Linoleum

Linoleum

Zwar wird Linoleum häufig als Bodenbelag verwendet, ist aber auch als Möbelbezug oder Pinnwand einsetzbar. Linoleum überzeugt mit seinem günstigen Kaufpreis und einer umfangreichen Farb- und Designpalette. Hier erfahren Sie, welche Möglichkeiten Sie bei der Auswahl des Linoleums haben. Ebenso lesen Sie über die Vor- und Nachteile der Arten und was es beim Verlegen zu beachten gibt.

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1. Was ist Linoleum?

Das Wort Linoleum setzt sich aus den zwei lateinischen Wörtern linum und oleum zusammen. Auf Deutsch bedeutet es Lein und Ölen. Zusammengesetzt ergibt es Leinöl. Das ist einer von drei wichtigen Stoffen des Linoleums. Linoleum dient hauptsächlich als Bodenbelag und war sehr beliebt. Es gibt ihn in Rollen- oder Plattenware.

Heutzutage gibt es den Bodenbelag aus PVC, der das Linoleum verdrängt. Dennoch setzen umweltbewusste Bauherren auf Linoleum, da er biologisch abbaubar ist. Es entstehen keine Abfälle.

2. Ihre Auswahl bei Linoleum

Erfahren Sie bei Tipp zum Bau, welche Kriterien für die Auswahl Ihres Linoleums entscheidend sind.

Die Auswahl von Linoleum ist von mehreren Komponenten abhängig.

Die Zusammensetzung von Linoleum ist immer gleich. Es existieren Abweichungen, allerdings sind diese eher die Ausnahme. Wenn Sie auf Linoleum setzen, gibt es beim Einkauf viele Auswahlmöglichkeiten:

  • Homogen oder heterogen.
  • Verschiedene Zusammensetzungen des Materials und der Beschichtung.
  • Arten der Verlegung.
  • Verschiedene Stärken.
  • Möglichkeiten einer Bedruckung.


Homogenes und heterogenes Linoleum 

Homogenes Linoleum besteht aus mehreren Schichten mit gleicher Zusammensetzung und Farbe. Aufgrund der hohen Strapazierfähigkeit profitieren medizinische und öffentliche Gebäude davon. Zudem ist es elastisch, was das Biegen der Kanten ermöglicht. Dadurch dringen weder Feuchtigkeit noch Bakterien in den Boden ein.

Heterogenes Linoleum setzt sich aus einer Nutzschicht und weiteren kompakten Schichten zusammen. Diese unterscheiden sich in Zusammensetzung und Musterung. Die Nutzschicht ist eine durchsichtige Außenbeschichtung aus Kunststoff. Diese schützt das Material vor äußeren Einflüssen. Heterogenes Linoleum enthält oft eine Einlage zur Stabilisierung. Aufgrund der offenen Gestaltungsmöglichkeit wird es gerade im privaten Wohnbereich verwendet. Die Oberfläche imitiert auch andere Bodenbeläge und sorgt für eine preiswerte Alternative. Zudem isoliert heterogenes Linoleum Lärm und Wärme. Aufgrund der Rollenbreite von 1,5-4 m, bietet sich eine fugenfreie Verlegung an.

Verschiedene Material- oder Beschichtungs-Zusammensetzungen 

Zu den weniger bekannten Linoleum-Arten gehört zum Beispiel Glyftal (oder Alkyd-) Linoleum. Normales Linoleum wird dabei mit Alkydharz beschichtet. Eine weitere Variation ist colloxinisches Linoleum, deren Grundlage Nitrozellulose statt Leinöl ist. Linoleum Reline ist dagegen zweischichtig. Die Trägerschicht besteht aus altem, zerkleinertem Gummi mit Bitumen. Die obere Schicht ist ein Gemisch von Gummi, Pigment und Füller. Eine Übersicht der Vor- und Nachteile der verschiedenen Materialien finden Sie im Unterkapitel 7.

3. Verlegungsarten von Linoleum 

Was Linoleum ist, erfahren Sie bei Tipp zum Bau.

So verlegen Sie Böden aus Linoleum.

