Fundament und Fundamentbau, erfahren Sie alles Wissenswerte!

Fundamente und Fundamentbau, erfahren Sie alles Wissenswerte!

Die Grundlage eines jeden Bauvorhabens ist das Fundament. Dabei ist es vollkommen egal, ob Sie nun ein Gartenhaus bauen, eine Garage oder einen Gartenzaun.
Wie stabil Ihr Bauprojekt am Ende sein wird, wird auch durch die Qualität und Art des Fundaments entschieden.
Alles wissenswerte über Fundamente finden Sie in diesem Artikel.

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1. Was ist eigentlich ein Fundament?

Am Beginn eines jeden Bauvorhabens steht das Fundament. Fundament und Beton gehören dabei meist zusammen. Es bildet somit die Grundlage für Ihr Projekt. Durch das Fundament wird das zu errichtende Gebäude im Untergrund verankert. Die Last wird gleichmäßig auf den Boden verteilt. Fundament ist dabei jedoch nicht gleich Fundament. Im Gegenteil: Fundamente aus Beton sind sehr verschieden.

Je nach Größe und Gewicht des Bauprojekts, ist so ein Fundament sehr unterschiedlich beschaffen. Manchmal reicht schon ein eingeebneter Erdboden oder einfache Bodenplatten aus. Der Estrichleger ist eine Informationsquelle und erteilt Ihnen guten Rat. Besprechen Sie auch das Thema Wärmedämmung mit ihm.

Dies ist etwa bei einem sehr einfachen Gartenhäuschen der Fall. Sobald das Gebäude jedoch größer und damit schwerer wird, wird ein Fundament aus Beton sinnvoll. Man denke hier etwa an eine Garage. Dabei gilt: Fundamente werden komplexer, je komplizierter das Bauvorhaben.

Fundamente unterscheiden sich je nach Gebäudetyp. Unterschiedliche Fundamente verteilen die Last auf den Boden in anderer Form. Die gängigste Form eines Fundaments ist das Fundament aus Beton. Ein entsprechend bearbeiteter Untergrund schützt das Gebäude vor Witterungseinflüssen und dem Eindringen von Wasser.

Sie haben in diesem Abschnitt bereits einiges an Basiswissen über Fundamente erfahren. Doch wie unterscheiden sich Fundamente aus Beton? Wie stellen Sie ein Fundament aus Beton her? Das alles und noch viel mehr lesen Sie in den nächsten Abschnitten.

2. Wie unterscheiden sich Fundamente?

Grundsätzlich werden Fundamente in fünf verschiedene Typen unterschieden:

  • Das Ringfundament.
  • Die Fundamentplatte.
  • Das Streifenfundament.
  • Ein Punktfundament.
  • Das Plattenfundament. Das Fundament aus Beton bietet die Grundlage für Ihr Bauprojekt.
Über das Fundament als Basis des Hauses informiert Sie Tipp zum Bau.

Das Fundament ist die Grundlage für das Haus.

Fundamentplatten bestehen aus einer einzelnen aus Beton gegossenen Platte.

Das Streifenfundament ist ein Betonstreifen, welcher im Boden an der jeweiligen Mauer entlang verläuft. Es ist die am meisten verbaute Fundamentart in Deutschland.

Das Ringfundament wiederum folgt einem ähnlichen Konzept, wie das Streifenfundament. Es schließt das Gebäude ringsherum ein.

Bei einem Punktfundament wird das Gebäude mit Hilfe von Stahl oder Holzsäulen im Boden verankert.

Ein Plattenfundament wird umgangssprachlich auch „Gehwegplatten“ Fundament genannt. Fundamente, die so gebaut werden, bestehen meist aus mehreren Platten.

Fundamente aus Beton unterscheiden sich also anhand ihrer Form. Um dies zu veranschaulichen, werden im nächsten Abschnitt einige Anwendungsmöglichkeiten gezeigt.

3. Fundamente und ihre Anwendungsmöglichkeiten

Welcher Typ Fundament sich für welches Bauvorhaben am besten eignet, wird Ihnen hier anhand einiger Beispiele gezeigt:

  • Die Fundamentplatte wird üblicherweise als Grundlage für kleine Gartenhäuser verwendet.
  • Das Streifenfundament eignet sich normalerweise für Gartenmauern oder Gartenzäune.
  • Ein Ringfundament wird für größere Gartenhäuser oder etwa Geräteschuppen genutzt.
  • Punktfundamente benutzt man bei der Verankerung von Garagen oder Zaunpfosten.
  • Plattenfundamente wiederum werden ebenfalls bei kleineren und vor allem leichteren Gartenhäuschen verbaut.

Ein Fundament aus Beton für Gartenhäuser sind einfach selbst herzustellen. Wie Sie dabei vorgehen, zeigt unsere Schritt-für-Schritt Anleitung.

4. Fundamente beim Garten- und Garagenbau

Auch im Gartenbau ist ein Fundament wichtig. Tipp zum Bau informitert Sie auch darüber.

Das Fundament ist auch im Gartenbau wichtig.

Informieren Sie sich, ob Sie für Ihr Fundament eine Baugenehmigung seitens der zuständigen Ämter benötigen. Ob Fundamente eine Baugenehmigung brauchen, entscheidet sich anhand des Gebäudetyps. Fundamente benötigen etwa dann eine Genehmigung, wenn Nachbarn in ihren Zufahrtswegen beschränkt werden. Das beste Beispiel ist hier ein Fundament für einen Gartenzaun oder eine Gartenmauer. Wenn Sie vorher einen Fundamentplan erstellen, erleben Sie keine böse Überraschung bei den Kosten!

