Wohnzimmer, schlicht, Minimalismus
Minimalismus • Die Sehnsucht nach Einfachheit

Minimalismus – Was braucht man wirklich?


Was ist Minimalismus?

Minimalismus in der Kunst

Die Bezeichnung Minimalismus wurde erstmals 1965 als Überbegriff für die Werke einer Gruppe von amerikanischen Künstlern – unter anderem Donald Judd, Carl Andre und Frank Stella – geprägt. Ihre Kunst bestand vor allem aus geometrischen Körpern wie Kuben, Kegeln oder Zylindern. Sie sollten keine Geschichten erzählen und auch keine Symbole darstellen.

Es überrascht nicht, dass eine Kunstrichtung, in der es vor allem um räumliche Bezüge ging, für Design und Architektur wichtig wurde. Den Startschuss gab Donald Judd selbst, als er Ende der 70er Jahre begann, Möbel statt Skulpturen zu schaffen.

Minimalismus in der Architektur

Die Ursprünge des Minimalismus liegen in der Architektur-Moderne der 1920er Jahre. Der Minimalismus ist ein Architekturstil, der sich im Wesentlichen durch seine einfache Formensprache und durch den Verzicht auf Dekorationselemente auszeichnet. Die Gebäudeformen sind stark reduziert und weisen oft kubische Formen auf. Glas, Beton, Stahl und Naturstein stehen als Baustoffe im Vordergrund.

Wohnen und Leben

Der minimalistische Einrichtungsstil bringt Harmonie und Wohnkomfort in die eigenen vier Wände. Die Stilrichtung ist vor allem als Reaktion auf die überladenen Stilvorgaben vergangener Jahrzehnte zu verstehen. Weiß aber auch dezente Grau- und Beigetöne zählen als maßgebliche Farben dieser Gestaltungswelt. Reduzierte Form- und Farbwahl spielt eine entscheidende Rolle. Indem Verbraucher wenige Möbel von hoher Qualität wählen, erfreuen sie sich länger an den Einrichtungsstücken.

Minimalismus ist aber schon längst nicht mehr nur eine Design-Richtung. Auch als Lebensstil hat sich die Bewegung der Einfachheit etabliert. So werden beispielsweise auch der Kleiderschrank, die DVD-Sammlung aber auch das Handy und der PC im Sinne des Minimalismus entrümpelt.

Das Minimalistische Einrichtungskonzept

Materialien und Farbgestaltung

Eine minimalistische Einrichtung verfolgt vor allem folgende Ziele:

  • Reduzieren
  • Funktionalität
  • Einladende Gemütlichkeit

Klare Linien und helle, freundliche Farben bilden den Mittelpunkt – mit ihren strengen Formen sorgen minimalistische Möbel für eine klare Definition des Raums, während die Farben ihn aufhellen und einladend wirken.

Dieser Umstand bietet den Vorteil, dass eine minimalistische Einrichtung in der Regel auch problemlos in kleinen Räumen umgesetzt werden kann. Möbelstücken wie der Couch kommt hier eine besondere Bedeutung zu. Diese eignet sich vor allem in Weiß bzw. Beige- oder Grautönen perfekt als Teil einer minimalistischen Einrichtung. Auch bei der Wahl von beispielsweise Kommoden oder Schränke, sollten Sie vor allem nach der Farbe Weiß Ausschau halten.

Deko

„Mut zur Lücke“ lautet hier die Devise! Das heißt: Böden und Wände werden weitest gehend frei gehalten. Auch auf üppige Dekorationen bespielweise auf Kommoden sollte verzichtet werden. So wirken Räume optisch größer und aufgeräumter. Außerdem: Durch die Leere wird die Fantasie angeregt.

Kleiner Tipp: Pflanzen als Accessoires stellen einen tollen Kontrast zur ansonsten schlicht gehaltenen Einrichtung dar ohne dabei überladend zu wirken.

Gemütlichkeit trotz Einfachheit

Auch ein Minimalist muss nicht auf Gemütlichkeit verzichten. Mit der richtigen Beleuchtung kann ganz leicht eine wunderbar warme Atmosphäre geschaffen werden. Achten Sie auf

  • Warmes Licht
  • Bodenstrahler oder Wandleuchten statt Deckenlampen
  • Kerzen
  • Weiche Stoffe (Fleecedecken, Kissen)
  • Naturmaterialien (Holz, Leder, Fell, geflochtene Körbe)

Vorteile

Minimalismus spart Geld

Im Minimalismus steht Qualität über Quantität. Das heißt zwar zunächst, dass für einzelne Stücke auch gerne mehr ausgegeben werden darf. Im Großen und Ganzen sparen Sie so aber viel Geld, da ja nur angeschafft werden soll, was auch wirklich genutzt wird. Schluss mit überladenen Deko-Elementen, die nur zu Staubfängern werden, oder mit dem zehnten Paar Turnschuhe!

Zeit sparen

Apropos Schuhe! Besonders Frauen kennen sicherlich das Phänomen der Qual der Wahl. Aber dank Minimalismus ist Schluss ist mit dem stundenlangen Vor-dem-Kleiderschrank-Stehen. Durch einen ausgemisteten Kleiderschrank geht die Suche nach dem richtigen Outfit schneller.

Der Minimalismus ermöglicht es außerdem, weniger Putzen und Aufräumen zu müssen und hilft dabei, Dinge schneller zu finden. Denn durch einen minimalistischen Lebensstil ist mehr Platz in der Wohnung und Sie sind organisierter. Keine unaufgeräumten Schränke, keine Informationsflut, kein Chaos.

Mehr Platz

Gerade in kleineren Wohnungen schafft eine minimalistische Einrichtung mehr verfügbaren Wohnraum. Freie Wände und Böden aber auch Spiegel und die richtige Beleuchtung lassen Ihre Wohnung auch optisch geräumiger wirken.

Fokus auf das Wichtige

Eine geordnete Umgebung schafft einen geordneten Geist! Minimalismus gibt Ihnen die Möglichkeit, sich endlich wieder auf das zu konzentrieren, was Ihnen im Leben wirklich wichtig ist. Und das eben nicht nur in materieller Hinsicht. Nutzen Sie Ihre neu gewonnene Zeit doch für einen Ausflug in die Natur.