Meterware kleben Sie direkt auf den Untergrund. Die Bahnen haben eine Breite von 150-400 cm. Diese verkleben Sie dann miteinander. Das eignet sich besonders, wenn eine Fußbodenheizung vorhanden ist. Durch das direkte Aufliegen gewinnt der Bodenbelag unmittelbar an Wärme. Zudem trägt es besonders zur Raumakustik bei.

Eine weitere Option ist Klick-Linoleum. Dabei „verklicken“ die einzelnen Linoleumböden ineinander. Klick-Linoleum verlegen die Bauherren schwimmend, also lose auf den Untergrund. Dieses ist ebenfalls leicht auszutauschen und zu reparieren. Bei diesem einfachen Prozess klicken Sie die Laminatböden aus und ersetzen sie durch neue. Trotzdem ist das Durchlesen einer Online-Anleitung empfehlenswert. Diese Art der Verlegung ist:

  • Besonders schnell
  • Einfach zu installieren.
  • Leicht zu entfernen.

Voraussetzungen für das Verlegen

Das Verlegen von Linoleum als Meterware ist mit viel Sorgfalt verbunden. Grund dafür sind die zahlreichen Voraussetzungen. Welche das sind, erfahren Sie im Folgenden.

Trockenheit 

Totale Trockenheit ist sehr wichtig. Deswegen ist es nicht möglich, Linoleum im Bad zu verlegen. Es gibt zudem Grundböden, die nicht gegen aufsteigende Grundfeuchtigkeit isoliert sind. Diese sind nicht für Linoleum gedacht. Beispiele hierfür sind Garagen und Kellerräume.

Untergrund

Achten Sie auf einen ebenen, festen und risslosen Untergrund. Dichte, nicht saugfähige Untergründe verspachteln Bauherren vor dem Verlegen. Dabei benutzen Sie  Dispersionsklebstoff.

Temperatur

Die Meterware schneiden die Bauherren vor dem Verlegen und lassen sie aufgerollt 24 Stunden im Stehen akklimatisieren. Während der Verlegung ist die Bodentemperatur von 15 °C nicht zu unterschreiten. Die Raumtemperatur beträgt mindestens 18 °C . Die relative Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 40 % und 65 %.

4. Stärke von Linoleum- entscheidend für die Qualität

Gutes Linoleum spiegelt sich in der Dicke wider. Diese spielt eine entscheidende Rolle im Preis und der Qualität. Die Stärke von Linoleum ist in drei Kategorien untergliedert:

  1. Haushalt (2 mm, hält circa 3-5 Jahre).
  2. Halb-gewerblich/semi-kommerziell (2,5 mm, hält circa 7-20 Jahre).
  3. Kommerziell (3,2-4 mm, hält circa 20 Jahre).

Der Linoleumbelag mit einer Stärke von 2 mm ist neben dem Wohnraum auch in Büros oder Klassenräumen einsetzbar. Den halb-gewerbliche Belag finden Sie ebenfalls in Wohnräumen. Er findet jedoch häufiger Anwendung in Mehrzweckhallen, Kaufhäusern und Hotels. Je dicker der Belag, desto belastbarer ist er. Deswegen benutzen Bauherren den 3,2-4 mm dicken Linoleumboden vor allem in öffentlichen Gebäuden. Der Preis spielt aber auch hier eine große Rolle. Denn je dicker der Bodenbelag, desto teurer ist er.

5. Bedruckung von Linoleum – Ihr personalisierter Fußboden

Linoleum ist nicht nur aufgrund des Umweltfaktors so beliebt. Es besitzt eine weitere nützliche Funktion. Linoleum ist optisch sehr variabel. Mit Hilfe einer Bedruckung imitieren Sie andere Materialien. Dabei haben Sie komplett freie Wahl. Zu den populärsten Bedruckungen gehören Parkett oder Holz.

Schlichte, einheitliche Farben sind sowohl im gewerblichen als auch im privaten Bereich beliebt. Die Schlichtheit überzeugt mit ihrer puristischen Neutralität. Besonders aufgrund ihrer Neutralität. Aktuellere Trends sind zum Beispiel auch Retro-Fliesen Bedruckungen. Etwas ausgefallener sind 3D Bedruckungen. Diese lenken die Aufmerksamkeit jedes Besuchers sofort auf den Boden.

