Naturstein-Verlegung

Naturstein-Verlegung richtig gemacht

Naturstein besticht als natürliches und ästhetisch ansprechendes Material in vielen Bereichen. Doch für seine Langlebigkeit ist schon bei der Naturstein-Verlegung einiges zu beachten. Tipp zum Bau hilft daher dabei und macht Sie auf die häufige Fehlerquellen aufmerksam. Schiefer und Co. richtig einbauen, ohne Schäden und dazu ästhetisch – so geht´s. Sie erfahren zudem, was bei der Pflege nach der Naturstein-Verlegung zu beachten ist.

1. Naturstein-Verlegung – eine anspruchsvolle Aufgabe

Naturstein ist vielfältig einsetzbar. Die Herausforderung ist, seine natürliche Schönheit bei der Naturstein-Verlegung zu bewahren.

Eine Naturstein-Verlegung durchzuführen ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die Sorgfalt und Geschick verlangt.

In vielen Einsatzgebieten bietet Naturstein eine besonders lebendige und natürliche Optik. Gerade die Einschlüsse im Naturstein und die unterschiedlichen Maserungen machen ihn zu einem Hingucker. Das gilt unabhängig von Einsatzort. So überzeugt der Naturstein damit an Fassaden, bei Fliesen oder als Material von Arbeitsplatten. Hierdurch ist Naturstein aber auch ein besonders anspruchsvolles Material im Umgang. Jede der Arten hat spezielle Eigenschaften bei der Verlegung. Auf dem Weg zu dem gewünschten Ergebnis sind daher einige Punkte zu beachten. Daher empfiehlt es sich, einen Profi mit der Naturstein-Verlegung zu beauftragen. Oder Sie bitten diesen zumindest um einen prüfenden Blick auf die getane Arbeit.

2. Richtige Vorbereitung der Naturstein-Verlegung

Sie haben sich für eine Naturstein-Verlegung entschieden? Dann machen Sie sich frühzeitig Gedanken, wie Sie diese angehen und was Sie verlegen! Dabei ist einiges zu bedenken. Um auch Fehler möglichst auszuschließen, erhalten Sie hier dazu eine klare Anleitung zur Gestaltung.

Als erstes ist vor der Naturstein-Verlegung die Raumumgebung zu erfassen. Überlegen Sie, ob Sie den Naturstein an einem hellen oder dunklen Ort verlegen? Abhängig davon treffen Sie bereits eine grobe Vorauswahl in Sachen Farbe. Daneben ist zudem der Fugenabstand auf die Helligkeits-Verhältnisse abzustimmen. Planen Sie ausreichend Zeit für diese Aufgabe ein und agieren Sie mit Sorgfalt.

Bedenken Sie, wie groß die mit dem Naturstein auszustattende Fläche ist? Gerade da Fliesengröße und Legemuster diese optisch bisweilen vergrößern oder verkleinern. Planen Sie dabei auch Dehnungsfugen ein. Berücksichtigen Sie bei diesen Überlegungen zudem folgende Fragen. Zum einen, welche Rolle hat der Stein an einem Ort? Dient er primär als dekoratives Wandelement oder fungiert er als Arbeitsplatte? Zum anderen, wie gut ist der jeweilige Naturstein für das jeweilige Anwendungsgebiet geeignet.

Entscheiden Sie sich im Vorfeld für ein Farbspektrum. In diesem Stadium der Naturstein-Verlegung ist zudem noch Weiteres zu bedenken. Also beispielsweise ob die Fliesen dem gewünschten Stil entsprechen. Überlegen Sie sich also, welchen Naturstein Sie bevorzugen. Sie haben die Wahl zwischen modern wirkendem Naturstein, wie dunklem Schiefer oder klassischen Varianten. Diese Präferenz spiegelt sich dann auch im Legemuster wider. Beachten Sie bei all dem Ihr Budget und kalkulieren Sie dementsprechend sorgfältig.

Bevor Sie dann an die eigentliche Naturstein-Verlegung gehen, sind noch letzte Aspekte zu beachten. Dazu zählt besonders, die verwendeten Platten aufeinander abzustimmen, um ein kohärentes Endbild zu erhalten. Das heißt, Sie berücksichtigen deren Maserung sowie Farbe und ordnen sie entsprechend an. Damit endet die Vorbereitung der Naturstein-Verlegung.

