Renovieren

Die eigene Wohnung auf Vordermann bringen – Warum sich renovieren lohnt! 

Ihnen schwebt ein neuer Bodenbelag vor? Sie ziehen es in Betracht, Ihr Bad zu renovieren? Oder benötigt die Wand einfach einmal wieder frische Farbe? Wenn Sie Ihr Haus umbauen, stehen Sie vor einem großen Berg an Arbeit. Durch Tipp zum Bau geht Ihnen das Renovieren leichter von der Hand. Nachfolgend erhalten Sie Tipps und Ratschläge, damit das Umbauen einfacher verläuft. Sie erfahren, warum sich das Renovieren trotz großen Aufwandes lohnt. Außerdem zeigen wir Ihnen, was beim Renovieren besonders zu beachten ist.

1. Was ist unter „renovieren“ zu verstehen?

Tipp zum Bau zeigt Ihnen, was Sie über das renovieren wissen müssen.

Zwischen Renovierung, Modernisierung und Sanierung besteht ein Unterschied.

Unter Renovieren wird grundsätzlich die Verschönerung einer Sache verstanden. Renovieren bezieht sich daher auf optische Komponenten. Geräte, Möbel usw. werden durch ständigen Gebrauch abgenutzt. Bessern Sie im Haus kleine Makel oder Mängel aus, „renovieren“ Sie bereits. Die Aufgaben, die beim Renovieren anfallen, sind meist selbst auszuführen. Dennoch sind sie in der Regel äußerst arbeitsintensiv.

Unterschied zwischen renovieren, sanieren und modernisieren

Der Heimwerker spricht gerne von Sanierungs – oder Modernisierungsmaßnahmen. Häufig werden diese Begriffe synonym zu renovieren verwendet. Die Artverwandtschaft ist auch nicht von der Hand zu weisen. Vielfach bedingt die eine Maßnahme die andere und sie bauen aufeinander auf. Arbeiten am Dach sind häufig Sanierung und Modernisierung zugleich.

Nehmen Sie die Bedeutungen genau, erkennen Sie einige grundlegende Unterschiede. Beim Renovieren verschönern Sie etwas, die Sanierung bezieht sich jedoch auf die Reparatur. Es geht es durch das Umbauen darum, den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen. Unter klassische Sanierungsmaßnahmen fallen:

  • Schimmel entfernen.
  • Keller trockenlegen.
  • Undichtes Dach reparieren.
  • Risse im Putz oder in der Wand ausbessern.

Wenn Sie etwas Umbauen und dadurch Verbesserungen vornehmen, handelt es sich um eine Modernisierung. Es liegt hier nicht notwendigerweise ein Schaden vor. Wie es der Name schon sagt, wird die Immobilie auf den neuesten Stand gebracht. Häufig nehmen Sie eine Modernisierung vor, um langfristig Geld zu sparen. In vielen Fällen sorgen Maßnahmen zur Modernisierung für eine Wertsteigerung der Immobilie. Wenn Sie folgende Bereiche umbauen oder optimieren, liegt eine Modernisierung vor:

  • Dach sowie Außenwände dämmen.
  • Schall – und Brandschutz
  • Moderne Heizungseinlage einbauen.
  • Wärmeschutzfenster einbauen.

Vom üblichen Renovieren ist somit die Rede, wenn Sie nachfolgende Maßnahmen durchführen:

  • Den Bodenbelag
  • Tapezieren.
  • Wände neu verputzen.
  • Streichen der von Wand und Decke.

Sie haben vor, in Zukunft Ihre Immobilie zu „renovieren“? Von nun an haben Sie einen Überblick, wann Sie renovieren, modernisieren oder sanieren. Auch wenn die Übergänge fließend sind, ist die Unterscheidung durchaus relevant. Beim Umbauen haben Sie gegebenenfalls die Aussicht auf eine Förderung. Werden Sie sich deshalb im Voraus klar, was genau zu tun ist.

2. Was beim Renovieren zu beachten ist

Bestimmt haben Sie bereits viele Ideen, was im Haus zu erledigen ist. Machen Sie aber einen Plan, bevor Sie eifrig mit dem Renovieren beginnen. Setzen Sie sich konkrete Ziele, bevor Sie mit dem Umbauen starten. Ziehen Sie folgende Aspekte in Ihre Planung mit ein:

  • Welche konkreten Arbeiten sind zu erledigen?
  • Welche und wie viele Räume sind zu renovieren?
  • Wie viel Geld steht Ihnen zum Renovieren zur Verfügung?

