Mansarddach

Mansarddach – Eine Dachkonstruktion mit Knick in der Optik

Sie haben den Wunsch nach einem prunkvollen und schicken Erscheinungsbildes Ihres Eigenheims? Erfüllen Sie sich diesen mit einem Mansarddach. Ein Knick in den Dachflächen des Hauses ermöglicht diesen Look. Jeder hat heute die Möglichkeit, sich vom Mansarddach der französischen Prachtbauten inspirieren zu lassen. Gleichzeitig verhelfen Sie sich so zu mehr Wohnraum. Dabei verlieren Sie nicht das gemütliche Gefühl des Dachgeschosses. Alles Wichtige für den Bau von Ihrem Mansardendach erfahren Sie hier.

1. Die Historie des Mansarddaches

Tipp zum Bau bringt Ihnen die Geschichte des Mansarddachs näher.

Das Mansarddach geht bis in das 16. Jahrhundert in Frankreich zurück. Viele Prachtbauten in Paris haben solch ein Dach.

Seinen Anfang fand das Mansardendach in Frankreich des 16. Jahrhunderts. Der Architekt des Pariser Louvre, Pierre Lescot, erfand diese Sorte der Dachkonstruktion. Jedoch bekam sie erst ungefähr hundert Jahre später ihren jetzigen Namen. Benannt ist das Mansardendach nämlich nach zwei anderen Architekten. Und zwar nach François Mansart und seinem Großneffe Jules Hardouin-Mansart. Sie machten diese Dachbau-Technik mittels Ihrer vielen Prachtbauten populär.

Ursprünglich waren steuerliche Vorteile der Grund für die Entscheidung für den Dach-Typ Mansarddach. Die Mansardgeschosse galten als Dachgeschoss und kosteten deswegen weniger Steuern. Deshalb haben sie sich in Frankreich recht schnell durchgesetzt. Vor allem vom 18. bis ins 20. Jahrhundert wurde das Mansarddach gebaut. Deshalb finden Sie diese in Deutschland viel bei historischen Gebäuden.

2. Mansarddach – Wie funktioniert es?

Tipp zum Bau fasst Ihnen alle Informationen zur Konstruktion des Mansarddachs zusammen.

Die Konstruktion von einem Mansarddach ist durch die verschiedenen Neigungswinkel aufwendig.

Grundsätzlich handelt es sich beim Mansardendach um zwei Sparrendächer mit unterschiedlicher Neigung. Durch das Aufeinanderstapeln entsteht aus dieser Kombination ein einziges Dach. An dem Punkt, an welchem diese beiden Komponenten zusammentreffen, entsteht der Mansardknick. Dieser wird auf der Höhe der Tropfkante, der sogenannten Traufe, des Daches verortet. An dieser Stelle, wie der Name nahelegt, fließt das Regenwasser vom Mansarddach ab.

Es entstehen also zwei Dachflächen beim Mansardendach. Die untere, steilere der Beiden hat meist eine Dachneigung zwischen 65 bis 75°. Sie ist teilweise so abschüssig, dass sie beinahe senkrecht wirkt. Die zweite Dachfläche ist mit ca. 30° deutlich flacher.

Die beiden Dachflächen treffen in einem traditionellen Dachfirst aufeinander. Daran erkennen Sie den Anteil des Sparrendaches. Holzpfetten und Kehlbalken auf Höhe des Knicks tragen die Dachkonstruktion vom Mansardendach. Erstere bezeichnen waagerechte Balken unterhalb des Dachsparrens. Bei den anderen handelt es sich um waagerechte Balken zwischen gegenüber-liegenden Sparren.

3. Mansarddach – Wie funktioniert es?

Bei Tipp zum Bau erfahren Sie alles Nötige über die Variationen des Mansarddachs.

Es gibt verschiedene Variationen für die Konstruktion von einem Mansarddach.

