Trinkwasser-Installation

Trinkwasser-Installation

Eine Trinkwasser-Installation ist das gesamte Warm- und Kaltwasser für Trinkwasser innerhalb eines Gebäudes. Es schließt Rohrleitungen, Apparate und Armaturen ein.

Berechnet wird die Anlage von der Einführung ins Haus, bis hin zur Entnahme des Wassers durch den Verbraucher. In der Regel ist diese Leitung an das öffentliche Trinkwassernetz angeschlossen.

Lesen Sie hier mehr über die Trinkwasser-Installation.

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1. Wofür brauchen Sie eine Trinkwasser-Installation?

Trinkwasser ist für uns Menschen essenziell. Ein Erwachsener benötigt am Tag ungefähr zwei Liter Wasser. Hinzu kommen Kinder, Haustiere und Pflanzen, die ebenfalls Trinkwasser benötigen. Neben dem Trinken wird reines Wasser aber auch zum Kochen oder Kaffeekochen verwendet.

  • Eine Trinkwasser-Installation entfernt Bakterien und sorgt für eine hohe Wasserqualität. Das hat positive Auswirkungen auf Ihre Gesundheit und steigert Ihre Lebensqualität.

Spezielle Installationen sorgen dafür, dass das Warmwasser nicht unter 55 Grad abkühlt und sich das Kaltwasser nicht über 25 Grad erhitzt. Ist das nämlich der Fall, entstehen Bakterien und Viren. Schwere Infektionen sind dann die Folge.

2. Verschiedene Installationstypen

Wissenswertes über die Trinkwasser-Installation bei Tipp zum Bau. Lesen Sie mehr über Trinkwassersysteme.

Wählen Sie das passende Rohrsystem.

Ringleitung

In diesem Ringsystem strömt das Wasser von zwei Seiten zur Auslaufarmatur. Von dort kann es durch alle Anschlüsse fließen.

Eine Ringleitung besitzt einen Doppelanschluss, an dem Wasserproben entnommen werden können.

  • Der optimalen Wasseraustausch einer Ringinstallation ermöglicht ein hygienisch sauberes Trinkwasser.

Da Wärme und Druck gleichmäßig verteilt werden, besitzt das Ringsystem einen geringen Druckverlust. Schließen Sie unbesorgt mehr Sanitärobjekte an Ihr Installationssystem an.

Reihenleitung

Ähnlich wie die Ringleitung besitzt auch die Reihenleitung einen Doppelanschluss. Das Rohr führt dann direkt zum nächsten Anschluss. Am Ende der Reihe liegt in der Regel das Sanitärobjekt mit dem höchsten Verbrauch. Das kann beispielsweise die Toilette oder das Waschbecken sein.

Besitzen Sie keinen Hauptverbraucher, wird zusätzlich ein Ringsystem installiert.
Eine Reihenleitung gewährleistet Ihnen ein hygienisch einwandfreies Wasser. Es ist schnell installiert und kostengünstig, da wenig Rohre verbraucht werden.

Einzelleitung

Die Einzelleitung zeichnet sich durch seine einzelnen Entnahmestellen aus.

Bei der Installation werden kleine Rohrdimensionen verwendet. Das gewährleistet geringe Druckverluste und dadurch einen guten Komfort an den Armaturen.

Im Vergleich mit anderen Leitungssystemen benötigt die Einzelleitung einen geringen Aufwand. Dadurch, dass im gesamten System eine Rohrgröße verwendet wird, wird die Planung und Berechnung minimiert.

In Einzelleitungen kann es zur Stagnation des Wassers kommen. Das Wasser steht dabei länger als vier Stunden still. Dabei kann es sich erwärmen oder Stoffe der Rohrleitungen aufnehmen. Das stellt ein Risiko für die Hygiene und Wasserqualität dar.

  • Erweitern Sie Einzelleitungen mit T-Stücken. Diese Stücke werden an regelmäßig verwendete Entnahmestellen installiert.
  • Kombinieren Sie auch verschiedene Leitungssysteme innerhalb Ihres Haushaltes. Sie können beispielsweise in der Küche eine Ringleitung und im Bad eine Reihenleitung installieren.

