Passivhaus

Das Passivhaus

‚ÄěPassivhaus‚Äú ist ein Baustandard, der durch Neubau oder Sanierung erreicht werden kann. Die Passivhausbauweise hat die Vermeidung von Energieverlusten zum Ziel. Grunds√§tzlich zeichnet sich ein Passivhaus dadurch aus, dass es einen W√§rmenergieverbrauch von 15 KWh/m¬≤ pro Jahr hat. Das ist ein enorm geringer Wert, der den von der EU vorgesehenen Wert von 30 kWh/m¬≤ weit unterschreitet.

1. Passivhaus – Funktionsweise

Das Grundprinzip eines Passivhauses ist die Bewahrung der durch Sonnenstrahlung, Personen und Geräten eingebrachten Wärme. Das geschieht durch eine gute Wärmedämmung.

F√ľnf Grundprinzipien erkl√§ren, wie ein Passivhaus funktioniert.

  • Eine gute W√§rmed√§mmung von Fenstern, W√§nden und Dach sorgt daf√ľr, dass keine W√§rme verloren geht.
  • Die Vermeidung von W√§rmebr√ľcken. Das sind Teile des Geb√§udes, die der k√ľhlen Au√üenluft besonders ausgesetzt sind. Das sind zum Beispiel Gauben oder Erker. Auch die √úberg√§nge zwischen verschiedenen Bauteilen sind unter Umst√§nden W√§rmebr√ľcken.
  • Eine luftdichte Geb√§udeh√ľlle. So kann kein kalter Wind eindringen und das Material ausk√ľhlen.
  • Einbau dreifach verglaster Fenster mit Edelgasf√ľllung. Oft kommen hier Argon oder Krypton zum Einsatz. Diese Gase d√§mmen besser als trockene Luft und erm√∂glichen einen geringen Abstand zwischen den Glasschichten.
  • Ein L√ľftungssystem, das mit W√§rmer√ľckgewinnung funktioniert. Die Luft wird mithilfe eines Erdw√§rmetauschers erw√§rmt und in die R√§ume eingespeist. Die Restw√§rme der abgesaugten Luft l√§sst sich zur Erw√§rmung der frischen Luft nutzen.
Wissenswertes √ľber Passivh√§user bei Tipp zum Bau. Hier gibt es Informationen zum Passivhaus.

Eine gute W√§rmed√§mmung ist wichtig f√ľr das Passivhaus.

Das Passivhaus arbeitet ohne klassisches, wassergef√ľhrtes Heizungssystem. So sparen Sie Heizkosten. Besonders gro√üe H√§user verf√ľgen oft √ľber eine Zusatzheizung. Das ist auch in Klimazonen mit langen Winterzeiten sinnvoll. Hier bieten sich zum Beispiel eine Wandheizung oder eine elektrische Heizung sein.

2. Aktivl√ľftung und Heizung im Passivhaus

Voraussetzung f√ľr eine gute Aktivl√ľftung ist eine m√∂glichst dichte Geb√§udeh√ľlle. Diese L√ľftungsanlagen sorgen f√ľr ein besonders angenehmes Raumklima und eine gute Luftqualit√§t.

Dadurch, dass nicht durch die Fenster gel√ľftet wird, entsteht kein W√§rmeverlust. Au√üerdem k√∂nnen dadurch Pollen und Staub nicht in die Zimmer gelangen. Die L√ľftung tauscht die Raumluft¬† alle 1 ‚Äď 4 Stunden komplett aus. Ist die Aktivl√ľftung gut installiert und sind die Leitungen gro√ü genug, ist sie au√üerdem ger√§uscharm und es entsteht kein Luftzug.

Wissenswertes √ľber das Passivhaus bei Tipp zum Bau

Die L√ľftungsanlage ersetzt das Sto√ül√ľften im Passivhaus. So geht keine Energie verloren.

Die erw√§rmte Luft wird in den Wohn- und Schlafzimmern zugeleitet, denn dort soll die Luftqualit√§t am h√∂chsten sein. Danach flie√üt die Luft √ľber √úberstrom√∂ffnungen, zum Beispiel unter T√ľren, in die Flure. Von dort str√∂mt die Luft in K√ľchen, WCs und Badezimmer, von wo sie wieder abgesaugt wird. So verbreiten sich unangenehme Ger√ľche nicht im Haus.