3. Naturstein-Verlegung – Schäden und Verfärbungen vermeiden

Sandstein, Schiefer und Co. sind leider alle besonders anfällig für Feuchtigkeit. Entweicht diese aus einem feuchten Mörtelbett durch den Stein, folgen daraus Ausblühungen oder Verfärbungen. Gerade dünnere Platten sind davon betroffen. Daher ist es wichtig zu wissen, wie Sie dem begegnen. So wirken Sie dem Problem konsequent entgegen:

  • Nutzen Sie am besten einen speziellen Zementmörtel. Dieser strapaziert den Naturstein kaum und bindet das Wasser Kristallin.
  • Vermeiden Sie beim Umgang mit dem Naturstein unbedingt, den Mörtel mit viel Wasser anzurühren. Der Mörtel ist daher standfest zu halten. In diesem Zustand hat er eine zähflüssig-klebrige Konstienz. Vermeiden Sie dabei Hautkontakt, da Verätzungsgefahr besteht.
  • Besonders sicher fahren Sie in Spezialfällen mit der Verwendung eines nicht-zementgebundenen Fliesenklebers wie Reaktions-Harzkleber. Der Einsatz ist jedoch selten.
  • Bewahren Sie im Nassbereich den Stein mit Verbund-Abdichtungen vor seitlich eintretenden Flüssigkeiten.
  • Nach der Naturstein-Verlegung bietet es sich an, den neuen Untergrund zu imprägnieren. So schützen Sie Ihre Fliesen vor Feuchtigkeit „von oben“. Damit tragen diese erheblich zur Langlebigkeit von einem Naturstein bei.

Wie immer gilt: Jeder Naturstein ist letztendlich anders. Für mehr Informationen dazu wenden Sie sich am besten an die Fachleute Ihres Vertrauens. Diese vermögen Sie in dieser Hinsicht bestens zu beraten.

4. Die Naturstein-Verlegung ohne Verkratzungen meistern

Besonders der unbehandelte Naturstein ist oft empfindlich gegenüber Dreck, Sand und Fugenmörtel. Da ist auf einer Baustelle schnell ein Kratzer passiert. Umso wichtiger ist ein behutsamer Umgang damit im Rahmen der Naturstein-Verlegung. Mit ein paar Tricks minimieren Sie die Schäden oder Verschleiß-Erscheinungen am Naturstein leicht. Zu diesen zählen die Folgenden:

  • Decken Sie den Stein bei der Naturstein-Verlegung am besten mit einem Naturfilz ab.
  • Nutzen Sie möglichst feinen Fugenmörtel, um Schäden beim Verfugen zu vermeiden.
  • Sie planen eine Imprägnierung des Steins, um diesen mittelfristig vor Flecken zu schützen? Führen Sie diese dann nach der Naturstein-Verlegung, aber vor dem Verfugen durch. Dann ergibt sich die Option, die Reste des Mörtels schonend zu entfernen.

5. Naturstein-Verlegung: Anforderungen an Untergrund und Methoden

Bei der Naturstein-Verlegung ist Vorsicht geboten. Vergewissern Sie sich unbedingt, dass der Untergrund eben ist.

Verschiedene Verfahren bieten sich bei der Naturstein-Verlegung an.

Bei der Installation von Naturstein ist ein ebener Untergrund wichtiger denn je. Ist das Fliesenbett ungleichmäßig, erhält die Platte schnell einen oder mehrere Risse. Daher ist der Mörtel unbedingt ganzflächig aufzutragen. Das wiederum bedeutet aber, dass diese Arbeit Sorgfalt und einen größeren Zeitaufwand verlangt. Kalkulieren Sie beides entsprechend ein. Ähnlich wichtig ist hier die Wahl der Methode zur sorgfältigen Naturstein-Verlegung. Ein Überblick über die dazugehörigen Alternativen erhalten Sie hier:

DünnbettverfahrenMittelbettverfahren
  • Mörtelbettdicke von etwa 2-6 mm.
  • Mörtelbettdicke von etwa 5-20 mm.
  • Anwendung bei kleinen bis gewöhnlich großen Platten.
  • Oft bei Fliesen in Großformat genutzt.
  • Möglich mit geringen Abweichungen der Plattendicke.
  • Erste Wahl bei größeren Abweichungen der Plattendicke (größere Toleranz).
  • Besonders niedriges Verfärbungsrisiko.
  • Bei zu hoher verwendeter Wassermenge besteht ein Verfärbungs-Risiko beim Naturstein.
  • Kurze Trocknungszeit und schnelle Verfugung.
  • Auch das sogenannte Dickbettverfahren ist in Einzelfällen bei großen Unterschieden der Plattendicke sinnvoll. Im Privatgebrauch erfolgt es aber nur selten. Ein Nachteil ist beispielsweise die geringe Wärmeleitung bei der Verwendung einer Fußbodenheizung. Oft kommt beim Naturstein auch das Buttering-Floating-Verfahren zum Zug. Was sich kompliziert anhören mag, ist leicht zusammenzufassen. Bei diesem Vorgehen beschichten Sie sowohl die Platte als auch den Untergrund mit Mörtel. Zusätzlich wird dieser in unterschiedliche Richtungen aufgekämmt. Das hat den Vorteil, dass Sie so auch Hohlräume vermeiden oder ihnen zumindest entgegenwirken. Damit verhindern Sie Brüche im Naturstein. Gerade im Außenbereich ist es zudem möglich ganz auf den Mörtel verzichten. Bei Untergrund aus Schotter oder Splitt verlegen Sie die Platten aus Naturstein einfach lose.

    6. Naturstein-Verlegung: Augen auf bei der Gestaltung

    Bei der Naturstein-Verlegung sind Maserung und Farbe wichtig. Die Platten sind im besten Fall ästhetisch aneinander angepasst.

    Jeder Naturstein ist besonders, was bei der Gestaltung zu berücksichtigen ist.

    Der Naturstein ist, wie sich im Namen verbirgt, Natur pur. Seine nicht-fortlaufende Maserung und heterogene Farbgebung machen ihn für das Auge besonders attraktiv. Diese Charakteristiken gilt es für ein ästhetisches Bild bei der Naturstein-Verlegung zu beachten.

    Bedenken Sie das natürliche Farbspiel eines jeden Ortes schon bei der Wahl des Steins. Später erfolgt das Abstimmen der verschiedenen Platten untereinander gemäß ihrer Struktur und Farbe. Achtung: Besonders die Fugen verändern ihr Aussehen mitunter. Bisweilen kommt es hier zum Nachdunkeln und zur entsprechenden Anpassung des Gesamtbildes. Auch das Legemuster ist frühzeitig zu bedenken und auszuwählen. Je nach Einsatzort und angestrebtem Stil gibt es verschiedenste Optionen:

    • Längliche Fliesen ergeben besonders im Halbverband ein stimmiges Bild.
    • Natursteinfliesen im Drittelverband zu legen ist ein zeitloser Klassiker, dazu werden Spannungen gut abgebaut.
    • Spannender fürs Auge ist eine Methode ohne festen Versatz beim Wilden Verband.
    • Der Kreuzverband mit stets bündig verlegten Platten ist klarer, einfacher und modern.
    • Besonders raffiniert kommt dagegen der Römische mit seinem sich wiederholenden Kreuzmuster daher.
    • Ansprechend sind zudem Kombinationen aus mehreren Mustern und Farben.

    Sie sehen: Neben den Klassikern sind der Fantasie hier kaum Grenzen gesetzt. Im Zweifel konsultieren Sie am besten einen Profi, also einen Steinmetz oder Fliesenleger. Haben Sie für einen Ort etwas ganz Bestimmtes im Sinn? Dann wählen Sie einfach direkt im Steinbruch eine passende Natursteinplatte.

    7. Naturstein-Verlegung – Kosten und Ausgabenplanung

    Die Materialkosten bei der Naturstein-Verlegung variieren stark, infolge der verschiedenen Produkte. Gerade da sie abhängig vom konkreten Anwendungsgebiet und dessen Größe sind. Möglichkeiten, um Geld zu sparen, ergeben sich allerdings beim Außenbereich. So besteht die Option bei der losen Naturstein-Verlegung gänzlich auf Mörtel zu verzichten. Mit etwas Geschick leisten hier auch Unerfahrene gute Arbeit. Für Tipps dazu, wenden Sie sich einfach an Fachleute Ihres Vertrauens.

