Terrassenfliesen

Terrassenfliesen – Grundlage einer schönen Terrasse

Terrassenfliesen sind die Grundlage der Terrassengestaltung. Sie verleihen Ihrer Terrasse oder Ihrem Balkon ein besonderes Flair und machen das Draußen-Sitzen noch schöner. Gute Terrassenfliesen sind funktional, angenehm und ästhetisch ansprechend.

1. Terrasse – eine alte Idee

Die Terrasse ist ein uraltes Konzept, das schon in Ägypten und Mesopotamien genutzt wurde. Die Menschen saßen eben schon immer gerne draußen.

Ins Deutsche übernommen wurde der Begriff „Terrasse“ im 18. Jahrhundert von unseren französischen Nachbarn, die damals schon als Trendsetter galten. Diese wiederum leiteten das Wort aus dem Lateinischen ab, wo „terra“ „Erde“ bedeutet.

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Die Terrasse bildet den Übergang vom Haus zum Garten.

Eine Terrasse ist ihrer Definition nach also zunächst einmal eine befestigte Erdfläche vor dem Haus. Sie ist zum Aufenthalt draußen gedacht und bildet den Übergang zum Garten.
Der befestigte Boden erlaubt dabei das Aufstellen von Tischen und Stühlen. Bei der Gestaltung Ihrer Terrasse kommt Kreativität ins Spiel. Wählen Sie aus zahlreichen Materialien, Möbeln und Pflanzen und machen Sie Ihre Terrasse zum schönsten Platz im Garten. Einige Leitlinien gibt es dabei aber trotzdem zu beachten.

Brauche ich eine Genehmigung für meine Terrasse?

In Bayern brauchen Sie für die Anlage einer Terrasse keine Genehmigung. Anders verhält sich das, wenn Sie eine Überdachung für Ihre Terrasse planen. Dabei handelt es sich nämlich um eine Um- beziehungsweise Anbaumaßnahme an ein bestehendes Gebäude. Und die ist – je nach Größe und zuständigem Bauamt – genehmigungspflichtig. Erkundigen Sie sich für Informationen dazu bei Ihrem zuständigen Bauamt.

Welche Terrasse passt zu meinem Haus?

Wenn Sie eine Terrasse neu anlegen, betrachten Sie dafür zunächst Ihr Haus. Profis stimmen die Terrassengestaltung auf das Erscheinungsbild des Hauptgebäudes ab. So wird das Endergebnis harmonisch.
Terrassen lassen sich in verschiedenen Formen gestalten. Ob rund oder rechteckig, über die Hausecke oder mit Aussparungen für Teiche oder Pool, die Möglichkeiten sind zahlreich. Erhöhte Terrassen bieten einen guten Blick über den Garten, tiefer gelegte Terrassen wirken warm und gemütlich.

Was habe ich bei der Planung meiner Terrasse zu beachten?

Stellen Sie sich bei der Planung Ihrer Terrasse folgende Fragen:

  • Wofür nutzen Sie die Terrasse? Stehen später Tisch und Stühle, eine Sitzecke oder ein Grill auf der Terrasse? Haben Sie zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen für Kleinkinder zu treffen?
  • Wann nutzen Sie die Terrasse? Frühstücken Sie täglich draußen, eignet sich eine Ostterrasse. Sitzen Sie ausschließlich nach Feierabend draußen? Eine Westterrasse lässt Sie Abendsonne tanken. Am häufigsten werden Terrassen jedoch nach Süden ausgerichtet, denn so nutzen Sie den Sonnenschein am längsten. Dabei sind jedoch Schatten werfende Nachbargebäude und Bäume zu berücksichtigen.
  • Wo werden die Zugänge zum Garten angelegt? Ist ein Türchen oder Stufen geplant? Planen Sie Beete, die die Terrasse einrahmen und den Übergang zum Garten bilden?
  • Wie viel Platz in Ihrem Garten sind Sie bereit für Ihre Terrasse zu verwenden?
  • Welches Budget haben Sie für Ihr Terrassenprojekt zur Verfügung?