Dann wird die Luft zum W√§rme√ľbertrager geleitet, wo ihre W√§rmeenergie zur Erw√§rmung der frischen Luft genutzt wird. So findet einen W√§rmer√ľckgewinnung von 80 ‚Äď 95 % statt. Der Rotations√ľbertrager ist au√üerdem in der Lage, Luftfeuchtigkeit wiederzugewinnen. Der Einbau eines Pollenfilters sorgt f√ľr eine gute Luftqualit√§t f√ľr Allergiker. Ein Ionisationsmodul mit Ionisisationsr√∂hre verbessert die Luftqualit√§t zus√§tzlich und baut Schadstoffe ab. Zum Schluss wird die Luft als Fortluft nach drau√üen geblasen.

Die Reinigung der L√ľftungskan√§le ist notwendig. Denn die feuchte warme Luft aus K√ľchen und Badezimmer durchstr√∂mt sie fortlaufend. Da die Reinigung relativ aufwendig ist, wird sie oft von Fachpersonal mit speziellen Instrumenten durchgef√ľhrt.

Heizung mit Sonnenwärme

Auch die gro√üen, nach S√ľden ausgerichteten Fensterfl√§chen tragen zur Heizung des Hauses bei. Der Restw√§rmebedarf kann beispielsweise durch eine Solaranlage oder W√§rmepumpe gedeckt werden. Passivh√§user m√ľssen nicht zwingend mithilfe einer Luftheizung beheizt werden. Das einzige Kriterium ist nur, dass sie unter einem W√§rmeenergiebedarf von 10 kWh / m¬≤ pro Jahr bleibt. Werfen zum Beispiel gro√üe B√§ume oder andere Geb√§ude ihre Schatten, erschwert das die Heizung der R√§ume.

3. Passivhaus – Voraussetzungen f√ľr den Bau

Wenn Sie ein Passivhaus planen, sind zunächst diese Punkte zu beachten:

  • Gute Sonnenlage, keine schattigen Grundst√ľcke.
  • Am besten sind Passivh√§user nach S√ľden ausgerichtet, um die W√§rmeenergie der Sonne ideal zu nutzen.
  • Auf der S√ľdseite befinden sich gro√üe Fensterfronten. Die Fenster zur Nordseite sind dagegen m√∂glichst klein.
  • Die Scheiben sind dreifachverglast und mit Edelgas gef√ľllt. Denn Edelgas hat bessere D√§mmf√§higkeiten als normale Raumluft. Auch die Rahmen sind ged√§mmt.
  • Die R√§ume werden an die Fensterverteilung angepasst. Die Wohnr√§ume befinden sich so h√§ufig auf der S√ľdseite. R√§ume wie Abstellkammern, WCs und B√ľros befinden sich h√§ufig auf der Nordseite.
  • Achten Sie auf eine m√∂glichst kompakte Bauweise ohne √ľberfl√ľssige Kanten, Ecken und Anschl√ľsse.
  • Vermeiden Sie Erker, Vor- und R√ľckspr√ľnge in der Fassade und Gauben. Denn sie bieten zus√§tzliche M√∂glichkeiten f√ľr W√§rmeverluste.
  • M√∂glichst kleiner A/V Wert. Das A/V Verh√§ltnis beschreibt das Verh√§ltnis von Au√üenoberfl√§che zum beheizten Geb√§udevolumen. Je gr√∂√üer die W√§rme√ľbertragung nach drau√üen ist, desto gr√∂√üer der Wert.
  • Die Geb√§udeh√ľlle ist wind– und luftdicht. So sind die Luftw√§rmeverluste so gering wie m√∂glich.
  • Passivh√§user bestehen aus Holz oder werden als Massivhaus gebaut. Allerdings ist das Bauen mit Holz etwas teurer.
  • F√ľr die D√§mmung von Passivh√§usern kommen verschiedene D√§mmstoffe zum Einsatz. Zweischaliges Mauerwerk aus Kalksandstein oder Porenbeton eignen sich wunderbar. Etwas moderner ist die Verwendung von PS-D√§mm-Granulat, Vakuumisolationspaneelen und Schaumglasschotter.
Bei Tipp zum Bau finden Sie Informationen zum Passivhaus

Das Passivhaus wird nach S√ľden ausgerichtet und mit gro√üen Fensterfronten ausgestattet.

