Klimaanlage

Klimaanlage – Erfrischung in Ihrem Eigenheim

Ob daheim oder im Büro: Hochsommerliche Temperaturen im Haus beeinträchtigen schnell Ihr Wohlbefinden. Häuser und Wohnungen heizen sich oft unerträglich auf. Auch Lüften hilft da tagsüber nicht mehr. Dadurch ist selbst nachts keine richtige Abkühlung mehr in Sicht. Abhilfe schafft da nur noch eine Klimaanlage. Diese gibt es als mobiles oder zentrales Gerät und als Split- oder Monoblock-Anlage.

1. Die Wahl der richtigen Klimaanlage

Bei Tipp zum Bau erfahren Sie alles Wissenswerte zu den verschiedenen Gerätetypen einer Klimaanlage.

Um die passende Klimaanlage zu finden, wählen Sie zwischen dezentralen und zentralen Geräten.

Bei der Wahl Ihrer passenden Klimaanlage stehen mobile und fest installierte Versionen zur Verfügung. Die Auswahl richtet sich nach Ihren individuellen Bedürfnissen. Benötigen Sie eine Klimaanlage für Ihr gesamtes Haus oder nur für einzelne Räume? Wie gut ist das Gebäude oder Ihre Wohnung isoliert? Danach entscheiden Sie, ob eine dezentrale oder zentrale Klimaanlage für Sie in Frage kommt.

Die dezentrale Klimaanlage

Diese Anlagen sind vorzugsweise für den nachträglichen Einbau in einzelne Räume vorgesehen. Die dezentralen Klimaanlagen unterteilen sich wiederum in Monoblock-Anlagen und Split- beziehungsweise Multisplit-Anlagen.

Die Monoblock-Anlagen

Monoblock-Klimageräte bringen alle Komponenten der Luftbehandlung in einem Gehäuse unter. Sie brauchen lediglich eine Steckdose und ein gekipptes Fenster oder ein Loch in der Wand. Dadurch leitet ein Abluftschlauch die warme Raumluft nach draußen. So bleibt die Luft drinnen immer schön kühl.

Achten Sie allerdings darauf, dass Sie um den Schlauch herum alles gut abdichten. Anderenfalls strömt warme Luft von draußen wieder rein. Ein großer Vorteil dieser kleinen und handlichen Anlagen ist ihre Mobilität. Sie lassen sich auf Rollen bequem in alle zu kühlenden Räume schieben. Außerdem vermeiden Sie eine aufwendige Installation.

Die Klimaanlage arbeitet gegen den ständigen Kreislauf aus Aufheizen und Abkühlen an. Dadurch entsteht ein hoher Energieverbrauch. Die Geräte unterscheiden sich aber untereinander stark in Leistung und Verbrauch. Deshalb lohnt sich bei dieser Art der Klimaanlage auf jeden Fall der Vergleich.

Insgesamt sind Monoblock-Anlagen:

  • Klein und handlich.
  • Mobil.
  • Sehr unterschiedlich in Leistung und Verbrauch.

Split- und Multisplit-Anlagen

Diese Art von Klimaanlage besteht aus zwei Komponenten. Ein gut isolierter dünner Schlauch verbindet beide Bauteile. Durch ihn verlaufen sowohl die elektrische Leitung als auch das Kältemittel, das die Wärme abtransportiert. Der Kompressor für das Kältemittel befindet sich hierbei mithilfe einer Halterung direkt an der Hausfassade.

Bringen Sie das Kühlgerät in dem zu klimatisierenden Raum an. Schließen Sie je nach Bedarf mehrere Innengeräte an nur einem Außengerät an. Verbinden Sie diese mithilfe von Kupferrohren miteinander. In diesem Fall bezeichnen Fachleute solch eine Anlage als Multisplit-Anlage. Rüsten Sie Ihre Wohnung mit mehreren Innengeräten gegen Sommerhitze aus. Verbinden Sie bis zu fünf Innengeräte und entspannen Sie in jedem Winkel Ihrer Wohnung.

