Öltank

Öltank – Ihr privates Brennstofflager

Sind Sie Besitzer einer Ölheizung, lagern Sie Ihren Brennstoff im eigenen Haus. Dafür benötigen Sie einen Öltank. Doch Heizöltank ist nicht gleich Heizöltank. Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen und aus verschiedenen Materialien. Sie alle sind an unterschiedliche Bedingungen angepasst.


1. Grundlegendes über Öltanks

Ein Öltank wird mit einem Hahn befüllt.

Zum Befüllen benötigen Öltanks einen extra Zugang.

Öltanks dienen der Lagerung von Heizöl. Dieses benötigen Sie, um Ihre Ölheizung zu betreiben. Somit sind Sie unabhängig und brauchen keinen externen Anschluss. Sie bestimmen selbst, woher und wann Sie Ihr Öl beziehen. Egal, welche Ausfertigung, einige Komponenten haben alle Öltanks gemeinsam:

  • Alle brauchen einen Zugang, über den sie befüllt werden. Dieser liegt stets außerhalb vom Haus. Nur so ist er von entsprechenden Tankfahrzeugen erreichbar.
  • Bei einem Öltank handelt es sich um eine geschlossene Vorrichtung. Dadurch besteht die Gefahr, dass sich Über- oder Unterdruck bildet. Dies verhindert die Installation einer Lüftungsleitung nach draußen.
  • Um Überbefüllung zu vermeiden, ist ein Grenzwertgeber notwendig. Er ermittelt, wie voll der Öltank ist. Bei einer Fehleinschätzung der Ölmenge im Heizöltank bricht der Grenzwertgeber den Füllvorgang ab.
  • Um den Ölstand im Heizöltank zu sehen, verfügt er über eine entsprechende Anzeige. Diese ermöglicht es Ihnen, zu bestimmen, wann Sie am besten nachfüllen.
  • An Ihrem Öltank ist eine Entnahmeeinrichtung notwendig. Über diese wird das Öl Ihrer Heizung zugeführt.

Lesen Sie hier außerdem von einer anderen Variante der Heizung mit eigener Lagerung: die Pelletheizung. Außerdem erfahren Sie auf Tipp zum Bau mehr zu Heizungen allgemein.

2. Die verschiedenen Ausfertigungen von Öltanks

Je nach Voraussetzungen bieten sich unterschiedliche Lösungen an. Im Folgenden finden Sie einen Überblick über verschiedene Arten an Öltanks. Jeder Heizöltank bietet seine eigenen Vorteile. Dabei sind sie alle an bestimmte Ansprüche angepasst. Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Varianten von Öltanks: 

  • Standortgefertigte Heizöltanks.
  • Batterietanks.
  • Außen- oder Erdtanks.

Der standortgefertigte Öltank

Hierbei handelt es sich um einen Heizöltank für den Keller. Diese Ausfertigung ist an die Gegebenheiten vor Ort anpassbar. Dadurch sparen Sie Platz. Der Heizöltank bietet Ihnen eine optimale Raumnutzung. Es ist sowohl in Höhe als auch Breite variierbar. Dadurch ist es möglich, ihn an Ihren konkreten Raumschnitt anzupassen.

Beim standortgefertigten Öltank handelt es sich um einen Öltank im Inneren. Dadurch ist er weniger rauen Bedingungen ausgesetzt. Eine doppelwandige Ausführung ist also zwar möglich, aber nicht nötig. Sie haben stattdessen die Möglichkeit, Ihren Keller in eine Auffangwanne umzugestalten. Darin wird bei einem Leck das gesamte Öl gesammelt. Dies geschieht mithilfe einer wasserdicht lackierten Mauerung. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, den Boden selbst zu lackieren.

Der Batterietank

Auch der Batterietank ist ein Öltank für den Keller. Diese Ausfertigung ist ebenfalls an die Gegebenheiten vor Ort anpassbar. Es handelt sich dabei um mehrere kleinere Tanks, die zusammen ein großes System ergeben. Auf diese Weise passen die Heizöltanks auch in Keller mit engem Zugang. Weist Ihr Keller lediglich schmale Türen auf, sind diese Öltanks dennoch einbaubar. Durch ihre geringe Größe passen sie hindurch.

