Passive Kühlung

Passive Kühlung – die umweltfreundliche Hauskühlung ganz ohne Klimaanlage

Heiß, heißer, Sommer – seit einigen Jahren jagt eine Rekordtemperatur die nächste. Die globale Erderwärmung ist in Deutschland bereits deutlich spürbar. Deshalb wird die passive Kühlung zunehmend relevanter. Sie bietet die Möglichkeit, das Haus im Sommer ganz ohne Klimaanlage zu kühlen.

Die Beiträge von Tipp zum Bau helfen Ihnen, sich beim Bauen und Renovieren zu orientieren.

1. Die passive Kühlung – kurz erklärt

Hellbraune Metallblindlinge an den Türen und Fenstern des Hauses bei Tipp zum Bau

Auch Rollläden tragen zur passiven Kühlung bei.

Klassische Klimaanlagen verlieren immer mehr an Beliebtheit. Nicht zuletzt ist dies ihren massiven Nachteilen geschuldet. Sie verursachen hohe Stromkosten und belasten die Umwelt durch hohen Energieverbrauch. Zudem gehen Klimaanlagen auf Dauer mit einer möglichen Belastung der menschlichen Gesundheit einher. Genau hier kommt die passive Kühlung ins Spiel:

  • Sie ist äußerst umweltfreundlich.
  • Außerdem verbraucht passives Kühlen deutlich weniger Energie als klassische Klimaanlagen.

Es gibt dabei unterschiedliche Arten, wie Sie ein Haus passiv kühlen. Hier wird die passive Kühlung in technisch und natürlich eingeteilt. Technische Lösungen sind Verdunstungskühler oder Latentwärmespeicher. Ein effektiver Sonnenschutz oder eine begrünte Hausfassade stellen hingegen natürliche Lösungen dar.

Eine grundsätzliche Unterscheidung besteht weiter zwischen Kühlung und Klimatisierung. Bei der Kühlung wird nur die Raumtemperatur gesenkt. Die Klimatisierung dagegen vereint diverse thermodynamische Funktionen, darunter auch Feuchtigkeits- und Frischluftregelung.

Passive Kühlung bedeutet, dass für den Prozess der Hauskühlung keine zusätzliche Energie aufgewendet wird. Dabei gibt es diverse Verfahren, die diese Anforderungen durch spezielle Techniken erfüllen. Neben den technischen Systemen sind aber auch noch eine Reihe zusätzlicher Tricks zu beachten. In jedem Fall lassen Sie sich von Experten frühzeitig für die optimale passive Kühlung beraten. Denn die richtige Hauskühlung fängt bereits mit sinnvoller Planung an.

2. Die vielfältigen Systeme für die passive Kühlung

Passive Kühlung mit Verdunstungskühlern

Eine Möglichkeit für die passive Kühlung ist die Verdunstungskühlung. Fachleute sprechen auch von adiabatischer bzw. adiabater Kühlung. Hier wird Kälteenergie genutzt, die beim natürlichen Verdunstungsprozess von Wasser entsteht. Es handelt sich also um eine Wasserkühlung.

Damit Wasser aber erstmal verdunstet, braucht es zunächst Wärme. Diese wird bei der Verdunstungskühlung entweder aus den Innenräumen oder der Außenluft bezogen. Die warme Luft wird dann in den Wänden über feuchte Oberflächen geleitet. Die Kälteenergie, die dabei frei wird, gelangt über eigens angelegte Luftkanäle schließlich in die Innenräume.

Dieses System besticht vor allem durch besonders hohe Effizienz. Im direkten Vergleich zur klassischen Klimaanlage lassen sich nämlich so bis zu 90 % der laufenden Energiekosten einsparen. Allerdings braucht diese Art der passiven Kühlung einige Zeit, bis der erste Kühleffekt eintritt.

Passiv kühlen mit der Erdwärmepumpe

Die Wärmepumpe in Zusammenarbeit mit Solarpaneelen zu sehen auf Tipp zum Bau.

Selbst die Erdwärmepumpe wird zur passiven Kühlung eingesetzt.

Selbst die Erdwärmepumpe wird zur passiven Kühlung eingesetzt.

