Küchen-Armatur

Die Küchen-Armatur: Ein genialer Helfer für Ihren Alltag!

Sie ist in jeder Küche und damit in jedem Haushalt zu finden: die Küchen-Armatur. Sie wird im Alltag ständig benutzt und ist außerdem ein zentrales Stilmittel jeder Küche. Daher ist es wichtig, hier die richtige Auswahl zu treffen. Worauf Sie bei Kauf, Installation und Reinigung achten müssen, erfahren Sie in diesem Artikel.

1. Was ist eigentlich eine Küchen-Armatur?

Eine klassische moderne Küchen-Armatur in einer neuen Küche.

Die Küchen-Armatur sollte zum Stil Ihrer Küche passen.

Die Küchen-Armatur sorgt in Ihrer Küche dafür, dass Sie fließendes Wasser haben. Da Sie dieses Küchengerät sehr häufig verwenden, ist hier auf entsprechende Qualität zu achten. Gängig ist vor allem die Verwendung von Edelstahl. Es besitzt eine Vielzahl an positiven Eigenschaften. Für den Umgang mit Lebensmitteln und Wasser ist es besonders aufgrund seiner rostfreien Eigenschaften geeignet. Damit sind Küchen-Armaturen aus Edelstahl gesundheitlich unbedenklich.

Doch nicht nur beim Material gibt es große Unterschiede: Auch bei der Wasserzufuhr, bei den Bedienelementen und den Hebeln unterscheiden Armaturen sehr. Hier geht leicht der Überblick verloren. Deshalb haben wir nachfolgend die wichtigsten Dinge zusammengefasst.

2. Welche Unterschiede gibt es bei Küchen-Armaturen?

Unterschiedliche Materialien

Die am häufigsten verwendeten Materialien bei Küchen-Armaturen sind Edelstahl und vernickeltes Messing. Neben der langen Haltbarkeit hat Edelstahl besonders viele Vorteile: So schaden Reinigungsmittel der Oberfläche nicht. Außerdem lassen sich sowohl im inneren, als auch außen verwenden. Sie sind also flexibel einsetzbar. Verwenden Sie darum in Ihrer Küche darum idealerweise Edelstahl-Armaturen verwenden. Auch wenn diese möglicherweise etwas teurer sind, lohnt sich das Sparen hier meist nicht. Durch die lange Haltbarkeit des Materials wird ein höherer Preis in jedem Fall gerechtfertigt. Vermeiden Sie dagegen eine Küchen-Armatur aus Nickel oder Blei. Es besteht die Möglichkeit, dass hier Partikel ins Trinkwasser gelangen und dieses verunreinigen. Hygiene ist in diesem Bereich besonders wichtig. Achten Sie deshalb darauf, Ihre Armaturen regelmäßig zu reinigen. Hierzu gibt es im weiteren Verlauf des Artikels noch einige wichtige Hinweise.

Möglichkeiten der Wasserzufuhr

Hier wird zwischen Hoch- und Niederdruck-Armaturen unterschieden. Die Warmwasserzufuhr wird dann entweder direkt oder über einen zwischengeschalteten Boiler geregelt.

HochdruckNiederdruck
Zentrale WasserversorgungBoiler oder Warmwasserspeicher
Zwei Anschlüsse: je einer für Warm- und Kaltwasser.Drei Anschlüsse: Einer für Kaltwasser; Zwei für den Boiler.

Hochdruckwasserzufuhren werden in Deutschland als Standardverfahren verwendet.

Unterschiedliche Arten von Wasserhähnen

Ebenso gibt es völlig verschiedene Sorten von Wasserhähnen. Neben den klassischen, fest installierten Wasserhähnen, gibt es etwa auch Schlauchbrausen. Schlauchbrausen haben gegenüber „normalen“ Wasserhähnen folgende Vorteile:

  • Sie sind ausziehbar und damit sehr flexibel.
  • Flexibilität ist hilfreich bei der Reinigung Ihrer Spüle.
  • Durch das Ausziehen lässt sich Spritzwasser vermeiden.
  • Beim Abwasch sorgen sie für mehr Gründlichkeit.