Mehrere kleine Öltanks bilden einen Batterietank.

Kleine Öltanks lassen sich zu einem System in jedem Keller zusammensetzen.

Auch bei diesem Öltank handelt es sich um eine Ausfertigung für den Innenraum. Dadurch ist sie wenig Belastung ausgesetzt. Es besteht wenig Gefahr, dass Heizöl aus dem Öltank in die Erde gelangt. Daher sind auch hier doppelwandige Ausführungen keine Pflicht. Stattdessen bietet es sich an, den Kellerboden zur Auffangwanne umzugestalten. Auch ist die Verwendung von Kunststoff als Material möglich. Dadurch sind sie die günstigste Ausführung der Heizöltanks.

Der Außen- oder Erdtank

Haben Sie keinen oder einen zu kleinen Keller, bleibt eine Alternative. Sofern Sie den Platz haben, gibt es auch Ausfertigungen für draußen. Dabei haben Sie die Möglichkeit, den Heizöltank oberirdisch zu platzieren. Beachten Sie hierbei, dass der Heizöltank der Witterung ausgesetzt ist. Sie benötigen stabiles und haltbares Material. Der teurere Stahl ist hier die erste Wahl. Außerdem besteht erhöhte Gefahr der Umweltverschmutzung. Eine entsprechende Sicherung ist Pflicht. Diese erreichen Sie am besten mit einer doppelwandigen Ausführung. Alternativ ist es möglich, dass Sie eine Auffangwanne integrieren.

Ein Bagger öffnet das Erdreich im Garten.

Der Erdtank wird im Garten vergraben.

Verfügen Sie nicht über genügend Platz im Garten, gibt es noch den Erdtank. Dieser Öltank wird unter der Erde installiert. Dadurch verlieren Sie keinen Platz. Gleichzeitig ermöglicht diese Ausfertigung Ihnen den Einbau größerer Heizöltanks. Allerdings ist sie besonders gefährdet, die Umwelt zu schädigen. Daher ist es nicht möglich, diese Öltanks in einwandiger Ausführung zu installieren. Außerdem sind Sie verpflichtet, Ihren Öltank regelmäßig kontrollieren zu lassen. Darüber hinaus erfordert dieser Heizöltank zunächst Erdarbeiten. Dieser Aufwand macht ihn zur teuersten Ausführung. 

Lesen Sie auf Tipp zum Bau mehr zur Ölheizung, für die der Öltank benötigt wird.


3. Verschiedene Materialien für Heizöltanks

Grundsätzlich stehen Ihnen zwei Optionen bezüglich des Materials zur Verfügung. Zum einen haben Sie die Möglichkeit, einen Heizöltank aus Kunststoff zu verwenden. Die langlebigere und stabilere Option ist der Stahl. Heizöltanks aus Kunststoff finden vorwiegend im Innenraum Verwendung. Im Allgemeinen sind sie formbarer und daher flexibler als Stahl. Sie lassen sich besser für individuelle Lösungen einbauen. Darüber hinaus sind sie günstiger. Kunststoffe gibt es in drei Ausführungen:

  • Polyethylen.
  • Polyamid.
  • Glasfaserverstärkter Kunststoff. Er ist auch auf Basis der beiden vorangegangenen Kunststoffe möglich.

Stahl ist haltbarer als Kunststoff. Außerdem ist er stabiler. Dadurch hält er den Belastungen im Außenbereich besser stand. Auch den Druck unter der Erde verträgt er besser als Kunststoff. Stahltanks sind allerdings in ihrer Größe genormt. Dadurch haben Sie bei diesem Material weniger Anpassungsmöglichkeiten. Individuelle Anfertigungen sind aufwändig und teuer. Allgemein zahlen Sie für einen Stahltank mehr als für einen aus Kunststoff.

