Natursteinfassade

Faszinierende Fassaden aus Naturstein

Naturstein ist ein vielfältiges Material. Nicht nur im Innenausbau kann es verwendet werden. Auch im Außenbereich – wie im Garten – kann Naturstein Ihr Anwesen schmücken. An der Hausfassade sorgt Naturstein dafür, dass Ihr Haus zum Hingucker wird. Was eine Natursteinfassade kosten kann und welche Vorteile sie bietet, lesen Sie hier.



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1.  Natursteinfassaden – zeitlos und nachhaltig

Naturstein wird schon seit Jahrtausenden für den Haus- und Fassadenbau genutzt. Schon in der Antike war es üblich, Fassaden mit Naturstein auszustatten. Das Material bewährt sich bis heute. Denn Naturstein ist robust und nachhaltig.

Doch nicht nur wegen seiner Materialeigenschaften ist Naturstein ein beliebter Rohstoff. Er bietet mit seiner breiten Auswahl an Gesteinsarten ein riesiges Gestaltungsspektrum. So wählen Sie aus verschiedenen Strukturen und Farben.

Machen Sie Ihr Haus zu einem besonderen Blickfang: Entscheiden Sie sich für eine Verkleidung Ihrer Fassade aus Naturstein. So gestalten Sie Ihre Fassade nach Ihrem individuellen Geschmack.

Hier finden Sie generelle Informationen zum Thema Natursteine.

2.    Arten und Typen der Verankerung

Meist sind es Platten, die Sie an Ihre Fassade angebringen. Dabei sind die Maße, je nach Hersteller oder eigenen Wünschen, unterschiedlich.

Tipp zum Bau informiert Sie über die Verankerung von Platten an Ihrer Natursteinfassade.

Das Anbringen der Platten ist der letzte Schritt bei der Fassadenverkleidung.

Fassadenplatten aus Naturstein unterscheiden sich in erster Linie in ihrer Art. Es gibt Weichgesteine und Hartgesteine. Spezieller wird es bei den unterschiedlichen Arten der Verankerung. In Sonderfällen montieren Handwerker Ihre Fassadenplatten durch die sogenannte Hinterschnittverankerung an ihrer Rückseite montiert. Dabei befestigen die Experten die Platten über Stahl-Anker an der Fassade. Üblicherweise sind die Platten jedoch an ihren Kanten miteinander verankert.

Heutzutage befestigen Sie Natursteinplatten standardmäßig mit Einmörtelanker an der Fassade Ihres Hauses. Diese sind nämlich am günstigsten. Einmörtelanker befestigen Sie durch Bohrlöcher in den Beton der Gebäudewand. An ihnen bringen Sie anschließend die Fassadenplatten an.

Weitere Ankertypen sind:

  • Dübelanker.
  • Schweißanker.
  • Pfeiler- und Schraubanker.

Die Anker haben verschiedene Funktionen. Im oberen Fünftel der Platten befinden sich Anker, die eine Haltefunktion besitzen. Im unteren Fünftel der Platten sind Gegenstücke, die gleich zwei Funktionen haben: nämlich sowohl eine Trage als auch eine Haltefunktion.

Des Weiteren gibt es die Möglichkeit, die Natursteinplatten auf Schienen anzubringen.

Die vorgehängte hinterlüftete Fassade

Die Fassadenplatten kombinieren Fassadenbauer oft mit einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade. Hier bestehen die Optionen sie  als Verblendmauerwerk oder massives Natursteinmauerwerk aufzubauen.

Eine vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF) bietet viele Vorteile. Dabei werden die Fassadenplatten an einer Unterkonstruktion befestigt. Dazwischen befinden sich eine Dämmung und ein Lüftungsschacht. Dieser sorgt dafür, dass Ihr Mauerwerk stets trocken bleibt.

Die VHF findet immer öfter als Fassadenverkleidung Anwendung. Durch die hohe wirtschaftliche Nachhaltigkeit sparen Sie Kosten. Naturstein besitzt einen guten Wärme- und Kälteschutz. Das bedeutet, dass Ihr Haus im Sommer kühl und im Winter warm bleibt.

Auch die zusätzliche Dämmung, die in der VHF enthalten ist, sorgt für diesen Effekt. So sparen Sie im Winter Heizkosten und im Sommer Strom für die Klimaanlage. CO2Emmissionen bleiben daher gering und der Geldbeutel wird geschont.

