Linoleum

Linoleum

Zwar wird Linoleum häufig als Bodenbelag verwendet, ist aber auch als Möbelbezug oder Pinnwand einsetzbar. Linoleum überzeugt mit seinem günstigen Kaufpreis und einer umfangreichen Farb- und Designpalette. Hier erfahren Sie, welche Möglichkeiten Sie bei der Auswahl des Linoleums haben. Ebenso lesen Sie über die Vor- und Nachteile der Arten und was es beim Verlegen zu beachten gibt.

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1. Ihre Auswahl bei Linoleum

Die Materialien-Zusammensetzung von Linoleum bleibt abgesehen von ein paar Abweichungen in der Regel gleich. Trotzdem gibt es beim Einkauf viele Auswahlmöglichkeiten:

  • Homogen oder heterogen.
  • Verschiedene Material- oder Beschichtungszusammensetzungen.
  • Verlegungsarten.
  • Verschiedene Stärken.
  • Bedruckungsmöglichkeiten.

Homogenes und Heterogenes Linoleum

Tipp zum Bau zeigt Ihnen Ihre Auswahl bei Linoleum.

Wählen Sie unter den verschiedenen Arten Ihr Linoleum.

Homogenes Linoleum besteht aus mehreren Schichten mit gleicher Zusammensetzung und Farbe. Weil es strapazierfähig ist, wird es gerade in medizinischen und öffentlichen Bereichen eingesetzt. Zudem ist es elastisch, was das Biegen der Kanten ermöglicht. Dadurch dringen weder Feuchtigkeit noch Bakterien zum Boden vor. Da die Rollen eine Breite von 1,5-2 m haben, eignet sich homogenes Linoleum besonders in kleinen Räumen.

Heterogenes Linoleum setzt sich aus einer Nutzschicht und weiteren kompakten Schichten zusammen. Diese unterscheiden sich in Zusammensetzung und Musterung. Die Nutzschicht ist eine durchsichtige Außenbeschichtung aus Kunststoff, die das Material vor äußeren Einflüssen schützt.  Heterogenes Linoleum enthält oft eine Stabilisierungseinlage.

Aufgrund der offenen Gestaltungsmöglichkeit wird es gerade im privaten Wohnbereich verwendet. Die Oberfläche kann auch andere Bodenbeläge imitieren und so für eine preiswerte Alternative sorgen. Zudem ist heterogenes Linoleum lärm- und wärmeisoliert. Da die Rollen 1,5-4 m breit sind, bietet sich so die Möglichkeit einer fugenfreien Verlegung.

Verschiedene Material- oder Beschichtungs-Zusammensetzungen

Zu weniger bekannten Linoleumarten gehört zum Beispiel Glyftal- (oder Alkyd-) Linoleum. Normales Linoleum wird dabei mit Alkydharz beschichtet. Eine weitere Variation ist Colloxinisches Linoleum, deren Grundlage Nitrozellulose statt Leinöl ist. Linoleum Reline ist dagegen zweischichtig. Die Trägerschicht besteht aus altem, zerkleinertem Gummi mit Bitumen, die obere Schicht ist ein Gemisch von Gummi, Pigment und Füller. Eine Übersicht der Vor- und Nachteile der verschiedenen Materialien finden Sie weiter unten.

2. Verlegungsarten

So verlegen Sie Linoleum - mit Tipp zum Bau.

So verlegen Sie Ihr Linoleum.

Meterware wird direkt auf den Untergrund geklebt. Die Bahnen haben eine Breite von 150-400 cm. Diese werden miteinander verklebt. Das eignet sich besonders, wenn eine Fußbodenheizung vorhanden ist. Durch das direkte Aufliegen wird die Wärme unmittelbar auf den Bodenbelag übertragen. Zudem trägt es besonders zur Raumakustik bei.