2. Terrassenfliesen – Voraussetzungen für das Verlegen

Die wichtigste Voraussetzung für das fachgerechte Verlegen von Terrassenplatten ist ein geeigneter Untergrund.

  • Dieser ist frostsicher, tragfähig und gerade.
  • Der Unterbau verfügt über Gefälle von 2 – 3 %, um Wasser ablaufen zu lassen. Gegebenenfalls kreieren Sie dieses mithilfe von Ausgleichsmörtel. Wichtig dabei ist, dass das Wasser auf der gegenüberliegenden Seite der Wand abfließt.
  • Möchten Sie Ihre Terrassenfliesen auf einer bereits vorhandenen Betonplatte verlegen, prüfen Sie zunächst, ob diese der Last statisch standhält.
  • Da eine Betonplatte nicht wasserdurchlässig ist, ist ein Drainagesystem unerlässlich.
  • Eine Randeinfassung aus grobem Trockenbeton verhindert das Auseinanderdriften der Fliesen.

3. Verlegarten von Terrassenfliesen

Hier finden Sie einen kurzen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten, Terrassenfliesen zu verlegen.

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Die Verlegweise Ihrer Terrassenfliesen ist von den örtlichen Gegebenheiten und dem Material der Fliesen abhängig.

Verlegen mit Klicksystemen

  • Holzfliesen funktionieren oft über Klicksysteme.
  • Besonders einfach installieren Sie diese auf einer bereits vorhandenen Terrasse bzw. Betonplatte.

Loses Verlegen

  • Beim losen Verlegen von Terrassenfliesen bilden Schichten aus Sand, Kies und Splitt die Grundlage.
  • Die einzelnen Schichten werden mit einer Rüttelplatte verdichtet. Das Gerät können Sie im Baumarkt ab einem Preis von ca. 40 € pro Tag ausleihen.
  • Loses Verlegen ist einfach durchzuführen und ermöglicht ein einfaches Austauschen beschädigter Fliesen.
  • Allerdings kommt es bei einer losen Verlegweise vermehrt zu Unkrautbildung. Das können Sie mithilfe eines Unkrautvlieses verhindern.

Festes Verlegen

  • Beim festen Verlegen wird zunächst eine Schicht aus Schotter auf die Fläche aufgetragen.
  • Es folgt eine Schicht Verlegemörtel oder Einkornmörtel.
  • Wenn Sie Kleber (z.B. Natursteinkleber) verwenden, wird dieser direkt auf die Fliese aufgetragen.
  • Festes Verlegen erfordert etwas handwerkliches Geschick.

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Verlegen Sie Ihre Fliesen selbst oder lassen Sie Fachpersonal ans Werk


Sie können Ihre Fliesen selbst verlegen oder lassen Fachpersonal ans Werk.

Verlegen auf Stelzlagern

  • Hält Ihre Grundlage dem Gewicht der verschiedenen Schichten aus Splitt, Sand und Kies nicht stand?
  • Dann verlegen Sie Ihre Fliesen auf Stelzlagern.
  • Dazu tragen Sie Dichtschlämme an der Hauswand auf, um diese vor Feuchtigkeit zu schützen.
  • Die Terrassenfliesen werden mit den Kanten auf Stelzlager gelegt.
  • Das ermöglicht ein Austauschen einzelner Fliesen.

4. Kosten von Terrassenfliesen

Die Materialkosten für Fliesen hängen stark vom Produkt ab. Natursteinfliesen sind beispielsweise teurer in der Anschaffung als Fliesen aus WPC oder Beton. Grundsätzlich haben Sie mit einem Preisrahmen von 10 € bis 50 € pro Fliese zu rechnen.

Wenn Sie das Verlegen selbst übernehmen, fallen die Kosten für Fliesenlegerdienste weg. Überlassen Sie das dem Fachpersonal, haben sie mit Kosten von ca. 30 € 50 € pro zu rechnen.

Die Wartungskosten sind meist gering. Im Idealfall sind Terrassenfliesen nämlich langlebig und pflegeleicht.