4. Voraussetzungen zum Einbau eines Heizöltanks

Umweltschutz

Zunächst gibt es Ansprüche bezüglich des Umweltschutzes. Wie bereits erwähnt, ist zu vermeiden, dass das Öl ins Erdreich gelangt. Maßnahmen, die dem Vorbeugen dienen, sind untereinander kombinierbar. Dazu zählen unter anderem:

  • Eine Auffangwanne mit entsprechender Beschichtung. Wie der Name sagt, fängt sie auslaufendes Öl auf. Sie ist so auszulegen, dass sie die gesamte Füllung des Öltanks fasst.
  • Eine doppelwandige Ausführung. Leckt die innere Wand, dient die äußere als Schutz.
  • Ein Warnsystem, das Lecks erkennt. Dieses wird Leckagesicherung genannt. Somit werden Probleme frühzeitig erkannt. Sie haben die Möglichkeit, diese sofort zu beheben.

Sicherheit

Neben den Vorschriften zum Umweltschutz gibt es weitere zu beachten. Es gibt eine Reihe an Sicherheitsvorschriften, um Unfälle zu vermeiden. Zum einen ist ein Öltank von einem Fachmann in Betrieb zu nehmen. Fasst ein Öltank mehr als 1000 Liter, gelten außerdem strenge Beschränkungen. Als einzige Öffnung im Raum ist nur eine Feuerschutztür zulässig. Weitere Öffnungen sind nicht gestattet. Die Installation eines Heizöltanks ist außerdem in bestimmten Bereichen unzulässig. Dazu gehören:

  • Arbeits- und Durchgangsräume.
  • Dachräume und Dächer.
  • Allgemein zugängliche Flure und Räume. 
Ein leerer Kellerraum.

Große Öltanks benötigen einen eigenen Raum.

Bezüglich des Standorts gibt es weiteres zu beachten. Der bei Ihnen vorhandene Platz spielt dabei eine große Rolle. Ein kleiner Keller oder Garten bietet keine Möglichkeit für große Öltanks. Darüber hinaus ist die Größe des Tanks wichtig. Es ist nötig, ab 5.000 Liter den Heizöltank in einem separaten Raum aufzustellen. Kleinere benötigen einen Mindestabstand von einem Meter zum Heizkörper. 

Alternativ ist es zulässig, den Öltank stattdessen mit einem Strahlungsschutzblech gegen die Wärme zu schützen. Außerdem erfordern die Wände, Decken und Tür des Raumes eine hohe Widerstandskraft gegen Feuer. Dieser Wert beschreibt, wie lange sie bei einem Brand ihre Funktion beibehalten. In diesem Fall sind 30 Minuten erforderlich, was dem Richtwert F 30 entspricht.

Tankgröße

Zuletzt bleibt die Frage nach der Größe des eigentlichen Heizöltanks. Es ist wichtig, dass Sie sich Gedanken dazu machen. Einige andere Bedingungen hängen davon ab. Die Größe richtet sich nach mehreren Faktoren:

  • Ihr Bedarf an Heizöl. Ein riesiger Heizöltank nutzt Ihnen wenig, wenn das Öl Jahre lang darin steht. 
  • Die Stärke der vorhandenen Dämmung. Je besser gedämmt Ihr Haus ist, desto geringer Ihr Heizölverbrauch. Dadurch sinkt auch Ihr Bedarf an Vorräten.
  • Das Budget, das Ihnen zur Verfügung steht. Je größer der Öltank, desto teurer ist er auch. 

Hier erfahren Sie außerdem mehr über die Installateure als Fachkräfte des Öltankeinbaus.

5. Die Kosten für einen Heizöltank

Die Kosten für einen Heizöltank richten sich nach mehreren Faktoren. Aus diesem Grund ist es schwierig, eine pauschale Aussage zu treffen. Die folgenden Werte dienen Ihnen zur Orientierung. Im Einzelfall und je nach Bundesland sind Abweichungen möglich. Ausschlaggebend für die Kosten eines Heizöltanks sind folgende Kriterien:

  • Materialwahl: Kunststoff ist allgemein günstiger als Stahl.
  • Tankgröße: Je kleiner der Tank, desto weniger zahlen Sie.
  • Ausführung: Mit einem Batterietank kommen sie am günstigsten weg. Die meisten Öltanks werden heutzutage doppelwandig ausgeführt.
  • Aufstellort: Bei einer Ausführung für den Keller kommen Sie günstiger weg.
AusführungKosten
3000 Liter Kunststofftank ~ 2000€
3000 Liter Stahltank2700€ - 3500€

6. Vor- und Nachteile der Verschiedenen Öltanks

Abhängig von Ihren Anforderungen bietet sich eine Ausführung und ein Material eher an. Oftmals hängt die Wahl des Materials auch von der Ausführung ab. Nachfolgend finden Sie zur besseren Übersicht eine Auflistung der Vor- und Nachteile. 

