Terrassenbelag

Terrassenbelag- So hübsch kann Ihre Hauserweiterung aussehen!

Eine Terrasse ist wie ein zweites Wohnzimmer im Grünen. Egal ob Sie dort Blumenkästen mit Ihren Lieblingsblumen, einen Tisch für das Sonntagsfrühstück im Garten oder eine bequeme Sitzgelegenheit zum Entspannen aufstellen, eine Terrasse ist der perfekte Ort dafür.

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1. Die Terrasse – Der harmonische Übergang zwischen Haus und Garten

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Den Fokuspunkt Ihrer Terrasse sollten Sie darin legen, das Haus und den Garten stilvoll zu verbinden. Dabei dürfen Sie weder die Natürlichkeit des Gartens noch die Wohlfühlatmosphäre Ihres Heims vernachlässigen.

Einerseits spielt das Material Ihres Terrassenbelags, andererseits das Fundament eine Rolle. Wie Sie die Terrasse dann nutzen, bleibt völlig Ihnen überlassen.

2. Das Material Ihrer Terrasse

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Am wichtigsten ist bei der Wahl des Materials für den Terrassenbelag, dass es sowohl zum Haus als auch zum Garten passt und damit ein harmonischer Look erzielt wird. Außerdem sollten Sie ein robustes Material wählen, das trittfest, wetterbeständig und möglichst pflegeleicht ist. Typische Beläge sind beispielsweise:

  • Holz
  • Naturstein
  • Feinsteinzeug
  • Beton
  • WPC (Holz-Plastik)

Holz

Der nachwachsende Rohstoff sieht vor allem im Garten sehr gut aus und ist nebenbei auch noch ökologisch. Für einen Terrassenbelag sollte ein möglichst robustes Holz ausgewählt werden. Der Grund ist, dass dieses über Jahre hinweg Regen, Sonne und Kälte ausgesetzt wird. Damit die Terrassendielen aus Holz nicht splittern oder sich durch die UV-Strahlung verfärben, imprägnieren Sie den Belag alle 3 Jahre mit einer Holzlasur für außen. Bei Regen quillt oftmals das Holz leicht auf und wird dadurch rutschig, deshalb sind Holzbeläge für Terrassen mit Rillen ausgestattet.

Naturstein

Eine Alternative wäre ein Natursteinbelag. Die meist etwas kostspieligeren Steine sehen edel und luxuriös aus. Außerdem machen sie ein angenehmes Bild in einem sonst begrünten Garten. Sie sind extrem robust und frostsicher. Durch die raue Oberfläche sind sie auch bei Nässe trittsicher. Bei polierten Oberflächen ist die Rutschgefahr höher, diese Art von Bodenbelag ist besser für überdachte Bereiche oder das Innere des Hauses geeignet. Naturstein ist farbecht und verblasst nicht durch die Sonne. Ein Nachteil ist, dass beim Nachkauf Farbschwankungen auftreten. Der Stein braucht keine anspruchsvolle Pflege. Trotzdem empfehlen Gartenexperten eine Fleckschutzimprägnierung. Durch die Verbindung unterschiedlicher Steine können Sie auch Mosaike legen.

Feinsteinzeug

Die Fliesen aus Feinsteinzeug sind ein wahrer Alleskönner. Es gibt sie  bereits in jedem Aussehen und meist sind die Nachahmungen auch wesentlich günstiger als echter Naturstein. Die Fliesen brauchen keine besondere Pflege, sie sind außerdem wetterbeständig und farbecht. Auch ätzende Flüssigkeiten hinterlassen keine Flecken auf den Steinen. Im Gegensatz zu echtem Naturstein ist hier die Aufbauhöhe sehr gering, sie liegt etwa bei 2 cm. Schneiden und Bohren der Platten benötigt handwerkliches Geschick und Erfahrung, am besten holen Sie sich Tipps oder Hilfe vom Profi.