Wenn das Renovieren aufwendig ist, bietet sich die Hilfe eines Profis an. Dies ist vor allem zu empfehlen, wenn Sie beispielsweise die ganze Wohnung renovieren. Ein Profi-Handwerker unterstützt Sie auch bei der Planung. Machen Sie beim Umbauen regelmäßig Fotos. Wenn Sie viele Aufgaben selbst übernehmen, dokumentieren Sie so Ihre Fortschritte. Zum einen überprüfen Sie regelmäßig, ob alles noch nach Zeitplan läuft. Zum anderen motiviert es Sie, zu sehen, was Sie schon alles geschafft haben.

Wohnzimmer renovieren – Vorgehensweise

Sie haben nun vor, das Wohnzimmer komplett zu renovieren. Wählen Sie in einem ersten Schritt den richtigen Bodenbelag. Dabei stehen Ihnen unterschiedliche Materialien zur Verfügung:

Je nach Präferenz unterscheidet sich hier natürlich Ihre Auswahl. Haben Sie den Bodenbelag ausgewählt? Im nächsten Planungsschritt geht es nun darum, die richtige Menge des Belags zu bestellen. Messen Sie die Bodenfläche konzentriert aus. Planen Sie etwas mehr Material ein, falls Ihnen Fehler unterlaufen. Sobald der alte Bodenbelag entfernt ist, beginnt das Renovieren erst richtig. Beachten Sie hierbei, dass jeder Bodenbelag eine gewisse Zeit braucht, bis er sich akklimatisiert.

Ziehen Sie Sockelleisten in Betracht, falls Sie noch keine haben. Beim Renovieren geht es ums Verschönern und was wäre besser geeignet als Sockelleisten. Vergessen Sie die Wand nicht in Ihrer Planung. Beim Renovieren stehen Ihnen für die Wandverschönerung unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Wände verputzen.
  • Tapezieren mit Raufasertapete.
  • Wände anstreichen.

Auch jeder Wandbelag punktet mit unterschiedlichen Vorteilen. Treffen Sie aber in der Planungsphase schon die Entscheidung. Wählen Sie auch frühzeitig die Wandfarbe aus, sofern Sie die Wände streichen. Ein gut strukturiertes Konzept vor dem Umbauen erleichtert Ihnen das Renovieren ungemein.

3. Gute Gründe fürs Renovieren

Tipp zum Bau zeigt Ihnen, warum sich renovieren lohnt.

Renovieren lohnt sich!

Machen Sie sich vor dem Umbauen klar, warum Sie vorhaben, zu renovieren. Erstellen Sie ein Konzept darüber, welche konkreten Ergebnisse Sie anstreben. Je nach Ziel sind unterschiedliche Vorkehrungen und Maßnahmen zu treffen. Der Zeitaufwand beim Renovieren ist ebenso von Ihren Zielen abhängig. Es lassen sich grundsätzlich folgende Gründe fürs Renovieren identifizieren:

  • Mehr Wohnkomfort.
  • Verbesserte
  • Immobilienwert erhöhen.
  • Energie



Wohnkomfort erhöhen

Einer der häufigsten Gründe, der für das Renovieren spricht, ist so einfach wie naheliegend. Sie leben nun seit Jahren in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung. An einigen Stellen treten immer wieder kleine Mängel auf. Hier und da stört etwas. Vielleicht haben Sie auch einfach vor, etwas frischen Wind in Ihr Zuhause zu bringen. In jedem Fall streben Sie ein wohnlicheres, angenehmeres Zuhause an.

Komplexe Maßnahmen fallen da schon wieder unter die Kategorie Sanierung oder Modernisierung. Aber Wände streichen oder neu tapezieren ist schnell erledigt. Solche kleineren Maßnahmen erhöhen bereits das Wohlbefinden ungemein. Der Durchbruch einer Wand ist meist ebenfalls unkompliziert. Sprechen Sie sich hierbei aber mit einem Statiker ab.

Sicherheit erhöhen

Bei Sicherheit denken Sie vielleicht an Einbruchsschutz. Gewiss ist dies ein Punkt, der beim Umbauen zu beachten ist. Sicherheit geht aber noch darüber hinaus. Vernetzte Rauchmelder oder Erkennungssysteme für den Notfall sorgen bei Bränden und Unfällen für mehr Sicherheit. Denken Sie beim Renovieren auch an alte Stromleitungen. Sind diese bereits marode, ist ein Austausch unumstößlich, da erhöhte Feuergefahr besteht. So benötigen Sie die oben genannten Sicherheitssysteme vermutlich gar nicht.