Wer seine Terrassenfliesen selbst verlegt, spart Kosten. Bedenken Sie dabei aber, dass Sie gegebenenfalls ein teures Gerät wie einen Minibagger (100- 120 € pro Tag) für die Konstruktion des Unterbaus benötigen. Stellen Sie deswegen im Vorhinein einen detaillierten Kostenplan auf.

5. Verschiedene Terrassenfliesen – Materialien im Überblick

Bei der Terrassengestaltung wählen Sie aus einem breiten Angebot von Produkten. Von Kunststoff-Holz-Verbindungen (WPC) und Beton über Holz bis hin zu Naturstein und Feinsteinzeug ist für jeden Geschmack und für jedes Budget etwas dabei.

Die Größe der Platten beeinflusst die Wirkung Ihrer Terrasse. Nicht jedes Material eignet sich für jede Größe, denn große Fliesen aus schwerem Material sind schwer zu verlegen.

Welche Terrassenfliesen sind die richtigen für mein Projekt?

Grundsätzlich gilt, dass sehr rutschfeste Fliesen reinigungsintensiver sind und einfach zu reinigende Oberflächen etwas rutschiger sind.

Idealerweise sind Terrassenfliesen

  • rutschfest.
  • leicht zu reinigen.
  • einfach zu verlegen.
  • auch barfuß angenehm.
  • langlebig.
  • witterungsbeständig.
  • schön anzusehen.

Holzfliesen

Holz sorgt für ein natürliches Ambiente auf Ihrer Terrasse. Als Terrassenbelag eignen sich diese Hölzer besonders:

  • Nadelhölzer wie Douglasie.
  • Besonders langlebige Harthölzer wie Esche und Bambus.
  • Thermoholz ist thermisch modifiziertes Holz. Es wird getrocknet und mit Hitze behandelt.
  • Deswegen nimmt es wenig Feuchtigkeit auf.
  • Thermoholz wird weniger heiß, ist witterungsbeständiger und langlebiger.
  • Allerdings ist es mit ca. 60 € pro für Thermoesche vergleichsweise teuer.
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Holzterrassen wirken natürlich und freundlich.

Da bei Holzfliesen Klicksysteme zur Anwendung kommen, ist die Anbringung besonders einfach und erfordert keine präzise Vermessung des Untergrundes. Klicksysteme machen auch die Korrektur beschädigter Fliesen einfach. Holzfliesen werden – anders als Holzdielen – anfangs nicht abgeschliffen.

Ein Anschleifen und Ölen wird gegebenenfalls bei zunehmender Verwitterung nötig. Manchmal passen die gelieferten Holzfliesen nicht perfekt auf Ihre Terrasse. Dann können Sie die Fliesen selbst zuschneiden. Beim Kauf sollten sie auf gute Qualität achten, denn schlecht verarbeitete Holzfliesen klappern oder knarren beim Begehen.

Pflege

Zunächst befreien Sie die Holzfliesen mit einem Besen vom gröbsten Schmutz. Dann bürsten Sie die Fliesen einfach mit einer starken Bürste ab und spülen mit Wasser nach. Kämpfen Sie mit hartnäckigeren Verschmutzungen, greifen Sie auf einen selbstgemachten Reiniger zurück. Das spart Geld und ist umweltfreundlich.

  • Kochen Sie einen Brei aus Speisestärke, 100g Soda und 5 Litern Wasser.
  • Tragen Sie die Masse auf das Holz auf und lassen Sie sie ca. 4 Stunden einwirken.
  • Nun lassen sich starke Verschmutzungen mit einer groben Bürste abtragen. Spülen Sie mit Wasser nach.
VorteileNachteile
Einfache Anbringung durch KlicksystemeVerwitterung
Natürliches DesignSplittern möglich
Angenehme, natürliche HaptikKlappern/Knarren bei schlechter Verarbeitung
Thermoholz: langlebigThermoholz: teuer

Natursteinfliesen

Schlichter Naturstein sorgt für ein natürliches Ambiente und ist zeitlos. Wer schon einmal barfuß auf Stein gestanden hat weiß, dass Naturstein sich besonders gut anfühlt.

