Pooltechnik

Pooltechnik – Welches Poolzubehör ist das Richtige für Sie?

Der Pool ist endlich fertig und das Wasser eingefüllt. Jetzt fehlt zum perfekten Badespaß nur noch die richtige Technik. Was Sie wirklich brauchen und welche Variante für Ihren Pool geeignet ist, erfahren Sie hier.

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1. Pooltechnik- Was brauchen Sie wirklich?

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Nach dem Bau des eigenen Pools wissen viele Besitzer nicht, welche Geräte wirklich wichtig für einen sauberen und warmen Pool sind. Die Auswahl ist umfangreich, doch einige Geräte sind essentiell.

Nachfolgend nennen wir Ihnen jeweils die bekanntesten und beliebtesten Varianten der Pooltechnik und deren Vor- und Nachteile. Wichtig ist dabei die Effizienz. Sollten Sie noch weitere Fragen zu den unterschiedlichen Systemen haben, wenden Sie sich am besten an Fachbetriebe oder die Kundenberater der verkaufenden Firmen.

Must-haves sind:

  • Heizung
  • Beleuchtung
  • Filteranlage
  • Abdeckung

2. Poolheizung- temperieren Sie Ihren Pool richtig

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Der Pool soll nicht nur schön aussehen, sondern auch nutzbar sein. Deshalb brauchen Sie eine Heizung. Hier müssen Sie sich vor dem Kauf überlegen, wann Sie Ihren Pool nutzen wollen. Auch für Winternutzung gibt es geeignete Heizsysteme. Wichtig ist bei der Installation einer Heizung, dass Sie diese über den Winter pflegen müssen. Dafür müssen Sie das restliche Wasser entleeren und die mobilen Teile an einem trockenen Ort hinterlegen. Dafür eignet sich am besten das Gartenhaus.

Solarheizungen

Eine nachhaltige Variante, die auch noch die Umwelt schont ist eine Solarheizung. Dafür befestigen Sie in der Nähe oder auf dem Dach Ihres Hauses Solarpaneele. Durch diese treibt eine Pumpe das Poolwasser. Die Sonneneinstrahlung wärmt dann das Wasser auf. Das bedeutet, dass das System sonnenabhängig  ist. Bereits Wolken mindern die Temperaturerhöhung. Bei starker Sonneneinstrahlung erwärmt sich das Wasser um bis zu 5 Grad. Die Anschaffungskosten sind überschaubar und der Betrieb ist sehr günstig. Dafür ist die Temperatur nicht wählbar. Außerdem funktioniert dieses System nur effektiv in den warmen Monaten des Jahres. Erfahren Sie hier mehr über Solarthermie.

Blockheizkraftwerke (BHKWs)

Kleine Blockheizkraftwerke sind Verbrennungs-Heizsysteme, die in den meisten Fällen mit Erdgas funktionieren. Die Anschaffungskosten der Geräte sind hoch. Sie können jedoch Strom erzeugen und mit der Abwärme Haus und Pool heizen. Der Wirkungsgrad dieser Systeme ist sehr hoch. Unverbrauchter Strom kann sogar weiter verkauft werden. Meist lohnt sich der Anschaffungspreis erst bei einem großen Eigenenergieverbrauch, der bei einem Pool aber gegeben ist.  Da die CO2-Einsparung hoch ist, sind die Kraftwerke gut für die Umwelt. Erfahren Sie hier mehr über BHKWs.

Wärmepumpe

Die Wärmepumpe ist die Standardheizung für den Außenpool. Mit gutem Grund: sie kann bei bis zu 5 Grad Außentemperatur genutzt werden. Damit ist sie die perfekte Heizung für das Frühjahr oder Herbst. Die Pumpe nutzt die Erdwärme zur Energiegewinnung und ist bei Betrieb durch Öko-Strom fast emissionsfrei. Die Wärmepumpe erfordert nur einen geringen Wartungsaufwand. Erfahren Sie hier mehr über Wärmepumpen.

Wärmeaustauscher

Die robusten Austauscher sind fast unzerstörbar. Diese kombiniert man ganz einfach mit dem bereits vorhandenen Öltank, der Solaranlage oder der Wärmepumpe. Sie wird in den Filterkreislauf eingebaut. Die Anschaffungskosten sind hoch, aber relativieren sich durch die lange Lebensdauer.

Elektrische Poolheizung

Die letzte Variante ist die teuerste: Die elektrische Poolheizung kann über den Nachtspeicherstrom betrieben werden. Hier fallen hohe Kosten an, diese können bei starkem Gebrauch mehrere tausend Euro erreichen. Ein Vorteil ist, dass die Anlage komplett unabhängig ist. Sie funktioniert wie ein Durchlauferhitzer mit einer Heizspirale. Die Wassererwärmung funktioniert automatisch und kann frei eingestellt werden, damit die perfekte Temperatur erreicht wird.