Auch bei den Wasserhähnen gibt es nicht so etwas wie einen Standard. Persönliche Präferenzen und Vorlieben entscheiden also auch hier, welche Art von Wasserhahn Sie verbauen.

Verschiedene Hebelvorrichtungen

Hauptsächlich wird bei den Hebeln von Küchen-Armaturen zwischen zwei Modellen unterschieden:

EinhebelmischerZweihebelmischer
Ein Hebel, der entweder für warmes oder kaltes Wasser sorgt.Rechter Griff sorgt für warmes Wasser.
Vorteil: Die gewünschte Temperatur wird schneller erreicht.Linker Griff sorgt für kaltes Wasser
Vorteil: Spart Wasser und Energie.Vorteil: Die Temperatur kann besser reguliert werden.

Bei den Hebeln der Küchen-Armatur gibt es keinen Standard. Hier sind Sie in der Gestaltung der Armatur völlig frei.
Es liegt an Ihnen zu entscheiden, welche Eigenschaft der jeweiligen Armatur Ihnen wichtiger ist.

Arten von Bedienelementen

Auch schwarze Küchen-Armaturen sind möglich.

Bei der Küchen-Armatur sind viele Stile möglich.

Bedienelemente von Küchen-Armaturen müssen nicht direkt am Wasserhahn angebracht sein. Mittlerweile gibt es auch hier eine Vielzahl von Modellen. Wenn Ihnen es mehr zusagt, dann ist es auch möglich, einen Knopf oder Hebel für Warmwasser an den vorderen Rand der Spüle anzubringen. Ebenso ist es möglich, einen Knopf einzubauen, der am Kopf etwa einer Schlauchbrause angebracht ist. So ist es für Sie möglich, das Einschalten des Wassers mit einer Hand zu erledigen und nicht umgreifen zu müssen. Wenn Sie also besonderen Wert auf Ergonomie legen, dann gibt es auch in diesem Bereich sehr verschiedene Möglichkeiten.

Unterschiedliche  Montagearten bei der Küchen-Armatur

Küchen-Armaturen lassen sich auf viele verschiedene Arten in Ihrer Küche montieren.  Klassischerweise wird die Armatur auf der Spüle angebracht. Je nach Küche und dem vorhanden Platz muss dies aber nicht zwingend so sein. Die Armaturen in der Küche können auch als sogenannte Wandarmaturen auf den Putz montiert werden. Diese verfügen dann normalerweise über ein Zweigriffmischer-System. Alternativ werden hier Systeme mit Einhebelmischer verbaut.

Als weitere Alternative bieten sich Unterfenstermontagen an. Diese werden idealerweise unter einem Fenster angebracht. Sie lassen sich entweder schwenken oder leicht aus ihrer Befestigung lösen. Sie sind vor allem bei Niedrigdruckarmaturen eine gute Alternative. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, sie mit einem Geräteventil auszustatten.

Welche Art der Montage am besten geeignet ist, hängt vor allem mit dem Zuschnitt der Räumlichkeiten, dem vorhanden Platz und persönlichen Vorlieben zusammen.

Zusätzlicher Geräteanschluss an Küchen-Armatur

Aufgrund des heutzutage eher beengten Wohnraums verfügen viele Wohnungen nicht über separate Räume etwa für Waschmaschinen. Diese befinden sich dann häufig ebenfalls in der Küche. Auch wenn Sie keinen Geschirrspüler besitzen ist es möglich, diesen zusätzlich an die Küchen-Armatur anzuschließen. Um dies möglichst einfach zu gewährleisten, ist es sinnvoll hier eine Armatur mit Geräteabsperrung zu verwenden. Die Geräteabsperrung regelt die Wasserzufuhr der einzelnen Verbraucher. Durch einen solchen Zusatz ist es möglich, die einzelnen Geräte je nach Bedarf zu aktivieren. Dies spart Wasser und damit bares Geld.

