Befestigungsmaterial

Befestigungsmaterial – flexible Installationssysteme

Sie halten sich dezent im Hintergrund – sind aber in jedem Haus unentbehrlich. Dank Schienen, Muttern und Schellen bleibt alles dort, wo es hingehört. Sowohl Fachbetriebe als auch motivierte Heimwerker benötigen zuverlässiges Befestigungsmaterial. Hier erfahren Sie alles über die wichtigsten Befestigungselemente.

1. Befestigungsmaterial – Damit Ihr Haus zusammenhält

Befestigungsmaterialien geben Ihrem Haus einen sicheren Halt. Das Beste daran: Sie sind immer flexibel. Intelligente Details ermöglichen Ihnen unendlich viele Lösungen für Ihre Immobilie. Doch welche Befestigungselemente gibt es? Wie genau funktionieren sie überhaupt?

Grundsätzlich gilt für alle Bauteile: Sie steigern den Wert Ihres Hauses. Genießen Sie ruhiges und sicheres Wohnen. Befestigungsmaterialien sind Ihre unsichtbaren Helfer. Von der kleinsten Schraube bis hin zum Schienensystem sind Befestigungselemente unabdingbar. Sie dienen in erster Linie dem Zusammenhalt von Rohren und Kabeln.

Jedes Produkt ist erst durch einen umfangreichen Service komplett. Fachfirmen helfen Ihnen, bei der Installation Zeit und Geld zu sparen.

2. Die Befestigungstechniken für Ihr Befestigungsmaterial

Verschiedene Befestigungstechniken ermöglichen grundsätzlich die langfristige und sichere Verbindung bestimmter Bauteile. Dabei spielen die Befestigungsmaterialien eine wichtige Rolle. Nicht jedes Material eignet sich für eine beliebige Technik oder jedes Werkzeug.

  • Fachleute bringen Bolzen mit der sogenannten Bolzensetz-Technik an.
  • Ein Bohrer eignet sich für Stein und Beton.
  • Das Tackern kommt häufig in Verbindung mit Dämmmaterialien zum Einsatz.

Zu den häufigsten Befestigungstechniken zählen:

  • Das Bolzenschweißen oder auch Lichtbogen-Schweißen.
  • Nageln.
  • Klassische Verschraubungen.
  • Nietverbindungen.
  • Winkelverbinder.
  • Tackern mit Heftklammern.

Es gibt viele verschiedene Arten zu Schweißen. Das Lichtbogenschweißen dient zum dauerhaften Verbinden besonders großer Bauteile mit Bolzen. Das sind zylinderförmige Befestigungsmaterialien, die hauptsächlich im Maschinenbau zum Einsatz kommen. Aber auch im Bau übernehmen Sie wichtige Aufgaben. So sind sie beispielsweise Bestandteil von Gerüsten, Großzelten und Halterungs-Brücken. Beim Schweißen schmilzt der Schweißer beide Befestigungselemente an. Diese führt er dann unter leichtem Druck zusammen.

3. Welche Befestigungsmaterialien gibt es?

Neben Bolzen gibt es noch viele weitere Befestigungsmaterialien. Diese Befestigungselemente sind der Dreh- und Angelpunkt eines jeden Hauses. Die Auswahl ist groß. Damit Sie trotzdem nicht daneben greifen, hier eine Aufzählung der wichtigsten Befestigungsmaterialien im Überblick:

Bei Tipp zum Bau erfahren Sie alles über die unterschiedlichen Arten der Befestigungsmaterialien.

Für jede Situation gibt es die passenden Befestigungsmaterialien.

  • Bolzen.
  • Schienensysteme.
  • Schellen.
  • Winkelverbinder.
  • Dübel.
  • Schrauben.
  • Nägel.
  • Muttern.

