Teppichboden

Teppichboden – gemütlich an jedem Ort

Der Teppichboden verschönert Ihren Wohnbereich und sorgt in kälteren Jahreszeiten für Gemütlichkeit. Zudem lässt sich das Design Ihren individuellen Wünschen anpassen. Das Einsatzgebiet des Teppichbodens beschränkt sich nicht nur auf Ihr Schlafzimmer, sondern ist auch auch im Außenbereich zu finden. Lesen Sie hier mehr über die Arten, Kosten und Materialien für Teppichböden.

1. Was ist ein Teppichboden?

Bei Tipp-zum-Bau erfahren Sie alles Wissenswerte über den Aufbau und die Funktion von Teppichböden.

Teppichböden existieren in vielfältigen Varianten.

Teppichböden bestehen aus mehreren Schichten. Die oberste Schicht wird als Nutz- oder Polschicht bezeichnet. Sie besteht aus Garn und ist für jeden sichtbar. Darunter liegt die Rückenschicht. Diese ist ein Vlies-, Textil-, oder Schaumrücken.

  • Vliesrücken werden umweltschonend hergestellt. Sie bieten großen Komfort und sondern keine unangenehmen Gerüche ab.
  • Textilrücken haben eine Stabilität, sind langlebig und lassen sich rückstandsfrei entfernen.
  • Schaumrücken werden ohne Weichmacher hergestellt und zeichnen sich durch Ihre Elastizität aus.



2. Verschiedene Arten von Teppichböden

Für die Herstellung von Teppichböden existieren zwei unterschiedliche Verfahren:

  • Tuftingverfahren: Dabei wird Garn von unten in den Teppichrücken eingenäht, sodass  Schlingen entstehen. Werden diese nun aufgeschnitten, entsteht ein Velours.
  • Das zweite Verfahren ist das Weben. Dabei wird Garn in einen Webstuhl eingelegt und verwebt.

Wird das Garn nun weiterverarbeitet, entstehen zusätzliche Oberflächen und neue Arten von Teppichböden.

Rolle

Teppichböden auf Rollen werden auch als Meterware oder Auslegeware bezeichnet. Klassischerweise wird das Textil aufgerollt und auf diese Weise zu Ihnen nach Hause transportiert. Anschließend wird die Meterware an der gewünschten Position ausgerollt. Die Länge einer Teppichrolle beträgt durchschnittlich vier bis fünf Meter.

Fliesen

Teppichfliesen glänzen durch ihre große Auswahl an Farben und Designs. Es besteht die Möglichkeit diese zu kombinieren bzw. aneinanderzulegen. So entstehen Muster, welche Sie individuell an Ihr Zuhause anpassen. Im Vergleich zur klassischen Rolle lassen sich Teppichfliesen leichter verlegen. Da sie selbstklebend ist, benötigen Sie für die Verlegung weder Klebeband noch Kleber. Zudem ist der Verschnitt deutlich geringer.

Schlinge

Der Name dieses Teppichbodens ist durch seine Struktur entstanden. Sie besteht aus Garn in der Form von Schlingen. Schlingenteppiche sind der Klassiker der Teppichböden. Sie lassen sich vielseitig einsetzen und eignen sich für Ihren Wohnbereich. Der Schlingenteppichboden ist pflegeleicht,  strapazierfähig und zeichnet sich durch ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis aus.

Velours

Der Teppichboden aus Velours besitzt aufgetrennte Garnschlingen und ist dadurch besonders weich. Zudem bewirkt er eine warme und gemütliche Atmosphäre. Daher nutzen Teppichboden-Liebhaber Veloursböden in Schlaf- oder Kinderzimmern. Die Nachteile bestehen darin, dass sie anfällig für Laufspuren und teurer als Schlingenteppichböden sind.

Velours-Schlinge

Velours-Schlingenböden bestehen aus Schlingen und Velours. Auf der gemischten Oberfläche reflektieren sie Lichtstrahlen unterschiedlich stark. Ein Velours-Schlingenteppichboden zeichnet sich speziell durch sein einzigartiges Design aus.