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Naturstein ist zeitlos und verleiht Ihrer Terrasse mediterranes Flair.

Natursteinfliesen bieten aber noch viele weitere Vorteile:

  • Naturstein korrespondiert mit der Umgebung und dient als Puffer für Wärmeeinflüsse.
  • Deswegen speichert er Wärme gut und ist an Sommertagen abends lange noch warm.
  • Weil Natursteine offenporig und deswegen atmungsfähig sind, werden sie aber weniger heiß als beispielsweise WPC oder Beton.
  • Außerdem sorgt die geringe Übertragungsfläche rauer Flächen für eine schwächere Wärmeübertragung an den Menschen.
  • Besonders helle, mediterrane Steine sind im Sommer angenehm, da sie einen Großteil der Sonnenstrahlung reflektieren und nicht aufnehmen.
  • Aber auch dunklere Steine wie Marmor oder Granit heizen sich weniger stark auf als Beton.

Grundsätzlich gilt: Je höher der Quarzanteil der Fliese, desto witterungsbeständiger sind die Platten. Bei Regen erlaubt die poröse Oberflächenstruktur von Natursteinen durch ihre große Verdunstungsfläche ein schnelles Trocknen.

Unversiegelte Fliesen werden stark durch Witterung beansprucht. Glattpolierte Platten werden zwar heißer und sind rutschiger, sind aber besser gegen Witterung gefeit. Außerdem bieten sie weniger Angriffsfläche für Moos und Schmutz.

Die Patina, die Naturstein mit der Zeit entwickelt, sehen Liebhaber als Veredelung. Besonders gern werden Granit, Kalkstein, Marmor, Sandstein, Schiefer, Terrakotta und Travertin verwendet. Ein antikes Aussehen wird durch den Einsatz getrommelter Steine erreicht.

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Naturstein ist vielfältig. So lassen sich extravagante oder zurückhaltende Terrassen gestalten.

Pflege

Weil viele Natursteine säureempfindlich sind und sich so säurehaltige Reinigungsmittel nicht eignen, nutzen manche Terrassenbesitzer Hochdruckreiniger zur Säuberung.

Aber Achtung! Die Reinigung mit Hochdruck erzielt zwar kurzfristig schöne Ergebnisse, schädigt die Oberfläche des Natursteins aber langfristig und bereitet so den Boden für noch mehr Moos und Schmutz. Außerdem halten die Fugen dem Hochdruckreiniger nicht dauerhaft stand.

Besser verwenden Sie spezielle Natursteinreiniger und eine Bürste oder einen Besen. Der Reiniger wird mit der Bürste eingearbeitet und mit dem Gartenschlauch abgespült.

Um Fleckenbildung und Schmutzablagerungen vorzubeugen, empfiehlt sich eine regelmäßige Imprägnierung.

  • Die Imprägnierungsschicht dient als Schutzschild für den Boden und lässt Tomatensoße oder das Fett eines heruntergefallenen Grillwürstchens gar nicht erst eindringen.
  • Die Imprägnierung beeinflusst die matte Farbe Ihrer Natursteinplatten aber nicht.

Beim Verlegen von Natursteinen beachten:

Natursteinplatten verlegen Sie auf Einkornmörtel und Edelsplitt und verfugen diese anschließend mit Brechsand, Zement oder Pflasterfugen.

Das verhindert eine rückseitige Feuchtigkeitseinwirkung auf die Platten. Wird dies nicht beachtet, kommt es zur sogenannten Aufschlüsselung, wobei sich die Ränder der Platten vom Mörtel lösen und die Platten bei Belastung anfälliger für Risse sind.

Weil Natursteinplatten in der Regel schwer sind und natürliche Musterungen aufweisen, empfiehlt es sich, die Anordnung der Platten im Vorhinein festzulegen.