Es gibt viele weitere Befestigungsmaterialien, je nachdem von welchem Anwendungsbereich die Rede ist. Im Baugewerbe nutzen Fachleute folgende Befestigungselemente für Elektro- und Sanitär-Installationen:

  • Befestigungsbinder ermöglichen eine gebündelte Befestigung von Elektrokabeln und Stahlpanzerrohren. Sowohl flexible als auch starre Elektrorohre halten Sie mit einem qualitativen Befestigungsbinder zuverlässig zusammen.
  • Kabelbügel sind eine gute Alternative, um Kabel platzsparend und ordentlich zu befestigen. Sie trotzen Belastungen und Temperaturschwankungen von -20 bis 80°C.
  • Sammelhalter dienen ebenso zur gebündelten Anbringung von verschiedenen Kabeln. Meist kommen Sie bei Elektrokabeln zum Einsatz.
  • Eine Nagelscheibe dient zur Unterputz-Befestigung. Sie findet auch bei Kabeln in Mauerschlitzen oder bestimmten Holzkonstruktionen Anwendung.

Schienensysteme als Befestigungselement

Diese Befestigungselemente verbinden Stabilität und Flexibilität und trotzen dabei jeder Belastung. Gleichzeitig erlauben sie Ihnen Freiheit beim Bauen. Wie das geht? Ganz einfach: In der Regel besitzen Schienensysteme besonders lange Löcher. So wählen Sie frei, an welcher Stelle Sie Ihre Schrauben befestigen. Die Langlöcher geben Ihnen den Spielraum, den Sie beim Schrauben brauchen.

Grundsätzlich gibt es Schienensysteme in verschiedenen Ausführungen. Für jede Anwendung steht das passende Produkt bereit:

  • Gelochte Schienen.
  • Ungelochte Schienen.
  • Gelochte Doppelschienen.

Der Nutzungsbereich von Schienensystemen als Befestigungsmaterial ist sehr vielfältig. Meist kommen Schienensysteme jedoch bei der Installation von Lampen und Leuchten zum Einsatz. Auch Gardinen und Treppenlifte bieten Möglichkeiten zur Anwendung.

Winkelverbinder

Winkelverbinder verfügen über bereits vorgebohrte Löcher für Schrauben und Nägel. Bei diesem Befestigungselement handelt es sich um metallene, häufig rechtwinklige Bauteile. Fachleute bringen Sie meist an hölzernen Bauelementen wie Tischen und Stühlen an.

Schrauben – Das ultimative Befestigungselement

Tipp zum Bau verrät Ihnen alles über die Vielfalt Ihrer Befestigungsmaterialien.

Schrauben sind das wohl am häufigsten gebrauchte Befestigungsmaterial.

Hersteller produzieren Schrauben aus Stahl, Messing oder Kupfer. Bei richtigem Gebrauch sind Schrauben lös- und damit wiederverwendbar. Es gibt viele verschiedene Arten von Schrauben, die sich in ihrem Verwendungszweck unterscheiden. Die bekanntesten sind:

  • Holzschrauben: Wenn Sie mit Holz oder Kunststoff arbeiten, benötigen Sie Holzschrauben. Sie schneiden sich selbst ein Gegengewinde.
  • Metallschrauben: Metallschrauben bilden das Gegenstück zu Muttern.



Nägel als ältestes Verbindungs- und Befestigungsmaterial

Nageln findet in erster Linie Anwendung beim Verbinden von Holzmaterialien. Nägel sind üblicherweise aus Stahl, Kupfer oder Messing. Fachleute benutzen hierfür einen Hammer. Das Einschießen mit einem Druckluftnagler ist auch eine mögliche Option.

Nägel sind die ältesten Befestigungselemente, die uns heutzutage noch gute Dienste erweisen. Den ersten Nagel fanden Forscher in einem Holzbrunnen von 5.101 v. Chr. in Sachsen.

Nietverbindungen als Befestigungsmaterial

Nieten haben eine charakteristische, zylindrische Form. Fachleute unterscheiden zwischen:

  • Vollnieten.
  • Blindnieten.
  • Stanznieten.

Hersteller produzieren sie meist aus Metall oder Kunststoff. Nietverbindungen sind bei der sogenannten “Kaltnietung” plastisch verformbar. Sie haften auf vielerlei Materialien. Dazu gehören:

  • Bleche aller Art.
  • Kunststoffteile.
  • Leder.
  • Besonders widerstandsfähige Stoffe aus Baumwolle.