Kräuselvelours

Ein Kräuselvelours entsteht, wenn Garn gezwirbelt wird. Dieses ist hochfloriger, länger und stabiler als bei einem Veloursteppich. Darüber hinaus glänzt es durch eine angenehme Akustik und wird häufig in Hotels eingesetzt. Da für den Entstehungsprozess mehr Garn nötig ist, fallen die Kosten für Kräuselvelours höher aus.

Langflor/Hochflor

Für einen Langflorteppich werden Fasern eines Kräuselvelours genutzt. Diese Fasern sind länger und haben eine wirre Struktur. Langflorteppiche sind besonders weich und flauschig. Daher eignen sie sich für Schlafzimmer. Für die Herstellung eines Langflorteppichbodens wird besonders viel Garn benötigt. Daher liegen diese Teppichböden in einer höheren Preisklasse. Zudem ist der Pflegeaufwand für Langflor größer.

Nadelfilz

Nadelfilzböden besitzen eine glatte Oberfläche und  sind besonders belastbar. Sie werden in Büros und im Ladenbau eingesetzt. Anders gesagt: Nadelfilz eignet sich für Räume mit hoher Auslastung. Zudem ist der Verschleiß des Textils gering.

Outdoor-Teppich

Outdoor-Teppiche nutzen Sie im Außenbereich. Sie dienen als Untergrund für Balkone oder Terrassen. Outdoor-Teppiche sind robuster und beständiger als normale Teppichböden. Zudem sind sie wetterfest und verleihen Außenbereichen einen besonderen Akzent.

3. Verwendete Garnmaterialien von Teppichböden

Die Polschicht der Teppichböden besteht aus unterschiedlichen Materialien. Hier liefern wir Ihnen einen Überblick über die vielfältigen Garnmaterialen für Teppichböden:

Polypropylen

Dieses synthetische Material ist die günstigste Variante. Polypropylen ist weniger robust und nicht besonders belastungsfähig. Es hat eine raue Haptik und ist für Wohnräume ungeeignet.

Polyamid

Polyamid zeichnet sich durch seine Strapazierfähigkeit und Belastbarkeit aus. Zudem besitzt es eine angenehme Haptik. Darüber hinaus ist Polyamid langlebig und teurer.

Naturfaser

Wenn Sie Wert auf Nachhaltigkeit legen, sind Teppichböden aus Naturfasern die beste Wahl. Naturfaser ist das einzige Teppichbodenmaterial mit natürlichem Ursprung. Es wird bspw. aus Ziegenhaaren, der Sisal-Agave Pflanze oder Kokosnüssen gewonnen. Grundsätzlich sind Naturfasern aufgrund ihrer natürlichen Herkunft teurer als synthetische Produkte. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass sie weniger strapazierfähig sind.

4. Einsatzorte von Teppichböden

Teppichböden sind an vielfältigen Orten einsetzbar:

  • Aufgrund ihrer weichen und flauschigen Oberfläche sind sie speziell in Schlaf- und Kinderzimmern zu finden.
  • Zudem Sind Sie auch für Wohnzimmer eine Option und bewirken eine angenehme Atmosphäre.
  • Ein textiler Bodenbelag in Hotelzimmern ist pflegeleicht und verleiht dem Raum Eleganz.
  • Büros sind häufig mit Teppichböden ausgestattet und sorgen für eine Wohlfühlatmosphäre. Dadurch sind Sie kreativer und leistungsfähiger.
  • Teppichböden in Verkaufsräumen oder anderen repräsentativen Räumen schaffen einen positiven ersten Eindruck. So vermitteln Sie den Kunden ein Gespür für Stil und Systematik.
  • Für Außenbereiche sind Outdoor-Teppiche die ideale Lösung. Sie sind oft auf Terrassen und Balkons zu finden.

5. Voraussetzungen für den Einsatz und die Verlegung von Teppichböden

Tipp-zum-Bau informiert Sie, welche Voraussetzungen für die Verlegung von Teppichböden zu erfüllen sind.

Die Verlegung von Teppichböden bedarf einer angemessenen Vorbereitung.

