Trockenbauwand

Die Trockenbauwand – flexible Raumteilung

Sie möchten schnell und unkompliziert eine Wand in Ihrem Eigenheim aufstellen? Mit einer Trockenbauwand sind Sie gut bedient! Ohne große Mühen lässt sich eine Trockenbauwand aufbauen, die viele Vorteile bietet! Außerdem schont sie Ihren Geldbeutel. Lesen Sie hier alles was sie über die Gipskartonwände wissen müssen.

1.    Die Funktion der Trockenbauwand

Tipp zum Bau zeigt ihnen, wie Sie Trockenbauwände verwendet werden.

Raumteilung leicht gemacht: Trockenbauwände sind einfach installiert.

Mit einer Trockenbauwand aus Gipskartonplatten lassen sich Wände in Wohnungen oder Häusern einbauen. Sie können einen Raum aufteilen und dabei Wärmedämmung und Schallschutz sein. Zudem sind Trockenwände schnell und einfach aufgestellt.

Die Trockenbauwand stellt zur Massivwand eine gute Alternative dar, um einen Raum aufzuteilen. Sie besteht aus einer Unterkonstruktion und einer beidseitigen Bekleidung, meist aus Gips. Zwar können auch andere Materialien wie Kunststoff oder Holz verwendet werden, allerdings ist der Naturbaustoff Gips zum Standard geworden.

Daher wird auch von Gipskartonwänden gesprochen. Wie der Name „Trockenbauwand“ schon sagt, der Aufbau der Wand braucht keine wasserhaltigen Baustoffe wie Beton, Mörtel oder Putz. So bleibt der Aufwand gering und der Aufbau bleibt möglichst sauber.

Nachdem Unterkonstruktion und Gipsplatten stehen, wird diese nach Belieben noch verspachtelt, tapeziert oder verputzt. Trotz der Unterkonstruktion und dem stabilen Gips sind Trockenbauwände keine tragenden Wände.

Die Unterkonstruktion

Die Unterkonstruktion, auch Ständerwerk genannt, kann aus Metall oder aus Holz sein. Beide Materialien bieten verschiedene Vorteile.

Während Holz-Unterkonstruktionen aus Holzbalken bestehen, werden bei Metall-Konstruktionen sogenannte C- und U-Profile benutzt. U-Profile sind horizontal und werden an der Decke und am Boden montiert. Diese sind der Rahmen der Trockenbauwand.

Nachdem die U-Profile befestigt sind, kommen die C-Profile dran. Diese sind vertikal. Das bedeutet, sie bilden die senkrechte Stütze Ihrer Trockenbauwand. C-Profile teilen Ihre Wand in gleichmäßige Abstände, sodass die Gipskartonplatten an ihnen montiert werden können.

Die Profile für die Unterkonstruktion aus Metall gibt es in verschiedenen Maßen und Längen. Falls sie eine Dämmung in Ihrer Trockenbauwand haben möchten, müssen Sie auf die Breite der Profile achten, denn diese sind entscheidend für eine effiziente Wärme- und Schallisolierung.

Ein starkes Argument für die Metallkonstruktion ist der geringe Aufwand. Außerdem entsteht durch die einfache Montage wenig Bauschmutz, Sie profitieren also von Sauberkeit. Das Material des Ständerwerks ist heutzutage meist Metall.

Auf der anderen Seite können Holzbalken eine tragende Funktion haben. So können Sie auch Bilder oder Regale an der Wand anbringen.

In dem Ständerwerk können Sie zusätzlich Dämmmaterial einbauen. Diese sorgt für Wärmeisolierung und Schallschutz. Für die Dämmung der Trockenbauwand kann zum Beispiel Mineralwolle verwendet werden, diese sorgt nicht nur für Schall- und Wärmeisolierung, sondern auch für Brandschutz.

2.    Welche Arten von Trockenbauwänden gibt es?

Informationen zu den Materialien im Trockenwandbau finden Sie auf Tipp zum Bau.

Metall oder Holz: Was verwenden Sie wann für welche Trockenbauwand?

Eine Trockenbauwand besteht meist aus Gips. Gips überzeugt durch Stabilität, zudem ist das Material relativ günstig. Da eigentlich nur Gips für die Bekleidung der Trockenbauwand benutzt wird, werden hier die unterschiedlichen Arten der Unterkonstruktionen vorgestellt.

