Abwasserrohre

Abwasserrohre – das richtige Produkt wählen

Abwasserrohre sind die Lebensadern eines Hauses. Sie leiten frisches Wasser hinein und verbrauchtes wieder hinaus. Täglich fallen in einem Einfamilienhaus pro Kopf ca. 130 Liter Wasser an – eine enorme Belastung für das Material. Deshalb ist eine hohe Qualität ausschlaggebend dafür, wie langlebig und stabil Ihr Abwassersystem sein wird. Doch wie geht man sicher, das richtige Produkt zu wählen?

Abwasserrohre – die Lebensader eines Hauses

Rohre sind in der Tat die Adern eines Hauses. Sie leiten frisches Wasser hinein und verbrauchtes wieder hinaus. Kunststoffrohre erobern immer stärker den Markt. Sie sind günstig und halten die hohen Qualitätsstandards genauso ein wie metallische oder keramische Rohre. Doch auch diese haben weiterhin zu Recht Ihre Anhängerschaft. Doch wie geht man sicher, das richtige Produkt zu wählen?

1. Abwasserrohre – hohe Qualität gegen Rohrbruch

Waschbecken, Dusche, WC und Spül- oder Waschmaschine müssen an Abflussrohre angeschlossen werden. Das Wasser fließt in ein Kanalsystem, wo es anschließend in einer Kläranlage wiederaufbereitet wird.

Alles, was es in Bezug auf Abwasserrohre zu wissen gibt, erfahren Sie bei Tipp zum Bau.

Lassen Sie sich bei der Verlegung von Abwasserrohren professionell beraten.

Um die 130 Liter Wasser pro Kopf – eine Unmenge verschmutztes Altwasser, das täglich abtransportiert werden muss. Das stellt eine enorm hohe Anforderung an das Material dar und fordert eine extrem gute Qualität. Denn ohne eine gute Qualität lässt das Horrorszenario nicht lange auf sich warten: Rohrbruch. Überall Wassermassen und Dreck, die sowohl den Boden als auch Möbel schwer beschädigen. Sehr leicht entsteht dabei ein Schaden in Höhe von mehreren tausend Euro.

Mit der richtigen Materialwahl der Abwasserrohre kann Ihnen das nicht passieren! Achten Sie besonders hier auf hohe Qualität, damit Sie sich in Ihrem neuen Heim sicher und wohl fühlen.
Berücksichtigen Sie beim Kauf Gütesiegel und Erfahrungswerte, die Ihnen Sicherheit und hohe Qualität garantieren.
Vor allem die Materialbeschaffenheit ist hierbei ausschlaggebend. Welche Vorteile Ihnen dieses Material bietet erfahren Sie hier.



2. Materialien für Abwasserrohre

Abflussrohre bestehen heute hauptsächlich aus Gusseisen oder aus Kunststoff. Jedes Material hat seine Vor- und Nachteile. Bei so viel Auswahl fällt es schwer, sich zu entscheiden. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Materialien für Abwasserrohre vor. Diese sind:

  • Gusseisen
  • Kunststoff
  • Edelstahl
  • C-Stahl
  • Beton

Abwasserrohre aus Gusseisen

Keine anderen Abflussrohre bieten Ihnen mehr Sicherheit als gusseiserne Abflussrohre. Denn den größten Vorteil stellt eindeutig der herausragende Brandschutz dar. Abwasserrohre aus Guss sind nicht brennbar. Zudem findet absolut keine Rauchentwicklung im Brandfall statt.

Zum einen, da die Rohre selbst nicht brennen, zum anderen da sie über das Dach entlüftet werden. Außerdem sieht ein Abwasserrohr aus Guss noch nach Jahren wie neu aus. Dieser Aspekt ist dann von Bedeutung, wenn Sie Ihre Rohre nicht in, sondern vor der Wand installieren. So haben Sie auch noch nach langer Zeit ansehnliche Abflussrohre aus Guss ohne hässliche Gebrauchsspuren.

Was Sie bei Ihren gusseisernen Abflussrohren zusätzlich feststellen werden, ist die einzigartige Schalldämmwirkung. Sie garantiert einen geräuschlosen Ablauf. Gerade in einem Mehrparteienhaus ist es von außerordentlicher Bedeutung, dass die Leitungen schallgedämmt sind.