Die Sole-Wasser-Wärmepumpe ist eine weitere Art, wie Sie Ihr Haus im Sommer passiv kühlen. Normalerweise werden Wärmepumpen zur Gebäudeheizung eingesetzt. Aber mit der richtigen Technik haben Sie auch gleichzeitig eine Kühlfunktion. In 15 Metern Tiefe liegt die Temperatur der Erde und des Grundwassers ganzjährig bei rund zehn Grad Celsius. Das macht sich die Erdwärmepumpe für die passive Kühlung zunutze.

Dann kommt ein Wärmeübertrager zum Einsatz. Dieser überträgt thermische Energie. Somit gelangt die Gebäudewärme von den Heiz- bzw. Kühlflächen in den Solekreislauf. Dort wird sie durch Grundwasser und Erdreich abgekühlt und anschließend zurück ins Gebäude geleitet. Hat sich die Luft wieder erwärmt, beginnt der Kreislauf erneut. Somit entsteht ein einfacher Kreislauf für Ihre passive Kühlung.

Da bei dieser Art der Wärmepumpe kein Verdichter eingesetzt wird, liegen die erforderlichen Stromkosten deutlich niedriger. Die Temperaturen in den Innenräumen werden so um bis zu fünf Grad Celsius gesenkt.

Die passive Kühlung mit Sole-Wasser-Wärmepumpen ist deutlich langsamer als die aktive Variante. Dafür ist sie sowohl energiesparender als auch umweltfreundlicher. Ein Nachteil ist allerdings die stetige Erwärmung von Erdreich und Grundwasser. Das verringert auf Dauer die Kühlleistung. Im Winter nutzen Sie die passive Kühlung auf diese Art jedoch wieder perfekt für sich. Denn der Heizvorgang ist damit effektiver.

Passive Kühlung mit Erdluftbrunnen

Erdluftbrunnen funktionieren ganz ähnlich wie Wärmepumpen. Die natürliche Bodenkälte bringt warme Raumluft auf geringere Temperaturen. Über ein passives Lüftungssystem wird die abgekühlte Luft dann unterirdisch ins Haus geleitet und dort verteilt. Somit ist passives Kühlen einfach möglich.

Der große Vorteil: Es ist möglich, Erdluftbrunnen doppelt einzusetzen. Im Herbst lassen sich damit nämlich Innenräume vorheizen. Dies funktioniert, da die Luft etwas wärmer ist, wenn sie unterirdisch ins Haus geleitet wird. Damit ist nicht nur passiv Kühlen, sondern auch Heizen sehr einfach.

Die passive Kühlung arbeitet mit drei verschiedenen Filtern. Kies, Sand und Erde befreien die Luft nahezu vollständig von Pollen und Ozon. Außerdem regulieren sie die Luftfeuchtigkeit besser.

Bei der Planung eines Erdluftbrunnens gilt es aber auch einiges zu beachten. Radioaktives Radon, welches natürlicherweise in Böden vorkommt, ist besonders gefährlich für die Atemwegszellen. Informieren Sie sich deshalb schon im Voraus über die Radonkonzentration in Ihrem Wohngebiet. Zudem lassen Sie am besten den Grundwasserspiegel überprüfen. Liegt dieser zu hoch, ist der Erdluftbrunnen unbrauchbar.

Latentwärmespeicher für die passive Kühlung

Latentwärmespeicher sind eine besonders beliebte Variante für das passive Kühlen. Hier werden Speicherplatten mit einem Phasenwechselmaterial meist Salzhydrate oder Paraffine – gefüllt. Dann werden sie direkt in die Wand oder die Decke verbaut. Das Material wechselt dabei je nach Temperatur seinen Aggregatszustand.

Steigt die Temperatur, wird die entstandene Wärme innerhalb der Speicherplatten für mehrere Monate gebunden. Der Raum kühlt ab. Sinkt die Temperatur, wird die gespeicherte Wärme wieder abgeben. Der Raum heizt sich auf. Latentwärmespeicher sind damit passive Kühlung und Heizung zugleich. Es wird auch keine zusätzliche Energie dafür aufgewendet.

Besonders gut lassen sich die Speicherplatten mit Wandmaterial wie Gipskartonplatten oder Putz kombinieren. Weiter gibt es einen überzeugenden Vorteil. Beim passiven Kühlen mit Latentwärmespeichern entstehen weder Zugluft noch störende Geräuschpegel.