► Lesen Sie hier mehr über Wasserleitungen.

3. Geeignete Werkstoffe für Rohrleitungen

Die Wahl des richtigen Werkstoffes ist besonders wichtig, da bestimmte Materialien Stoffe in das Trinkwasser abgeben. Die Wasserqualität sinkt dadurch. Zulässige Werkstoffe sind Kupfer, Edelstahl, feuerverzinkter Stahl und Kunststoffe.

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Das Material ist entscheidend für die Trinkwasserqualität.

Kupfer

Kupfer ist der am häufigsten verwendeten Werkstoff. Das rotbraune Metall besitzt Löt- oder Pressverbindungen zwischen den einzelnen Rohren.

Besonders blankes Kupfer kann sich bei neuen Trinkwasser-Installationen ablösen und das Wasser verunreinigen. Daher beschränkt der DIN 50930-6 die Verwendung von Kupfer auf bestimmte Anlagen.

Eine geeignete Alternative ist innenverzinntes Kupfer. Dieses wird unbedenklich in jedes Trinkwassersystem eingebaut.

Edelstahl

Rohre aus diesem schwach glänzenden Werkstoff werden mit Pressverbindungen aneinandergereiht. Schraubverbindungen werden an Armaturen und Schweißverbindungen an Verteilern angebracht.

Edelstahl oder auch nicht rostender Stahl kann in alle Trinkwassersysteme unbedenklich montiert werden.

Feuerverzinkter Stahl

Dieser hellgraue Stahl wird auch verzinkter Stahl genannt. Aus diesem Metall gibt es nur gerade Rohre. Gebogene werden durch Rohrverbindungen und Gewinde hergestellt.

Anders als Edelstahl, wird feuerverzinkter Stahl nicht bei allen Trinkwässern eingesetzt. Hier gelten ebenfalls die Vorschriften des DIN 50930-6. Wegen seiner geringen Beständigkeit, darf verzinkter Stahl nicht im Warmwasserbereich montiert werden.

Durch den Herstellungsprozess wird verzinkter Stahl mit Blei verunreinigt. Geringe Mengen werden zwar an das Trinkwasser abgegeben, sind aber unschädlich.

Kunststoffe

Kunststoffrohre sind in vielen Farben erhältlich und werden durch Kleben, Schweißen oder Pressen miteinander verbunden.

Bauen Sie Kunststoff in allen Trinkwasser-Installationen unbedenklich ein. Hier benötigen Sie allerdings ein Prüfzeichen des DVGW. Lesen Sie dazu den DVGW W270 und die Leitlinien des Umweltbundesamtes zur veränderten Durchführung der KTW-Prüfung bis zur Gültigkeit des Europäischen Akzeptanzsystems (EAS) für Bauprodukte im Kontakt mit Trinkwasser.

Örtliche Gegebenheiten sind bei der Wahl des Materials zu berücksichtigen. Kontaktieren Sie deshalb einen Rohrhersteller oder das Wasserversorgungsunternehmen.

4. Einsatzorte für eine Trinkwasser-Installation

Grundsätzlich kann ein Trinkwassersystem in allen Gebäuden installiert werden. Für die Wahl des richtigen Rohrsystems wird zwischen Wohnbau und Gewerbebau unterschieden.

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Erhalten Sie sauberes Trinkwasser aus Ihrem Wasserhahn.

Wohnbau

Im Eigenheim werden häufig Reihensysteme oder Ringsysteme eingebaut. Beide garantieren einen optimalen Wasseraustausch und damit ein sauberes Trinkwasser. Besonders die Reihenleitung punktet als kostengünstigste Variante.

In großen Wohnhäusern werden auf Grund der regelmäßigen Überprüfungen bevorzugt Ringsysteme installiert.

