Konstruktionsarten Fertighaus

Konstruktionsarten Fertighaus – Planung ist alles

Ihre Entscheidung als Bauherr ist gefallen. Bei Ihrem zukünftigen Traumhaus soll es sich um die Fertigbauweise Fertighaus handeln. Bei der weiteren Recherche wird Ihnen allerdings schnell auffallen, dass das Angebot dieser Bauweise größer ist als zuvor gedacht. Dies liegt zum einen an der Weiterentwicklung neuer Bautechniken und zum anderen an den unterschiedlichsten Konstruktionsarten. Die Bauweise beeinflusst das spätere Erscheinungsbild maßgeblich. Damit Sie die richtige Auswahl treffen, informieren wir Sie über die Bandbreite der Konstruktionsarten Fertighaus.

1. Einführung in die Vielfalt der Fertighäuser

Der Begriff Konstruktionsarten Fertighaus beschreibt grundsätzlich die Konstruktionsarten der Holz-Fertighäuser. Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich bei allen um den Rohstoff Holz. Das verwendete Konstruktionsholz wird meist aus Nadelhölzern wie der Douglasie gewonnen. Dies kann allerdings je nach Konstruktionsart des Fertighauses abweichen. Grundsätzlich wird zwischen vier Arten der Fertigbauweise Fertighaus unterschieden:

  • Skelettbauweise.
  • Rahmenbauweise.
  • Tafelbauweise.
  • Blockbauweise.

2. Skelettbauweise

Bei Tipp-zum-Bau erfahren Sie alles Wissenswerte rund um die Skelettbauweise

Konstruktionsarten Fertighaus: Der Skelettbau

Der Holzskelettbau ist eine Weiterentwicklung des Fachwerkbaus. Beide Holzbauweisen basieren auf Holzbalken, die für die gesamte Statik verantwortlich sind. Typisch für den Holzskelettbau der Konstruktionsarten Fertighaus sind die gut sichtbaren, gitterartigen Elemente in der Fassade.

Das Holzskelett besteht aus senkrechten Stützen und horizontalen Trägern. Diagonale Streben und Verspannungen tragen ebenfalls zur Stabilität bei. Im Gegensatz zum Holzrahmenbau(LINK) sind sämtliche Wände völlig vom Gerüst getrennt. Das Fundament bildet dabei entweder eine Bodenplatte oder einen Keller.


Die Skelettbauweise ist aus drei Gründen vorteilhaft:

  • Freie Raumgestaltung

Das Holzskelett trägt die gesamte Last dieser Fertigbauweise Fertighaus. Das bedeutet, dass die Wände nicht zur Statik beitragen. Bei der Raumgestaltung haben Sie freie Wahl: Sie selbst entscheiden, wie Sie Ihre Räume aufteilen. Auch störende Stützbalken sind passé.

  • Umgestaltung möglich

Neue Lebensumstände stellen oftmals andere Anforderungen an Ihr Fertighaus als Sie ursprünglich geplant hatten. Mit der Skelettbauweise bleiben Sie jedoch flexibel. Die Wände lassen sich leicht entfernen, wodurch Sie die Raumaufteilung an Ihre Bedürfnisse anpassen.

  • Filigrane Optik

Da die Wände keinen Beitrag zur Statik leisten, stehen Ihnen vielfältige Materialien zur Auswahl. Träumen Sie beispielsweise von einer Fassade aus Glas, ist die Skelettbauweise genau das Richtige für Sie. Zwischen den einzelnen Stützpfosten ist genug Raum für eine markante Fassadengestaltung.

 3. Rahmenbauweise

Eine weitere Konstruktionsart des Fertighauses stellt die Rahmenbauweise dar. Senkrechte Holzständer, sogenannte Rippen, bilden in Kombination mit horizontal verbunden Schwellhölzern das Grundgerüst. Die Wände werden gewöhnlich mit Dämmstoffen ausgefüllt. Auch hier kommt als Fundament eine Bodenplatte oder wahlweise ein Keller zum Einsatz. Typisch für diese Fertighaus Konstruktionsarten ist der hohe Grad der industriellen Fertigung. Dennoch lässt sich die Fassade nach Ihren Wünschen gestalten: Holzlamellen, Putzfassade oder Klinker stehen ihnen dafür zur Verfügung.