6. Kosten von Linoleum

Wie viel Linoleum kostet, erfahren Sie bei Tipp zum Bau.

Klick-Linoleum ist günstiger als das normale Linoleum.

Linoleum ist mitunter nicht ganz billig. Allerdings ist der Preis sehr variabel. Die Endsumme ist von mehreren Faktoren abhängig:

  • Dicke des Linoleums.
  • Stärke des Belages.
  • Schichtenaufbau des Linoleums.

Bei Klick-Linoleum entfallen im Vergleich die Kosten für den Kleber, das Fräsen und Versiegeln. Das Verlegen liegt bei 11-16 € pro Quadratmeter. Das Material kostet ungefähr 40-80 €.

Einzelkosten pro Quadratmeter

GegenstandPreis
Meterware15€ - 50€ pro Quadratmeter
Spachtel- und Ausgleichmasse2€ - 3€
Dispersionskleber1,50€ - 2,50€
10€ - 15€ pro Quadratmeter
Ausfräsen und Versiegeln der Fugen 3€ - 8€

7. Vor- und Nachteile von Linoleum

ArtenVorteileNachteile
Generell

  • Pflegeleicht.

  • Nachhaltig.

  • Widerstandsfähig.

  • Fast komplett ökologisch abbaubar.

  • Wärmedämmend.

  • Rutschhemmend.

  • Antistatisch.

  • Unempfindlich gegenüber Chemikalien.

  • Schwer entflammbar.

  • Antibakteriell.

  • Keine Schadstoffe.

  • Kurzzeitig beständig gegen Öle und Fette.

  • Grenzenlose Auswahl beim Design.

  • Dank robustem Wesen vielfältig einsetzbar.


  • Quillt bei Nässe auf.

  • Riecht anfangs stark.

  • „Reifeschleier“ bilden sich (das heißt es verfärbt sich, ist aber mit direkter Sonneneinstrahlung rückgängig zu machen).

  • Reagiert auf alkalische Mittel sehr empfindlich.

  • Kostenaufwendig

  • Komplizierte und zeitaufwendige Verlegung.

Klick-Linoleum

  • Einfacher zu verlegen und daher auch alleine ersetzbar oder entfernbar.

  • Sehr nachhaltig, hat eine Lebensdauer von 25-40 Jahren.

  • Trittschalldämmend.


  • Kostenaufwendiger.

  • Durch ständige Bewegung entstehen Risse und Spalten.

Glyftal-/Alkydlinoleum

  • Erhöhte Schall- und Wärme-Dämmqualität.


  • Zerbrechlichkeit komplizieren zusätzlich die Verlegung.

  • Hat Tendenz zu knicken.

Colloxinisches Linoleum

  • Wasserdicht.

  • Elastisch.

  • Feuerfest.

  • <li Dekorativer Glanz.

  • Anfällig für Schrumpfen.

  • Sehr temperaturempfindlich.

Linoleum Reline

  • Hohe Elastizität.

  • Feuchtigkeitsbeständigkeit.


  • Zusammensetzung hat für den Menschen schädliche Substanzen.

8. Fazit zum Linoleum

Was lässt sich also zum Thema Linoleum sagen? Linoleum ist als Bodenbelag sehr wandelbar. Es punktet mit seiner optischen Varianz. Profitieren Sie von Parkettoptik – ohne den Pflegeaufwand eines Echtholzbodens zu haben. Mit Linoleum unterstützen Sie die Umwelt und leben nachhaltig. Das Material ist komplett biologisch abbaubar. Entdecken auch Sie das umweltbewusste Trendmaterial Linoleum für sich.

9. Fachpartner finden

Sie planen einen neuen Bodenbelag für Ihr Zuhause und benötigen fachmännischen Rat vor Ort? Ihr Bodenleger in Ihrer Nähe hilft Ihnen gerne.