3.    Verschiedene Materialien und Eigenschaften der Natursteinfassade

Natursteinfassaden gibt es in zahlreichen Variantionen.

Natursteinfassaden gibt es aus unterschiedlichen Materialien und in verschiedenen Farben.

Naturstein ist nicht gleich Naturstein. Das Material verfügt über eine große Bandbreite an Arten. Generell unterscheiden Sie  zwischen Hartgestein und Weichgestein. Alle Natursteinarten weisen unterschiedliche Strukturen, Muster und Farben auf.

Zu den Weichgesteinen gehören zum Beispiel Marmor und Kalksteine wie Travertine oder Dolomite. Zu den Hartgesteinen zählen Fachleute Granite, Quarzite oder Gneise.

Die Auswahl ist also enorm groß. Wählen Sie dabei Ihre Fassadenverkleidung ganz nach Ihren Wünschen. Ziehen Sie eine filigrane Optik oder ein rustikales Design vor? Je nach Verarbeitung und Natursteinart lässt sich nahezu alles umsetzen.


Darüber hinaus sind Natursteine eigentlich überall einsetzbar. Egal ob in der Küche oder im Bad: Sie haben die Möglichkeit, Ihre Fassade auf den Innenausbau abzustimmen. Das macht einen besonders harmonischen Eindruck im gesamten Zuhause.

Ideal für die Hausfassade eignen sich Dolomite, Kalkgesteine und Sandsteine.

Dolomite

Dolomit-Gesteine zeichnen sich durch ihre besondere Textur und Farbe aus. Dolomite haben eine grau-gelbliche Farbe. Ihre Struktur weist Poren und Kristalldrusen in verschiedenen Größen und Formen auf.

Muschelkalk

Muschelkalk sieht, je nach Schleifung, unterschiedlich aus. Diese Natursteinart eignet sich nicht nur für die Fassade, sondern auch für andere Projekte im Außenbereich. Beispielsweise wird Muschelkalk als Bodenbelag für die Terrasse oder im Außenbereich genutzt.

Travertin

Dieser Naturstein weist eine beige bis gelbe Farbe auf. Travertin bietet eine große Vielfalt. Travertin ist für die Fassadenverkleidung besonders gut geeignet. Dieser Stein lässt sich gut bearbeiten und schleifen.

Sandstein

Auch Sandstein findet im Außenbereich Verwendung. Diese Natursteinart hat eine sehr natürliche Wirkung. Die gelbe Farbe lässt Ihre Fassade warm und gemütlich erscheinen.

Für die Außenfassade eignen sich also einige Gesteinsarten. Die Auswahl bleibt groß. Wählen Sie nach Ihrem Geschmack.

Eigenschaften von Naturstein

Eine Fassade mit Naturstein zu verkleiden, ist aufgrund der vielen positiven Eigenschaften von Naturstein eine gute Idee. Natursteine sind sehr stabil und widerstandsfähig gegenüber Wind und Wetter. Außerdem handelt es sich bei ihnen um ein Naturprodukt. Das bedeutet, dass in den Steinen keine chemischen Bestandteile oder Schadstoffe enthalten sind.

Bei Tipp zum Bau erfahren Sie alles über positive Eigenschaften von Natursteinen für Ihre Natursteinfassade.

Natursteine haben viele positive Eigenschaften.

Das macht eine umweltgerechte Entsorgung einfach. Durch Natursteine als Fassadenverkleidung schonen Sie die Umwelt. Vor allem in der Kombination mit einer VHF verringern Sie Ihre CO2Emissionen. Denn durch den hohen Kälte- und Wärmeschutz der Natursteine sparen Sie Energie- und Heizkosten.

Natursteine haben gute Wärmespeicherkapazitäten. In den Sommermonaten genießen Sie mit einer Natursteinfassade kühle Temperaturen. Und das bei Temperaturen um die 30 Grad und ohne Klimaanlage! Denn die Wärme wird im Naturstein gespeichert und gelangt nicht so schnell ins Haus.

Natursteine haben zudem die Eigenschaft, nicht brennbar zu sein. Sie sind pflegeleicht und sehr langlebig.