Passivh√§user liegen voll im Trend, denn sie haben einen geringen Energieverbrauch. Au√üerdem kommen beim Bau mit Holz Fertigteile zum Einsatz. Intelligente Systeme sorgen daf√ľr, dass das Haus mittels Sensoren auf das Wetter reagiert. So heizen Sie wirklich nur dann, wenn es unbedingt n√∂tig ist und sparen zus√§tzliche Energie.

5. Passivhaus – Umweltbilanz

Passivh√§user verf√ľgen √ľber eine gute Umweltbilanz, da sie wenig Energie verbrauchen. So ist eine v√∂llige Unabh√§ngigkeit von fossilen Brennstoffen m√∂glich. Das Passivhaus l√§sst sich gut mit anderen √∂kologischen Bauma√ünahmen kombinieren.

Der Passivhaus-Standard geht ideal auf die Forderung der EU nach ‚Äěnearly zero energy buildings‚Äú (Nahe-Null-Energieh√§usern) ein. Dies soll 2020 f√ľr alle √∂ffentlichen Geb√§ude und ab 2021 f√ľr alle Neubauten realisiert werden.

6. Kosten und Wirtschaftlichkeit eines Passivhauses

Beim Bau eines Passivhauses haben Sie zunächst mit zusätzlichen Investitionen zu rechnen, die sich aber langfristig rechnen.

Die Mehrkosten beim Bau eines Passivhauses sind folgende:

  • D√§mmung der W√§nde und Fenster.
  • Einbau der L√ľftungstechnik.
  • Aufwendige Anschlussarbeiten.

Die Minderkosten sehen so aus:

  • Bei Passivh√§usern kann auf Heizungen und damit Heizungsr√§ume verzichtet werden.
  • Au√üerdem brauchen Sie sich keine Gedanken um Kamine zu machen.
  • Die Kosten f√ľr Warmwasser und das Heizen der R√§ume bleiben gering.

Baukosten f√ľr ein Passivhaus

  • Die Baukosten f√ľr ein Passivhaus belaufen sich auf ca. 1.750 ‚ā¨ pro m¬≤ Wohnfl√§che.
  • Bei Sanierung eines bestehenden Hauses sind die Kosten ungef√§hr 12 % bis 18% h√∂her als bei einer durchschnittlichen Sanierung.
  • Bei einem Neubau sind die Mehrkosten geringer, n√§mlich bei ungef√§hr 5 ‚Äď 15 %.
  • Ein weiterer gro√üer Kostenpunkt ist die Installation der L√ľftungsanlage, die 6.000 ‚Äď 10.000 ‚ā¨ kostet.
Tipp zum Bau liefert Ihnen alles Wichtige zum Passivhaus

Ein Passivhaus ist anfangs eine Mehrinvestition, rechnet sich aber langfristig.

Betriebskosten f√ľr ein Passivhaus

Die Betriebskosten sind gering. Denn sie setzen sich aus dem Stromverbrauch f√ľr die L√ľftung und die Zusatzheizung zusammen. Bei neuestem Baustandard ist die Ersparnis bei den Heizkosten mit ungef√§hr 75 % enorm.

Wartungskosten f√ľr ein Passivhaus

Die Wartungskosten drehen sich haupts√§chlich um die L√ľftungsanlage. Die Filter der Filteranlage werden regelm√§√üig ausgetauscht. So sch√ľtzen Sie die Entfeuchtungstechnik vor Keimen.

Auch einen regelm√§√üige Reinigung und Desinfektion der L√ľftungskan√§le ist notwendig.

Baum√§ngel wie zum Beispiel Lecks in der eigentlich dichten Geb√§udeh√ľlle sind gef√§hrlich. Denn an ihnen konzentriert sich die Feuchtigkeit. Und das f√∂rdert die Schimmelbildung.

Wirtschaftlichkeit eines Passivhauses

Ab wann sich ein Passivhaus rechnet, hängt von der Entwicklung der entsprechenden Energieträger ab. Experten sprechen aber von einem Zeitraum von vier bis zehn Jahren.

