Der Putz

Der Putz

Was ist Putz und was gilt es beim Verputzen zu beachten? Verputze ich als guter Heimwerker einfach selbst? Alles Wissenswerte über Putz erklären wir Ihnen hier. Informieren Sie sich in Ruhe über die verschiedenen Arten und Techniken. Somit finden Sie den perfekten Putz als Grundlage für Ihre Farbe, Tapete und Fliesen.

Die richtige Anwendung von Bauplatten

1. Was genau ist Putz und wofür wird er verwendet?

Wissenswertes über Außenputz bei Tipp zum Bau. Alles über Aufbau, Material und Kosten - hier finden Sie nützliche Tipps rund um dieses Thema.

Lesen Sie hier alles über Material und Funktionnen von Außenputz.

Putz ist eine Schicht, die auf Decken, Innen – und Außenwände aufgetragen wird. Diese besteht grundsätzlich aus Wasser, Bindemittel und Zuschlagstoffen. Dabei hat diese Schicht in allen Bereichen eine Vielzahl von Funktionen. Doch welche sind das?

Der Putz wertet die Fassade optisch auf.  Dafür dient er als Untergrund für viele weitere Dekorschichten, wie z.B. Fliesen oder Tapeten. Im Außenbereich unterstützt das richtige Verputzen zudem die Dämmwirkung der Fassade. Weiter schützt der Putz ebenfalls vor Witterung.

Somit zeigt sich schon, dass die Anwendungsbereiche und Aufgaben des Putzes vielfältig sind. Dementsprechend groß ist auch die Auswahl an verschiedenen Arten von Putz. Da verliert man schnell mal den Überblick. Damit das nicht passiert, helfen wir Ihnen. Wir geben Ihnen eine Übersicht der wichtigsten Arten und deren Eigenschaften. Somit wissen Sie, welche Art des Verputzens die richtige für Ihre Bedürfnisse ist.

In diesem Zusammenhang informieren wir Sie über auch die Anwendung von Trockenestrich.

2. Finden Sie den richtigen Putz für jede Herausforderung

Für jede Verwendungsart gibt es den richtigen Putz. Tipp zum Bau verrät Ihnen, welcher das ist.

Finden Sie den richtigen Putz für jede Verwendung.

Die Inhaltsstoffe von Putz gibt es in zahllosen Varianten und Kombinationen. Dabei wird nach verschiedenen Arten unterschieden. Eine davon ist die Aufteilung nach Bindemitteln. Diese geben Aufschluss darüber, wo welcher Putz am besten eingesetzt wird. Weiter legen sie den Grundtypus fest. Hierbei gibt es mineralische und organische Bindemittel. Dazu lesen Sie hier die wichtigsten Informationen:

Mineralische Bindemittel

Sehr oft werden mineralische Bindemittel für den Putz genutzt. Bei diesen wählen Sie auch wieder zwischen verschiedenen Mitteln. Hier die am häufigsten verwendeten für Sie kurz im Überblick vorgestellt:

ARTEINSATZORTEIGENSCHAFTEN
Kalkputz und Kalk - ZementputzFür den Innen – und Außenbereich geeignet.
Ist stark alkalisch. Daher wirkt er desinfizierend und verhindert Schimmelbefall.
Der feuchte Putz wirkt ätzend. Dacher achten Sie als Heimwerker stets darauf, auf keinen Fall damit in Berührung zu kommen.
Gipsputz und Gips - KalkputzEher für den Innenbereich geeignet.Ist nur bedingt witterungsbeständig.
Er reguliert Feuchtigkeit im Raum. Dabei nimmt er übermäßige Feuchtigkeit auf und gibt sie bei Bedarf wieder ab.
LehmputzFür den Innenbereich geeignet.Dieser quellt bei Feuchtigkeit auf.
Er wirkt Feuchtigkeits - regulierend.
Dabei speichert er auch Wärme.
ZementputzVor allem für Außenputz im Sockelbereich, an Keller – Außenwänden und als Unterputz für Fliesenverlegung geeignet.
Er beeinflusst das Raumklima im Haus positiv, denn er absorbiert Feuchtigkeit.
An den Außenwänden eingesetzt trägt dieser Putz zur Wärmedämmung und Wasserabweisung bei.