Muttern als Befestigungselemente

Die Mutter zählt nur bedingt als selbstständiges Befestigungsmaterial. Sie bildet das Gegenstück zu Schrauben und Gewindebolzen. Ihr vollständiger Name lautet daher auch Schraubenmutter. Bei dieser handelt es sich um einen zumeist niedrigen, prismatischen Körper. Sie ist hohl und besitzt ein Innengewinde. Dieses Innengewinde bildet später die feste Verbindung mit der Schraube.

Hersteller fertigen Schraubenmuttern aus Stahl, Messing, Kupfer, Aluminium oder Kunststoff. Die bekannteste Form der Mutter ist die Sechskantmutter. Weitere Unterteilungen bilden:

  • Rohrmutter.
  • Bundmutter.
  • Hutmutter.
  • Geteilte Mutter.
  • Kronenmutter.
  • Selbstsichernde Mutter.
  • Vierkantmutter.
  • Flügelmutter.
  • Kontermutter.
  • Kreuzlochmutter.
  • Spannmutter.

Die Unterteilungen erfolgen meist nach Außenkontur. Hutmutter, Rohrmutter, Bundmutter und geteilte Mutter übernehmen allerdings spezielle Funktionen. Je nach Anwendung unterscheiden Profis demnach auch nach Verbindungsmaterial. So gibt es beispielsweise bestimmte Muttern für die Befestigung von Blechen und Möbeln.

4. Schellen als Befestigungsmaterial – So bleibt alles dicht

Ein weiteres Befestigungselement, das bei Rohrinstallationen eine große Rolle spielt, sind Schellen. Installateure verwenden Schellen an unterschiedlichen Stellen. Hauptsächlich kommen Sie aber in der Elektrik und Sanitär-Anlagen zum Einsatz. Je nach Nutzungsgebiet haben sie verschiedene Eigenschaften und Vorteile. Dementsprechend gibt es vielerlei Arten von Schellen. Die häufigsten sind:

  • Nagelschellen.
  • Schlauchschellen.
  • Rohrschellen.

Nagelschellen

Diese Art der Schellen trägt auch den Namen Kabelschelle. Sie kommt insbesondere bei der Elektroinstallation zum Einsatz. Hier dient sie der Befestigung von elektrischen Leitungen in der Aufputzmontage. Auf diese Art und Weise folgen die Kabel dem gewünschten Verlauf. Installateure fixieren Nagel- oder Kabelschellen mit Nägeln auf Holz oder Mauerwerk. Hersteller produzieren die Schellen aus Kunststoff.

Schlauchschellen

Um einen Schlauch an einem festen Anschluss anzubringen, benötigen Sie eine Schlauchschelle. Sie kommt auch zum Einsatz, wenn Sie zwei Schläuche miteinander verbinden. In der Regel ist die Schlauchschelle ein ringförmiges Metallband. Selten kommt auch eine Schelle aus Plastik zum Einsatz. Durch Drehen der Stellschraube verringert sich der Durchmesser. Der Schlauch drückt sich auf den Anschluss. So ist alles sicher abgedichtet.

Rohrschellen

Rohrschellen dienen als Halterung für Rohrleitungen. Je nach Material der Rohrleitung verwenden Installateure Schellen aus Stahl, Edelstahl oder Kunststoff. Rohr-Schnappschellen aus Kunststoff finden Sie in der Montage von Elektroleitungen. Sie kommen außerdem in Schutzrohren sowie bei leichten Wasserleitungen aus Kunststoff zum Einsatz. Wasserleitungen aus einem Kunststoff-Aluminium-Verbund sind ebenfalls ein mögliches Anwendungsgebiet.

5. Dübel und Stahlanker als Befestigungsmaterial  – Damit jede Schraube sitzt

Bei Werkstoffen wie Beton oder Mauerwerk halten einfache Schrauben kaum. Dübel stellen hier praktische Hilfsmittel dar. Hersteller fertigen sie aus Metall, aber auch aus Kunststoff. 