Gewerbebau

Hohe Trinkwasserqualität spielt vor allem in Hotels, Krankenhäusern, Kindergärten und Pflegeheimen eine große Rolle. Auf Grund vieler Vorteile werden hier vor allem Trinkwasser Ringleitungen installiert. Diese ermöglichen es, ohne Probleme viele Sanitäranlagen anzuschließen.

Das Gesundheitsamt führt regelmäßig Kontrollen zur Hygiene in diesen Einrichtungen durch. Im Zuge dessen wird auch das Trinkwasser überprüft. Ringsysteme besitzen einen Doppelanschluss. Dieser sorgt für eine leichte Entnahme der Wasserproben.

Automatische Spülungen werden häufig in Schulen, Kindergärten und Hotels montiert. Da diese Einrichtungen über Stunden hinweg leer sein können, stagniert das Wasser in den Rohren. Eine automatische Spülung verhindert, dass sich Bakterien und Viren bilden können.

5. Trinkwasser-Installation und die richtige Planung

Die richtige Installation des Trinkwassersystems setzt eine gute Planung voraus. Wichtig ist:

  • Die Wahl eines Ring- oder Reihensystems.
  • Die Wahl des Werkstoffes.
  • Die Beachtung der Vorschriften und gesetzlichen Angaben.
  • Die Wahl von Rohrbelüftungen. Diese werden eingebaut um zu verhindern, dass nicht zum Trinken geeignetes Wasser in die Leitung zurückfließt.
  • Die Wahl von Abdichtung und Dämmung. Werden Leitungen gedämmt, verlieren sie keine Wärme und bilden kein Kondenswasser.
  • Die Minimierung von Stagnationen. So vermeiden Sie die Kontamination Ihres Trinkwassers und sorgen für dauerhaft hohe Wasserqualität.
  • Die Entscheidung für elektronisch gesteuerte Spülstationen.
  • Die Wahl des Wasserspeichers und der richtigen Armaturen.

6. Installation und Zusätze einer Trinkwasseer-Installation

Lesen Sie mehr über Trinkwassersysteme.

Lassen Sie Ihre Trinkwasser-Installation von einem Fachbetrieb einbauen.

Beachten Sie, dass nur ein eingetragenes Installationsunternehmen Veränderungen an Trinkwasser-Installationen durchführen darf. Die Trinkwasser-Installation benötigt hohe technische und fachliche Voraussetzungen, damit alle gesundheitlichen und gesetzlichen Anforderungen eingehalten werden.

Kontaktieren Sie für die Installation, Planung und Wartung ihres Trinkwassersystems immer einen Fachbetrieb. Sie vermeiden dadurch:

  • Explosionsschäden.
  • hohe Strafen durch Nichteinhaltung gesetzlicher Vorschriften.
  • gesundheitliche Schäden durch Mängel oder Fehler.

Generell werden Ring- und Reihensysteme mit speziellen Wandscheiben installiert. Die Wandscheiben schließen die Rohre zur Wand ab und werden verdrehungssicher montiert.

Häufig werden Doppelwandscheiben oder Wandscheiben-T-Stücke montiert. Durch ihren geringen Einzelwiderstand werden niedrige Druckverluste ermöglicht.

Sicherungsarmatur

Eine Sicherungsarmatur wird hinter dem Wasserzähler eingebaut und sorgt dafür, dass das Wasser aus der Anlage nicht zurück in die Wasserversorgungsanlage fließt.

Abkühlstrecken

Um eine dauerhaft hohe Wasserqualität zu erhalten, werden Abkühlstrecken in die Leitungen eingebaut.

Das Trinkwasser in den Leitungen kann sich durch Fremderwärmung aufheizen. So steigt das Risiko, dass Bakterien entstehen und die Wasserqualität sinkt. Eingebaute Abkühlstrecken kühlen das Kaltwasser unter 25 Grad herunter. An diesem Punkt besteht keine Gefahr für unsauberes Trinkwasser.

Abkühlstrecken werden zwischen den Leitungen und Entnahmearmaturen installiert. Sie fließen durch Trockenbauwände und abgehängte Decken.

Eine Abkühlstrecke hat mindestens eine länge von 10 Mal der Rohrrennweite. Der Wärmestrom fließt von oben nach unten.