Mit thermischer Bauteilaktivierung passiv kühlen

Passiv kühlen mit thermischer Bauteilaktivierung funktioniert, wie auch die Verdunstungskühlung, mit Wasser. Ein Rohrsystem leitet das flüssige Heiz- und Kühlmedium durch Massivwände oder Raumdecken. Die durchströmte Fläche wirkt hier als Übertragungsmasse. Diese gibt stetig Kälte oder Wärme an den Raum ab.

Welche Wassertemperatur wählen Sie bei der thermischen Bauteilaktivierung für einen möglichst gleichbleibenden Komfort? Im Idealfall beträgt die Temperatur immer zwischen 18 °C und 28 °C. Zu beachten ist hier die Phasenverschiebung. Das massive Bauteil gibt Wärme bzw. Kälte nicht sofort wieder ab. Dadurch kommt es zu einem zeitversetzten Heiz- und Kühlvorgang.

Im Sommer lassen sich natürliche Temperatur-Schwankungen zum passiven Kühlen nutzen. Die geringere Temperatur bei Nacht sorgt für eine Abkühlung des Bauteils. Durch Wärmeabfluss in diese kalten Wände kühlt dann die Tageswärme die Räume wieder ab. So entsteht hier die passive Kühlung.

3. Passive Kühlung: Tipps für Sparfüchse

Für das passive Kühlen braucht es aber nicht immer eine ausgeklügelte Technik. Passive Hauskühlung wird auch durch verantwortungsvolles Nutzungsverhalten und geschickte Bauplanung erzielt.

Hacks für die Außenfassade

Moderne Küche mit weißen Fensterläden

Rollläden als Methode der passiven Kühlung.

Fenster sind hier das Stichwort. Zunächst halten Sie am besten den Glasanteil Ihres Hauses so gering wie möglich. Massive Wände aus Beton oder dickem Mauerwerk sind ein idealer Hitzespeicher. Sie nehmen tagsüber Wärme auf und geben diese nachts wieder ab. Das hat zur Folge, dass die Innenräume am Tag angenehm kühl bleiben. Passiv kühlen ist so ganz leicht.

Rollläden als Methode der passiven Kühlung.

Glas hingegen lässt die Außenwärme ungehindert ins Haus dringen. Deshalb achten Sie auf einen effektiven Sonnenschutz. Außenliegende Rollläden, Jalousien oder Markisen sind hier die geeignete Wahl für das passive Kühlen.

Ein weiterer Trick für die passive Kühlung ist die Dachbegrünung oder eine begrünte Hausfassade. Pflanzen sind nämlich natürliche Klimaanlagen. Ihre Verdunstungskälte senkt die Oberflächentemperatur der Außenwand und kühlt damit indirekt die Innenräume. Streichen Sie Ihre Hausfassade mit weißer Farbe an. Damit wird die sommerliche Hitze besser reflektiert. Ihr Haus passiv zu kühlen gelingt also spielend leicht.

Passive Kühlung mit durchdachter Raumplanung

Auch die Raumplanung im Innern Ihres Hauses lässt sich für die passive Kühlung nutzbar machen. Vermeiden Sie daher eine Südausrichtung Ihres Schlafzimmers. Bei einer Nordausrichtung ist die Sonnenbestrahlung über den Tag hinweg wesentlich geringer. Somit kühlt das Zimmer automatisch ab. Eine sorgfältige Dämmung wirkt sich ebenfalls positiv auf Ihr Raumklima aus. Als besonders guter Wärmeschutz haben sich Holzfaserplatten und Zellulosedämmstoffe erwiesen. Durch gekonnte Planung gelingt also ebenfalls passives Kühlen.

Passive Kühlung durch verantwortungsbewusstes Nutzungsverhalten

Halten Sie allein durch die verantwortliche Nutzung von Elektrogeräten sowie dem Tageslichteinfall Ihr Haus im Sommer kühl. Die Bilanz geht dabei ganz einfach auf: Je weniger Strom verbraucht wird, desto weniger Wärmeenergie wird freigesetzt. So ist die passive Kühlung Ihrer Innenräume einfach möglich.

Ähnliches gilt auch für das Lüftungsverhalten. Gerade im Sommer ist es empfehlenswert, die Fenster tagsüber nach Möglichkeit geschlossen zu halten. Lüften ist vor allem nachts sinnvoll. Es gibt eine weitere Art, passives Kühlen einfach zu gestalten. Halten Sie tagsüber Rollläden und Jalousien weitestgehend geschlossen!

4. Kostenfaktor passive Kühlung

Mit Tipp zum Bau Energiekosten sparen

Mit was für Kosten haben Sie für Ihre passive Kühlung zu rechnen?

