Kellerwanne Neubau

Die Kellerwanne im Neubau – so bleibt Ihr Keller trocken

Eine Kellerwanne im Neubau hilft Ihnen, nach dem Hausbau nicht plötzlich nasse Füße zu bekommen. Doch wann ist eine Kellerwanne wirklich notwendig und wie hoch sind die Kosten dafür? Welche Arten der Kellerabdichtung stehen zur Auswahl? Alles Wissenswerte zur Kellerwanne in Ihrem Neubau finden Sie hier. 

1. Wann brauchen Sie eine Kellerwanne im Neubau?

Regenwasserlecks an der Wand verursachen in Kellern ohne Kellerwanne im NeubauSchäden.

Feuchtigkeit im Keller ist ein Ärgerniss.

Eine Kellerwanne ist immer dann eine Notwendigkeit, wenn die Gründungssohle unter dem Grundwasserspiegel liegt. Auf gut Deutsch heißt das: Der tiefste Punkt Ihres Hauses befindet sich unterhalb des Grundwassers. Erkundigen Sie sich auf jeden Fall vor dem Hausbau, auf welche Höhe der Grundwasserspiegel bei starkem Regenfall steigt. Aber auch in Gegenden, die häufiger von Überschwemmungen betroffen sind, ist der Bau einer Kellerwanne lohnenswert. Mit der richtigen Kellerabdichtung dringt das Hochwasser nicht einfach in das Gebäude ein. 

Doch die Kellerwanne ist nicht nur was für das Flussdelta! Sie kennen bestimmt den feuchten Keller, der immer etwas muffig riecht. Doch dieses Bild gehört jetzt der Vergangenheit an. Die richtige Kellerabdichtung hält nicht nur das Grundwasser, sondern auch Feuchtigkeit aus dem Erdreich ab. So wird Ihr Keller zu einem bewohnbaren Ort. Wenn Sie also über ein Heimkino oder ein Gästezimmer nachdenken, ist eine Kellerwanne empfehlenswert. So wird der Keller von der Rumpel-, Vorrats- oder Wäschekammer zum WohlfühlortNeben der Kellerwanne hängt die Kellerabdichtung auch von weiteren Faktoren ab. Achten Sie hier beispielsweise auf den Kellerschacht. Dieser wird bereits bei der Planung Ihrer Kellerwanne berücksichtigt.

2. Die verschiedenen Wannenarten

Tipp-Zum-Bau stellt Ihnen die weiße Kellerwanne vor.

Eine weiße Kellerwanne wird aus Beton gegossen.

Eine Kellerwanne für den Neubau hält so einiges aus: Zu dem Druck durch das umliegende Erdreich gesellen sich Feuchtigkeit und gestautes Sickerwasser. Bei einem hohen Grundwasserspiegel wird auch das Grundwasser abgehalten. Damit Ihre Kellerabdichtung passt und der Keller nicht schimmelt, benötigen Sie eine Kellerwanne. Hier haben Sie die Auswahl zwischen verschiedenen Typen. Das sind Ihre Kandidaten: 

Die weiße Wanne

Die weiße Wanne ist eine neuartige Form der Kellerwanne. Im Gegensatz zu anderen Wannenarten wird keine zusätzliche Kellerabdichtung benötigt. Der verwendete Baustoff garantiert bereits eine ausreichende Wasserdichtigkeit. Hierbei handelt es sich um wasserundurchlässigen Beton, sogenannten WU-Beton.

  • WU-Beton ist Festbeton mit besonders hohem Wassereindringwiderstand.
  • Dieser Beton wird daher bereits seit langem beim Bau von Schwimmbecken, Uferbefestigungen und Dämmen verwendet. Jetzt hat ihn auch die Bauindustrie für sich entdeckt.
  • Der Beton besitzt einen Widerstand gemäß den Normen DIN EN 206-1 und DIN 1045-2. Außerdem entspricht er der Richtlinie “Wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton” des DAfStb.

Weiterhin wird für die weiße Wanne Ortbeton oder vorgefertigte Elementwände verwendet. Ersterer wird in eine Systemschalung gegossen. Die Elementwände oder auch Dreifachwände werden direkt an die Baustelle geliefert. Elementwände sind zwar etwas teurer als Ortbeton, sie benötigen aber weniger Zeit zum Einbauen. Daher ist eine Elementwand meist wirtschaftlicher

Ortbeton oder Frischbeton?