Elektronisch gesteuerte Spülstation

Die ideale Trinkwasserqualität wird mit elektronisch gesteuerten Bestätigungsplatten mit einer Spülstation an jeder Stelle überprüft.

Eine Stagnation des Wassers kann manuell an jeder Armatur verhindert und damit ein reibungsloser Wasserström ermöglicht werden. Bei vielen Einzelleitungen oder verzweigten Rohrführungen bedeutet das einen großen Aufwand.

Die Betätigungsplatte wird am Ende der Leitung installiert und regelt von dort aus den Wasserfluss. Wichtig ist die Installation von Doppelwandscheiben an allen Armaturanschlüssen.

  • Steuern Sie, wie viel Wasser zu welchem Zeitpunkt durch die Rohre fließt und vermeiden Sie so Stagnationen. Durch kontrollierten Wasserfluss wird der Wasserverbrauch Ihres Haushaltes verringert.

Automatische Spüleinrichtung

Automatische Spülungen der Trinkwasserleitung sind die ideale Lösung, wenn Sie das Gebäude für einen Zeitraum nicht nutzen.

Um eine automatische Spülung einzustellen, benötigen Sie eine elektronisch gesteuerte Spülstation. An der Betätigungsplatte geben Sie ein, wann und in welchen Abständen die Leitungen gespült werden. So wird eine Stagnation des Wassers verhindert und es bleibt auch bei Ihrer Abwesenheit hygienisch einwandfrei.

Dämmung

Eine Dämmung verringert den Wärmeverlust, die Kondenswasserbildung und die Schallübertragung in den Leitungen. Entweder Sie verlegen das Dämmmaterial nach der Montage des Rohrsystems, oder Sie setzen währenddessen vorgedämmte Bauteile ein.

Die Dicke der Dämmschicht wird an der Lage, der Lufttemperatur und Abmessung der Rohrleitungen berechnet.

Dämmungen bauen Sie in Ihrer kleinen Wohnanlage selbst ein, oder beauftragen einen Handwerker. Große Wohnanlagen oder gewerbliche Gebäude werden durch Fachleute richtig isoliert.

7. Instandhaltung und Wartung einer Trinkwasser-Installation

Probenahmen

Proben des Trinkwassers werden auf Qualität und speziell auf Legionellen untersucht. An großen Wohnanlagen und gewerblichen Gebäuden sind Probenahmen gesetzlich vorgeschrieben und dürfen nur mit einem Nachweis ausgeführt werden. Wenn Sie das Trinkwasser selbst überprüfen wollen, benötigen Sie einen Schulungsnachweis von einer zugelassenen Untersuchungsstelle.

Proben werden an den Strangventilen und der letzten Armatur des Gebäudes entnommen. Halten Sie einen Bunsenbrenner über das Röhrchen der Armatur, um es zu desinfizieren. Bringen Sie nun ein geeignetes Probenahmeventil an.

Besonders hochwertige Armaturen und empfindliche Oberflächen sollten nicht mit der Flamme in Berührung kommen. Unschöne Beschädigungen sind dann die Folge. An dieser Stelle werden spezielle Probenahmeventile fest installiert. So entnehmen Sie ganz einfach in regelmäßigen Abständen Wasserproben.

Wartung

Die Sicherungsarmatur, die das Rückfließen des Wassers verhindert, muss regelmäßig gewartet und überprüft werden. Ein eingebauter Filter wird regelmäßig gespült oder ausgewechselt.

Des Weiteren werden Dosiergeräte, Sicherheitsventile, Erwärmer, Brandschutzeinrichtungen und Einzelanlagen regelmäßig gewartet.

Ihr Warmwasserspeicher bedarf einer regelmäßigen Reinigung und Überprüfung der Temperatur.