3. Beleuchtung unter Wasser

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Für die Benutzung des Pools in der Nacht wird eine Beleuchtung gebraucht. Diese muss in jedem Fall ein Techniker anbringen, ansonsten besteht Lebensgefahr. Die Anschlussdosen für den Strom bringt man außerhalb an, dadurch sind auch spätere Reparaturen einfacher. Die beliebtesten Beleuchtungs-Varianten nutzen LED-  oder Halogenlampen-Technologie. Es wird jedoch geraten, nur noch in LEDs zu investieren, da die erhöhten Anschaffungskosten sehr schnell durch die lange Lebensdauer und den geringen Stromverbrauch kompensiert wird. LEDs haben neben ihrer Langlebigkeit und der Energieeinsparung den Vorteil, dass die Leuchtkraft stärker ist. Auch die Wände oder das umgebende Wasser erwärmen sich nicht. Einen Trend verzeichnen RGB-Scheinwerfer. Diese zaubern bunte Lichtreflexe an Boden und Wände und sollen beruhigen. Wichtig beim Kauf ist, dass die LEDs wasserbeständig, chlordampfbeständig und luftdicht sind.

4. Die richtige Filteranlage

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Damit das Wasser glasklar bleibt, muss eine Filteranlage installiert werden. Diese reinigen Sie vor der ersten Inbetriebnahme jedes Jahr indem Sie das Wasser entleeren und Rohrleitungen und Pumpe komplett reinigen. Die Anlage sollte dreimal pro Tag das ganze Beckenwasser durchpumpen. Dafür muss sie acht Stunden täglich laufen. Mithilfe von Bodensaugern reinigen Sie den Grund und mit einem Kescher entfernen Sie das Laub und Insekten.

Sandfilter

Eine der beiden Varianten für die Filteranlagen ist ein Sandfilter. Hier wird der Dreck durch grobkörnigen Sand gespült und bleibt darin hängen. Sie müssen den Filter täglich etwa fünf Minuten zurückspulen, auch die Kosten sind mit unter 100 € überschaubar.

Kartuschenfilter

Der lamellenartige Filter ist aufgrund seiner sehr geringen Kosten sehr beliebt. Der Filter muss nur alle paar Wochen ausgewechselt werden und kann auch unter fließenden Wasser abgespült werden. Jedoch dürfen Sie keine chemischen Zusatzmittel benutzen, diese beschädigen den Filter.

5. Poolabdeckungen

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Das letzte wichtige Zubehör ist eine Abdeckung. Diese ist nicht nur für die Überwinterung wichtig, auch im Sommer kann mit der richtigen Abdeckung Schmutz vermieden und Temperatur eingespart werden. Da die Auswahl groß ist, werden hier nur die vier wichtigsten Varianten genannt und für welche Zwecke sie sind.

Rolladenabdeckung

Durch die Lamellenbauweise können Sie die Abdeckung bei Nichtnutzung ganz einfach aufrollen. Es gibt mechanisch Betriebene, die auf Knopfdruck den Pool abdecken. Außerdem gibt es manuell ausziehbare. Diese verhindern groben Schmutz und verhindern starke Wärmeverluste.

Stangenabdeckung

Die Stangenabdeckung besteht aus einem Polyestergewebe, das mit Stangen über den Pool gelegt wird. Das Gewebe ist aus einem einzigen Teil geschnitten. Die feste Bauweise sorgt auch für Schutz für spielende Kinder, diese können das Gewebe nicht durchreißen wenn sie hineinfallen würden. Die Abdeckung kann auch im Winter genutzt  werden, sie hält die Wärme im Wasser. Da eine Auflagefläche für die Befestigung nötig ist, ist die Stangenvariante besser für eingelassene Becken geeignet.

Luftpolsterfolie

Die sogenannte Solarfolie besteht aus UV-beständigem Polyethylengewebe. Sie schwimmt frei auf dem Wasser oder Sie befestigen die Abdeckung mit Spanngurten an einer Aufrollvorrichtung. Die Folie nutzt die Energie der Sonne um das Wasser zu erwärmen. Durch ein eingebautes Laubnetz verhindert die Folie Verschmutzungen.

Aufblasbare Poolabdeckungen

Bei der aufblasbaren Variante befindet sich Luft zwischen zwei Planen. Durch dieses Luftpolster isoliert die Abdeckung die Wärme und verhindert durch die Kuppelform Schmutzablagerungen auf der Plane. Es gibt verschiedene Formen für alle Beckenarten. Wichtig ist, dass Sie die richtige Größe kaufen, somit  können keine Spalten entstehen. Damit sparen Sie Heizkosten und die Zeit für die Reinigung des Wassers von Laub und Insekten.