Zusatzfunktionen an Küchen-Armaturen

Küchen-Armaturen lassen sich heutzutage mit allerhand zusätzlichen Funktionen ausstatten. Küchen-Armaturen werden schon heute etwa mit Sprachassistenten verbunden, die dann die Wasserzufuhr regeln. Manche Hersteller versuchen auch, die Küchen-Armatur mit weiteren Küchengeräten zu vereinen. So werden etwa Smartpanels installiert, die etwa auch die Waage ersetzen. Wenn mehr Ergonomie gewünscht ist, gibt es auch hier sehr viele Möglichkeiten. Manche Hersteller trennen etwa die Hebel von den Wasserhähnen, sodass die Bedienung erleichtert wird. Sie sehen also, dass hier die Möglichkeiten endlos sind.

3. Was ist bei der Installation der Küchen-Armatur zu beachten?

Es ist sogar möglich, Küchen-Armaturen selbst zu installieren. Allerdings gilt es hierbei einige Punkte zu beachten:

  • Unterbrechen Sie unbedingt die Wasserzufuhr bevor sie loslegen!
  • Merken Sie sich, welche Schläuche an welchen Anschluss kommen.
  • Beim Tausch der Arbeitsplatte: Markieren Sie die Stelle für das Loch des Wasserhahns.
  • Beachten Sie, wie die Armatur montiert wird.
  • Vergewissern Sie sich, dass der neue Wasserhahn an die Anschlüsse passt.
  • Achten Sie auf die richtigen Maße!
  • Erkundigen Sie sich, über welche Art Anschluss Ihre Küche verfügt.

Der Austausch einer Armatur in der Küche ist grundsätzlich kein Hexenwerk.

Schritt-für-Schritt Anleitung zum Austausch einer Küchen-Armatur:

Hier verrät Tipp-Zum-Bau, wie man eine Küchen-Armatur installiert.

Eine Küchen-Armatur wie diese kann man auch selbst installieren.

Nachdem Sie die Wasserzufuhr unterbrochen haben, ist es wichtig, die Wasserohre zu entleeren. Drehen Sie hierzu alle Wasserhähne auf. Demontieren Sie anschließend die Schläuche, sowie den Halteflansch. Entfernen Sie nun den Wasserhahn. Bevor Sie  den neuen Hahn einsetzen, sollten Sie zuerst die Schläuche korrekt anschließen. Die ersten Drehungen lassen sich per Hand erledigen. Um mehr Festigkeit zu garantieren, lassen sich die Schrauben am Ende mit einem Schlitzschraubendreher festziehen. Setzen Sie anschließend die Dichtungen auf.

Bevor Sie nun die Mischbatterie mit dem Wasserhahn einsetzen, sollten Sie das Loch reinigen und entfetten. Passen Sie darauf auf, dass die Schläuche nicht einklemmen. Die Dichtung und der Halteflansch werden von unten positionieren. Den Verschluss auf der Gewindestangenbefestigung nehmen Sie sich mit einer Rohrzange vor. Achten Sie dabei darauf, dass sich das Mischventil nicht verschiebt. Wenn es sich in der richtigen Position befindet, ziehen Sie es fest. Normalerweise reicht es aus, die Anschlüsse der Mischbatterie an den Schlauchenden am Wassereinfluss mit einem Schraubenschlüssel festzuziehen. Vorher sollten Sie kontrollieren, ob Warm- und Kaltwasser korrekt angeschlossen sind. Sollte dies nicht der Fall sein, müssen zusätzlich Zwischenreduktionsverbindungen angebracht werden. Die Anschlüsse sind jedoch standardisiert, daher ist dies in der Regel nicht notwendig.