8. Vielseitige Einsatzbereiche für Linoleum – nicht nur zu Hause

Der Linoleumboden eignet sich für eine Vielzahl an Räumen. Unterschiedliche Designmöglichkeiten lassen den vermeintlich altbackenen Bodenbelag wieder in modernem Licht erstrahlen. An diesen Orten kann er überzeugen:

  • Arztpraxis: Linoleum ist antibakteriell und für Allergiker geeignet.
  • Großküche: Leicht zu reinigen, unempfindlich gegenüber Öl und Fett, hygienisch und rutschhemmend – das sind starke Gründe für den Einsatz in einer betriebsamen Küche.
  • Fabrikräume: Ein weiteres Plus für den Linoleumboden ist seine Hitzeresistenz. Als Baustoff nach DIN 4102 wird es in der Kategorie B1 für schwer entflammbare Materialen gelistet.
  • Büro: Ein Bodenbelag aus Linoleum ist trittschalldämmend und für Stuhlrollen gut geeignet. Damit steht konzentriertem Arbeiten nichts im Weg.
  • Treppen: Linoleum ist rutschhemmend und mindert deshalb die Verletzungsgefahr auf Treppen.

Das Einzige, was Linoleum nicht verträgt, ist Feuchtigkeit. Deshalb eignet es sich nicht in Nassräumen. Auch ein schlecht isolierter Untergrund ist ungünstig. Deshalb sollten Sie Keller und Garagen sorgfältig mit feuchtigkeitsdämmenden Folien abdichten.

9. Werkzeuge für das Verlegen von Linoleum

Ein Linoleum-Boden verlegt sich nicht von selbst! Damit dies aber möglichst unkompliziert abläuft, empfehlen wir Ihnen einige Hilfsmittel bereit zu legen. Manches werden Sie schon im eigenen Werkzeugkasten vorfinden – anderes kaufen Sie im Baumarkt.

WerkzeugAnschaffungskosten
Cuttermesserca. 10 Euro
Zahnspachtel (breit und fein)ca. 10 Euro im Set
Hand- und Bodenwalzezusammen ca. 70 Euro
Wandschmiegeab 70 Euro
Konturenlehreab 10 Euro
Anlegeschieneab 10 Euro
Handschweißgerätab 500 Euro
Abstoßmesserca. 80 Euro

Bleistift, Zollstock und Wasserwaage sind oftmals schon im Haushalt vorhanden und werden auch benötigt.

Unser Tipp

Einige der aufgeführten Werkzeuge benötigen Sie nicht häufig, sodass sich eine Anschaffung nicht lohnt. Oftmals verleiht der Baumarkt, was Sie zum Verlegen brauchen.

10. Einfache Reinigung und Pflege des Linoleumbodens

Linoleum ist ein strapazierfähiges und unempfindliches Material. Es findet vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Die einfache Pflege ist hier ein weiterer Vorteil. Mit ein wenig Sorgfalt erhalten Sie sich Ihren Linoleumboden im Schnitt zwischen 15 und 30 Jahre.

Reinigung und Pflege

  • Erstpflege: Nach dem Verlegen Ihres Linoleumbodens sollte eine erste Pflege mit einer Polymerdispension erfolgen. Damit werden Staub und Verunreinigung der vorherigen Arbeitsschritte entfernt. Gleichzeitig versiegelt der Belag und erzeugt einen vorbeugenden Schutz für die spätere Nutzung.
  • Leichte Verunreinigungen: Kehren oder saugen genügt dem Linoleumboden meist schon. Von Zeit zu Zeit ist dennoch feuchtes Auswischen empfehlenswert.
  • Starke Verschmutzungen: Der Pflegefilm verunreinigt nach einiger Zeit. Entweder genügt eine Pflegefilmsanierung, oft ist eine Grundreinigung sinnvoll.
  • Für den Hausgebrauch sind gängige Utensilien ausreichend. Große Flächen lassen sich mit einem Reinigungsautomat schneller säubern.

Was ist zu beachten?

  • Keine Laugen: Alkalische Reinigungsmittel eignen sich nicht für Linoleum. Verwenden Sie deshalb nur Substanzen bis zu einem pH-Wert von maximal 9,0.
  • Weiche Pads: Um den besten Glanz zu erzielen, sollten Sie weiche Lappen und Bürsten benutzen.

11. Linoleum – Kein Grund zur Sorge

Vieles spricht für einen Bodenbelag aus Linoleum. Einige hartnäckige Gegenargumenten klären wir hier auf.

