutz.

Am Ende verlegen Sie die Platten des Trockenestrichs. Diese bestehen aus Gipskarton– oder Gipsfaser-Platten. Sie finden auch Holzwerkstoff-, Betonwerkstein- oder Naturwerksteinplatten.

An der Unterseite befindet sich Hartschaum oder Mineralwolle.

14.Vorteile von Trockenestrich

Trockenestrich ist eine ausgezeichnete Alternative zum flüssigen Estrich. Er bietet Ihnen viele Vorteile:

  • Der Estrich ist innerhalb von 24 Stunden trocken, dadurch kann er schnell belegt werden.
  • Bei Unebenheiten sind keine weiteren Ausgleichsmassen erforderlich.
  • Im Gegensatz zum Flüssigestrich entsteht keine Feuchtigkeit.
  • Sie benötigen kein Spezialwerkzeug für das Verlegen.
  • Sie sind nicht auf Helfer angewiesen, das Verlegen ist auch alleine möglich.
  • Um den Trockenstrich zu verlegen, bedarf es keiner speziellen Temperatur..
  • Der Estrich ist beim Kauf schon fertig gemischt. Sie benötigen keine zusätzlichen Geräte
  • Plattenestriche sind wegen ihrer geringen Bauhöhe sehr empfehlenswert.

Lassen Sie sich beim Kauf unbedingt von einem Fachmann beraten.

15. Trockenestrich sicher und belastbar

Trockenestrich aus Gipsfaserplatten bilden eine solide Basis für Langlebigkeit. Sie sind äußerst stabil und sind einfach zu bearbeiten. Die schnelle Verarbeitung und Begehbarkeit sprechen für den Trockenestrich.

Verlegen Sie die Platten auf Holzbalken, bieten die Gipsfaserplatten eine geprüfte Brandschutzkonstruktion. Sie sind für eine direkte Befliesung und für Fußbodenheizungen bestens geeignet.

Achten Sie auf die maximale Vorlauftemperatur bis maximal 55° C. 

Durch die geringe Aufbauhöhe von circa 30 mm ist der Trockenestrich bestens für Modernisierungen geeignet. Hinzu kommen noch die Ausgleichsschüttung und Nivelliermasse. Durch die geringe Eigenlast eignen sich die Platten hervorragend für Altbau-Decken. Das Verlegen von großen Fliesen ist eingeschränkt, da die Kantenlänge maximal 330 mm beträgt. 

16. Trockenestrich mit Fußbodenheizung

Gerade in Altbauten ist das Sanieren mit Trockenestrich sehr beliebt. Es bringt keine extra Feuchtigkeit in die Mauern. Durch die geringe Aufbauhöhe der Platten, verlieren Sie kaum Raumhöhe. 

Um eine Fußbodenheizung zu verlegen, ist ein ebener Untergrund Voraussetzung. Ist dies nicht der Fall, gleichen Sie die Unebenheiten mit Niveliermasse aus. Die Plattformen der Fußbodenheizung verlegen Sie auf dem Untergrund. Um die Last etwas zu verteilen, ist es möglich, Gipsfaserplatten darunter zu verlegen.

Zwischen dem Estrich und den Wärmeleitblechen ist es wichtig, eine Trennlage zu legen. Somit liegt der Trockenestrich nicht direkt auf der Heizung auf. Sonst kann es passieren, dass die beiden Elemente verkleben.

17. Trockenestrich im Bad

Sie haben vor den Trockenestrich in Feuchträumen zu verlegen? Hier gibt es einiges zu beachten:

  • Damit die Estrichplatten keine Feuchtigkeit aufnehmen, ist das Verlegen eines Feuchteschutzes angebracht.
  • Der Feuchteschutz ist etwas problematisch für die Unterkonstruktion. Dort kann sich Feuchtigkeit ansammeln. 
  • Bestreichen Sie die Platten mit einem Dichtstoff. Dieser sollte bezüglich seiner Inhaltsstoffe auf den Fliesenkleber abgestimmt sein.

Beachten Sie, dass es für bestimmte Estrichplatten bestimmte Belastungsgrenzen gibt.

Hier ist der Rat eines Fachmannes von großer Bedeutung. Ebenso bei der Trittschalldämmung. Gerade in Feuchträumen ist eine professionelle Arbeit ausschlaggebend, um gravierende Schäden zu vermeiden.

18. Trockenestrich für Fliesen

Im Gegensatz zu Laminat halten Fliesen die Feuchtigkeit ab. 

  • Stellen Sie vorher unbedingt sicher, dass die Tragkraft der einzelnen Fliesen ausreicht. 
  • Fliesen der Größe 30×30 Zentimeter stellen kein Problem dar. Bei größeren ist es sinnvoll, sich Fachhandel zu erkundigen, ob Sie eine Verstärkung benötigen.
  • Nutzen Sie nur speziell für den Trockenestrich geeigneten Fliesenkleber.
  • Um eine saubere und dichte Fuge zu erhalten, nutzen Sie hier Fugendichtbänder.
  • Falls Sie größere Fliesen verwenden, ist auf eine geeignete Schüttung zu achten. 

Bei Fragen informieren Sie sich in einem Fachhandel. Halten Sie sich auch an die Angaben der Hersteller. 

19. Trockenestrich beim Hausbau

Im Gegensatz zum flüssigen Estrich ist der Trockenestrich eine einfachere Alternative. Er ist unkompliziert und schnell verlegt. Sie benötigen für die Installation keine Mischen oder Pumpen.

Der Trockenestrich ist in verschiedenen Elementen erhältlich. Dadurch ist die Anpassungsmöglichkeit in baulicher Hinsicht gegeben.

Der Trockenestrich besteht aus zwei Materialien: den Estrichtelementen und der Schüttung.

Ein Vorteil des Trockenestrichs ist die schnelle Trocknung. Nach 24 Stunden ist eine Weiterarbeit möglich. Im Gegensatz zum Zement-Estrich, denn dieser benötigt 3-4 Wochen zum Trocknen. Verlegen Sie Wärme- und Trittschalldämmungen direkt auf dem Trockenestrich.

Informieren Sie sich im Voraus in einem Fachhandel. Es ist wichtig, alle Fragen mit einem Experten zu klären.

20. Trockenestrich kaufen

Sie planen eine bauliche Maßnahme mit Trockenestrich? Dann informieren Sie sich am besten im Voraus in einem Fachhandel. Dort erhalten Sie eine ausführliche Beratung zur richtigen Anwendung von Trockenestrich.

Wie ist Ihr Materialbedarf? Achten Sie beim Ausmessen ihres Raums auf Ecken, Stufen oder Pfeiler. Beachten Sie dabei, dass die Platten nur in einer Größer erhältlich sind. Jedoch haben Sie die Wahl zwischen einer Stärke von 20 und 40 Millimeter. Benötigen Sie eine Trittschalldämpfung? Die Rollen sind ebenfalls in verschiedenen Stärken erhältlich.

Die Kosten für den Trockenestrich variieren zwischen 17 und 33 Euro pro Quadratmeter.

Verlegt ein Experte den Trockenestrich, rechnen Sie mit 300 EUR und 500 Euro Extrakosten.

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