 8. Kosten des Trinkwassersystems

Die Kosten einer Trinkwasser-Installation hängen von vielen Faktoren ab. Entscheidend für den Endpreis sind:

  • Die Installation in einer großen oder kleinen Wohnfläche.
  • Der Leitungsverlauf und die Anzahl an Rohren.
  • Während der Montage anfallende Zusatzarbeiten.
  • Erneuerte Wandbekleidungen.
  • Die Verlegungsart einzelner Rohre.
  • Der verwendete Werkstoff.
  • Zusatzinstallationen.
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Die Installation von Trinkwassersystem ist mit unterschiedlichen Nebenkosten verbunden.

Eine Trinkwasser-Installation vom Fachmann kostet 30 bis 60 Euro pro Quadratmeter. Hinzu kommen sämtliche Materialkosten, sowie Zusatzinstallationen und Zusatzarbeiten.

Kupferrohe kosten vier Euro pro Meter. Edelstahlrohre liegen bei sechs Euro pro Meter und Kunststoffrohre sind mit einem Euro pro Meter am günstigsten.

Verbindungen sind ab fünf Euro erhältlich und Auslaufventile kosten bis zu 20 Euro.

Ein komplett neuer Hausanschluss kann bis zu 4.500 Euro kosten. Die Herstellung des Anschlusses kostet 1.000 Euro. Dazu kommen Meterpreise in Höhe von 50 Euro pro Meter. Die Anschlussgebühr beträgt ebenfalls 1.000 Euro. Hinzugerechnet werden außerdem die Kosten für die Installation in Höhe von 30 bis 60 Euro pro Quadratmeter.

9. Vor- und Nachteile einer Trinkwasser-Installation

Lesen Sie mehr über Trinkwassersysteme.

Viele Vorteile, fast keine Nachteile: Das Trinkwassersystem als lohnenswerte Investition.

Generell bietet das Trinkwassersystem viele Vorteile. Diese wurden bereits in der Einleitung und werden hier kurz zusammengefasst:

  • Eine Trinkwasser-Installation entfernt Bakterien und sorgt für eine hohe Wasserqualität. Das hat positive Auswirkungen auf Ihre Gesundheit und steigert Ihre Lebensqualität.
  • Spezielle Installationen sorgen dafür, dass das Trinkwasser nicht stagniert oder die Temperatur ändert. Ist das nämlich der Fall, entstehen Bakterien und Viren.
TypVorteileNachteile
Ringleitung• Proben werden leicht entnommen
• Optimaler Wasseraustausch
• Garantiert sauberes Trinkwasser
• Wärme und Druck wird gleichmäßig verteilt
• Mehr Sanitärobjekte werden angeschlossen
Reihenleitung• Proben werden leicht entnommen
• Kostengünstig
• Schnell installiert
• Garantiert sauberes Trinkwasser
• Bei fehlendem Hauptverbrauchen wird ein Ringsystem zusätzlich benötigt
Einzelleitung• Geringe Druckverluste durch kleine Rohre
• Wenig Aufwand und Planung
• Es kann leichter zur Stagnation des Wassers kommen

10. Gesetzliche Verordnungen Rund um die Trinkwasser-Installation

Lesen Sie mehr über Trinkwassersysteme.

Beachten Sie die gesetzlichen Vorschriften.

Lesen Sie die gesetzlichen Vorschriften, bevor Sie mit der Installation eines Trinkwassersystems beginnen.

In §1 Trinkwasserverordnung (TrinkwV) stehen Sinn und Zweck hinter all diesen Regelungen. Darin steht, dass:

  • bei der Montage, Inbetriebnahme und bei der Herstellung der Rohrsysteme keine Gefahr für Personen entstehen darf.

Des Weiteren gilt der DIN EN 806 Teil 2, 3, 4, 5 und DIN 1988 Teil 200 und 300 zu beachten.

  • In Teil 2 und Teil 200 finden Sie eine Auflistung zugelassener Werkstoffe, Armaturen und Bauteile. Außerdem sind Einbaueinschränkungen aus der Norm zu entnehmen. Hier werden ebenfalls die korrekten Betriebstemperaturen erläutert.
  • Teil 3 und Teil 300 erläutern Ihnen, welche Rohrdimension zu verwenden ist. Bei zu großen Rohrsystemen kann die Qualität des Wassers dauerhaft nicht garantiert werden.
  • Sie werden in Teil 4 über sorgfältige Lagerung der Bauteile und die Beseitigung von Verunreinigungen unterrichtet.
  • Wie Sie eine Wartung Ihrer Anlage ordnungsgemäß durchführen, erfahren Sie in Teil 5.