Das Fundament: Material und Maschinen

Die Menge an Material wird von der Größe und Art Ihrer Fundamente entscheidend beeinflusst. Denken Sie bei einer entsprechenden Größe, sowie einer bestimmten Bodenbeschaffenheit über die Anschaffung eines kleinen Baggers nach. Diese müssen dabei nicht unbedingt gekauft werden. Sie sind auch nur für einen oder mehrere Tage mietbar.

Fundamente sind klassischerweise Betonfundamente. Wie Sie ein Betonfundament zum Beispiel für ein Gartenhaus herstellen, wird Ihnen nun gezeigt. Die Grundprinzipien sind auf den Bau anderer Fundamente aus Beton übertragbar.

Fundamente planen

Überprüfen Sie beim Bau einer Fundamentplatte den Untergrund! Untersuchen Sie ob er ein Gefälle hat oder nicht! Setzen Sie hierzu Markierungen um Ihr Feld. Verbinden Sie diese mit Schnüren. Das Messen selbst geschieht am einfachsten mit einer Richtlatte und einer Wasserwage.

Mit dem Messen beginnen Sie jeweils am höchsten Punkt des Fundaments. Setzen Sie hierzu die Richtlatte und die Wasserwaage waagrecht an diesem Punkt an. Messen Sie an jeder Ecke den Abstand zum Boden. Gleichen Sie den Untergrund anschließend so an, dass es zum Tal hin etwas übersteht.

Fundamente und ihr Aushub

Heben Sie zunächst eine Grube für das Fundament aus. Füllen Sie diese mit Schotter. Die Grube sollte etwa 30 cm tief sein. Ein Fundament aus Beton besteht immer aus mehreren Schichten. Der eingefüllte Schotter wird anschließend verdichtet. Überprüfen Sie, ob die geschaffene Ebene waagrecht ist. Eine waagrechte Fundamentplatte verhindert ein schiefes Gebäude!

Anschließend wird die Schalung gebaut. Die Schalung ist eine Konstruktion aus Holz. Sie umfasst das Fundament. Auf ihrer Innenseite ist die Schalung genauso groß, wie die Fläche des Fundaments. Behalten Sie bei der Berechnung der Größe der Schalung unbedingt die Dicke der Holzbretter im Hinterkopf! Die Höhe der Schalung entspricht dabei der späteren Höhe des Fundaments.

Wichtig! Richten Sie die Schalung für Ihr Fundament sorgfältig aus. Sorgen Sie dafür, dass auch sie waagrecht ist. Wenn Sie hier nicht sorgfältig sind, wird am Ende auch das Fundament nicht eben sein. Überprüfen Sie, ob die Schalung rechte Winkel hat und ebenerdig angebracht ist. Nutzen Sie hierzu Mauerwinkel und Wasserwaage. Um die Schalung zu fixieren, schlagen Sie von außen Baustahl in den Boden. Messen Sie nach diesem Schritt noch einmal nach, ob sich etwas verschoben hat.

Bevor Sie mit dem Einfüllen von Beton in die Schalung beginnen, legen Sie die Schalung zunächst mit einer PE-Folie aus. Schneiden Sie diese Folie mit einem Cuttermesser zu. Beachten Sie dabei, dass die Folie mindestens so groß sein muss, wie das Fundament. Besser ist es jedoch, wenn Sie auf jeder Seite einen Überstand von etwa 20 cm lassen.

Das Einfüllen von Beton in ein Fundament

Wissenswertes zum Fundament Ihres Hauses erfahren Sie auf Tipp zum Bau.

Der Beton wird in die Schalung eingefüllt

Beginnen Sie damit, eine erste Schicht Beton in die Schalung einzufüllen. Tun Sie dies nur dann, wenn der Beton fürs Fundament aus dem Betonmischer eine glänzende Oberfläche hat. Der Beton ist dann in seinem perfekten Zustand. Als ersten Schritt füllen Sie eine etwa 8 bis 10 cm dicke Betonschicht in die Schalung. Verteilen Sie diese gleichmäßig. Das Hilfsmittel der Wahl ist hierbei ein Rechen.

Legen Sie anschließend noch Stahlmatten in die Schalung ein. Dem Fundament wird dadurch die nötige Stabilität verliehen. Wenn Sie mehrere Stahlmatten benötigen, sorgen Sie beim Einlegen dafür, dass diese sich überlappen. Verbinden Sie die Stahlmatten mit Betonbindedraht.

Wichtig ist, dass der Beton den Stahl am Ende von allen Seiten einschließt.

Füllen Sie nun wieder Beton ins Fundament. Tun Sie dies solange bis Sie die Oberkante der Schalung erreicht haben. Benutzen Sie einen Innenrüttler, um eine gleichmäßige Verteilung zu erreichen. Die Vibration dieses Innenrüttlers sorgt dafür, dass der Beton sich gleichmäßig verteilt wird. Ebenso sorgt er dafür, dass keine Luftblasen zurückbleiben.

Wenn Sie die Schalung ausgefüllt haben, wird der Beton glattgestrichen. Verwenden Sie hierzu die Richtlatte. Grundsätzlich lässt sich hierzu auch eine Holzlatte oder ähnliches benutzen. Wichtig ist nur, dass diese eben ist und an den Rändern der Schalung aufliegt.

Fundamente und Abdeckungen

Decken Sie als letzten Schritt das Fundament mit einer Plane ab. Beachten Sie dabei, dass der Beton nicht zu schnell trocknen darf. Wenn es sehr heiß ist, dann empfiehlt es sich die Plane hin und wieder von außen zu befeuchten. Dies ist wichtig, damit der Beton später keine Risse bekommt. Bis der Beton gänzlich trocken ist, dauert es etwa sechs Tage. Es ist möglich, die Schalung schon nach zwei Tagen zu entfernen.