Sie sehen also, dass in nur wenigen Schritte Ihre neue Küchen-Armatur montiert ist. Informieren Sie sich vorher über die Art Ihres Anschlusses. Dies ist wichtig, damit Sie am Ende über die richtigen Schläuche und Anschlüsse verfügen. Beim Austausch einer Arbeitsplatte sollten Sie darüber hinaus genau ausmessen, wie viel Platz vorhanden ist und ob alle Geräte nach dem Austausch Platz finden. Eine korrekte Planung spart hier Zeit und Geld.

4. Wie reinigen Sie Ihre Küchen-Armatur richtig?

Hygiene ist beim Gebrauch Ihrer Küchen-Armatur sehr wichtig. Sie benutzen Ihre Armatur schließlich jeden Tag! Diese kommt dabei mit Lebensmitteln und Wasser in Kontakt. Eine regelmäßige und korrekte Reinigung ist daher sehr wichtig. Vermeiden Sie dabei die Reinigung der Armatur mit folgenden Gegenständen:

  • Scheuerschwämme
  • Mikrofasertücher
  • Stahlwolle

Diese Gegenstände können dazu führen, dass die Oberfläche der Armatur beschädigt wird. Vermeiden Sie ebenfalls Säure, Chlorbleiche oder phosphorhaltigen Reiniger. Auch diese schaden der Oberfläche. Dies gilt besonders bei verchromten Armaturen. Sprühen Sie außerdem niemals den Reiniger direkt auf die Oberfläche. Der Sprühnebel des Reinigers ist sehr fein und dringt in kleinste Ritzen ein. Dort greift er dann das Material an. Stattdessen sollten Sie die Armatur am besten mit einem Baumwolltuch reinigen. Benutzen Sie Zitronensäurereiniger und spülen Sie am Ende die Fläche mit kaltem Wasser ab. Eine regelmäßige Reinigung verhindert die Bildung von Kalk! Verkalkungen entfernen Sie am besten mit einer leichten Säure.

5. Was kostet die Küchen-Armatur?

Tipp zum Bau zeigt Ihnen, mit welchen Kosten und Ersparnissen Sie bei Ihrer Küchen-Armatur rechnen können.

Die Kosten einer Küchen-Armatur variieren stark.

Pauschal lassen sich die Kosten von Küchenarmaturen nicht bestimmen. Je nach Modell und Ausstattung ergeben sich ganz unterschiedliche Preise.

  • Die günstigsten Modelle liegen im Internet-Preisvergleich auf einschlägigen Seiten bei etwa 20 – 30 €.
  • Die teuersten Modelle kosten je nach Zusatzausstattung und Material bis zu 1000 €.

Beim Kauf Ihrer Küchen-Armatur sollten Sie darauf achten, dass diese Armaturen über eine reduzierte Abgabe verfügen. So können Sie Wasser sparen. Besitzen Sie eine ältere Küchen-Armatur, lässt sich diese mit einem Luftsprudler nachrüsten. Dieser hilft dabei, bis zu 30 % Wasser zu sparen. Außerdem ist es wichtig, tropfende Wasserhähne umgehend zu reparieren. Diese führen zu einem stark erhöhten Wasserverbrauch.

Küchen-Armaturen lassen sich in allen gängigen Baumärkten  erwerben. Darüber hinaus finden sie sich auch bei Online-Anbieter. Eine weitere Möglichkeit ist, direkt bei den Herstellern zu kaufen.

6. Fazit zur Küchen-Armatur

Von räumlichen Gegebenheit zur fertigen Küchen-Armatur.

Bei Küchen-Armaturen gibt es vielfältige Möglichkeiten.

Sie sehen also: Die Küchen-Armatur ist ein wichtiger Bestandteil einer jeden Küche. Daher gibt es sie in vielen verschiedenen Ausführungen. Die gängigste Form ist die Edelstahl-Armatur. Gleichzeitig ist die sogenannte Hochdruckarmatur in Deutschland Standard. Küchen-Armaturen werden am besten mit einem Baumwolltuch und Zitronensäurereiniger gereinigt. Eine regelmäßige Reinigung ist wichtig. Die Kosten lassen sich nicht pauschal bestimmen, da sich diese an der Ausstattung der Armatur orientieren. Wenn Sie die richtige Armatur auswählen, sparen Sie eine Menge beim Wasserverbrauch!