Organische Putze

Organisch gebundener Außenputz setzt sich aus Kalk und Zement zusammen. Jedoch nutzt dieser als Bindemittel den Kunststoff Kunstharz. Dieser verleiht dem Putz Elastizität. So entstehen selbst bei starken Temperaturschwankungen nur selten Risse. Zudem haftet dieser Putz außerordentlich gut und trocknet schnell durch. Damit bietet er viele Vorteile. Jedoch ist diese Art zu verputzen relativ teuer.

Zuschlagstoffe

Die Zuschlagstoffe, auch Zuschläge genannt, sind stark vom Verwendungszweck abhängig. Dabei gibt es charakteristische Eigenschaften wie Konsistenz, Wärmedämmung, statische Festigkeit und Wasseraufnahme. Diese ergeben sich aus der Menge und dem Mischverhältnis von Zuschlägen und Bindemitteln. Die gebräuchlichsten Zuschlagstoffe sind hierbei folgende:

  • Gängig sind mineralische Zuschläge. Dies sind beispielsweise Sand, Quarzsand, Split, gemahlenes Gestein, Ziegelsplit, Blähton und Perlite.
  • Weiter gibt es Kunststoffgranulat, Polystyrol, Häcksel, Stroh, Tierhaar und Kork. Dies sind organische Zuschläge.
  • Ferner werden oftmals auch spezielle Zusatzmittel hinzugefügt. Diese erfüllen einen bestimmten Zweck. Es handelt sich hierbei um Haftungs – Verbesserer, Beschleuniger bzw. Verzögerer, Dichtungsmittel und Pigmente.

Somit gibt es also passende Zuschlagstoffe für jedes Bedürfnis. Profitieren Sie ganz einfach davon! Lassen Sie sich dazu am besten von einem Fachmann in Ihrer Nähe beraten. Dieser hilft Ihnen gerne. Damit verfügt Ihr Putz bei guter Beratung über den für Sie optimal geeigneten Zuschlag.

Wir helfen Ihnen gerne dabei, einen Fachmann in Ihrer Nähe zu finden. Dafür zeigen wir Ihnen, wo Sie den Profi finden!

3. Unterscheidung von Putz nach Funktion

Putz wird oftmals auch nach seiner Funktion unterschieden. Darüber informiert Sie Tipp zum Bau gerne.

Ebenfalls nach seiner Funktion lässt sich Putz unterscheiden.

Putze sind über die Jahre immer raffinierter geworden. Heute besitzen sie immer mehr verschiedene Inhaltsstoffe und Funktionen. Dabei ist die Unterscheidung nach Inhaltsstoffen für den Laien oft nicht ausreichend aufschlussreich.

Deshalb macht es Sinn, sie ebenfalls nach der angedachten Funktion zu unterscheiden. In folgender Tabelle haben wir für Sie die unterschiedlichen Arten und Eigenschaften der Putze aufgelistet.

ARTEIGENSCHAFTEN
Edelputz (Oberputz)Dieser erfüllt hohe Ansprüche.
Er dient als oberste Schicht. Deshalb sieht er einerseits gut aus und andererseits schützt er vor Witterungs – Einflüssen.
Er ist besonders hochwertig und dementsprechend teuer.
Diese Art wird nur dünn aufgetragen und als Außenschicht verwendet.
Unterputz (Grundputz)Die Zuschläge für den Unterputz sind grobkörnig.
Damit ist er gut geeignet, Unebenheiten und Fugen auf dem Untergrund auszugleichen.
Wärme - DämmputzDiese Art wird sowohl im Innen – als auch im Außenbereich eingesetzt.
Im Außenbereich wird dieser Dämmputz häufig als Grund – und Unterputz verwendet.
Als Leicht – Zuschlag erhält er z.B. expandiertes Polystyrol. Dieses sorgt für eine wärme – dämmende Wirkung.
Neuere Hochleistungs – Dämmputze werden mit Aerogel angereichert.
Reparatur - bzw. Sanierputze:
OpferputzDieser dient zur Sanierung von Wasserschäden.
Dafür nimmt er bei der Trockenlegung bauschädliche Salze auf. Anschließend wird er wieder abgeschlagen.
SperrputzEr dichtet feuchte Wände von innen ab. Somit verhindert dieser Putz Schimmelbefall.
Dabei ist er wasserdruck – und frostbeständig.
Ferner haftet er sogar gut auf feuchtem Mauerwerk.
GipsputzDiese Art eignet sich zum Schließen von Rissen und Schlitzen im Mauerwerk.
Weiter trocknet er schnell.
Dabei ist er auch noch leicht zu verarbeiten.