Mit was für Kosten haben Sie für Ihre passive Kühlung zu rechnen?

Grundsätzlich ist es schwierig, sich einen pauschal gültigen Kostenüberblick für die passive Kühlung zu verschaffen. Es gibt einerseits viele verschiedene Arten, das passiv Kühlen eines Hauses zu ermöglichen. Andererseits variieren die Kosten je nach Hersteller.

Hier eine kurze Übersicht der zu erwartenden Kosten für das passive Kühlen in Einfamilienhäusern:

Passive KühlungKostenpunkteGesamtkosten
Verdunstungskühlung• Niedrige Investitions-, Betriebs- und Wartungskosten.
• Strom- und Wasserpreis wirkt sich auf die Gesamtkosten aus.
• Kosten variieren je nach System und Leistungsumfang.
• Installation:
500 bis 5.000 €.
• Wasser und Strom:
bis zu 2.500 € im Jahr.
Wärmepumpe• Oftmals hohe Installationskosten.
• Erschließung, Zubehör und einmalige Anschaffung eines Wärmepumpen-Pufferspeichers.
• Strompreis und Wartungskosten fallen an.
• Installation:
5.000 bis 22.000 €.
• Wartung und Strom:
700 bis 1.200 € pro Jahr.
Erdluftbrunnen• Preise variieren je nach Installationsart und Leistungsumfang.
• Für eine genauere Kalkulation fragen Sie am besten Ihren Heizungsbauer.
• Ca. 2.700 €, unter Umständen auch mehr.
Latentwärmespeicher• Je nach Speichermedium variiert auch hier der Preis.
• Regelmäßige Wartung erhöht die Kosten.
• Installation:
900 bis 4.500 €.
• Wartung:
150 bis 250 € pro Jahr.
Thermische Bauteilaktivierung• Niedrige Wartungskosten.
• Preis variiert je nach Baumaterial.
• Kosten fallen vor allem für Montage und Verteiler an.
• 2.000 bis 5.500 €.

5. Passiv kühlen: Vor- und Nachteile auf einen Blick

Die passive Kühlung ist besonders für alle umweltbewussten Bauherren eine lohnende Investition. Mit der richtigen Beratung finden Sie hier aus einer Vielzahl an Möglichkeiten das passende System. Als abschließende Entscheidungshilfe für eine passive Kühlung dient Ihnen die folgende Übersicht:

VorteileNachteile
• Umweltfreundlichkeit wegen deutlich reduzierter CO2-Belastung.
• Oft mit Heizsystemen kombinierbar.
• Stromsparend, da je nach System niedrige bis gar keine zusätzlichen Energiekosten anfallen.
• Passive Kühlung besticht durch eine vergleichbar einfache Handhabung.
• Kein störender Geräuschpegel.
• Für den menschlichen Organismus gesundheitlich unbedenklich.
• In der Regel langsamerer Kühlprozess als bei klassischen Klimaanlagen.
• Natürliche Schwankungen der Kühlleistung sind unvermeidbar.
• Anschaffung je nach System relativ kostenintensiv.

6. Fachmann für die passive Kühlung finden

Nun haben Sie viele Informationen zum praktischen passiven Kühlen erhalten. Dabei haben Sie beschlossen, dass dies Ihren Vorstellungen entspricht? Lassen Sie sich am besten von einem Fachmann für die passive Kühlung weitergehend beraten. Ihr Heizungsinstallateur hilft Ihnen zum Beispiel gerne bei Ihrer Wärmepumpe. Für eine ideale Raumplanung steht Ihnen Ihr Architekt zur Seite. Wir helfen Ihnen bei der Suche eines Profis in Ihrer Nähe:

7. Passive Infrarot Kühlanlage

In Würzburg gibt es das Energy Efficiency Center. Das ist das Experimentier- und Demonstrationsgebäude des Bayerischen Zentrums für Angewandte Energieforschung e.V.. Dort wurde eine neue Art für die passive Kühlung getestet. Dies ist die passive Infrarot Kühlanlage, kurz PINC.

Der Zweck ist, passives Kühlen von Büroräumen und Apparaturen kostengünstig sowie einfach zu ermöglichen. Dafür wurde auf Regenwasser zurückgegriffen. Dieses Experiment wurde erfolgreich abgeschlossen. Sowohl Büroräume als auch technische Maschinen wurden effizient gekühlt. Es zeigt also einen neuen Weg auf, passive Kühlung zu erreichen.