Wenn Sie schwere Gegenstände an der Wand oder Decke befestigen, benötigen Sie sogenannte Stahlanker. Sie verfügen über ein Metallgewinde, an dem Sie eine Mutter befestigen. Stahlanker funktionieren wie herkömmliche Dübel aus Kunststoff. Kleine Metallteile verankern sich in der Wand. Dabei überträgt der Stahlanker die Last von der Schraube auf die Wand. 

Es gibt Dübel und Stahlanker für unterschiedliche Untergründe, in verschiedenen Längen und Durchmessern. Wenn Sie sich unsicher sind, lassen Sie sich im Fachhandel beraten. Beachten Sie folgende Kriterien bei der Wahl des geeigneten Befestigungselements:

  • Aus welchem Baustoff ist der Untergrund?
  • Ist der Untergrund verputzt oder nicht?
  • Gibt es Hohlräume im Untergrund, zum Beispiel aufgrund einer Gipskarton-Wand?
  • Wie tief ist der Untergrund?
  • Welche Kräfte soll der Dübel von der Schraube auf den Untergrund übertragen?

6. Kosten verschiedener Befestigungsmaterialien – Ein Überblick

Die Kosten der verschiedenen Befestigungsmaterialien variieren stark, je nach Hersteller und Verarbeitung. Besonders bei Schrauben, Winkelverbindern und Schellen spielen Material und Größe eine bedeutende Rolle. Meist empfiehlt es sich, diese in Sets, statt einzeln zu kaufen. In dieser Tabelle finden Sie grobe Preisangaben zur Orientierung.

BefestigungsmaterialPreis
Schienensysteme10-70 €
Schraubenab 0,25 €
Winkelverbinderab 0,35 €
Schellenab 1 €
Dübel2 €

7. Fazit – Befestigungsmaterial als Grundbaustein Ihres Hauses

Befestigungsmaterialien machen Ihr Leben angenehm und sicher. Nicht nur in Ihrem Haus sorgen Befestigungselemente für Stabilität. Sie umgeben Sie, wohin Sie auch gehen. Schrauben, Dübel und Schellen sind maßgeblicher Bestandteil Ihres Alltags.

Details machen den Unterschied. Das gilt bei Befestigungselementen umso mehr. Achten Sie deshalb auf gute Materialien und eine sorgfältige Verarbeitung. Nur so stellen Sie sicher, dass Ihre Rohre und Kabel dort bleiben, wo Sie hingehören. Ein weiterer Vorteil hochwertiger Produkte: Sie passen sich verschiedenen Situationen hervorragend an. So haben Sie Spielraum für Ihre individuellen Wohnideen.

8. Der Schutz Ihrer Befestigungsmaterialien – Wie entsteht Rost?

Rost ist der wohl größte Feind Ihrer Befestigungsmaterialien. Er nimmt Gerüsten ihre Stabilität und ist besonders im Bauwesen äußerst ungern gesehen. Doch wie genau entsteht Rost überhaupt?

Rost entsteht durch den Kontakt von Feuchtigkeit und Sauerstoff mit Metall. Der Entstehungsprozess selbst ist daher auch als „Sauerstoffkorrosion“ bekannt. Rost ist also nichts anderes als oxidiertes Metall. Befestigungsmaterialien aus Kunststoff sind nicht anfällig für Rost und daher eine gute Alternative. Doch nicht immer ermöglichen die gegebenen Umstände die Anwendung von Befestigungselementen aus Kunststoff.

In solchen Fällen heißt es, Ihre metallenen Befestigungsmaterialien ausreichend zu schützen. Hierfür erhalte die einzelnen Bestandteile eine Beschichtung aus unterschiedlichen Materialien. Ein gängiger Werkstoff ist beispielsweise Chrom. Dabei handelt es sich um eine feste, chemische Verbindung. Anhaftende Verbindungen dagegen tragen den Namen „Pulverbeschichtung“. 