Aufgrund der Klimaziele der EU sind Baukonzepte besonders zukunftsweisend. Denn sie sind energiesparend und können sich auf regenerative Energien verlassen. Sie können also sicher sein, dass Sie mit einem Passivhaus eine zukunftsbewusste Entscheidung treffen.

F√∂rderm√∂glichkeiten f√ľr den Bau eines Passivhauses

Informationen zum Passivhaus finden Sie bei Tipp zum Bau

Wenn Sie ein Passivhaus bauen, haben Sie Anspruch auf Förderung.

Die KfW F√∂rderbank bietet deutschlandweit Zusch√ľsse und Kredite f√ľr Bauma√ünahmen, die zur Energieersparnis beitragen. Das geschieht im Rahmen des F√∂rderprogramms ‚ÄěEnergieeffizientes Bauen‚Äú. Darunter finden Sie beispielsweise das KfW-Effizienzhaus 55 mit der Programmvariante ‚ÄěPassivhaus‚Äú.

Sie erhalten F√∂rderungen von h√∂chstens 50.000 ‚ā¨ je Wohneinheit. Dabei werden sogar teilweise 100 % der Bauwerkskosten gef√∂rdert. Das bebaute Grundst√ľck ist dabei aber nat√ľrlich nicht eingeschlossen.

Ihr Darlehen erhalten Sie innerhalb eines Jahres nach der Zusage in der Summe oder in kleineren Beträgen. Diese Mittel sind in den ersten drei Monaten nach der Auszahlung zu verwenden. Danach gibt es Zinszuschläge und eine Bereitstellungsprovision.

Fragen Sie außerdem nach regionalen Förderprogrammen der Länder, Gemeinden oder Energieversorger.

7. Vorteile und Nachteile eines Passivhauses

VorteileNachteile
Energie-, Nebenkosteneinsparungen.Hohe Baukosten.
Konstante Raumtemperatur im Sommer wie im Winter.Kein f√ľhlbares W√§rmeerlebnis wie bei herk√∂mmlichen Heizungen.
Gute Luftqualit√§t: Kein Staub, keine Pollen. Gut f√ľr Menschen mit Allergien.Architektonische Einschr√§nkungen. M√∂glichst kompakte Bauweise.
Geringes Risiko f√ľr Feuchtigkeits- und Schimmelbildung.Hohe Reparaturkosten bei Sch√§den.
Gute √Ėkobilanz, Unabh√§ngigkeit von fossilen Energietr√§gern.Herstellung des D√§mmmaterials nicht immer umweltfreundlich.

Vor- und Nachteile von Passivhäusern in Holz- und Massivbauweise

Passivh√§user werden aus Holz oder in Massivbauweise errichtet. Hier erhalten Sie eine √úbersicht √ľber die Vor- und Nachteile der Bauweisen und Materialien.

Wissenswertes zum Thema Passivhaus bei Tipp zum Bau

Holz als nachwachsender Rohstoff passt gut zum Passivhaus.

Passivhäuser aus Holz bieten viele Vorteile:

  • Sie lassen sich schnell bauen, denn es kommen Fertigteile zum Einsatz.
  • Aus diesem Grund entstehen auch weniger Fugen. So l√§sst sich eine Luftdichtheit Ihres Hauses gut realisieren.
  • Die verbleibenden Fugen sind dann einfach d√§mmbar.
  • Fertigteile gibt es in vielen verschiedenen Ausf√ľhrungen. So haben Sie gestalterische Freiheit.
  • Mit einem Passivhaus aus Holz haben Sie ein witterungsunabh√§ngiges gutes Raumgef√ľhl.
  • Mit dem richtigen Holz als nachwachsendem Rohstoff treffen Sie eine umweltbewusste Entscheidung. Denn Holz hat eine gute √Ėkobilanz.

Passivhäuser aus Holz haben allerdings auch einige Nachteile.

  • Holz ist nicht schalldicht. Wohnen Sie in einer lauten Umgebung, sind zus√§tzliche Ma√ünahmen zum L√§rmschutz erforderlich.
  • Au√üerdem haben Sie Vorkehrungen zum Brandschutz Ihres Holzhauses zu treffen.
  • Holz nimmt Wasser auf. Deswegen werden die Innenr√§ume Ihres Passivhauses mit einer Dampfsperre vor Feuchtigkeit gesch√ľtzt. Diese Schicht in der D√§mmung verhindert, dass Feuchtigkeit eindringt.
  • Holz ist als Naturprodukt au√üerdem anf√§lliger f√ľr Sch√§dlinge als andere Baustoffe.