8. Passive Kühlung: Fördermöglichkeit für die Wärmepumpe

Profitieren Sie von einer Fördermöglichkeit für Ihre passive Kühlung.

Die Anschaffung einer Wärmepumpe ist oftmals mit sehr hohen Kosten verbunden. Um Ihnen trotzdem eine effiziente und umweltschonende passive Kühlung zu ermöglichen, gibt es Förderungen.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz BAFA, unterstützt den Einbau von Wärmepumpen. Das ist Teil des Marktanreizprogramms, kurz MAP. Informieren Sie sich am besten vor dem Einbau einer Wärmepumpe über eventuelle Unterstützungen. Oftmals ist eine Beantragung der Förderungen nach Beginn der Arbeiten nicht mehr möglich.

9. Die idealen Raumtemperaturen

Was sind überhaupt die idealen Temperaturen für die verschiedenen Räume eines Hauses? Die meisten haben dazu unterschiedliche Ansichten. Es gibt jedoch Empfehlungen, die gerade auch für Erholung, Gesundheit und Leistungsfähigkeit gut sind:

  • 15°C bis 18°C sind ideal für Küche, Arbeits- und Schlafzimmer.
  • Im Wohnzimmer reichen 20°C.
  • Am wärmsten ist es im Bad: wohlige 23°C werden hier empfohlen.

Manchen ist bei diesen Temperaturen etwas zu kalt. Überlegen Sie sich zunächst, sich einfach wärmer anzuziehen. Denn durch unnötiges Heizen belasten Sie die Umwelt und Ihre Kosten steigen. Falls Ihnen jedoch unangenehm kalt ist, heizen Sie mehr. Nutzen Sie die passive Kühlung, um auch im Sommer angenehme Raumtemperaturen zu erhalten.

10. Fußbodenheizung für die passive Kühlung

Selbst Ihre Fußbodenheizung dient als passive Kühlung.

Gerade in den Wintermonaten ist es angenehm, eine Fußbodenheizung zu besitzen. Doch diese leistet weitaus mehr! Nutzen Sie sie ebenfalls im Sommer als passive Kühlung. Lassen Sie sich von einem Fachmann dazu beraten, wie das am besten funktioniert. Somit profitieren Sie im Winter und Sommer von Ihrer Fußbodenheizung.

11. Wie effektiv kühlt die Wärmepumpe?

Passiv kühlen aber auch heizen eines Hauses funktioniert effizient mit einer Wärmepumpe. Doch wie viel leistet diese dabei? Um wie viel Grad wird mit ihrer Hilfe die Raumtemperatur gesenkt? In der Regel kühlt eine Wärmepumpe als passive Kühlung Innenräume um 2°C bis 3°C.

12. Passiv kühlen mit Zimmerpflanzen

Eine günstige und natürliche Methode für die passive Kühlung stellen Zimmerpflanzen dar. Gleichzeitig sehen diese auch noch gut aus. Somit profitieren Sie doppelt. Ihre Innenräume werden natürlich gekühlt und sind gleichzeitig schön dekoriert. Welche Zimmerpflanzen eignen sich am besten als passive Kühlung? Wählen Sie hierbei zwischen folgenden Pflanzen oder kombinieren Sie diese:

  • Ficus Benjaminus und Birkenfeige, zwei hübsche Klassiker unter den Zimmerpflanzen.
  • Ebenfalls immer beliebter ist der Ficus Elasticus, besser als Gummibaum bekannt.
  • Für die passive Kühlung eignet sich auch der immergrüne Nestfarn.
  • Weiter ist die Zimmerpalme sehr schön anzusehen.
  • Passiv kühlen und gleichzeitig Schadstoffe entfernen. Diese beiden Eigenschaften besitzt der Bogenhanf.
  • Als besonders pflegeleicht erweist sich der Kolbenfaden.

13. Dachbegrünung als passive Kühlung

Die Dachbegrünung dient als natürliche passive Kühlung.

Passiv kühlen dank Dachbegrünung ist ebenfalls eine natürliche Methode. Sie sorgt sogar für zusätzlichen Schallschutz. Es wird zwischen zwei verschiedenen Arten von Begrünung unterschieden.