Der Untergrund

Behandeln Sie den Untergrund, bevor Sie Ihren ausgewählten Teppichboden verlegen. Säubern Sie Ihren Boden gründlich und achten Sie auf Unebenheiten, Fugen sowie Risse. Dabei ist es ratsam, Unebenheiten und grobe Fugen auf Hartboden zu verspachteln. Entdecken Sie auf Ihrem Untergrund aus Estrich Risse, behandeln Sie diesen mit Nivelliermasse. Möchten Sie Ihren alten Teppichboden gegen einen neuen austauschen, entfernen Sie diesen samt Kleberesten komplett.

Vermessung und Schnitt

Wir raten Ihnen, bereits vor dem Kauf Ihren Raum auszumessen. Teppichböden und Meterware sind in der Regel mit einer Länge von vier bis fünf Metern erhältlich. Bevor Sie dieses Material kaufen, überlegen Sie sich, in welche Richtung Sie den Teppichboden auslegen. Wenn Sie vorab gut planen, haben Sie beim Verlegen weniger Verschnitt. Schließlich benötigen Sie weniger Material und sparen Geld.

Im Folgenden erklären wir Ihnen, welche Arbeitsschritte für die Vermessung und den Schnitt notwendig sind:

  •  Rollen Sie zunächst den Teppichboden aus und drücken Sie ihn an die Wand. Dadurch entsteht eine Schneidkante.
  • Auf dieser schneiden Sie mit einem Teppichmesser grob entlang. Achten Sie darauf, einige Zentimeter übrig zulassen. Ein feiner Schnitt ist erst nach der Fixierung nötig.
  • Haben Sie sich für Teppichfliesen entschieden, platzieren Sie diese an die gewünschten Stellen.

Bedenken Sie: Ein Teppichboden aus Naturfasern bleibt zunächst 24 Stunden im Raum liegen. Somit akklimatisiert er sich an die Raumtemperatur. Legen Sie zusätzlich eine zweite Teppichbahn neben die erste, sorgen Sie für einen nahtlosen Übergang. Dies gelingt Ihnen, indem Sie die zwei Bahnen überlappen lassen. Anschließend schneiden Sie durch beide hindurch.

Fixierung

Bei der Fixierung Ihres Teppichbodens stehen Ihnen zwei Optionen zur Auswahl:

Doppelseitiges Klebeband

Mit einem doppelseitigen Klebeband befestigen Sie den Teppich. Dazu kleben Sie das Band am Rand des Raumes entlang und an den Türschwellen an. Anschließend legen Sie den Teppichboden über das Klebeband und drücken diesen fest. Dafür eignet sich eine Walze. Achten Sie jedoch darauf, dass weder Beulen noch Wellen entstehen.

Dispersionskleber

Alternativ nutzen Sie einen Dispersionskleber. Zunächst nehmen Sie den bereits ausliegenden Teppich und schlagen ihn zur Hälfte um. Anschließend verteilen Sie den Kleber mit einer Spachtel auf dem Untergrund. Danach schlagen Sie den Teppich zurück und wiederholen den Vorgang auf der anderen Seite. Nachdem der Textilboden verlegt und fixiert ist, schneiden Sie alle Kanten fein ab.

6. Kosten für Teppichböden

Bei Tipp-zum-Bau erfahren Sie alles Wissenswerte über die Kosten für Teppichböden.

Die Kosten für Teppichböden variieren stark.

Materialkosten der Teppichböden

In folgender Tabelle informieren wir Sie über die Materialkosten für Teppichböden:

TextilKosten pro Quadratmeter
Schlinge10 €
Velours17 €
Velours-Schlinge15 €
Kräuselvelours20 €
Langflor15 €
Nadelfilz10 €
Outdoor-Teppiche10 €

Handwerkerkosten

Behandelt der Handwerker vor der Verlegung den Untergrund, fallen Kosten bis zu 45 € pro m² an. Die anschließende Verlegung inklusive Fixierung kostet auch 45 €.