Linoleum schont die Umwelt

Der Chemiker Frederik Walton entdeckte schon 1860 Linoxin. Er beobachtete, dass Leinöl eine Gummischicht entwickelt, wenn es mit Sauerstoff reagiert. Diese Erkenntnis ließ er patentieren. Durch Beimischung weiterer Naturmaterialien wie Jute und Har, entstand ein völlig neues Produkt. Dieses ließ sich schon damals für vielfältige Zwecke nutzen. Linoleum besteht also zu weiten Teilen aus natürlichen Rohstoffen. Sie sind nach langjährigem Gebrauch kompostierbar und somit ökologisch abbaubar.

Eigengeruch von Linoleum verfliegt

Tatsächlich entwickeln die verarbeiteten Rohstoffe in Linoleum einen intensiven Geruch. Dieser kann unangenehm sein, ist aber nicht gesundheitsschädlich. Jedoch verflüchtigt sich der Geruch nach spätestens 3 Wochen an der Luft. Am besten lüften Sie den Raum ausgiebig.

Reifeschleier

Einige Zeit nach der Verlegung kann sich ein matter Glanz über den Boden legen. Das trübt den Eindruck, da es wie eine Verfärbung aussieht. Dem beugen Sie vor, indem Sie das Material bei der Verlegung keinen veränderten Lichtverhältnissen  aussetzen. Es handelt sich dabei nicht um einen Mangel! Öffnen Sie die Fenster und ermöglichen Sie direkte Sonneneinstrahlung. Sollte sich dennoch keine Besserung ergeben, wird Ihr Bodenleger Abhilfe schaffen können.

Kosten

Ein schöner Fußboden geht natürlich mit einer Investition einher. Ob sich diese lohnt, muss im Verhältnis zu Ihren Vorteilen gesehen werden. Im Folgenden finden Sie Argumente, die eine Entscheidung für Linoleum befürworten. Der Linoleumboden ist

  • Sehr widerstandsfähig.
  • Extrem langlebig (bis zu 40 Jahren).
  • Ein Naturprodukt.
  • Antibakteriell und rutschhemmend.
  • Wärmedämmend und schwer entflammbar.

12. Unterschiede zwischen Vinyl und Linoleum

Linoleum, PVC, Vinyl – diese Begriffe begegnen Ihnen, wenn Sie sich mit Bodenbelägen beschäftigen. Die Unterschiede sind gering. Dennoch können sie für Sie relevant werden. Hier finden Sie eine prägnante Auflistung der Unterschiede.

Linoleum

  • Der Fußboden aus Linoleum besticht durch seine lange Lebensdauer ohne große Qualitätsverluste. Natürlich ist die Pflege des Produkts dafür mit entscheidend. Ist diese gewährleistet, dann kann ein Linoleum-Boden bis zu 40 Jahren halten.
  • Linoleum wirkt antistatisch und verringert damit die Staubbildung.
  • Das Material ist antibakteriell und somit für den Einsatz in Bereichen mit erhöhtem Hygienebedarf geeignet.
  • Für Nassräume ist Linoleum nicht optimal.
  • Linoleum verträgt keine starke Lauge. Benutzen Sie deshalb Reinigungsmittel mit einem pH-Wert unter 9,0.

PVC = Vinyl

In der Vergangenheit kam PVC in Verruf, sodass der Begriff Vinyl zunehmend dafür verwendet wurde. Ganz durchgesetzt hat sich das jedoch nicht, weshalb die Begriffe heute synonym verwendet werden.

  • Vinyl ist wasserresistent und deshalb für Nassbereiche gut geeignet.
  • Die Oberfläche von Vinyl besitzt eine bessere Eignung für glänzende Farben und Designs.
  • Vinyl ist noch pflegeleichter als Linoleum.
  • Die Rutschfestigkeit von Vinyl ist ausgeprägter.
  • Minderwertige Vinylprodukte können Weichmacher enthalten.

13. Möbel aus Linoleum

Möbel aus Linoleum – im ersten Moment mag das überraschen. Doch bei genauerer Betrachtung finden sich viele Gründe für den Einsatz von Linoleum beim Möbelbau. Denn das Material ist nicht nur als Bodenbelag geeignet. Es erlaubt kleinteilige Einsatzmöglichkeiten, ebenso wie die Benutzung auf Großflächen. Upcycling ist das Gebot der Stunde! Damit schonen Sie auch noch Ressourcen.

