Rauchmelder

Rauchmelder – Ihr Lebensretter bei Rauch- und Brandentwicklung

Rauchwarnmelder retten Leben. Diese Aussage ist wissenschaftlich belegt. Überall, wo es ihn gibt, ist die Zahl der Brand-Verletzungen deutlich geringer. Darüber hinaus warnt er Sie zu jeder Uhrzeit vor Brandgefahr. 70% aller Brandopfer sind Verunglückte eines nächtlichen Brands.

Nicht die Flammen, sondern die giftigen Rauchgase sind dabei das Gefährliche. Denn diese sind schneller als Feuer und lautlos. Rauchgase hören Sie nämlich nicht. Deshalb zögern Sie nicht und statten Sie Ihre Wohnräume mit passenden Rauchwarnmeldern aus. Hier finden Sie alle wichtigen Informationen über Ihren Lebensretter bei Rauchentwicklung.

1. Was ist ein Rauchmelder?

Definition und Eigenschaften

Wie ein Rauchmelder funktioniert, erfahren Sie bei Tipp zum Bau.

Der Rauchmelder warnt vor Rauchentwicklungen.

Der korrekte Begriff dieses Gerätes lautet Rauchwarnmelder. In der Umgangssprache ist er Ihnen sicherlich unter dem Namen Rauchwarnmelder bekannt. Die meisten haben eine runde Form und sind an der Decke installiert. Das liegt an der physikalischen Eigenschaft von Wärme.

Warme Luft und auch Rauch steigen nach oben, da sie leichter als kalte Luft sind. Wenn sich ein Feuer ausbreitet, steigt dessen Rauch nach oben. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Melder den Rauch registriert, ist sehr hoch.

Wie der Name bereits verrät, sind sie dazu konzipiert, Rauch zu melden. Sie alarmieren Menschen vor Rauchausbreitung in Räumen. In modernen Geräten sind zusätzlich Wärmemelder eingebaut, die vor Brandgefahren ohne Rauchentwicklung warnen.

Aufbau und Funktionsweise eines Rauchmelders

Ein Rauchwarnmelder ist kein einzelnes Gerät. Er besteht aus vier wichtigen Komponenten:

  • Sirenen und Signalgeräte, die den Rauch erkennen.
  • Die Infrarot-Leuchtdiode.
  • Die Fotodiode.
  • Einer lichtempfindlichen Zelle.

Die Leuchtdiode sendet innerhalb des Melders ein Licht aus, welches auf die Fotodiode trifft. Durch Reflexion streut das Licht im Melder und gelangt ins Nichts. Das ist die Ausgangssituation, bevor der Rauchwarnmelder einen Rauch erkennt.

Sobald Qualm in den Melder gelangt, dauert es nur noch Sekunden bis ein Ton erklingt. Der Qualm lenkt das Licht innerhalb des Melders in alle Richtungen ab. Dadurch bekommt die lichtempfindliche Zelle das Licht ab und leitet das Signal weiter. Genau genommen zu den Sirenen, die dann einen lauten Ton von sich geben. Um den Rauchwarnmelder zu betreiben, brauchen Sie Batterien.

Auch lesenswert: Bewegungsmelder.

2. Verschiedene Rauchmelder-Arten

Auch wenn er nur einem bestimmten Zweck dienen, gibt es sie in unterschiedlichen Ausführungen. Grundsätzlich existieren drei verschiedene Varianten von Rauchmeldern:

  • Foto-optische.
  • Ionisierende.
  • Thermo-optische.

Die drei Rauchmelder im Detail

Der foto-optische Rauchmelder ist die bekannteste Art. Ihre Funktionsweise ist die eben beschriebene im Kapitel zuvor. Fehlalarme sind bei dieser Version nahezu ausgeschlossen. Der Sensor ist verbaut, dass äußere Lichteinflüsse nicht eindringen. Dazu ist das nicht-reflektierende Material zuständig.

Der thermo-optische Rauchwarnmelder erfüllt im Gegensatz zum foto-optischen Melder zwei Funktionen. Zum einen alarmiert er ganz klassisch über Rauchentwicklungen. Zum anderen reagiert er eine erhöhte Umgebungstemperatur. Diese misst der Melder mit Hilfe von einem:

  • Mess-Heißleiter.
  • Heißleiter.
  • Vergleichs-Heißleiter.