Dank des Kältemittels erfolgt die Kühlung bei diesen Geräten sehr schnell und effektiv. Ein weiterer Vorteil ist, dass bei Split-Geräten auch der umgekehrte Betrieb möglich ist. Dabei übernimmt die Klimaanlage in der kälteren Jahreszeit die Funktion einer Wärmepumpenheizung. Somit erreicht die Anlage im Winter einen Temperaturunterschied von bis zu 15° Celsius.

Split und Multi-Split-Anlagen haben:

  • Einen geringeren Geräuschpegel.
  • Eine deutlich erhöhte Kühlgeschwindigkeit.
  • Eine komfortable und steckerfreie Montage.

Die zentrale Klimaanlage

Bei diesen Klimasystemen steht das Gerät separat im Keller oder auf dem Dachboden. Dadurch ergibt sich eine dauerhafte Lösung ohne sperrige Komponenten. Leben Sie in einer Gegend, in der es im Sommer durchgehend heiß ist? Dann ist eine zentrale Klimaanlage die für Sie beste Wahl.

Das Gebäude durchzieht ein Luft- und Leitungssystem. Zusätzlich befeuchtet eine solche Klimaanlage Räume nicht nur, sondern entfeuchtet auch Ihre Kellerräume. Die Funktionen des Zuluft- und Abluft-Geräts einer zentralen Klimaanlage sind:

  • Die Luftförderung.
  • Die Temperierung des Raumklimas.
  • Die Filterung der Luft.

Führen Sie die Baumaßnahmen im besten Fall in einem Neubau durch. Ansonsten kommt es zu erheblichen Maßnahmen, die Sie im Nachhinein ausführen. Die zentrale Klimaanlage arbeitet effektiver als die mobilen Varianten. Ihre Kühlleistung ist allgemein höher. Tatsächlich sind diese Modelle deshalb aber auch weitaus teurer. Auf den Verbraucher kommen zusätzlich Installationskosten zu.

Zentrale Klimaanlagen sind:

  • Gut geeignet für Räume, die eine dauerhafte Kühlung benötigen.
  • In der Lage, zu befeuchten und zu entfeuchten.
  • Effektiver als mobile Klimaanlagen.

2. Wartung und Kennzeichnungspflicht der Klimaanlage

Egal, für welches Klimaanlagen-Modell Sie sich entscheiden: Jedes Gerät benötigt eine regelmäßige Wartung. Achten Sie deshalb in jedem Fall auf die richtige Reinigung Ihrer Klimaanlage. Das erspart Ihnen viele Probleme und hohe Kosten. Leeren Sie bei mobilen Geräten den Sammelbehälter für das Kondenswasser. Auch bei Split-Anlagen ist dies wichtig. Anderenfalls verteilen sich unhygienische Keime in der Luft. Verschmutzte Luftfilter vermindern zusätzlich die Leistung der Geräte.

Bei Tipp zum Bau erfahren Sie alles über die Energieeffizienz einer Klimaanlage.

Die Energieeffizienz Ihrer Klimaanlage ist EU-einheitlich gekennzeichnet.

Jede Klimaanlage unterliegt bis zwölf kW in der EU der Kennzeichnungspflicht. Die Geräte werden auf ihre Energieeffizienz geprüft und mit einem einheitlichen Etikett gekennzeichnet. Dabei gibt es derzeit sieben Einstufungen von A+++ bis D.

So macht bei einem Monoblock-Gerät der Unterschied beim Stromverbrauch zwischen den Energieeffizienzklassen etwa 40 % aus. Dementsprechend sparen Sie mit dem A+++ Gerät schon im ersten Jahr erhebliche Kosten ein. Zusätzlich beinhaltet das Label bei Ihrer Klimaanlage:

  • Angabe des Energieverbrauchs direkt in Kilowattstunden (kWh).
  • Geräuschentwicklungen in Dezibel (dB).
  • Name des Gerätetyps.