Sie sehen also schon, dass Putz nicht gleich Putz ist. Es gibt verschiedene Arten und er wird weiter in verschiedener Weise unterschieden. Aber nicht nur das. Er wird ebenfalls qualitativ abgegrenzt. Dazu gibt es sogenannte Qualitätsstufen. Über diese informieren wir Sie nun ebenfalls!

4. Qualitätsstufen von Putz

In welche Qualitätsstufen lässt sich Putz einteilen? Tipp zum Bau klärt Sie dazu auf.

Der Putz wird auch in verschiedene Qualitätsstufen eingeteilt.

Bevor es aber zu den Qualitätsstufen geht, erst einmal zusätzliche und grundsätzliche Informationen. Beim Verputzen werden zunächst vier verschiedene Oberflächen unterschieden. Diese werden dann wiederum in die qualitativen Stufen eingeteilt.

Hier gibt es als erstes die abgezogene Oberfläche. Sie ist die einfachste Art zu Verputzen. Dabei wird sie für danach nicht mehr sichtbare Bereiche verwendet. Dafür geeignet sind später geflieste oder mit Steinen verkleidete Wände. Jedoch ist diese Art zu verputzen ebenfalls geeignet für Flächen, die keinerlei stilvollen Anforderungen entsprechen werden.

Weiter gibt es geglättete Oberflächen. Hier entsteht mithilfe des Verputzen eine vollständig glatte Oberfläche. Ferner gibt es abgeriebene Oberflächen. Bei diesen wird das Verputzen ein – bis zweimal durchgeführt. Hierbei wird der Putz beispielsweise mit einem Reibebrett bearbeitet. Zuletzt gibt es noch gefilzte Oberflächen. Diese werden ebenfalls ein – bis zweimal behandelt. Und zwar – in diesem Fall – mit einer speziellen Filzscheibe. Dadurch entsteht eine leicht körnige Oberfläche.

Diese verschiedenen Oberflächen sind nun weiter in vier verschiedene Qualitätsstufen eingeteilt. Diese gelten für den Innenputz. Für sie gibt es die Abkürzungen Q 1, Q 2, Q 3 und Q 4. Die Art der Oberfläche und der Qualitätsstufen sind meist vertraglich festgelegt.

  • Q1 ist für alle Oberflächen gleich. Hierbei handelt es sich um eine abgezogene Oberfläche.
  • Q 2 gilt als die Standardqualität. Falls vertraglich nicht anders festgelegt, gilt Q 2 grundsätzlich als vereinbart.
  • Q 3 und Q 4 entsprechen höheren Ansprüchen. Hier wird das Verputzen durch mehrere  Arbeitsvorgänge durchgeführt.

Für Ihre Wünsche und Bedürfnisse gibt es eine am besten geeignete Qualitätsstufe. Welche dies ist, verrät Ihnen am besten ein Fachbetrieb. Dieser hat ausreichend Erfahrung und weiß, was es beim Verputzen zu beachten gilt.

5. Auftragen von Putz: DIY vs. Fachmann

Wer trägt den Putz am besten auf? Hier weiß Tipp zum Bau Bescheid.

Putz fachmännisch auftragen.

Grundsätzlich wird Auftragen des Putz zunächst die Wand vorbereitet. Denn dies ist die Grundvoraussetzung, damit das Verputzen gut gelingt. Dafür einfach Fugen, Schlitze und sonstige Löcher mit einem Mörtel verschließen. Damit klappt nicht nur das Verputzen gut. Auch die anschließende Weiterverarbeitung der Wand funktioniert danach optimal. Doch wird das Verputzen der Wand nun am besten vom Heimwerker oder vom Fachmann durchgeführt?

DIY

Selbst eine Wand zu verputzen ist kein leichtes Vorhaben. Dabei wird einiges an handwerklichem Geschick gefordert. Ansonsten ist die Wand danach nicht optimal für die weiteren Vorgänge präpariert. In der Folge erkennt man dann schnell, dass hier kein Profi am Werk war. Deshalb ist es sinnvoll, dass ein Fachmann den Unterputz übernimmt. Anschließend ist die Wand wirklich optimal für weitere Tätigkeiten bereit.

  • Einen einfachen Oberputz probiert der gute Heimwerker selber aus. Do it yourself eben.
  • Spezielle Arten für das Verputzen werden jedoch am besten dem Profi überlassen. Das garantiert Ihnen ein optimales Ergebnis.