9. Fünf Arten von Korrosionsschutz für Ihre Befestigungsmaterialien

Ihre Befestigungsmaterialien ausreichend vor Korrosion zu schützen ist essentiell. Nur so ist ein sicheres Wohnen in einem stabilen Haus gewährleistet. Rost platzt nach einiger Zeit ab, somit verlieren Ihre Befestigungselemente maßgeblich an Tragfähigkeit. Im Normalfall brauchen Sie sich nicht um den Korrosionsschutz Ihrer Befestigungsmaterialien kümmern. Nägel und Schrauben, die es im Baumarkt zu kaufen gibt, sind bereits vollkommen sicher.

Für den modernen Heimwerker sind diese Schutzmaßnahmen ausreichend, aber wie sieht das beim Häuserbau aus? Hier gibt es mehrere Methoden, die Befestigungsmaterialien vor Rost zu schützen. Neben Chrom und Pulverbeschichtung kommen folgende Verfahren zum Einsatz:

  • Das Phosphatieren von Schrauben.
  • Das Chromatieren oder auch Passivieren.
  • Das Verzinken.

10. Die Phosphatierung Ihrer Befestigungsmaterialien

Die Phosphatierung Ihrer Befestigungsmaterialien ist eines der gängigsten Korrosionsschutz-Verfahren. Sie kommt üblicherweise bei Schraubstahl zum Einsatz. Dabei reagieren die Befestigungselemente mit Phosphat und bilden eine sogenannte Konversions-Schicht.

Diese entstandene Schicht zeichnet sich besonders durch Ihre gute Haftfestigkeit aus. Sie dient aber auch der elektrischen Isolation. Im Baugewerbe machen sich Experten diese Eigenschaften zunutze. Die dort verwendeten Schnellbau-Schrauben vereinen beide gewünschten Eigenschaften in sich.

Sie bieten sich besonders für die Verspachtelung mit Fugenmasse an. Die Verspachtelung erfolgt nach der Beplankung und ist Teil des Trockenbaus. Sie erkennen Schnellbauschrauben leicht an der charakteristischen schwarzen Farbe.

11. Die Beplankung mit Hilfe von Befestigungselementen

Bei der Beplankung handelt es sich um eine Verkleidung aus Bohlen, Platten oder sogenannten Plattenwerkstoffen. Darunter befindet sich die sogenannte Tragkonstruktion. Beplankungen dienen häufig als Skelett oder Außenhülle eines bestimmten Objekts. Dekorative Beplankungen im Innenbereich bezeichnen Fachleute auch als Vertäfelung oder Schalung.

Im Trockenbau bringen Handwerker die Platten anhand verschiedener Befestigungsmaterialien auf Pfosten oder Riegeln an. Diese Platten bestehen meist aus Holzwerkstoff, Faser- oder Gipskarton. Ebenso findet die Beplankung Einsatz in der Karosserie sowie im Flugzeug- und Schiffbau.

12. Die Verspachtelung von Befestigungselementen

Tipp zum Bau verrät Ihnen, wo Befestigungsmaterialien zum Einsatz kommen.

Auch Ihre Gipskartonwand benötigt bestimmte Befestigungsmaterialien.

Das Verspachteln erfolgt nach der Beplankung. Zunächst verschrauben Fachleute also Gipskartonplatten mit Befestigungselementen auf der Unterkonstruktion. Handwerker verspachteln anschließend sowohl Fugen als auch verwendete Befestigungsmaterialien, vorzugsweise Schnellbauschrauben. Der Prozess der Verspachtelung mit Spachtelmasse erfolgt mehrmals. Schließlich schleifen Handwerker zurückgebliebene Unebenheiten ab.

Anschlüsse an andere Bauteile verspachteln Experten zumeist nicht mit gewöhnlicher Spachtelmasse. Hierfür verwenden sie Fugenmasse aus Acryl, die dauer-elastisch ist. Noch besser eignet sich die Anwendung von sogenannten Trennstreifen. Sie bestehen aus Schaumstoff-Folie und lassen sich einfach aufkleben. Handwerker schneiden sie zu und spachteln sie anschließend ab.