Das hier vorgestellte Beispiel von einem Fundament für ein Gartenhaus, ist auch auf andere Fundamente im Garten übertragbar. Möchten Sie hingegen nur einen Carport errichten, dann ist ein Punktfundament eine gute Alternative.

Das Punkfundament bietet hier den Vorteil, dass es keine große Fläche zu betonieren braucht. Sie konzentrieren sich stattdessen lediglich auf einige wenige Punkte. Diese Fundamente sparen Zeit, Material und damit Kosten. Statt einer großen Schalung kommen hier mehrere kleine Schalen zum Einsatz.

Im Prinzip gehen Sie dabei so vor, wie in den vorherigen Schritten beschrieben. Am Ende kommt jedoch noch hinzu, dass eine Verankerung, ein sogenannter H-Anker, für den Carport in den Boden eingelassen wird. Dies geschieht, nachdem Sie den Beton glattgestrichen haben. Wenn der Beton fürs Fundament noch nicht fest genug ist, um den Anker selbst zu halten, dann ist dieser noch zusätzlich kurzfristig zu stabilisieren.

Das Fundament einer Garage oder Terrasse selbst bauen

Neben Gartenhäusern und Carports können Sie auch Ihre Garage, sowie die dazugehörigen Fundamente, selbst bauen. Hier kommen, üblicherweise, Streifenfundamente zum Einsatz. Es ist wichtig, beim Aushub des Untergrunds darauf zu achten, dass Sie mindestens 80 cm tief ausheben. Dies sorgt dafür, dass der Beton später vor Bodenfrost geschützt ist. Das Fundamentaus Beton reißt oder springt dann nicht.

Auch für eine Terrasse im Garten ist ein Fundament sinnvoll. Welche Art von Fundament dabei am besten geeignet ist, hängt ganz von der Art Ihrer Terrasse ab. Am gängigsten ist hier eine Fundamentplatte. Je nachdem wie stark die Belastung auf der späteren Terrasse ist, reicht unter Umständen eine einfache Kiesschicht als Fundament aus. Errichten Sie die Terrasse andernfalls auf einem Punktfundament aus Beton oder Stahlbeton.

Sie sehen also, mit ein bisschen Geschick und Geduld ist ein Betonfundament ganz einfach selbst herzustellen. Doch wie kommen Sie an den Beton für Ihr Fundament? Das erfahren Sie im nächsten Abschnitt.

5. Fundament: Beton mischen

Die Betonverlegung für Ihr Fundament erklärt auf Tipp zum Bau.

Das Fundament wird sachgemäß angemischt und verteilt.

Den Beton für ein Fundament selbst herzustellen ist gar nicht so kompliziert. Beton besteht grundsätzlich aus drei Teilen:

  • Zement wird dabei als Bindemittel benutzt.
  • Die Hauptbestandteile sind sogenannte Zugschlagstoffe und Wasser.
  • Als Zuschlagstoffe bezeichnet man Schotter, Kies oder Sand.

Bei sogenanntem Stahlbeton fügen Sie zusätzlich noch eine Stahlarmierung hinzu. Stahlbeton ist stabiler als normaler Beton, da  er die Zugkräfte, die auf ihn wirken besser verteilt.

Auch hier bestimmt am Ende das zu errichtende Gebäude, welche Art von Beton am besten geeignet für das Bauprojekt ist. Wie hart der Beton wird, wird durch die Höhe der Zugabe von Wasser beim Ansetzen entschieden. Wenn Sie so viel Wasser hinzugeben, wie der Zement zum Abbinden braucht, dann wird der Beton am härtesten.

Betonsorten für Fundamente

Beton unterteilt man in zwei Großgruppen von Betonsorten.

  • Die erste Gruppe trägt die Namen B5, B10, B15 und B25.
  • Die zweite Gruppe trägt die Namen von B25 bis B35.

Die Zahl sagt dabei etwas über die Endfestigkeit des Betons aus. Je höher sie ist, umso fester ist der Beton. Darüber hinaus wird der Beton nach seiner Konsistenz unterteilt. Hier gibt es die Bezeichnung KS, KP, KR und KF. Sie zeigen an, wie steif bzw. wie flüssig der Beton ist.

Wenn Sie Beton selbst herstellen, dann benötigen Sie dazu einen Betonmischer. Ähnlich wie der Bagger, ist dieser tage- oder stundenweise mietbar. Wie hart der Beton am Ende wird, hängt von Mischverhältnis der verwendeten Substanzen ab. Orientieren Sie sich dabei an den Vorgaben der jeweiligen Betonhersteller.

Wenn Sie den Mischvorgang starten, dann füllen Sie zunächst etwa 2/3 der Wassermenge ein; danach den Betonkies und zu guter Letzt den Zement. Für den Heimgebrauch eignen sich beim Zement die Sorten Portlandzement (PZ) oder alternativ Hochofenzement (HOZ). Der gesamte Mischvorgang dauert etwa drei bis vier Minuten.

Kaufen Sie alternativ eine Beton Fertigmischung für Ihr Fundament. Diese finden sich im Sortiment des Baumarkts Ihrer Wahl. Es gibt also zwei Möglichkeiten an Fundamente aus Beton zu kommen. Entweder Sie stellen den Beton für Betonfundament selbst her oder Sie kaufen ihn im Baumarkt.