AusführungVorteileNachteile
Standortgefertigter Öltank

  • Passgenau für Ihren Keller.

  • Individuelle Ausfertigung

  • Teuer.

Batterietank

  • Einfach einzubauen.

  • Passt durch Türen.

  • Einzelne kleine Tanks.

  • Günstiger.

Außen-/Erdtank

  • Größerer Öltank möglich.

  • Vorratskauf bei niedrigen Ölpreisen.

  • Auch ohne Keller möglich

  • Teurer.

  • Aufwändiger.


MaterialVorteileNachteile
Kunststoff

  • Individuelle Größen realisierbar.

  • Günstiger.


  • Geringere Haltbarkeit.

Stahl

  • Stabiler.

  • Haltbarer.


  • Genormte Größen.

  • Teurer.

7. Fazit: Flexible und passende Öltanks für jede Situation

Besitzen Sie eine Ölheizung, benötigen Sie einen Öltank. Dabei ist es nicht immer einfach zu entscheiden, welchen. Die vielfältigen Möglichkeiten bieten jedoch für jede Situation die passende Lösung. Selbst für schwierige Platzverhältnisse finden Sie den optimalen Heizöltank. Egal, ob im geräumigen Keller, ungewöhnlich geschnittenen Heizraum oder kleinem Garten. Öltanks sind so flexibel, dass es für jede Situation den passenden gibt.

In Kellerräumen bietet sich vor allem der Batterietank an. Es ist Ihnen möglich, ihn auch durch schmale Durchgänge zu transportieren. Durch den mehrteiligen Aufbau ist er einfach einzubauen. Dabei ist er kostengünstig, da in Innenräumen Kunststoff hervorragend verwendbar ist. In doppelwandiger Ausführung sparen Sie sich außerdem die Auffangwanne.

Haben Sie einen ungewöhnlich geschnittenen Keller, in den Standardtanks nicht passen? Dann bietet sich der standortgefertigte Öltank an. Er wird vor Ort passgenau an Ihre Raumbedingungen angeglichen. Dadurch ist er in vielen Kellern einsetzbar. Da er ebenfalls innen steht, ist die Ausführung aus Kunststoff möglich. Ein doppelwandiger Öltank spart außerdem die Auffangwanne.

Haben Sie keinen oder nur einen kleinen Keller, ist der Außen- oder Erdtank Ihre Alternative. Der Außentank steht direkt in ihrem Garten. Um Platz zu sparen, ist es auch möglich, den Öltank einzugraben. Beide Ausführungen sind harschen Bedingungen ausgesetzt. Daher sind sie in der Ausführung teurer. Auch beim Material ist es empfehlenswert, auf Stahl zu setzen. Eine Überprüfung der Sicherheit ist zudem regelmäßig erforderlich. Dafür sind größere Ausführungen möglich. Somit verfügen Sie über die Möglichkeit, große Mengen Öl zu lagern. Kaufen Sie bei günstigen Preisen einen großen Vorrat, lohnt sich der Öltank schnell.

8. Den Öltank warten

Die Wartung von Heizöltanks ist ein wichtiger Punkt. Wird sie nicht regelmäßig durchgeführt, hat das Folgen. Sicherheit und Umweltschutz stehen dabei an oberster Stelle. Doch nicht jeder Heizöltank erfordert eine regelmäßige Kontrolle. Die meisten Systeme, die in Kellern stehen, sind von dieser Überprüfung ausgenommen. Hier besteht weniger Gefahr, dass Öl ins Erdreich gelangt. Folgende Bedingungen erfordern eine regelmäßige Überprüfung Ihres Öltanks: 

  • Öltanks ab 1.000 Liter Größe: In Überschwemmungsgebieten wird von Ihnen alle fünf Jahre eine Überprüfung verlangt. 
  • Öltanks ab 10.000 Liter Größe: Eine Überprüfung ist immer nach fünf Jahren Pflicht. Überschwemmungsgebiete spielen dabei keine Rolle.
  • Erdtanks: Sie sind verpflichtet, Ihren unterirdischen Öltank alle fünf Jahre zu prüfen. In Überschwemmungsgebieten sogar alle zweieinhalb Jahre.