13. Die Verzinkung Ihrer Befestigungsmaterialien

Die Verzinkung ist eine weitere Maßnahme, Ihre Befestigungselemente vor Korrosion zu schützen. Bei der Verzinkung von Befestigungsmaterialien lässt sich zwischen verschiedenen Methoden unterscheiden. Dazu gehören:

  • Die Feuerverzinkung in einem 450°C heißen Zinkbad.
  • Die Sendzimir-Verzinkung.
  • Die galvanische Verbindung in einem elektrolytischen Bad.

Jedes dieser Verfahren hat dasselbe Ziel: den Erhalt Ihrer Befestigungsmaterialien anhand einer dünnen Zinkschicht. Vor der eigentlichen Feuerverzinkung im Zinkbad ist eine umfassende Vorbehandlung vonnöten. Hier entfetten, ätzen, waschen und entschlacken Fachleute die Befestigungsmaterialien vor der Verzinkung. Die Sendzimir-Verzinkung verzichtet allerdings auf diese Vorbereitung der Befestigungselemente. Nach der galvanischen Verzinkung wiederum ist es üblich, eine Pulverbeschichtung oder Chromatierung durchzuführen.

Verzinkungen erreichen eine Haltbarkeit von bis zu 40 Jahren. Sie kommen daher bei beinahe allen statisch relevanten Teilen zum Einsatz. Darunter fallen:

  • Schloss- und Schlüsselschrauben.
  • Winkelverbinder.
  • Stützschuhe.

14. Das Passivieren Ihrer Befestigungsmaterialien

Tipp zum Bau verrät Ihnen die Vorteile der verschiedenen Befestigungsmaterialien.

Chromatierte Befestigungsmaterialien machen an Ihrer Holzterrasse eine gute Figur.

Das Passivieren oder auch Chromatieren von Befestigungsmaterialien ist ein gängiges Korrosionsschutz-Verfahren. Die Befestigungselemente baden dabei in Chromsäure und erhalten so ihre anorganische Schutzschicht. Charakteristisch für chromatierte Befestigungsmaterialien ist die gelbe Färbung. Sie ähnelt der Farbe von Messing und macht sich besonders gut an einer hölzernen Terrasse

Ähnlich wie bei der Verzinkung hält diese Korrosionsschutz-Maßnahme circa 40 Jahre. Nachteil der Verzinkung ist allerdings der schlechte Einfluss von Meeresluft auf die Schutzschicht. Der hohe Salzgehalt der Luft zerstört die Zinkschicht langsam. In entsprechenden Regionen beträgt die Haltbarkeit einer solchen Schutzschicht daher nur etwa 25 Jahre.

15. Eine Pulverbeschichtung für Ihre Befestigungsmaterialien

Bei der Pulverbeschichtung Ihrer Befestigungsmaterialien handelt es sich um eine anhaftende Beschichtung. Fachleute wenden sie üblicherweise nur bei der Beschichtung von elektrisch leitfähigen Metallen an. Der Ablauf einer Pulverbeschichtung gestaltet sich wie folgt:

  • Zunächst entfettet ein Fachmann das zu beschichtende Befestigungsmaterial.
  • Anschließend säubert er es und raut es leicht an.
  • Dann wird das Befestigungselement getrocknet und beschichtet.
  • Die Beschichtung selbst erfolgt in einem Brennofen bei Temperaturen von rund 200°C. Hier verflüssigt sich das Pulver und bildet so die typische Kunststoffbeschichtung.

Bei der Pulverbeschichtung Ihrer Befestigungsmaterialien kommen meist Epoxid- oder Polyesterharze zum Einsatz. Ein Vorteil dieser Beschichtung stellt die vielfältige Farbvariation dar. Nachteilig wiederum ist die Empfindlichkeit der Beschichtung selbst. Befestigungsmaterialien mit einer Pulverbeschichtung finden daher meist nur im Innenbereich von Gebäuden Anwendung.

16. Befestigungsmaterialien aus Edelstahl

Eine clevere Korrosionsschutz-Maßnahme ist die Verwendung von Edelstahl als Befestigungsmaterial. Edelstahl ist besonders rein. Es enthält weder Schwefel noch Phosphor und ist außerdem sehr glatt.

