Drainage

Drainage – Entfeuchtet Ihr Zuhause

Feuchte Keller sind das Sorgenkind eines jeden Hausbesitzers. Das unangenehme Klima macht die Räume kaum nutzbar – weder als Lager, noch als Hobbyraum. Und im schlimmsten Fall breiten sich Schimmelpilze aus. Ein Alptraum. Doch mit modernen Drainage-Anlagen drehen Sie dem Schimmel das Wasser ab.

1. Wozu brauche ich eine Drainage?

Tipp zum Bau informiert Sie über die ideale Drainage.

Verwenden Sie für Ihre Drainage hochwertige Rohre.

Im Bauwesen bezeichnet die Drainage – auch Dränage oder Dränung genannt – ein unterirdisches Rohr-System zum Ableiten von Wasser. Ziel ist es, den Schutz vor Feuchtigkeit für Häuser und bebaute Flächen zu verbessern. Denn Feuchtigkeit schadet der Bausubstanz, wenn sie in Mauern und Wände eindringt. Drainage-Rohre sammeln über kleine Öffnungen das Wasser im Erdreich und leiten es weg vom Fundament des Gebäudes. Aber: Nicht immer ist sie sinnvoll. Bevor Sie den Einbau einer Drainage erwägen, sollten Sie einen Fachmann zu Rate ziehen. Denn eine fachmännische Abdichtung der Kellerwände ist meist effektiver.

Die ideale Drainage

Moderne Drainagen bestehen aus einzelnen, flexiblen Bau-Elementen. So lässt sich das Rohrsystem individuell auf jedes Gebäude anpassen, um die optimale Dränung zu erreichen.

Die Drainage besteht aus zwei Bereichen:

  • Der erste ist ein Kanalring rund um das Gebäude, bzw. durch das zu entwässernde Gebiet.
  • Das zweite System ist die Rohr-Anlage, die das gesammelte Wasser an anderer Stelle zurück ins Erdreich leitet. Spezielle Drän-Systeme ermöglichen sogar die Bewässerung des eigenen Gartens mit dem vom Haus weggeführten Wasser.

Die Drainage und die Bauwerksabdichtung sind nach DIN 4095 und DIN 18195 geregelt. Deshalb sollten Sie am besten die Arbeit in die Hände eines Fachmanns legen. Dieser erhebt die Wasserleitfähigkeit des Bodens, die Tiefenlage der Rohre sowie des Grundwasserspiegels. Mithilfe komplexer Differentialgleichungen bemisst dann ein Computer die ideale Drainage.

Entlastung für die Abdichtung

Auch wenn Drainagen einen Großteil des am Gebäude anstehenden Wassers abführen – sie alleine reichen nicht aus, das Bauwerk vor dem so genannten „drückenden Wasser“ zu schützen. Sie sind aber eine große Hilfe für die Abdichtung des Gebäudes, da sie den Druck des gestauten Wassers deutlich mindern. Nur Fundamente und Kellerwände, die durch absolut wasserundurchlässige Beton-Bauteile geschützt sind, kommen ohne Drainage aus. Gebäude, die in den 1970er Jahren oder früher erbaut wurden, haben manchmal keine durchgehende Bodenplatte oder wurden mit minderwertigem Beton gebaut. In diesem Falle sollten Sie sich wegen einer Drainage beraten lassen.

Ist die Drainage notwendig?

Oft werden sie völlig grundlos gelegt – ohne dass Haus und Keller durch Stauwasser gefährdet sind. Bevor also das erste Rohr verlegt wird, sollte ein Fachmann das Grundstück untersuchen. So sparen Sie im Zweifelsfall bares Geld und Nerven.

In den meisten Fällen sind Drainagen nur notwendig:

  • In Hanglagen oder feuchten Senken – also wenn Ihr Haus im Vergleich zur Umgebung einen recht tiefen Standpunkt hat.
  • Auch ein hoher Grundwasserspiegel kann Grund genug für eine Drainage sein. Verlassen Sie sich dabei auf das Urteil eines Profis.

2. Die Drainage – Investition in die Zukunft

Mit Tipp zum Bau erfahren Sie alles über die Vorteile von Drainagen.