9. Den Öltank reinigen

Damit er möglichst lange funktionsfähig bleibt, bedarf Ihr Öltank einer regelmäßigen Reinigung. Bei Heizöl handelt es sich um ein DIN geregeltes Produkt. Sein Reinheitsgrad ist dadurch vorgeschrieben. Dennoch altert es und unterliegt natürlicher Verschmutzung. Staub aus der Luft oder Stoffe im Öl selbst lassen sich nicht vermeiden. Mit der Zeit setzt sich daher Schlick am Boden des Heizöltanks ab. Der Schlick verstopft die Öffnungen des Heizöltanks. Reinigen Sie Ihren Öltank regelmäßig, verlängern Sie seine Nutzungsdauer

Gesetzliche Vorgaben gibt es hierzu allerdings keine. Grundsätzlich wird empfohlen, dass Sie Ihren Heizöltank alle fünf bis sieben Jahre reinigen lassen. Damit beugen Sie Schäden vor. Die Reinigung des Heizöltanks wird von Fachleuten durchgeführt. Der Ablauf dabei ist geregelt. Nach Beendigung erhalten Sie einen Nachweis für Behörden und Versicherung.

10. Kosten für die Reinigung des Öltanks

Bei der regelmäßigen Reinigung Ihres Öltanks fallen Kosten an. Diese richten sich nach verschiedenen Parametern. Zum einen ist die Größe des Heizöltanks wichtig. Außerdem ist ein gut erreichbarer Öltank leichter zu reinigen. Wenn es nicht viel zu demontieren gibt, ist der Aufwand geringer. Dies richtet sich unter anderem nach der Bauart Ihres Heizöltanks. Auch, wie lang die letzte Reinigung her ist, spielt eine Rolle. Reizen Sie die Intervalle aus, fällt jedes Mal mehr Arbeit an. Den letzten Faktor stellt die benötigte Zeit. Je kleiner und sauberer der Heizöltank, desto schneller geht es. Damit zahlen Sie weniger für die Reinigung.

TankgrößeKosten
1.000 Literab 150€
ab 4.000 Literab 650€
ab 10.000 Literab 1.000€

11. Ihr Öltank und der Umweltschutz

Nachhaltigkeit ist uns bei Tipp zum Bau sehr wichtig.

Bei den Sicherheitsanforderungen steht der Umweltschutz im Vordergrund.

Heizöl ist bedenklich für die Umwelt. Sein Eindringen ins Erdreich bringt Verschmutzung mit sich. Dadurch entstehen Schäden für die Tier- und Pflanzenwelt. Darüber hinaus verschmutzt es das Grundwasser. Dadurch wird es sowohl als Nutz- als auch als Trinkwasser unbrauchbar. Weder zum Gießen noch zum Kochen oder gar Trinken ist es so geeignet.

Es ist daher zwingend erforderlich, den Öltank zu sichern. Strenge DIN-Normen und Zulassungen sind von Herstellern einzuhalten. Diese garantieren, dass Öltanks dicht und zuverlässig sind. Um einen einwandfreien Einbau zu gewährleisten, legen sie Anleitungen bei. Diese sind von Fachbetrieben umzusetzen. Ihnen ist nicht gestattet, einen Heizöltank selbst einzubauen. Sie stehen in der Pflicht, dafür zu sorgen, dass Ihr Heizöltank auch sicher bleibt.

12. Einen Öltank entsorgen

Die Entsorgung eines Öltanks ist aus verschiedenen Gründen notwendig. So zum Beispiel, wenn Sie Ihre Heizung umstellen. Bei erneuerbaren Energien wird er nicht mehr benötigt. Wenn der Heizöltank hingegen beschädigt oder alt ist, ist ein Austausch erforderlich. In jedem Fall gibt es einiges zu beachten. 