Im nächsten Abschnitt geht es um das Thema Hausbau. Fundamente sind nämlich auch dort ein wichtiger Punkt!

6. Das Fundament beim Hausbau

Planen Sie einen Hausbau? Dann gießen Sie das Fundament keinesfalls selbst! Ein Haus zu bauen ist eine hoch komplexe Angelegenheit. Das Fundament eines Hauses bedarf daher spezieller Anforderungen, da die Statik des Hauses davon entscheidend beeinflusst wird. Hier werden definitiv Profis gebraucht! Beauftragen Sie hierfür ein geeignetes Bauunternehmen.

Beim Hausbau wird zwischen einem nicht tragenden und einem tragenden Fundament bzw. Bodenplatte unterschieden.
Eine nicht tragende Bodenplatte ist zum Beispiel die Bodenplatte eines Kellers. Eine Fundamentplatte, welche bei Gebäuden ohne Keller eingesetzt werden, ist besonders wichtig für die Statik eines Gebäudes.

Zwei Typen „Fundament“ werden beim Hausbau unterschieden: die sogenannten Flachgründungen und die Tiefgründungen.

  • Bei Tiefgründungen werden Pfähle in den Boden gerammt, die dann die Last des Hauses in den Boden weiterleiten. Die Pfähle bestehen dabei entweder aus Holz oder aus Stahlbeton.
  • Bei Wohnhäusern wird meistens mit Flachgründungen gearbeitet.

Wie tief eine solche Fundamentplatte ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Diese werden vor allem durch das Klima bestimmt. Bei mildem Klima muss die Fundamentplatte nicht ganz so tief sein. Sind kalte Winter möglich, dann schon.

Bevor das Fundament mit Beton befüllt wird, wird zunächst eine sogenannte Sauberkeitsschicht aufgetragen.
Diese besteht aus Kies oder Magerbeton und hat eine Stärke von 5 cm. Anschließend wird zur Abdichtung noch eine Folie aus Polyethylen (PE) oder Polyvinylchlorid (PVC) benutzt.

Das Fundament und die Wärmedämmung

Ebenfalls wichtig beim Fundament ist die Wärmedämmung. Die Wärmedämmung erfolgt dabei entweder über oder unter der Bodenplatte. Dies bestimmt dann auch die Wahl der verwendeten Materialien. Zum Einsatz kommen bei der Anwendung über dem Fundament etwa Schaumglas oder Polystyrol. Bei der Anwendung unter dem Fundament dominiert hingegen Polysterolschaum oder eine Mineralfaserdämmung.

Verfügt Ihr Haus über keinen Keller, sind Thermobodenplatten eine Alternative als Fundament. Dies gilt insbesondere auch für Energiesparhäuser oder Passivhäuser. Thermobodenplatten haben den Vorteil, dass sie nicht nur der Wärmedämmung dienen, sondern auch der Wärmeerzeugung. Sie besitzen nämlich eine integrierte Flächenheizung.

Werden Thermobodenplatten als Fundamente verwendet, bedürfen sie jedoch einer besonders guten Wärmedämmung. Diese verhindern das Auftreten von Wärmebrücken. Außerdem sind sie besonders anfällig gegenüber Feuchtigkeit und Kälte. Daher ist hier ein besonderer Schutz notwendig. Auch der Maurer befassts sich mit Möglichkeiten der Wärmedämmung. Er gibt Ihnen wertvolle Tipps.

Werden Thermobodenplatten als Fundamente installiert, dann ist darauf zu achten, dass diese auf Niedrigtemperaturbasis arbeiten. Wenn die Temperatur individuell für jeden Raum geregelt wird, dann hat jeder Raum über einen eigenen Heizkreis zu verfügen.

Wie viel kostet nun eigentlich so ein Fundament? Das klärt der vorletzte Abschnitt.

7. Das kostet ein Fundament

Die Kosten für ein Fundament erklärt Ihnen Tipp zum Bau.

Nicht vergessen: Kosten für ein Fundament einplanen!

Die Kosten eines Fundaments sind nicht pauschal bestimmbar. Sie hängen, unter anderem, von der Größe des Bauprojekts, sowie der Art des verwendeten Materials ab.

Sie sparen natürlich Kosten, wenn Sie etwa bei der Errichtung eines Gartenhauses das Fundament selbst gießen. Wenn Sie dann noch zusätzlich über die benötigten Baumaschinen (Bagger, Betonmischer) verfügen, haben Sie auch hier ein großes Einsparpotenzial. Diese Geräte lassen sich jedoch auch günstig beim örtlichen Fachhandel leihen.

Beim Fundament für ein Haus sind Profis unverzichtbar! Hier besteht also bei der Bestellung der Handwerker kaum Einsparpotenzial. Informieren Sie sich genau über die Vor- und Nachteile der einzelnen Varianten eines Fundaments für Ihr Haus.

Häuser, die einen Keller als Fundament haben, verfügen gleichzeitig auch über zusätzlichen Stauraum. Sie brauchen das Haus dann nicht an anderer Stelle vergrößern, um zusätzlichen Stauraum zu gewinnen. Fundamente für Keller sind eine besondere Herausforderung. Hierauf wird daher gesondert eingegangen.

Was ist beim Fundament für den Keller zu beachten?

Die richtige Gestaltung der Fundamente im Kellerbereich ist besonders wichtig. Daher erfahren Sie hier alles Wichtige dazu:

  • Die Höhe des Grundwasserspiegels ist zu berücksichtigen. Hier sind vielleicht zusätzliche Schutzmaßnahmen oder gar ein spezieller Kellerbau notwendig.
  • Ebenso ist das Gelände zu berücksichtigen. Abschüssiges Gelände kann den Bau erschweren.