Tipp zum Bau zeigt Ihnen, wie eine Kellerwanne gegossen wird.

Ortbeton oder nicht? Wir klären auf.

Bei Ortbeton haben Sie die Wahl zwischen Beton aus dem Betonmischer und Frischbeton. Für die Betonqualität ist der Tragwerksplaner zuständig. Er beschäftigt sich unter anderem mit der Betongüte, der Druckfestigkeits- und Konsistenzklasse des Betons. Ferner ist der Tragwerksplaner dafür verantwortlich, dass die Bewehrungsführung eine ideale Kombination mit den anderen Bauteilen erlaubt. Für Ihre weiße Wanne heißt das, dass sich die Betonteile frisch miteinander verbinden. Nur damit ist eine vollständige Kellerabdichtung gewährleistet. Auch werden Fugenbänder zur Dichtheit der Wanne frisch eingebaut. 

Dazu kommt die richtige Dicke der Stahlbetonwände. Auch sie entspricht einer bestimmten Norm . Die “WU-Richtlinie” sieht hier etwa 24 cm vor. Wie Sie sehen, gibt es bei der weißen Wanne also viel zu beachten. Das Bauen eines vollständig wasserdichten Kellers aus Beton erfordert logistisches Geschick, Fachwissen und Erfahrung. 

Achtung: WU-Beton hält Flüssigwasser ab. Ob er aber auch Dampfdiffusion verhindert, ist in der Fachwelt umstritten. Wenn Sie Ihren Keller zusätzlichen gegen Feuchtigkeit absichern, ist eine Perimeterdämmung notwendig. Darunter verstehen Sie eine dämmende Schutzschicht (meist aus Kunststoff) zwischen dem Erdreich und Ihrem Gebäude. Allgemein leistet eine weiße Wanne keinen ausreichenden Kellerabdichtung für einen hochwertigen Kellerraum. Sie empfiehlt sich eher für gut belüftete Räume wie Garagen. Bei einem beheizten Billiardraum im Keller sind Sie allerdings mit einer schwarzen Wanne auf der sicheren Seite. 

Da Beton sehr dicht ist, hat er auch eine sehr gute Wärmeleitfähigkeit. Falls Sie Ihren Keller heizen, ist also zusätzlich eine Wärmedämmung nach Energieeinsparverordnung nötig. Für stark wärmegedämmte Häuser vermeiden Sie zudem Wärmebrücken an Fugen und Fenstern

Die Schwarze Wanne

Eine schwarze Kellerwanne im Neubau bei Tipp zum Bau

Die schwarze Kellerwanne wird mit Bitumen eingestrichen.

Die schwarze Wanne zeichnet sich durch einen äußeren Anstrich mit Bitumen aus. Bitumen ist ein auf Erdöl basierendes Material, das die Wasserdichtigkeit garantiert. Alternativ verwenden Sie auch Bitumen- oder Kunststoffbahnen. Ein neuartiges und häufig verwendetes Beschichtungsmaterial stellt KMB dar. Hierbei handelt es sich um eine kunststoffmodifizierte Bitumenbeschichtung. Im Prinzip ähnelt die schwarze der weißen Wanne. Allerdings wird beim Bau nicht so pedantisch auf die frische Verarbeitung des Betons geachtet werden. Selbst wenn Sie hier ebenfalls Stahlbeton verwenden. Dieser besitzt die höchste Standsicherheit. Außerdem hält Stahlbeton Radonstrahlung aus dem Erdreich zu einem großen Teil ab. Radonstrahlung wird als zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs vermutet.

Bei der Beschichtung haben Sie die Wahl zwischen einem flüssigen oder pastösen Anstrich. Hiervon gibt es feste Sperrbahnen aus Bitumen beziehungsweise KMB. Möglich ist aber auch eine Kombination der beiden Baustoffe. Da Bitumen langfristig von Wasser angegriffen wird, ist ein dreifacher Anstrich zu empfehlen. Eine Ergänzung mit Sperrbahnen aus Polymerbitumen rundet das Ergebnis ab. Außerdem achten Sie darauf, dass Fugen und Zwischenräume ausreichend gefüllt oder verdeckt sind. So garantieren Sie eine gute Kellerabdichtung.