Wie bei vielen Dachformen gibt es auch beim Mansarddach verschiedene Ausführungen. Im Fall dieser Art der Daches spricht man von zwei Hauptformen. Diese unterscheiden sich vor allem an der Zahl und der Form der Dachflächen.

  • Mansardgiebel– beziehungsweise -satteldach.
  • Mansardwalmdach.

Das Mansardgiebeldach besitzt zwei entgegengesetzt geneigte Dachseiten. Diese haben eine rechteckige Form. Somit sieht diese Dachform aus wie ein Satteldach mit einem Knick auf jeder Dachseite.

Das Mansardwalmdächer haben wiederum 4 Seiten. Die zwei oberen Teile auf den Giebelseiten sind in diesem Fall dreieckig. Aufgrund der zusätzlichen Seiten lässt sich diese Variante als komplizierter beschreiben. Als besonders beliebt stellte sich das Mansardwalmdach im Barock und den 1920er Jahren heraus.

Neben diesen beiden Formen gibt es noch andere Varianten von Mansarddächern. Zum einen haben Sie auch die Möglichkeit der Wahl eines Mansarddaches mit Flachdach. Hier wird der obere Teil durch eine ebene Fläche ersetzt. Andererseits steht noch das Mansarddach mit Schopf oder Fußwalm zur Auswahl.

Jede Form von Mansardendach verändert den Stil des Dachs und ganzen Hauses. Die gewählte Dacheindeckung und eventuelle Verzierungen unterstützen dies weiter. Einen modernen Look erreichen Sie durch minimalistische Dachziegel in schlichten Farben, wie schwarz. Falls sie ein konservativ-elegantes Erscheinungsbild anstreben, ist auch dies möglich. Aufwendig verarbeitete und verzierte Materialien und Dachelemente, wie ein geschwungener Dachüberstand, helfen dabei.

4. Voraussetzung für den Einsatz von Ihrem Mansarddach

Tipp zum Bau informiert Sie über die Voraussetzungen für ein Mansarddach.

Holen Sie sich auf jeden Fall Informationen vom Bauamt ein für Ihr Mansarddach. Dann sind Sie auf der sicheren Seite.

Für den Bau von Ihrem Mansardendach benötigen Sie die Erlaubnis des Bauamts. Je nach Region verweigert diese Ihnen die Konstruktion eines solchen Daches. Deswegen halten Sie auf jeden Fall Rücksprache mit dem zuständigen Amt.

Besonders wichtig ist eine solche Besprechung, wenn Sie einen Umbau planen. Eine solche Änderung der Dachform stellt einen Eingriff in die Umgebung dar. Dies ist zum einen ein möglicher Konfliktpunkt mit Ihren Nachbarn. Zum anderen ist eine Absprache mit den Behörden von Nöten. Gerade, wenn Ihr Haus in dicht bebauten Gebiet steht.

5. Benötigte Materialien für den Bau eines Mansarddaches

Wie bei jedem Dachbau benötigen Sie auch für das Mansarddach einige Materialien. Beachten Sie aufgrund der besonderen Dachform, dass Sie größere Mengen benötigen. Abgesehen von der höheren Quantität gibt es keine weiteren Unterschiede zu einem klassischen Satteldach.

  • Holz für den Dachstuhl.
  • Dämmmaterial.
  • Dacheindeckung, in der Regel Ziegel, Schiefer, Schindeln.

Achten Sie in Bezug auf die Dacheindeckung auf die unterschiedlichen Neigungswinkel. Aufgrund dessen stellen die Dachflächen unterschiedliche Ansprüche an das Material. Finden Sie eine Dachpfanne, die für steile und flache Dächer geeignet ist. Achten Sie gerade für den unteren Teil auf das Gewicht und Rutschfestigkeit. Damit verhindern Sie, dass die Dacheindeckung von Ihrem Mansardendach verrutscht oder abstürzt.