  • Die Entsorgung ist von einem Fachbetrieb durchzuführen. Dabei sind bestimmte Vorschriften einzuhalten. 
  • Nicht nur der Heizöltank selbst, auch das restliche Öl gehört richtig entsorgt.
  • Die Entsorgung eines Öltanks ist günstiger als die Anschaffung. Dennoch liegen die Kosten bei mehreren 100€. Sie sind dabei abhängig von der Größe des Heizöltanks.
  • Die Entsorgung ist als Nebenkosten bei der Umstellung Ihrer Heizung förderbar.

13. Einen alten Öltank erneuern

Nicht immer ist das Ziel die endgültige Entsorgung eines Öltanks. In manchen Fällen ist es nötig, ihn zu erneuern. Besonders Heizöltanks aus Kunststoff sind davon betroffen. Sie neigen schneller als Stahltanks zu Alterserscheinungen. Die Empfehlung, sie alle 30 Jahre zu erneuern, ist aber nur begrenzt gültig. Im Idealfall prüfen Sie Ihren Heizöltank auf Schäden, ehe Sie ihn austauschen. Besonders in Hochwasserregionen fordert Ihr Öltank erhöhte Aufmerksamkeit.

Ein gut gewarteter Kunststofftank hält unter Umständen länger. Auf der anderen Seite wird ein Stahltank ebenso beschädigt. Korrosion als Folge von Einflüssen der Umwelt verursacht Schäden. Bei einem Heizöltank aus Kunststoff hat auch die Belastung durch das Öl selbst Auswirkungen. So zeigen sich mit der Zeit Ausformungen an der Unter- und Oberseite. Beide wölben sich nach unten.

14. Kosten für die Erneuerung und Entsorgung des Öltanks

Die konkreten Kosten einer Entsorgung oder Erneuerung richten sich nach verschiedenen Faktoren. In beiden Fällen demontiert die Fachkraft zunächst den alten Heizöltank. Zusätzlich fällt eine Entsorgungsgebühr an. Erneuern Sie Ihren alten Öltank, kommen noch zusätzliche Kosten dazu. Der neue Heizöltank sowie dessen Montage spielen in der Preisbildung eine Rolle. Die folgende Tabelle zeigt Ihnen einen Überblick über die anfallenden Kosten. 

KostenpunktEntsorgungNeuerung
Demontage und Entsorgung500€ - 1.000€500€ - 1.000€
neuer Öltank (3.000 Liter)-2.000€ - 3.500€
Montage-500€ - 1000€

Diese Preise sind Angaben bezogen auf einen oberirdischen Heizöltank. Dabei deckt die Spanne sowohl Kunststoff als auch Stahltanks ab. Kunststofftanks liegen tendenziell im unteren, Stahltanks im oberen Bereich. Unterirdische Öltanks stellen andere Anforderungen an die Demontage. Durch die nötigen Erdarbeiten liegt der Preis hierbei eher bei 1.500€ – 2.500€. Auch sondergefertigte Stahltanks kosten in beiden Fällen mehr.

15. Eine Hebersicherung als Sicherheit für Ihren Öltank

Bei einer Hebersicherung handelt es sich um ein Ventil. Dieses wird unter besonderen Voraussetzungen installiert. Es ist notwendig, wenn der tiefste Punkt Ihrer Ölleitung unter der maximalen Füllhöhe liegt. Durch den Druck des Öls tritt sonst unter Umständen an dieser Stelle Öl aus. Es wird an der Leitung zwischen Ihrem Öltank und dem tiefsten Leitungspunkt installiert. 

Saugt Ihre Heizung Öl aus dem Heizöltank an, entsteht Unterdruck. Dadurch gelangt das Öl aus dem Öltank zur Heizung. Benötigt die Heizung kein Öl mehr, bricht der Vorgang ab. Bereits angesaugtes Öl bleibt in der Leitung stehen. Das Ventil verhindert das. Lässt der Ansaugvorgang nach, sperrt das Ventil wieder. Damit verschließt es die Leitung und verhindert, dass Öl in der Senke stehen bleibt.