Zusatzkosten und Pflege

Verlegen Sie Ihren Teppichboden eigenständig, entfallen die Handwerkerkosten. Haben Sie sich für eine Auslegeware entschieden, benötigen Sie Werkzeuge und Hilfsmittel:

  • Ein Teppichmesser ist bereits ab 2 € erhältlich.
  • Eine breite Rolle aus doppelseitigem Klebeband erwerben Sie schon ab 5 €.
  • Dispersionskleber ist hingegen ab 2 € pro Kg erhältlich.
  • Die dazugehörige Spachtel kostet ungefähr 1 €.
  • Einfache Staubsauger zur Reinigung von Teppichböden erhalten Sie bereits für 40 €.
  • Während Sprühsauger 20 € kosten, sind Reinigungsmittel für 2 € pro Liter erhältlich.
  • Für Fleckenentferner zahlen Sie minimal 4 €.

7. Tipps für den Kauf von Teppichböden

Den richtigen Teppichboden zu finden, ist eine komplexe Angelegenheit. Daher liefern wir Ihnen wichtige Hinweise, die Sie vor dem Kauf beachten:

Siegel und Gütezeichen

Hochwertige Teppichböden sind mit einer Auszeichnung versehen:

  • Der Blaue Engel versichert Ihnen, dass der Teppichboden schadstoffarm ist.
  • Das GuT-Siegel wird nachhaltig und umweltfreundlich hergestellten Teppichen verliehen.
  • Mit dem Green Label Plus ausgezeichnete Teppichböden gewährleisten Ihnen eine gute Luftqualität.
  • Allergiker achten auf das Life Balance-Siegel.

Information für Allergiker

Teppichböden sind für Allergiker geeignet. Die Materialien oder die Art des Teppichs sind dabei unerheblich. Der textile Boden nimmt Staub und Partikel auf. Der Staub bleibt jedoch am Boden und wird nicht wieder an die Luft abgegeben. Das bedeutet:

  • Der Feinstaubgehalt in der Luft wird auf die Hälfte reduziert.
  • Die Luft ist reiner und die Atmosphäre angenehmer.

Unser Tipp: Saugen Sie Ihren Teppichboden regelmäßig. Denn das Textil nimmt nur eine begrenzte Menge auf. Überschüssiger Staub bleibt in der Luft.

Nutzungsklasse

Die Nutzungsklasse zeigt Ihnen, wie belastbar und robust Ihr Teppichboden ist. In Räumen mit hoher Auslastung wird eine höhere Nutzungsklasse empfohlen.

Im Wohnbereich ist eine Nutzungsklasse von 21 bis 23 ideal. In der Regel existieren in Wohnräumen flauschige und weiche Teppichböden. Widerstandsfähigere und robustere Teppichböden werden im gewerblichen Bereich verlegt, da die Böden hier einer höheren Belastung ausgesetzt sind. Geeignet sind die Klassen 31 bis 33.

Luxusklasse

Die Luxusklasse hat eine Skala von 1 bis 5 Kronen. An ihr erkennen Sie, wie luxuriös der Teppichboden ist. Teppiche in höherer Kronenzahl sind angenehmer und deutlich komfortabler. Wichtig ist jedoch, dass bei der Einstufung in die Skala nur die Oberfläche des Textils berücksichtigt wird. Je weicher und flauschiger ein Teppich ist, desto höher ist seine Luxusklasse. Dagegen sind robuste und widerstandsfähige Textilien in der letzten Klasse.

Poleinsatzgewicht

Anhand des Poleinsatzgewichtes erkennen Sie, wie viel Garn bei der Herstellung genutzt wurde. Hochwertigere und teurere Teppichböden enthalten eine größere Menge an Garn. Im Regelfall sind es 700 g pro m². Teilweise wird die Anzahl der Noppen auf einem m² angegeben. Befinden sich dort besonders viele Fasern, hat der Teppichboden eine hohe Qualität. Ab 100.000 Noppen auf einem m² gehören Teppichböden zu den hochwertigen Textilien.

Zusatzeignungen

Manche Teppichböden besitzen Zusatzeignungen. An ihnen erkennen Sie, für welche Zwecke oder Umstände der Teppich geeignet ist.