6. Kosten von einem Mansarddach

Tipp zum Bau klärt Sie über die anfallenden Kosten beim Bau eines Mansarddachs auf.

Sparen Sie nicht beim Mansarddach. Informieren Sie sich jetzt über die Kosten.

Im Vergleich zum klassischen Satteldach ist das Mansardendach teuer. Rechnen Sie mit circa 40% höheren Kosten. Dies ist die Folge von verschiedenen Faktoren. Das Mansarddach benötigt Folgendes:

  • Mehr Material.
  • Aufwändigeren Bau.
  • Eine kostenintensive Wartung.

Aufgrund der großen Dachfläche steigt natürlich die Menge an benötigten Materialien. Folglich steigen die Anschaffungskosten für das Mansarddach. Außerdem handelt es sich bei dieser Dachform um eine aufwändige Konstruktion. Die verschiedenen Dachflächen mit unterschiedlicher Steigung, aber auch der Knick verkomplizieren den Bau. Deshalb ist ein Mansardendach auch mit einem höheren Aufwand verbunden. Rechnen Sie deshalb mit größeren Ausgaben für die Handwerker. Der Quadratmeter kostet durchschnittlich zwischen 80 und 90 Euro für den Dachstuhl. Der Preis ist außerdem von der gewählten Dacheindeckung abhängig. Hier eine Beispielrechnung zur besseren Vorstellung:

  • Dachfläche: 280 Quadratmeter.
  • Dachstuhl: 25.000 Euro.
  • Eindeckung: 18.000 Euro.
  • Wärmedämmung: 17.000 Euro.
  • Insgesamt: um die 60.000 Euro.

Führen Sie regelmäßig eine Wartung durch einen Dachdecker durch. Der empfohlene Richtwert beträgt alle 10 Jahre. Dies verhindert schwerwiegende Schäden an Ihrem Mansarddach. Geben Sie im Zusammenhang damit auch auf Pflege und Reinigung acht.

7. Vor- und Nachteile von einem Mansarddach

Vorteile

Tipp zum Bau klärt Sie über die anfallenden Kosten beim Bau eines Mansarddachs auf.

Ausgeprägte Dachschrägen gibt es beim Mansarddach keine.

  • Mehr Wohnraum verfügbar.
  • Wenig Dachschrägen.
  • Gemütlich.
  • Stauraum.
  • Umgehen von maximaler Bauhöhe möglich.
  • Guter Witterungsschutz.
  • Eye-Catcher.

Durch die steilen Dachflächen wird Ihnen der Einbau von weitere Etagen im Dachraum ermöglicht. Der Einbau einer Maisonette-Wohnung ist hier gut möglich. Durch die kaum vorhandenen Schrägen ist die Fläche größtenteils wie vollwertiger Wohnraum nutzbar. Folglich haben Sie die auch die Stellmöglichkeit von großen Möbeln. Außerdem ist durch das Mansardendach fast überall ein aufrechtes Stehen möglich. Es fällt also auch die Gefahr des ständigen Kopfanstoßens weg. Trotzdem behält sich die Mansarde das gemütliche Gefühl eines Dachgeschosses bei.

Es entsteht mehr Fläche im Dachraum. Der mögliche Verzicht auf einen Keller ist somit eine zweite Überlegung wert. Dadurch sind Einsparungen beim Hausbau machbar. Ein Umgehen der Auflagen rund um die maximale Höhe eines Gebäudes ist außerdem möglich. Diese Regelungen beziehen sich häufig auf den Traufpunkt. Die Mansarde liegt jedoch oberhalb. Deshalb ist der Bau eines solchen Geschosses zulässig.

Das Mansarddach wirkt wie der Schutzpanzer für das Gebäude und agiert auch so. Das Haus wird geradezu vom Dach umhüllt. Es bietet einen guten Schutz gegen die Witterungen für das Dach und die Fassade. Der Regen fließt gut ab. Schnee bleibt nicht so leicht liegen. Das Mansardendach wappnet Ihr Haus auch gegen Wind und Sturm.