Mit einer Drainage schützen Sie Ihr Fundament und Ihren Keller.

Der Einbau ist mitunter ein aufwändiges Unterfangen – gerade, wenn die Arbeiten erst nach dem eigentlichen Hausbau stattfinden. Aber der Aufwand lohnt sich: Sie sichern die langfristige Entwässerung des Erdreichs und schützen Kellerwände und Fundament vor eindringender Feuchtigkeit.

So schützen Sie Ihre Kellerwände …

Eingesickertes Regenwasser, das sich im Boden sammelt, ist eine Gefahr für Ihre Kellerwände. Da die Wand praktisch im Wasser „steht“, dringt schnell Feuchtigkeit ein. Das führt schnell zu Schimmel. Dieser kann sich an Ihren Kellerwänden unter Umständen ausbreiten, ohne dass Sie es bemerken. Ergebnis: höhere Heizkosten, schlechtes Luftklima im Keller und beschädigte Wände. Langfristig kann Feuchtigkeit die Mauer sogar porös und instabil machen. Drainage-Systeme entwässern den Boden und leiten das Stauwasser durch kleine Kanäle ab. So sichern Sie Mauern und Fundament vor Wasserschäden. Schimmel hat keine Chance – und die Bausubstanz bleibt gut erhalten.

Die passende Lösung für Sie

Die Bauelemente sind genau aufeinander abgestimmt. So passt sich die Drän-Anlage individuell Ihrem Kellergrundriss an. Im umfangreichen Sortiment an Drän-Schichten und -Schächten ist für jedes Gebäude die optimale Kombination dabei. So kommen Sie schnell und einfach zum passenden System.

Bauen Sie mit Weitsicht

Mit einer Drainage schützen Sie Ihre Kellermauern auf lange Sicht von außen gegen Feuchtigkeit. Beim Neubau sollten Sie rechtzeitig an den Einbau denken. Nachträgliche Einbau-Arbeiten sind weitaus aufwändiger, da hierbei erst der Boden entlang der Fassade aufgegraben werden muss. Experten für Drainage-Systeme beraten Sie gerne und planen mit Ihnen das optimale System für Ihre Anforderungen.

3. Funktionsweise der Drainage

So funktioniert die Drainage.

Hinter der Drainage steckt ein ausgeklügeltes System.

Drainagen sind mehr als nur simple Abflussrohre. Hinter dem System steckt eine ausgereifte Technik. Material, Aufbau und Funktionsweise sind genau durchdacht.

Flexibel und langlebig

Früher wurden Tonröhren als Drainage-Kanäle verwendet. Heute kommen spezielle Kunststoff-Schläuche zum Einsatz.

Ihre Vorteile:

  • Schläuche lassen sich flexibler verlegen
  • Sie sind langlebiger als ihre Vorgänger.
  • Um die Rohre wird zudem kleines Gestein verlegt, damit die Kanäle nicht so schnell versanden. So bleibt die Funktionsfähigkeit langfristig erhalten.
  • Drainagen können durch Dränungs-Dämmplatten an den Kelleraußenwänden ergänzt werden. So wird das Gemäuer noch besser vor Feuchtigkeit geschützt.

Dränrohre

Bei Drainage-Kanälen unterscheidet man grob in zwei Kategorien:

  •  Zum einen dünnere Rohre mit einem Durchmesser bis 50 mm. Diese bezeichnet der Fachmann auch als Sauger, weil sie das überschüssige Wasser im Erdreich „ansaugen“ und im Drainage-System weiterleiten.
  • Die andere Gruppe bilden die dickeren geschlossenen Rohre – sogenannte Ableiter (meist über 100 mm Durchmesser). Diese leiten das angesammelte Wasser ab.

So funktioniert die Drainage

Das von den Saugern abgeführte Wasser wird über ein Rohrleitungs-System aus Ableitern an einem Tiefpunkt der Drainage gesammelt. Von dort wird es über weiterführende Kanäle abgeleitet. Eine Alternative hierzu sind Drainagepumpen, also Elektropumpen, die das angesammelte Wasser über den Grundwasserspiegel anheben – so kann das Wasser aufgrund des Gefälles ablaufen. Man spricht hierbei von einer Vorflut.