All dies führt zu Kostensteigerungen. Einfache Platten aus Beton haben folgenden Vorteil: sie verteilen das Gewicht des Hauses hervorragend. So wird dazu beitragen, dass es zu weniger Rissen im Gebäude kommt. Wenn Sie jedoch nur eine einfache Platte aus Beton als Fundament Ihres Hauses verwenden, dann ist eine bessere Betonqualität Pflicht! Das führt zu steigenden Kosten. Diese Kosten übertreffen, möglicherweise, sogar die Kosten einer Kellerdämmung. Dennoch sind sie unverzichtbar.

Bevor Sie sich also für eine Fundament Variante entscheiden, informieren Sie sich genau über die Vor- und Nachteile einer jeden Form! Jedes Fundament hat seine Stärken und Schwächen. Es ist für seinen spezifischen Fall am besten geeignet.

Fundamente haben also viele Eigenschaften und es gibt einiges zu beachten. Das wichtigste sei deshalb noch einmal abschließend zusammengefasst.

8. Fazit: Warum ein gutes Fundament wichtig ist!

Das Fundament gibt es also nicht. Fundamente sind vielfältig und komplex. Gleichzeitig ist die Herstellung eines Fundaments nicht so kompliziert, wie es auf den ersten Blick den Anschein macht. Für Ihr Bauvorhaben ist es daher wichtig, sich genau zu informieren und vorab gut zu planen.

  • Bevor Sie also mit dem Fundament loslegen, gilt es, sich einen Plan zu machen.
  • Holen Sie entsprechende Genehmigungen für Ihr Fundament ein!
  • Überlegen Sie ob und welche Baumaschinen Sie benötigen.
  • Achten Sie beim Fundament darauf, dass dieses ebenerdig verbaut wird. Ein schiefes Fundament ist für kein Gebäude von Vorteil.
  • Ein gut geplantes Fundament sorgt dafür, dass Ihr Bauprojekt stabil bleibt. Es trotzt dann auch allen äußeren Einflüssen!
  • Das Fundament Ihres Projekts hat entscheidenden Einfluss auf die Wärmedämmung des Projekts. Hier besteht großes Einsparpotenzial bei den Heizkosten!

Fundamente sind also vielfältig und komplex. Gleichzeitig sind Fundamente auch für den Laien herstellbar. Beachten Sie die Punkte aus dem Artikel und Sie haben viel Freude mit Ihrem Bauprojekt!

9. Wann braucht man eine Baugenehmigung? Und wie holt man sie ein?

In Deutschland darf man nicht einfach bauen, wie man will. Dies gilt auch dann, wenn Sie auf dem eigenen Grundstück ein Fundament errichten. Für bestimmte Bauprojekte brauchen Sie eine Baugenehmigung. Da der Föderalismus in Deutschland sehr stark ausgeprägt ist, unterscheiden sich die Bedingungen hierfür.

Wann brauchen Sie für Ihr Fundament also eine Baugenehmigung? Folgende Kriterien sind dabei entscheidend:

  • Hat Ihr Bauprojekt ein Fundament?
  • Welches Raumvolumen hat Ihr Bauprojekt?
  • Wie tief ist Ihr Aushub?

Bei der Errichtung eines Bauprojekts mit Fundament benötigen Sie also eine Baugenehmigung. Diese erhalten Sie beim zuständigen örtlichen Bauamt. Stellen Sie Ihr Bauprojekt dagegen ohne Fundament auf, sind Sie in Ihrem Bauvorhaben ungebundener.

Ein weiterer entscheidender Punkt ist das Raumvolumen des Projekts. Es geht also nicht um Fläche oder Größe, sondern das Volumen. Ab welchem Volumen Sie eine Baugenehmigung brauchen, unterscheidet sich von Stadt zu Stadt.

In manchen Gemeinden spielt auch die Tiefe des Aushubs eine Rolle. Wie auch beim Volumen sind hier die Angaben, ab wann Sie eine Genehmigung brauchen, unterschiedlich. Erkundigen Sie sich daher vor Beginn des Projekts beim zuständigen Bauamt!

10. Wo lassen sich Baugeräte für Fundamente besorgen?

Erreicht Ihr Fundament eine bestimmte Größe, ist es sinnvoll sich „professionelles“ Baugerät zu besorgen. Ihre Arbeit geht damit doch deutlich leichter von der Hand als nur mit Schaufel und Kelle. Der Bau desFundaments aus Beton benötigt folgende Baugeräte:

  • Ein kleiner Bagger zum Ausheben Ihrer Fundamente.
  • Der Betonmischer, um das das Fundament mit Beton zu gießen.

Minibagger reißt Straße auf

Im örtlichen Baumarkt sind Baugeräte für Ihr Fundament erhältlich. Baugeräte für ein Fundament aus Beton werden auch vermietet. Fragen Sie einfach in der Filiale nach. Sie finden diese Geräte auch bei entsprechenden Fachhändlern im Internet.

Denken Sie auch an entsprechende Verlängerungskabel oder Strom Aggregatoren, sollte Ihr Fundament nicht direkt an Ihrem Haus gelegen sein. Berücksichtigen Sie bei der Anschaffung eines Baggers für Ihr Fundament auch Benzin– bzw. Dieselkosten.

11. Was ist beim Kauf von Fertigbeton für Ihr Fundament zu beachten?

Wer Zeit sparen möchte, oder sich die Herstellung von Beton fürs Fundament nicht zutraut, der setzt auf Fertigbeton. Fertigbeton lohnt sich auch dann, wenn Sie nur ein kleines Fundament aus Beton bauen.