Vergessen Sie nicht die ansprechende Optik dieser Dachvariante. Begriffe wie luxuriös, edel, zeitlos und majestätisch dominieren Beschreibungen vom Mansardendach. Und das ist nicht ohne Grund der Fall. Das Mansarddach geht schließlich auf Pariser Prunkbauten zurück. Rund um ist es also ein Eye-Catcher.

Nachteile

  • Hohe Kosten.
  • Nicht überall erlaubt.
  • Eingeschränkte Nutzbarkeit für Photovoltaik-Anlagen.
  • Belichtung.
  • Schneerutsch.
  • Knick als Wasserfänger.

Das Mansardendach hat eine aufwändige Konstruktion und einen höheren Verbrauch an Materialien. Deshalb kommen auch höhere Kosten auf Sie zu. Außerdem geht viel Planung mit dem Bau eines Mansarddaches einher. Es besteht die Möglichkeit, dass Ihnen das Bauamt die Erlaubnis verweigert. Wählen Sie in diesem Fall eine andere Dachvariante.

Tipp zum Bau informiert Sie über die Vor- und Nachteile eines Mansarddachs.

Die Installation von Photovoltaik- und Solaranlagen ist beim Mansarddach nur eingeschränkt nutzbar.

Wegen der unterschiedlichen Neigungswinkel geht viel mögliche Montagefläche für Solar- und Photovoltaik-Anlagen verloren. Deshalb sind diese nur eingeschränkt auf dem Mansarddach nutzbar. Auch in Zusammenhang mit den Dachflächen steht die Belichtung des Innenraums. Diese fällt unter Umständen aufwändiger aus. Dachfenster und Gauben verschaffen hier Abhilfe. Ein Vorteil des Daches ist, dass Schnee nicht so leicht liegen bleibt. Die steilen Dachflächen sind hierfür der Grund. Jedoch begünstigt dieser Umstand auch die Gefahr eines Schneerutsches. Dieses Problem ist aber leicht und günstig gelöst. Bringen Sie einfach zusätzliche Auffanggitter an den Dachflächen an.

Der bezeichnende Mansardknick stellt einen potenziellen Wasserfänger dar. An dieser Stelle „bricht” die Dachfläche auf und ist somit angreifbarer. Falls Handwerker hier nicht sauber arbeiten, besteht die Gefahr von feuchten Mauern oder Schimmel. Dem ist jedoch einfach entgegen zu wirken. Bereits beim Bau auf eine gute Abdichtung, Isolation und Dämmung achten, verschafft Abhilfe. Außerdem helfen regelmäßige Wartungen und eine gute Pflege von Ihrem Mansarddach.

8. Ein Fazit – Ist ein Mansarddach für Sie das Richtige?

Tipp zum Bau hilft Ihnen bei der Entscheidung bezüglich des Mansarddachs.

Wenn Sie sich gut informieren, steht Ihrem Mansarddach nichts mehr im Weg.

Vor allem der enorme Flächengewinn stellt für viele ein entscheidendes Kriterium dar. Zusätzlicher Wohnraum ist immer gefragt. Vernachlässigen Sie auch nicht die prunkvolle Optik und das gemütliche Raumgefühl. Sie verleihen Ihrem Eigenheim durch ein Mansardendach einen ganz besonderen Charme. Wenn Ihnen all das zusagt, bleibt nur noch sagen: „Wenn schon, denn schon.“ Bedenken Sie nur die höheren Erstkosten und eine regelmäßige Wartung.

9. Die Wartung von Ihrem Mansarddach

Tipp zum Bau erklärt Ihnen das Wichtigste zur Wartung des Mansarddachs näher.

Denken Sie an eine regelmäßige Wartung für Ihr Mansarddach durch einen Profi.