3. Klimaanlage – Einfluss auf die Umwelt

Erfahren Sie alles zum Einfluss auf die Umwelt von einer Klimaanlage bei Tipp zum Bau.

Durch unnötigen Betrieb Ihrer Klimaanlage wird die Umwelt stark belastet.

Klimaanlagen sind elektrisch betrieben. Kommt der Strom nicht aus einem regenerativen Energieträger, fällt die CO2-Bilanz negativ aus. Schließlich verstärkt CO2 den Treibhauseffekt. Bis in dieses Jahrhundert kamen Fluorkohlenwasserstoffe (FCKWs) als Kühlmittel in Klimaanlagen zum Einsatz. Diese sind jedoch mittlerweile nicht mehr zulässig, da sie die Ozonschicht sehr stark beschädigen. Heute kommt in Haushalts-Klimageräten bevorzugt das Kühlmittel R410a zum Einsatz. Dies ist weniger klimaschädlich als FCKWs, aber immer noch circa 100-mal schädlicher als CO2. Seit 2019 gibt es Klimageräte auf dem Markt, die mit R290 betrieben sind. Dieses Kühlmittel ist nur dreimal so schädlich wie CO2.

Es ist ein ewiger Teufelskreis: Der Betrieb von Klimaanlagen erwärmt das Klima zusätzlich. Das wiederum macht es nahezu unmöglich, auf Klimaanlagen zu verzichten. Beachten Sie wegen der negativen Umweltbilanz bei Nutzung Ihrer Klimaanlage deshalb:

  • Lassen Sie Ihre Klimaanlage nur laufen, wenn es wirklich nötig ist.
  • Schalten Sie Ihr Gerät aus, wenn Sie den Raum verlassen.
  • Stellen Sie Ihre Klimaanlage optimal ein, um so wenig Energie wie möglich zu verbrauchen.

4. Wirtschaftlichkeit der Klimaanlage

Tipp zum Bau bietet Ihnen eine Übersicht zu der Wirtschaftlichkeit einer Klimaanlage.

Mit der richtigen Klimaanlage sparen Sie deutlich an Stromkosten.

Die Kosten einer Klimaanlage unterscheiden sich je nach Art für Sie. Abhängig von der Größe und der Ausführung fällt der Preis Ihrer Klimaanlage unterschiedlich aus. Beachten Sie ebenfalls, dass Sie eine Klimaanlage nur im Sommer benötigen. Wägen Sie also ab, welche Klimaanlage sich am besten für Sie eignet.

Art der KlimaanlageWirtschaftlichkeit
Zentrale Lüftungsanlage
  • Bei zentralen Lüftungsanlage machen die Einbaukosten einen großen Teil aus.

  • Die Größe Ihres Hauses spielt für den Preis eine Rolle.

  • Für das perfekte Wohnklima und den höchsten Komfort eignen sich Zu- und Abluftanlagen.

  • Mit diesen Anlagen zur Klimatisierung sparen Sie deutlich an Heizkosten!
  • Monoblockanlage
  • Diese Art der Klimaanlage ist besonders kompakt und deswegen die günstigste Varianten.

  • Mobile Klimaanlagen lassen sich nur in einzelnen Räumen betreiben. Dabei verbrauchen sie etwas mehr Strom als andere Arten der Klimaanlagen.

  • Zu finden sind diese Varianten in Baumärkten oder sogar in Discountern. Die mobile Klimaanlage lässt sich schon für 100 € realisieren.
  • Split-Klimaanlage
  • Split-Klimaanlagen sind effizienter in ihrer Leistung.

  • Achten Sie auf eine professionelle Montage. Nur so wird Ihre Klimaanlage lange leben.

  • Mit Multisplit-Anlagen lassen sich auch mehrere Klimaanlagen einbauen, um mehrere Räume zu klimatisieren.