Einen sehr großen Vorteil von Abwasserrohren aus Guss gegenüber Kunststoff stellt der Umweltaspekt dar. Nicht nur, dass die gusseisernen Abflussrohre aus 95 % Alteisen hergestellt werden, sie sind zusätzlich noch zu 100 % recycelbar. Deshalb fallen bei einem Umbau oder einer Renovierung auch keine Entsorgungsprobleme an.

Abwasserrohre aus Kunststoff

Immer mehr Abflussrohre bestehen heute aus Kunststoff. Viele von ihnen sind hitzefest, andere nicht. Hochtemperaturrohre (kurz: HT-Rohre) sind grau, hitzebeständig und somit auch außen anwendbar. Sie können bis zur Außenwand verlegt werden. Sie bestehen aus Polypropylen und sind salz-, säure- und laugenfest. Hier sehen Sie die erhältlichen Größen und Gefälle für Abwasserrohre aus Kunststoff. Beachten Sie, dass Sie für einen kompletten Hausanschluss einiges an Rohr brauchen.

  • Abzweig 45° – Verbinder für zwei HT Rohre auf ein HT Rohr – DN 40
  • Abzweig 87° – Verbinder für zwei HT Rohre auf ein HT Rohr – DN 40
  • Reduzierung – HT-Rohr Reduzierung in normaler Bauform
  • Reduzierung kurz – HT-Rohr Reduzierung in kurzer Bauform
  • Siphonbögen für den Wandanschluss von Waschbecken
  • Rohr – Abwasserrohre für den Hausinnenbereich – DN 50 – 1 m
  • Reinigungsrohr – Reinigungszugang für HT-Rohrsystem – DN 50 – 1 m
  • Reinigungsrohr – Reinigungszugang für HT-Rohrsystem – DN 100 – 1 m

Für den Außenbereich brauchen Sie etwas festeres: ein Kanalgrundrohr, kurz KG. Es besteht aus stabilem Polyvinylchlorid und ist leicht erkennbar: es hat eine orange Farbe. Außerdem ist der Kern des Rohrs geschäumt. Es reicht bis zu den Leitungen der öffentlichen Kanalisation. Es ist nicht temperaturbeständig, weswegen das Kanalgrundrohr im Erdreich verlegt wird. KG Rohre gibt es in verschiedenen DIN-Größen, z.B.:

  • 110 mm Außendurchmesser – ca. 3 mm Wandstärke
  • 200 mm Außendurchmesser – ca. 5 mm Wandstärke
  • 315 mm Außendurchmesser – ca. 8 mm Wandstärke
  • 400 mm Außendurchmesser – ca. 10,5 mm Wandstärke

Das KG 2000, auch bekannt als das Abwasserrohr in grün, ist für den Außenbereich geeignet und nicht so schlagempfindlich wie das normale KG. Es ist wesentlich beständiger und sogar für geringen Schwerlastverkehr geeignet.

Bei einem Kunststoffbrand entsteht giftiger Rauch – hauptsächlich bestehend aus Kohlenmonoxid, Kohlendioxid und Ruß. Deswegen ist es wichtig, an warmen Orten Abwasserrohre aus Kunststoff zu verlegen, die Hitze gut wegstecken können. Natürlich müssen Sie keine Kunststoffrohre verwenden, es gibt noch andere Materialien.

Abwasserrohr aus Edelstahl

Die Verbauung von Edelstahlrohren für Ihr Abwasser ist eine gute Investition.

Edelstahlrohre sind besonders temperaturbeständig.

Ein Abflussrohr aus Metall wird häufig aus Eisen oder Blei, selten aus Kupfer gefertigt. Sehr beliebt das Edelstahl-Abwasserrohr. Edelstahl können Sie sowohl Innen als auch Außen verbauen.

Durch seine Langlebigkeit sind Abwasserrohre aus Metall nicht anfällig für undichte Stellen. Sie sind im Vergleich mit anderen Materialien teuer, können allerdings in Kombination mit anderen Rohrarten genutzt werden.

Edelstahl-Abwasserrohre müssen nicht gschweißt werden. Sie sparen hier Zeit und Geld, da sie nur aneinandergesteckt werden müssen. Sie haben ein geringes Gewicht, sind temperaturbeständig und kaum anfällig für Korrosion.

Ein ebenfalls sehr großer Vorteil des Edelstahls ist sein Umweltaspekt. Er brennt nicht und besteht aus Altmaterial. Zudem lässt er sich komplett recyceln. Somit fallen beim Abbau keine Entsorgungsgebühren an und Sie haben ein gutes Gewissen der Umwelt gegenüber.