  • Verlegen Sie Ihren Teppichboden ganz einfach über einer Fußbodenheizung. Zuvor informieren Sie sich, ob Ihr gewünschter Teppich für Fußbodenheizungen geeignet ist.
  • Ein Teppichboden im Büro oder für Rollstuhlfahrer benötigt eine Stuhlrolleneignung. Damit geht einher, dass der Teppich robust ist und hohen Belastungen stand hält.
  • Eine antistatische Ausrüstung verhindert, dass sich Teppichböden elektrisch aufladen. Dadurch bleiben alle elektronischen Geräte unversehrt.

8. Vor- und Nachteile von Teppichböden

In folgender Tabelle informieren wir Sie über die Vor- und Nachteile der bekanntesten Teppichböden:

OberflächeVorteileNachteile
Schlinge
  • Pflegeleicht.

  • Strapazierfähig.

  • Günstig.
  • Velours
  • Weich und flauschig.
  • Teuer.

  • Anfällig für Laufspuren.
  • Velours-Schlinge
  • Einzigartige Optiken.
  • Kräuselvelours
  • Weich und flauschig.

  • Hohe Stabilität.

  • Gute akustische Eigenschaft
  • Teuer.
  • Langflor
  • Weich und flauschig.
  • Pflegeaufwändig.

  • Teuer.
  • Nadelfilz
  • Strapazierfähig.

  • Belastbar.

  • Günstig.
  • Outdoor-Teppich
  • Robust.

  • Wetterfest.

  • Große Auswahl an Farben und Größen
  • Hier erhalten Sie auch noch die Vor- und Nachteile für die verschiedenen Garnmaterialien auf einen Blick:

    GarnmaterialVorteileNachteile
    Polypropylen
  • Günstig.
  • Wenige robust.
  • Raue Haptik.
  • Polyamid
  • Strapazierfähig.

  • Langlebig.

  • Belastbar.
  • Teuer.
  • Naturfaser
  • Nachhaltig.

  • Naturprodukt.
  • Teuer.

  • Weniger robust und strapazierfähig.
  • 9. Der Teppichboden als perfekte Lösung

    Ein Teppichboden ist besonders vorteilhaft. Er ist ideal für Schlafzimmer, Büros oder Terrassen. Die freie Wahl der Farbe, des Designs oder des Garnmaterials ermöglicht eine individuelle Anpassung an Ihre Bedürfnisse. Möchten Sie sich das mühsame Verlegen der Meterware ersparen, sind Teppichfliesen die perfekte Lösung. Pflegen Sie den Teppichboden regelmäßig, damit er Ihnen lange erhalten bleibt.

    10. Teppichboden: die richtige Reinigung

    Sie haben sich dazu entschieden, sich einen Teppichboden zuzulegen? Dann ist es jetzt wichtig, auch zu wissen, wie man diesen richtig reinigt. Dabei haben Sie zwei Möglichkeiten. Am besten ist es, beide Möglichkeiten abwechselnd und regelmäßig anzuwenden. Je nach Grad der Verschmutzung entscheiden Sie sich für die passende Reinigungsoption. 

    Tipp zum Bau zeigt Ihnen, wie Sie Ihren Teppichboden gründlich und unkompliziert reinigen.

    Um Ihren Teppichboden sauber zu halten, reicht meist schon ein einfacher Staubsauger.

    • Einen Staubsauger besitzt fast jeder. Er ist praktisch und nur gering zeitaufwendig. Auch ein Teppich lässt sich schnell und simpel durch einen Staubsauger reinigen. Es gilt: Im Wohnbereich ist der Teppichboden ca. 2-mal die Woche mit einem Staubsauger zu reinigen. Bei Büros und anderen Bereichen mit hoher Bodennutzung empfiehlt sich eine tägliche Reinigung. Um sich dabei die Arbeit zu erleichtern, schauen Sie gerne in den folgenden Beitrag zum Staubsauger-Roboter.
    • Ist es an der Zeit, den Teppichboden von hartnäckigem Schmutz zu befreien? Dann lohnt sich eine Tiefenreinigung! Behandeln Sie hierbei den Teppich mit einer Mischung aus Wasser und Reinigungsmittel. Achten Sie darauf, Reste des Reinigungsmittels nach dem Putzen mit Wasser aus dem Teppichboden zu entfernen! Durch die enthaltenen Chemikalien ist der Teppich sonst sehr schnell beschädigt. Das Trocknen dauert meist 1 bis 2 Tage.