  • Vergleichen Sie bei der Suche nach Split-Anlagen die Preise. Achten Sie dabei unbedingt auch auf das Energieetikett.
  • 5. Wartung Ihrer Klimaanlage

    Mit der Zeit sammeln sich Bakterien und Viren in den Schächten Ihrer Anlage an. Warten Sie Ihre Klimaanlage unbedingt regelmäßig, um Ihre Gesundheit nicht zu gefährden. Auch um Ausfälle der Anlage im Hochsommer zu vermeiden, ist eine jährliche Wartung sinnvoll. Bei einer Wartung wird:

    • Die Funktionalität geprüft
    • Die Klimaanlage gereinigt.
    • Das Kühlmittel ausgetauscht.

    Die Kosten hierfür sind abhängig von der Art Ihrer Klimaanlage. Haben Sie nur eine Monoblockanlage, so sind die Kosten gering. Denn diese reinigen Sie auch ganz einfach selbst. Für sehr große Anlagen liegt der Preis für eine Wartung bei etwa 400€. Außerdem hängen die Kosten auch vom Aufwand ab. Wenn viel Kälteflüssigkeit ausgetauscht wird oder hoher Reinigungsbedarf besteht, sind die Kosten etwas höher.

    6. Fördermöglichkeiten einer Klimaanlage

    Lesen Sie alles Wichtige zu den Fördermöglichkeiten einer Klimaanlage bei Tipp zum Bau.

    Unter bestimmten Voraussetzungen haben Sie die Möglichkeit einer Förderung für Ihre Klimaanlage.

    Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert in zahlreichen Fällen die Anschaffung Ihrer Klimaanlage. Dabei ist es das Ziel, die Treibhausgasemissionen in Deutschland zu senken. Seit 2017 fördert es außerdem auch die Teilsanierung oder Sanierung von älteren Klimaanlagen.

    Sind Sie ein privater Bauherr? Dann ist eine Förderung für Sie als Privatperson in Deutschland leider nicht möglich. Handeln Sie im Auftrag Ihres freien Trägers? Die Zuschüsse der BAFA sind beantragbar für:

    • Unternehmen und Eigenbetriebe.
    • Gemeinnützige Organisationen, Kommunen und Zweckverbände.
    • Schulen, Krankenhäuser und kirchliche Einrichtungen.

    Die mit Investitionszuschüssen geförderten Anlagen verwenden hocheffiziente Komponenten und Systeme. So verbrauchen sie erheblich weniger Energie und verursachen deutlich geringere CO2-Emissionen aus der Stromerzeugung. Dadurch tragen die Anlagen zum Klimaschutz bei.

    7. Vor- und Nachteile der verschiedenen Modelle

    Tipp zum Bau zeigt Ihnen alle Vor- und Nachteile von unterschiedlichen Klimaanlagen.

    Jedes Modell einer Klimaanlage bietet Ihnen Vor- und Nachteile.

    Tipp zum Bau hat Ihnen die wichtigsten Vor- und Nachteile der gängigsten Klimaanlagen aufgelistet:

    Art der KlimaanlageVorteileNachteile
    Monoblock-Klimaanlage
  • Kostengünstige Anschaffung.

  • Einfache Installation.
  • Hohe laufende Kosten durch den hohen Energieverbrauch.

  • Zusätzliche Reinigung des Kondensationswassers nötig.
  • Split-Klimaanlage
  • Hohe Energieeffizienz.

  • Bessere Kühlleistung.

  • Geringe laufende Kosten.

  • Filter teilweise enthalten.
  • Höhere Anschaffungskosten.

  • Installateur notwendig.
  • Zentrale Klimaanlage
  • Langfristiges Klimamanagement.

  • Besonders leise.

  • Keine Geräte in den jeweiligen Räumen.

  • Hohe Energieeffizienz insbesondere in Verbindung mit einer Wärmepumpe.

  • Enthält Filter für Allergene.
  • Teure Anschaffung.

  • Umfangreiche Installationsarbeiten.