Grundsätzlich sind raue Befestigungselemente anfälliger für Rost als glatte. Edelstahl ist also besonders widerstandsfähig und von sich aus vor Rost geschützt. Im Handel fällt die Bezeichnung von Edelstahlschrauben üblicherweise unter die Werkstoff-Nummer 1.4301.

Stellen Sie sich erneut das Beispiel Ihrer Holzterrasse vor. Hier bieten sich Befestigungsmaterialien aus Edelstahl besonders an. Verzinkte Schrauben färben das Holz schwarz und machen daher optisch bei weitem nicht so viel her. Bei Edelstahlschrauben ist es allerdings wichtig, Löcher im Voraus in das Holz zu bohren.

17. Die Geschichte der Schraube

Die ersten Schrauben hatten ihren Ursprung in der römischen Antike. Sie bestanden aus Metall. Im 15. Jahrhundert hielt die Schraube Einzug in Europa. Aufgrund Ihres hohen Preises setzte sie sich jedoch nur bedingt durch. Erst mit der Industrialisierung war eine preiswerte Massenanfertigung von Schrauben in allen Ausführungen möglich.

Die Schraube selbst war der Ursprung vielerlei neuer und moderner Erfindungen. So erfanden die Menschen die Drehmaschine und die Gewindeschneidmaschine. Um 1800 erfolgte zudem die Herstellung von Hand-Schraubendrehern.

Seit 1908 gilt die nach dem Erfinder benannte Robertson-Schraube als Norm in den USA. Im zweiten Weltkrieg wurde auch in Europa eine standardisierte Schraube eingeführt. Sie ermöglichte einheitliche Herstellungsverfahren in allen Ländern der Alliierten.

18. Befestigungsmaterialien im Maschinenbau

Befestigungsmaterialien spielen nicht nur im Bauwesen eine wichtige Rolle. Auch im Maschinenbau sind sie kaum noch wegzudenken. Zum Maschinenbau zählen folgende Unterklassen:

  • Die Herstellung von Dampfmaschinen, Motoren oder Turbinen.
  • Gebläsemaschinen, Pumpen und Verdichter.
  • Dreh-, Fräs- und Schleifmaschinen.
  • Förderbänder.
  • Die Herstellung von Kraftfahrzeugen.
  • Luft- und Raumfahrtechnik.

Das Anwendungsgebiet von Befestigungsmaterialien ist also äußerst umfangreich. Sie dienen nicht alle ausschließlich der Befestigung von Maschinenteilen. Dennoch ist ihr Dasein essentiell. Die folgenden Befestigungselemente kommen im Maschinenbau besonders häufig zur Anwendung. 

  • Schrauben.
  • Bolzen.
  • Stifte.
  • Zahnräder.
  • Federn.
  • Dichtringe.

19. Befestigungsmaterialien in der Zahnmedizin

Selbst in der Zahnmedizin gibt es Befestigungsmaterialien. Natürlich unterscheiden sich diese jedoch von den Befestigungselementen im Bau. Sie kommen in erster Linie bei der Restauration von Zähnen zum Einsatz. Dort dienen sie als belastbare Zwischeneinheit. Grundsätzlich unterscheiden Experten zwischen verschiedenen Arten der Zahnrestauration:

  • Die direkte Zahnrestauration: Hier verschließt ein Arzt das Loch im Zahn mit einer Plombe.
  • Die indirekte Zahnrestauration: Der Arzt erneuert oder verbessert die Zahnkronen. Sie sind vom Kunden frei gestaltbar.

Das Ziel jeder Zahnrestauration ist es, den Zahn so gut es geht zu erhalten. Ist das nicht möglich, gilt es ihn zu ersetzen. Bei den Befestigungsmaterialien, die in der Zahnmedizin zum Einsatz kommen, sind verschiedene Aspekte von Wichtigkeit:

  • Die Einfachheit beziehungsweise Komplexität der Anwendung.
  • Die Feuchtigkeitstoleranz des Befestigungselement.
  • Die Haftfestigkeit.
  • Die Ästhetik.

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