Tipp zum Bau zeigt, wie eine Kellerwanne für einen Neubau entsteht

Das „K“ in K-Wanne steht für Kunststoff.

Die K-Wanne

“K-Wanne” ist der umgangssprachliche Fachausdruck für Kunststoffwanne. Die K-Wanne wird mitunter auch zu den schwarzen Wannen gerechnet. Sie unterscheidet sich jedoch in dem zur Kellerabdichtung verwendeten Material.

  • Hierbei handelt es sich nicht um Bitumen, sondern um Kunststoffbahnen.
  • Diese werden tapetenähnlich auf den Beton gelegt.
  • Die Vlies-oder PVC-Bahnen werden überlappend angebracht.
  • Anschließend werden sie verschweißt.
  • So ergibt sich ein durchgehender Schutz gegen Feuchtigkeit gemäß DIN 18195 Teil 6. 

Sogar drückendes Grundwasser wird abgehalten. Die Kunststoffbahnen werden oft auch direkt mit dem Betonfertigteil geliefert . Das FVBS (Frischbeton-Verbundsystem) erlaubt eine sofortige Verbindung von Beton und Kunststoff. Die Fertigwände sind dann bereits abgedichtet, wenn sie auf der Baustelle ankommen. Die K-Wanne hat gegenüber der schwarzen Wanne vor allem einen Vorteil: Die Verschweißung der Kunststoffbahnen ist wesentlich weniger zeitintensiv als das mehrfache Streichen eines Bitumenanstrichs. 

Material und Umweltverträglichkeit

Die Kunststoffbahnen bestehen entweder aus PVC oder PEHD. Bei PVC handelt es sich um das bekannte und viel verwendete Polyvinylchlorid. Dieses ist zwar sehr langlebig und lässt sich auch von ständigem Wasserkontakt nicht beeindrucken. Allerdings sagt man dem weichen PVC eine gewisse Umweltschädlichkeit nach. Das PEHD (Polyethylen hoher Dichte) kommt hingegen gerne an Tankstellen und Deponien zum Einsatz. Hier verhindert es, dass Schadstoffen ins Grundwasser gelangen. Ein weiterer Vorteil des PEHD ist darüber hinaus seine Kombinationsfähigkeit mit Wärmedämmungen. Perimeterdämmungen oder Porenbeton lassen sich gut mit dem Material dämmen. So schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe!

Braune Wanne

Die braune Wanne ist wohl die umweltfreundlichste Variante der Kellerwanne. Obwohl sie neu und damit unerforscht ist, lohnt sich ein Blick auf diese ökologischere Variante.

  • Bei der braunen Wanne wird anstatt Kunststoff oder Bitumen Bentonit verwendet. Dabei handelt es sich um einen Stein, der bei Wasseraufnahme aufquillt. Bentonit ist im Prinzip jahrhundertealte, verwitterte Vulkanasche.
  • Dieser Zusammenschluss von Tonmineralien wird auch häufig unter dem Namen seines Hauptbestandteils Montmorillonit gehandelt.
  • Das wasseraufnahmefähige Mineral Montmorillonit macht 60-80% des Bentonits aus.
  • Andere Bestandteile sind zum Beispiel Quarz, Feldspat, Calcit und Glimmer.  
Betonit ist der Grundstoff für eine braune Kellerwanne. Auf Tipp-Zum-Bau erfahren Sie mehr darüber.

Noch unbekannter ist die braune Wanne.

Bekannt ist Bentonit übrigens auch für seine Verwendung in Gesichtsmasken. Aufgrund seiner quellenden Eigenschaften lässt es sich hervorragend zur Kellerabdichtung nutzen. Dafür wird der Betonit mit einem Geotextil aus Kunststoffgewebe kombiniert. Die Tonminerale nehmen das eindringende Wasser in unglaublichen Mengen auf. So nimmt 1 cm Natriumbentonit es mit soviel Wasser auf wie eine 100 cm dicke Betonschicht. Zudem gleicht das Material dynamisch Risse aus. Darum wird es auch manchmal als “selbstreparierend” oder “selbstheilend” gefeiert. Natriumbentonit wird in Deutschland seit etwa den 70er-Jahren zum Bauen benutzt. Trotzdem ist seine Verwendung noch weitgehend ungeregelt. Er wird daher nur in Kombination mit WU-Beton verwendet und gilt offiziell als Ergänzung.  