  • Nur für Neubauten geeignet.
  • 8. Fachpartner finden

    Sie planen eine Klimaanlage an Ihrem Eigenheim installieren zu lassen und benötigen fachmännischen Rat vor Ort? Ihr Installateur für Sanitär, Heizung und Klima hilft Ihnen gerne.

    9. Aufbau der Klimaanlage

    Im Lieferumfang ist immer eine Aufhängung für das Innengerät enthalten. Für das Außengerät gibt es jedoch verschiedene Montagemöglichkeiten. Die sogenannten Konsolen der Klimaanlage dienen je nach Bedarf zur Befestigung auf einem Schrägdach. Die Bodenkonsolen werden dagegen für die Befestigung auf dem Boden oder Flachdach verwendet.

    • Jedes Innengerät produziert durch die Kühl-, Heiz- oder Entfeuchtungsfunktion kontinuierlich Kondenswasser.
    • Die Inneneinheit sorgt für das Absaugen von warmer und feuchter Raumluft. Außerdem kühlt sie diese mit dem eingebauten Verdampfer und mit Kältemittel ab.
    • Die dem Raum entzogene Luftfeuchtigkeit wird dann über den Kondenswasser-Schlauch nach außen geleitet. Jede Inneneinheit verfügt also über einen Kondenswasser-Anschluss für den Kondensat-Schlauch.
    • Das Kondensat kann über ein stetiges Gefälle ohne eine notwendige Kondensat-Pumpe abgeführt werden.
    • Ist es bei Ihnen nicht möglich den Kondensat-Schlauch mit stetigem Gefälle zu verbauen? Dann benötigen Sie zwingend eine solche Kondensat-Pumpe.

    10. Systeme und Aufgaben der Klimaanlage

    Die Aufgabe der Raumklimatisierung ist der Transport von Energie von einem Ort zum anderen. Daraufhin gibt sie die Energie wieder ab. Eine Klimaanlage entzieht der Raumluft zunächst die Wärme. Danach transportiert sie die Wärme über einen Verflüssiger und den Kältekreislauf nach außen. Dort gibt sie sie wieder ab. Dabei kommen folgende vier Systeme zum Einsatz:

    • Nur-Luft-Klimaanlagen.
    • Luft-Wasser-Klimaanlagen.
    • Luft-Kältemittel-Klimaanlagen.
    • Nur-Wasser-Klimaanlagen.

    Die luft- bzw. wasserführenden Versionen greifen auf Flächenheizsysteme und Flächenkühlsysteme zurück. Diese haben Kammern, die mit Wasser gefüllten sind. In den zentralen Bauelementen dieser Klimaanlagen wird die Luft klimatisiert. Das geschieht durch Temperieren, Befeuchten, Entfeuchten und Filtern. Anschließend wird sie ins Hausinnere abgegeben. Die Anlagen bieten eine hohe Flexibilität hinsichtlich der Klimatisierung von Räumen.

    Nur-Luft-Anlagenregeln eignen sich für besonders große Räume. Außerdem kommen sie dort zum Einsatz, wo Flächensysteme mit Wasser stören. Das sind zum Beispiel Theatersäle oder Konferenzräume. Die Klimatisierung erfolgt komplett über die zugeführte Luft und ohne Wasser.

    Dezentrale Luft-Kältemittel-Anlagen kombinieren eine Split-Anlage mit einem Einkanalsystem mit konstanter Zuluft. Sie besteht aus einem Verdampfer im Inneren und einem Verflüssiger außen. Der Verdampfer entzieht dem Raum die Wärme, während der Verflüssiger die Wärme wieder abgibt.

    11. Die passende Klimaanlage finden

    Moderne Klimaanlagen bestechen mit beständig sinkendem Energiebedarf und zunehmender Umweltfreundlichkeit. Sie entscheiden sich also gleichzeitig für nachhaltiges und preiswertes Schaffen von angenehmer Wohnatmosphäre. Für Privatpersonen bedarf es in der Regel aber keiner zwei- oder mehrteiligen Split-Geräte. Hier sind Monoblockgeräte häufig vollkommend ausreichend.