Fachmann

Am einfachsten ist es, für jegliche Putzart einen Profi zu engagieren. Damit steigen zwar einerseits die Kosten pro m². Andererseits bekommen Sie dafür jedoch ein sauberes und optimales Ergebnis. Gerade der fachmännisch verputze Unterputz ist ausschlaggebend. Wenn dieser nicht gut aufgetragen ist, haben Sie eine schlechte Ausgangslage für den Oberputz. Lassen Sie sich einfach von einem geeigneten Profi für Putz in Ihrer Nähe beraten.

Wichtiges Thema hierzu ist auch der Umgang mit Nassestrich. Wir informieren Sie hierzu auf weiteren Themenseiten.

6. Kosten für den Putz

Was kostet der Putz? Tipp zum Bau gibt Ihnen einen Überblick.

Mit welchen Kosten ist für den Putz zu rechnen?

Die Kosten für das Verputzen hängt von verschiedenen Faktoren ab. Im Neubau wird beispielsweise sowohl ein Unterputz als auch ein Oberputz benötigt. Im Altbau ist hingegen der günstigere Oberputz ausreichend. Pauschale Antworten sind nicht möglich. Für eine grobe Orientierung rechnen Sie jedoch mit folgenden Kosten:

PUTZ - ARTKOSTEN
Unterputz (einfache Ausführung)15 € - 20 € pro m²
Oberputz (einfache Ausführung)8 € - 12 € pro m²
Glattputz12 € - 15 € pro m²
Strukturputzmindestens 16 € pro m²
Deckenarbeiten20 € - 25 € pro m²
Außenwandca. 70 € pro m²
Gerüstca. 5 € pro m²
Hoch qualitative Putzarten
(Spezialputze mit besonderer Struktur, Sichtputze sowie weitere Sonderausfertigungen)
30 € -100 € pro m²
Reine Materialkosten Standardputz1 € - 3 € pro m²

Diese Kosten für den Putz schwanken jedoch. Die genauen Gesamtkosten für das Verputzen sind wie gesagt von vielfältigen Aspekten abhängig. Lassen Sie sich am besten von einem Fachbetrieb über Putz beraten. Dieser weiß genau, welche Kosten auf Sie zukommen. Grundsätzlich hängen die Kosten für Putze von folgenden Faktoren ab:

  • Die Größe der zu verputzenden Wandfläche.
  • Die Beschaffenheit des Untergrundes. Muss vielleicht auf dem Ziegel gearbeitet werden?
  • Das Material und die Art des Verputzens, kurz gesagt: das Putzsystem.
  • Ob es sich um einen Wand– oder Deckenputz handelt.
  • Ebenfalls wichtig ist, ob es sich um einen Altbau oder einen Neubau handelt.
  • Das Gerüst wird in der Regel nur für Außenwände benötigt.

Die Qualitätsstufen für das Verputzen beeinflussen die Kosten zusätzlich. Denn je höher die Qualitätsstufe ist, desto höher sind auch die Kosten. Sie sehen, für den genauen Preis des Putz sind wirklich viele Faktoren im Blick zu behalten!

7. Fazit: Der perfekte Putz für Sie

Jetzt haben Sie ausreichend Informationen über die verschiedenen Arten und Möglichkeiten für das Verputzen erhalten. Im Folgenden informieren wir Sie noch darüber, wo Sie in Ihrer Nähe einen Fachmann finden. Danach sind Sie perfekt vorbereitet für den von Ihnen benötigten optimalen Putz. Beginnen Sie mit der konkreten Planung. Denn dem Verputzen Ihrer Decken sowie von Innen – und Außenwänden steht jetzt nichts mehr im Wege!

8. Fachpartner für Putz finden

Arbeiter in blauer Uniform verputzt eine Wand innen.

Sie planen nun also Ihre Wände und Decken verputzen zu lassen? Oder einfach dekorative Stuckelemente zusätzlich anzubringen? Genug informiert über dieses Thema haben Sie sich bereits. Meistens ist es ratsam, einem Profi das Verputzen zu überlassen. Somit ist also nur noch eine Frage zu beantworten. Welcher Fachmann steht Ihnen persönlich nun mit Rat und Tat zur Seite?

Es gibt eine große Auswahl an Fachbetrieben für das Verputzen. Maurer und Maler sind eine gute Wahl. Verlieren Sie hier nicht den Überblick. Finden Sie jetzt schnell und einfach den richtigen Stuckateur, Gipser oder Maurer in Ihrer Nähe. Dabei helfen wir Ihnen mit unserer Suche gerne weiter.