Eine weitere Option ist Klick-Linoleum, auch genannt Lino-Klick. Dabei werden die einzelnen Linoleumböden ineinander „verklickt“. Klick-Linoleum wird schwimmend verlegt, also lose auf den Untergrund gelegt. Dieser ist ebenfalls leicht auszutauschen und zu reparieren. Bei diesem einfachen Prozess klicken Sie die Laminatböden aus und ersetzen sie durch neue. Trotzdem ist das Durchlesen einer Online-Anleitung empfehlenswert. Diese Art der Verlegung ist besonders schnell und wieder leicht zu entfernen.

Voraussetzungen für das Verlegen

Das Verlegen von Linoleum als Meterware ist relativ kompliziert. Grund dafür sind die zahlreichen Voraussetzungen, die bei der Verlegung im Raum gegeben sein müssen:

  • Totale Trockenheit ist sehr wichtig. Deswegen ist es nicht möglich, Linoleum im Bad zu verlegen. Auch Grundböden, die nicht gegen aufsteigende Grundfeuchtigkeit isoliert sind (z.B. Keller oder Garagen) können nicht mit Linoleum verlegt werden.
  • Der Untergrund muss außerdem eben, fest und ohne Risse sein. Dichte, nicht saugfähige Untergründe (wie z.B. Gussasphalt) müssen vor dem Verlegen ausreichend mit Dispersionsklebstoff verspachtelt werden.
  • Die Meterware wird vor dem Verlegen zugeschnitten und locker aufgerollt 24 Stunden im Stehen akklimatisiert. Während der Verlegung darf die Bodentemperatur nicht unter 15 °C liegen (bei Fußbodenheizung zwischen 18 °C und 20 °C), die Raumtemperatur muss mindestens 18 °C betragen. Die relative Luftfeuchtigkeit muss zwischen 40 % und 65 % liegen.

3. Stärke – entscheidend für die Qualität

Auch die Dicke des Linoleum Bodenbelags spielt eine entscheidende Rolle im Preis und der Qualität. Die Stärke von Linoleum wird in der Regel in drei Kategorien unterteilt:

  1. Haushalt (2 mm, hält ca. 3-5 Jahre)
  2. Halb-gewerblich/semi-kommerziell (2,5 mm, hält ca. 7-20 Jahre)
  3. Kommerziell (3,2-4 mm, hält ca. 20 Jahre)

Die Optimale Stärke für die jeweiligen Anforderungen:

Der Linoleumbelag mit einer Stärke von 2 mm ist neben dem Wohnraum auch in Büros oder Klassenräumen einsetzbar. Der halb-gewerbliche Belag kann ebenfalls in Wohnräumen angewendet werden. Er wird jedoch häufiger für Mehrzweckhallen, Kaufhäuser und Hotels verwendet. Je dicker der Belag, umso belastbarer ist er. Deswegen wird der 3,2-4 mm dicke Linoleumboden vor allem in öffentlichen Gebäuden, Krankenhäusern und in Straßen- und U-Bahnen verlegt. Der Preis spielt aber auch hier eine große Rolle. Denn je dicker der Bodenbelag gewählt wird, umso teurer ist er.

4. Bedruckung – Ihr personalisierter Fußboden

Bei der Bedruckung haben Sie komplett freie Wahl. Zu den populärsten Bedruckungen gehören Parkett oder Holz.

Linoleum bietet eine Vielfalt an Mustern und Farben.

Linoleum bietet eine Vielfalt von Bedruckungsmustern.

Auch eine schlichte, einheitliche Farbe ist sowohl im gewerblichen als auch im privaten Bereich aufgrund der Neutralität sehr beliebt. Aktuellere Trends sind zum Beispiel auch Retro-Fliesen Bedruckungen. Etwas ausgefallener sind 3D-Bild-Bedruckungen. Diese lenken die Aufmerksamkeit jedes Besuchers sofort auf den Boden.

5. Kosten

Tipp zum Bau informiert Sie über die Kosten von Linoleum.

Rechnen Sie beim Kauf von Linoleum mit diesen Kosten.

Linoleum wird zwar als relativ teuer angesehen, kann sich aber stark im Preis unterscheiden. Die Endsumme wird von mehreren Faktoren beeinflusst. Unter anderem wie stark der Belag ist, ob es homogen oder heterogen ist und wer es verlegt.