    Wünschen Sie sich die Möglichkeit, das Klimagerät auch in einem anderen Raum aufzustellen? Dann ist eine der mobilen Klimaanlagen eine sinnvolle Alternative. Achten Sie beim Kauf in jedem Fall auf Technik, Energieeffizienz und Bedienbarkeit der Klimaanlage.

    Unser Tipp: Nutzen Sie Ihre Klimaanlage grundsätzlich nur im Bedarfsfall und nicht etwa im Dauerbetrieb. Um ein Aufwärmen des Raumes durch Sonneneinstrahlung zu verhindern, schließen Sie die Fenster. Verdunkeln Sie sie außerdem durch Vorhänge oder Jalousien.

    12. Funktionen der Klimaanlage gegenüber anderen Lüftungssystemen

    Zentrale Lüftungsanlagen werden in der Regel an der verkehrsabgewandten Gebäudeseite dicht über den Boden installiert. Sie transportieren im Winter warme und im Sommer kühle Luft ins Gebäude. Leistungsfähige Wärmerückgewinnungssysteme steigern außerdem die Energieeffizienz. Vollwertige Klimaanlagen haben fünf Funktionen, die andere Luftsysteme nicht vereinen:

    • Heizen.
    • Kühlen.
    • Befeuchten.
    • Entfeuchten.
    • Erneuern und Reinigen der Luft.

    Oft wird jedoch bereits von einer Klimaanlage gesprochen, wenn sie die Funktion Kühlen erfüllt.

    13. Vor- und Nachteile der Klimaanlage gegenüber herkömmlichen Lüftungsanlagen

    Zentrale Lüftungsanlagen bereiten die Raumluft in Ihrem Eigenheim energieeffizient auf. Sie haben sich bewährt, denn sie erfüllen alle Anforderungen an:

    • Die Qualität und Temperatur der Luft.
    • Die Luftfeuchtigkeit.
    • Die Lautstärke im Betrieb.
    • Und die Zugfreiheit.

    Die Vorteile von Klimaanlagen gegenüber herkömmlichen Lüftungsanlagen sind:

    • Leiser Betrieb.
    • Energieeffizienz.
    • Leistungsfähige Wärmerückgewinnungssysteme.
    • Temperaturregulierung.

    Die Nachteile sind dagegen:

    • Ohne regelmäßige Wartung entstehen Keime.
    • Kälteschock ohne Regulierung.
    • Je nach Einsatzdauer und -leistung hohe Energiekosten.

    14. Stromverbrauch und Effizienz der Klimaanlage

    Die Energieeffizienzklasse gibt an, wie wirksam eine Klimaanlage Strom in Kälte umwandelt. Je weniger Strom benötigt wird, um eine bestimmte Kühlung zu erreichen, desto besser. Die Energieeffizienz wird in A bis G eingestuft. Geräte der Klasse A sind dabei besonders energiesparend. Die besten Klimaanlagen in dieser Hinsicht haben die Klasse A+++. Sie sind allerdings meist sehr teuer in der Anschaffung.

    Ein weiterer Anhaltspunkt für den Wirkungsgrad ist der COP-Wert. Klimaanlagen der Klasse A liegen hier bei mindestens 3,2. Diese Zahl besagt, dass aus einem Kilowatt elektrischer Leistung mindestens 3,2 Kilowatt Kälteleistung gewonnen werden.

    Klimaanlagen sind oftmals bekannt als Stromfresser. Mithilfe der Angabe der Energieeffizienzklassem schätzen Sie die Kosten jedoch relativ gut ab.

    • Eine mobile Klimaanlage verbraucht ca. 0,24 Euro pro Stunde.
    • Eine Split-Klimaanlage verbraucht ca. 0,17 Euro pro Stunde.
    • Eine Wärmepumpe verbraucht ca. 0,90 Euro pro Stunde.