Unterkonstruktion aus Holz

Die Holz-Konstruktion für die Trockenbauwand ist in jeder Ausführung feuerhemmend. Die Wände sind lediglich verschieden dick. Dabei kann zwischen folgenden Arten unterschieden werden.

  • Holz-Einfachständerwand (Dicke: 80 bis 130 mm)
  • Holz-Doppelständerwand (Dicke: 175 bis 240 mm)
  • Einfachständerwand mit Vorsatzkonstruktion (Dicke: 155 mm)

Unterkonstruktion aus Metall

In Trockenbauwänden wird häufiger Metall verbaut. Denn im Gegensatz zur Holzkonstruktion sind Metall-Unterkonstruktionen viel beständiger. Sie sind nicht nur feuerhemmend, sondern auch feuerbeständig.

Diese Arten der Unterkonstruktionen aus Metall gibt es:

  • Metall-Einfachständerwand (Dicke: 70 bis 195 mm)
  • Doppelständerwand (Dicke: 150 bis 280 mm)
  • Installationswand (Dicke: 141 bis 550 mm)
  • Trockenbau-Brandwand (Dicke: 111 bis 225 mm)
    Diese Wand besitzt zusätzlich eine Stahlblecheinlage und erfüllt Brandwandanforderungen.

3.    Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?

Worauf Sie beim Einbau der Trockenbauwand achten müssen, verrät Ihnen Tipp zum Bau.

Trockenbauwände sind mit wenig Bürokratie verbunden.

Eigentlich kann eine Trockenbauwand überall aufgestellt werden, wo Sie es wünschen und wo es Sinn macht. Der Raum muss aber groß genug sein, ab einer Fläche von 20 Quadratmetern kann eine Gipskartonwand aufgestellt werden.

Im Grunde müssen keine weiteren Voraussetzungen erfüllt werden. Eine Trockenbauwand ist schnell und einfach eingebaut. In feuchten Räumen, wie Badezimmern müssen Sie allerdings darauf achten, dass sie imprägnierte Gipskartonplatten verwenden. Denn einfache Gipslatten eignen sich eher weniger für feuchte Räume.

Möchten Sie eine Brandwand einbauen, so müssen bestimmte Vorschriften erfüllt werden. Bei Brandwänden gibt es verschiedene Widerstandsklassen. Zum Beispiel F30 oder F90. Dabei muss eine Brandwand bei Feuer ihre Tragfähigkeit, den Raumabschluss und die Rauchdichtigkeit für 30 beziehungsweise 90 Minuten erhalten.

Achten Sie also beim Bau einer Brandwand auf die richtigen Materialien, diese müssen ebenfalls den Widerstandsklassen angehören. Für die Unterkonstruktion einer Brandwand eignet sich Metall eher als Holz.

4.    Das kostet eine Trockenbauwand

Welche Kosten mit dem Einbau von Trockenbauwänden verbunden sind, erfahren sie auf Tipp zum Bau.

Simpler Einbau und wenige Ausgaben sind typisch bei der Nutzung von Trockenbauwänden.

Beim Bau einer Trockenbauwand schonen Sie den Geldbeutel. Im Gegensatz zu einer Massivbauwand ist die Trockenbauwand recht kostengünstig. Insgesamt lässt sich aber sagen, dass die Kosten je nach Vorhaben variieren können.

Eine Trockenbauwand können Sie in Eigenregie aufbauen, Sie können aber auch einen Fachbetrieb anstellen. Der gelernte Trockenbauer kann Ihnen fachgerecht und optimal Ihre Trockenbauwand nach Ihren Wünschen aufbauen. Selbstverständlich sind die Kosten für einen Fachbetrieb höher als di der Selbstmontage.

Die Installationskosten

Entscheiden Sie sich für einen professionellen Trockenbauer, ergeben sich die Kosten aus den Arbeitsschritten. Ist der Aufwand groß, sind die Kosten natürlich auch höher. Da jedes Projekt individuell ist, ist es schwierig allgemeine Preise anzugeben.

Standardmäßig wird erst das Ständerwerk aufgebaut und schließlich werden die Trockenbauplatten montiert. Möchten Sie allerdings zusätzlich Dämmmaterial, so ist der Aufwand größer und dementsprechend auch die Kosten.