Einzelkosten pro Quadratmeter

Bei der Meterware liegt der Materialpreis bei 15-50 € pro Quadratmeter. Für die Spachtel- und Ausgleichsmasse kommen weitere 2-3 € hinzu. Der Dispersionskleber liegt bei ungefähr 1,50-2,50 €. Wenn Sie den Linoleum verlegen lassen, kommt für das verkleben 10-15 € pro Quadratmeter dazu. Das Ausfräsen der Fugen und das anschließende Versiegeln wird für ungefähr 3-8 € für Sie übernommen.

Bei Klick-Linoleum entfallen die Kosten für den Kleber, das Fräsen und Versiegeln. Das Verlegen liegt bei 11-16 € pro Quadratmeter. Das Material kostet ungefähr 40-80 €.

6. Vor- und Nachteile

Diese Vorteile und Nachteile hat Linoleum zu bieten.

Wägen Sie die Vor- und Nachteile von Linoleum gut ab.

ArtenVorteileNachteile
Generell·         Pflegeleicht.

·         Nachhaltig.

·         Widerstandsfähig.

·         Fast komplett ökologisch abbaubar.

·         Wärmedämmend.

·         Rutschhemmend.

·         Antistatisch.

·         Unempfindlich gegenüber Chemikalien.

·         Schwer entflammbar.

·         Antibakteriell.

·         Keine Schadstoffe.

·         Kurzzeitig beständig gegen Öle und Fette.

·         Grenzenlose Auswahl beim Design.

·         Dank robustem Wesen vielfältig einsetzbar.

·         Quillt bei Nässe auf.

·         Riecht anfangs stark.

·         „Reifeschleier“ bilden sich (d.h. es verfärbt sich, ist aber mit direkter Sonneneinstrahlung rückgängig zu machen).

·         Reagiert auf alkalische Mittel sehr empfindlich.

·         Kostenaufwendig.

·         Komplizierte und zeitaufwendige Verlegung (kann auch zu Fehlern führen, wie einer Beule im Boden).

Klick-Linoleum·         Einfacher zu verlegen und daher auch alleine ersetzbar oder entfernbar.

·         Sehr nachhaltig, hat eine Lebensdauer von 25-40 Jahren.

·         Trittschalldämmend.

·         Kostenaufwendiger.

·         Durch ständige Bewegung können Risse und Spalten entstehen.

Glyftal-/Alkydlinoleum·         Erhöhte Schall- und Wärme-Dämmqualität.·         Zerbrechlichkeit à kompliziert zusätzlich die Verlegung.

·         Hat Tendenz zu knicken.

Colloxinisches Linoleum·         Wasserdicht.

·         Elastisch.

·         Feuerfest.

·         Dekorativer Glanz.

·         Anfällig für Schrumpfen.

·         Sehr temperaturempfindlich.

Linoleum Reline·         Hohe Elastizität.

·         Feuchtigkeitsbeständigkeit.

·         Zusammensetzung hat (für den Menschen) schädliche Substanzen

à nicht ins Wohnzimmer.

7. Fachpartner finden

Sie planen einen neuen Bodenbelag für Ihr Zuhause und benötigen fachmännischen Rat vor Ort?

Ihr Bodenleger in Ihrer Nähe hilft Ihnen gerne.

8. Vielseitige Einsatzbereiche für Linoleum – nicht nur zu Hause

Der Linoleumboden eignet sich für eine Vielzahl an Räumen. Unterschiedliche Designmöglichkeiten lassen den vermeintlich altbackenen Bodenbelag wieder in modernem Licht erstrahlen. An diesen Orten kann er überzeugen:

  • Arztpraxis: Linoleum ist antibakteriell und für Allergiker geeignet.
  • Großküche: Leicht zu reinigen, unempfindlich gegenüber Öl und Fett, hygienisch und rutschhemmend – das sind starke Gründe für den Einsatz in einer betriebsamen Küche.
  • Fabrikräume: Ein weiteres Plus für den Linoleumboden ist seine Hitzeresistenz. Als Baustoff nach DIN 4102 wird es in der Kategorie B1 für schwer entflammbare Materialen gelistet.
  • Büro: Ein Bodenbelag aus Linoleum ist trittschalldämmend und für Stuhlrollen gut geeignet. Damit steht konzentriertem Arbeiten nichts im Weg.
  • Treppen: Linoleum ist rutschhemmend und mindert deshalb die Verletzungsgefahr auf Treppen.