Die Rahmenbauweise ist in dreifache Hinsicht empfehlenswert:

  • Ausgezeichnete Wärmedämmung

Wer plant, ein äußerst energieeffizientes Fertighaus zu errichten, entscheidet sich für die Rahmenbauweise. Der höchste Effizienzstandard ist mit dieser Fertigbauweise Fertighaus einfach umzusetzen.

  • Ausbleibende Trocknungszeiten

Die vorgefertigten Wandkonstruktionen sind so konzipiert, dass Sie zügig montiert werden. Dies liegt daran, dass die Wände im Vergleich zu Massivhäusern schneller trocknen. Dadurch kommt es zu einer immensen Zeitersparnis.

  • Mehr Wohnfläche

Circa 10% mehr Wohnfläche gewinnen Sie, wenn Sie Ihr Fertighaus mit der Rahmenbauweise errichten. Die Wände fallen deutlich dünner aus als bei dem Massivhaus. Zusätzlich hat dies auch eine positive Auswirkung auf die Optik.

 4. Tafelbauweise

Als eine Variante der Rahmenbauweise hat sich die Tafelbauweise als die häufigste verwendete Bauweise der Konstruktionsarten Fertighaus etabliert. Der Ansatz bleibt der Gleiche: Die Montage der Bauelemente erfolgt in kürzester Zeit auf der Baustelle selbst. Bauherren sollten beachten, dass die Raumaufteilung nicht flexibel ist. Eine nachträgliche Umgestaltung ist zwar möglich, jedoch mit sehr viel Aufwand verbunden.

Deshalb ist es ratsam, durch vorausschauende Planung möglichst viele Szenarien zu berücksichtigen.  Überlegen Sie sich beispielsweise, ob Sie in Zukunft Kinder haben wollen. Entsprechende Räumlichkeiten sind dann für diese Fertigbauweise Fertighaus essenziell. Klären Sie am besten bereits vor Baubeginn alle Ihre Wünsche mit dem Bauunternehmen ab. Dadurch vermeiden Sie Missverständnisse und tragen zu einem reibungsfreien Bau bei.

Entscheiden Sie sich für die Tafelbauweise und profitieren Sie von:

  • Zeiteffizientem Bauen

Im Vergleich zu allen anderen Konstruktionsarten Fertighaus, weist die Tafelbauweise einen extrem hohen Fertigungsgrad auf. Deshalb ist es durch diese Fertigbauweise Fertighaus möglich, Ihr zukünftiges Eigenheim in kürzester Zeit zu erbauen. Die bereits im Werk gedämmten Elemente sorgen zusätzlich für eine kurze Bauzeit.

  • Eigenleistungen

Wer genug handwerkliches Geschick besitzt, spart mit dieser Bauweise bares Geld. Unser Tipp an Sie: Wägen Sie bereits im Voraus ab, was Sie sich handwerklich zutrauen. Dadurch minimieren Sie das Risiko einer verlängerten Bauzeit.

5. Blockbauweise

Wir informieren Sie bei Tipp-zum-Bau über die Besonderheiten der Blockbauweise.

Konstruktionsarten Fertighaus: Die Blockbauweise

Seit mehreren hundert Jahren entscheiden sich Bauherren für diese Bauweise. Charakteristisch für ein Blockhaus ist die Fassade. Horizontal aufeinandergeschichtete Holzstämme sorgen für einen einzigartigen Look. Der komplexe Aufbau erfordert viel Fachwissen. Deshalb ist die Blockbauweise lediglich für erfahrene Bauherren geeignet.