Immobilienwert erhöhen

Die eigene Immobilie etwas aufzuhübschen sorgt nicht nur für verbesserten Wohnkomfort. Durch das Renovieren erhöhen Sie gleichzeitig den Wert Ihres Zuhauses. Kümmern Sie sich dagegen nicht um Ihr Haus, passiert das genaue Gegenteil. Sie sehen Ihr Haus nicht als Geldanlage an? Kein Problem. Es lohnt sich dennoch, sich um Ihr Zuhause zu kümmern. Nutzobjekte bedürfen einer regelmäßigen Pflege, damit sie in Schuss bleiben. Achten Sie hierbei vor allem auf Wetterfestigkeit. Sorgen Sie dafür, dass keine Feuchtigkeit eindringt.

Energie sparen

Beim Thema Energiesparen bewegen wir uns bereits auf eine Sanierung zu. Wenn Sie Ihre Heizung umbauen, treffen Sie bereits Maßnahmen zur Energieeinsparung. Dies trifft ebenso zu, wenn Sie die Lüftungsanlage renovieren. Bereits kleinere Maßnahmen sparen langfristig gesehen Energie und auch Geld. Folgende Bereiche haben den größten Einfluss auf Ihren Energiebedarf:

  • Heizung.
  • Dämmung.
  • Warmwasseraufbereitung
  • Lüftung.
  • Stromerzeugung.

Es lohnt sich, über einen dieser Punkte nachzudenken, wenn Sie vorhaben, Energie zu sparen.

4. Tipps und Tricks, damit das Renovieren gelingt

Egal, in welchem Wohnverhältnis Sie sich befinden, zu renovieren gibt es immer etwas. Wenn Sie etwas umbauen und ein großes Projekt planen, bietet sich der Fachmann an. Er nimmt Ihnen eine Menge Arbeit ab, dafür sind die Kosten aber entsprechend hoch. Dabei ist Renovieren gar nicht so schwer wie häufig vermutet. Mit etwas Geduld gelingt es Ihnen, Fliesen zu verlegen oder Tapete anzubringen.

So gelingt Ihnen das Streichen

Tipp zum Bau zeigt, wie Sie Ihre Wohnung renovieren.

Eine Grundierung verbessert den Untergrund. Somit wird das Ergebnis gleichmäßig und schön.

Beim ersten Renovieren werden Sie aber noch nicht die ganze Wohnung umbauen. Malerarbeiten sind beim Renovieren dagegen kinderleicht zu erledigen. Haben Sie Ihren Malerhut aus alter Zeitung gefaltet? Dann kann es schon losgehen. Zunächst benötigen Sie etwas gegen den „Schmutz.“ Dazu gehören vor allem folgende Materialien:

  • Abdeckplanen für große Möbel.
  • Abdeckpapier für kleinere Möbel, Regale, Heizungen, Türen und Fenster.
  • Malerflies für den Boden.
  • Malerkrepp zum Abkleben von Steckdosen, Lichtschalter usw.
  • Lappen und Eimer mit Wasser.



Selbstverständlich benötigen Sie noch das richtige Werkzeug. Dazu gehören vor allem folgende Gegenstände:

  • Holzstab oder Ähnliches, um die Farbe umzurühren.
  • Rollen und Pinsel in unterschiedlichen Stärken. Für große Flächen eine Farbrolle, für schmale Stellen kräftige Flachpinsel.
  • Eimer oder Farbschale. Darin mischen Sie die Farbe und nehmen Sie auf. Wählen Sie ein Behältnis, das groß genug ist, damit das Abstreichgitter
  • Leiter oder andere Erhöhung zum Renovieren der Decke. Auch wenn Sie den oberen Teil der Wand streichen, schadet eine Trittleiter nie.

Sobald Sie die notwendigen Materialien haben, geht es nun an die Umsetzung. Beim Renovieren helfen einige Tipps dabei, dass wirklich eine Verschönerung herauskommt. Streichen Sie die Decke heller als die Seitenwände. Dadurch wirkt der Raum höher. Einen sehr hohen Raum „drücken“ Sie hingegen mit dem gegensätzlichen Vorgehen. Tarnen Sie die Dachschrägen, indem Sie auf diese die Wandfarbe auftragen.