Das Einzige, was Linoleum nicht verträgt, ist Feuchtigkeit. Deshalb eignet es sich nicht in Nassräumen. Auch ein schlecht isolierter Untergrund ist ungünstig. Deshalb sollten Sie Keller und Garagen sorgfältig mit feuchtigkeitsdämmenden Folien abdichten.

9. Werkzeuge für das Verlegen von Linoleum

Ein Linoleum-Boden verlegt sich nicht von selbst! Damit dies aber möglichst unkompliziert abläuft, empfehlen wir Ihnen einige Hilfsmittel bereit zu legen. Manches werden Sie schon im eigenen Werkzeugkasten vorfinden – anderes kaufen Sie im Baumarkt.

WerkzeugAnschaffungskosten
Cuttermesserca. 10 Euro
Zahnspachtel (breit und fein)ca. 10 Euro im Set
Hand- und Bodenwalzezusammen ca. 70 Euro
Wandschmiegeab 70 Euro
Konturenlehreab 10 Euro
Anlegeschieneab 10 Euro
Handschweißgerätab 500 Euro
Abstoßmesserca. 80 Euro

Bleistift, Zollstock und Wasserwaage sind oftmals schon im Haushalt vorhanden und werden auch benötigt.

Unser Tipp

Einige der aufgeführten Werkzeuge benötigen Sie nicht häufig, sodass sich eine Anschaffung nicht lohnt. Oftmals verleiht der Baumarkt, was Sie zum Verlegen brauchen.

10. Einfache Reinigung und Pflege des Linoleumbodens

Linoleum ist ein strapazierfähiges und unempfindliches Material. Es findet vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Die einfache Pflege ist hier ein weiterer Vorteil. Mit ein wenig Sorgfalt erhalten Sie sich Ihren Linoleumboden im Schnitt zwischen 15 und 30 Jahre.

Reinigung und Pflege

  • Erstpflege: Nach dem Verlegen Ihres Linoleumbodens sollte eine erste Pflege mit einer Polymerdispension erfolgen. Damit werden Staub und Verunreinigung der vorherigen Arbeitsschritte entfernt. Gleichzeitig versiegelt der Belag und erzeugt einen vorbeugenden Schutz für die spätere Nutzung.
  • Leichte Verunreinigungen: Kehren oder saugen genügt dem Linoleumboden meist schon. Von Zeit zu Zeit ist dennoch feuchtes Auswischen empfehlenswert.
  • Starke Verschmutzungen: Der Pflegefilm verunreinigt nach einiger Zeit. Entweder genügt eine Pflegefilmsanierung, oft ist eine Grundreinigung sinnvoll.
  • Für den Hausgebrauch sind gängige Utensilien ausreichend. Große Flächen lassen sich mit einem Reinigungsautomat schneller säubern.

Was ist zu beachten?

  • Keine Laugen: Alkalische Reinigungsmittel eignen sich nicht für Linoleum. Verwenden Sie deshalb nur Substanzen bis zu einem pH-Wert von maximal 9,0.
  • Weiche Pads: Um den besten Glanz zu erzielen, sollten Sie weiche Lappen und Bürsten benutzen.

11. Linoleum – Kein Grund zur Sorge

Vieles spricht für einen Bodenbelag aus Linoleum. Einige hartnäckige Gegenargumenten klären wir hier auf.

Linoleum schont die Umwelt

Der Chemiker Frederik Walton entdeckte schon 1860 Linoxin. Er beobachtete, dass Leinöl eine Gummischicht entwickelt, wenn es mit Sauerstoff reagiert. Diese Erkenntnis ließ er patentieren. Durch Beimischung weiterer Naturmaterialien wie Jute und Har, entstand ein völlig neues Produkt. Dieses ließ sich schon damals für vielfältige Zwecke nutzen. Linoleum besteht also zu weiten Teilen aus natürlichen Rohstoffen. Sie sind nach langjährigem Gebrauch kompostierbar und somit ökologisch abbaubar.