Grundvoraussetzung ist der Stromfluss durch den Heißleiter. Der Messheißleiters misst die Umgebungstemperatur durch einen veränderten Stromfluss. Der Vergleichsheißleiter hat die Aufgabe, die Messergebnisse zu vergleichen. Falls eine ansteigende Umgebungstemperatur vorherrscht, löst dieser schließlich einen Alarm aus.

Der ionisierende zeichnet sich durch Sensibilität aus und erfasst bereits kleine Rauchentwicklungen. Im Inneren des Gehäuses gibt es zwei Metallplatten. Zwischen den Metallplatten befindet sich ein radioaktives Element, das Alpha– und Betastrahlen abstrahlt. Zwischen den beiden Metallplatten ionisieren die Strahlen. Der Vorgang setzt Elektronen frei, die einen Stromfluss bilden.

Falls Rauch zwischen die Metallplatten eindringt, bindet er Ionenverbindungen an sich. Das Ergebnis hiervon ist ein abnehmender Stromfluss. Falls dies geschieht, schlägt der Ionisationsrauchmelder Alarm.

Ebenfalls lesenswert: Alarmanlage.

3. Voraussetzungen und Normen für die Installation eines Rauchmelders

Wie auch bei vielen anderen elektrischen Geräten gibt es auch für Rauchmelder Normen. Genau genommen sind es zwei Stück. Diese heißen DIN EN 14604 und DIN 14676. Was sie im Detail beinhalten, erfahren Sie hier:

DIN EN 14604

Die DIN EN 14604 ist eine europäische Produktnorm, die Prüfverfahren festlegt. Die Norm besagt, dass Hersteller aufgefordert sind, die Leistungen ihrer produzierten Rauchmelder zu beschreiben. Zudem ist sie mit einer CE-Kennzeichnung auszustatten. Sobald sie dies getan haben, sind sie in Europa für den Verkauf zugelassen. Falls Sie Ihre Räume mit ihm ausstatten, achten Sie auf die entsprechende Norm.

DIN 14676

Die DIN 14676 gilt für das deutsche Bundesgebiet und ist eine nationale Anwendernorm. Sie gibt vor, wie die Rauchmelderpflicht auszusehen hat. Detaillierte Vorgaben sind in den jeweiligen Landesbauordnungen vorzufinden.

Was vor der Installation zu beachten ist

Wenn Sie Ihre Wohnräume mit Rauchmeldern ausstatten, kaufen Sie sich am besten die mit dem Q-Siegel. Die Lebensdauer der Batterien beträgt bei diesen mindestens zehn Jahre. Es ist ebenfalls ratsam, die einzelnen Rauchwarnmelder miteinander zu vernetzen. Vernetzungen sorgen für eine größere Sicherheit, da Sie über weite Entfernungen hinweg über Rauchentwicklungen alarmieren. Dabei wählen Sie zwischen einer Vernetzung per Funk oder Kabel. Generell ist es bei der Installation notwendig, folgende Punkte zu beachten:

  • Ein Rauchmelder reicht für einen Wohnraum, der 60 m² groß ist. Bei größeren Wohnräumen sind zusätzliche Rauchmelder notwendig.
  • Einbauhöhe nicht größer als sechs Meter.
  • Mittig an der Zimmerdecke anbringen.
  • 50 cm von Wänden und Leuchtmitteln entfernt anbringen.
  • Kinderzimmer, Schlafbereiche und Flure brauchen unbedingt Rauchmelder.
  • Bei Renovierungsarbeiten nicht überstreichen oder verdecken.
  • Spätestens nach 10 Jahren die Batterien austauschen.

Bei der Installation Ihres Rauchmelders befolgen Sie am besten drei Arbeitsschritte:

  • Bedienungsanleitung lesen und Werkzeuge vorbereiten.
  • Rauchmelder an der korrekten Position anbringen.
  • Betriebsbereitschaft testen.

Bevor Sie mit der Montage beginnen, lesen Sie die Bedienungsanleitung durch. Dort finden Sie die wichtigsten Informationen. Danach bereiten Sie das nötige Werkzeug vor. Um die Rückenplatte an der Decke zu befestigen, benötigen Sie folgende Voraussetzungen:

  • Bohrlöcher.
  • Dübel.
  • Schrauben oder ein Klebepad.

Mit einem Handgriff befestigen Sie anschließend den Rauchmelder an der Rückenplatte. Achten Sie bei der Positionierung darauf, ihn mittig und waagerecht im Zimmer anzubringen. Wichtig ist, dass er 50 cm Abstand zu Wänden und allen anderen Gegenständen hat.