    Die Preise variieren je nach Auftragsart. Ohne Spezialaufträge ist mit einem Stundensatz von 40-50 € zu rechnen. Es empfiehlt sich hier besonders, das Fachpersonal entsprechend des Zeiteinsatzes zu bezahlen. Bei Abrechnung der Naturstein-Verlegung gemäß der Fläche, ergeben sich für Sie meist größere Kosten. Falls Sie eine Sonderkonstruktion bei der Naturstein-Verlegung planen, steigen logischerweise die Kosten. In diesem Fall ist es sehr sinnvoll, Kostenvoranschläge von verschiedenen Betrieben einzuholen. Diese vergleichen Sie dann am besten hinsichtlich Ihres jeweiligen Preis-Leistungs-Verhältnisses.

    8. Naturstein-Verlegung – mit oder ohne Profi?

    Es ist natürlich mit Mehrkosten verbunden, dem Profi die Naturstein-Verlegung und Gestaltung zu übertragen. Aber es gibt viele gute Gründe, lieber einem Profi diese Aufgabe anzuvertrauen:

    • Höhere Qualität und Vermeidung von Schäden am Material.
    • Wissen über Besonderheiten jedes Natursteins.
    • Fugenabstände beim Naturstein etc. werden je nach Umgebung individuell geplant.
    • Gutes Auge für ästhetisch ansprechende Verlegung nach Maserung und Farbe.

    Ein Fliesenleger zu engagieren, scheint zunächst die naheliegende Option zu sein. Jedoch ist Naturstein anders zu handhaben als eine klassische Fliese. Insbesondere bei Spezialaufträgen ist eine Zusammenarbeit mit einem Steinmetz daher ebenfalls sinnvoll. Dieser oder diese klärt Sie über deren Spezifika und Eigenheiten auf.

    9. Fazit – die Naturstein-Verlegung ist immer ein probates Mittel

    Eine Naturstein-Verlegung vorzunehmen, verlangt einiges an Aufwand und Sorgfalt. Gleichwohl hat sie erhebliche und auch zahlreiche Vorzüge. So kommt Naturstein problemlos im Innen- und Außenbereich zum Einsatz. Zudem überzeugt dieser dort mit seiner ansprechenden Optik und ausgeprägter Langlebigkeit, bei entsprechender Pflege. Das macht Naturstein zurecht zu einer weitsichtigen und daher beliebten Investition. Mit ihm entfallen nämlich auf Jahre Kosten für Bodensanierungen oder Ausbesserungen.

    Eine Naturstein-Verlegung rentiert sich dann besonders, wenn Sie fehlerfrei erfolgt. Letzteres ist zugleich die Kunst. Daher leitet Tipp zum Bau Sie durch eine gewissenhafte Vorbereitung und Durchführung. Mit dieser minimieren Sie mögliche Fehlerquellen und sparen sich teure Anschlussarbeiten. Dennoch gilt, für den entsprechenden Erfolg, ist Sorgfalt und Konzentration vonnöten. Mit diesen und einer guten Kontrolle der Naturstein-Verlegung gelingt diese aber bestens. Dann haben Sie lange Freude an deren Vorzügen.

    10. Fachpartner finden

    Wird er umsichtig verlegt, schenkt er diesem Naturprodukt sicher ein langes Leben. Fliesenleger in Ihrer Nähe helfen Ihnen gerne weiter.

    11. Fehlerbehebung bei der Naturstein-Verlegung – wenn´s schon passiert ist

    Gerade Heimwerker erwartet nach der Naturstein-Verlegung manchmal eine böse Überraschung. Denn Fehlerquellen und ungeeignete Materialien gibt es zuhauf. Daher ist die Frage: Was ist zu tun, wenn der Fehler schon passiert ist? Dazu liefert Tipp zum Bau Ihnen einen Überblick:

    • Kalkausblühungen durch falsch angemischten Mörtel. Häufig hilft es hier dabei schon, den Naturstein mit Wasser zu reinigen. Wiederholen Sie das so oft, bis keine neuen Flecken mehr entstehen.
    • Andere Verfärbungen: Entfernen Sie diese mit Wasser und speziellem Reinigungsmittel für Naturstein. Manchmal benötigen Sie dazu aber auch einen Grundreiniger.
    • Rostflecken: Diese sind oft auf eisenhaltigen Untergrund zurückzuführen. Leider ist dieser komplett auszuwechseln. Die Flecken beseitigen Sie einfach mit Rostentferner.
    • Zementschleier: Für Naturstein gibt es einen speziellen Entferner für Zementschleier.
    • Gröbere Fehler: Schalten Sie einen Fachmann ein, um starke Verfärbungen und sonstige Fehler loszuwerden.