9. Verputzen: Qualitätsstufe 1 im Detail

Die Qualitätsstufe 1 ist die einfachste Stufe. An diese werden keine besonderen Anforderungen gestellt. Hier wird beim Verputzen einfach eine luftundurchlässige Schicht auf die Mauer aufgetragen. Dabei sind Spuren der Bearbeitung zu sehen. Selbst Risse sind nicht auszuschließen.

10. Qualitätsstufe 2 von Putz näher erklärt

Bei abgezogenen Oberflächen ist Q2 geeignet für Oberputze mit einer Körnung ≥ 2,0 mm. Weiter ist diese Stufe gut als Grundlage für Natursteine, Fliesen sowie Betonwerkstein. Ist die Oberfläche geglättet, wird Q2 für Oberputze mit einer Körnung > 1,0 mm verwendet. Auch für mittel – bis grobstrukturierte Wandoberflächen (wie z.B. Raufasertapete) sowie gefüllte, matte Anstriche ist hier Q2 die richtige qualitative Stufe.

Gefüllte, matte Anstriche werden ebenfalls bei abgeriebenen sowie gefilzten Oberflächen durchgeführt. Auch hier ist Q2 ausreichend. Weiter dienen diese beiden Oberflächen auch als Grundlage für grobstrukturierte Wandoberflächen.

11. Die 3. Qualitätsstufe des Verputzens genauer im Blick

An Putze mit der Qualitätsstufe 3 werden höhere Anforderungen gestellt. Bei abgezogenen Oberflächen dient Q3 als Oberputz mit einer Körnung > 1,0 mm. Ebenfalls wird sie als Untergrund für große Fliesen, Feinkeramik, Naturwerkstein und sogar Glas genutzt.

Die geglättete Oberfläche ist bei Q3 geeignet für Oberputze mit einer Körnung ≤ 1,0 mm. Weiter wird sie auch für fein strukturierte, matte Anstriche sowie Wandbekleidungen genutzt. Bei abgeriebenen sowie gefilzten Oberflächen dient Q3 für nicht gefüllte bzw. strukturierte, matte Anstriche und Schichten.

12. Details zum Verputzen mit Qualitätsstufe 4

Mit der Qualitätsstufe 4 ist die höchste qualitative Stufe von Putzen erreicht. Diese gibt es bei abgezogenen Oberflächen nicht, hier ist Stufe 3 die höchste. Diese Qualitätsstufe wird bei geglätteten Oberflächen für glatte Schichten und Wandbekleidungen mit Glanz genutzt. Beispiele hierfür sind:

  • Spezielle Glätte – und Spachteltechniken.
  • Metall-, Seiden– sowie Vinyltapeten.
  • Bis zu einem mittleren Glanz auch spezielle Anstriche und Glasuren.

Bei abgeriebenen Oberflächen ist Q4 für Schichten, Anstriche sowie Lasuren geeignet. Die Eignung geht bishin zu einem mittleren Glanz. Auch bei gefilzten Oberflächen wird die Q4 angewendet.

13. Unterscheidung von Putz nach Putzstärke

Bei der Putzstärke gibt es zunächst Dünnschicht-Putze. Diese haben eine geringe Stärke von ca. 3 – 5 mm. Bei einer größeren Stärke, meist um die 2 cm, wird von Dickschicht–Putzen gesprochen. Dabei werden nun einige Arten für das Verputzen nach den unterschiedlichen Stärken eingeteilt. Manche Arten des Putz sind sowohl als Dünnschicht – als auch als Dickschicht – Putze einsetzbar. Ein paar Beispiele dazu sehen Sie hier:

DÜNNSCHICHT-PUTZEDICHSCHICHT-PUTZE
Oberputz.
Spritzputz.
Haftbrücke.
Oberputz.
Unterputz.

14. Einteilung der Arten für das Verputzen nach Putzbestandteilen

Eine weitere Möglichkeit der Einteilung verschiedenster Arten für das Verputzen erfolgt nach den Bestandteilen des Putz. Für besondere Anwendungsbereiche sind unterschiedliche Mischverhältnisse nötig. Diese enthalten oftmals besonders viel Bindemittel oder bestimmte Zusatzstoffe. Denn für spezielle Anwendungsbereiche werden spezifische Zusatzstoffe gebraucht. Somit tragen einige Sorten des Putz den Namen des Putzbestandteils, der ihre Inhaltsstoffe dominiert:

  • Kalk-, Luftkalk-, Sumpfkalk- sowie Kalkzementputz.
  • Zement-, Lehm-, Gips-, Baumwoll-, Kunsstoff- sowie Silikonharzputz.