Eine sorgfältige Kantenbearbeitung macht Kanten und Fugen angenehmer und die Haptik perfekt.

VorteileNachteile
Schnelles Abtrocknen, geringe RutschgefahrHohes Gewicht: Transport und Verlegen schwierig
Angenehme HaptikVergleichsweise teuer
Geringe Erhitzung im SommerSäure- und fleckenempfindlich
Ästhetisch sehr ansprechendAnfällig für Moos und Verwitterung

WPC-Fliesen

WPC besteht aus einer Mischung von Holzspänen und Kunststoff und ist deswegen viel witterungsbeständiger als Echtholz. Es vergraut nicht und ist deshalb pflegeleicht. Entscheiden Sie sich für WPC-Belag in guter Qualität, ist Ihr Terrassenbelag langlebig.

WPC sieht auf den ersten Blick aus wie Holz, verwittert aber nicht.
Die Haptik von WPC-Belägen wird manchmal als unangenehm empfunden, denn die Rillen sind hart und erhitzen sich im Sommer stark.

Rein optisch weist WPC keine Holzmaserung auf, es ist einfarbig. Ihr Empfinden entscheidet, ob Sie die einheitliche Farbe als angenehm und ruhig empfinden, oder ob Ihnen die natürliche Maserung fehlt.

Da WPC zum Teil aus Kunststoff besteht, ist der Energieverbrauch bei der Herstellung hoch. Fliesen aus Recyclingmaterialien machen dabei einen etwas besseren Eindruck.

WPC Fliesen sind im Gegensatz zu Echtholz bei Nässe rutschfest und zu 100 % splitterfrei.

Pflege

Gereinigt wird WPC mithilfe eines fettlösenden Reinigungsmittel, einer Bürste und klarem Wasser.

Einwirkung von UV-Strahlung, Temperaturschwankungen und Regen sind zwar nicht auszuschließen, aber sehr viel geringer als bei Echtholz.

WPC-Fliesen gibt es in einer enormen Farbauswahl, passend zu jeglicher Fassadenfarbe und für jeden Geschmack.

Feinsteinzeugfliesen

Feinsteinzeugfliesen sind der Klassiker unter den Terrassenfliesen. Sie überzeugen durch:

  • ihr gleichbleibendes Aussehen.
  • ihre Robustheit.
  • eine leichte Reinigung.
  • eine einfache Anbringung.
  • ihre Rutschsicherheit.
  • ihre große Farb- und Größenauswahl.
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Terrassenfliesen aus Feinsteinzeug gibt es in vielen Farben.

Da Feinsteinzeugfliesen vergleichsweise leicht sind, ist das Verlegen auf Splitt eventuell wacklig und erhöht das Bruchrisiko. Auf Drainmörtel und Haftschlamm halten Feinsteinzeugfliesen gut und sicher, allerdings ist nach dem Auflegen keine Korrektur mehr möglich. Deswegen werden sie am besten von Fachpersonal verlegt.

Je nach Qualität und Zusammensetzung sind Feinsteinzeugfliesen teuer.

Pflege

Die Reinigung und Pflege von Feinsteinzeugfliesen gehört zu den einfachsten. Für die alltägliche Reinigung reicht das Abkehren mit einem Besen oder Abspülen mit dem Gartenschlauch. Es gibt auch Spezialreiniger, die stärkere Verschmutzungen sicher entfernen. Eine Imprägnierung ist nicht notwendig.

VorteileNachteile
RutschfestVerlegen durch Fachpersonal empfohlen
Langlebig, bruchfestStehendes Wasser bei unzureichendem Gefälle
Leichte ReinigungAustauschen von beschädigten Fliesen schwierig.
große Farb- und Formauswahl.Je nach Zusammensetzung teuer

Betonfliesen

Die industrielle Fertigung von Betonfliesen bringt einige Vorteile mit sich.

  • Die Herstellungsweise macht Betonfliesen sehr günstig.
  • Sie erhalten maßgenau gleiche Steine. Das macht das Verlegen besonders einfach.