Seien Sie sich grundsätzlich bewusst, dass Mansarddächer mehr Aufmerksamkeit benötigen als andere Dachformen. Dies beginnt bereits während der Konstruktion. Werfen Sie aber auch danach immer wieder einen Blick auf Ihr Dach.

Auch heute kommt es noch zu Fehlern beim Bau von Mansarddächern. Achten Sie besonders auf eine gute Dämmung im Bereich des Mansardknicks. So wirken Sie den späteren Folgen, wie undichten Stellen, von Beginn an entgegen. Diese führen unter Umständen zu Schimmel und feuchten Wänden in Ihrem Haus.

Sprechen Sie sich deshalb mit Ihrem Dachdecker ab, damit es nicht dazu kommt. Es empfiehlt sich, dass ein Fachmann alle 10 Jahre eine Wartung durchführt. Diese ermöglicht ein schnelles Entdecken eventueller Schäden an Ihrem Mansarddach. So minimieren Sie die Kosten, indem Sie schlimmere Schäden vermeiden. Außerdem gewährleisten Sie den Erhalt der Dämmfunktion auch noch nach 10 Jahren.

Verhindern Sie die Gefahr des Vergessens mit Hilfe eines Wartungsvertrags. Dieser bietet Ihnen einen umfassenden Schutz. Schließen Sie diesen als Hausbesitzer mit Ihrem Dachdecker schon beim Bau des Mansarddachs ab. Kurz zusammengefasst, beachten Sie Folgendes:

  • Wartung alle 10 Jahre.
  • Verhinderung von Schäden.
  • Möglichkeit eines Wartungsvertrags.

10. Wie Sie das Mansarddach richtig pflegen

Tipp zum Bau informiert Sie zur Pflege und Reinigung Ihres Mansarddachs.

Ein dreckiges Dach sieht nicht nur unschön aus, sondern hat auch Folgen.

Für Ihr Mansarddach gilt wie überall, regelmäßige Pflege und Reinigung verhelfen zu gutem Erhalt. In diesem Fall verhindert dies die Ablagerung von Flechten, Moos und Algen. Die Flecken in grün, weiß oder gelb sehen nicht schön aus. Außerdem schaden sie auch den Dachpfannen, indem sie sie porös machen. Dies führt zum Anstauen des Regenwassers, weil der Abfluss behindert ist. Eine Dachreinigung verhindert so etwas.

Die Pflege Ihres Daches ist in Eigenregie, aber auch durch einen Profi möglich. Seien Sie sich bewusst, dass eine Reinigung nicht einfach ist. Ein Laie macht leicht Fehler. Sie führen zu kaputten Ziegeln und Wasserschäden. Sie benötigen viel Equipment und Material:

  • Eigensicherung.
  • Haltegurte.
  • Dachleitern.
  • Gerüste.
  • Sicherheitsschuhe.
  • Reinigungsmittel.
  • Drucksprüher.
  • Wurzelbürste.
  • Eventuell Hochdruckreiniger.
  • Besen und Schaufel.
  • Imprägnierung oder Versiegelung.

Welche Dacheindeckung welche Technik braucht, erfahren Sie vom Hersteller. Jedes Material benötigt eine andere Pflege. Dachpfannen aus Keramik reinigen Sie beispielsweise nicht mit einem Hochdruckreiniger. Sie brauchen eine Vorbehandlung mit einem Reinigungsmittel.

Falls Sie unerfahren in diesem Feld sind, wenden Sie sich lieber an eine Reinigungsfirma. Vielleicht hat Ihr Dachdecker eine Empfehlung für Sie. Achten Sie darauf, dass die Handwerker vertrauenswürdig sind. Ein Zeichen dafür ist eine kostenlose Betrachtung des Daches vorab. Der Preis für eine Dachreinigung beträgt meistens zwischen fünf bis zehn Euro pro Quadratmeter. Der Endpreis hängt von folgenden Aspekten ab:

  • Material der Dachpfannen.
  • Grad der Verschmutzung.
  • Wunsch nach Imprägnierung oder Versiegelung.