Es ist ein Trockenprodukt. Verkauft wird es etwa im Baumarkt in Säcken. Die Rezeptur für Ihre Fundament aus Beton unterscheidet sich dabei. Einige Sorten bezeichnet man als „Blitz-Beton“, da sie bei der Berührung mit Wasser besonders schnell hart werden.

Sie bevorzugen den Fertigbeton für Ihr Fundament nicht selbst anzumischen? Dieser lässt sich auch liefern. Kaufen Sie in diesem Fall den Beton fürs Fundament beim Fachhändler und zapfen Sie sich Ihren Anteil über eine Frischbetontankstelle ab. Ist Ihr Fundament größer bietet es sich an, den Frischbeton selbst anzumischen und von einem Spezialfahrzeug liefern zu lassen.

Ein Frischbetonsack von 25 Litern kostet zwischen 3 und 5 Euro. Das reicht für etwa 13 Liter frisch angerührten Beton. Achten Sie hierbei auf die Herstellerangaben!

Der Transportbeton wird nach Kubikmetern berechnet und kostet zwischen 60 und 100 Euro.
Aufschlag müssen Sie hier zahlen, wenn Sie bestimmte Frostschutzmittel oder andere Zusatzstoffe benötigen.

Bei der Anlieferung werden noch die Transportkosten, die Entladezeit und die Resteentsorgung hinzu gerechnet. Außerdem beachten Sie Zuschläge für etwa Wochenendarbeit.

12. Wann ist ein Bodengutachten sinnvoll?

Bodengutachten sind in Deutschland nicht gesetzlich vorgeschrieben. Dennoch ist es sinnvoll, wenn Sie ein solches einholen, bevor Sie mit dem Bau des Fundaments aus Beton beginnen. Bodengutachten verhindern, dass Ihre Baufirmen beim Hausbau auf unangenehme Überraschungen stoßen. Es warnt Sie also vor zusätzlichen Kosten.

Bodengutachten geben Aufschluss über folgende Dinge:

  • Wie hoch ist der Grundwasserspiegel?
  • Wie steht es um die Versickerung von Wasser im Boden?
  • Besteht Erdbebengefahr?
  • Welche statischen Eigenschaften hat der Boden?
  • Ist der Boden stark verwurzelt?
  • Ist der Boden kontaminiert?
  • Welche Art von Fundament ist geeignet?
  • Wie groß muss das Fundament sein?

Sie sehen also, dass ein Bodengutachten durchaus sinnvoll ist. Die Dimension des Bodengutachtens hängt von der geographischen Umgebung, sowie vom historischen Hintergrund ab. Diese Daten recherchieren Sie also im Vorfeld. Diese Kenntnisse helfen dabei zu ermitteln, ob es sinnvoll ist, den Kampfmittelräumdienst hinzuzuziehen. Sie geben auch Aufschluss darüber, ob der Boden durch Chemikalien oder Müll besonders belastet ist.

Die Ermittlung der Höhe des Grundwasserspiegels ist bei der Kellerplanung wichtig. Relevant ist sie auch bei der Planung der Anschlüsse an die Kanalisation. Statiker greifen auf die Ergebnisse des Bodengutachtens bei der Berechnung der Maße für das Fundament zurück. Auch für diese ist ein solches Gutachten also nützlich.

Die Kosten eines Bodengutachtens werden anhand der Grundfläche des Gutachtens berechnet. Was ein Gutachten abdeckt, unterscheidet sich je nach Anbieter. Gegebenenfalls fallen extra Kosten für Zusatzleistungen an. Größere Bauvorhaben kosten also mehr als kleinere. Erstellt werden Bodengutachten etwa von Geologen.

13. Vor- und Nachteile von Bodenplatten als Fundament

Bodenplatten sind eine gängige Form für ein Fundament aus Beton. Gegenüber anderen Fundamentarten haben sie einige Vor- und Nachteile. Welche das sind erfahren Sie in diesem Abschnitt.

Vorteile von Bodenplatten als Fundament:

  • Billiger als Fundamenttypen mit Unterkellerung.
  • Einfacher Aushub genügt.
  • Ebene Arbeitsfläche für die Errichtung von Wänden.
  • Gebäudegewicht wird gleichmäßig auf den Boden verteilt.
  • Eigenbewegungen des Bodens werden verhindert.
  • Der Schimmelpilzproblematik wird entgegen gewirkt.
  • Grundwassereintritt in Gebäude wird verhindert.

Nachteile von Bodenplatten als Fundament:

  • Weniger Stauraum vorhanden.
  • Höhere Betonqualität notwendig, daher steigende Kosten.
  • Wärmedämmung teurer als Dämmung eines Kellers.
  • Häuser ohne Keller haben geringeren Wiederverkaufswert.

Wenn Sie günstig bauen möchten, empfehlen sich Bodenplatten als Fundament aus Beton durchaus. Sie sollten dann jedoch auf eine gute Wärmedämmung achten. Ansonsten geht viel Wärme verloren und Sie zahlen zusätzliche Energiekosten.

Auf zusätzlichen Stauraum durch einen Keller werden Sie dann verzichten. Ist deshlab womöglich ein größeres Haus nötig?

Bei hohem Grundwasserspiegel bietet sich eine Bodenplatte als Fundament ebenso an. Dann ist ein Kellerbau nämlich häufig nicht möglich.

Die Kosten für eine Fundament Bodenplatte errechnen sich anhand der Quadratmeter. Die Preise bewegen sich dabei zwischen 70 und 100 Euro für eine Bodenplatte.