    11. Teppichboden: Fleckenbehandlung

    Sie haben hartnäckige Flecken auf ihrem Teppichboden? Kein Problem! Mit folgenden Tipps gelingt es Ihnen mit Sicherheit, die Flecken zu entfernen. Versuchen Sie zuerst, den Fleck mit einfachem Wasser zu behandeln. Dabei befeuchten Sie den Fleck und tupfen ihn dann mit einem saugfähigen Tuch ab. Funktioniert das nicht, dann probieren Sie folgende Profi-Tipps aus.

    Bei fetthaltigen Flecken lohnt es sich, den Schmutz mit ein wenig Waschbenzin zu behandeln. Auch Fleckenentferner, in Bau- und Drogeriemärkten erhältlich, beseitigen das Problem. Bei Flecken, welche durch Getränke verursacht wurden, hilft oft ein altes Hausmittel. Weißer Essig gilt als der Fleckenentferner überhaupt. 

    Benutzen Sie bitte keine stark chemikalischen Produkte. Dabei besteht die Gefahr, den Teppich zu beschädigen. Probieren Sie jedes Produkt am besten vorher an einer nicht sichtbaren Stelle aus.  Nur so gehen Sie auf Nummer sicher.

    12. Teppichboden: Vorbeugen eines Schädlingsbefalls

    Die Angst vor einem Schädlingsbefall am Teppichboden ist berechtigt. Oft helfen schon kleine Dinge, um einem möglichen Befall durch Teppichkäfer oder Milben vorzubeugen. Befolgen Sie diese Tipps und geben Sie Schädlingen keine Chance!  

    Achten Sie darauf, den Teppich regelmäßig zu reinigen. Das bedeutet allerdings nicht, ihn außergewöhnlich oft zu reinigen. Eine zu häufige Reinigung, besonders durch Chemikalien, schädigt den Teppich. Säubern Sie ihn stattdessen in einem regelmäßigen Abstand und seien Sie aufmerksam. Durch das frühzeitige Erkennen eines Schädlingsbefalls ist es meist möglich eine große Ausbreitung zu verhindern. 

    Auch Insektengitter an den Fenstern halten Schädlinge davon ab, Ihren Wohnbereich überhaupt zu erreichen. Besonders anfällig für Schädlinge sind Teppiche mit hohem Wollanteil. Seien Sie bei diesen also besonders aufmerksam oder greifen Sie auf ein anderes Material zurück.

    13. Teppichboden: Fehler beim Verlegen

    Tipp zum Bau zeigt, wie Sie Teppichboden verlegen

    So vermeiden Sie häufige Fehler beim Verlegen von Teppichen.

    Es ist möglich, nachträgliche Komplikationen mit Teppichböden zu vermeiden. Diese geschehen meist durch kleine Fehler beim Verlegen. Hier sind die häufigsten Fehler zusammengefasst:

    • Die Bodenfläche wurde falsch und unzureichend vorbereitet.
    • Die Fläche des Teppichbodens wurde nicht richtig kalkuliert. 
    • Der Teppichboden wurde falsch oder überhaupt nicht verklebt.
    • Ein neuer Teppichboden wurde über einen alten verlegt.
    • Die Teppichkanten wurden schief und ungenau geschnitten.
    • Die Florrichtung wurde beim Verlegen nicht beachtet.
    • Die Nutzungsklasse des Teppichbodens wurde missachtet.

    14. Den Teppichboden entfernen

    Sie sind nun doch unzufrieden mit ihrem Teppichboden? Oder haben vor, ihn durch einen neuen auszutauschen? Egal, was ihr Beweggrund ist: Hier sehen Sie die wichtigsten Punkte, die beim Entfernen eines Teppichbodens zu beachten sind.