Digitalisierung bei Küchen-Armaturen


Küchen-Armaturen
haben heute Fähigkeiten, die über das bloße Wasser spenden hinaus gehen. Doch wie sieht es bei der Digitalisierung aus?  Auch dort sind Küchen-Armaturen schon im 21. Jahrhundert angekommen. Ein Hersteller verbindet die Küchen-Armatur etwa mit einer Smartphone-App. Auf diese Weise steuern Sie die Armatur per Sprachbefehl. Damit lässt sich ein Glas Wasser einschenken, ohne dass Sie die Armaturen berühren.

Bedienelemente bestehen heute manchmal ebenfalls aus elektronischen Tasten. Mit diesen steuern sie bestimmte Funktionen punktgenau. Außerdem erlauben es Ihnen solche Geräte, wiederkehrende Programme zu speichern. Manche Küchen-Armaturen verfügen über Touchdisplays. Andere lassen Sie per Knopfdruck sprudelndes oder kochend heißes Wasser erzeugen. Wie Sie sehen, gibt es sowohl klassische als auch High-Tech-Armaturen.

Verschiedene Arten von Bedienelementen (Erweiterung)

Bedienelemente variieren hinsichtlich Funktion und Aufbau. Je nach Hersteller werden unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt. Welche das sind, erfahren Sie hier.

  • Ergonomie.
  • Optik.
  • Gesundheit.

Ergonomie: Der Wasserkopf ist ausziehbar und verfügt über einen Kipphebel. Wenn Sie diesen Kipphebel benutzen, dann reduzieren Sie die Wassermenge, die abgegeben wird. Drehen Sie ihn zur Seite, ändern Sie die Temperatur. Sie müssen also nie die Hand vom Griff nehmen.

Optik: Bei diesen lassen sich die Armaturen versenken, sodass sie nicht zu sehen sind. Dies wertet Ihre Küche optisch auf.

Gesundheit: Zusätzliche Wasserfilter werden in Ihre Küchen-Armaturen eingebaut, sodass Sie bedenkenlos Wasser aus dem Hahn trinken können.

Verschiedene Arten von Einhebelmischern

Einhebelmischer haben nicht nur gegenüber Zweigriffmischern einige praktische Vorteile. Sie lassen sich relativ frei gestalten. Das ist bei Zweigriffmischern nur bedingt möglich. Für welche Form von Einhebelmischern Sie sich entscheiden, hängt von Ihrem Geschmack und Ihrer Geldbörse ab. Um Ihnen eine Entscheidungshilfe zu geben, sollen hier nun einige Varianten vorgestellt werden. Grundsätzlich wird zwischen zwei Varianten unterschieden:

  • Die Einlocharmatur.
  • Die Zweilocharmatur.

Beide Varianten haben Ihre spezifischen Vor- und Nachteile. Welche das sind, erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.

Verschiedene Arten von Zweigriffmischern

Wie bereits angemerkt wurde, sind Zweigriffmischer Einhebelmischern in einigen Dingen unterlegen. Nichtsdestotrotz gibt es auch hier moderne Varianten, die Sie näher betrachten sollten. Moderne Varianten von Zweigriffmischern besitzen eingebaute Thermostate. Das Wasser wird nicht getrennt temperaturgeregelt, sondern dies geschieht über einen Griff. Dadurch lassen sich Wasser und Energie sparen. Thermostatgriffe erlauben es, die gewünschte Temperatur direkt einzustellen. Dies geschieht noch bevor Wasser aus dem Hahn kommt.

Ähnlich wie bei Einhebelmischern lassen sich auch bei Zweigriffmischern die Hebel und der Ausfluss trennen. Hierfür ist allerdings eine sogenannte DreilochMontage notwendig. Sie benötigen also entsprechend Platz. Nachträglich ist so eine Konstruktion eher schwierig zu verwirklichen. Zweigriffmischer eignen sich besonders dann bei einer Küchen-Armatur, wenn Sie Wert auf eine traditionelle Optik legen. Die Kategorie Optik sollte bei der Kaufentscheidung nicht vernachlässigt werden.