Zusätzliche Kosten fallen ebenso an, wenn Sie im Badezimmer ein Waschbecken in der Wand haben möchten. Auch eine einzubauende Tür bedeutet für den Trockenbauer zusätzliche Arbeit. Ebenso ist die Art der Trockenbauwand entscheidend für die Höhe der Installationskosten. Wollen Sie nur eine Standardwand oder eine dicke Brandwand? Je dicker die Wand, desto höher liegt schlussendlich auch der Preis.

Doch an welchem Wert können Sie sich nun orientieren? Viele Fachbetriebe bieten eine Montage einer einfachen Trockenbauwand zwischen 45 und 70 Euro an. Der Preis ist dabei pro Quadratmeter angegeben. Je größer die Fläche der Wand, desto teurer ist also die Installation.

Die Materialkosten

Zu den Installationskosten werden natürlich die Kosten des Materials dazugerechnet. Diese bestehen aus den Kosten des Ständerwerks, der Trockenbauplatten an sich und aus weiterem Zubehör.

Die Preise für das Material können variieren. Entscheiden Sie sich für eine Trockenbauwand mit Dämmung, so können Sie zwischen verschiedenen Arten der Dämmung auswählen. Die Dämmung kann auch unterschiedlich dick sein.

Es gibt Dämmungen mit einer Dicke von 50 mm aber auch welche, die 200 mm dick sind. Der Preis ist auch materialabhängig. Glaswolle, beispielsweise kostet pro Quadratmeter zwischen drei und acht Euro.

Hanf weist eine hohe Wärmespeicherfähigkeit auf. Im Sommer bleibt die Wärme außerhalb der Räume und im Winter ist es wohlig warm. Allerdings ist Dämmmaterial aus Hanf auch etwas teurer. Zwischen fünf und 15 Euro kostet ein Quadratmeter Hanf-Dämmwolle.

Eine Unterkonstruktion aus Holz besteht aus Holzbalken. Diese kosten für das Ständerwerk ungefähr vier bis zehn Euro pro laufenden Meter. Die C- und U-Profile für die Unterkonstruktion aus Metall kosten pro laufenden Meter zwei bis sieben Euro. Die Metall-Konstruktion ist also günstiger als die Konstruktion aus Holz.

Der wichtigste Bestandteil der Trockenbauwand sind die Gipsplatten. Diese kosten pro Quadratmeter fünf bis 15 Euro. Passen Sie allerdings beim Preis auf! Denn die Preise beziehen sich auf den Quadratmeter. Die Platten an sich sind aber größer als ein Quadratmeter.

Vergessen Sie nicht die Kosten für die kleinen Materialien mit einzuberechnen. Schrauben, Dübel und Nägel müssen auch gekauft werden. Da gibt es verschiedene Hersteller. Eine Packung mit tausend Schrauben kann ungefähr acht bis zehn Euro kosten. Die Preise variieren aber stark.

Insgesamt lässt sich kein pauschaler Preis für eine Trockenbauwand nennen. Denn jedes Vorhaben ist unterschiedlich. Auch hängt der Preis Ihrer Trockenbauwand von ihrer Funktion ab. Soll ihre Trockenbauwand eine Brandwand oder nur eine Trennwand sein? Die genauen Kosten hängen also von verschiedenen Faktoren ab.

Kostenbeispiel

Damit Sie sich ein bisschen besser orientieren können, finden Sie hier ein kleines Kostenbeispiel: Angenommen, Sie entscheiden sich für eine Metall-Unterkonstruktion mit Dämmung aus Glaswolle. Ihre Trockenbauwand hat eine Fläche von 15 Quadratmeter.

Für die Metall-Konstruktion brauchen Sie zwei U-Profile und sechs C-Profile. Bei einem Preis von fünf Euro pro laufenden Meter kosten zwei U-Profile 50 Euro und sechs C-Profile 90 Euro.

Die Dämmung kostet pro Quadratmeter fünf Euro, was 75 Euro für 15 Quadratmeter entspricht. Die Gipskartonplatten kosten zehn Euro pro Quadratmeter. Für 15 Quadratmeter zahlen Sie in diesem Beispiel 150 Euro.

Rechnen Sie alle Ausgaben zusammen, kommen Sie auf eine Gesamtsumme von 365 Euro für eine Trockenbauwand mit den Maßen drei mal fünf Meter.

Allerdings sind die Kosten des Fachbetriebs noch nicht mit einberechnet. Ein Fachbetrieb, der 60 Euro pro Quadratmeter verlangt, kostet Ihnen bei einer Trockenbauwand, die 15 Quadratmeter groß ist, 900 Euro. Mit einem Fachbetrieb kostet die Trockenbauwand insgesamt 1.265 Euro.