11. Checkliste – Vermeiden Sie das beim Bau von Ihrem Mansarddach

Bei Tipp zum Bau finden Sie eine Checkliste für den Bau Ihres Mansarddachs.

Behalten Sie den Überblick beim Bau von Ihrem Mansarddach.

Beim Bau eines Hauses benötigen viele Aspekte Ihre Aufmerksamkeit. So ist es auch bei der Konstruktion von einem Mansarddach. Falls Sie sich für diese Dachform entscheiden, hat Tipp zum Bau eine Checkliste für Sie:

  • Regelmäßige Wartung.
  • Pflege und Reinigung.
  • Qualitativ hochwertige Abdichtung.
  • Richtige Wahl der Dacheindeckung.
  • Erlaubnis des Bauamts.

Bedenken Sie diese Aspekte bereits vor dem Bau. Auch danach ist ein kontrollierender Blick über die Liste hilfreich. Halten Sie auf jeden Fall Rücksprache mit den entsprechenden Fachkräften. So verhindern Sie Fehler und Ihrem prunkvollen Mansarddach steht nichts mehr im Weg.

12. Das Mansarddach als Witterungsschutz

Das Dach schützt ein Haus generell davor, dass es rein regnet. Es stellt sozusagen den Deckel dar. So fungiert auch das Mansarddach als Witterungsschutz. Durch seine häufig fünf- oder achteckige Form ähnelt es einem Schildkrötenpanzer. Genauso bewahrt es sich selbst und die Fassade Ihres Eigenheims vor Schäden.

Die steilen Dachflächen agieren wie eine zweite Haut. Über sie fließt der Regen gut ab. Es besteht also keine Gefahr vor stehendem Wasser. Ähnliches gilt auch für Schneefall. Der hohe Neigungsgrad von bis zu 75° verhindert das Liegenbleiben des Schnees. Durch seine besondere Form bietet das Mansarddach kaum Angriffsfläche für Wind oder Sturm. Sie sind also auf jede Witterungslage vorbereitet.

13. Die Gaube – ein mögliches Dachelement für Ihr Mansarddach

Tipp zum Bau informiert Sie über die Gaube für Ihr Mansarddach.

Eine Gaube ist ein richtiger Hingucker auf dem Mansarddach.

Für mehr Licht unter dem Dach stellt die Gaube eine gute Lösung dar. Sie ermöglicht Ihnen mehr Licht und Platz und eine bessere Belüftung. Außerdem fügt sie einen optischen Hingucker zu Ihrem Dachäußeren hinzu.

Planen Sie den Einbau Ihrer Gaube am besten schon während des Hausbaus ein. Sie stellt einen großen Eingriff in die Dachstatik dar. Berechnen Sie das Gewicht und dessen Umverteilung mit ein. Holen Sie sich außerdem die Genehmigung durch das Bauamt ein. Eine ausreichende Dachschräge ist ansonsten die einzige weitere Voraussetzung für den Bau der Gaube. Welche Kosten für die Gaube auf Sie zukommen, hängt von unterschiedlichen Aspekten ab.

  • Die Gaubenform.
  • Die gewünschte Größe.
  • Die Zahl der Fenster.
  • Die bauliche Ausführung.

Natürlich sind Individualisierungen in Bezug auf die Form und die Größe möglich. Oder auch die Dacheindeckung betreffend. Seien Sie sich bewusst, dass diese zu einem Kostenanstieg führen. Es gibt insgesamt vier verschiedene Gaubentypen und dazugehörige Gaubenarten.