Im letzten Schritt kontrollieren Sie die Betriebsbereitschaft und betätigen den Testknopf. Der Rauchmelder funktioniert einwandfrei, wenn ein Piepsignal ertönt oder die LED-Anzeige schneller blinkt.

Wartung

Bedenken Sie auch, dass Ihre Rauchmelder eine jährliche Wartung benötigen. Die Wartung ist entweder selbst oder durch einen Fachhändler durchzuführen. Eine Dokumentation der Ergebnisse und Maßnahmen der Prüfung sind Pflicht. Grundsätzlich setzt sich die Wartung aus drei wesentlichen Arbeitsschritten zusammen:

  • Sichtprüfung.
  • Schmutzbeseitigung.
  • Funktionstest.

Bei der Schmutzbeseitigung kontrollieren Sie die Rauchöffnungen. Schauen Sie, ob sich in den letzten Monaten Schmutz angesammelt hat. Wenn Sie feststellen, dass Öffnungen verstopft sind, reinigen Sie diese. Am besten tun sie das mit einem feuchten Tuch oder einem Staubsauger.

Die Sichtprüfung ist eine Ausführung, die Beschädigungen des Rauchmelders ausfindig macht. Risse oder Kratzer deuten darauf hin, dass der Signalgeber kaputt ist. Danach führen Sie einen Funktionstest durch. In jedem Rauchmelder ist eine spezielle Taste eingebaut, die einen Alarm zur Probe auslösen.

Auch lesenswert: Fenstersicherung.

4. Die Kosten für einen Rauchmelder

Wie viel ein Rauchmelder kostet, erfahren Sie bei Tipp zum Bau.

Bei einem Rauchmelder kommen verschiedene Kosten auf Sie zu.

Generell setzen sich die Kosten aus Anschaffungs– und Wartungskosten zusammen. Vermieter sind dazu in der Lage, die Kosten auf den Mieter zu übertragen. Dabei besteht für den Vermieter die Möglichkeit, Anschaffungskosten als Modernisierungs Maßnahmen anzugeben. Elf Prozent der Kosten werden dann auf die Jahresmiete übertragen. Da die Kosten zu gering sind, verzichten Vermieter grundsätzlich auf die Kostenabwälzung.

Rauchmelder gibt es schon ab 20 €. Für eine Drei-Zimmer-Wohnung zahlen Sie 50 € bis 100 €. Falls Sie einen Fachbetrieb für die Installation engagieren, verdreifachen sich die Kosten. Haben Sie zusätzlich einen Wartungsvertrag mit einem Dienstleister abgeschlossen, kommen Wartungskosten hinzu. Das beläuft sich auf ungefähr 15 € pro Rauchmelder.

5. Vor- und Nachteile der Rauchmelder-Arten

Rauchwarnmelder gibt es in unterschiedlichen Variationen. Klären Sie vor Kauf ab, für welchen Raum diese vorgesehen sind. In folgender Tabelle finden Sie alle Vor– und Nachteile der jeweiligen Rauchwarmelder-Art:

Rauchmelder-ArtVorteileNachteile
Foto-optischer Rauchmelder
  • Erkennt schon kleinere Brände.

  • Bei leichtem Rauch wird kein Fehlalarm ausgelöst.

  • Batterie hält zehn Jahre und muss nicht ausgetauscht werden.
  • Nicht für Küche und Bad geeignet.

  • Schnell voranschreitende Brände mit geringer Rauchentwicklung werden nicht erkannt.
  • Thermo-optischer Rauchmelder
  • Zwei Funktionen in einem Gerät.

  • Wärme- und Rauchmelder zugleich.

  • Geeignet für Räume, wo es viel Wasserdampf und Staub gibt.
  • Für Privathaushalte ungeeignet.

  • Reagieren zu langsam auf Brand.

  • Nur hilfreich bei Brand ohne Rauchentwicklung.

  • Ionisationsrauchmelder
  • Besonders sensibel.

  • Erkennt bereits kleine Rauchentwicklungen.

  • Schlägt frühzeitig Alarm.
  • Entsorgung ist problematisch.

  • Im Inneren gibt es radioaktive Strahlung.

  • Wenn Haus niederbrennt, müssen Überreste gefunden werden.
  • 6. Rauchmelder – Wie verhalten Sie sich im Falle eines Brandes?

    Warum ist Rauch gefährlich?

