Der Luftentfeuchter

Der Luftentfeuchter – setzen Sie dicker Luft ein Ende 

Mit einem Luftentfeuchter regulieren Sie effizient die Luftfeuchtigkeit in Ihrem Zuhause. Die richtige Luftfeuchtigkeit beugt nicht nur Schimmel vor, sie sorgt auch für ein angenehmes Wohnklima. Gleichzeitig fördert ein Luftentfeuchter Ihre Gesundheit.

1. Was ist ein Luftentfeuchter?

Überall da, wo die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist, kommt ein Luftentfeuchter zum Einsatz. Er sorgt für ein angenehmes Wohnklima, denn feuchte Luft macht schlapp. Eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit trocknet Ihre Schleimhäute aus. Gerade im Winter führt das zu einem erhöhten Infektionsrisiko. Außerdem trocknet Ihre Haut aus, was zu Juckreiz oder Ausschlag führt.

Mit einem Luftentfeuchter lässt sich die Luftfeuchtigkeit einfach regulieren. Der Luftentfeuchter schützt vor Schimmel, der vor allem bei hoher Luftfeuchtigkeit entsteht. Auch Hausstaubmilben, die Allergien auslösen, fühlen sich bei hoher Luftfeuchtigkeit wohl.
Achten Sie vor dem Kauf eines Luftentfeuchters auf folgende Kriterien:

  • Die Größe des zu entfeuchtenden Raumes.
  • Die Raumtemperatur.
  • Die Entfeuchtungs-Leistung des Luftentfeuchters.
  • Die Größe des Wasserbehälters.
  • Der Stromverbrauch.
  • Die Lautstärke.

Beachten Sie auch die Deckenhöhe des Raumes. Die meisten Luftentfeuchter sind für eine Standard-Deckenhöhe von 2,5 Metern konzipiert. Ist Ihr Raum niedriger oder höher, benötigen Sie ein Gerät mit mehr oder weniger Leistung.

Luftentfeuchter gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, die unterschiedlichen Zwecken dienen. Für den häuslichen Gebrauch kommen Kompressor- und Adsorptionstrockner zum Einsatz. Viele Luftentfeuchter besitzen einen zusätzlichen Staubfilter. Sie entfeuchten und reinigen gleichzeitig die Luft.

Moderne Luftentfeuchter sind mit digitalen Displays ausgestattet. Damit regulieren Sie ganz einfach die Raumtemperatur und das Feuchtigkeits-Niveau. Außerdem lässt sich am Display der Wasserstand des Behälters ablesen. Wählen Sie am besten einen Luftentfeuchter mit integriertem Hygrostat, der die Luftfeuchtigkeit misst. Der Luftentfeuchter schaltet sich dann ab, sobald der gewünschte Feuchtigkeitswert erreicht ist.

Achten Sie bei einem etwas schwereren Gerät auf montierte Rollen. Das erleichtert den Transport des Luftentfeuchters in einen anderen Raum.

2. Wann ist ein Luftentfeuchter sinnvoll?

Tipp zum Bau verrät Ihnen, wie Sie Schimmel mit einem Luftentfeuchter bekämpfen.

Schimmel bildet sich bei zu hoher Luftfeuchtigkeit. Mit einem Luftentfeuchter beugen Sie Schimmel vor.

Grundsätzlich finden Luftentfeuchter in Räumen mit zu hoher Luftfeuchtigkeit Verwendung. Beschlagen Ihre Fensterscheiben häufig, liegt das an einer erhöhten Luftfeuchtigkeit.

Die Luft im Badezimmer ist zum Beispiel oft zu feucht, vor allem, wenn es kein Fenster hat. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit führt zur Schimmelbildung, die schädlich für Ihre Gesundheit ist. Eine unzureichende Luftzirkulation begünstigt ebenfalls Schimmelbildung.

Pilzsporen lösen Atemwegsbeschwerden aus, die im schlimmsten Fall zu Asthma führen. Schimmel greift die Bausubstanz und die Einrichtung an. Er fällt durch einen unangenehmen, muffigen Geruch auf. Schimmel wirkt sich negativ auf das Wohnklima aus. Schimmel entsteht schon ab einer relativen Luftfeuchtigkeit von 60 Prozent. Er bevorzugt kühle Wände, aber auch Zimmerecken und Fenster, da hier Wasser kondensiert.

Luftentfeuchter sind vielfältig einzusetzen. Sie kommen sowohl in bewohnten als auch in unbewohnten Räumen zum Einsatz. Die üblichen Einsatzgebiete sind:

  • In Kellerräumen.
  • Im Auto, zur Vorbeugung von beschlagenen Scheiben.
  • Im Wohnwagen.
  • Bei Neubauten als Bautrockner.
  • Nach einem Wasserschaden oder Rohrbruch.
  • Als Konservierung, zum Beispiel in Lagerräumen für Lebensmittel, Archiven und Museen.

Nasse Wäsche gibt ebenfalls Feuchtigkeit an den Raum ab. Wenn Sie viele Zimmerpflanzen besitzen, führt das auch zu einer erhöhten Luftfeuchtigkeit. Bei der Transpiration verdunstet das Wasser über die Blätter der Pflanzen. Sie selbst geben Feuchtigkeit ab, zum Beispiel in Form von Schweiß. Allein im Schlaf gibt der Körper einen Liter Feuchtigkeit in der Nacht ab.

Je mehr Menschen in einem Haushalt wohnen, desto höher ist die Luftfeuchtigkeit. Ein drei- bis vierköpfiger Haushalt gibt am Tag bei normalen Aktivitäten bis zu 15 Liter Feuchtigkeit ab. Fitnessräume und Schwimmbäder sind besonders von einer hohen Luftfeuchtigkeit betroffen.

Sie besitzen viele Möbel aus Massivholz? Dann ist die richtige Luftfeuchtigkeit besonders wichtig. Holz ist ein “lebendiger” Stoff, der ständig Feuchtigkeit aufnimmt und abgibt. Temperaturen und Luftfeuchtigkeit verändern sich jahreszeitenbedingt und führen zu Rissen oder Verzug im Holz. Mit einem Luftentfeuchter schaffen Sie das ganze Jahr über eine konstante Luftfeuchtigkeit.