Ihnen ist eine simple, neue Wandfarbe zu wenig? Schneiden Sie aus Karton oder Folien Schablonen aus. Dadurch generieren Sie einzigartige Muster auf Ihrer Wand. Die Schablone einfach mit etwas Klebeband fixieren und mit einem Pinsel darüberstreichen. Beachten Sie vor dem Kauf von Farben und Anstrichen das Etikett. Folgende Stoffe sind in jedem Fall zu vermeiden:

  • Biozide.
  • Bromierte Flammschutzmittel.
  • Formaldehyd.
  • Glykolether.
  • Benzol.
  • Blei.
  • Xylol.
  • Nonylphenol.

Sauber machen nach dem Renovieren

Sind Sie mit dem Renovieren zufrieden, ist nur noch eines zu tun: sauber machen! Reinigen Sie Pinsel und Ähnliches gründlich. So gewährleisten Sie den Erhalt der Werkzeuge und Materialien. Wenn Sie das nächste Mal etwas umbauen und renovieren, ist bereits alles vorbereitet. Beachten Sie bei der Reinigung folgende wichtige Punkte:

  • Pinsel mit Ölfarbe durch einen trockenen Lappen abreiben. Borsten und Haare mit Kernseife und warmem Wasser Verwenden Sie nie entfettende Seife.
  • Rollen und Pinsel mit wasserlöslichen Farben gründlich auswaschen. Bei bereits eingetrockneten Farben hilft Ihnen ein ungiftiges Lösungsmittel.
  • Waschen Sie Pinsel mit Acrylfarbe ebenso mit Wasser Ist die Farbe getrocknet, hilft nur noch ein spezielles Lösungsmittel.
  • Getrocknete Pinsel mit einem trockenen Lappen in die ursprüngliche Form
  • Pinsel vor dem erneuten Nutzen an der Luft trocknen In keinem Fall auf der Heizung trocknen.

5. Kosten, die beim Renovieren anfallen

Tipp zum Bau zeigt, wie viel das Renovieren kostet.

Achten Sie auf die Kosten, die beim Renovieren anfallen.

Wenn Sie etwas umbauen oder renovieren, spielen die Kosten natürlich eine große Rolle. Auch wenn ein Eimer Farbe nicht billig ist, sind derartige Maßnahmen günstig. Bei größeren Plänen, gerade wenn Sie umbauen, sind die Kosten in großem Maße relevant. In der Regel kommen Sie nämlich nicht um einen Fachbetrieb herum. Innenwände sind von findigen Heimwerkern in Eigenregie zu streichen. Bei Außenfassaden wird dies hingegen ungemein schwieriger. Es wird beispielsweise ein Gerüst benötigt. Die nachfolgende Tabelle gibt Ihnen daher einen Überblick über verschiedene Maßnahmen und deren Kosten.

RenovierungsmaßnahmeVerhältnis Materialkosten/ArbeitskostenUngefährer Preis
Dach und Fassade umbauen und renovieren.
Ungefähr 20/80.- 50 € pro m² für Innendämmung ohne Verkleidung.
- Aufsparrendämmung ca. 200 Euro.
Dach aus– und umbauen.Vom Anteil der einzelnen Gewerke abhängig.Bis zu 1.000 € pro m² Wohnfläche.
Fassade dämmen.Ungefähr 20/80.25.000 – 40.000 € für ein Beispielhaus von 80 m² Grundfläche und 130 m² Wohnfläche.
Außenanstrich.Ungefähr 20/80.Ab ungefähr 20 € pro m².
Innerhalb des Hauses umbauen und renovieren (Innendämmung der Außenwände).Ungefähr 20/80.35 bis 60 € pro m².
Kellerdecke dämmen.Ungefähr 20/80.Ab ungefähr 30 € pro m².
Fenster austauschen.Ungefähr 30/70.Ca. 400 € pro Fenster + 60 € für Einbau und Abdichtung.
Türen erneuern.Ungefähr 40/60.Ab 200 € pro Innentür mit Zarge.
Bodenbeläge erneuern.Variiert je nach Material.Verlegekosten ab ungefähr 11 € pro m² + Sockelleisten ab ungefähr 5,50 € pro Meter + eigentlicher Bodenbelag.
Elektroinstallation umbauen und erneuern.Ungefähr 20/80.Ungefähr 100 – 130 € pro m² Wohnfläche (Montage von Schaltern und Steckern inklusive).

6. Decke mit neuer Tapete renovieren 

Wenn Sie in Ihrem Zuhause etwas umbauen und renovieren, treten immer wieder Probleme auf. Vor allem wenn Sie Anfänger sind, stehen Sie beim Tapezieren vor einer echten Herausforderung. Das ansprechende Ergebnis des Tapezierens ist den Aufwand aber in jedem Fall wert. Beachten Sie daher die nachfolgenden fünf Tipps.