Abwasserrohr aus C-Stahl

Ein C-Stahlrohr ist auch als unlegierter Qualitätsstahl oder als Carbon bekannt. Die C-Stahlrohr Eigenschaften zeichnen sich durch einen Kohlenstoffgehalt von 0,2 % bis 0,65 % aus. Zudem ist es durch einen vergleichsweise geringen Anteil an hochpreisigen Legierungsbestandteilen wie Chrom und Nickel gekennzeichnet.

Diese Stahlrohr Eigenschaften zeigen auf, dass  C-Stahl für Installationen konzipiert ist, in denen Wirtschaftlichkeit hohe Priorität hat. Der Vorteil dieses Materials ist eine kostengünstige  und schnelle Verwirklichung der Abwasseranlage. Neben Abflussrohren kommt C-Stahl auch bei Kühlwassersystemen oder Heizungsanlagen zum Einsatz.

Abwasserrohr aus Beton

Abwasserrohre aus Beton sind für die Grundleitung im Außenbereich. So schnell kann ihnen nichts anhaben: weder Hitze, Druck, noch das Alter machen Ihnen etwas aus. Sie sind umweltfreundlich und vor allem sehr günstig.

Wenn die Statik nicht mitspielt und Sie komplizierten Grund bewältigen müssen, können Sie auch Stahlbetonrohre verwenden. Diese sind, wie der Name sagt, zusätzlich verstärkt und dadurch noch stabiler.

Beton ist in nahezu jede Form zu bringen. Neben den üblichen Kreisprofilen sind auch Ei-, Maul-, Rechteckprofile und kombinierte zusammengesetzte Querschnitte herstellbar. Somit haben Sie für jede Herausforderung eine passende Antwort.

3. Technische Aspekte

 Druckleitungen

Unter Druckleitungen versteht man Leitungen, die über einen künstlich bzw. natürlich erzeugten Druck funktionieren. Zwei Möglichkeiten lassen sich hierbei unterscheiden.
Wasser kann durch Pumpen künstlich in Bewegung gesetzt werden.

Dies ist beispielsweise der Fall, wenn das Abflussrohr im Keller nicht auf derselben Höhe wie der Abwasserkanal liegt. Durch eine Hebeanlage wird das Abwasser nach oben auf die richtige Ebene transportiert. Somit kann das Wasser in die Abwasserkanäle geleitet werden und Sie verhindern, dass z.B. die Abwasserrohre verstopft werden.

Abwasserrohre brauchen Sie vor allem für Ihr Bad und die Toilette.

Die zweite Möglichkeit der Druckleitungen wird beispielsweise bei großen Flachdächern und Hallen genutzt. Hier wird durch spezielle Dachabläufe das Einsaugen von Luft in die Regenentwässerungsleitung verhindert. Atmosphärischer Luftdruck und der Höhenunterschied zwischen Oberkante Dach und Gebäudeoberkante wirken nun zusammen. So können die Regenwasserleitungen planmäßig vollgefüllt mit Druckströmung betrieben werden. Hierbei wird ohne Pumpe und ohne ein Gefälle eine hohe Fließgeschwindigkeit erreicht und das Wasser auf einem natürlichen Weg abtransportiert.

Für Sie als Bauherr sind die Freispiegelleitungen von größerer Bedeutung, die in Muffenrohre und muffenlose Rohre unterteilt werden. Sie arbeiten drucklos.

Freispiegelleitungen und Muffenrohre

Muffenrohre bekamen ihren Namen durch die Erweiterungen an jeweils einer Endseite, in die das nachfolgende Rohr eingeführt wird. Diese erweiterten Enden nennt man Muffen.
Muffenrohre werden heutzutage nur noch selten als Abflussrohre genutzt, da sie einen erhöhten Platzbedarf und eine aufwendigere Installation mit sich bringen. Als Regenrohre werden sie – nicht nur wegen des optischen Vorteils – weiterhin gerne verwendet.

Für Sie sind muffenlose Rohre wichtiger. Diese werden durch unterschiedliche Verbindungen – beispielsweise durch Rapidverbinder – zusammengefügt.
Das bietet den Vorteil einer schnellen, sicheren und somit kostensparenden Installation.

Aus optischen Gründen sollten Sie bei Regenrohren, die an der Hauswand entlang nach unten führen, auf Muffenrohre zurückgreifen, da Sie hier keine unvorteilhaft aussehenden Verbindungsstücke einsetzen müssen. Zusätzlich sollten Sie hier auf ein besonders stabiles Material zurückgreifen, da die Rohre Tag und Nacht sowohl der Witterung als auch der Gefahr des Vandalismus ausgesetzt sind.