Da die Fassade allen Belastungen standhalten muss, kommen fast ausschließlich Nadelhölzer zum Einsatz. Dabei sind Fichte, Kiefer und Lärche die am häufigsten verwendeten Hölzer. Zudem existieren die Holzbalken existieren entweder als Blockbohlen oder Lammellenbalken.

Blockbohlen

Dichtungsbänder zwischen den Balken sorgen für geeigneten Schutz vor Wind. Durch eine Feuchtigkeit von unter 20% verzieht sich das Holz nicht bei Umwelteinflüssen wie Regen oder starker Hitze. Risse in der Fassade fallen zwar optisch auf, haben aber keinen negativen Einfluss auf die Wärmedämmung. Weiterhin sind sie ein Zeichen für eine naturbelassene Bauweise.

Lamellenbalken

Blockbohlen aus Lamellenbalken bestehen aus bis zu sechs Schichten. Die Balken sind deutlich steifer und passen sich kaum in ihrer Größe an.

Die Blockbauweise ist aus drei Gründen empfehlenswert:

  • Besonderes Raumklima

Massive Holzwände sorgen für eine stets ausgewogene Raumtemperatur. Im Winter bleibt es wohlig warm, während die Wände im Sommer angenehm kühl bleiben. Zudem sichern Blockhäuser eine optimale Luftfeuchtigkeit. Das Schimmelrisiko wird somit deutlich gesenkt. Gefällt Ihnen die Holzoptik auch im Innenraum, ist kein Innenputz nötig. Das senkt die Baukosten deutlich.

  • Schallschutz

Das massive Material macht zusätzliche Dämmung meist überflüssig. Dies spart zum einen Geld und fördert zum anderen die Wohnqualität erheblich.

  • Wärmeschutz

Die massiven Holzwände bieten von Natur aus sehr guten Wärmeschutz. Beispielsweise erfordern Ziegelwände ein aufwendiges Wärmedämmsystem, das bei Blockhäusern oft wegfällt.

6. Weitere Konstruktionsarten Fertighaus

Neben der Holzkonstruktion hat der Bauherr die Wahl zwischen weiteren Baumöglichkeiten. Die Fertigbauweise Fertighaus umfasst alle Konstruktionen, welche unter die Rubrik Fertighaus fallen. Hierzu gehören auch die Massiv-Fertighäuser, die Fachwerkhäuser sowie die Bausatzhäuser. Bei allen Kategorien werden bereits vor dem Bau Teilmaterialien für den Bau vorbereitet. Anschließend werden diese dann zu dem Grundstück geliefert. Der Aufbau kann je nach Wahl der Konstruktionsarten Fertighaus in Eigenregie oder aber von der Baufirma übernommen werden.

Massivfertighaus

Bei dem Wort Massivhaus denken Sie vermutlich gleich an die altbewährte Stein-auf-Stein Bauweise zurück. Diese ist auch heute noch immer topaktuell und findet sogar Anwendung unter den Konstruktionsarten Fertighaus. Durch den Einsatz von Massivholz ist es möglich, denselben Lärmschutz und dieselbe Wärmedämmung zu gewährleisten wie die konventionelle Methode. Doch auch Steine können durch neue Techniken in der Fertigbauweise Fertighaus Verwendung finden. Dabei werden die Teilelemente vorgefertigt und erst auf der Baustelle zusammen verarbeitet.

Vorteile der Massivbauweise

  • Diese Konstruktionsart wirkt sich durch ihre massive Bauweise vor allem auf den Wiederkaufswert aus. Das Fertigmassivhaus verliert kaum an Wert und ist somit eine gute und nachhaltige Investition.
  • Des Weiteren bietet Sie eine hohe Dämmung für eine optimale Wohnqualität.
  • Die robuste Bauweise hat auch Auswirkung auf die Akustik Ihres Hauses. So zeigt sich ein optimaler und zuverlässiger Schallschutz.

Fachwerkhaus

Bei Tipp-zum-Bau erhalten Sie Infos über die Bauweise der Fachwerkhäuser.