Wenn das Wasser mal nicht abfließt

Leider gelangt nicht nur Wasser aus dem Erdreich in die Rohre. Nach einiger Zeit sammeln sich Sand, Kiesel und Schlamm in den Kanälen an. Früher oder später führt dies zur Verstopfung der Rohre. Deshalb müssen sie regelmäßig durchgespült werden – je größer die Drainage, desto wichtiger ist ihre Reinigung. Normalerweise geschieht dies vom Ende der Anlage aus, wo sich auch am meisten Schlamm ansammelt. Aber auch in den oberen Bereichen des Systems sind in der Regel Spülvorrichtungen eingerichtet.

4. Schritt für Schritt zur eigenen Drainage

So verlegen Sie Ihre Drainage selbst - mit Tipp zum Bau.

Mit dem richtigen Know-How verlegen Sie Ihre Drainage selbst.

Natürlich können Sie auch selbst eine Drainage um Ihr Haus verlegen. Wir geben Ihnen eine kleine Anleitung zu den wichtigsten Schritten:

Die Bodenbeschaffenheit überprüfen

Bevor Sie eine Drainage verlegen, sollten Sie die Beschaffenheit und Aufnahmefähigkeit des Bodens überprüfen. Bei einem Versickerungstest wird eine 40x40cm große Grube ausgehoben. Sie sollte etwa 40 cm tief sein. Anschließend füllen Sie die Grube etwa 2cm hoch mit feinem Kies oder grobem Sand. Wässern Sie die Grube etwa eine Stunde lang, so dass der Boden feucht ist.

Nun beginnt die eigentliche Messung:

  • Füllen Sie mithilfe eines Meterstabs die Grube, bis das Wasser ca. 30cm hoch steht.
  • Dann überprüfen Sie alle 10 Minuten den Wasserstand und notieren Sie diesen.
  • Wenn Sie drei Werte notiert haben, addieren Sie die Werte und teilen Sie die Summe durch 30 Minuten.
  • Dadurch erhalten Sie die Versickerungsrate.

Bei einem Wert zwischen 0,12-1 cm/min ist die Versickerung optimal.

Wohin mit dem Wasser?

Die Drainage sorgt zwar dafür, das Wasser von Ihrem Haus fern zu halten. In den Rohren kann es jedoch nicht bleiben. Es gibt spezielle Drainagen, mit deren Hilfe Sie das Stauwasser dazu nutzen können Ihren Garten zu bewässern. Alternativ können Sie das Wasser in die Regenwasserkanalisation leiten. Informieren Sie sich jedoch bei der zuständigen Behörde vor Ort. Denn in der Regel benötigen sie eine Genehmigung, um das Wasser in die Kanalisation einleiten zu dürfen. Sollte eine Einleitung in die Kanalisation nicht möglich sein, müssen Sie auf Ihrem Grundstück eine Sickergrube ausheben. Fragen Sie am besten einen Fachmann um Rat.

Die Voraussetzungen schaffen

Das Drainage-Rohr verläuft entlang der Grundmauern des Hauses zur Versickerungsstelle bzw. zum Kanalisationsanschluss. Sobald der Verlauf feststeht, können Sie beginnen, einen Graben um Ihr Haus herum auszuheben.

Kleiner Tipp:

  • Leihen Sie sich einen Mini-Bagger aus. Damit geht es einfach und schnell. Der Graben sollte tief genug sein, so dass das Drainagerohr 20cm unter der Oberkante des Fundaments liegt.
  • Anschließend legen Sie den Boden mit Filtervlies aus und bedecken den Boden mit 10-15cm Sickerkies. Sie sollten darauf achten, dass ein Gefälle von etwa 2% entsteht, damit das Wasser in Richtung Kanalisation abfließen kann.