Decke mit Tiefengrund behandeln:

Behandeln Sie vor dem Tapezieren die Decke mit Tiefengrund. Dadurch klebt die Tapete später deutlich besser. Sie reduzieren durch das Auftragen die Saugfähigkeit des Untergrundes. Sowohl Tapete als auch Farbe bringen Sie in Folge leichter an.

Tapetenbahnen richtig falten:

Das richtige Falten der eingeweichten Tapetenbahnen ist beim Renovieren besonders wichtig. Hierfür klappen Sie das eine Ende zu einem Drittel ein. Das andere Ende klappen Sie entsprechend zu zwei Dritteln ein. Lassen Sie das Ganze für 10-15 Minuten einweichen.

Bläschen entfernen:

Wenn zu viel Kleister unter der Tapete ist, entstehen meistens Blasen. Kleinere Bläschen verschwinden nach dem Trocknen meist von selbst. Schneiden Sie größere Blasen mit einem Cuttermesser kreuzförmig auf. Die Luft entweicht und das Renovieren schreitet voran.

Zimmerdecke mit Vlies tapezieren:

Beim Umbauen und Renovieren mit Tapeten greifen Sie meist zur Raufasertapete. Vliestapeten werden aber immer beliebter. Sie lassen sich deutlich leichter verarbeiten. Der Kleister wird nicht auf den Tapetenrücken aufgetragen, sondern direkt auf die Decke. Sie sparen sich die Einweichzeit und die Handhabung ist deutlich angenehmer.

Decke anschließend streichen:

Nach dem Tapezieren bietet es sich an, die Decke zusätzlich zu streichen. Warten Sie aber ab, bis die Tapete vollständig getrocknet ist. Achten Sie anschließend auf die richtige Reihenfolge, in der Sie streichen. Beginnen Sie mit den Feinarbeiten. Streichen Sie zunächst Ecken und Kanten mit einer schmalen Farbrolle oder einem Pinsel. Widmen Sie sich anschließend den größeren Flächen.

7. Beim Renovieren der Wände Fehler vermeiden

Beim Renovieren läuft es häufig darauf hinaus, frische Farbe an die Wand zu bringen. Diese Maßnahme geht schnell, hat aber dennoch eine große Wirkung. Was Sie dafür benötigen, haben Sie im 4. Kapitel bereits erfahren. Ist Ihre Wand verputzt? Achten Sie zusätzlich darauf, folgende Fehler beim Umbauen zu vermeiden.

  1. Alter Anstrich. Befestigen Sie ein Klebeband an der Wand und ziehen Sie es ruckartig ab. Befinden sich Farbstücke auf dem Klebeband, ist der Anstrich nicht mehr ausreichend fest. Entfernen Sie die Farbe am besten mit einem Spachtel und Schleifpapier.
  2. Frischer Putz. Lassen Sie den Putz ausreichend austrocknen, bevor Sie Farbe auftragen.
  3. Bespritzen Sie den Putz mit Wasser und testen Sie die Saugfähigkeit. Dunkle Linien verraten Haar– und Netzrisse. Wird das Wasser schnell aufgenommen, ist die Saugfähigkeit sehr hoch. Entsprechend zieht die Farbe schnell ein. Wenn das Wasser ungleichmäßig einzieht, wird die Farbe fleckig.
  4. Entfernen Sie jeglichen Schmutz von der Wand. Dazu gehören beispielsweise Spinnweben oder Staub.
  5. Achten Sie auf Schimmel, da dieser manchmal auch in Putz eindringt. Provisorisch hilft zunächst Essigwasser. Lüften Sie in Folge regelmäßig und denken Sie über eine Wanddämmung nach.

8. Der richtige Umgang mit Handwerkern beim Renovieren

Tipp zum Bau zeigt Ihnen, worauf Sie bei Handwerkern, die für Sie renovieren, zu achten haben.

Ein Handwerker hilft Ihnen beim Renovieren.

Wenn Sie fürs Umbauen einen Handwerker beauftragen, gibt es einiges, das zu beachten ist. Achten Sie vor allem auf folgende Punkte, bevor Sie den Auftrag zum Renovieren erteilen.