Konstruktionsarten Fertighaus: Das Fachwerkhaus

Auch das Fachwerkhaus wird zu der Fertigbauweise Fertighaus gezählt. So finden Sie vor allem in nördlichen Gebieten Anbieter, die in dieser Weise für Sie bauen. Die Fachwerkbauweise wird bei den Konstruktionsarten Fertighaus zu der Skelettbauweise gezählt. Das wichtigste Element bildet dabei das Holzskelett, welches der Stabilität dient. Als Material wird meist Massivholz verwendet. Früher wurden die Zwischenräume mit Stroh oder Lehm befüllt. Heute können Sie dabei Ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Ob mit Glas, Mauerwerk oder Lehm wie früher – die Entscheidung liegt ganz bei Ihnen.

Vorteile des Fachwerkhauses

  • Sowohl die Vorteile der Massivbauweise als auch die der Holzbauweise sind bei dem Fachwerkhaus zu finden. Der hohe Holzanteil reguliert die Feuchtigkeit im Inneren besser. Somit ist das Haus weniger schimmelanfällig.
  • Die Massivbauweise sorgt für ein hohes Maß an Stabilität dieser Konstruktionsart Fertighaus. Auch der Lärmschutz und die Wärmedämmung werden dadurch gesichert.
  • Der Baupreis scheint zunächst hoch. Ein Blick in die Zukunft zeigt jedoch, dass der Wiederkaufswert sich kaum ändert.



Bausatzhäuser

Die Bausatzhäuser umfassen alle Ausbaustufen der Konstruktionsarten Fertighaus. Je nach Fertigstellungsgrad wird hierbei zwischen Rohbau, Bausatzhaus und Ausbauhaus unterschieden. Die Konstruktion ist abhängig von der jeweiligen Ausbaustufe.

Bei Tipp-zum-Bau informieren wir Sie über den Rohbau des Ausbaustufen Fertighauses.

Ausbaustufen Fertighaus: Der Rohbau

Beim Rohbau wird lediglich die Bodenplatte geliefert. Das Bausatzhaus hingegen umfasst das gesamte Außenskelett. Auch hier liegt die Entscheidung für eine Konstruktion der Fertigbauweise Fertighaus ganz bei Ihnen.

Vorteile der Bausatzhäuser

  • Durch die vielen Auswahlmöglichkeiten gestalten Sie Ihr Haus individuell. Von wegen „Fertighäuser sehen alle gleich aus“.
  • Sie möchten viel eigenes Handwerk und Eigenleistung in Ihr Traumhaus stecken? Dann sparen Sie durch diese Fertigbauweise viel Geld.
  • Entscheiden Sie sich für den Rohbau. So können Sie nun noch einmal ganz in Ruhe zwischen den Konstruktionsarten eines Fertighauses wählen.



7. Konstruktionsarten Fertighaus mit Bedacht wählen

Die Auswahlmöglichkeiten zwischen den Konstruktionsarten Fertighaus sind immens. Achten Sie bei der Entscheidung ganz genau auf Ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche. Fragen Sie sich bereits im Voraus, welche Anforderung Sie an die Fertigbauweise Fertighaus stellen. Ist Ihnen eine massive und robuste Bauweise wichtig? Sollen die Fertighauskosten günstig sein und der Bau schnell verlaufen? Klären Sie diese Fragen und verschaffen Sie sich mit unserer Hilfe einen Überblick. Dadurch finden Sie heraus, welche Konstruktionsart für Sie am besten passt.

Nun sind Sie bereit, nach einem Anbieter zu schauen. Bedenken Sie hierbei, dass Sie ganz genaue Absprachen mit dem Baupartner treffen. Dadurch vermeiden Sie Missverständnisse, zu denen die Spannbreite der Konstruktionsarten Fertighaus manchmal führt. Auch Sonderwünsche lassen sich meist in die Fertigbauweise Fertighaus intergieren. Doch auch hier gilt: „Je früher, desto besser!“ Ihrem neuen Heim steht nun nichts mehr im Weg.