Verschiedene Arten von Einhebelmischern: die Einlocharmatur

Bei einer Einlocharmatur bilden der Hebel und der Ausfluss eine Einheit. In der Regel liegt der Hebel hier mittig auf dem Hahn auf. Der Vorteil dieser Anbringung ist, dass der Hebel von allen Seiten gut zu erreichen ist. Dies ist dann hilfreich, wenn etwa Links- und Rechtshänder in einem Haushalt zusammenleben. Der Hebel einer Einlocharmatur muss aber nicht mittig angebracht sein. Es ist auch möglich, ihn auf der Seite anzubringen. Ob auf der linken oder rechten Seite ist dabei egal.

Verschiedene Arten von Einhebelmischern: Die Zweilocharmatur

 Wenn der Hebel und der Ausfluss voneinander getrennt sind, spricht man von Zweilocharmaturen. Der Hebel ist hier am Rand der Spüle montiert. Der Hebel muss hier kein klassischer Hebel sein. Er kann auch etwa durch ein TouchBedienfeld ersetzt werden. Auch muss der Hebel nicht im hinteren Bereich montiert werden. Bei körperlich eingeschränkten Personen bietet sich etwa eine Montage im vorderen Bereich an.

Fazit: Sie sehen also, es ist durchaus sinnvoll sich im Vorfeld Gedanken zu machen, wie Sie Ihre Küchen-Armatur nutzen möchten. Anhand dieses Verhaltens sollte Sie sich dann bei Ihrer Kaufentscheidung leiten lassen.

Wichtige Informationen zum Wasserdruck – Hochdruckarmaturen

Hochdruckarmaturen werden in Deutschland bei Küchen-Armaturen als Standardverfahren verwendet. Was müssen Sie über dieses System wissen? Die Schläuche für die Zufuhr von Warm- und Kaltwasser werden direkt an den Eckventilen der Wasserleitungen angeschlossen. Das kalte und warme Wasser fließt also getrennt in die Armatur. Erst im Wasserhahn der Küchen-Armatur selbst wird das Wasser vermischt. Die gewünschte Temperatur stellen Sie mit Hilfe je eines Griffs für Kalt- oder Warmwasser ein.

Hochdruckarmaturen halten einen Druck von bis zu zehn bar aus. In einem normalen Haushalt beträgt der Wasserdruck zwischen drei und sechs bar. Wenn Sie hier eine Schlauchbrause anschließen möchten, dann ist ein dritter Anschlussschlauch notwendig!

Wichtige Informationen zum Wasserdruck – Niederdruckarmaturen

Nicht so häufig verbreitet sind Niederdruckarmaturen. Was sollten Sie daher über dieses System wissen? Bei Niederdruckarmaturen führt ein Anschluss vom Kaltwasseranschluss in der Wand in den Wasserhahn. Zwei Wasseranschlüsse führen vom Boiler in den Wasserhahn. Der Boiler fungiert als Wasserspeicher. Kaltes Wasser aus dem Hahn fließt in den Boiler. Durch den so erzeugten Druck fließt warmes Wasser aus dem Boiler in den Hahn. Der dritte Anschluss ist also für die Kaltwasserabfuhr gedacht.

Es ist vollkommen normal, wenn nach dem Erhitzen noch Wasser aus dem Hahn tropft. Bei Niederdruckarmaturen entsteht durch den Erhitzungsprozess im Boiler Wasserdampf. Dieser muss durch die Armatur entweichen. Hier liegt also kein Mangel an der Anlage vor. Niederdruckarmaturen erkennen Sie an dem roten Blitz auf der Verpackung. Die falsche Armatur anzuschließen ist nahezu unmöglich. Niederdruckarmaturen lassen sich nicht an Hochdruckarmaturenanschlüsse anschließen und umgekehrt. Informieren Sie sich daher vor dem Kauf darüber, welche Art von Küchen-Armatur Sie benötigen!