    Montieren Sie zuerst die Teppichleisten ab. Wurden diese entfernt, stellen Sie an den Raumecken die Verklebungsart fest. Danach schneiden Sie den Teppich in Bahnen und entfernen ihn entsprechend der Verklebungsart.  

    Wurde der Teppich mit Klebestreifen verklebt, dann arbeiten Sie mit Lösemittel und Spachtel. Bei wasserlöslichem Leim befeuchten Sie die gesamte Fläche. Nach ca. 1 bis 2 Stunden ist der Teppich im Idealfall mit den Händen entfernbar. Bei nicht wasserlöslichem Leim oder Kunstharz arbeiten Sie mit einem Teppich-Stripper. Das ist ein mechanisches Gerät, welches die Teppichentfernung erleichtert. 

    15. Der Teppichboden aus Naturfasern

    Ein Teppichboden aus Naturfasern ist meist wesentlich umweltschonender als ein Teppich aus synthetischen Fasern. Dabei unterscheidet man zwischen Tier- und Pflanzenfasern. 

    Teppiche aus tierischen Fasern bestehen meist aus Schafwolle. Aber auch das Haargarn von Kühen, Pferden oder Ziegen findet seinen Nutzen in der Teppichbranche. Ein Teppichboden aus tierischen Fasern besitzt viele unterschiedliche Eigenschaften. Er ist wärmedämmend, langlebig und ökologisch unbedenklich. Aber auch zum Raumklima trägt er durch seine klima-regulierende Art oft positiv bei. 

    Die bekanntesten Teppichböden aus pflanzlichen Fasern bestehen aus Sisal. Das sind Fasern, die aus Agavenblättern gewonnen werden. Besonders beliebt ist dieser Teppichboden in Asien. Aber auch Bananenblätter, Kokos, Bambus und Seegras eignen sich hervorragend zur Herstellung von Teppichen. Ein aus Pflanzenfasern bestehender Teppich ist meist außerordentlich dekorativ und widerstandsfähig.

    16. Teppichböden und ihre Geschichte

    Der Teppich besitzt eine jahrtausendlange Tradition. So ist das früheste Zeugnis der Teppichkunst der Pasyryk-Teppich. Dieser wurde schätzungsweise im 4. Jhdt. v. Chr. hergestellt. Es existieren außerdem Teppichfragmente aus Ost-Turkestan aus dem 6. bis 8. Jhdt. n. Chr. Die ersten Teppiche Spaniens wurden schätzungsweise im Jahr 1300 geschaffen. Erst im 16. Jhdt. fand der Teppichtrend nach Indien.

    17. Sonderform: Messe-Teppichboden

    Der Messe-Teppichboden eignet sich eher für größere Veranstaltungen. Anders als bei den meisten Teppichböden, hat dieser nur für kurze Zeit einen Nutzen. Wegen der hohen Belastung bestehen diese meist aus synthetischen Fasern. Ein Messe-Teppichboden ist UV-beständig, schwer entflammbar, rutschsicher und schallabsorbierend.

    Es bietet sich außerdem an, auf die Nachhaltigkeit des Teppichbodens zu achten. Messe-Teppichböden haben oft eine weniger gute Umweltbilanz. Sie eignen sich oft nur für kurze Zeit und landen darauf in der Müllverbrennung. Dadurch gelangen viele umweltschädliche Stoffe in die Luft. Wenn Sie einen Messe-Teppichboden nutzen, dann achten Sie also auf verschiedene Umweltgütesiegel.

    18. Ein nachhaltiger Teppichboden

    Umweltschutz, Energieeffizienz und Ressourcenschonung sind Ihnen wichtig? Auch bei der Teppichwahl ist eine nachhaltige Entscheidung möglich. Wählen Sie einen Teppichboden-Hersteller mit hoher Unternehmens- und Umweltverantwortung! Tipp zum Bau verrät Ihnen, wie Sie einen nachhaltigen Teppich erkennen.