F√ľr wen ein Passivhaus aus Holz nichts ist, der freundet sich vielleicht mit einer Massivbauweise an.

Wissenswertes zum Passivhaus finden Sie bei Tipp zum Bau

Ihr Passivhaus kann auch in Massivbauweise errichtet werden.

Zu den Vorteilen eines massiven Passivhauses gehören folgende Punkte:

  • Durch eine Massivbauweise ist die bei Passivh√§usern wichtige Dichtheit leicht zu erreichen.
  • Massivh√§user sind sehr belastbar und stabil. Sie √ľberdauern mehrere Generationen.
  • Massivh√§user sind grunds√§tzlich schall- und brandgesch√ľtzt.

Allerdings gibt es auch hier einige Nachteile.

  • Der Energiebedarf zur Herstellung der Baustoffe ist hoch. Das hat einen negativen Einfluss auf die √Ėkobilanz Ihres Passivhauses.
  • Rechnen Sie mit einem hohen Arbeitsaufwand, wenn Sie Ihr Passivhaus in Massivbauweise errichten.

8. Passivhaus und Niedrigenergiehaus im Vergleich

Niedrigenergieh√§user zeichnen sich durch eine gute D√§mmung aus, sodass Sie weniger heizen m√ľssen. Passivh√§user gehen noch einen Schritt weiter und sind noch besser w√§rmeged√§mmt. So brauchen Sie gar keine Heizung.

Alles Wissenswerte zum Passivhaus bei Tipp zum Bau

Das Passivhaus ist besser wärmegedämmt als Niedrigenergiehaus. Deswegen ist es energiesparender.

Hier finden Sie einen √ľbersichtlichen Vergleich von Passivh√§usern und Niedrigenergieh√§usern.

Ein erster großer Unterschied ist der Heizwärmebedarf pro Jahr. Niedrigenergiehäuser werden bis zu einem Bedarf von 50 kWh / m² als solche klassifiziert. Passivhäuser dagegen schlagen mit einem Heizwärmebedarf von lediglich 15 kWh / m² zu Buche. So sind sie energiesparender als Niedrigenergiehäuser.

Ein Passivhaus braucht zu D√§mmzwecken eine dicke Geb√§udeh√ľlle von circa 50 cm. Das reduziert die Nutzfl√§che Ihres Hauses. Die W√§nde eines Niedrigenergiehauses sind mit circa 35 cm d√ľnner und lassen mehr Fl√§che zur freien Verf√ľgung.

Weil ein Passivhaus W√§rmeverluste durch W√§rmebr√ľcken vermeidet, sind Erker oder Gauben keine gute Idee. Die m√∂glichst kompakte Bauform eines Passivhauses schr√§nkt die Planungsfreiheit ein. Au√üerdem werden Passivh√§user immer nach S√ľden ausgerichtet und mit gro√üen Fensterfronten an der S√ľdseite ausgestattet.

Bei der Planung eines Niedrigenergiehauses sind diese Ma√ünahmen auch von Vorteil, aber nicht unbedingt n√∂tig. Wenn Sie beispielsweise die Aussicht nach Norden genie√üen m√∂chten und auf der S√ľdseite eine Stra√üe eng am Haus verl√§uft, ist ein Niedrigenergiehaus f√ľr Ihr Bauprojekt besser geeignet.

Wie bereits erw√§hnt, hat ein Passivhaus keine klassische Heizung. Es wird mithilfe von W√§rmer√ľckgewinnung bel√ľftet. Niedrigenergieh√§user erfordern in der Regel keine L√ľftungsanlagen und lassen sich mit wassergef√ľhrten oder elektrisch betriebenen Heizungen beheizen.

Der Bau von Passivhäusern wird besser gefördert als der Bau von Niedrigenergiehäusern.

Die EU-Gebäuderichtlinie von 2010 (mit Ergänzungen von 2018) sieht ab dem Jahr 2021 einen Heizwärmebedarf von unter 40 kWh / m² pro Jahr. Das erreichen nur manche Niedrigenergiehäuser. Passivhäuser unterschreiten diesen Wert bei weitem.

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