Des Weiteren gelten die Vorschriften der DIN EN 1717 und DIN 1988 Teil 100. Das Trinkwasser darf sich nicht mit anderen Flüssigkeiten vermischen.

Mehr zu den Warm- und Kaltwasser Temperaturen lesen Sie im Arbeitsblatt der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) W551 und W53.

  • Das Warmwasser darf an keiner Stelle unter 55 Grad abkühlen und das Kaltwasser nicht über 25 Grad erhitzen. Mit der richtigen Temperatur arbeitet Ihr System einwandfrei und Bakterien können sich nicht vermehren.

Der DIN 50930-6 erläutert Ihnen die zulässigen Werkstoffe für Ihre Rohre.

11. Fazit: hoher Aufwand für verbesserte Wasserqualität

Wie Sie sehen, benötigt eine Trinkwasser-Installation hohen Aufwand. Das System muss sorgfältig ausgewählt und geplant werden. Es gilt, eine Reihe gesetzlicher Vorschriften einzuhalten. Eine Installation ist mit hohen Kosten verbunden und sollte unbedingt von einem Fachbetrieb durchgeführt werden. Das Trinksystem muss darüber hinaus regelmäßig gewartet und überprüft werden.

Eine Trinkwasser-Installation bringt Ihnen viele gesundheitliche Vorteile. Steigern Sie Ihre Lebensqualität und lassen Sie sich noch heute von einem Fachbetrieb beraten.

► Lesen Sie hier mehr über Trinkwasserhygiene.

12. Einpressdüse 

Leitungsabschnitte, darunter T-Stücke haben unter Umständen für längere Zeit keinen Wasseraustausch. Stagniertes Wasser und Schwankungen der Druckverhältnisse sind dann die Folgen. Um das zu verhindern, werden zwischen den T-Stücken Einpressdüsen eingebaut.

Einpressdüsen bestehen aus Rotguss und leiten das Wasser durch die Leitung. Das Trinkwasser fließt automatisch weiter und der Druck bleibt erhalten.

13. Risiken bei fehlerhafter Installation 

Bakterien und Viren können durch verschiedene Gründe entstehen. Die häufigsten Erreger sind Legionellen und Pseudomonas aeruginosa.

  • In toten Leitungen können sich Bakterien ungestört vermehren.
  • Stagnation durch schwache Strömung oder zu seltene Benutzung führt zu vermehrter Bakterienbildung.
  • Bakterien vermehren sich in warmem Wasser sehr gut. Durch eine falsche Isolierung wärmt sich Kaltwasser auf.

Kühlt sich Warmwasser zu stark ab, kommt es zum Energieverlust und Ihr Energiebedarf steigt. Damit verbunden sind erhöhte Kosten.

Achten Sie darauf, dass während der Montage keine Fremdkörper in die Leitungen gelangen. Diese mindern die Wasserqualität und führen zu Lochfraß.

Werden die gesetzlichen Vorgaben nicht eingehalten, sind oft hohe Strafen die Folge. Achten Sie daher, auf die Einhaltung aller Vorschriften.

Seien Sie sich bewusst, dass das Wasser oft einen kilometerlangen Weg hinter sich legt, bevor es bei Ihnen zu Hause ankommt. Die Leitungen dieses Transportweges können unter Umständen verschmutzt sein und Stoffe in das Wasser abgeben.

  • Dies lässt sich zwar nicht vermeiden, aber Sie können an Ihrer Trinkwasserstation einen Filter So werden diese Schadstoffe aus dem Wasser herausgefiltert.