  1. Holen Sie sich im Idealfall drei separate Angebote Schildern Sie dem Handwerker exakt Ihr Vorhaben.
  2. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit zur Bauabnahme. Dokumentieren Sie etwaige Mängel so ausführlich wie möglich.
  3. Kalkulieren Sie die Handwerkerkosten richtig. Beachten Sie, dass eine Handwerkerstunde zwischen 45 und 65 € kostet.
  4. Beachten Sie den Unterschied zwischen Kostenvoranschlag und Angebot. Der Kostenvoranschlag dient als gute Orientierung, mehr aber auch nicht. Bestehen Sie auf einem verbindlichen Angebot.

9. Holztreppe renovieren

Das Umbauen und Renovieren einer Treppe ist auch als Freizeit-Heimwerker machbar. Mit wenigen einfachen Schritten verschönern Sie Ihre Holztreppe nachhaltig. Dennoch benötigen Sie einige Werkzeuge und Materialien, bevor es mit dem Renovieren losgeht.

  • Reparaturspachtel.
  • Hammer.
  • Pinsel.
  • Farbrolle.
  • Holzkeile.
  • Beize.
  • Schutzkleidung.
  • Tuch.
  • Fußboden-Öl.
  • Treppenlack und Versiegelung.
Tipp zum Bau zeigt, wie Sie Ihre alte Holztreppe renovieren.

Mit ein paar Handgriffen sieht Ihre Holztreppe aus wie neu.

In 5 Schritten zu einem neuen Treppenbelag 

  1. Alten Belag entfernen und den Belag grob schleifen. Mit einer Schleifmaschine gelingt das wunderbar. Entfernen Sie auch Klebereste und Spachtelmasse.
  2. Treppenstufen ausbessern. Bessern Sie mit Reparaturspachtel, Kratzer, Dellen usw. aus.
  3. Feinschliff In einem nächsten Schritt schleifen Sie die Treppe erneut ab. Ein Schleifpapier mit 120er Körnung eignet sich hierfür ideal.
  4. Grundierung Reinigen Sie die Treppe zunächst von Staub. Dann tragen Sie eine Grundierung auf und lassen sie trocknen.
  5. Treppe versiegeln. In einem letzten Schritt versiegeln Sie die Treppe mit Lack oder einem Öl.

Nach dem Umbauen bietet es sich zusätzlich an, eine Schicht Hartwachs aufzutragen. Dies erhöht die Strapazierfähigkeit der Treppe.

10. Die alte Haustür renovieren

Beim Umbauen stellen Sie fest, dass Ihre Haustür marode und beschädigt ist. Sie stellen sich die Frage, ob sich das Renovieren überhaupt noch lohnt. Es kommt nicht selten vor, dass das Renovieren teuer ist. Eine neue Tür ist unter Umständen günstiger als die Instandhaltung. Klären Sie aber zunächst den Ist-Zustand Ihrer Haustür. Funktioniert Sie weiterhin einwandfrei und es treten nur optische Mängel auf? In diesem Fall reichen kleinere Reparaturen meist aus. Darunter fallen folgende Maßnahmen:

  • Bei Holzhaustüren neuen Lack auftragen.
  • Griffe und Leisten austauschen.
  • Dämmschichten aufbringen und Dichtungen erneuern.
  • Türbeschläge neu justieren.

Mit diesen Maßnahmen ist es nicht notwendig, dass Sie etwas aus– oder umbauen. Passen Sie hingegen die Funktionalität an, haben Sie einen entsprechend höheren Aufwand.

11. Renovieren von Fertighäusern – Besonderheiten

Fertighäuser sind langlebig und überdauern Generationen. Damit Sie dies aber auch gewährleisten, kommen Sie um regelmäßiges Renovieren nicht herum. Wenn Sie bei Fertighäusern etwas umbauen und verschönern, achten Sie besonders auf folgende Punkte:

  • Bausubstanz. Überprüfen Sie, welche Wände tragend sind, bevor Sie etwas umbauen. Fragen Sie sich: Wo liegen die Leitungen und wie ist es um die Statik im Allgemeinen bestellt.
  • Fassade Beim Renovieren streben Sie zunächst eine Verschönerung an. Ein neuer Anstrich bietet sich dabei besonders an. Denken Sie aber vielleicht auch an eine Wärmedämmung. Sie sparen nicht nur Heizkosten, sondern tun auch etwas für den Schallschutz. Bei Fertighäusern ist die schlechte Schalldämmung einer der großen Nachteile.
  • Fenster Fertighäuser sind in der Regel ausgesprochen energieeffizient. Kontrollieren Sie regelmäßig, ob viel Energie durch die Fenster entweicht. Ist dies der Fall, wird es Zeit zu renovieren.
  • Umbauen hinauszögern. Beginnen Dichtungen in Dusche und Badewanne, porös zu werden? In diesem Fall ist es nicht ratsam, das Umbauen hinauszuzögern. Es besteht nämlich die Möglichkeit, dass Wasser in die Konstruktion des Fertighauses gelangt. Wasserschäden, die in Folge auftreten, sind ärgerlich und teuer.