Eigengeruch von Linoleum verfliegt

Tatsächlich entwickeln die verarbeiteten Rohstoffe in Linoleum einen intensiven Geruch. Dieser kann unangenehm sein, ist aber nicht gesundheitsschädlich. Jedoch verflüchtigt sich der Geruch nach spätestens 3 Wochen an der Luft. Am besten lüften Sie den Raum ausgiebig.

Reifeschleier

Einige Zeit nach der Verlegung kann sich ein matter Glanz über den Boden legen. Das trübt den Eindruck, da es wie eine Verfärbung aussieht. Dem beugen Sie vor, indem Sie das Material bei der Verlegung keinen veränderten Lichtverhältnissen  aussetzen. Es handelt sich dabei nicht um einen Mangel! Öffnen Sie die Fenster und ermöglichen Sie direkte Sonneneinstrahlung. Sollte sich dennoch keine Besserung ergeben, wird Ihr Bodenleger Abhilfe schaffen können.

Kosten

Ein schöner Fußboden geht natürlich mit einer Investition einher. Ob sich diese lohnt, muss im Verhältnis zu Ihren Vorteilen gesehen werden. Im Folgenden finden Sie Argumente, die eine Entscheidung für Linoleum befürworten. Der Linoleumboden ist

  • Sehr widerstandsfähig.
  • Extrem langlebig (bis zu 40 Jahren).
  • Ein Naturprodukt.
  • Antibakteriell und rutschhemmend.
  • Wärmedämmend und schwer entflammbar.

12. Unterschiede zwischen Vinyl und Linoleum

Linoleum, PVC, Vinyl – diese Begriffe begegnen Ihnen, wenn Sie sich mit Bodenbelägen beschäftigen. Die Unterschiede sind gering. Dennoch können sie für Sie relevant werden. Hier finden Sie eine prägnante Auflistung der Unterschiede.

Linoleum

  • Der Fußboden aus Linoleum besticht durch seine lange Lebensdauer ohne große Qualitätsverluste. Natürlich ist die Pflege des Produkts dafür mit entscheidend. Ist diese gewährleistet, dann kann ein Linoleum-Boden bis zu 40 Jahren halten.
  • Linoleum wirkt antistatisch und verringert damit die Staubbildung.
  • Das Material ist antibakteriell und somit für den Einsatz in Bereichen mit erhöhtem Hygienebedarf geeignet.
  • Für Nassräume ist Linoleum nicht optimal.
  • Linoleum verträgt keine starke Lauge. Benutzen Sie deshalb Reinigungsmittel mit einem pH-Wert unter 9,0.

PVC = Vinyl

In der Vergangenheit kam PVC in Verruf, sodass der Begriff Vinyl zunehmend dafür verwendet wurde. Ganz durchgesetzt hat sich das jedoch nicht, weshalb die Begriffe heute synonym verwendet werden.

  • Vinyl ist wasserresistent und deshalb für Nassbereiche gut geeignet.
  • Die Oberfläche von Vinyl besitzt eine bessere Eignung für glänzende Farben und Designs.
  • Vinyl ist noch pflegeleichter als Linoleum.
  • Die Rutschfestigkeit von Vinyl ist ausgeprägter.
  • Minderwertige Vinylprodukte können Weichmacher enthalten.

13. Möbel aus Linoleum

Möbel aus Linoleum – im ersten Moment mag das überraschen. Doch bei genauerer Betrachtung finden sich viele Gründe für den Einsatz von Linoleum beim Möbelbau. Denn das Material ist nicht nur als Bodenbelag geeignet. Es erlaubt kleinteilige Einsatzmöglichkeiten, ebenso wie die Benutzung auf Großflächen. Upcycling ist das Gebot der Stunde! Damit schonen Sie auch noch Ressourcen.

Vorteile

Die Vorteile von Linoleum gelten nicht nur für den Einsatz am Boden:

  • Antibakteriell und hygienisch.
  • Widerstandsfähig und praktisch in Reinigung und Pflege.
  • Ökologisch und langlebig.