Vorteile

Die Vorteile von Linoleum gelten nicht nur für den Einsatz am Boden:

  • Antibakteriell und hygienisch.
  • Widerstandsfähig und praktisch in Reinigung und Pflege.
  • Ökologisch und langlebig.

Argumente

  • Setzen Sie individuelle Akzente! Möbel aus Linoleum sind ein trendiges Highlight.
  • Entsorgen Sie ein geliebtes Möbelstück nicht, sondern peppen Sie es auf!
  • Linoleum ist emissionsarm: Das Raumklima profitiert vom Einsatz dieses Naturprodukts. Damit reduzieren Sie den Kunststoffanteil in Ihrem Umfeld.
  • Aufgrund seiner antistatischen Eigenschaft reduziert Linoleum die Staubbildung. Ein Vorteil nicht nur für Allergiker.

Variationsmöglichkeiten

  • Sitzgelegenheiten: Linoleum fühlt sich warm und weich an.
  • Pinnwand: Die elastische Oberfläche kann als Pinnwand zum Einsatz kommen.
  • Türen: Mit einem schönen Motiv verkleidet wird die Tür zum Hingucker.
  • Fronten aller Art: Auch Lichtschalter, Tische und Schränke können Sie mit Linoleum verkleiden – entweder um Schäden zu kaschieren oder um Abwechslung in Ihr Interieur zu bringen.

14. Klick-Linoleum besticht durch einfache Handhabung

Linoleum hat viele Vorzüge. Das Verlegungssystem Lino-Klick merzt die letzten Nachteile beim Laien-gerechten Verlegen aus. Die Ware ist in Platten verschiedener Größen und Designs erhältlich. Mit einer Stichsäge sind die Platten schnell gekürzt.

Kosten

Linoleum in Bahnen kaufen Sie für 15 und 50 Euro pro Quadratmeter. Für Klick-Linoleum müssen Sie zwischen 40 und 80 Euro veranschlagen. Das lohnt sich vor allem für Laien, da der Aufwand beim Verlegen sinkt.

Das große Plus

Der größte Vorteil liegt eindeutig in der vereinfachten Handhabung:

  • Kein Kleben.
  • Geringer Aufwand beim Zuschneiden.

15. Hinweise zur Verlegung von Klick-Linoleum

Bevor Sie Klick-Linoleum verlegen, beachten Sie einige Hinweise:

  • Nach dem Kauf müssen die Bretter 48 Stunden lang bei circa 20 Grad und 50% Luftfeuchtigkeit akklimatisieren.
  • In der Zwischenzeit können Sie Unebenheiten des Unterbodens ausgleichen. Damit vermeiden Sie Dellen und unansehnliche Fugen in Ihrem neuen Boden.
  • Linoleum verträgt keine stetige Feuchtigkeit! Wie Linoleum in Bahnen, muss auch Lino-Klick vor feuchtem Untergrund und Raumfeuchtigkeit geschützt werden. Es empfiehlt sich gegebenenfalls eine Folie unterzulegen.
  • Manche Werkzeuge werden Sie schon in Ihrem Werkzeugkasten haben. Spezielle Utensilien können Sie von Ihrem Bodenleger ausleihen. Dies ist oftmals kostenlos möglich.
  • Denken Sie an die Erstpflege nach dem Verlegen. Auch diese kaufen Sie bei Ihrem Bodenleger – und erhalten oft wertvolle Tipps dazu.

16. Produktion und Entsorgung von Linoleum

Die Produktionsmaterialien von Linoleum sind größtenteils natürliche Rohstoffe. Die Verarbeitung führt diesen weitere Stoffe hinzu. Auch die Produktionsabläufe und die Entsorgung sind umweltschonend möglich.

Produktion

Natürliche Rohstoffe wie Jute, Harze und Leinöl, sind Grundlage der Verarbeitung. Diese werden, zumeist auch aus Kostengründen, ressourcenschonend eingesetzt. Die Verarbeitung bedarf jedoch auch Klebstoffe, Farben, und Weichmachern. Diese schmälern die Ökobilanz natürlich.