12. Garage renovieren – Drei Gründe, die dafür sprechen

Tipp zum Bau zeigt, wie Sie die Garage renovieren.

Vergessen Sie beim Renovieren die Garage nicht.

Wenn Sie nach einem Projekt zum Umbauen suchen, ist die Garage vielleicht das Richtige. Folgende drei Gründe sprechen dafür, auch die Garage zu renovieren.

Schönheitskorrekturen:

Der eigentliche Grund zu renovieren liegt in der Verschönerung. Auch wenn die Garage wenig zum Wohnkomfort beiträgt, bietet sich eine Renovierung trotzdem an. Abgeplatzte Farbe, Löcher in der Wand oder neues Licht sind nur einige Aspekte. Es ist ratsam, die Innenwände alle sechs Jahre neu zu streichen. Die Garage mit funktionierendem Licht auf Vordermann zu bringen, ist ebenso sinnvoll.

Gegen Feuchtigkeit vorbeugen:

Bei zu großer Feuchtigkeit besteht die Gefahr, dass sich Schimmel bildet. Im Haus ist dies ein altbekanntes Problem. Auch in der Garage kommt häufig Schimmelbildung vor. Wenn Sie die Feuchtigkeit draußen halten, verhindern Sie die Schimmelbildung. Wenn Sie zukünftig renovieren, sparen Sie sich zudem zusätzlichen Aufwand.

Sicherheit:

Garagen sind ein beliebtes Ziel von Einbrechern und Dieben. Statten Sie Ihre Garage mit Lichtern und Überwachungskameras aus. So sorgen Sie für mehr Sicherheit. Ein neues, einbruchsicheres Garagentor hält nicht nur Einbrecher draußen. Die Designvielfalt ist so groß, dass es Ihr Anwesen zusätzlich verschönert.

13. Küche und Bad renovieren – Vorgehensweise

Wenn es ans Umbauen und Renovieren geht, stehen meist die Nutzräume an erster Stelle. Vor allem Küche und Bad haben meist den größten Bedarf. Eine komplett neue Küche oder ein neues Bad kommen womöglich nicht infrage. Beide Varianten sind äußerst kostspielig. Mit etwas Fantasie gelingt es Ihnen aber trotzdem, die Räume zu renovieren. Beachten Sie dafür folgende Schritte:

  • Ideensammlung. Schauen Sie im Internet oder in Zeitschriften nach Ideen. Besuchen Sie vielleicht eine Messe oder Ausstellung, um Inspiration zu erhalten.
  • Wunschzettel. Sie haben nun eine Vorstellung davon, was Sie schön finden. Nun stellen Sie sich die Frage, was Sie dafür benötigen. Machen Sie sich klar, welche Anforderungen der Raum zu erfüllen hat.
  • Voraussetzungen. Klären Sie in einem nächsten Schritt die Rahmenbedingungen. Stehen Ihnen genügend Geld und Zeit für Ihre Pläne zur Verfügung?
  • Skizze Halten Sie Ihre ausgearbeitete Idee in graphischer Form fest. Messen Sie den Raum aus und erstellen Sie eine grobe Skizze.
  • Handwerker Sind Sie in der Lage, alle Arbeiten selbst auszuführen? Begeben Sie sich auf die Suche nach einem Handwerker, wenn dem nicht so ist. Prüfen Sie unterschiedliche Angebote und vereinbaren Sie Termine mit potenziellen Kandidaten.
  • Einrichtung wählen. Wählen Sie nun die konkrete Möbel, Dekor und Zubehör aus. Achten Sie auch bei kleinem Budget auf Qualität. Sprechen Sie sich am besten mit Ihrem ausgewählten Fachbetrieb ab.

Beachten Sie diese Schritte, steht dem Umbauen und Renovieren nichts mehr im Wege.