    Warum Rauch so gefährlich ist, erfahren Sie bei Tipp zum Bau.

    Rauchmelder sind kostengünstige Lebensretter.

    Bei der Frage, ob Rauch oder Feuer gefährlich ist, lautet die Antwort: Rauch. Doch wieso? Atmen ist für den Menschen lebensnotwendig. Wenn Sie bei einem Brand Luft holen, gelangt Qualm in Ihre Lunge. Somit besteht die Möglichkeit, dass Sie ersticken. Das Gefährliche am Rauch ist der Gehalt an Kohlenmonoxid. Dieser führt zu einer Art innerem Ersticken. Ebenso ist es möglich, dass das Feuer Kunststoffe anzündet. Dadurch entstehen auch hochgiftige Stoffe.

    Das falsche und richtige Verhalten

    Es gibt zahlreiche Empfehlungen, wie Sie sich im Falle eines Brandes verhalten. Doch nur eine Handvoll ist korrekt. Was Ihnen wenig bis gar nicht hilft:

    • Ein nasses Handtuch schützt Sie nicht vor giftigen Stoffen. Das Kohlenmonoxid gelangt auch durch ein Tuch. Dennoch hält es die Russpartikel auf.
    • Auf dem Boden krabbeln hilft nur am Anfang, wenn der Rauch sich noch nicht verbreitet hat.
    • Türen und Fenster öffnen.
    • Keine Rettungsversuche starten.

    Stattdessen befolgen Sie die folgenden Schritte:

    • Verlassen Sie so schnell wie möglich den Raum oder das Gebäude.
    • Schließen Sie Türen und Fenster. Das Feuer erstickt, da es keinen Zugang zu Sauerstoff hat.
    • Rufen Sie zuverlässig die Feuerwehr und beantworten die klassischen W-Fragen.

    7. Rauchmelder – Vorsicht vor Betrügern!

    Wo Sie verpflichtet sind, Rauchmelder anzubringen, erfahren Sie bei Tipp zum Bau.

    Rauchmelder sind Pflicht. Allerdings gibt es keine Kontrolle bei Eigenheimen.

    Rauchwarnmelder sind Pflicht. In bestimmten Zimmern sind Vermieter aufgefordert, diese anzubringen. Dennoch gibt es bei dieser Regelung einen Haken. Auch wenn er Pflicht ist, gibt es keine Kontrollen bei Eigenheimen. In Wohnungen und Mehrfamilienhäusern hingegen schon.

    Wenn Sie in einem Eigenheim wohnen, sind Sie selber dazu verpflichtet, Rauchwarnmelder anzubringen. Weder die Feuerwehr noch der Schornsteinfeger kontrollieren das. Falls jemand an Ihrer Türschwelle nach Rauchwarnmeldern fragt, passen Sie auf.

    Auch lesenswert: Türsicherung.

    8. Der Rauchmelder – Alle wichtigen Informationen im Überblick

    Damit Sie bestens über Rauchwarnmelder informiert sind, folgt eine Zusammenfassung aller relevanten Informationen:

    • An der Decke installieren.
    • Es gibt drei Arten. Der Foto-optische, der Thermo-optische und der Ionisationsrauchmelder.
    • DIN EN 14604 und DIN 14676 sind Normen für Hersteller und Verbraucher.
    • Lesen Sie die Bedienungsanleitung sorgfältig durch, bevor Sie mit der Montage anfangen.
    • Warten Sie Ihre Melder jährlich.
    • Kosten belaufen sich auf circa 20 €.

    9. Fazit zum Thema Rauchmelder

    Rauchwarnmelder retten Leben. Vor allem, wenn Sie sich in mehrstöckigen Gebäuden aufhalten. Sei es Ihr Eigenheim oder ein Firmengebäude. Durch die eingebaute Sirene ertönt bei Raucherfassung ein Ton. Dieser gibt Ihnen einen Vorsprung, rechtzeitig das Gebäude oder den Raum zu verlassen. Sie lohnen sich definitiv.

    Allerdings sind Sie nicht dazu in der Lage, zu entscheiden, ob Sie Rauchwarnmelder anbringen. In Deutschland ist es Pflicht. Jedoch ist die Regelung von Bundesland zu Bundesland verschieden. Als Mieter ist der Vermieter dafür zuständig, dass Melder angebracht sind. Im Eigenheim sind Sie selbst dafür verantwortlich. Kontrollen gibt es ebenso wenig.