    Wenn der Naturstein gerettet ist, warten meist keine weiteren Probleme auf Sie. Am einfachsten ist es natürlich, sich frühzeitig zu informieren und Fehler zu vermeiden. Im nächsten Schritt ist dann dieser dann entsprechend zu pflegen.

    12. Natursteinverlegung – einige Jahre später: Tipps zur Pflege von Naturstein

    Tipp zum Bau verrät wie Sie den Boden nach der Naturstein-Verlegung

    Achten Sie auf eine gewissenhafte Pflege im Anschluss an die Naturstein-Verlegung.

    Es ist schon einige Zeit seit der Naturstein-Verlegung vergangen? Dann wird es Zeit dem Naturstein neues Leben einzuhauchen. Tipp zum Bau hat die häufigsten Methoden dazu für Sie zusammengetragen:

    • Putzen: Regelmäßiges Putzen mit geeigneten Naturstein-Mitteln hilft bereits beträchtlich gegen Verfärbungen.
    • Erosionsschäden ausbessern: Nutzen Sie dazu Kunstharz oder Steinersatzmörtel, um kleine Löcher aufzufüllen.
    • Polieren oder schleifen: Tief sitzenden Dreck oder Verfärbungen halten Sie so unter Kontrolle. Denken Sie frühzeitig über eine Imprägnierung nach, um das Polieren hinauszuzögern.

    Bei guter Pflege geben diese Maßnahmen Ihrem Naturstein wieder viel seines alten Glanzes zurück. Dann profitieren Sie dauerhaft von der Naturstein-Verlegung.

    13. Naturstein-Verlegung langfristig denken – mit der Imprägnierung

    Naturstein ist für seine Ästhetik und Langlebigkeit bekannt. Allerdings ist er auch sehr empfindlich. So setzen Nässe und Säure ihm innen und außen stark zu. Zu seinem Schutz greifen Sie am besten zu einer Imprägnierung. Diese bietet sich besonders nach der Naturstein-Verlegung, aber vor dem Verfugen an. So ist die Saugfähigkeit des Natursteins vermindert. Überschüssiger Fugenmörtel und Dreck sind einfacher zu entfernen. Zudem bleiben Sandstein, Marmor und Co. dadurch weiter atmungsaktiv.

    Wie sinnvoll der Schritt ist, hängt allerdings auch von dem Einsatzgebiet des Steins ab:

    • Innenräume: Hier zu Imprägnieren ist sinnvoll, aber nicht obligatorisch. Der verlegte Naturstein ist pflegeleichter in der Reinigung und weniger fleckenempfindlich.
    • Außenbereich: Für den Schutz gegen Nässe und Schmutz ist das Imprägnieren sinnvoll. Zudem setzen andere Umwelteinflüsse dem Material dann weniger zu und er behält seine Rutschfestigkeit.

    Geht es nun – nach der Naturstein-Verlegung – an diese Arbeit, sind einige Regeln zu beachten. Imprägnieren Sie nur auf trockenen und sauberen Oberflächen. Überschüssiges Mittel entfernen Sie mit einem Tuch. Nutzen Sie dafür ein für Ihren Naturstein zulässiges Produkt. Anschließend ist dieser für drei bis fünf Jahre geschützt. Um diesen Zustand zu erhalten wiederholen Sie die Prozedur dann. Infolgedessen bleibt Ihr Naturstein länger schön!

    14. Naturstein-Verlegung – kleines Kantenlexikon bei Natursteinplatten

    Planen Sie Naturstein zu verlegen, begegnet Ihnen mitunter ein Wirrwarr aus Kanten-Bezeichnungen. In diesem Dschungel aus Fachbegriffen fällt die Orientierung schwer. Daher gibt Ihnen Tipp zum Bau dieses kleine Lexikon zur Naturstein-Verlegung an die Hand:

    Gefaste Kante
  • Im 45-Grad-Winkel angeschrägte Kante. Der Naturstein ist hierdurch unter anderem bruchempfindlich beim Transport.
  • Gesägte Kante
  • Geradlinig und meist maschinell gesägte Kante. Sie ermöglicht schmale Fugen zwischen den Fliesen. Das ist perfekt für eine moderne Optik.
  • Getrommelte Kante
  • Mithilfe von Kies abgerundete Kante. Der Stein bekommt so eine rustikale Optik. Aufgrund der Unregelmäßigkeiten ist also bereit zu verfugen.
  • Gespaltete Kante
  • Grobe Kante durch Spaltung des Steins. Hierdurch wirkt das Fliesenbild naturbelassen. Diese Form gibt es teilweise handbekantet, meist wird aber maschinell gespalten.
  • Gemeißelte Kante
  • Ebenfalls grobe Kante durch Bearbeitung mit dem Meißel. Im Gegensatz zur gespalteten Kante ist der Naturstein bereits vorgesägt. Mit dem Meißel "verziert" der Fachmann dann entsprechend.
  • Mit dem gewonnenen Überblick glückt die Gestaltung der Kante Ihres Natursteins. Das ist essentiell für das Aussehen eines ganzen Raumes. Ob modern, Vintage oder natürlich: Sicherlich ist auch für Sie etwas dabei.

    15. Exkurs: Dehnungsfuge bei der Naturstein-Verlegung

    Naturstein wie Sandstein oder Marmor reagiert empfindlich auf Temperatur-Schwankungen. Wenn er sich ausdehnt oder zusammenzieht, entstehen leicht Risse. Abhilfe schaffen hier Dehnungsfugen, die Sie mit elastischem Material wie Silikon füllen. Zudem vermindern diese Schwingungs- und Schallweiterleitung. Wie aber gehen Sie diese Arbeit an? Glück haben Sie hier, wenn der Estrich bereits über Dehnungsabstände verfügt. Die Spezialfugen des Natursteins befinden sich dann direkt darüber.

    Darüber hinaus unterscheiden Sie zwischen drei Anwendungsarten für Dehnungsfugen:

    • Bewegungsfuge: Sie liegt im Raum und ist besonders bei großen Naturstein-Flächen wichtig. Zwischen zwei Bewegungsfugen sind höchstens 50 m2 einzufliesen.
    • Anschlussfuge: Wenn Fliesen aus Naturstein auf harte Elemente treffen ist ebenfalls eine Dehnungsfuge zu verbauen.
    • Gleiches gilt an Übergängen zu anderen Räumen oder (Boden-)Belägen.

    Dehnungsfugen anzulegen ist kein Standard bei der Naturstein-Verlegung. Dennoch ist es essentiell, um Schäden am hochwertigen und ästhetischen Material zu verhindern.

    16. Naturstein-Verlegung: den Fliesenbedarf richtig berechnen

    Tipp zum Bau weist darauf hin, wie wichtig sorgfältige Planung bei der Naturstein-Verlegung ist.

    Achten Sie darauf, ausreichend Fliesen für die Naturstein-Verlegung zu bestellen.

    Achten Sie darauf, ausreichend Naturstein-Fliesen zu bestellen. Das ist im Vergleich zur industriellen Fliese besonders wichtig. Denn die nächste Charge Naturstein besitzt eventuell schon wieder eine abweichende Farbe oder Maserungen. Versuchen Sie, das unschöne Ergebnis zu vermeiden. Bedenken Sie darum zunächst die erwartete Menge an Verschnitt. Planen Sie ein besonderes Legemuster bei der Naturstein-Verlegung, was das Zuschneiden des Bodens erfordert? Dann berechnen Sie Ihren Bedarf an dazugehörigen Fliesen aus Naturstein. Addieren Sie dabei auch die Fugenbreite zu der Menge an Material. So sind zum Rohbedarf mindestens 10 % zusätzlich einzuplanen. Zudem besitzt der Naturstein je nach Lieferung womöglich ein unterschiedliches Aussehen. Während seines langen Lebens treten sicher auch mal Schäden an einer der Platten auf. Dann ist es gut, noch Fliesen der ursprünglichen Charge in Petto zu haben.

    17. Kleine Fugenlehre bei der Naturstein-Verlegung

    Bei einer Naturstein-Verlegung kommt es meistens auch zum Verfugen. Je nach Ort und Anwendungsgebiet haben Sie auch hier unterschiedliche Möglichkeiten. Dazu erhalten Sie hier einen praktischen Überblick:

    • Mörtel: Die klassische Variante im Innenraum. Mehr Informationen über das Verfugen von Naturstein mit Mörtel im Hauptartikel.
    • Silikonfuge: Ist meist in Nassräumen notwendig. In Pool oder Dusche gewährt diese Methode eine wasserdichte Verfugung des Natursteins.
    • Splittbettfuge: Bei Naturstein-Verlegung auf dem Splittbett. Der Splitt wird, mit Sand gemischt, in die Fuge hochgezogen.
    • Sandschlämme/Sand: Sieht im Außenbereich mit Sandstein harmonisch aus. Die Fuge ist wasserdurchlässig.
    • Unverfüllt: In Spezialfällen geht es sogar mit „leerer“ Fuge.
    • Fugenlos: Durch Knirschverlegung ohne Abstand zwischen den Platten. Besonders im Römischen wirkt diese Methode ästhetisch. Allerdings besteht das Risiko von Abplatzungen.