Betonfliesen überzeugen durch ihre Rutschfestigkeit und eignen sich zur Versiegelung von Flächen. Es gibt Betonfliesen in vielen verschiedenen Farben und Formen. So lassen sich Terrassen extravagant und persönlich oder zurückhaltend und zeitlos gestalten.

Betonfliesen haben allerdings den Nachteil, dass sie Feuchtigkeit aufnehmen und in der Anfangszeit nach der Verlegung ausblühen. Der in der Betonmischung enthaltene nicht gebundene Kalksteinanteil wird von eindringendem Wasser ausgelöst. Dieser Kalk lagert sich dann an der Oberfläche ab.

Nach zwei bis drei Jahren ergeben sich Ausblühungen im Beton von alleine, denn der ungebundene Kalk ist irgendwann abtransportiert. Die Ausblühungen lassen sich leicht mit Wasser entfernen, oder Sie entscheiden sich für eine Versiegelung beziehungsweise Imprägnierung um weitere Ausblühungen zu verhindern.

Die Neigung zur Feuchtigkeitsaufnahme begünstigt überdies die Fleckenbildung auf Betonplatten. Verschütteter Rotwein oder Fetttropfen von Grillgut bilden unschöne Flecken. Auch das lässt sich durch eine Versiegelung vermeiden

Wegen der industriellen Fertigung ist die Unterseite der Platten sehr glatt und läuft Gefahr, bei starker Belastung zu verrutschen. Im Sommer erhitzen sich Betonplatten stark und sind deswegen unangenehm, halten diese Wärme aber auch bis in die Abendstunden. Die Haptik von Betonplatten im Vergleich zu Naturstein ist – wie die Optik – Geschmackssache.

Pflege

Betonplatten sind wie Natursteinplatten säureempfindlich. Deswegen erfolgt die Reinigung nicht mit säurehaltigen Reinigungsmitteln. Stattdessen werden die verschmutzten Betonplatten mit grobkörnigem Sand abgekehrt und damit poliert. Für die Reinigung kann das gleiche hausgemachte Reinigungsmittel und dieselbe Methode wie für die Holzfliesen angewendet werden.

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Die meisten Fliesen lassen sich mit einer Bürste wunderbar reinigen.

Ist Ihre Terrasse noch nicht sauber genug?

Ein Hochdruckreiniger schafft Abhilfe. Achten Sie darauf, dass der Hochdruckreiniger über einen speziellen Aufsatz für die Terrassenreinigung verfügt, der die Fugen schont. Denn diese laufen Gefahr, beim Bearbeiten mit dem Hochdruckreiniger Schaden zu nehmen. Um das zu vermeiden bietet sich außerdem eine Versiegelung der Fugen mit Pflasterfugenmörtel an.

Tipp: Einen Hochdruckreiniger leihen Sie im Baumarkt oder im Internet für einen Preis von ca. 20 € am Tag.

VorteileNachteile
Einfaches VerlegenFleckenbildung
GünstigStarke Erhitzung im Sommer
RutschfestUnschönes Ausblühen
Schlichtes, zeitloses AussehenVerrutschen bei großer Belastung

Gestalten Sie Ihre Terrasse nach den aktuellen Trends! Wenn Sie mit Blick auf die Zukunft planen ist Ihre Terrasse auch langfristig schön.

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Holz harmoniert wunderbar mit dem Grün Ihres Gartens.

Strukturierte Oberflächen sind beliebt. Da bietet sich die Verwendung von natürlichen Materialien wie Naturstein und Holz an.

Klare und warme Farben liegen im Trend. Diese werden mit tropischen Motiven sowie Beton- und Metalloptik kombiniert.

Besonders beliebt sind Fliesen in extravaganten Größen. Sehr große Fliesen wirken besonders ruhig, sind aber schwieriger zu verlegen. Sehr kleine Fliesen bieten eine interessante Struktur und ermöglichen kreative Muster.

Wenn Sie Ihre Böden im Innen- und Außenbereich einheitlich gestalten, setzen Sie auf ein zeitgemäßes Design.