    10. Rauchmelder mit dem Q-Label

    Rauchmelder sind Gefahrenmelder und damit maßgeblich für Ihre Sicherheit verantwortlich. Achten Sie deshalb unbedingt darauf, dass Sie ein Qualitätsprodukt erwerben. Die CE-Kennzeichnung ist dabei ein erster Orientierungspunkt. Allerdings versichert sie nur, dass der Brandmelder europäischen Mindestanforderungen an Sicherheit und Gesundheit entspricht.

    Eine zuverlässige Aussage über die Qualität eines Brandmelders trifft hingegen das Q-Label. Es garantiert Qualität und Sicherheit und ist seit über zehn Jahren eine eingetragene Marke. Mit dem Q-Label ausgewiesene Brandmelder lösen seltener Fehlalarme aus. Das Q-Label vereinfacht es Ihnen, hochqualitative Geräte zum Schutz Ihres Eigenheims zu finden. Kriterien und Voraussetzungen für das Verleihen eines Q-Labels sind:

    • Die CE-Kennzeichnung.
    • Die Zertifizierung nach vfdb-Richtlinie 14-01.
    • Die Prüfung des Rauchmelders durch ein unabhängiges Institut.
    • Der Einbau einer Batterie mit zehn Jahren Laufzeit.
    • Der Nachweis der pausenlosen Betriebsbereitschaft des Geräts.

    11. Die größten Irrtümer über Rauchmelder

    Lediglich 50 % der selbstgenutzten Eigenheime in Deutschland sind gesetzeskonform mit Feuermeldern ausgestattet. Das liegt an diesen fünf Irrtümern, die sich – aufwändigen Aufklärungskampagnen zum Trotz – hartnäckig halten:

    • „Im Brandfall bleibt genug Zeit, um zu fliehen.“ Falsch! Wenn es brennt, haben Sie höchstens zwei Minuten Zeit, um das Gebäude zu verlassen. Das ist nicht viel.
    • „Zum Schutz des Hauses ist es ausreichend, einen einzelnen Rauchmelder im Flur zu montieren.“ Falsch! Um Ihre Sicherheit zu gewährleisten, montieren Sie jeweils einen Brandmelder pro Flur und Zimmer.
    • „Die Pflicht, Brandmelder zu installieren, betrifft nur Vermieter.“ Falsch! Jeder Hauseigentümer ist gesetzlich dazu verpflichtet, Rauchmelder zu montieren.
    • „Im Schlaf ist das rechtzeitige Erkennen eines Brandes möglich.“ Falsch! Im Schlaf riechen Sie nichts. Falls Sie dann aufwachen, ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit schon zu spät.
    • „Hochwertige Feuermelder tragen das CE-Kennzeichen.“ Falsch! Achten Sie unbedingt darauf, dass Ihre Brandmelder zusätzlich das Q-Label tragen.

    12. Rauchmelder mit Funktechnik

    Tipp zum Bau informiert Sie über Funktechnik bei Rauchmeldern.

    Moderne Rauchmelder sind mit Funktechnik ausgestattet. Sie bieten viel Komfort und Sicherheit.

    Einzelne Rauchmelder lassen sich per Funktechnik miteinander koppeln. Schlägt ein Gerät in dieser Kette Alarm, ziehen alle anderen mit. So ist garantiert, dass Sie den Alarm jederzeit und überall gut hören. Die Vernetzung einzelner Geräte via Funktechnik eignet sich besonders für mehrstöckige Häuser oder Wohnungen.

    Modelle mit Funktechnik unterscheiden sich kaum von den Standardgeräten. Besonders ist jedoch, dass sie gleichzeitig als Sender und Empfänger von Funksignalen agieren. Auf diese Weise kommunizieren die Geräte untereinander. Das funktioniert aufgrund der hohen Übertragungsreichweite auch problemlos durch Decken und Wände. Erkundigen Sie sich beim Hersteller nach der genauen Reichweite der Übertragung.

    Geräte unterschiedlicher Hersteller lassen sich nicht miteinander vernetzen. Koppeln Sie maximal zwölf Brandmelder miteinander. Mit einer Funkmeldezentrale behalten Sie den Überblick. Sie hilft Ihnen im Brandfall das Gerät zu lokalisieren, das den Alarm verursacht hat. Für noch mehr Sicherheit verbinden Sie die Funkrauchmelder mit Ihrer Alarmanlage.