    Besonders im Außenbereich gibt es also einige Alternativen. Welches Fugen-Material Sie nutzen, hängt dabei natürlich mit dem jeweiligen Untergrund sowie Naturstein zusammen.

    18. Naturstein-Verlegung auf der Terrasse: Wo liegen die Unterschiede?

    Naturstein ist ein wunderbar authentisches Baumaterial. Daher macht es sich gerade auf Terrassen gut. Doch die Freude darüber währt nur kurz, falls diese Unebenheiten aufweist. Dann drohen Wasserstau oder Absacken. Die Vorarbeit für eine gelungene Naturstein-Verlegung beginnt daher bereits tief unter dem neuen Boden. Dem Untergrund ist also besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Diesen gestalten Sie am besten folgendermaßen:

    • Setzschicht: Der Naturstein wird auf Sand, Mörtel oder Splitt ausgelegt.
    • Unterbau: Diese Frostschutz- und Tragschicht besteht meist aus Kies. Installieren Sie bereits hier ein Gefälle!
    • Boden: Verdichtete Erde genügt bei vielen Böden. Wichtig ist, dass kein Wurzelwerk in die Schicht ragt.

    Trotz der völlig anderen Bedingungen bleibt einiges ähnlich wie bei der Naturstein-Verlegung im Innenraum. Nutzen Sie etwa auch auf Ihrer Terrasse für Naturstein geeigneten Mörtel. Beschäftigen Sie sich neben der Beschaffenheit Ihres Bodens stets auch mit dem jeweiligen Naturstein. Erst bei Beachtung beider Umstände entfaltet er sein ganzes Potenzial.

    19. Naturstein-Verlegung im Splittbett – so geht´s

    Die Naturstein-Verlegung im Splittbett ist für erprobte Heimwerker eine leichte Übung. Gleichwohl sorgt allein gute Vorbereitung des Untergrundes für das erhoffte Ergebnis. Dafür heben Sie für das Splittbett zunächst eine etwa 40 cm tiefe Grube aus. Dann tragen Sie das übrige Material auf deren Erdboden auf. Installieren Sie dagegen eine Betonplatte, ist auch die Wasserabführung zu gewährleisten. Auf den geschaffenen Untergrund tragen Sie drei Schichten auf:

    • Basisschicht: Eine 15 cm dicke Schotter-Schicht, die als Frost-Sperre dient.
    • Mittel- oder Tragschicht: Mittelgroßer Schotter, den Sie mit etwa 20 Zentimeter Dicke auftragen.
    • Bettung: Abschließend eine fünf Zentimeter dicke Splitt-Schicht. Achten Sie auf die Verträglichkeit von Naturstein mit dem Splitt.

    Ist der Naturstein auf dem Split einmal leicht angeklopft, hält ihn sein Eigengewicht dort. Verfugt wird das Ganze noch mit einem Splitt-Sand-Gemisch oder mit Quarzsand. Und schon genießen Sie Ihre Terrasse mitsamt der Naturstein-Verlegung.

    20. Die 5 häufigsten Fehler bei der Naturstein-Verlegung

    Naturstein-Verlegung ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Ob Fliesenleger oder Heimwerker: Bei Sandstein und Co. gehen meist die gleichen Dinge schief. Vermeiden Sie diese fünf Fehler.

    • Feuchtigkeitsschäden: Ein geeigneter Fliesenkleber ist das A und O gegen ein zu feuchtes Mörtelbett.
    • Verfärbungen: Eine typische Folge aus Feuchtigkeitsschäden. Naturstein verfärbt sich aber auch durch andere Reaktionen. Achten Sie besonders beim Einbau auf geeignete Baustoffe, um Kalk-Ablagerungen zu verhindern.
    • Verkratzungen: Je nach Natursteinart vermag Sand und ungeeigneter Fugenmörtel dieses Übel hervorzurufen.
    • Brüche und Risse: Der Fliesenkleber ist unbedingt ganzflächig aufzutragen. Damit verhindern Sie Hohlräume unter dem Naturstein. Ansonsten kompensiert der Stein die Spannungen durch Brüche.
    • Ästhetik: Diese erscheint Ihnen nebensächlich? Besser nicht, denn aufgrund ihrer Optik verdient die Lage der Natursteinplatten besondere Aufmerksamkeit.