  • Flache Gaube: Schleppgaube, Flachdachgaube.
  • Spitze Gaube: Satteldachgaube, Spitzgaube/Dreiecksgaube.
  • Eckige Gauben: Walmdachgaube, Trapezgaube.
  • Runde Gaube: Rundgaube, Fledermausgaube.

14. Das Dachfenster – genug Licht, auch unter dem Mansarddach

Tipp zum Bau informiert Sie über die Gaube für Ihr Mansarddach.

Ein Dachfenster lässt viel Licht in Ihr Mansarddach.

Dachfenster ermöglichen Ihnen Helligkeit und Komfort. Sie stellen einen Eingriff in die Statik Ihres Daches dar. Werfen Sie auf jeden Fall einen Blick in die geltende Landesbauordnung. Diese legt die zulässigen Fenstergrößen und die rechtlichen Voraussetzungen fest. Vermutlich benötigen Sie keine Baugenehmigung. Halten Sie trotzdem Rücksprache mit dem zuständigen Amt. Es ist möglich, dass Sie eine Bauerlaubnis benötigen.

Rechnen Sie mit Preisen zwischen 1000 und 2000 Euro für Ihr Dachfenster. Dies ist abhängig von Art, Größe und Material des Fensters. Falls Sie sich eine Sonderform wünschen, steigt der Preis an. Außerdem benötigen sie Zubehör, wie Eindeckrahmen für den Einbau. Diese kosten weitere 100 bis 500 Euro. Die Fenstertypen sind, wie gesagt, ausschlaggebend für den Preis. Es gibt unterschiedliche Einbauarten:

  • Das eingebettete Dachfenster: liegt in der Dachhaut.
  • Das stehendes Dachfenster steht aus dem Dach hervor.
  • Die Auswahl zwischen einem oder zwei Fensterflügeln.

15. Feuchte Mauern und Schimmel – Auch für Ihr Mansarddach eine Gefahr

Falls Sie bemerken, dass Sie feuchte Wände haben, handeln Sie schnell. Lange Feuchtigkeit im Gemäuer führt zu Schimmel. Der hat meist gesundheitliche und finanzielle Folgen. Seinen Ursprung hat das Phänomen in eindringendem Wasser. Seien Sie vorsichtig, denn selbst kleine Mengen verursachen bereits Schäden.

Die Ursachen sind vielfältig. Vermeiden Sie Wassereintritt indem Sie richtig Lüften, Heizen und Trocknen. Außerdem führen bauliche Mängel, wie eine mangelhafte Abdichtung, zu Feuchtigkeit. Auch der natürliche Material-Verschleiß begünstigt die Entstehung von feuchten Wänden.

Haben Sie einen Verdacht auf eindringendes Wasser? Dann verifizieren Sie das Problem durch ein Feuchtigkeitsmessgerät. Hinweise sind beispielsweise ein muffiger Geruch oder dauerhaft beschlagene Fenster. Die Situation unter Kontrolle bekommen Sie durch das Heranziehen eines Fachmanns.

16. Das Satteldach – Falls das Mansarddach nicht das Richtige ist

Tipp zum Bau informiert Sie über das Satteldach, falls das Mansarddach nicht das Richtige ist.

Ist das Mansarddach nicht das Richtige für Sie? Dann ist es vielleicht das Satteldach.

Das Satteldach ist eine der häufigsten Dachformen. Der simple Aufbau ist charakteristisch. Zwei rechteckige Dachflächen treffen im First aufeinander. Sie sind entgegengesetzt geneigt, wodurch eine Dreiecks-Form entsteht. Hierbei sind die Stärke des Neigungswinkels und die Höhe der Traufe variabel.

Durch die schlichte Bauweise entfällt viel aufwändige Mehrarbeit aufgrund von Details. Das verringert die Anfälligkeit für Schäden am Satteldach noch weiter. Sein Status als Klassikers ist aufgrund der unkomplizierten Konstruktion und großen Haltbarkeit kein Wunder.