Vor allem in Kellerräumen fühlt sich Schimmel besonders wohl. Hier kondensiert warme an den kalten Wänden. Die fehlende Luftzirkulation begünstigen Schimmelbildung zusätzlich. Hier schafft ein Luftentfeuchter Abhilfe. Feuchte Keller sind besonders bei Altbauten ein Problem, das vermehrt bei milderen Temperaturen auftritt. Die ungedämmten Wände lassen warme Luft von außen durch. Aber auch in Neubauten ist der Sollwert von 60 Prozent Luftfeuchtigkeit schnell überstiegen.

Erfahren Sie von Tipp zum Bau, welcher Luftentfeuchter für den Keller geeignet ist.

In Kellerräumen lässt sich die Luftfeuchtigkeit nur schwer regulieren. Ein Luftentfeuchter schützt Ihre Wertsachen und Gegenstände vor Nässe.

Ein Luftentfeuchter ist auch in der Garage oder im Geräteraum nützlich. Wenn hier die Luft zu feucht ist, bildet sich Rost. Das schadet zum Beispiel Ihrem Auto oder Motorrad. Sie besitzen einen Oldtimer? Schützen Sie ihn unbedingt mit einem Luftentfeuchter.

Beschlagene Scheiben im Auto sind nicht nur lästig, sie schränken auch die Sicherheit ein. Gerade im Winter kommt das häufiger vor. Beim Atmen stoßen Sie Wasserdampf aus. Die Umgebungsluft ist wesentlich kühler als Ihr Atem und kondensiert an den Autoscheiben.

Eine kaputte Lüftung, undichte Scheiben und nasse Kleidung sowie Sitze erhöhen zusätzlich die Luftfeuchtigkeit. Das führt zu Schimmel und zu unangenehmen Gerüchen. Ein Luftentfeuchter im Auto ist daher besonders sinnvoll.

Sie fahren mit dem Wohnmobil in den Urlaub? Dann macht ein strom- und platzsparender Luftentfeuchter Sinn. Da der Raum viel kleiner ist, ist ein Gerät mit niedriger Leistung völlig ausreichend.

Bauherren verwenden spezielle Luftentfeuchter in Neubauten oder bei Renovierungsarbeiten. Frisch gestrichene und tapezierte sowie verputzte Stellen geben Feuchtigkeit ab. Vor dem Einzug sind Neubauten komplett auszutrocknen. Das ist mit einem speziellem Bautrockner möglich.

Bei schwülem Wetter im Sommer lässt sich die Luftfeuchtigkeit nur schwer regulieren. Lüften bringt zusätzliche Feuchtigkeit nach innen. Ein Luftentfeuchter ist hier besonders praktisch. Er senkt nicht nur die Luftfeuchtigkeit, sondern sorgt auch für erholsamen Schlaf in Sommernächten.

Im Winter lässt sich die Luftfeuchtigkeit besser durch Lüften regulieren. Damit sind aber auch höhere Heizkosten verbunden. Mit einem Luftentfeuchter sparen Sie sich daher die Heizkosten.

3. Die optimale Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit

Bei einem optimalem Raumklima beträgt die Temperatur zwischen 18 und 23 Grad. Die Luftfeuchtigkeit beträgt dabei 40 bis 60 Prozent. Sie sind sich immer noch unschlüssig, ob sich die Anschaffung eines Luftentfeuchters lohnt? Messen Sie mit einem Hygrometer die Luftfeuchtigkeit in Ihren Räumen. Wenn sie unter beziehungsweise über den Idealwerten liegt, ist ein Luftentfeuchter sinnvoll.

Erhalten Sie einen Überblick über die optimale Temperatur und Luftfeuchtigkeit in den unterschiedlichen Räumen:

RaumTemperaturLuftfeuchtigkeit
Schlafzimmer.16 - 18 °C40 - 60 %
Wohn- und Arbeitszimmer.20 °C40 - 60 %
Küche.18 °C50- 60 %
Bad/WC.23 °C50 - 70 %
Kinderzimmer.20 - 22 °C40 - 60 %
Keller.10 - 15 °C50 - 65 %

Die Luftfeuchtigkeit ist hier als relative Luftfeuchtigkeit angegeben. Sie beschreibt, wie stark die Luft mit Wasserdampf gesättigt ist. Bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 100 Prozent ist die Luft vollständig gesättigt. Wenn die Luftfeuchtigkeit über 100 Prozent beträgt, kann die Luft kein Wasser mehr aufnehmen. Das überschüssige Wasser schlägt sich dann als Kondenswasser oder Nebel nieder.

Am Taupunkt beziehungsweise Kondensationspunkt beträgt die relative Luftfeuchtigkeit immer 100 Prozent. Er gibt die Temperatur an, die zu unterschreiten ist, damit Wasserdampf entsteht. Je höher der Wasserdampfgehalt in der Luft, desto höher liegt der Taupunkt. Befindet sich also ein Gegenstand im Raum, der kühler ist als die Umgebungsluft, tritt die Kondensation früher ein.

Ein anderes Maß zur Bestimmung der Luftfeuchtigkeit ist die absolute Luftfeuchtigkeit oder Wasserdampfdichte. Sie gibt an, wie viel Wasserdampf tatsächlich in der Luft vorhanden ist. Die absolute Feuchtigkeit wird in Gramm pro Kubikmeter angeben.

4. Der richtige Standort für den Luftentfeuchter 

Grundsätzlich positionieren Sie den Luftentfeuchter in dem Raum mit der höchsten Luftfeuchtigkeit. Er arbeitet am effektivsten, wenn er so zentral wie möglich steht. Das begünstigt die Luftzirkulation. Unbewegte Luft neigt eher zur Kondensation.

Bei einem Wasserschaden stellen Sie den Luftentfeuchter direkt am betroffenen Bereich auf. Anders ist die Situation, wenn mehrere Räume bereits mit Schimmel befallen sind. Hier ist es sinnvoll, einen Luftentfeuchter mit besonders starker Leistung einzusetzen. Damit entfeuchten Sie gleich die gesamte Wohnung. Alternativ besorgen Sie sich ein mobiles Gerät, dessen Standort Sie je nach Bedarf wechseln.

Lassen Sie den Luftentfeuchter die ersten Tage im Dauerbetrieb laufen. Das entzieht die angestaute Feuchtigkeit aus allen Materialien im Raum. Sobald die Luftfeuchtigkeit auf den gewünschten Wert von 40 bis 60 Prozent gesunken ist, hält der Luftentfeuchter diesen Wert konstant.