    13. Smarte Rauchmelder

    Tipp zum Bau erklärt Ihnen, wie Sie Rauchmelder in Ihr Smart Home integrieren.

    Integrieren Sie Rauchmelder in Ihr Smart Home.

    Moderne Rauchmelder sind oft Kombigeräte. Sie schlagen nicht nur bei Feuer, sondern auch bei anderen Gefahren Alarm. Mit Überwachungskamera, Notlicht und Appsteuerung sind sie eine ideale Ergänzung für Ihr Smart Home. Smarte Brandmelder sind in der Anschaffung teurer als Standardgeräte.

    Sie bieten Ihnen allerdings viele Optionen, um Ihr Zuhause noch sicherer zu machen. Einige Herstellermodelle vernetzen und warnen sich sogar untereinander. Bricht jemand bei Ihrem Nachbarn ein, sendet sein Brandmelder eine Einbruchwarnung an Sie. Das funktioniert aber nur, wenn Sie und Ihr Nachbar das gleiche Modell nutzen.

    Per Smartphone steuern und überwachen Sie Ihre smarten Brandmelder. Richten Sie automatische Notfallkontakte für den Alarmfall ein. Meldungen des Geräts empfangen Sie bequem als Push-Benachrichtigungen. Achten Sie bei der Anschaffung smarter Geräte immer auf den Schutz Ihrer Daten. Smarte Geräte übermitteln Daten bestenfalls verschlüsselt.

    14. Rauchmelder fürs Schlafzimmer

    Das Anbringen von Rauchmeldern ist vor allem in Schlafzimmern von enormer Wichtigkeit. Wenn Sie schlafen, funktioniert ihr Geruchssinn nicht. Im Brandfall wachsen Sie wahrscheinlich erst auf, wenn es bereits zu spät ist. Ein Brandmelder alarmiert Sie rechtzeitig – auch, wenn Sie schlafen. Denken Sie auch darüber nach, Gasmelder in Ihrem Eigenheim zu installieren. Sie bieten zusätzlichen Schutz vor unsichtbaren Gefahren.

    Viele Menschen fühlen sich vom blinkenden Statuslicht eines Feuermelders nachts gestört. Dieses Licht dient der Überprüfung der Funktionsfähigkeit des Geräts. Doch speziell für Schlafzimmer entwickelte Modelle schaffen Abhilfe. Sie schalten akustische und optische Betriebssignale des Geräts über Nacht ab.

    Der Nachtruhe-Modus solcher Geräte verschiebt Batterieausfall-Töne auf den nächsten Morgen. Auch die Statusleuchten blinken dann wieder. So verbringen Sie garantiert eine ruhige, sichere und erholsame Nacht. Wichtig: Die Funktionalität des Rauchmelders ist durch das zeitweilige Ausbleiben dieser Signale nicht beeinträchtigt!

    15. Rauchmelder für die Küche

    Tipp zum Bau informiert Sie über die Anbringung von Rauchmeldern in der Küche.

    Die Installation eines Rauchmelders ist auch in der Küche wichtig.

    Auch für den Einsatz in Küchen gibt es spezielle Lösungen. Die Küche ist ein Ort regelmäßiger Dampf- und Rauchentwicklung. Viele halten die Anbringung eines Rauchmelders in der Küche deshalb für überflüssig. Aber die Küche ist auch ein Ort, an dem häufig Brände entstehen.

    Hitze und Brandbeschleuniger in Form von Fetten und Ölen treffen hier ständig aufeinander. Eine gefährliche Mischung. Gerade in der Küche ist die Anbringung von Brandmeldern deshalb dringend empfohlen. Hier gibt es verschiedene Lösungen:

    Wärmemelder: Diese Geräte reagieren nicht auf Rauch oder Wasserdampf. Sie warnen, wenn die Temperatur der Umgebung schnell ansteigt oder einen kritischen Wert überschreitet. Wärmemelder reagieren später als Rauchmelder.
    • Herdalarm/Herdwächter: Der Herdalarm funktioniert ähnlich wie der Wärmemelder. An der Dunstabzugshaube angebracht reagiert er jedoch deutlich schneller. Herdwächter sind zusätzlich via Funk mit dem Herd vernetzt. Im Alarmfall schalten sie den Herd ab.
    • Modelle mit Stummschaltung: Solche Brandmelder lassen sich per Knopfdruck vorübergehend stummschalten. Dies beeinträchtigt jedoch nicht ihre Funktionalität. Verdreifacht sich die Rauchkonzentration in dieser Zeit, ertönt der Alarm.