17. Die steuerlichen Vorteile durch ein Mansarddach im damaligen Frankreich

Bei der Verbreitung dieser Dachvariante spielte die steuerliche Situation eine große Rolle. In Frankreich wurde die Grundsteuer je nach Anzahl der Vollgeschosse erhoben. Mansarden zählten aufgrund ihrer Verortung als Dachgeschosse. Deswegen sparten Hauseigentümer Geld. Das Dachgeschoss bietet so viel mehr als eine simple Etage. Ihre steuerliche Bemessung entsprach dem eines Dachgeschosses trotz der Nutzbarkeit als Vollgeschoss.

18. Glossar – Die wichtigsten Begriffe rund ums Mansarddach

Sie wissen nicht genau was ein Begriff bedeutet? Kein Problem. Tipp zum Bau hat ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen rund um das Mansarddach. So verhindern Sie Missverständnisse.

  • Traufe: Die Traufe oder auch Tropfkante bezeichnet die Dachkante, an welcher das Regenwasser abfließt. Meist ist Sie in Kombination mit einer Dachrinne. Beim Mansarddach befindet sie sich am Mansardknick. Die Breite der Dachfläche bestimmt die Länge der Traufe.
  • Mansardknick: Der Knick entsteht durch das Aufeinandertreffen der Dachflächen. Der Winkel ändert sich je nach Neigungsgrad der beiden Dachteile. Er ist eine mögliche Schwachstelle.
  • Mansardgeschoss: Bezeichnung für einen Teil des Dachgeschosses, der zu Wohnzwecken dient. Definierend ist die schräge Außenwand. Diese ist meist so steil, dass aufrechtes Stehen kein Problem ist.
  • Mansarde: Ist die kurze Bezeichnung für Mansardgeschoss.

19. Solar- und Photovoltaikanlage auf Ihrem Mansarddach

Tipp zum Bau informiert Sie über die Solaranlage für Ihr Mansarddach.

Eine Solaranlage bietet eine gute Möglichkeit zur umweltfreundlich Stromerzeugung. Informieren Sie sich, ob eine Installation auf Ihrem Mansarddach möglich ist.

Eine Möglichkeit zu umweltfreundlichen Strom stellen Solaranlagen dar. Sie wandeln die Solarenergie in nutzbare Energieformen um. Die Photovoltaik-Anlage (kurz PVA) ist eine Unterform der Solaranlage. Sie wandelt Sonneneinstrahlung über Solarzellen in elektrische Energie um. Diese gelangt über Einspeisung wiederum in das Stromnetz.

Für die Installation einer Solarstrom-Anlage auf dem Hausdach gibt es einige Voraussetzungen. Ausreichend freier Platz auf den Dachflächen ist notwendig. Ein Mindest-Richtwert stellt 25 Quadratmeter dar. Außerdem spielen die Ausrichtung des Dachs und auch die Neigung eine Rolle. Optimal sind zwischen 30 und 35% Neigung.

20. Dekorationselemente für Ihr Mansarddach

Ihre Entscheidung fiel bereits auf ein optisch sehr ansprechendes Dach? Nun besteht die Möglichkeit für weitere Dekorationen. Hierbei gibt es die Unterscheidung zwischen dekorativen und konstruktiven Elementen. Erstere stellen Verzierungen dar, welche nicht von Bedeutung für die Statik sind. Letztere sind wiederum funktionale Teile, die den Baukörper unterstützen. Hier ist eine kleine Auswahl:

  • Wetterfahne.
  • Gaube (in verschiedenen Formen möglich).
  • Wahl der Dacheindeckung.
  • Dachüberstand (zum Beispiel geschwungen).

Diese Dekorationen finden ihre Befestigung an unterschiedlichen Orten auf dem Dach. Möglich ist am Dachgiebel oder Dachfirst, auf der Dachfläche oder auch an der Regenrinne. Sie haben hier die freie Auswahl.

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