Mögliche Förderungen

Eine einfache Trockenbauwand wird zwar eher nicht staatlich gefördert, entscheiden Sie sich jedoch für eine Wand mit guter Dämmung, können Sie eine Chance auf finanzielle Unterstützung von Seiten der KfW haben.

Denn die Dämmung sorgt für Energieeinsparen beim Heizen oder Kühlen. Die KfW fördert Projekte die Energieeffizienz vorweisen, dabei kann die Trockenbauwand mit Dämmung eine Teil-Maßnahme zur Energieeffizienz sein.

Folgende indirekte Fördermittel der KfW gibt es:

  • KfW 151 und 152: Das sind Kredite, Sie können maximal 50.000 Euro beziehungsweise 100.000 Euro bekommen.
  • KfW 430: Hier handelt es sich um einen Zuschuss, Sie können zehn bis 30 Prozent der Kosten bezahlt bekommen.

Bezüglich der Förderung, ist folgendes wichtig zu wissen: Reichen Sie den Antrag zur Förderung noch vor der Umsetzung Ihres Projekts ein. Eine weitere Bedingung ist die Planung mit einem Energieberater.

5.    Die Vor- und Nachteile einer Trockenbauwand

Tipp zum Bau vergleicht mit Ihnen die Vor- und Nachteile von Trockenbauwänden.

Unter gewissen Voraussetzungen ist Ihre Trockenbauwand eine ausgezeichnete Alternative im Rohbau.

Eine Trockenbauwand bietet viele Vorteile, doch welche Nachteile müssen beachtet werden? Hier finden Sie einen Überblick aller Argumente für und gegen die Gipskartonwand.

Die VorteileDie Nachteile

  • Eine Trockenbauwand ist vielseitig einsetzbar. Sie kann nicht nur als Teilung des Raumes genutzt werden, sondern auch als Wärmedämmung oder Schallschutz fungieren. Darüber hinaus kann eine Trockenbauwand für Brandschutz sorgen, sofern es sich eine Trockenbau-Brandwand handelt.

  • Vor allem mit einer Metall-Konstruktion weist eine Trockenbauwand eine hohe Stabilität auf.

  • Eine Trockenbauwand ist besonders langlebig.

  • Gipskartonwände sind schnell umsetzbar.

  • Sie müssen für die Installation und die Gipsplatten an sich nicht viel Geld ausgeben.

  • Trockenwände lassen sich überall aufstellen, das heißt sie sind auf dem Grundriss flexibel.

  • Mit Trockenbauwänden ist die Elektro-Installation besonders flexibel. Es lassen sich einfach Kabel im Inneren der Wände verlegen.

  • Gipskartonwände sind einfach aufzubauen, aber genauso einfach lassen sie sich wieder entfernen. Wollen Sie ihr Haus beispielsweise verkaufen und die Wand wieder rausreißen, lässt sich dies problemlos umsetzen.

  • Bei einer Dämmung, die zur Energieeinsparung führt, können Sie finanzielle Unterstützung bekommen.


  • Trockenbauwände sind keine tragenden Wände, das bedeutet, dass Sie keine Bilder oder Regale an den Wänden befestigen sollten. Schwere Lasten sind also nichts für die Trockenbauwand. Mit tragenden Holzbalken oder Gipskartondübeln allerdings, können Bilder doch aufgehängt werden.

  • Ein hoher Brandschutz oder eine gute Schallisolierung ist nur gewährt, wenn hochwertiges Dämmmaterial verwendet wird. Wollen Sie nicht auf Brandschutz verzichten, müssen Sie weitere Kosten mit einrechnen.

Eine Trockenbauwand überzeugt also mit einigen Vorteilen. Sie können im Grunde überall eine Gipskartonwand aufbauen, dabei geht es auch noch schnell und kostengünstig. Eine Trockenwand kann –mit der richtigen Dämmung – auch die Energiebilanz ihres Hauses verbessern. Wollen Sie also eine Wand als Raumtrennung in Ihrem Zuhause, so ist die Trockenbauwand die richtige Wahl.

6. Fachbetrieb finden

Sie planen eine Trockenbauwand in fachgerecht Ihrem Zuhause einzurichten? Ihr Trockenbauer in Ihrer Nähe hilft Ihnen gerne!

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