4.    Voraussetzungen für eine Natursteinfassade

Für eine Fassade aus Naturstein empfehlen wir Ihnen die Erfüllung einiger Voraussetzungen. Grundsätzlich brauchen die Platten an der Fassade Bewegungsspielraum, da sich Naturstein thermisch ausdehnt. Das erfordert offene Fugen zwischen den Natursteinplatten. Verwenden Sie alternativ auch elastisches Fugenmaterial. Diese Fugen heißen auch Bewegungsfugen, da sie der Fassade so auch etwas Spielraum gewährleistet.

Achten Sie beim Abdichten darauf, dass Sie alle Fugen sauber, trocken, fettfrei und tragend anbringen. Verwenden Sie als Fugenmaterial Natursteinsilikon. Dieses ist blasenfrei und gleichmäßig aufzutragen.

Damit Sie möglichst lange von einer schönen Natursteinfassade profitieren, schützen Sie Ihren Naturstein mit einer Beschichtung. Vor allem durch sich aus dem Mörtel lösendes Salz verfärbt sich der Stein. Auch durch die Verwendung eines falschen Hinterlüftungsmörtels läuft Ihre Natursteinfassade Gefahr, Schäden davonzutragen. Aus dem Hinterlüftungsmörtel treten eventuell Salze aus und greifen den Naturstein an.

Insgesamt gilt, dass die Ihre Natursteinfassade möglichst gut vor eindringender Feuchtigkeit und Nässe schützen. Falsche oder mangelhafte Abdichtungen sind oft die Ursache von Schimmelbefall. Sorgen Sie deshalb unbedingt schon während der Planung dafür, dass alles, was Wasserschutz braucht, fachgerecht abgedichtet ist.

Üblich ist, dass die Fassadenplatten aus Naturstein an vier Punkten montiert werden. In Sonderfällen, ist eine Fassadenplatte auch an drei Punkten befestigt.

Voraussetzungen für eine vorgehängte hinterlüftete Natursteinfassade

Entscheiden Sie sich für eine vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF), beträgt der Abstand zwischen den Natursteinplatten und der Dämmung mindestens 20 mm. An der Schlagwetterseite sind auch Abstände von bis zu 50 mm möglich.

Auch bei der VHF ist ein bestmöglicher Schutz vor Feuchtigkeit essentiell. Sowohl die Unterkonstruktion als auch die Dämmung werden vor Wasser geschützt.

5. Moderne Natursteinfassaden

Fassaden aus Natursteinplatten lassen sich hervorragend in moderne architektonische Konzepte einbinden. Das ermöglichen die rechtwinkeligen Plattenelemente An vielstöckigen, großen Gebäuden kommen großformatige Platten aus Granit, Diorit und vielen anderen Gesteinen zum Einsatz. Für Privatgebäude sind dagegen Schieferplatten besonders beliebt.

Schieferplatten finden im Privaten vor allem Benutzung an Schieferfassaden. Informieren Sie sich darüber bei Tipp zum Bau.

Tipp zum Bau informiert Sie umfassend zum Thema Schieferfassade.

Eine Natursteinfassade aus Schiefer bietet einen besonderen Blickfang.

Den Wunsch vieler Architekten und Bauherren nach einer klaren Linienführung erfüllen Rechteck-Deckungen. Neben ihrem aufgeräumten Erscheinungsbild haben diese Deckarten den Vorteil, dass sie aus vorgefertigten Schieferplatten bestehen. Diese werden vor Ort nicht mehr nachbearbeitet. Dadurch ist eine besonders rationelle Verlegung möglich. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, materialsparende Deckarten an der Fassade zu realisieren. Zu ihnen zählt die gezogene Rechteck-Deckung.


6. Natursteinfassade: Grundreinigung und Pflege

Auch Natursteinfassaden sind ständig Witterung und Salzen ausgesetzt, die die Fassade verunreinigen und zu einer Patina auf dem Gestein führen. Der Vorteil von Natursteinen ist ihre einfache Reinigung: Flecken, Flechten, Moos- und Algenbewuchs sowie Rußablagerungen lassen sich mit einem säurefreien Reinigungsmittel einfach entfernen.

Je nach Gestein reinigen Sie Ihre Natursteinfassade mit einem Hochdruckreiniger oder mit einem trockenen oder nassen Sandstrahlverfahren. Anschließend tragen Sie am besten eine Beschichtung auf die gereinigte Fassade auf. Das verlangsamt den Bewuchs durch Algen und weitere Schmutzablagerungen.