Entsorgung

Theoretisch ist die Entsorgung umweltschonend möglich. Das liegt vor allem an den verarbeiteten Rohstoffen. Diese sind kompostierbar und bauen sich, je nach Zerstückelung und Anlage, vollständig ab. Leider wird alter Bodenbelag noch immer häufig verbrannt.

Recycling

Der Recycling-Kreislauf ist bisher wenig strukturiert. Immerhin wird das entsorgte Linoleum zum Teil in die Produktion zurückgeführt – als gehäckseltes Mehl.

Es geht noch besser

Trotz dieser Mängel zählt Linoleum zu den umweltfreundlichen Bodenbelägen. Es ist trotzdem wünschenswert, die Recycling-Kette noch effektiver abzustimmen. Damit ließe sich ein ökologischer Zugewinn erzielen. Achten Sie beim Kauf auf Herkunft und Produktionsstätte. Durch umweltbewusste Nachfrage veranlassen Sie die Produzenten zur Optimierung Ihrer Prozesse – zum Wohle unserer Umwelt!

17. Linoleum – ein umweltverträgliches Produkt

Linoleum wird bereits seit Jahrzehnten produziert. Es basiert auf der Zusammenführung nachwachsender Ressourcen und weist somit eine positive Ökobilanz auf. Dennoch wirkt es nicht altbacken, sondern bietet vielfältige Designideen.

Rohstoffe

Linoleum besteht aus wenigen, uns wohlbekannten Rohstoffen. Sie sind schnell nachwachsend und belasten das Klima kaum. Etwa 75% der Inhaltsstoffe regenerieren in kurzer Zeit.

  • Jute ist ein Strauch von 1,5 – 3 Metern Höhe. Innerhalb eines Jahres wächst Jute nach und wird zur Fasergewinnung verwendet.
  • Harze sind ein Nebenprodukt vor allem von Bäumen. Sie treten aus, wenn die Pflanze eine Schadstelle verschließt. Entsprechend zäh und klebrig sind Harze. Für den industriellen Gebrauch werden Bäume regelrecht gemolken.
  • Leinöle finden sich nicht nur in der gesunden Küche. Aus den Samen von Flachs gepresst, finden sie auch in der Industrie Anwendung.
  • Kalkstein ist ein Rohstoff, der in der Natur sehr oft vorkommt. Es ist ein weltweit verbreitetes Gestein.

Ein weiteres Plus

Linoleum ist aufgrund seiner natürlichen Ausgangsstoffe und glatten Oberfläche für Allergiker gut geeignet. Außerdem ist die Oberfläche antibakteriell.

18. Das Wichtigste über Linoleum in Kürze

  • Linoleum ist ein natürliches Material mit allen Vorteilen, die sich daraus ergeben.
  • Es ist in vielen Designs erhältlich.
  • Die Kosten für Linoleumbahnen liegen zwischen 15 und 50 Euro pro Quadratmeter. Klick-Linoleum ist für zwischen 40 und 80 Euro erhältlich.
  • Mit etwas Geschick verlegen Sie den Boden selbst. Benötigtes Werkzeug leihen Sie im Fachgeschäft.
  • Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Linoleum überzeugen! Ob industriell, gewerblich oder privat – Linoleum bietet sich in vielen Bereichen an.
  • Eine neue Spielart sind Möbelstücke aus Linoleum.
  • Abstriche müssen Sie in Nassräumen machen, da das Material keine Feuchtigkeit verträgt.

Linoleum war über viele Jahrzehnte hinweg aus keinem Haushalt wegzudenken. Und heute scheint sich der Trend wieder in diese Richtung zu bewegen. Lassen Sie die Qualitäten von Linoleum bei der Überlegung zu Ihrem neuen Fußboden nicht außer Acht. Nicht zuletzt ist die Notwendigkeit zu einer ökologisch sinnvollen Lebensweise ein tragendes Argument für den Kauf von Linoleum.

19. Checkliste rund um Linoleum

  • Wo möchte ich Linoleum verlegen?
  • Welches Design möchte ich wählen?
  • Welche Kosten kommen auf mich zu?
  • Möchte ich Klick-Linoleum verwenden oder Bahnenware?
  • Wie dick soll das Linoleum sein?
  • Kann ich die Verlegung selbst übernehmen?

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