    16. Rauchmelder als Hingucker

    Die Zeiten, in denen Feuermelder hässliche und klobige Geräte waren, sind vorbei. Inzwischen gibt es sie in zahlreichen Formen, Farben und Designs. Für jedes Designkonzept finden Sie garantiert eine elegante Lösung. Minimalistische Designs setzen dabei auf Unauffälligkeit. Diese Brandmelder sehen aus wie schlichte LED-Deckenleuchten oder Lautsprecher.

    Einige Modelle sind alles andere als unauffällig – sie sind sogar echte Hingucker. Greifen Sie zu knalligen Farben, außergewöhnlichen Formen und unkonventionellen Lösungen. Rauchmelder gibt es auch als Figuren zur Deckenmontage. Vogelhäuschen, Motten, Affen oder Vögel – hier ist für jeden Geschmack etwas dabei.

    Für Kinder gibt es außerdem Modelle, die mit den Lieblings-Comic-Helden bedruckt sind. So wachen eifrige Feuerwehrmänner und rosarote Prinzessinnen über den Schlaf der Kleinen. Aber Vorsicht: Lassen Sie sich nicht ausschließlich von der Optik überzeugen. Achten Sie stets darauf, dass die Geräte das Q-Label tragen!

    17. Beinahe unsichtbare Rauchmelder

    Erfahren Sie alles über beinahe unsichtbare Rauchmelder auf Tipp zum Bau.

    Manche Rauchmelder eignen sich für eine Unterputzmontage. Andere Modelle sind kaum größer als ein Golfball.

    Wem die Unauffälligkeit minimalistischer Modelle nicht genügt, für den gibt es beinahe unsichtbare Varianten. Sie sind nicht nur unauffällig, sondern wirklich nahezu unsichtbar. Das Beste daran: Auch diese Brandmelder sind voll funktionsfähig und sicher. Achten Sie auch hier auf das Q-Label.

    Geräte für die Unterputz-Montage lassen sich in die Decke integrieren. So ragen sie nicht in den Raum hinein, sondern verschwinden in der Wand. Diese Einbau-Modelle sind allerdings etwas aufwendiger zu montieren. Sie erfordern eine Bohrung in der Decke. Die Montage durch einen Fachmann ist deshalb empfehlenswert.

    Sogenannte Mini- oder Micro-Rauchmelder bestechen durch ihre geringe Größe. Einige sind dabei kaum größer als ein Golfball. Diese kleinen Geräte lassen sich überall anbringen, ohne übermäßig aufzufallen.

    18. Das akustische Warnsignal von Rauchmeldern

    Rauchmelder warnen vor allem durch ein akustisches Signal. Dieses muss gemäß der Norm DIN EN 14604 mindestens 85 Dezibel laut sein. Zum Vergleich: Die Lautstärke eines vorbeifahrenden Zuges beträgt in etwa 75-85 Dezibel.

    Das laute Signal eines Brandmelders hat verschiedene Ursachen:

    • Batterie-Warnsignal: Dieses Signal kündigt mit einer Vorlaufzeit von einem Monat das Entladen der Batterie an. Es besteht meist aus einem Einzelton, der in regelmäßiger Frequenz ertönt. Der Batteriewarnton ist oft leiser als der Alarmton und klingt je nach Hersteller unterschiedlich.
    Alarm: Das Alarmsignal eines Rauchmelders ist ein langer und zusammenhängender Alarmton. Dieser hat eine Lautstärke von mindestens 85 Dezibel. Auch hier variieren die Töne je nach Gerät und Hersteller.
    Fehlalarm: Das Ertönen des Warnsignals bedeutet nicht automatisch, dass es brennt. Ein Fehlalarm entsteht durch eine Beeinträchtigung der Funktion des Geräts, beispielsweise fehlerhafte Messtechnik. In diesem Fall tauschen Sie den defekten Melder gegen ein neues Gerät aus.
    • Täuschungsalarm: Bei einem Täuschungsalarm reagiert der Brandmelder richtig. Die Ursache für das Auslösen des Alarms ist allerdings kein Brand, sondern anderweitige Rauchbildung.

    Nicht immer brennt es, wenn der Brandmelder piepst. Doch hier gilt: Lieber einmal zu oft die Feuerwehr rufen, als einmal zu wenig!