15. Putzsorten aufgeteilt nach Wandgestaltung für den Innenbereich

Für Ihren individuellen Wunsch der Wandgestaltung gibt es für das Verputzen ebenfalls verschiedene Möglichkeiten. Dabei finden sich perfekte Lösungen. Für Ihre Innenwände eignen sich besonders diese Varianten:

PUTZ-ARTHAUPT-ANWENDUNGSBEREICH
Struktur-, Schlämm-, Schweiß-, Dekor-, Modellier-, Rillen-, Rustikal- sowie Scheibenputz
Innenbereich
RapputzDach- und Kellerräume
KratzputzFür Restaurants, Hotels, Treppenhäuser und öffentliche Gebäude
Naturstein - und RauhputzTreppenhäuser, Flure
MosaikputzTreppenhäuser

16. Für den Außenbereich passende Putzsorten aufgeteilt nach der Wandgestaltung

Ebenfalls für Ihren Außenbereich wählen Sie zwischen verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten für den Putz. In einer kleinen Übersicht zeigen wir Ihnen, welche Arten sich hierbei besonders eignen:

PUTZ-ARTHAUPT-ANWENDUNGSBEREICH
Kratz-, Scheiben-, Struktur-, Schlämm-, Modellier-, Rauh-, Rillen- sowie RustikalputzAußenbereich
Buntstein- und MosaikputzSockelbereich
SchweißputzAußenbereich, Sockelbereich

17. Verputzen – verschiedene Techniken

Das Verputzen erfolgt nach verschiedenen Techniken. Somit sind ebenfalls unterschiedliche Strukturen an der Wand möglich. Nun ist es auch gängig, Putzsorten nach der Aufttragetechnik zu unterschieden. Hierbei gibt es folgende Variationen:

  • Reibeputz.
  • Filzputz.
  • Glattputz.
  • Kellenstrichputz.
  • Rollputz.
  • Streichputz.

18. Normen für das Verputzen

Für Innen – und Außenputze gelten verschiedene Normen. Diese sind vor allem wichtig für ausschreibende Stellen, Architekten, Bauträger, Behörden, Putzmörtelhersteller sowie Wohnungsbauunternehmen. Insgesamt gibt es vier europäische Normen für das Verputzen:

NORMGELTUNGSBEREICH
DIN EN 13914-1:2016-09
Deutsche Fassung EN 13914-1:2016
Planung, Zubereitung und Ausführung von Außen – und Innenputzen-

AUSSENPUTZE
DIN EN 13914-2:2016-09
Deutsche Fassung EN 13914-2:2016
Planung, Zubereitung und Ausführung von Außen – und Innenputzen-

INNENPUTZE
DIN 18550-1:2018-01Planung, Zubereitung und Ausführung von Außen – und Innenputzen-
Ergänzungen zu DIN EN 13914-1:2016-09
für
AUSSENPUTZE
DIN 18550-2:2018-01Planung, Zubereitung und Ausführung von Außen – und Innenputzen-
Ergänzungen zu DIN EN 13914-2:2016-09
für
INNENPUTZE

19. Ideen für den Strukturputz

Verputzen mit Strukturputz bietet viele gestalterische Möglichkeiten. Wie wäre es mit einer feinen Wandverputzung? Oder doch lieber rau? Von stringent über verspielt: es lassen sich unzählige Muster an die Wände bringen. Welche dies sind, liegt ganz allein an Ihren persönlichen Vorlieben. Wählen Sie beispielsweise zwischen diesen trendigen Varianten:

  • Kreismuster.
  • Wellenlinien.
  • X-förmige Pinselstriche.

20. Durch das richtige Verputzen mediterranes Feeling gewinnen

Holen Sie sich mediterranes Urlaubsfeeling direkt ins Wohnzimmer. Das gelingt nicht nur durch passende Möbel und Dekoartikel. Selbst durch das optimale Verputzen erreichen Sie es! Dafür genügt der richtige Streichputz. Lassen Sie sich hier am besten von einem Fachmann beraten. Mit der richtigen Wischtechnik erstrahlen Ihre Wohnräume schon bald im mediterranen Charme!

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