14. Vor – und Nachteile von einem Fundament mit Keller

Wenn Sie sich gegen eine einfache Bodenplatte als Fundament für Ihr Haus entscheiden, dann gilt es auch hier einiges zu beachten.
Welche Vor- und Nachteile Fundamente mit Kellern haben, erfahren Sie in diesem Kapitel.

Vorteile eines Kellers:

  • Zusätzlicher Stau- und Wohnraum bei kleinen Grundstücken.
  • Haustechnik belegt keinen Raum im Haus selbst.
  • Kühle Lagerungsmöglichkeit für Lebensmittel.
  • Gartengeräte, Fahrräder und ähnliches lassen sich hier abstellen.
  • Einrichtung eines Büros oder einer Werkstatt möglich.
  • Das Haus gewinnt an Wert durch einen Keller.
Vorteile eines Fundaments mit Keller erläutern wir Ihnen auf Tipp zum Bau.

Ein Keller bietet vor allem Menschen mit kleinen Gebäuden mehr Stauraum.

Nachteile eines Kellers:

  • Baukosten erhöhen sich.
  • Die Dauer des Baus verlängert sich.
  • Hoher Grundwasserspiegel führt zu Problemen.
  • Versorgung mit Tageslicht im Keller ist schwierig.
  • Durch nasse Wände ist das Auftreten von Schimmel möglich.
  • Keller sind nur wenig altersgerecht barrierefrei.

Ob Sie sich für ein Fundament mit Keller entscheiden oder nicht, sollten Sie also nicht nur anhand Ihres Geldbeutels planen. Ein Fundament aus Beton mit Keller steigert den Wert Ihres Hauses, was bei einem Verkauf zu berücksichtigen ist. Sie sparen darüber hinaus zusätzliche Fläche beim Rest Ihres Hauses. Das senkt dort die Kosten.

15. Unterschiedliche Fundamente aus Beton: Das Streifenfundament

Beim Streifenfundament wird sehr viel Gewicht auf kleiner Fläche verteilt. Dieses Fundament verläuft unter der Mauer entlang. Streifenfundamente benötigen einen festen Untergrund. Ist der nicht vorhanden, bevorzugen Sie ein Plattenfundament.

Damit das Fundament stabil steht, verwenden Sie am besten folgende Betonarten:

  • Für Gartenhäuser und Garagen: Beton mit der Druckfestigkeitsklasse C20/25.
  • Für Wohnhäuser: Beton mit der Druckfestigkeitsklasse C25/C30.

Abstand halten ist bei Streifenfundamenten wichtig. Es besteht sonst die Gefahr, dass sich das Erdreich absenkt. Dies geschieht, weil sich die Sohlpressung der Betonstreifen überlagert. Dadurch wird der Druck auf das Erdreich zu groß.

Gefriert Wasser, dann dehnt es sich aus. Im Boden führt dies dazu, dass sich das Fundament aus Beton anhebt. Dadurch reißt möglicherweise der Beton. Um dies zu verhindern, ist es ratsam für Fundamente aus Beton eine bestimmte Tiefe zu erreichen. Hierzulande sind dies etwa 80 Zentimeter. Dies gilt auch für Streifenfundamente.

Streifenfundamente sind auch als Frostschutz für eine Betonplatte nutzbar. Man spricht dann von einer Perimeterdämmung.
Bei dieser Perimeterdämmung werden XPS-Platten an dem Fundament angebracht. Diese Platten dienen als Dämmmaterial.
Das Fundament aus Beton sollte 30 Zentimeter breit sein. So wird verhindert, dass der Boden am Rand des Fundaments auffriert.

16. Unterschiedliche Fundamente aus Beton: Das Ringfundament

Als Ringfundament wird ein Fundament aus Beton bezeichnet, dass aus einem umlaufenden Fundamentstreifen besteht. Der Fundamentstreifen unterläuft die Seitenwände.

Beliebt ist diese Art von Fundament bei Garagen. Bei einem Ringfundament bleibt der Fundament Innenbereich frei, deshalb muss er ausgelegt werden. Bei Garagen eignen sich hierfür zum Beispiel Pflastersteine.

Solche Fundamente eignen sich dann, wenn das Gelände abfällig ist. Außerdem verhindern sie die Bildung von Staunässe, da der Boden offenporig ist. Ebenso wird eine punktuelle Setzung des Bodens verhindert, was den Beton des Fundaments vor Rissen schützt.

Ein Ringfundament korrekt zu errichten ist durchaus aufwendig. Verglichen mit etwa Plattenfundamenten sind die Kosten eher hoch.

17. Unterschiedliche Fundamente aus Beton: Das Punktfundament

Als Punktfundament wird ein auf einem einzelnen Punkt errichtetes Fundament bezeichnet. Auch eine Sammlung solcher Punkte wird Punktfundament genannt.

Bei dieser Art Fundament werden keine Mauern errichtet. Stattdessen dienen zur Verankerung Pfosten oder Betonsäulen im Boden.
Das Gewicht des Gebäudes ruht bei Punktfundamenten also nicht auf den Mauern, sondern auf den einzelnen Pfosten oder Säulen.

Solch ein Fundament aus Beton eignet sich auch um säulenförmige Gebäude zu tragen. Je höher das Gebäude, desto tiefer reichen dabei die entsprechenden Fundamente. Bei größeren Gebäuden ziehen Sie lieber immer einen  Statiker hinzu! Bauen Sie Fundamente daher nur selbst, wenn es sich etwa um einfache Gartenhäuser oder Carports handelt.