    21. Checkliste Bauherr: Vor der Naturstein-Verlegung bedenken

    Hier erhalten Sie in Kurzform einmal alles, was vor der Naturstein-Verlegung zu bedenken ist. Beginnend mit der Frage der Flächen- und Materialauswahl unter Berücksichtigung der Charakteristika des Gesteins. Falls Sie eine Fußbodenheizung einplanen, ist diese vor der Naturstein-Verlegung zu installieren. Dann gilt es, die Maserungen und Farben der Platten aufeinander abzustimmen. Da helfen meist mehrere Augenpaare.

    Als nächstes gilt es, den Untergrund auf dessen Ebenheit zu prüfen. Bemühen Sie sich dabei um eine möglichst gerade Estrich- oder Kiesbett-Oberfläche. Darauf folgt die Entscheidung über die Methode zur Naturstein-Verlegung. Wägen Sie diesbezüglich die Vor- und Nachteile von Dünn- und Mittelbett-Methode ab. Beachten ist zudem eine geeignete Kombination von Naturstein mit Fliesenkleber und Fugenmörtel.

    Nach diesen Punkten geht es daran die Steinplatten für die Naturstein-Verlegung vorzubereiten. Dazu gehört die Aufgabe, die Platten passend zuzuschneiden und dabei Verkratzungen zu vermeiden. Zuletzt gilt es, die für die Arbeit notwendigen Werkzeuge und Geräte zu prüfen. Aber auch der passende Tag – mit trockenen Umständen – ist wichtig, um Naturstein zu verlegen.

    22. Naturstein-Verlegung vs. Bodenbelag in Innenräumen

    Tipp zum Bau verrät Ihnen, wieso sich eine Naturstein-Verlegung in der Küche besonders lohnt.

    Gerade in Bad und Küche hat sich der Einsatz von Naturstein vielfach bewährt.

    Auch im Innenbereich kommt Naturstein häufig zum Einsatz. Dabei ist die Spanne an möglichen Gesteinen groß. Allein beim sogenannten Hartgestein wählen Sie zwischen Granit und Schiefer. Bei Weichgestein gibt es sogar noch mehr Alternativen, wie eben:

    Sie alle stehen in Innenräumen in Konkurrenz zu Teppich, Parkett oder Laminat. Diese Auswahl-Möglichkeiten überfordern einen bisweilen, da sie alle ihre Vor- aber auch Nachteile haben. Bei der Entscheidungsfindung hilft Tipp zum Bau, indem es die Vorzüge der Naturstein-Verlegung aufzeigt.

    Grundsätzlich gilt: Naturstein gibt es in den verschiedensten Farben und Maserungen. Sie wählen ganz nach Ihren Vorlieben aus und schaffen so mitunter ein wunderbares Raumlicht. Die Angebotsbreite gibt die Möglichkeit, den perfekten Naturstein für den jeweiligen Wohnraum auszusuchen. Zudem sind die meisten sehr gut kombinierbar mit Teppichen.

    Ein klarer Vorteil gegenüber den Bodenbelägen, wie Parkett und Teppich, eint alle Arten Naturstein. Dieser ist ihre Langlebigkeit. So beeindruckt der harte Naturstein Granit mit seiner Widerstands-Fähigkeit. Aber auch die “weichen” Natursteine sind – spätestens nach Imprägnierung – resistent gegenüber Druck, Kratzer und Wasser.

    Bei richtiger Pflege sparen Sie sich daher größere Kosten. Im Vergleich dazu sind Parkett oder Teppiche häufiger auszutauschen. Mit diesen Eigenschaften bietet sich eine Naturstein-Verlegung gerade in Küchen und Bädern an. Zuverlässig installiert und imprägniert – sowie bei Schäden abgeschliffen – sind diese sehr langlebig und robust. Infolgedessen überzeugt Naturstein in Innenräumen damit, sowie mit seiner edlen und angenehmen Optik.

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