Argumente

  • Setzen Sie individuelle Akzente! Möbel aus Linoleum sind ein trendiges Highlight.
  • Entsorgen Sie ein geliebtes Möbelstück nicht, sondern peppen Sie es auf!
  • Linoleum ist emissionsarm: Das Raumklima profitiert vom Einsatz dieses Naturprodukts. Damit reduzieren Sie den Kunststoffanteil in Ihrem Umfeld.
  • Aufgrund seiner antistatischen Eigenschaft reduziert Linoleum die Staubbildung. Ein Vorteil nicht nur für Allergiker.

Variationsmöglichkeiten

  • Sitzgelegenheiten: Linoleum fühlt sich warm und weich an.
  • Pinnwand: Die elastische Oberfläche kann als Pinnwand zum Einsatz kommen.
  • Türen: Mit einem schönen Motiv verkleidet wird die Tür zum Hingucker.
  • Fronten aller Art: Auch Lichtschalter, Tische und Schränke können Sie mit Linoleum verkleiden – entweder um Schäden zu kaschieren oder um Abwechslung in Ihr Interieur zu bringen.

14. Klick-Linoleum besticht durch einfache Handhabung

Linoleum hat viele Vorzüge. Das Verlegungssystem Lino-Klick merzt die letzten Nachteile beim Laien-gerechten Verlegen aus. Die Ware ist in Platten verschiedener Größen und Designs erhältlich. Mit einer Stichsäge sind die Platten schnell gekürzt.

Kosten

Linoleum in Bahnen kaufen Sie für 15 und 50 Euro pro Quadratmeter. Für Klick-Linoleum müssen Sie zwischen 40 und 80 Euro veranschlagen. Das lohnt sich vor allem für Laien, da der Aufwand beim Verlegen sinkt.

Das große Plus

Der größte Vorteil liegt eindeutig in der vereinfachten Handhabung:

  • Kein Kleben.
  • Geringer Aufwand beim Zuschneiden.

15. Hinweise zur Verlegung von Klick-Linoleum

Bevor Sie Klick-Linoleum verlegen, beachten Sie einige Hinweise:

  • Nach dem Kauf müssen die Bretter 48 Stunden lang bei circa 20 Grad und 50% Luftfeuchtigkeit akklimatisieren.
  • In der Zwischenzeit können Sie Unebenheiten des Unterbodens ausgleichen. Damit vermeiden Sie Dellen und unansehnliche Fugen in Ihrem neuen Boden.
  • Linoleum verträgt keine stetige Feuchtigkeit! Wie Linoleum in Bahnen, muss auch Lino-Klick vor feuchtem Untergrund und Raumfeuchtigkeit geschützt werden. Es empfiehlt sich gegebenenfalls eine Folie unterzulegen.
  • Manche Werkzeuge werden Sie schon in Ihrem Werkzeugkasten haben. Spezielle Utensilien können Sie von Ihrem Bodenleger ausleihen. Dies ist oftmals kostenlos möglich.
  • Denken Sie an die Erstpflege nach dem Verlegen. Auch diese kaufen Sie bei Ihrem Bodenleger – und erhalten oft wertvolle Tipps dazu.

16. Produktion und Entsorgung von Linoleum

Die Produktionsmaterialien von Linoleum sind größtenteils natürliche Rohstoffe. Die Verarbeitung führt diesen weitere Stoffe hinzu. Auch die Produktionsabläufe und die Entsorgung sind umweltschonend möglich.

Produktion

Natürliche Rohstoffe wie Jute, Harze und Leinöl, sind Grundlage der Verarbeitung. Diese werden, zumeist auch aus Kostengründen, ressourcenschonend eingesetzt. Die Verarbeitung bedarf jedoch auch Klebstoffe, Farben, und Weichmachern. Diese schmälern die Ökobilanz natürlich.

Entsorgung

Theoretisch ist die Entsorgung umweltschonend möglich. Das liegt vor allem an den verarbeiteten Rohstoffen. Diese sind kompostierbar und bauen sich, je nach Zerstückelung und Anlage, vollständig ab. Leider wird alter Bodenbelag noch immer häufig verbrannt.