5. Wie funktionieren Luftentfeuchter?

Luftentfeuchter funktionieren nach zwei unterschiedlichen Prinzipien:

  • Nach dem Prinzip der Kondensation.
  • Nach dem Prinzip der Adsorption.

Das Prinzip der Kondensation funktioniert mit Hilfe eines thermodynamischen Effektes. Der Luftentfeuchter erzeugt eine kalte Oberfläche, an der die erwärmte Luft kondensiert. Dadurch wechselt das Wasser vom gasförmigen in den flüssigen Aggregatzustand.

Der gleiche Effekt ist auch an gekühlten Flaschen zu beobachten. Die Umgebungsluft ist wärmer als die Flasche. Sobald sie die Flasche berührt, kondensiert das Wasser und bildet Tropfen.

Kondensation-Trockner arbeiten bei wärmeren Temperaturen effizienter. Kalte Luft speichert weniger Feuchtigkeit als warme Luft. Der Kondensationseffekt ist bei einer größeren Temperaturdifferenz zwischen Raumluft und der Kühlfläche höher. Im Idealfall beträgt die Raumtemperatur über 15 Grad.

Bei einer Raumtemperatur von 20 Grad nimmt die Luft bis zu 17 Gramm Wasser pro Kubikmeter auf. Bei einer Temperatur von 10 Grad nimmt die Luft nur 8,5 Gramm Wasser pro Kubikmeter auf. Das heißt, dass sich kalte Räume grundsätzlich schwerer trocknen lassen. Zusätzliches Heizen ist beim Kondensationstrockner erforderlich.

Der Kondensations-Trockner sammelt das kondensierte Wasser auf und führt es als Flüssigkeit ab. Die getrocknete Raumluft verlässt den Luftentfeuchter und nimmt erneut Feuchtigkeit auf. Trotz der Kältemaschine kühlen Luftentfeuchter den Raum nicht ab. Das Gerät strahlt sogar eine gewisse Wärme aus. Räume, in denen sich ein Luftbefeuchter befindet, erwärmen sich durchschnittlich um 2 Grad.

Beim Prinzip der Adsorption saugt ein wasseranziehender Stoff die Feuchtigkeit aus der Luft. Sobald der Stoff vollgesaugt ist, nimmt er keine Flüssigkeit mehr auf. Daher ist bei Adsorptionstrocknern der wasseranziehende Stoff regelmäßig zu erneuern.

6. Arten von Luftentfeuchtern

Tipp zum Bau verschafft Ihnen einen Überblick über elektrische Luftentfeuchter.

Elektrische Luftentfeuchter gewährleisten eine dauerhafte Luftentfeuchtung.

Grundsätzlich sind Luftentfeuchter in elektrische und stromlose Geräte zu unterscheiden. Zu den elektrischen Luftentfeuchtern zählen:

  • Trockner, die mit einem Kompressor arbeiten.
  • Peltier-Trockner.
  • Trockner, die mit Adsorption arbeiten.

Der Kompressor- und der Peltier-Trockner sind Kondensation-Trockner. Im Kompressor-Trockner ist ein Motor eingebaut, der die Luft ansaugt und erwärmt. Eine integrierte Kältemaschine erzeugt eine kalte Oberfläche, an der die warme Luft abkühlt. Dieselbe Kompressions-Kältemaschine ist auch bei Kühlschränken vorzufinden. Die in der Luft gespeicherte Feuchtigkeit kondensiert. Anschließend bläst der Kompressor-Trockner die getrocknete Luft wieder in den Raum.

Die Entfeuchtungs-Leistung eines guten Kompressor-Trockners liegt bei durchschnittlich 15 bis 20 Litern am Tag. Ein Wassertank sammelt das Wasser auf. Wenn der Behälter voll ist, schaltet sich der Luftentfeuchter automatisch ab. Entleeren Sie den Wasserbehälter manuell.

Für Freunde der Automatisierung gibt es hier auch das passende Zubehör. Wählen Sie hierfür einfach einen Luftentfeuchter mit integriertem Schlauch. Die Drainage ging noch nie so leicht. Damit gelangt das Wasser direkt nach draußen und gewährleistet einen dauerhaften Betrieb. Außerdem bleibt die gewünschte Luftfeuchtigkeit erhalten.

Der Wasserbehälter hat ein Fassungsvolumen zwischen 2,5 und 7 Litern. Je größer der Wasserbehälter ist, desto seltener ist er zu entleeren. Das ist wichtig zu beachten, wenn Sie größere Räume entfeuchten. Wählen Sie bei einem dauerhaften Betrieb ein Gerät mit Schlauchanschluss. Beachten Sie aber, dass ein Abwasserschlauch die Mobilität des Luftentfeuchters einschränkt. Für die Entfeuchtung des Badezimmers bietet sich ein Kompressor-Trockner ideal an.

Kondensations-Trockner mit Peltier-Technik funktionieren ohne Kältemaschine. Beim Peltier-Trockner erfolgt die Abkühlung über einen thermoelektrischen Effekt. Hier erzeugt das sogenannte Peltier-Element eine Temperaturdifferenz. Das Element besteht aus zwei Halbleiterschichten mit unterschiedlichen Materialien. Sobald Strom durch das Peltier-Element fließt, entsteht eine kalte und eine heiße Oberfläche. Die Luft strömt zunächst über die kalte Oberfläche, wo sie kondensiert.

Das Kondenswasser sammelt sich wie beim Kompressor-Trockner in einem Behälter an. Danach strömt die getrocknete Luft über die erhitzte Oberfläche und gelangt wieder in den Raum. Die Peltier-Technik kommt sowohl zur Abkühlung als auch zum Heizen zum Einsatz. Da der er besonders leise arbeitet, empfiehlt er sich für die Entfeuchtung des Schlafzimmers.

Die Entfeuchtungs-Technik bei Adsorptions-Trocknern unterscheidet sich grundsätzlich vom Kondensationsprinzip. Sie funktionieren mit einem Stoff, der Wasser anzieht. Das Trockenmittel besteht meistens aus Silika-Gel, auch Kieselgel genannt. Dieses ist üblicherweise in Form von Kügelchen vorzufinden. Silika-Gel besteht aus Siliciumdioxid und zeichnet sich durch seine starke feuchtigkeits-bindende Eigenschaft aus. Es ist in der Lage, über 40 Prozent seines eigenes Gewichts an Flüssigkeit aufnehmen.