Das Drainage-System verlegen

Verlegen Sie nun die Drainagerohre:

  • In jeder Ecke des Hauses müssen Sie ein T-Stück sowie einen Revisionsschacht verlegen. So können Sie regelmäßig die Rohre überprüfen und reinigen. Denn trotz Filtervlies und Kies können manchmal Verschmutzungen in die Rohre gelangen. Diese Verschmutzungen beeinträchtigen auf Dauer das Abfließen des Wassers.
  • Zum Schluss schließen Sie das Drainage-Rohr an den Kanal an.
  • Bevor Sie den Graben schließen, bedecken Sie die Rohre mit einer Schicht Drainagevlies und füllen den Graben mit Kies auf. Die Dämmplatten des Hauses sollten dabei einen halben Meter hoch bedeckt sein.
  • Abschließend können Sie den Graben mit dem Erdaushub füllen. Alternativ können Sie natürlich auch ein anderes Material nehmen, welches wasserdurchlässig ist.

5. Drainage: Normen

Für die Drainage gilt es, einige Normen und Vorschriften zu beachten. Es ist besser, darüber einen kurzen Überblick zu haben. Da hilft Ihnen Tipp zum Bau gerne:

Norm / VorschriftInhalt
ATV Arbeitsblatt A 738Dies sind Vorschriften der Abwassertechnischen Vereinigung. Sie sind wichtig, falls das Wasser der Drainage auf Ihrem Grundstück versickert.
DIN 1187, DIN 4262Diese Normen betreffen die Drainagerohre an Gebäuden. Hierbei werden Kunststoffrohre aus PVC Polyvinylchlorid hart nach DIN 1187 Form A bzw. DIN 4262-1 eingesetzt.
DIN 18195 Teil 4
in Verbindung mit
DIN 4262-1
Hier gibt es nähere Informationen bezüglich nicht stauendem Sickwasser sowie der Abdichtung gegenüber Bodenfeuchte.
DIN 4095Die DIN 4095 ist sehr wichtig. Mit dieser Norm werden die genauen Anforderungen an eine Drainage festgesetzt.

6. Genehmigungspflicht für die Drainage

Sie haben die Möglichkeit, das Wasser Ihrer Drainage in die öffentliche Kanalisation zu leiten. Jedoch benötigen Sie dafür eine Genehmigung. Um diese zu bekommen, stellen Sie einen Antrag bei Ihrer Gemeinde. Ferner wird die Drainage nicht direkt an die öffentliche Kanalisation angeschlossen. Das Wasser kommt in einen Sammler und dieser leitet es dann an die Kanalisation weiter.

Oftmals wird das Wasser auch in einen Bach, einen Fluss oder einen See (sogar ins Meer ist möglich!) geleitet. Dabei ist jedoch ein Vorfluter nötig. Genauere Informationen dazu finden Sie in der DIN 4095.

Manchmal sind diese beiden Varianten nicht möglich. Dann lassen Sie das Wasser der Drainage auf Ihrem Grundstück versickern. Hierzu gibt es bestimmte Anforderungen an das vorhandene Erdreich.

7. Die Drainage ist verstopft- was nun?

Auf einmal entsteht Staunässe und das Wasser wird nicht mehr abgeleitet. Sie stellen fest, dass Ihr Drainage-Rohr verstopft ist. Das ist ein großes Problem. Doch zunächst eine beruhigende Nachricht: Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Rohr vollständig verstopft, ist gering.

Um die Verstopfung zu beheben, ziehen Sie am besten einen Fachmann zu Rate. Dieser wird mögliche andere Ursachen ausschließen und eine professionelle Spülung der Rohre durchführen. Dann fließt das Wasser wieder normal ab. Versuchen Sie sich nicht selbst an einer Spülung. Dies führt oftmals zu zusätzlichen Schäden an der Drainage.

  • Einer Verstopfung der Rohre wird am besten vorgebeugt.
  • Lassen Sie die Drainage einmal pro Jahr vom Fachmann spülen.
  • Verwenden Sie beim Einbau der Drainage sogenannte Filter-Einrichtungen.
  • Diese Filter sind zum Beispiel Filter-Schläuche, Vlies– oder Kokos-Ummantelungen.