Bei einem Umbau bzw. einer Renovierung, bei der alte Rohre vorhanden sind, sollten Sie nur Rohre desselben Materials verwenden, das schon installiert ist.
Mischinstallation von gusseisernen Abflussrohren und Kunststoffrohren oder Ähnliches sind in puncto Brand- und Schallschutz nicht konform und deshalb nur in wenigen Ausnahmen durchführbar.

4. Die verschiedenen Arten von Abwasserrohren und ihre Kosten

Damit Sie besser planen können, ist es wichtig, die Kosten im Blick zu haben. Eine Übersicht über die Bezugskosten pro laufendem Meter ist hier für Sie zusammengestellt.

Material für AbwasserrohrBezugskosten pro Meter
Gusseisen15 € - 40 €
Kunststoff5 € - 20 €
Edelstahl13 € - 25 €
C-Stahl7 € - 30 €
Beton25€ - 100 €

Je nach Anbieter und Hersteller können die Preise für Ihr Abwasserrohr deutlich variieren. Informieren Sie sich daher vorab, um Ihr Bau-Budget zu kalkulieren.

5. Dichtigkeitsprüfung für Abwasserrohre

Wenn Sie Grundstückseigentümer sind, sind Sie verpflichtet, eine Dichtigkeitsprüfung durchzuführen.  Bis 2025 müssen alle Grundstücke mindestens einmal geprüft worden sein. Abhängig von Ihrem Wohnort wird geprüft:

  • in Wasserschutzgebieten 2 alle 5 Jahre;
  • in Wasserschutzgebieten 3 alle 15 Jahre;
  • in gewerblichen Anlagen alle 15 Jahre und
  • in häuslichen Abwasseranlagen alle 30 Jahre.

Geprüft wird vor allem wegen des Umweltaspektes. Im schlimmsten Fall könnte verunreinigtes Trinkwasser zu Seuchen oder Pandemien führen.

Alle Abwasserrohre werden einer Dichtigkeitsprüfung unterzogen.

Nehmen Sie sich in Acht vor Kanalhaien– dies sind unseriöse Firmen, die Ihnen zwischen Tür und Angel eine Prüfung anbieten. Natürlich zu einem viel zu niedrigen Preis. Die regulären Kosten belaufen sich zwischen 400 und 2000 Euro.

Je größer das Grundstück, desto teurer. Außerdem können Sie sparen, indem die Abwasserrohre frei zugänglich sind und Sie mit ihrem Nachbarn zusammen ein Geschäft machen. So spart man sich die Anfahrt und für mehrere Grundstücke gibt’s Rabatt.

6. Einen Fachpartner finden Sie bei Tipp zum Bau

Sie planen Ihre Sanitäranlagen (neu) einzurichten und benötigen fachmännischen Rat vor Ort?

Ihr Installateur in Ihrer Nähe hilft Ihnen gerne.

7. Vorteile der HT-Rohre

Die Abkürzung HT-Rohre steht für Hochtemperaturrohre. Diese Rohre dienen vor allem dem Einsatz im Innenraum.

Wie der Begriff Hochtemperatur schon zeigt, sind die HT-Rohre besonders wärmebeständig. Dadurch bestehen Sie bei Temperaturen von bis zu 95°C. Des Weiteren sind diese Abwasserrohre resistent gegenüber Laugen, Salzen und Säuren.

Außerdem überzeugen HT-Rohre durch die große Winkelspannweite, mit der sie sich verlegen lassen. Diese beträgt 30° bis maximal 87°. Dadurch sind sie flexibel einsetzbar.

8. HT-Rohre und KG-Rohre – Der Unterschied

Vorweg sei gesagt: Beide Rohre werden als Abwasserrohre eingesetzt.

Die KG-Rohre bezeichnen Kanalgrundrohre. Sie werden vor allem im Außenbereich eingesetzt. Dadurch schützen Sie den Boden und die Erde vor dem abfließenden Abwasser. Dies verhindert eine Veränderung des pH-Werts. Der Boden wird somit nicht sauer. Allerdings sind KG-Rohre nicht sehr hitzebeständig. Das ist auch der Grund, weshalb sie nicht innen eingesetzt werden.

HT-Rohre hingegen finden überwiegend im Innenraum Ihre Verwendung. Ihr Durchmesser variiert von 50-110mm. Dadurch haben Sie die Möglichkeit die HT-Rohre sowohl an der Toilette, als auch am Waschbecken anzuschließen.