    19. Rauchmelder für Gehörlose

    Tipp zum Bau erklärt Ihnen die Funktionsweise von Rauchmeldern für hörgeschädigte Menschen.

    Krankenkassen sind gesetzlich verpflichtet, spezielle Rauchmelder für gehörlose oder hörgeschädigte Menschen zu bezahlen.

    Barrierefreies Bauen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Dabei denken viele zuerst an ebenerdige und schwellenlose Übergänge zwischen Räumen oder Treppenlifte. Doch im Alter nimmt meist auch das Hörvermögen ab. Viele Menschen sind dann auf Hörgeräte angewiesen. Solche Hörhilfen sind meist nur tagsüber im Einsatz.

    Hörgeschädigte Menschen nehmen den Rauchmelder-Alarm oft nicht laut genug wahr oder überhören ihn ganz. Zu ihrem Schutz gibt es spezielle Lösungen. Sogenannte Hörgeschädigten-Module lassen sich via Funk mit dem Brandmelder vernetzen. Im Alarmfall machen sie den Alarm optisch und haptisch erfahrbar. Das funktioniert in Form greller Lichtblitze. Zusätzlich warnt ein unters Kopfkissen gelegtes Rüttelkissen. Dieses erzeugt starke Vibrationen.

    Solche Lösungen sind allerdings nicht günstig. Für ein Set aus Hörgeschädigten-Modul, Blitzleuchte und Rüttelkissen entstehen Kosten bis zu 200 €. Je nach Anzahl der Zimmer erhöhen sich die Kosten. Diese Kosten übernimmt jedoch die Krankenkasse. Bei Bedarf ist der HNO-Arzt der erste Ansprechpartner.

    20. Rauchmelder und der Hausnotruf

    Um Menschen im Alter das selbstbestimmte Leben zu erleichtern, gibt es den Hausnotruf. Dieser ermöglicht in Notsituationen das schnelle und unkomplizierte Absetzen eines Notrufs per Knopfdruck. Ein Hausnotrufsystem besteht aus einem Sender und einer Basisstation. Den Sender trägt der Bewohner stets bei sich, etwa als Armband oder Halskette.

    Rauchmelder lassen sich via Funk mit einem Hausnotruf-System verbinden. Schlägt der Brandmelder Alarm, informiert der Sender des Hausnotrufs rechtzeitig den Bewohner. Gleichzeitig setzt die alarmierte Basisstation automatisch einen Notruf ab. So ist eine schnelle Hilfeleistung garantiert. Ein solches Sicherheitssystem lässt sich zusätzlich durch eine Videoüberwachung verstärken.

    Natürlich ist das nur eine Option, wenn alle Beteiligten damit einverstanden sind. Einige Modelle verfügen bereits über integrierte Videokameras. Alternativ eignen sich externe Kamerasysteme. Videoaufnahmen vereinfachen die Einschätzung der konkreten Gefahrensituation. Im Notfall ermöglicht das ein zielgerichtetes und effizientes Vorgehen der Hilfskräfte.

    21. Strombetriebene Rauchmelder

    Erfahren Sie alles über strombetriebene Rauchmelder auf Tipp zum Bau.

    Rauchmelder gibt es auch in strombetriebenen Ausführungen.

    Eine Alternative zu batteriebetriebenen Rauchmeldern sind strombetriebene 230V-Modelle. Diese finden sich häufig in Gewerbeimmobilien. Für den Einbau in Privathaushalte sind sie aufgrund der vergleichsweise aufwendigen Montage nicht geeignet. Der Einbau von 230V-Brandmeldern erfolgt nicht in Eigenregie, sondern fachgerecht durch den Experten.

    230V-Brandmelder verfügen über zusätzliche Batterien. Sie versorgen das Gerät im Falle eines Stromausfalls mit Energie. Der Vorteil der strombetriebenen Modelle liegt zunächst darin, dass nervige Batteriewechsel wegfallen. Gemäß DIN 14676 ist es allerdings verpflichtend, Rauchmelder nach zehn Jahren auszutauschen. Batteriebetriebene Geräte verfügen über eine Batterielaufzeit von mindestens zehn Jahren.

    Die strombetriebenen Varianten bieten für den Einsatz in Privathaushalte keinen nennenswerten Vorteil. Sie sind vergleichsweise teuer und benötigen einen Anschluss ans Stromnetz. Das sieht meist nicht nur unschön aus, sondern ist auch mit erheblichem Mehraufwand und Mehrkosten verbunden.

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