Im Adsorptions-Trockner ist ein Rotor eingebaut, der mit Silika-Gel gefüllt ist. Ein Motor saugt die Luft in den Adsorptionstrockner ein und führt sie in den Rotor. Durch die Drehbewegung des Rotors gelangt die Luft in einen beheizten Regenerationsbereich. Hier entzieht der Trockner Feuchtigkeit entzogen und anschließend wieder freigegeben.

Wenn das Silika-Gel vollgesaugt ist, besteht die Möglichkeit, es zu erneuern. Dazu erhitzen Sie einfach das Trockenmittel. Legen Sie dazu das Trockenmittel

  • Zwei bis drei Stunden lang auf die Heizung.
  • In den Backofen. Hier erhitzen Sie das Trockenmittel nicht länger als zehn Minuten auf niedrigster Stufe.
  • In die Mikrowelle für zehn Minuten bei 90 Watt.

Dadurch verdampft das Wasser und das Silika-Gel ist wieder voll einsatzbereit.

ipp zum Bau verrät Ihnen, warum ein Adsorptions-Trockner im Keller sinnvoll ist.

Adsorptions-Trockner setzen feuchter Luft im Kellerraum ein Ende. Sie arbeiten auch bei niedrigen Temperaturen effizient.

Die stromlose Luftentfeuchtung erfolgt durch einen Luftentfeuchter mit Granulat. Diese Bauart besitzt einen Behälter aus Kunststoff, der mit dem Granulat gefüllt ist. Dieses besteht wie beim Adsorptionstrockner aus einem wasseranziehenden Stoff. Bei Entfeuchtern mit Granulat-Technik kommt meistens Calciumchlorid zum Einsatz. Ein Kilogramm Salzgranulat entzieht ungefähr 4 Liter Wasser.

Sobald das Calciumchlorid vollgesogen ist, löst es sich auf und sammelt sich in einem Behälter. Wechseln Sie alle vier bis sechs Wochen das aufgelöste Granulat auf. Sie erhalten Calciumchlorid entweder lose, in Form von Tabs oder in Blöcken.

7. Vor- und Nachteile von Luftentfeuchtern

Elektrische Luftentfeuchter

Der Kompressor-Trockner zeichnet sich durch seine hohe Entfeuchtungs-Leistung aus und eignet sich für jede Raumgröße. Er eignet sich ideal zur Schimmelvorbeugung. Kompressor-Trockner arbeiten grundsätzlich effizienter in Räumen mit höherer Temperatur. Warme Luft besitzt eine höhere Wasserkapazität als kalte Luft. Je wärmer also die Luft ist, desto höher ist der Kondensations-Effekt.

Von Tipp zum Bau erfahren Sie, wie Sie mit einem Luftentfeuchter die Luftfeuchtigkeit im Bad reduzieren.

Das Badezimmer ist von einer hohen Luftfeuchtigkeit betroffen. Hier eignet sich ein Kompressor-Trockner ideal für die Entfeuchtung.

Der größte Nachteil des Kompressor-Trockners liegt in seiner Lautstärke. Die maximale Lautstärke des Kompressor-Trockners beträgt 40 bis 55 Dezibel. Das ist vergleichbar mit der Lautstärke eines leisen Gesprächs oder einem Kühlschrank.

Wenn Sie empfindlich gegenüber Betriebsgeräuschen sind, stellen Sie ihn lieber nicht im Schlafzimmer auf. Die Lautstärke lässt sich minimieren, wenn Sie den Kompressor-Trockner auf eine weiche Unterlage stellen. Hier bieten sich ein kleiner Teppich oder ein Fußabtreter an.

Der Luftentfeuchter mit Peltier-Technik ist dagegen so gut wie geräuschlos. Der Peltier-Trockner ist günstig in der Beschaffung und auch bei kalter Luft effizient. Seine Entfeuchtungsleistung ist allerdings im Vergleich zum Kompressor-Trockner sehr gering. Er nimmt am Tag nicht mehr als einen Liter Flüssigkeit auf. Daher eignet er sich nicht für Räume ab 40 Quadratmetern.

Tipp zum Bau empfiehlt einen möglichst geräuschlosen Luftentfeuchter für das Schlafzimmer.

Damit die Entfeuchtung des Schlafzimmer möglichst leise erfolgt, empfiehlt sich hier ein Peltier-Trockner.

Der Adsorptions-Trockner ist sowohl bei hohen als auch niedrigen Temperaturen gleich effizient. Mit ihm lassen sich also auch unbeheizte Räume entfeuchten. Der Adsorptions-Trockner ist daher für die Entfeuchtung von Kellerräumen bestens geeignet.

Allerdings verbraucht der Adsorptionstrockner die meiste Energie und ist für einen dauerhaften Betrieb ungeeignet. Zudem besteht die Gefahr, dass die Luft übertrocknet. Die regelmäßige Regeneration des Trockenmittels erhöht den Energieverbrauch zusätzlich. Die meisten Adsorptionstrockner besitzen daher einen eigenen Mechanismus zur Regeneration.

Ein Adsorptionstrockner ist dann sinnvoll, wenn ein herkömmlicher Kompressor-Trockner nicht die gewünschte Leistung erbringt. Der Adsorptionstrockner kommt zur Entfeuchtung von Industrieanlagen, Baustellen oder größeren Lagerhallen zum Einsatz.

Granulat-Entfeuchter

Der Granulat-Entfeuchter ist der kostengünstigste unter den Luftentfeuchtern. Bei ihm fallen gar keine Stromkosten an. Durch seine kompakte Größe ist er sehr platzsparend. Er entfeuchtet Stellen, an denen größere Luftentfeuchter keinen Platz haben. Außerdem ist es möglich, seinen Standort einfach zu wechseln. Zudem ist er komplett geräuschlos. Durch die regelmäßige Beschaffung des Granulats kommen jedoch laufende Kosten hinzu.

Im Vergleich zu den elektrischen Luftentfeuchtern ist die Leistung des Granulat-Entfeuchters sehr gering. Die Entfeuchtungsleistung von Kondensationstrocknern liegt bei mehreren Litern am Tag. Ein Granulat-Entfeuchter dagegen schafft weniger als einen Liter.
Mit einem Granulat-Luftentfeuchter lässt sich Schimmel nicht vorbeugen. Mögliche Einsatzorte sind enge Bereiche ohne Stromanschluss.