8. Vor – und Nachteile der Drainage

Selbst eine Drainage bringt verschiedene Vor – und Nachteile mit sich. Welche diese sind, zeigen wir Ihnen hier in einer kleinen Übersicht:

VorteileNachteile
Die Drainage reduziert Wasserdruck, der auf den Keller einwirkt.Hohe Kosten für die Installation und Wartung
Die Einwirkung des Wassers ist reduziert. Die Ansprüche sind an die Kellerabdichtung sind geringer.
Sie schützt vor Schimmel im Keller.

9. Drainage: Kosten

Einen Pauschal-Preis für eine Drainage festzulegen ist nicht möglich. Die Kosten hängen von verschiedenen Faktoren ab. Einerseits geht es hier um die Höhe der Sickerschicht, die Bodenbeschaffenheit und gegebenenfalls notwendige Schacht-Arbeiten. Andererseits spielen natürlich die Größe des Hauses, anfallendes Material und die Montagekosten eine Rolle. Folglich ist die Preisspanne sehr groß.

  • Bei einem Einfamilienhaus ist mit Gesamtkosten zwischen 2500 € und 15.000 € zu rechnen.
  • Lassen Sie sich von einem Fachmann beraten. Dieser macht Ihnen gerne einen Kosten-Voranschlag zugeschnitten auf Ihre Bedürfnisse.

10. Abführung des Wassers der Drainage

Das Wasser aus der Drainage wird zunächst in die sogenannten Spülschächte geführt. Danach wird das Wasser entweder auf dem eigenen Grundstück versickert. Dies geschieht durch eine Rigole, das ist eine Kiespackung oder ein Kunststoff-Gitter. Oder aber Sie haben eine Genehmigung Ihrer Gemeinde und führen das Wasser in die öffentliche Kanalisation.

Außerdem besteht die Möglichkeit, das Wasser in einen Bach, Fluss, See oder ins Meer weiterzuleiten. Dazu benötigen Sie einen Vorfluter und beachten, wie schon erläutert, die DIN 4095. Was ist nun jedoch für Sie die beste Lösung? Bei einer Beratung hilft Ihnen hier der Fachmann gerne weiter!

11. Drainage: Typische Baufehler

Schäden an der Drainage nach dem Einbau sind nerven-aufreibend, oftmals kostspielig sowie unnötig. Um typische Fehler zu vermeiden, wird auf einige Dinge schon beim Einbau geachtet. Welche diese sind, erklären wir Ihnen hier gerne.

  • Die Drainage-Rohre sind zu tief verlegt: Oftmals bilden sich Hohlräume unter Bodenplatte und Fundament. Denn zusammen mit dem Drainage – Wasser werden Feinbestandteile des Bodens mit abgeführt. Das führt zu statischen Problemen des kompletten Außen-Mauerwerks.
  • Das Drainage-Wasser wird direkt unter der Bodenplatte abgepumpt: Somit entstehen Wasser – Wege unter der Bodenplatte. Infolgedessen werden ebenfalls Feinbestandteile des Bodens mit abgeführt. Deswegen sind auch hier statische Probleme des Außen-Mauerwerks zu erwarten.
  • Zu hoch verlegte Drainage-Rohre sind noch problematischer: Nun wird das anfallende Wasser nicht abgeleitet. Folglich ist es möglich, dass sich Stauwasser ansammelt und bis zur Gebäude-Sohle reicht. Dies führt wiederum unter Umständen zu Schäden am Gebäude.
  • Die Entlastungs-Drainage wird bei Kellern aus WU-Beton nicht unterhalb der Licht-Schächte verlegt: Deshalb dringt eventuell Wasser in die Licht-Schächte und dann weiter in die Keller-Fenster.

12. Filtervlies für Ihre Drainage

Die Filterschicht Ihrer Drainage besteht aus Filtervlies und Drainage-Kies. Doch für was genau dient dieser Filtervlies? Er verhindert, dass Feinstteile in die Drainage eindringen. Dadurch schützt dieser Filter deren Langlebigkeit. Das Vlies ist dafür auf eine bestimmte Art und Weise verlegt. Einerseits umhüllt es die Bettung und andererseits wird es über diese gelegt.

13. Eine Drainage auch für die Terrasse?

Ob eine Drainage für die Terrasse sinnvoll ist, hängt von deren Belag ab. Hierbei gibt es sicker-fähige, also wasser-durchlässige Beläge. Weiter gibt es wasser-undurchlässige, also nicht sicker-fähige Beläge. Was ist nun bei welchem Belag sinnvoll?