8. Die „baufertige“ Baustelle

Sie haben Ihre Wahl zwischen den Konstruktionsarten Fertighaus getroffen. Bevor der eigentliche Fertigbau losgeht, machen Sie die Baustelle erst baufertig. Hier erhalten Sie eine Übersicht, welche Leistungen der Bauherr vor Baubeginn durchzuführen hat.

  • Zunächst befreien Sie Ihr Grundstück von allen Hindernissen. Dazu zählen Altgebäude, Bäume sowie Aushub. Nun steht Ihnen eine freie Fläche zur Verfügung.
  • Es ist wichtig, dass Sie Ihr Baugrundstück kennzeichnen. Bringen Sie die Baugenehmigung gut sichtbar an. Verwenden Sie zum Beispiel einen Bauzaun. Dies verhindert, dass Abenteuerlustige unbefugt auf Ihr Grundstück gelangen.
  • Es ist wichtig, dass die Zufahrt zum Grundstück stets gesichert ist. Schaffen Sie genug Platz für Kräne, Baumaterialien und Container.
  • Sanitäre Anlagen, sowie Strom- und Wasserversorgung zählen auch zu einer baufertigen Baustelle. So entsteht das perfekte Arbeitsklima für Ihre Montagekräfte und Handwerker.

9. Wie lassen sich das Massiv -und Architektenhaus von der Fertigbauweise Fertighaus abgrenzen?

Durch die innovativen Bautechniken, die das Fertighaus mit sich bringt, scheint eine Abgrenzung zunächst schwierig. Der Begriff Massivhaus bezeichnet die alt bewährte und robuste Stein-auf-Stein Methode. Der Unterschied liegt allerdings nicht in dem verwendeten Materialien, sondern in der Vorfertigung. Beim Fertighaus bekommen Sie vorgefertigte Teilelemente geliefert. Dies ist beim Massivhaus nicht der Fall.

Der Unterschied beim Architektenhaus liegt vor allem bei der Anzahl der Baufirmen. Es ist möglich, sowohl die Fertigbauweise Fertighaus, als auch das Architektenhaus individuell planen zu lassen. Den Bau des Außenskeletts und den Innenausbau übernimmt jedoch beim Fertighaus eine einzige Firma. Dies ist bei einem Architektenhaus häufig nicht der Fall. Meist werden die Teilelemente von unterschiedlichen Anbietern hergestellt.

10. Nachhaltiges Bauen: Der ökologische Wandaufbau

Bei Tipp-zum-Bau erhalten Sie Informationen über ökologisches Bauen.

Der ökologische Wandaufbau: Ihr Umweltbeitrag

Für den Bau einer umweltfreundlichen Wand wird hauptsächlich Massivholz aus Nadelhölzern verwendet.

  • Bei Holz handelt es sich um ein zu 100% nachwachsendes Material. Somit wirkt sich Ihre Entscheidung positiv auf die CO2-Bilanz aus.
  • Als Dämmschicht werden lediglich naturbelassene Stoffe verwendet. Dadurch ist es beispielsweise möglich,  Cellulose, Hobelspäne oder Schafswolle in Ihrer Wand einzubauen.

Im Vergleich zu den konventionellen Methoden bleibt der Dämmwert somit genau gleich. Zudem steigerts sich Ihr Beitrag zum Umweltschutz.

11. Konstruktionsarten Fertighaus – Unterschiede beim Wandaufbau

Egal ob Sie sich für die Massivwand oder aber für die Tafelbauweise entscheiden: Alle Wandtypen erfüllen die gesetzlichen Ansprüche an Qualität, Technik und Energieverbrauch.  Unterschiede finden sich maßgeblich in der Materialwahl sowie der Anordnung einzelner Schichten.