14. Ausstoßzeit 

Die Ausstoßzeit gibt an, wie lange warmes oder kaltes Wasser benötigt um mit der gewünschten Temperatur aus dem Wasserhahn zu fließen. Ist diese Zeitspanne zu lang, so verlieren Sie Energie. Um die Ausstoßzeit möglichst gering zu halten benötigen Sie:

  • Eine kurze
  • Eine Reihen– oder Ring
  • Ein System zur Erwärmung Ihres Trinkwassers.
  • Dämmungen in Rohrleitung und Armaturen.

15. Zirkulationsleitung 

Zirkulationsleitungen sind ein wichtiger Bestandteil der Trinkwasser-Installation. Sie erhalten die erforderliche Wassertemperatur von 60 Grad. In Einfamilienhäusern oder kleinen Bürogebäuden werden Zirkulationsanlage gerne aus eigenem Wunsch eingesetzt.

In Mehrfamilienhäusern, öffentlichen Gebäuden oder Industriegebäuden ist eine Zirkulationsleitung vorgeschrieben. So wird die Hygienevorschrift eingehalten.

16. Kupfer 

Kupfer darf auf Grund geänderter Wasserqualität nur bei bestimmten Gegebenheiten verlegt werden. Der pH-Wert des Wassers darf mindestens 7,0 und maximal 7,4 betragen. Wird dies missachtet, kommt es zu Korrosionsschäden in den Leitungen.

Sie haben alte Kupferrohe die nach neuen Vorschriften nicht mehr geeignet sind? Wir raten Ihnen das komplette Rohrsystem zu sanieren.

17. Probenahmen 

An diesen Stellen empfehlen wir Kaltwasserproben zu entnehmen:

  • Stellen ohne gleichmäßige Durchströmung.
  • Außenzapfstellen.
  • Übergang ins Gebäude.

Dort entnehmen Sie Warmwasserproben:

  • An jedem Zirkulations– und Steig
  • In den einzelnen Stockwerken.
  • Sammelsicherungen.

18. Wartung

Das Gästezimmer ist ein Beispiel für einen selten genutzten Raum. Hier kann es zur Stagnation des Wassers kommen. Das können Sie allerdings leicht und ohne zusätzliche automatische Spülstation verhindern.

Lassen Sie den Wasserhahn einmal pro Woche für wenige Minuten laufen. Am besten so lange, bis das Wasser klar ist und eine kühle Temperatur aufweist.

19. Worauf Sie achten sollten 

Worauf Sie in Hotels und Ferienwohnungen achten sollten 

Wenn Sie in einem Hotel übernachten, trinken Sie niemals das erste Wasser aus dem Hahn. Der Anschluss kann unter Umständen länger nicht benutzt worden sein. Dann ist das Wasser unsauber und eignet sich nicht als Trinkwasser.

Lassen Sie das Wasser aus dem Hahn wenige Minuten laufen. Ist das Wasser nun klar und hat eine angenehme kühle Temperatur, eignet es sich als Trinkwasser.

Worauf Sie beim Reisen achten sollten 

Sind sie länger als zwei Stunden unterwegs haben sie üblicherweise Trinkwasser im Gepäck. Abgefülltes Trinkwasser aus Ihrem Wasserhahn eignet sich als Reiseproviant weniger. Im Sommer entstehen durch aufgewärmtes Wasser schnell Bakterien.

Nehmen Sie zu Ihrer Sicherheit Mineralwasser aus der Flasche mit. Vor allem Wasser mit Kohlensäure ist weniger anfällig für Bakterien. Es bleibt auf langen Reisen länger haltbar.

Achten Sie auf Trinkwasser-Zapfsäulen 

An einigen öffentlichen Orten wie Tankstellen oder Rastplätze befinden sich Zapfsäulen. Dort können Sie so viel Wasser wie sie möchten kostenlos trinken. Wir raten Ihnen davon ab.

Von außen ist nicht ersichtlich in welchem Zustand sich die Leitungen befinden. Defekte Leitungen und stagniertes Wasser führen zu Bakterienbildung. Verzichten Sie aus hygienischen und gesundheitlichen Gründen auf die Benutzung öffentlicher Zapfsäulen.

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