Der Granulat-Entfeuchter eignet sich eher für die Entfeuchtung von Bereichen mit kleinem Luftvolumen. Dazu zählen:

  • Schränke, Tresore und Schubladen.
  • Das Auto oder das Wohnmobil.
  • Die Garage.
  • Die Abstellkammer.
  • Kleine Lagerräume.
  • Das Gartenhaus.
Erfahren Sie von Tipp zum Bau, wie Sie mit einem Luftentfeuchter Ihr Auto vor Rost schützen.

Ein Luftentfeuchter ist in der Garage besonders sinnvoll. Damit schützen Sie Ihr Auto und andere Gegenstände vor Rost.

Im Auto ist ein Granulat-Entfeuchter in Form eines Kissens völlig ausreichend. Er ist sehr kompakt und kostengünstig. Denken Sie daran, Nachfüllpacks mitzunehmen, wenn Sie mit dem Wohnwagen etwas länger verreisen.

Achten Sie beim Granulat-Entfeuchter darauf, dass die Luftfeuchtigkeit über 50 Prozent beträgt. Erst dann nimmt das Granulat Feuchtigkeit auf. Daher ist der Granulat-Entfeuchter an Standorten mit warmer Luft am effektivsten. Ein Dauerbetrieb ist beim Granulat-Entfeuchter nicht gegeben. Das Granulat ist im Gegensatz zum Silika-Gel nicht regenerierbar und ist stets nachzukaufen.

Stellen Sie den Granulat-Entfeuchter auf eine stabile und gerade Unterlage auf. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Flüssigkeit ausläuft. Grundsätzlich ist das Salzgranulat nicht giftig. Wenn Sie es aber einatmen, reizt es in manchen Fällen Ihre Schleimhäute. Stellen Sie also den Granulat-Entfeuchter einem für Kinder und Haustiere unzugänglichen Ort auf. Manche Granulat-Entfeuchter sind auch als batterie- oder akkubetriebene Modelle erhältlich.

8. Kosten von Luftentfeuchter

Die Kosten für einen Luftentfeuchter variieren je nach Modell stark. Elektrische Luftentfeuchter sind grundsätzlich teurer sind als stromlose. Allerdings kommen bei ihnen keine zusätzlichen Kosten hinzu. Die Preise für Luftentfeuchter im Überblick:

  • Trockner mit Kompressor: zwischen 130 und 600 Euro.
  • Peltier-Trockner: ab ungefähr 30 Euro.
  • Trockner mit Adsorption: hochwertige Geräte kosten um die 1000 Euro.
  • Entfeuchter mit Granulat: ab 5 Euro bis 50 Euro. Monatlich kommen ungefähr 2 Euro pro Kilogramm für das Granulat hinzu.

Neben dem Anschaffungspreis spielen die Betriebskosten eine wichtige Rolle. Bei elektrischen Luftentfeuchtern variiert der Stromverbrauch je nach Modell stark. Grundsätzlich verbraucht der Luftentfeuchter weniger Strom, wenn er effizienter arbeitet. Das heißt, dass Sie bei warmer Luft kommt einen Kompressor-Trockner zum Einsatz kommt. Bei kalter Luft verwenden Sie einen Adsorptions-Trockner.

Die Nennleistung von Luftentfeuchtern liegt dabei zwischen 170 und 670 Watt. Ein guter Kompressor-Trockner hat eine Leistung von 300 bis 350 Watt. Die meisten Luftentfeuchter sind für den dauerhaften Betrieb konzipiert und verbrauchen grundsätzlich weniger Strom. Der durchschnittliche Strompreis beträgt 33 Cent pro Kilowattstunde. Ein Kilowatt sind 1000 Watt. Für ein Luftentfeuchter mit einer Leistung von 350 Watt und einer Entfeuchtungsleistung von 15 Litern am Tag rechnen Sie mit:

350 / 1000 * 33 Cent = 11,50 Cent pro Stunde.

Grundsätzlich sind die Stromkosten bei Luftentfeuchtern angemessen. Mit einem Luftentfeuchter sparen Sie sich Kosten in anderen Bereichen. Dazu gehören Heizkosten oder die Reparatur von Schäden, die durch Schimmel entstanden sind.

9. Fazit zu Luftentfeuchtern

Ein Luftentfeuchter verbessert die Atmosphäre in Ihrem Zuhause und Ihre Lebensqualität. Ein gutes Wohnklima wirkt sich positiv auf Ihre Gesundheit aus. Der Markt bietet mittlerweile eine Bandbreite an Modellen für den häuslichen Gebrauch an. Für jeden Raum und für jede Bedürfnisse gibt es den passenden Luftentfeuchter.

Es kommt oft vor, dass sich die Luft durch herkömmliches Lüften nicht regulieren lässt. Gerade im Sommer ist das ein Problem. In fensterlosen Räumen ist Lüften so gut wie gar nicht möglich. Wenn sich hier feuchte Luft anstaut, bildet sich schnell Schimmel. Die Pilzsporen sind nicht nur gesundheitsschädlich, sondern greifen die Bausubstanz und die Einrichtung an. Lassen Sie es mit einem Luftentfeuchter erst gar nicht so weit kommen!

Andere Gründe für eine zu hohe Luftfeuchtigkeit sind:

  • Nasse Wäsche.
  • Transpiration von Zimmerpflanzen.
  • Natürliche Schweißproduktion.

Beschaffen Sie sich für den häuslichen Gebrauch einen elektrischen Luftentfeuchter. Sie sind grundsätzlich teurer als stromlose Entfeuchter, arbeiten dafür viel effizienter. Sie sind in der Lage, mehrere Liter Feuchtigkeit am Tag aufzunehmen. Mit einem Luftentfeuchter mit Kompressor lassen sich auch größere Räume bis zu 80 Quadratmetern entfeuchten.

Das ständige Entleeren des Wassertanks sparen Sie sich, wenn Sie einen Luftentfeuchter mit größerem Behälter wählen. Andernfalls legen Sie sich ein Gerät mit Schlauchanschluss zu. Damit gelangt das Kondenswasser direkt in den Abfluss und kann dauerhaft betrieben werden. Bedenken Sie aber, dass dadurch die Mobilität des Luftentfeuchters eingeschränkt ist.