  • Die Tafelbauweise verwendet im Querschnitt Gipskarton sowie Holzwerkstoffplatten. Das Konstruktionsholz wird als Ober- und Untergurt eingesetzt. Nun haben Sie die Wahl zwischen unterschiedlichen Dämmstoffen. Diese werden durch eine Holzfaserdämmplatte abgeschlossen. Zuletzt wird der Ober- und Unterputz aufgetragen.
  • Bei der Massivwand werden als Dämmstoffe immer Holzfaser und Hobelspäne verwendet. Dies sichert eine höhere Stabilität. Außerdem kommen hierbei Kanthölzer und massive keilgezinkte Bohlen zum Einsatz.

12. Konstruktionsholz bei der Fertigbauweise Fertighaus

Tipp-zum-Bau liefert Ihnen Informationen zum Konstruktionsholz.

Konstruktionsholz für Ihr Fertighaus

Vor allem bei den Konstruktionsarten Fertighaus findet Konstruktionsholz seine Verwendung. Es besteht meist aus Nadelhölzern, gelegentlich werden jedoch auch Laubhölzer verarbeitet. Einsatzgebiete sind meist Balken, Kanthölzer, Latten, Leisten und Bretter. Auch als Faserplatte oder Scharnierplatte ist das Konstruktionsholz einsetzbar. Die Vorteile liegen vor allem in seiner robusten Anwendung und in der ökologischen Komponente.

13. Vom Rohbau bis zum Einzug – der zeitliche Aufwand

  • Der erste Schritt beim Bau ist die Bauplanung. Je nach Ihren Wünschen umfasst diese wenige Tage bis mehrere Wochen.
  • Bevor Sie beginnen benötigen Sie eine Baugenehmigung. Um diese zu erteilen, brauchen die Behörden normalerweise zwei bis zwölf Wochen. Unser Tipp für Sie: Beantragen Sie diese früh genug. Man weiß nie, was die Bürokratie mit sich bringt.
  • Jetzt kann es losgehen. Für den Keller oder aber die Bodenplatte sind etwa zwei bis fünf Wochen einzuplanen.
  • Der Rohbau lässt sich schnell innerhalb von ein bis zwei Tagen umsetzen.
  • Längere Zeit beansprucht der Innenausbau. Rechnen Sie für diesen mit mindestens acht bis zwölf Wochen.

14. Das Massivholz – Ein Baumaterial für die Ewigkeit

Der Begriff Massivholz beschreibt eine Fertigungsart der unterschiedlichen Konstruktionshölzer.

Massivholz glänzt vor allem durch seine große Vielfalt. Diese bezieht sich auf seine Formen und auf seine Einsatzgebiete. Das Massivholz wird im Außen- und Innenausbau eingesetzt. Es ist möglich, das Material bei beiden Gebieten mit einem guten Gewissen zu verwenden. Vor allem innen reduziert es die Feuchtigkeit, was zu einem geringeren Schimmelrisiko führt.

Haben Sie Spaß am Handwerken? Dann ist dieses Material die optimale Lösung. Trotz seiner hohen Stabilität lässt es sich mit häuslichem Werkzeug einfach und erfolgreich bearbeiten.

Wie der Name Massivholz schon sagt, handelt es sich hierbei um einen sehr robusten Rohstoff. Es verliert kaum an Qualität und steigert somit deutlich den Wiederverkaufswert.

15. Ökologisch konstruieren

Nun haben Sie einen Überblick über die Spannbreite der Konstruktionsarten Fertighaus. Wie sieht es allerdings aus mit der Energieeffizienz? Ist es möglich, ökologisch zu konstruieren?
Diese Möglichkeit bietet ihnen das sogenannte Ökohaus. Bei dieser Fertigbauweise werden lediglich naturbelassene und abbaubare Rohstoffe verwendet.

  • Als Dämmmaterial findet vor allem Cellulose oder Holzspan seine Verwendung. Der Wandaufbau gleicht somit der der Tafelbauweise.
  • Beim Innenausbau kommen die sogenannten Öko-Wandfarben zum Einsatz. Die Basis bildet hier meist Leim. Außerdem werden diese Farben ohne Konservierungsstoffe hergestellt.
  • Als Baumaterial wird ausschließlich Holz verwendet. So lassen sich Gebäude erbauen, welche noch deutlich energieeffizienter sind als gesetzlich vorgesehen.