Recycling

Der Recycling-Kreislauf ist bisher wenig strukturiert. Immerhin wird das entsorgte Linoleum zum Teil in die Produktion zurückgeführt – als gehäckseltes Mehl.

Es geht noch besser

Trotz dieser Mängel zählt Linoleum zu den umweltfreundlichen Bodenbelägen. Es ist trotzdem wünschenswert, die Recycling-Kette noch effektiver abzustimmen. Damit ließe sich ein ökologischer Zugewinn erzielen. Achten Sie beim Kauf auf Herkunft und Produktionsstätte. Durch umweltbewusste Nachfrage veranlassen Sie die Produzenten zur Optimierung Ihrer Prozesse – zum Wohle unserer Umwelt!

17. Linoleum – ein umweltverträgliches Produkt

Linoleum wird bereits seit Jahrzehnten produziert. Es basiert auf der Zusammenführung nachwachsender Ressourcen und weist somit eine positive Ökobilanz auf. Dennoch wirkt es nicht altbacken, sondern bietet vielfältige Designideen.

Rohstoffe

Linoleum besteht aus wenigen, uns wohlbekannten Rohstoffen. Sie sind schnell nachwachsend und belasten das Klima kaum. Etwa 75% der Inhaltsstoffe regenerieren in kurzer Zeit.

  • Jute ist ein Strauch von 1,5 – 3 Metern Höhe. Innerhalb eines Jahres wächst Jute nach und wird zur Fasergewinnung verwendet.
  • Harze sind ein Nebenprodukt vor allem von Bäumen. Sie treten aus, wenn die Pflanze eine Schadstelle verschließt. Entsprechend zäh und klebrig sind Harze. Für den industriellen Gebrauch werden Bäume regelrecht gemolken.
  • Leinöle finden sich nicht nur in der gesunden Küche. Aus den Samen von Flachs gepresst, finden sie auch in der Industrie Anwendung.
  • Kalkstein ist ein Rohstoff, der in der Natur sehr oft vorkommt. Es ist ein weltweit verbreitetes Gestein.

Ein weiteres Plus

Linoleum ist aufgrund seiner natürlichen Ausgangsstoffe und glatten Oberfläche für Allergiker gut geeignet. Außerdem ist die Oberfläche antibakteriell.

18. Das Wichtigste über Linoleum in Kürze

  • Linoleum ist ein natürliches Material mit allen Vorteilen, die sich daraus ergeben.
  • Es ist in vielen Designs erhältlich.
  • Die Kosten für Linoleumbahnen liegen zwischen 15 und 50 Euro pro Quadratmeter. Klick-Linoleum ist für zwischen 40 und 80 Euro erhältlich.
  • Mit etwas Geschick verlegen Sie den Boden selbst. Benötigtes Werkzeug leihen Sie im Fachgeschäft.
  • Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Linoleum überzeugen! Ob industriell, gewerblich oder privat – Linoleum bietet sich in vielen Bereichen an.
  • Eine neue Spielart sind Möbelstücke aus Linoleum.
  • Abstriche müssen Sie in Nassräumen machen, da das Material keine Feuchtigkeit verträgt.

Linoleum war über viele Jahrzehnte hinweg aus keinem Haushalt wegzudenken. Und heute scheint sich der Trend wieder in diese Richtung zu bewegen. Lassen Sie die Qualitäten von Linoleum bei der Überlegung zu Ihrem neuen Fußboden nicht außer Acht. Nicht zuletzt ist die Notwendigkeit zu einer ökologisch sinnvollen Lebensweise ein tragendes Argument für den Kauf von Linoleum.

19. Checkliste rund um Linoleum

  • Wo möchte ich Linoleum verlegen?
  • Welches Design möchte ich wählen?
  • Welche Kosten kommen auf mich zu?
  • Möchte ich Klick-Linoleum verwenden oder Bahnenware?
  • Wie dick soll das Linoleum sein?
  • Kann ich die Verlegung selbst übernehmen?

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