Wenn Sie die Betriebsgeräusche des Kompressor-Entfeuchters auf Dauer stören, entscheiden Sie sich für einen Peltier-Entfeuchter. Zwar besitzt er eine geringere Leistung, ist aber auch bei kalter Luft einsetzbar. Für die Entfeuchtung des Schlafzimmers ist der Peltier-Trockner ideal geeignet.

Ein Adsorptionstrockner arbeitet unabhängig von der Temperatur effizient. Im Gegensatz zu den Kondensationstrocknern entfeuchten Adsorptionstrockner die Luft mithilfe eines Trockenmittels. Sobald das Trockenmittel vollgesogen ist, ist es zu erneuern. Das regelmäßige Nachkaufen des Trockenmittels führt zu laufenden Kosten.

Die Erneuerung des Trockenmittels erfolgt durch Erhitzen, zum Beispiel im Backofen. Das ist aber mit einem hohen Energieaufwand verbunden. Grundsätzlich eignen sich Adsorptionstrockner nicht für den häuslichen Gebrauch. Sie finden eher in Industrieanlagen, Baustellen oder Lagerhallen Verwendung.

Stromlose Luftentfeuchter eignen sich dagegen für eine temporäre Luftentfeuchtung. Setzen Sie den Granulat-Entfeuchter an Standorten ohne Stromversorgung ein. Ihre kompakte Größe erlaubt eine Entfeuchtung von Bereichen, an denen elektrische Luftentfeuchter keinen Platz finden. Da ihre Entfeuchtungsleistung sehr gering ist, eignen sie sich nicht zur Schimmelvorbeugung.

Granulat-Entfeuchter eignen sich daher für die Entfeuchtung von Räumen mit kleinem Luftvolumen. Schützen Sie Ihre Schätze, beispielsweise Fotos oder Schmuck, mit einem Granulat-Entfeuchter. Im Auto oder im Wohnmobil ist ein Granulat-Entfeuchter ebenfalls äußerst praktisch.

10. Das ist vor dem Kauf des Luftentfeuchters zu beachten

Bevor Sie sich einen Luftentfeuchter beschaffen, sind vorher einige grundsätzliche Fragen zu klären. Damit fällt Ihnen die Kaufentscheidungen wesentlich leichter.

  • Wie groß ist der zu entfeuchtende Raum?
  • Setzen Sie den Luftentfeuchter dauerhaft ein oder nur bei Bedarf?
  • Welche Temperatur hat der Raum? Ist er beheizt oder unbeheizt?
  • Ist Ihnen ein mobiler Luftentfeuchter wichtig?

Machen Sie sich auch Gedanken über die Entfeuchtungs-Leistung, den Energieverbrauch und über das Design. Viele Luftentfeuchter sind sehr kompakt und unauffällig. Wählen Sie am besten einen Luftentfeuchter mit integriertem Hygrostat. Damit stellen Sie einen gezielten Wert der Luftfeuchtigkeit ein. Ist der Wert unterschritten, schaltet der Hygrostat den Luftentfeuchter ab. Dadurch vermeiden Sie einen unnötigen Betrieb des Luftentfeuchters, wenn die gewünschte Luftfeuchtigkeit erreicht ist.

11. Zusatzfunktionen von Luftentfeuchtern 

Tipp zum Bau informiert Sie über alle Zusatzfunktionen von Luftentfeuchtern.

Sorgen Sie mit einem Luftentfeuchter mit integriertem Staubfilter für saubere Luft. Damit fühlen sich nicht nur Sie, sondern auch alle Familienmitglieder wohl.

Moderne Luftentfeuchter sind mit praktischen Zusatzfunktionen ausgestattet. Neben Hygrostat und Abwasserschlauch wählen Sie zwischen folgenden Leistungen:

  • Ein Überlaufschutz des Wasserbehälters.
  • Ein Timer, mit dem Sie die Arbeitszeit des Luftentfeuchters einstellen. Sie brauchen zum Beispiel nachts Ihre Ruhe? Stellen Sie den Timer so ein, dass er nur am Tag läuft.
  • Filterfunktionen, zum Beispiel in Form von Staubfiltern oder Aktivkohlefiltern. Damit befreien Sie gleichzeitig die Raumluft von Pollen, Feinstaub oder Zigarettenrauch.
  • Ein Frostschutz verhindert das Einfrieren der Kühlflüssigkeit im Winter. Das passiert vor allem in unbeheizten Räumen wie dem Keller.
  • Tragegriffe oder Rollen erleichtern den Transport des Luftentfeuchters. Das ist äußerst praktisch, wenn Sie vorhaben, ihn in mehreren Räumen einzusetzen.

12. Luftentfeuchter: Wartung und Pflege

Damit Ihr Luftentfeuchter ohne Störung läuft, reinigen Sie ihn regelmäßig. Das verlängert auch die Lebensdauer des Luftentfeuchters. Trennen Sie ihn zuerst vom Stromnetz. Lassen Sie den Luftentfeuchter dann auf die Raumtemperatur abkühlen.

Befreien Sie den Luftentfeuchter von Staub. Dazu wischen Sie ihn mit einem trockenen bis leicht angefeuchteten Microfasertuch ab. Bei starken Verunreinigungen Ihres Luftentfeuchters verwenden Sie ein vom Hersteller empfohlenes Reinigungsmittel. Verwenden Sie auf keinen Fall alkohol- oder lösungsmittelhaltige Reinigungsmittel.

Reinigen Sie den Wasserbehälter am besten, wenn Sie ihn entleeren. Ansonsten bilden sich schnell Ablagerungen oder Bakterien.

Besitzt Ihr Luftentfeuchter einen Luftfilter? Reinigen Sie ihn, indem Sie ihn unter fließendes Wasser halten. Alternativ säubern Sie den Luftentfeuchter mit einem Staubsauger. Er ist in einem Abstand von drei Monaten zu säubern. Bei größerem Staubaufkommen reinigen Sie ihn am besten jeden Monat.

Die Reinigung der Pumpe ist etwas komplizierter. Hierzu ist das Öffnen des Gehäuses erforderlich. Wenn Sie darin keine Erfahrung haben, überlassen Sie die Reinigung einer Fachkraft. Beim Granulat-Luftentfeuchter dagegen reicht es dagegen völlig aus, die Auffangschale mit Wasser zu reinigen.