16. Schräge Konstruktionen – das Steildach

Tipp-zum-Bau informiert Sie über Steildach-Konstruktionen.

Steildächer sind im Trend.


Das Steildach lässt sich zurückführen auf den Beginn des Bauzeitalters. Doch auch heute ist es immer noch aktuell.

Der Vorteil liegt vor allem im Schutz vor Witterungseinflüssen. Hierbei gilt: Je steiler Ihr Dach , desto schneller läuft das Wasser ab. Außerdem dient es zur Wohnraumerweiterung durch den Dachausbau. Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit zur Installation von Solar- und Photovoltaikanlagen. Die Konstruktion führt zu einem optimalen Einstrahlungswinkel der Sonne.

Wer denkt, das Steildach sei nicht mehr modern, irrt sich. In den aktuellen Bautrends wird das Steildach als fünfte Fassade bezeichnet. So sorgen Sie mit Ihrem individuellen Dachdesign für einen absoluten Hingucker.

17. Back to the Roots: Das moderne Fachwerkhaus

Wer denkt, Fachwerkhäuser seien nur noch in historischen Stadtkernen zu finden, der irrt sich. Durch die Skelettbauweise der Konstruktionsarten Fertighaus gehören sie wieder zu den aktuellen Bautrends. Die Vorteile sind seit Jahren bekannt:

  • Durch den Einsatz von Holz und Lehm oder Stroh ist das Fachwerkhaus ein absolutes Energiewunder. Der Bau verwendet lediglich ökologische Rohstoffe und dämmt trotzdem optimal.
  • Sie möchten Glas in den Zwischenräumen Ihres Holzskeletts verwenden? Damit erzeugen Sie die perfekte Lichtoase.
  • Bei der Außenfassade steht Ihnen eine riesige Bandbreite an Gestaltungsmöglichkeiten zur Verfügung. Designen Sie Ihr Haus ganz individuell und erwecken Sie dadurch die Geschichte zum Leben.

18. Kurzer Geschichtsausflug – Die Entwicklung der Konstruktionsarten Fertighaus

Der Stammvater aller Fertighäuser ist das allererste Wolgasthaus. Es wurde im Jahr 1868 auf der Insel Rügen erbaut. Als Vorlage wurden dann Einzelteile des Baus bis nach Ostafrika transportiert. Doch die Geschichte setzt sich fort:

  • Für die Weltausstellung in Chicago 1893 wurde ein Holzskelettbau errichtet. Dieses Grundgerüst findet bis heute Verwendung in den Fertigbauweisen.
  • Von diesem Zeitpunkt an wurde die Fertighaus–Idee von Amerika bis nach Deutschland verbreitet. So kam es in den 1900er Jahren zu einem regelrechten Hype der Fertigbauweise Fertighaus.
  • Nach 1945 verwirklichten Menschen mit diese Bauweise den Traum des „Haus im Grünen“.
  • Bis heute werden die Bautechniken immer weiterentwickelt. Was gestern noch dem Klischee des Reihenhauses angehörte, bezeichnet heute schon Ihr individuell gestaltetes Traumhaus.

19. Kinder weisen uns die Zukunft – aktuelle Bautrends

Wer kennt nicht das Bild eines rechteckigem Hauses mit einer roten Dachspitze. Auch wenn Sie heute Ihre Kinder bitten, ein Haus zu malen, werden Sie vermutlich genau dasselbe Bild erhalten. Doch dies hat einen guten Grund.

Durch die rechteckige Form ist diese Bauweise perfekt auf das Grundstück zugeschnitten. Somit haben Sie die Möglichkeit einer effizienten Nutzung Ihrer Grundstücksfläche. Des Weiteren löst diese Baumethode auch Probleme der Ballungsräume. Die Form ermöglicht den Bau von Reihenhäusern, um die Fläche optimal zu bebauen.

Es lohnt sich also, auf die Stimme unserer Kinder zu hören.

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