9. Abwasserrohre innen verlegen

Wenn Sie Ihre Abwasserrohre im Innenraum verlegen, kommt dafür die Wand oder der Boden in Frage. Der Vorgang des Verlegens ist bei beiden Varianten derselbe. Verwenden Sie für innen das HT-Rohr.

  1. Zunächst zeichnen Sie den Verlauf der Abwasserrohre vor. Berechnen Sie genügend Spielraum mit ein.
  2. Stecken Sie die HT-Rohre vor dem Verlegen als Probe.  So entstehen später keine Schwierigkeiten.
  3. Nun schneiden Sie den Verlauf der Abwasserrohre mit einem Trennschleifer. Mit dem Bohrhammer lösen Sie im nächsten Schritt das Mauerwerk.
  4. Jetzt verlegen Sie die Rohre. Durchspülen Sie das System anschließend, um zu testen, ob die Abwasserrohre dicht sind.
  5. Im letzten Schritt geht’s ans Verputzen, um die Abwasserrohre zu verstecken.

10. Abwasserrohre außen verlegen

Im Gegensatz zum Innenraum, wird empfohlen außen eine Mindesttiefe für die Abwasserrohre zu beachten. Diese beträgt etwa 80-100cm. Ist der Boden schwer belastet, verlegen Sie die Rohre lieber in 120cm Tiefe.

  1. Als erstes benötigen Sie einen Graben. Achten Sie bereits bei den Grabarbeiten darauf, ein Gefälle von mindestens 1% einzurichten.
  2. Die Abwasserrohre werden aufwärts verlegt. Dabei ist es wichtig, dass die Muffen entgegen der Fließrichtung gelegt werden. Die Abzweigungen haben einen Winkel von 45°.
  3. Nun füllen Sie den Graben wieder auf. Bei den ersten 40cm verwenden Sie am besten Füllsand. Anschließend wird der restlichen Graben mit der zuvor ausgehobenen Erde befüllt. Achten Sie darauf, jede Schicht zu verdichten.

Unser Tipp für Sie: Zeichnen Sie die Verläufe der Abwasserrohre in den Grundstücksplan ein. Dadurch wissen Sie bei Rohrproblemen oder weiteren Bauarbeiten genau, wo diese liegen.

11. Kann man Abwasserrohre selbst zuschneiden?

Abwasserrohre werden zugeschnitten. Die Verarbeitung erklärt Ihnen tipp-zum-bau.de

So schneiden Sie Ihre Abwasserrohre selbst zu

Um Abwasserrohre selbst zu verlegen, ist das Zuschneiden häufig ein Muss. Gerade im Innenraum passen Sie so die HT-Rohre optimal den Gegebenheiten an.

Beim Schneiden verwenden Sie am besten eine Säge mit feiner Zahnung. Zusätzlich setzen Sie die Säge senkrecht zu den Abwasserrohren an. Dadurch erhalten Sie eine saubere und glatte Schnittfläche.

Unser Tipp für Sie: Verwenden Sie eine Feinsäge mit Führung. Diese gibt Ihnen Sicherheit beim Schneiden.
Nach dem Schnitt schleifen Sie die Kanten gut ab. Dadurch lassen sich die einzelnen Abwasserrohre bestmöglich miteinander verbinden.

12. Das richtige Gefälle für Ihre Abwasserrohre

Verlegen Sie die Abwasserrohre ohne Gefälle, fließt das Wasser nicht weiter. Spätestens durch den entstehenden Geruch, werden Sie dann auf das stehende Wasser aufmerksam.

Um das zu vermeiden, bereiten Sie Ihren Graben bereits mit einem Gefälle von etwa 1-3% vor. Ist Ihr Graben zum Beispiel 1m lang, sollte er eine Tiefe von 1-3cm haben. Achten Sie darauf die minimale Grenze von 1% nicht zu unterschreiten. Das Optimum beträgt jedoch 2% Gefälle.

13. Welcher Durchmesser ist für Ihre Abwasserrohre geeignet?

Gemeinsam haben alle Abwasserrohre, dass sie zum Zulauf immer kleiner werden. Somit hat das Sammelrohr im Vergleich immer den größten Durchmesser.

Die Rohre im Erdreich, welche weit vom Zulauf entfernt sind, haben einen Durchmesser von etwa 110-125mm.