    Ein umweltschonender Teppichboden besitzt das Cradle-to-Cradle Zertifikat. Zudem ist er aus nachhaltigen Rohstoffen oder recyceltem Material hergestellt. Ein nachhaltiges Unternehmen dokumentiert alle die Umwelt betreffenden Prozesse und Aktivitäten in der Produktion. Wenn Sie also keine Angaben zum Energieverbrauch bei der Produktion finden, ist der Teppichboden meist nicht nachhaltig. Auch über die Abfallentsorgung bei der Produktion und die Treibhausbilanz ist es einem Teppichhersteller nicht erlaubt, zu schweigen. 

    Wenn Sie diese Punkte beachten, dann finden Sie mit Sicherheit einen guten, umweltschonenden Teppichboden.

    19. Teppichboden: Der Teppich-Stripper

    Wenn Sie Probleme beim Entfernen eines Teppichbodens haben, lohnt sich die Anschaffung eines Teppich-Strippers. Diese sind für Sie einfach in einem Baumarkt auszuleihen. Ein Teppich-Stripper entfernt einen fest verlegten Teppich in wenigen Minuten, ohne dass Reste übrig bleiben. Er besitzt vorne eine Messerklinge. Schieben Sie diese unter den Teppich. Wenn Sie den Teppich-Stripper einschalten, startet das Klingenwerk und ein Druckpolster entsteht. Nun haben Sie die Möglichkeit, den Teppich ganz einfach zu entfernen.

    Beachten Sie aber, dass es sich hierbei um ein fachspezifisches Elektrowerkzeug handelt. Es ist wesentlich leichter durch die geschulte Hand zu bedienen. Wenn Sie sich also nicht sicher sind, ob Sie einen Teppich-Stripper richtig nutzen, wenden Sie sich an einen Boden- oder Fliesenleger.

    20. Teppichboden: der richtige Ansprechpartner

    Ein Teppichboden lässt sich meist selbst entfernen. Dabei kommt es aber oft zu Beschädigungen des Bodens. Wollen Sie das vermeiden? Oder haben Sie einfach nicht genügend Zeit? Sind Sie unsicher in der Umsetzung und haben Fragen? Dann wenden Sie sich an den richtigen Ansprechpartner.

    Ihr Ansprechpartner ist im Idealfall ein ausgebildeter Boden- und/oder Fliesenleger mit Meistertitel. Dieser ist speziell auf das Verlegen von Böden geschult. Er weiß, wie man die wichtigsten elektrischen Geräte benutzt und worauf bei der Verlegung zu achten ist. Wenn Sie also auf Nummer sicher gehen wollen, dann wenden Sie sich an den Bodenleger Ihres Vertrauens.

    21. Teppichboden: endlich wieder voll im Trend

    Lange Zeit waren Teppichböden die beliebtesten Bodenbeläge. Gerade im letzten Jahrhundert wurden diese durch die Ausbreitung der Industrie immer gefragter. Vor 20 Jahren jedoch ist der Hype um den Teppichboden abgesunken. Minimalismus war nun angesagt. Verschnörkelte Muster und Textilien am Boden sollten der Vergangenheit angehören. Zudem war ein Teppich nicht für Allergiker geeignet. 

    Doch dieser Minimalismus sinkt jetzt wieder ab. Muster, Farbe und Struktur in den eigenen vier Wänden war noch nie so in wie jetzt! Ein guter Teppich gibt einem Raum Charakter. Des weiteren wurde mittlerweile auch die TÜV-Plakette “Allergiker-geeignet” eingeführt. So ist es einfach, einen Teppichboden zu finden, welcher den individuellen Ansprüchen entspricht.

    Mehr zum Thema Fußboden bei Tipp zum Bau

    Kork, Boden, Decke, ausrollen

    Korkboden

    Tipp zum bau informiert Sie über den Vinylboden Gewerbe.

    Vinylboden Gewerbe

    Fliesen sind wahre Alleskönner. Erfahren Sie mehr bei Tipp zum bau

    Bodenfliesen Wohnbereich

    Dieser Text wurde von den Redakteuren der      erstellt

    Online-Seminare, auch zum Thema Bauen, finden Sie unter