Sanierung

Nicht nur Schmutzablagerungen, auch Witterung sowie der natürliche Verwitterungsprozess schaden der Fassade: Absandungen, Frostsprengungen, Rissbildungen sowie Salzablagerungen setzen dem Gestein zu. Auf diese Art  beeinträchtigen sie die Schutzfunktion der Fassade.

Je nach Naturstein sind in diesen Fällen konservatorische Maßnahmen notwendig. Diese werden von Experten durchgeführt. Dabei kontrollieren, reinigen und ergänzen Ihre Fachmänner die Oberfläche. Manchmal tauschen sie dabei auch Teile Ihrer Fassade ganz aus.

7.    Kosten einer Fassade aus Naturstein

Tipp zum Bau erklärt Ihnen, mit welchen Kosten Sie bei einer Natursteinfassade zu rechnen haben.

Was kostet eine Natursteinfassade? Tipp zum Bau erklärt es Ihnen.

Das Vorurteil, Schieferverkleidungen an der Fassade seien besonders kostenintensiv, sind nur teilweise zutreffend. Im Vergleich zu Fassadenverkleidungen aus Metall oder Glas schneidet die Natursteinfassade als günstigere Variante ab.


Die Kosten für das Material fallen bei einer Fassade aus Schieferplatten vergleichsweise moderat aus. Ein Großteil der Kosten entsteht allerdings durch den Arbeitsaufwand. Insbesondere traditionelle Deckarten heben die Kosten bei der Natursteinverlegung. Denn hier werden einzelne Steine individuell angepasst.

Die Kosten von Fassadenplatten aus Naturstein variieren stark. Es kommt darauf an, für welche Art Sie sich entscheiden. Außerdem hat natürlich die zu bearbeitende Fläche einen Einfluss auf den Preis.

Grundsätzlich ist Naturstein gar nicht so teuer, wie viele denken. Der Preis von Naturstein ist in den letzten zehn Jahren sogar gesunken. Das Material ist außerdem um ein Vielfaches wirtschaftlicher als andere Rohstoffe. Der Energieaufwand bei der Gewinnung und Verarbeitung ist nämlich deutlich geringer. Das schlägt sich im Preis nieder.

Zur groben Orientierung finden Sie hier ein kleines Kostenbeispiel: Natursteinplatten, die vier Zentimeter dick sind, liegen kostenmäßig bei 200 bis 250 Euro pro Quadratmeter. Im Gegensatz dazu kostet eine Glasfassade 500 bis 700 Euro/m2 .

8.    Alle Vorteile der Natursteinfassade auf einem Blick

Hierfassen wir Ihnen die Vorteile einer Natursteinfassade zusammen.

Natursteinfassaden bieten Ihnen eine Reihe Vorteile. Lesen Sie hier alles darüber.

Eine Natursteinfassade hat viele Vorteile. Von welchen Vorteilen Sie profitieren, finden Sie hier noch mal auf einen Blick aufgelistet:

  • Guter Wärme- und Kälteschutz.
  • Gute Wärmespeicherung. Das Haus heizt sich im Sommer nicht auf.
  • Witterungs- und wertbeständig.
  • Robustes Material.
  • Wirtschaftlich.
  • Nachhaltig.
  • Naturprodukt.
  • Umweltgerechte Entsorgung möglich.
  • Vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten.
  • Pflegeleicht.
  • Langlebig.

Naturstein bietet Ihnen also einige Vorteile. Er erlaubt es Ihnen, Ihre Fassade zeitlos zu verschönern. Dabei wählen Sie aus verschiedenen Gesteinsarten. So verleihen Sie Ihrer Fassade das gewisse Etwas. Zusätzlich erweisen sich Natursteine als nachhaltig und wirtschaftlich.

9.    Fachpartner finden

Sie planen, Ihr Haus mit Naturstein optisch aufzuwerten? Sie möchten Energie- und Heizkosten sparen? Dann entscheiden Sie sich für eine Fassade aus Naturstein. Lassen Sie sich professionell beraten: Ihr Fachbetrieb für Fassadenausbau oder ein Steinmetz in Ihrer Nähe hilft Ihnen gern!

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