14. Wenn Dübel das Renovieren stören

Während dem Renovieren bemerken Sie die ganzen Dübel in den Wänden. Was zu der Zeit der Anbringung eine gute Idee war, stört jetzt nur noch. Sie fragen sich nun, was mit den Dübeln am besten zu tun ist? Grundsätzlich ist zu empfehlen, den Dübel in der Wand zu belassen. Das Dübelloch vergrößert sich nur noch mehr, wenn Sie ihn entfernen. Planen Sie, ein neues Loch zu bohren und das alte mit Gips zu füllen? In diesem Fall kommen Sie um das Entfernen nicht herum. Nehmen Sie einen Korkenzieher und ziehen Sie den Dübel vorsichtig heraus. Füllen Sie anschließend das Loch einfach mit einem Watteknäuel. Wenn Sie beim Umbauen sowieso Farbe drüber streichen, fällt es am Ende nicht auf.

15. Renovieren mit Rissen in der Wand

Wenn Sie Umbauen und Renovieren, bemerken Sie vielleicht Risse in der Wand. Diese stören nicht nur das optische Gesamtbild, sondern sind auch eine Gefahr. Gerne dringt Feuchtigkeit in die Spalten ein. Mit einer Fugenmasse füllen Sie diese schnell und einfach aus. Wenn Sie beim Umbauen einen Riss bemerken, füllen Sie ihn einfach mit Acryl. Überstreichen Sie einfach die Wand anschließend. Nutzen Sie am besten einen Abziehspatel, um die Fugenmasse zu glätten.

Was ist zu tun, wenn die Risse wirklich tief sind? Öffnen Sie mit Hammer und Meißel den Riss bis zum Mauerwerk. Befeuchten Sie den Riss mit einem Schwamm und füllen Sie ihn anschließend mit Spachtelmasse. Sie sind mit dem Umbauen fertig und haben alle Risse gefüllt? Es kommt häufig vor, dass sogenannte Spannungsrisse auftreten. Auch nach dem Füllen brechen die Spalten leicht auf. Ein selbstklebendes Rissband aus Gewebe schafft hier Abhilfe. Bringen Sie nach dem Renovieren zusätzlich ein solches Band an. Von nun an haben Sie Risse in der Wand im Griff.

16. Räume mit Teppichboden renovieren

Tipp zum Bau zeigt, wie Sie Räume mit Teppichboden renovieren.

Verlegen Sie Teppichboden, um neue Designakzente zu setzen.

Haben Sie Brandlöcher oder andere Schäden in Ihrem Teppich entdeckt? Einen neuen Teppichboden zu verlegen, ist die ideale Möglichkeit, mit dem Renovieren zu beginnen. Unter Umständen ist es aber gar nicht notwendig, den gesamten Teppich auszutauschen. Im Türbereich treten die häufigsten Verschmutzungen auf. Es bietet sich an, für jenen Bereich eine Schablone anzufertigen. Schneiden Sie nach dieser die beschädigte Stelle aus. Anschließend tauschen Sie nur den Türbereich aus.

Sie stellen beim Umbauen fest, dass Sie um einen neuen Teppichboden nicht herumkommen? Achten Sie auf folgende wichtige Schritte:

  • Skizze mit genauen Maßen des Raumes anfertigen.
  • Fenster und auch Lichteinfall eintragen.
  • Nischen und Türen mit einberechnen. Häufig benötigen Sie mehr Material deswegen.




Haben Sie diese Vorarbeiten erledigt, geht es mit dem eigentlichen Verlegen weiter. Beginnen Sie in einer rechtwinkligen Ecke. Ziehen Sie von dort aus den Teppichboden in die richtige Position. Mit einem Teppichmesser schneiden Sie den Teppich problemlos zurecht. Anschließend befestigen Sie den Teppichboden.

17. Ideen und Vorschläge fürs Umbauen

Sie haben vor, Ihr Haus zu renovieren, haben aber noch keine konkreten Pläne? Nachfolgende Liste dient Ihnen als erste Anregung fürs Umbauen.

  • Sofa mit neuen Kissen verschönern.
  • Hängen Sie neue Bilder auf und stellen Sie Pflanzen ins Wohnzimmer.
  • Suchen Sie sich neue Möbel in unterschiedlichen Farben aus. So generieren Sie schillernde Kontraste.
  • Denken Sie beim Umbauen über einen Kamin Er sorgt für eine zusätzliche wohnliche Atmosphäre. Dazu haben Sie die Möglichkeit, ihn als Heizkörper zu verwenden.
  • Bringen Sie neue Schranksysteme Sie verleihen dem Raum frischen Wind und generieren zusätzlichen Stauraum.

Fragen Sie Ihre Familie, Freunde und Bekannte für erste Anregungen zum Renovieren.

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