    15. Klimaanlagen in Mietwohnungen

    Bei Tipp zum Bau erfahren Sie alles wichtige zu Klimaanlagen in Mietwohnungen.

    Auch in einer Mietwohnung besteht die Möglichkeit eine Klimaanlage einbauen zu lassen.

    Sie wohnen in einer Mietwohnung und wünschen sich eine Klimaanlage in Ihren vier Wänden? Das ist in der Regel kein Problem.

    • Stimmen Sie jedoch vorher Ihr Vorhaben mit Ihrem Vermieter ab. Nur mit seiner Zustimmung haben Sie das Recht, eine Klimaanlage einzubauen.
    • Schließlich handelt es sich hierbei um eine bauliche Maßnahme! Eine fest installierte Klimaanlage wird von einem Installateur Ihrer Wohnung eingebaut.
    • Wenn der Einbau einer Klimaanlage jedoch nicht möglich ist, schafft eine mobile Klimaanlage Abhilfe. Damit verzichten Sie nicht auf die kühle Luft und sind in der Nutzung flexibel.

    16. Weitere Einsatzgebiete der Klimaanlage

    Der Einsatz einer Klimaanlage erfolgt nicht nur in Wohnräumen. Weitere Einsatzgebiete für Klimageräte sind daher:

    Fahrzeuge

    Oftmals spricht man dabei von Klimaautomatik. Der generelle Unterschied liegt in der automatischen Regelung einer Klimaautomatik im Gegensatz zu einer klassischen Klimaanlage. Das bedeutet, dass eine Klimaautomatik selbständig die eigene Leistung regelt. Zudem ist es mit modernen Klimaautomatiken möglich, die Temperatur für Fahrer und Rückbank separat einzustellen.

    Flugzeuge

    Eine Klimaanlage im Flugzeug umfasst zusätzlich die Druckversorgung. Das erfordert oftmals eine andere Konstruktion und erhöhte Sicherheitsanforderungen. Die Klimaanlage wird dort benötigt, um Passagieren bei Flughöhen die notwendige Atmosphäre zu bieten.

    Eisenbahnen

    Das Reisen in Eisenbahnen mit einer klimatisierten, luftgefilterten Umgebung bietet einen hohen Fahrgastkomfort. Nahezu alle modernen Schienenfahrzeuge sind mit Klimaanlagen ausgerüstet. Damit keine warme Außenluft ins Wageninnere gelangt, bleiben die Fenster geschlossen. Die Klimageräte sind überwiegend als Kompaktgeräte ausgeführt und selten als Split-Geräte.

    Schiffe

    Auf Schiffen ist der Betrieb einer Klimaanlage sehr viel einfacher und kostengünstiger. Hier wird die Abfalltemperatur über das kalte Seewasser abgegeben. Aus diesem Grunde werden auch wesentlich tiefere Temperaturen erreicht.

    17. Umwelt- und gesundheitliche Probleme bei der Klimaanlage

    Klimaanlagen sind in manchen Fällen auch eine Ursache für gesundheitliche Probleme. Eine regelmäßige Wartung Ihrer Klimaanlage wirkt dem allerdings entgegen. Zwei Beispiele für Gesundheitsschäden in Verbindung mit einer Klimaanlage werden im Folgenden erklärt.

    Bakterielle Kontamination

    Klimaanlagen sind potenzielle Quellen für Bioaerosole. Das in ihnen vorherrschende Milieu fördert das Wachstum von Mikroorganismen. Die Voraussetzungen für das Wachstum dieser Bakterien finden sich nur in schlecht gewarteten Kühltürmen. In der Regel gewährleistet die Routinewartung durch Chlorung die Bakterienfreiheit Ihrer Klimaanlage.