HT-Rohre, im Innenraum, haben einen geringeren Durchmesser. Für die Toilette werden lediglich 100mm benötigt. Die Abwasserrohre der Badewanne hingegen betragen 50-75mm.

Es zeigt sich: Je geringer der Durchfluss ist, desto geringer ist auch der Durchmesser.

14. So reinigen Sie Ihre Abwasserrohre richtig

Die Häufigkeit der Reinigung ist abhängig von der Art der Benutzung. Im Durchschnitt werden die Abwasserrohre allerdings alle 8-12 Jahre professionell gereinigt. Das vermeidet Verstopfungen und schließt das Risiko eines Rohrbruchs aus.

Rohr reinigen ist wichtig für den Erhalt der Funktion. Was Sie dazu wissen sollten, erfahren Sie auf Tipp zum Bau.

Abwasserrohre richtig reinigen

Unser Haushaltstipp für Sie:

Wenn Sie denken es ist Zeit für eine Reinigung, sind Sie nicht immer auf einen Experten angewiesen. Vermischen Sie etwa 4 Teelöffel Backpulver mit Essigessenz. Wenn Sie diese Mischung in die Rohre überführen, werden Sie zunächst ein sprudelndes Geräusch hören. Ist dieses abgeklungen und der Dreck hat sich gelöst, spülen Sie die Rohre mit heißem Wasser nach.

15. Der Abfluss ist verstopft. Was nun?

Sie öffnen den Wasserhahn und sehen, dass sich das Wasser im Becken staut? Mit diesen Tipps läuft es wieder ohne Probleme ab.

  • Zunächst reinigen Sie den äußeren Zugang.  Dadurch gelangt bei der anschließenden Reinigung kein zusätzlicher Schmutz in die Abwasserrohre.
  • Nun verwenden Sie eine Saugglocke. Durch den entstehenden Unterdruck, lösen sich die Dreckpartikel. Diese werden nun durch das Nachspülen mit Wasser weggeschwemmt.
  • Sind die Verstopfungen noch nicht gelöst, verwenden Sie eine Rohrspirale. Durch diese Anwendung lösen sich auch tiefliegende Verstopfungen.
  • Wenn sich die Verstopfungen im Spülbecken befinden, reinigen Sie zusätzlich den Siphon.

16. Woher kommt das Gluckern im Abfluss?

Nach längerer Benutzung kommt es zu Ablagerungen an der Wand Ihres Abflussrohrs. Dabei handelt es sich meist um Haare, Fette oder Kalk. Durch diese Verunreinigungen wird der gesamte Durchmesser des Rohrs verringert. Die Menge des Wassers, welches durchfließt, bleibt jedoch dieselbe. Aus diesem Grund wird die die vorhandene Luft nach oben gedrückt. Dieser Vorgang erzeugt ein gluckerndes Geräusch.

Unser Tipp für Sie: Nehmen Sie das Geräusch ernst. Versuchen Sie zunächst selbst das Rohr zu reinigen. Falls Sie damit keinen Erfolg haben, schalten Sie einen Experten ein.

17. Wie werden Abwasserrohre abgemessen?

Wenn Sie sich auf die Suche nach Abwasserrohren machen, treffen Sie immer wieder auf den DN-Wert. Doch wofür steht dieser Begriff? Der Durchmesser der Abwasserrohre setzt sich zusammen aus dem Innendurchmesser und dem Außendurchmesser.

Vor allem der Außendurchmesser ist abhängig von der Dicke sowie dem Material, für das Sie sich entscheiden. Da das Material keinen Einfluss auf den Innendurchmesser hat, wird dieser als Referenzwert für die Rohre benutzt.

Somit bezeichnet der DN-Wert den Innendurchmesser Ihrer Abflussrohre.

18. Abwassersysteme im Wohnmobil

Ein Wohnmobil ist mittlerweile soweit ausbaubar, dass es als mobiles Eigenheim dient. Und sowie jedes andere zu Hause, besitzt auch das Wohnmobil ein eigenes Abwassersystem.

Als Abwasserrohre werden meist HT-Rohre verwendet. Diese sind aus Polyethylen gefertigt und somit resistent gegenüber der Hitze des Motors. Der Durchmesser der Rohre beträgt 25-35mm. Dadurch wird das Abwasser in einem separaten Auffangbehälter gesammelt.

Unser Tipp für Sie: Durch das Verlängern der Abwasserrohre, fällt es im Nachhinein leichter den Tank zu entleeren. Achten Sie beim Kauf also direkt darauf genügend HT-Rohre einzuplanen.

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