16. Ein Grenzwertgeber als Sicherheit für Ihren Öltank

Der Grenzwertgeber ist eine Sicherung gegen Überfüllung. Dabei handelt es sich um einen Kaltleiter. Das bedeutet, dass er bei niedrigen Temperaturen besser leitet. Der Einbau ist bei Öltanks mit mehr als 1.000 Litern Füllmenge notwendig. Der Grenzwertgeber stoppt den Füllvorgang, sobald ein bestimmter Ölstand erreicht ist. Bei oberirdischen Heizöltanks beträgt dieser 95%, bei unterirdischen 97% der Maximalmenge.

Das Prinzip der temperaturabhängigen Leitfähigkeit nutzt der Grenzwertgeber. Wird der Hahn des Tankwagens angeschlossen, erhält der Grenzwertgeber Strom. Dieser fließt durch einen integrierten Leiter. Der erwärmt sich dadurch und leitet schlechter. Steigt der Ölstand im Öltank, erreicht er den Leiter irgendwann. Bei Berührung kühlt dieser ab und leitet wieder besser. Diesen Unterschied registriert der Grenzwertgeber und bricht den Füllvorgang ab.

17. Die DIN Norm für Öltanks

Zur Lagerung von Flüssigkeiten, die Wasser gefährden, gibt es Regelungen. Festgehalten sind diese in der Norm DIN EN 12285-2. Diese regelt alles wichtige zu unter Anderem Öltanks. Darüber hinaus auch für jegliche Lagerbehälter unterschiedlichster Flüssigkeiten. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese brennbar sind oder nicht. Einzig, dass sie Wasser verunreinigen, ist ihnen gemein. Die Regelungen sind für Hersteller bindend einzuhalten, um Sicherheit zu garantieren. Nur so werden die Heizöltanks zugelassen.

Diese DIN regelt alles bis ins kleinste Detail. Sie definiert Begriffe und Abkürzungen jeglicher Art. Darüber hinaus finden Sie dort Informationen zu verwendbaren Materialien. Auch verschiedene Bauarten und der konkrete Aufbau werden geregelt. Dies schließt auch erlaubte Maße sowie Toleranzen mit ein. Außerdem regelt  die Norm den Einbau der Öltanks. Zuletzt finden Sie darin auch Informationen zur Beständigkeit, Sicherheit und dem Transport der Heizöltanks.

18. Materialübersicht: Öltanks aus Stahl

Stahl eignet sich sehr gut als Material für Ihren Öltank. Nicht nur weist er eine hohe Dichte auf. Auch hält er sehr hohen Temperaturen stand, ohne zu schmelzen. Dadurch ist er auch unter extremen Bedingungen stabil und langlebig. Des weiteren handelt es sich dabei um ein festes Material. Es bricht beziehungsweise reißt nicht sehr schnell. Stattdessen hält Stahl hohen Belastungen stand. Dabei biegt sich das Material, bevor es nachgibt. Dadurch erkennen Sie eine Materialermüdung rechtzeitig. Es lässt sich sowohl kalt- als auch warmumformen. Daher ist es auch für standortgefertigte Heizöltanks geeignet, wenn auch zu einem höheren Preis.

19. Materialübersicht: Öltanks aus Kunststoffen

Kunststoffe lassen sich in drei Kategorien einteilen, wenn es um Öltanks geht. Sie alle sind gut geeignet, weisen jedoch unterschiedliche Eigenschaften auf. Ihnen allen ist dabei gemein, dass sie weniger langlebig sind als Stahl. Folgende Kunststoffe sind möglich:

  • Polyethylen: Ein dehnbares Material, das sich leicht in Form bringen lässt. Es hält sowohl Feuchtigkeit als auch Säuren und Laugen stand. Dadurch eignet es sich sehr gut für standortgefertigte Öltanks.
  • Polyamid: Ein festes, hartes Material, dass sich dennoch gut verarbeiten lässt. Es ist widerstandsfähig gegen Chemikalien. Für Batterietanks ist dieses Material gut geeignet.
  • Glasfaserverstärkter Kunststoff: Umgangssprachlich wird er auch als Fiberglas bezeichnet. Er ist widerstandsfähig gegen Bruch und Korrosion. Dabei nimmt er verformende Energien gut auf. Daher hält das Material hohen mechanischen Belastungen stand. Dadurch ist es für Öltanks allgemein geeignet.

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