13. Entsorgung des Luftentfeuchters

Ist Ihr Luftentfeuchter etwas älter und erfüllt nicht mehr seine erwünschte Leistung? Dann hat er wahrscheinlich das Ende seiner Lebenszeit erreicht. Den Luftentfeuchter entsorgen Sie grundsätzlich nicht über den Hausmüll.

Alte Elektrogeräte sind üblicherweise an speziellen Sammelstellen, Containern oder Fachgeschäften abzugeben. Das hat den Zweck, wiederverwertbare Metalle zu gewinnen. Falls Ihr Luftentfeuchter mit Kältemittel läuft, ist eine fachgerechte Entsorgung erforderlich. Erkunden Sie sich hierzu bei Ihrem lokalen Wertstoffhof.

Das aufgelöste Granulat des stromlosen Luftentfeuchters entsorgen Sie einfach über den Abfluss. Das Calciumchlorid ist umwelt- und gesundheitsverträglich. Ist Ihr Granulat-Luftentfeuchter kaputt, dann entsorgen Sie ihn über den Hausmüll.

14. Silika-Gel: Luftentfeuchter als praktische Haushaltshelfer

Silika-Gel finden Sie auch häufig als Tütchen in Verpackungen, den sogenannten Antikondensationsbeuteln. Diese schützen Lebensmittel, elektrische Geräte und Kleidung vor Feuchtigkeit. Auf den Beuteln steht ausdrücklich geschrieben, dass sie zu entsorgen sind. Es empfiehlt sich aber durchaus, die kleinen Tütchen aufzubewahren. Sie erweisen sich im Haushalt als äußerst hilfreich.

Antikondensationsbeutel nehmen Duftstoffe auf und reduzieren unangenehme Gerüche. Legen Sie einen Antikondensationsbeutel zum Beispiel in Ihre Sporttasche. Sie saugen die Feuchtigkeit aus Ihrer Kleidung und nassen Handtüchern.

Schützen Sie wertvolle Fotos mit Silika-Gel und bewahren Sie sie zusammen in einer Box auf. Wenn Ihr Handy aus Versehen nass geworden ist, lässt es sich ganz einfach mit Silika-Gel trocknen.

15. Wie Sie Schimmel mit Ihrem Luftentfeuchter vermeiden – Tipps gegen hohe Luftfeuchtigkeit im Auto

Jeder kennt es – beschlagene Scheiben im Auto. Gerade in der nassen und kalten Jahreszeit ist das ein Problem. Das ist auf eine erhöhte Luftfeuchtigkeit zurückzuführen. Beschlagene Fensterscheiben behindern Ihre Sicht und erhöhen das Unfallrisiko. Mit diesen Tipps verringern Sie die Luftfeuchtigkeit in Ihrem Fahrzeug:

  • Reinigen Sie regelmäßig den Ablaufkanal. Wenn der Ablaufkanal durch Regenwasser und Laub verstopft ist, staut sich Wasser an.
  • Drehen Sie die Lüftung auf und schalten Sie die Heizung an. Dann kann die Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen. Ist das Auto noch nicht beheizt, öffnen Sie immer wieder kurz die Fenster. Dadurch entweicht die Luft nach draußen.
  • Nutzen Sie die Klimaanlage auch bei kalten Temperaturen. Das reduziert die Luftfeuchtigkeit.
  • Wechseln Sie den Innenraumfilter. Ein mit Staub und Schmutz verstopfter Filter behindert die Luftzirkulation. Einen neuen Innenraumfilter erhalten Sie für circa 15 Euro.
  • Pflegen Sie die Türdichtungen. Poröse Dichtungen lassen Feuchtigkeit nach innen.
  • Vermeiden Sie es, mit nasser Kleidung Auto zu fahren. Legen Sie dazu die nasse Kleidung in den Kofferraum und klopfen Sie ihre Schuhe ab. Die nasse Fußmatte legen Sie zum Trocknen raus.

Ihr Scheiben beschlagen, obwohl Sie alle Tipps befolgt haben? Dann beschaffe Sie sich unbedingt einen Luftentfeuchter.

16. Wie Sie Schimmel mit Ihrem Luftentfeuchter vermeiden – Schimmel bekämpfen 

Um die Luftfeuchtigkeit zu regulieren, empfiehlt Tipp zum Bau regelmäßiges Stoßlüften.

Für ein gutes Wohnklima ist es wichtig, mehrmals am Tag die Fenster zu öffnen.

Ist Ihre Wohnung bereits von Schimmel befallen, ist dieser unbedingt zu entfernen. Er greift nicht nur die Bausubstanz an, sondern schadet auch Ihrer Gesundheit. Sie vermeiden Schimmel, indem Sie

  • Regelmäßig stoßlüften. Öffnen Sie mindestens drei Mal am Tag ihre Fenster. Nach dem Kochen oder Duschen ist Lüften besonders wichtig.
  • Ausreichend heizen. Damit Sie keine Energie verschwenden, schalten Sie die Heizung beim Lüften aus.
  • Ihre Möbel nicht direkt an die Wand stellen, vor allem bei kalten Außenwänden. Für eine bessere Luftzirkulation lassen Sie zwischen Möbelstück und Wand ungefähr 10 Zentimeter Abstand.
  • Eventuelle Baumängel beheben. Ungedämmte Außenwände kühlen bei kalten Temperaturen aus. Das führt zu Tauwasser-Bildung an den Innenseiten, an denen sich Schimmel bildet.

17. Wie Sie Schimmel mit Ihrem Luftentfeuchter vermeiden – So entfernen Sie Schimmel

Sorgen Sie zuerst dafür, dass sich der Schimmel nicht ausbreitet. Sprühen Sie dazu die betroffene Stelle mit Haarspray ein. Dadurch ist der Pilz “eingekapselt”. Ein altbewährtes Hausmittel zur oberflächlichen Schimmel-Entfernung ist Essigessenz. Hochprozentiger Alkohol in Form von Brennspiritus findet ebenfalls Verwendung.