BelagDrainage- ja oder nein?
Sicker-fähig. Ferner ist der Boden unterhalb der Terrasse so beschaffen, dass das Wasser schnell von alleine abfließt.Eine Drainage ist nicht unbedingt nötig.
Sicker-fähig. Außerdem lässt die Boden-Beschaffenheit unter der Terrasse das Wasser nur langsam versickern.Hier ist eine Drainage bzw. Drainage-Matte sinnvoll, um unnötige Schäden zu vermeiden.
Nicht sicker-fähig.Um ebenfalls bei solchen Belägen Schäden zu vermeiden, sind Drainage-Matten empfehlenswert.

14. Ummantelung der Drainage mit Kokos

Neben Vlies gibt es auch die Möglichkeit, die Drainage mit Kokos zu ummanteln. Kokos weist eine sehr gute Wasser – Durchlässigkeit auf, wodurch es sehr vorteilhaft ist. Jedoch ist zu beachten, dass dieses Material mit der Zeit verdirbt. Es bildet sich daraus Humus. Dieser verstopft oftmals die Löcher der Drainage. Dementsprechend nimmt sie weniger bis hin zu gar keinem Wasser mehr auf.

15. Ein Sammelschacht für Ihre Drainage

Durch einen Sammelschacht werden eventuell verstopfte Drainage-Rohre wieder freigespült. Weiter gibt es die Möglichkeit, durch diesen Schäden an den Rohren festzustellen. Dafür wird eine Kamera durch den Schacht in die Rohre eingeführt. So werden Beschädigungen und auch Verstopfungen erkannt. Für die Größe eignet sich meist ein Schacht in DN 400. Lassen Sie sich nicht von den verschiedenen Namen für den Sammelschacht irritieren. Er wird u.a. bezeichnet als:

  • Spülschacht.
  • Dränschacht.
  • Revisions-Schacht.
  • Kontroll-Schacht.

16. Fazit: Eine Drainage bringt durchaus Vorteile

Häufig ist eine Drainage nicht notwendig. Sofern Ihnen jedoch ein Fachmann dazu rät, ist es empfehlenswert, auf ihn zu hören. Denn in diesem Fall schützt Sie eine Drainage vor schlimmen Schäden durch Wasser an Ihrem Gebäude. Schimmel hat dann keine Chance. Dadurch vermeiden Sie überhöhte Renovierungskosten.

Mehr zum Thema Rohbau bei Tipp zum Bau

Architektur, Bau, Gebäude, Hausbau, Drainage

Das Bauunternehmen

Gips, Wand, Beton, Kelle, Drainage

Putz

Schalungen, Drainage, Trockenbau

Schalungen

Stuckateur, Stuck, Stuckelemente, Drainage

Stuckateur

aufbauen, Ziegelstein, Mauer, Arbeiter, Bauhandwerker, Drainage

Der Maurer

Fugenmörtel, Bauarbeiter, Rohbau, Drainage

Der Fugenmoertel

Klinker, Mauerwerk, Drainage, Rohbau

Der Klinker

Befestigungsmaterial, Material, Befestigung, Drainage

Befestigungsmaterial

Kran, Gewicht, Schwergewicht, Material, Verlegung, Technik, Drainage

Der Kran

Gerüst, Gestell, Tragwerksbau, Gerüstbauer, Drainage

Das Geruest

Gerüst, Haus, Handwerker, Arbeiter, Bau, Drainage

Der Geruestbauer

Boden, Arbeiter, Fussboden, bauen

Der Estrichleger

Als Bauherr finden Sie bei Tipp zum Bau alles rund ums Bauen, Sanieren und Renovieren. Holen Sie sich hier eine ausführliche Beratung.

Ziegel

Maschinenlaufbohle. Mitarbeiter auf einem Baustellenboden

Nassestrich

Estrich, Boden, Fussboden, Bau, Zement

Trockenestrich

Dieser Text wurde von den Redakteuren der      erstellt

Online-Seminare, auch zum Thema Bauen, finden Sie unter