Wenn Sie Holz als Pfosten verwenden, dann beachten Sie, dass Holz beim Kontakt mit Erde zu faulen beginnt! Verwenden Sie daher Stützschuhe oder H-Anker, die Sie die Holzbalken setzen. So trocknet das Holz nach einem Regenguss rasch.

18. Unterschiedliche Fundamente aus Beton: Das Plattenfundament

Plattenfundamente werden immer aus Stahlbeton gefertigt. Das bedeutet, dass der Beton mit Matten aus Moniereisen verstärkt wird. Dies erhöht die Zug- und Scherfestigkeit. Plattenfundamente kommen häufig bei weniger festen Böden zum Einsatz. Sie verteilen das Gewicht aller Fundamentarten am gleichmäßigsten.

Das Gewicht des Gebäudes bestimmt die Dicke der Platte. Da Wohngebäude meist auf einem Streifenfundament erbaut werden, trägt das Plattenfundament nicht. Es ist am Ende unter dem gegossenen Beton auch nicht mehr zu sehen. Fundamente aus Beton für Wohngebäude werden immer von Profis errichtet. Auch ein Statiker ist unbedingt hinzuziehen!

Platziert wird diese Art Fundament auf einer Kies- oder Schotterschicht. Man bezeichnet sie auch als Sauberkeitsschicht. Unter dem Fundament wird die Wärmedämmung eingebaut. Gewöhnlich besteht diese aus XPS-Platten oder Schaumglasschotter. Hierüber wird die Baufolie gelegt, die gegen Feuchtigkeit schützt.

Verfügt Ihr Gebäude über einen Keller, dann muss das Fundament sehr stabil sein. Bei nicht unterkellerten Gebäuden trägt die Bodenplatte nicht, daher muss sie nicht ganz so stabil sein. Bei einem Keller muss das Fundament außerdem mit einem Frostschutz versehen werden. Diesen nennt man auch Frostschürze und ist im Prinzip ein Streifenfundament.

19. Was ist wichtig bei Flachgründungen?

Bei einer Flachgründung ist die Oberfläche des Bodens entscheidend. Flachgründungen leiten mit Sohlspannungen das Gewicht des Bauwerks in den Boden ab. Sohlspannungen sind die Kräfte, die auf das Fundament wirken.

Ob eine Flachgründung als Fundament für Sie in Frage kommt, hängt von der Tragfähigkeit der Bodenoberfläche ab. Diese muss ausreichend sein, da auf sonstige Gewichtsableitungen verzichtet wird. Ist dies nicht der Fall, bedarf es einer Tiefengründung als Fundament aus Beton.

Frostschutz ist bei einer Flachgründung wichtig. Daher ist bei der Errichtung der Gründung auf eine ausreichende Tiefe zu achten. Welche Art von Flachgründung verwendet wird, hängt von der Beschaffenheit des Bodens ab.

Bevor Sie mit dem Bau eines Fundaments beginnen, untersuchen Sie den Boden auf die Grenzzustände der Gebrauchstauglichkeit. Auch die Tragfähigkeit wird zuvor überprüft. Eine Untersuchung der Grenzzustände gibt Aufschluss über die Gesamtsicherheit, Versagenszustände, Kippen, Gleiten und Setzungen.

Flachgründungen sind oft die günstigste Form der Gründung. Daher sind auch die am häufigsten verwendete Art.

20. Was ist wichtig bei Tiefgründungen?

Tiefgründungen werden dann als Gründungsart bevorzugt, wenn der Boden schlecht tragfähig ist. Hierbei wird das Gewicht des Bauwerks über mehrere Säulen in den Boden abgeleitet. Die Pfähle müssen dabei so tief reichen, dass sie eine tragfähige Schicht erreichen.

Diese Gründungspfähle werden entweder vor Ort als Fundament aus Beton gegossen oder als Fertigbetonteile geliefert. Entsprechend der Verhältnisse vor Ort werden die Gründungspfähle unterschiedlich eingelassen.

Welche Art von Tiefgründung ratsam ist, hängt von der Tiefe ab, in die sie vordringen. Bis ca. fünf Meter Tiefe kommen Magerbetonsäulen zum Einsatz, in fünf bis acht Metern Tiefe Brunnenfundamente. Bei einer Gründung bis 30 Meter spricht man von einer Pfahlgründung.

Bei großen Bauprojekten sind Tiefgründungen manchmal wirtschaftlicher als Flachgründungen. Dies liegt vor allem daran, dass sie weniger Beton und Stahl benötigen als eine Flachgründung.

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Der Maurer

Wir von Tipp-zum-Bau zeigen Ihnen, worauf es bei Fugenmörtel ankommt. So geben Sie nicht mehr Geld aus als nötig.

Der Fugenmoertel

Der Klinker

Befestigungsmaterial, Material, Befestigung,

Befestigungsmaterial

Kran, Gewicht, Schwergewicht, Material, Verlegung, Technik

Der Kran

Gerüst, Gestell, Tragwerksbau, Gerüstbauer

Das Geruest

Gerüst, Haus, Handwerker, Arbeiter, Bau

Der Geruestbauer

Boden, Arbeiter, Fussboden, bauen

Der Estrichleger

Drainage, Rohr, Dränage, Wasserrohr

Drainage

Als Bauherr finden Sie bei Tipp zum Bau alles rund ums Bauen, Sanieren und Renovieren. Holen Sie sich hier eine ausführliche Beratung.

Ziegel

Maschinenlaufbohle. Mitarbeiter auf einem Baustellenboden

Nassestrich

Estrich, Boden, Fussboden, Bau, Zement

Trockenestrich

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