Einerseits gibt es die extensive Begrünung. Diese besteht einfach aus Kräutern, Gräsern und Moosen, welche keine weitere Pflege benötigen. Andererseits ist die intensive Begrünung ebenfalls eine ideale Lösung zum passiven Kühlen. Dabei wird Ihr Dach mit Büschen, Gräsern und Stauden bepflanzt. Selbst Bäume kommen hier ab und an zum Einsatz. Diese Variante ist wesentlich pflegeintensiver, jedoch wirkt sie auf viele attraktiver. Denn mit der intensiven Begrünung haben Sie einen Garten auf dem Dach.

Dies hört sich alles schön und gut an, für ein Flachdach. Doch was ist, wenn Ihr Dach eine Neigung besitzt? Selbst in diesem Fall ist eine Begrünung für die passive Kühlung möglich. Dies gelingt für Dachneigungen bis zu 45°C. Hier sind jedoch gegebenenfalls zusätzliche Sicherungen und Stabilisierungen nötig.

14. Passiv kühlen mit der begrünten Hausfassade

Nicht nur Ihr Dach ist geeignet für eine natürliche, passive Kühlung. Selbst Ihre Hausfassade ist ideal. Eine gute Planung ist essenziell, damit die Fassade nicht unnötigen Schaden nimmt. Bei der Fassadenbegrünung gibt es ebenfalls zwei verschiedene Varianten.

Die klassische Methode ist bodengebunden. Dabei schlängeln sich die Pflanzen mit einer Kletterhilfe oder einfach direkt an der Wand hoch. Bei dieser Variante ist ausschlaggebend, dass die Pflanzen gute Kletterer sind. Wie wäre es mit einer Duftwinde, einer Rose, Efeu oder wildem Wein?

Weiter besteht die Möglichkeit der wandgebundenen Variante. Dafür wird zunächst eine Unterkonstruktion an der Wand befestigt. Daran werden dann zum Beispiel Substratkästen befestigt. In diese pflanzen Sie auch einfach Blumen Ihrer Wahl.

  • Für die perfekte Fassadenbegrünung lassen Sie sich am besten von einem Fachmann beraten.
  • Nutzen Sie also für das passive Kühlen die Hilfe der Natur!

15. Fazit: die passive Kühlung ist eine optimale Lösung

Sie haben verschiedene Möglichkeiten, die passive Kühlung für Ihr Haus zu nutzen. Dabei profitieren Sie von einer umweltschonenden und stromsparenden Lösung für ein kühles Zuhause. Überlegen Sie sich, welche die für Sie am besten passende Variante ist. Der Fachmann berät Sie gerne über das passive Kühlen Ihres Hauses. Genießen Sie so auch im Sommer angenehme Raumtemperaturen!

16. Fördermöglichkeit der Verdunstungskühlung als passive Kühlung

Das BAFA hat ebenfalls eine Förderrichtlinie Kälte-Klima. Damit wird auch die Verdunstungskühlung für das passive Kühlen gefördert. Die Höhe der Förderung richtet sich dabei nach der Kühlleistung. Informieren Sie sich ausreichend, ob und wie Sie Unterstützung erhalten!

  • Achten Sie auch hier darauf, sich vor dem Einbau über Fördermöglichkeiten zu informieren.
  • So profitieren Sie auch hinsichtlich der Kosten vom passiven Kühlen.

17. Aktive vs. passive Kühlung durch die Sole-Wasser-Wärmepumpe

Mit der Wärmepumpe ist es möglich, Ihr Haus sowohl aktiv als auch passiv zu kühlen. Für die aktive Kühlung funktioniert die Wärmepumpe quasi wie ein Kühlschrank. Somit kühlen Sie Ihr Haus stark und nach Ihren Wünschen ab. Bei der passiven Lösung gelingt Ihnen das durchschnittlich nur um bis zu 3 Grad.

Doch sparen Sie mehr dank der passiven Kühlung. Der Bundesverband Wärmepumpe, kurz BWP, berechnete die Kühlkosten pro Jahr von Bürogebäuden. Mit der passiven Kühlung wurden bis zu 80% im Vergleich zur klassischen Klimaanlage eingespart. Ebenfalls mit der aktiven Kühlung waren die Kühlkosten noch um bis zu 20 % geringer. Jedoch sparen Sie leicht Kosten ein und profitieren gleichzeitig davon, die Kühlung individuell einzustellen: Kombinieren Sie einfach aktive und passive Kühlung.

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