Beton

Trotz des negativen Bilds von Plattenbauten aus Beton ist der Belag eine weitere beliebte Möglichkeit. Heutzutage gibt es Betonplatten in allen Farben und Formen. Auch Holz- oder Steinnachahmungen sind darunter. Beton hat die Vorteile, dass er pflegeleicht, langlebig und frostsicher ist. Auch der Preis ist deutlich niedriger als bei den anderen Materialien.

WPC

Das Holz-Kunststoff-Gemisch (Wood-Plastic-Composite) ahmt Holzdielen nach, ist dabei aber UV- und wetterbeständig. Nur bei langer Sonneneinstrahlung ohne Pflege verfärbt sich das Holz, deshalb sollte auch hier eine Lasierung vorgenommen werden. Außerdem hat der Plastikanteil den Vorteil, dass sich das Holz weder verzieht noch splittert, wodurch barfuß gehen kein Problem mehr ist. Das Material ist langlebig und auch bei Nässe rutschfest. Die Verarbeitung geht sehr schnell und einfach. WPC ist recycelbar, worüber sich die Umwelt freut.

3. Die Terrasse selbst bauen

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Der Grundstein für Ihre eigene Terrasse liegt darin, ein stabiles Fundament zu bauen. Dadurch wird außerdem Frost und Wasser von unten abgehalten und der Belag kühlt nicht so stark aus. Egal ob Sie das Fundament selbst legen oder von einem Profi legen lassen, einige Punkte sollten Sie auf alle Fälle beachten. Am besten gießen Sie ein Betonfundament, für dieses muss aber zuerst beim Bauamt ein Antrag gestellt werden.

Der Bau Ihres Fundaments

Zuerst sollte das Fundament geplant werden, das funktioniert am besten mit Pflöcken und einer Schnur. Für ein möglichst frostsicheres und stabiles Fundament braucht man einen ebenen Untergrund. Diesen bekommt man dadurch, dass man eine etwa 80 cm Grube aushebt und den Grund mit frostsicherem Material bedeckt. Dafür eignet sich z.B. Sand oder Kies.  Danach sollte eine Verschalung mit Schalenbrettern gelegt werden. Arbeiten Sie unbedingt mit einer Wasserwaage! Mit einer Plane wird dann der Untergrund abgedichtet und vor Feuchtigkeit und Kälte von unten geschützt.

Das Betongemisch sollte dann über Stahlmatten gegossen werden, diese verhindern Risse bei Temperaturschwankungen. Auf professionellen Baustellen wird der Beton dann noch verdichtet und abgezogen, so entsteht eine glatte Oberfläche.

Zusammenfassend sollten Sie folgendes beachten:

  • Ein ebener Untergrund ist die halbe Miete.
  • Eine Verschalung aus z.B. Sand dient als Untergrund.
  • Eine Wasserwaage und Schnur sind nötig für die Ausrichtung.

Bau der Terrassen mit Dielen

Um schließlich die selbstgewählten Dielen zu verlegen, müssen Tragebalken untergelegt werden. Holz- oder WPC-Dielen können Diele für Diele mit einer Wasserwaage und einem Akkuschrauber befestigt werden. Dabei sollte die Ausrichtung regelmäßig kontrolliert werden. Der Abstand zwischen den Dielen muss regelmäßig sein, darum mit einem Meterstab nachmessen. Unregelmäßigkeit stört sonst das Bild. Vor dem ersten Regen sollte eine Lasur zur Imprägnierung aufgetragen werden.

Verlegung von Fliesen

Unter den Begriff Fliesen fallen Betonplatten, Natursteine und Feinsteinzeug. In Baugeschäften gibt es spezielle Mörtel für Natursteine etc., diese werden nach Gebrauchsanweisung gemischt. Immer nur so viel Mörtel anmischen wie Sie in 2 h verwenden können und nur eine kleine Fläche damit bedecken. Auf diese Fläche dann die zuvor gesäuberten Fliesen legen. In die Fugen am besten Fugenmörtel gießen, dadurch wird Unkraut abgehalten. Wenn Mörtel die Oberfläche beschmutzt, mit einem nassen Schwamm abwischen bevor es antrocknet. Mindestens einen Tag trocknen lassen, dann können Sie Ihre eigene Terrasse betreten.