    Sick-Building-Syndrom

    Eine schlecht gewartete Klimaanlage kann das Auftreten von Symptomen des Sick-Building-Syndroms begünstigen. Das Sick-Building-Syndrom beschreibt eine Situation, in der Bewohner eines Gebäudes Symptome entwickeln. Die Ursache ist dabei der Aufenthalt in diesem Gebäude. Die Abgabe von reizenden Substanzen aus Wänden oder Feuchtigkeitsschäden kommen als Grund in Frage.

    18. Alternativen zur Klimaanlage

    Tipp zum Bau informiert Sie über die Alternativen für Klimaanlagen.

    Ein Ventilator ist eine günstige Alternative zur Klimaanlage.

    Es gibt einige Alternativen zur Klimaanlage. Zum Teil sind diese auch günstiger in der Anschaffung. Trotzdem sind sie gute Möglichkeiten, einen Raum kurzfristig zu kühlen. Dazu gehören mobile Klimageräte ohne Schlauch, Ventilatoren und zentrale Lüftungsanlagen. Jedoch erzielen diese Geräte keine vergleichbare Wirkung zur Klimaanlage.

    Ein mobiles Klimagerät ohne Abluftschlauch ist oft nicht gleichzusetzen mit einer mobilen Klimaanlage. Das Klimagerät kühlt, indem es die mithilfe von Wasser, Kühlpads, Eiswürfeln, etc. abgekühlte Luft verteilt. Eine echte Klimaanlage hingegen entzieht der Raumluft die Wärme durch einen besonderen Kühlvorgang mithilfe von Kühlmittel.

    Die Alternativen zur Klimaanlage sind also:

    • Mobile Klimageräte ohne Abluftschlauch.
    • Ventilatoren und Kleinraumventilatoren.
    • Zentrale Lüftungsanlagen.

    19. Klimaanlage richtig desinfizieren

    Wie desinfiziere ich eine Klimaanlage?

    Führen Sie die Desinfektion der Klimaanlage mit Hilfe von speziellen Sprays durch. Sie desinfizieren den Verdampfer und das Lüftungssystem der Klimaanlage. Auf diese Weise schaffen Sie die Grundlage für eine frische und keimfreie Luft. So wird das Lüftungssystem sauber und von störenden Gerüchen befreit. Diverse Hersteller bieten hierzu die passenden Desinfektionssprays zu günstigen Preisen an. Etwa 99,9 Prozent der schädlichen Mikroorganismen entfernen Sie damit.

    So desinfizieren Sie eine Monoblock-Klimaanlage:

    Um eine Monoblock-Klimaanlage richtig zu desinfizieren, beachten Sie die folgenden Schritte:

    • Im ersten Schritt legen Sie Zeitungspapier oder Pappe unter die Klimaanlage. So schützen Sie den Boden vor dem Schaum des Reinigungs- bzw. Desinfektionssprays.
    • Anschließend nehmen Sie den Pollenfilter der Klimaanlage ab und sprühen Schaum in ihren Schlauch.
    • Danach schalten Sie die Klimaanlage auf die höchste Stufe.
    • Nach 15 Sekunden sprühen Sie erneut.
    • Diesen Vorgang wiederholen Sie mehrmals.
    • Anschließend verlassen Sie den Raum und schließen die Türe.
    • Nach rund zehn Minuten gehen Sie wieder hinein und öffnen alle Fenster, um den Raum zu lüften.

    20. Fazit zur Klimaanlage

    Das Wichtigste zur Klimaanlage:

    • Klimaanlagen kühlen in kurzer Zeit einen Raum auf eine angenehme Temperatur ab. Dabei erfüllen sie diverse Funktionen, wodurch sie sich von Ventilatoren und Belüftungssystemen unterscheiden.
    • Es gibt Monoblock- und Split-Klimaanlagen. Beide Arten sind in verschiedenen Designs und entweder als festinstallierte oder mobile Variante erhältlich.
    • Split-Klimaanlagen eignen sich gut für den Dauerbetrieb und verfügen oft über eine Heizfunktion.
    • Monoblock-Klimaanlagen sind meist nicht fest installiert, wodurch sie mobiler einsetzbar sind.

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