Alternativ besorgen Sie sich einen Schimmelentferner aus der Drogerie. Achten Sie aber darauf, dass diese Reinigungsmittel ätzend wirken. Sie basieren in den meisten Fällen auf Benzalkoniumchlorid, einem aggressiven Desinfektionsmittel. Tragen Sie deshalb eine entsprechende Schutzkleidung. Dazu gehören Handschuhe, Schutzbrille und eine Atemschutzmaske, die verhindert, dass Sie Pilzsporen einatmen.

Ist der Schimmelpilz bereits größer als eine Kreditkarte? Dann lassen Sie ihn von Fachpersonal professionell entfernen. Damit Schimmel erst gar nicht entsteht, empfiehlt es sich, einen Luftentfeuchter aufzustellen.

18. Wie Sie Schimmel mit Ihrem Luftentfeuchter vermeiden – Schimmelpilzarten im Überblick

Obwohl es etwa 250,000 verschiedene Schimmelpilzarten gibt, kommen in Wohnungen am häufigsten diese vor:

  • Grüner Schimmel.
  • Schwarzer Schimmel.
  • Weißer Schimmel.

Der grüne Schimmel ist am weitesten verbreitet. Blumenerde und Lebensmittel sind oft von ihm befallen und bilden einen grünlichen Flaum. Grüner Schimmel ruft bei Menschen allergische Reaktionen hervor. Er schwächt Ihr Immunsystem, erhöht das Infektionsrisiko und löst Asthma aus.

Erfahren Sie von Tipp zum Bau, wie Sie Schimmelbildung mit einem Luftentfeuchter vermeiden.

Schwarzer Schimmel ist besonders aggressiv und gesundheitsschädlich. Falls Sie von ihm betroffen sind, entfernen Sie ihn sofort.

Am gefürchtetsten ist der schwarze Schimmel. Diese Schimmelart ist besonders aggressiv und hartnäckig. Er bildet sich selbst bei kälteren Temperaturen. Schwarzschimmel ist extrem schädlich für Ihre Gesundheit. Im schlimmsten Fall löst er Nierenkrankheiten oder andere Infektionskrankheiten aus.

Besonders heimtückisch ist der weiße Schimmel. Aufgrund seiner Farbe bleibt er lange unentdeckt. Er fällt lediglich durch einen unangenehmen, muffigen Geruch auf. Erst nach einiger Zeit verfärbt sich Weißschimmel dunkler. Außerdem zieht weißer Schimmel Ungeziefer wie Kellerasseln oder Silberfische an. Decken- oder Fußbodenecken sind bei Weißschimmel sehr beliebt. Er reizt Ihre Schleimhäute und löst Infektionen der Nasennebenhöhlen aus. Das sind jedoch dieselben Symptome, die bei zu trockener Luft auftreten.

Etwas seltener sind der rote und der gelbe Schimmel. Roten Schimmel finden Sie am häufigsten auf Getreide oder Mehl. Er benötigt eine große Menge Zellulose zur Bildung. Deswegen sind auch Tapeten oft von roten Schimmel befallen. Der gelbe Schimmel ist in Deutschland am wenigsten anzutreffen. Dennoch gilt er als genauso gesundheitsgefährdend wie der schwarze Schimmel.

19. Was ist der Unterschied zwischen Luftentfeuchtern und Luftreinigern?

Anders als ein Luftentfeuchter entfernt ein Luftreiniger Verschmutzungen aus der Luft. Er filtert Staub, Pollen und Pilzsporen und reduziert Gerüche. Ein Luftreiniger befreit die Luft von Bakterien und Viren. Bei Menschen, die unter Allergien oder Asthma leiden, ist er sinnvoll. Er sorgt für eine angenehm saubere Luft.

Aber Vorsicht: Viren sind um einiges kleiner als Staubkörner oder Pollen. Ein Luftreiniger beseitigt die Krankheitserreger daher nicht, er reduziert lediglich ihre Konzentration. Hat sich Staub erstmal abgesetzt, richtet ein Luftreiniger nur wenig aus. Deswegen sind regelmäßiges Staubwischen und -saugen sowie das Wechseln von Textilien erforderlich.

20. Mit einem Luftentfeuchter trockene Luft vermeiden

Zu hohe Luftfeuchtigkeit ist auf jeden Fall ein Problem. Feuchte Luft macht vor allem im Sommer müde und schlapp. Im Winter macht zu trockene Luft vielen Menschen zu schaffen. Eine niedrige Luftfeuchtigkeit schadet auf Dauer Ihrer Gesundheit. Die Symptome sind:

  • Trockener Mund und Rachen.
  • Gespannte und juckende Haut, die zu Ausschlag oder Schuppen neigt.
  • Hustenreiz.
  • Erhöhtes Infektionsrisiko. Trockene Luft begünstigt die Verbreitung von Krankheitserregern.

Des Weiteren trocknet eine Luftfeuchtigkeit unter 40 Prozent Ihre Schleimhäute aus. Das führt unter anderem zu Halsschmerzen, Heiserkeit und Nasenbluten. Mit Hilfe eines Luftentfeuchters lässt sich das ganz einfach vermeiden.

21. Luftentfeuchter im Badezimmer

Erfahren Sie von Tipp zum Bau, wie Sie die Luftfeuchtigkeit im Badezimmer senken.

Eine gute Luftfeuchtigkeit sorgt im Badezimmer für ein angenehmes Klima. Am einfachsten geht das mit einem Luftentfeuchter.

Das Badezimmer gehört zu den Räumen mit besonders hoher Luftfeuchtigkeit. Gerade hier ist wichtig, die Luftfeuchtigkeit zu senken. Ansonsten laufen Sie Gefahr, dass sich Schimmel bildet.

Grüner Schimmel fühlt sich im Bad besonders wohl. Er bildet sich aber auch in schlecht belüfteten Räumen. Fugen und Ecken sind ebenfalls von grünem Schimmel betroffen, weil sich hier Luftfeuchtigkeit sammelt.

Um die Luftfeuchtigkeit im fensterlosen Badezimmer zu senken, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder legen Sie sich einen Luftentfeuchter zu oder installieren eine Lüftungsanlage.

Ein Ventilator bläst die feuchte Luft aus dem Raum und lässt trockene Luft rein. Ein vorhandener Lüftungsschacht ist die Voraussetzung für die Installation eines Abluftventilators. Ist kein Lüftungsschacht gegeben, dann ist einer einzubauen. Da das aber äußerst aufwendig ist, macht ein Luftentfeuchter hier mehr Sinn.

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