Alternativen zur Edelstahl Küchen-Armatur: Chrom

Gefällt Ihnen Edelstahl bei Ihrer Küchen-Armatur aus ästhetischen Gründen nicht, gibt es hierzu einige Alternativen. Hier erfahren Sie alles über Chrom.

Chrom hat folgende Vorteile:

  • Ähnliche Verarbeitung wie Edelstahl.
  • Einfache Reinigung.

Chrom hat folgende Nachteile:

  • Kontakt zu Säuren ist zu vermeiden!
  • Es zeigen sich schnell Wasserflecken.

Dieses wird in ähnlicher Verarbeitung verkauft wie Edelstahl. Es gibt ihn also in glatter, gebürsteter oder glänzender Form. Das Chrom wird dabei als eine Art Schutzschicht benutzt, die das Material vor Rost und Korrosion schützt. Die Reinigung ist einfach, Chemikalieneinsatz ist zu vermeiden. Als Reinigungsmittel eignen sich eine milde Seife oder Spezialreiniger für Chrom.

Alternativen zur Edelstahl Küchen-Armatur:
Vernickeltes Messing oder Bronze

Anstelle von Edelstahl oder Chrom ist auch vernickeltes Messing oder Bronze verwendbar. Welche Vor- und Nachteile diese Materialien haben, erfahren Sie in diesem Abschnitt.

Vorteile von vernickeltem Messing oder Bronze:

  • Besondere Korrosionsbeständigkeit.
  • Besondere Festigkeit.

Nachteile von vernickeltem Messing oder Bronze:

  • Problematische Reinigung.
  • Gebrauchsspuren zeigen sich schnell.

Diese Edelstahlalternative wird häufig aus ästhetischen Gründen gewählt. Sie passt etwa hervorragend zu Küchen beziehungsweise Häusern im „Industrial Style“.

Alternativen zur Edelstahl Küchen-Armatur:
Die Mineralwerkstoffmischung

Zu guter Letzt gibt es noch Küchen-Armaturen aus einer Mineralwerkstoffmischung. Die Mischung besteht dabei aus 80 Prozent natürlichem Quarz sowie 20 Prozent Acrylharz. Die Vor- und Nachteile einer solchen Küchen-Armatur erfahren Sie hier:

Vorteile einer Werkstoffmischung:

  • Farbe lässt sich anpassen.
  • Langlebig.
  • Kratzfest.
  • Einfach zu reinigen.

Nachteile einer Werkstoffmischung:

  • Sehr raues Finish.
  • Schmutzpartikel setzen sich leicht ab.
  • Bildung von Kalk.

Für welche Art von Küchen-Armatur Sie sich also entscheiden, hängt neben der Größe Ihres Geldbeutels von Ihrem persönlichen Geschmack ab. Nicht ganz außer Acht lassen sollten Sie darüber hinaus ästhetische Gesichtspunkte.

Alternative Küchen-Armaturen bei schwierigen Raumbedingungen

Küchen-Armaturen werden oft unter dem Fenster angebracht. Dies hat den Hintergrund, dass hier das Tageslicht optimal ausgenutzt werden soll. Eine Küchen-Armatur unter dem Fenster hat jedoch verschiedene Nachteile. Ist die Küchen-Armatur zu hoch, lässt sich etwa das Fenster nicht mehr ganz öffnen. Daher ist es sinnvoll, sich hier Alternativen anzuschauen:

  • Die Küchen-Armatur wird nach Gebrauch abgesenkt.
  • Die Küchen-Armatur wird nach Gebrauch abgenommen.
  • Die Küchen-Armatur wird zur Seite wegeklappt, wenn ungenutzt.

Verschiedene Hersteller bieten hier verschiedene Modelle an. Die Modelle unterscheiden sich nach Funktion, Preisklasse und Optik. Sie haben hier also die Qual der Wahl.