Alle Wannenarten ermöglichen eine gute Kellerabdichtung. Sie schützen Ihren Neubau vor Feuchtigkeit und dem Eindringen von Wasser. Mehr zum Hochwasserschutz lesen Sie hier bei Tipp zum Bau.

3. Voraussetzungen beim Einbau der Kellerwanne

Beim Einbau einer Kellerwanne im Neubau gibt es viel zu beachten: 

  • Stromanschlüsse und Wasserleitungen werden vorher verlegt. Dafür benötigen Sie entsprechende Rohrleitungssysteme beziehungsweise sogenannte integrierte Rohreinführungssysteme.
  • Für den Fall, dass das Kanalwasser ansteigt, sind die Bodenabflüsse mit Rückstausicherungen in Form eines Rückstauventils zu versehen. 
  • Die Fenster sind entweder wasserdicht oder besitzen Lichtschächte mit einem Abflussventil.
  • Bei der Verwendung von WU-Beton ist der fachgerechte Einsatz von Fugenbändern sehr wichtig. Hier liegt eine potentielle Schwachstelle.
  • Wenn sich Ihr Keller unter dem Grundwasserspiegel befindet, verzichten Sie möglichst auf einen externen Kellerzugang.

4. Kosten – Kellerwanne im Neubau wirtschaftlich planen

Wir von Tipp-zum-Bau zeigen Ihnen, worauf es beim Kauf von einer Kellerwanne im Neubau ankommt. So geben Sie nicht mehr Geld aus als nötig.

Die Preisunterschiede sind recht gering.

Die Kosten der verschiedenen Kellerwannen sind sehr ähnlich. Bei einer weißen Wanne wird zwar auf die zusätzliche Kellerabdichtung verzichtet. Allerdings erfordert die Bauweise sehr viel Können und Fachwissen. In Anbetracht der geringen Preisunterschiede lohnt es sich jedenfalls, eine qualitativ hochwertige Kellerwanne zu wählen. Vor allem bei der Nutzung Ihres Keller als Hobbyraum ist ein trockener, beheizbarer Raum wünschenswert. Die richtige Kellerabdichtung ist also von Bedeutung. Schwebt Ihnen eher ein Vorratsraum oder eine Garage vor, so ist eine einfache Wanne vollkommen ausreichend. Andererseits ist es lohnenswert , einen Kellerraum zu haben, der sich eventuell später einmal alternativ nutzen lässt. Eine gute Kellerabdichtung zahlt sich auf lange Sicht in der Regel immer aus. Schließlich wird auch das Baumaterial langfristig geschont

Das sind die ungefähren Kosten für die verschiedenen Bauweisen im Überblick:

  • Die Kosten für den anfänglichen Erdaushub sind recht ähnlich.
  • Weiterhin wird eine weiße Wanne pro Quadratmeter etwa 400-500€ kosten.
  • Schwarze und Kunststoff-Wannen sind mit 350-450 Euro nur leicht günstiger.
  • Die braune Wanne ist mit 450-550€ am teuersten, verspricht aber auch die längste Haltbarkeit.

5. Vor- und Nachteile der verschiedenen Wannen

Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, finden Sie im folgenden alle Vor- und Nachteile der Wannen tabellarisch aufgelistet:

 VorteileNachteile
Weiße Wanne
  • Langlebig: 60-80 Jahre Haltbarkeit sind möglich.
  • Keine zusätzliche Verdichtung notwendig.
  • Relativ leichte Reparatur.
  • Viele Fehlerquellen bei Betonrezeptur, Gießen, Stahleinlagen, Nachverdichtung.
  • Dampfdiffusion möglich (umstritten).
Schwarze Wanne
  • Besonders kostengünstig.
  • 100% wasserdicht.
  • Haltbarkeit nur ca. 30 Jahre.
  • Streichen mit Bitumen sehr zeitaufwändig.
  • Oft mehrere Schichten vonnöten.
  • Installation witterungsabhängig.
K-Wanne
  • Günstige Anschaffung.
  • Kellerabdichtung gegen Schadstoffe.
  • Gut kombinierbar mit Wärmedämmung.
  • Schnelle Installation.
  • Haltbarkeit weniger als 30 Jahre.
  • Anbringung witterungsabhängig.
Braune Wanne
  • Ideal auch als Ergänzungsmaterial.
  • Gilt als selbstreparierend.
  • Lange Haltbarkeit.
  • Gute Ergänzung der weißen Wanne.
  • Leicht einbaubar.
  • Einbau witterungsunabhängig.
  • Relativ teuer.
  • Muss mit WU-Beton kombiniert werden.

 

6. Der Umbau einer weißen in eine schwarze Kellerwanne im Neubau

Immer wieder bauen Handwerksfirmen eine weiße zu einer schwarzen Kellerwanne im Neubau um. Dafür bringen sie auf die äußere Oberfläche des Betonkellers Bitumen an. Das soll eine bessere Kellerabdichtung sicherstellen. Der Grund dafür ist die Annahme, dass WU-Beton nicht ganz wasserundurchlässig ist. Demnach können geringe Feuchtigkeitsmengen mittels Diffusion in das Kellerinnere vordringen. Dort entstehen dann Feuchtigkeitsprobleme, wie Schimmel.

Die Annahme wurde jedoch durch entsprechende Versuche widerlegt. Bei WU-Betonteilen können sich der Kapillar- und der Diffusionsbereich nicht überschneiden. Im Kernbereich findet somit kein Feuchtigkeitstransport statt. Die Kellerabdichtung ist somit auch durch die weiße Wanne gewährleistet.

In vielen Fällen sind handwerkliche Fehler bei den Bauarbeiten die Ursache für Feuchtigkeit im Keller. Manchmal treten bereits Fehler bei der Herstellung des Betons auf. Bei Wohnkellern begünstigt außerdem falsches Lüften eine vermehrte Schimmelbildung. Da hilft auch eine gute Kellerabdichtung nicht.

7. Wärmedämmung der weißen Kellerwanne im Neubau

Die Wärmedämmung von Kellerwannen muss den Vorgaben der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) entsprechen. Betonwände haben jedoch im Gegensatz zu Mauerwerkswänden keine eigene dämmende Wirkung. Daher muss auch ein unbewohnter Keller neben der Kellerabdichtung mit einer umfassenden Wärmedämmung ausgestattet sein. Für eine solche Wärmedämmung gibt es verschiedene Möglichkeiten, die für Sie in Frage kommen.

Die erste Wahl für die Wärmedämmung einer Kellerwanne im Neubau sind dabei meistens Perimeter-Dämmstoffe. Eine Perimeterdämmung ist folgenden Belastungen ausgesetzt:

  • Erddruck.
  • Erdfeuchte.
  • Stauwasser, Sickerwasser oder drückendes Grundwasser.
  • Diffusionsvorgängen.

Sie können neben der Perimeterdämmung auch sogenanntes Schaumglas in Betracht ziehen. Dieses Material nimmt aufgrund seiner völlig geschlossenen Zellstruktur keine Feuchtigkeit auf.

8. Fazit zur weißen Kellerwanne im Neubau

Erfahren Sie alles zur weißen Kellerwanne bei Tipp zum bau

Die weiße Kellerwanne im Neubau bietet viele Vorteile für Sie.

Als Entscheidungshilfe für Sie bei der richtigen Wahl der Kellerwanne im Neubau, beachten Sie nun erneut die Eigenschaften einer weißen Wanne:

  • Bei einer weißen Kellerwanne im Neubau wird im Vergleich zur schwarzen Wanne ein Arbeitsgang eingespart. Dieser erfolgt bei der Herstellung einer schwarzen Wanne in der Feuchtigkeitsabdichtung.
  • Die weiße Wanne lässt sich somit insgesamt zeitsparender und kostengünstiger herstellen als ein Mauerwerkskeller.
  • Außerdem sorgt die weiße Kellerwanne im Neubau für eine dauerhafte Kellerabdichtung.

Für diese positiven Eigenschaften der weißen Kellerwanne im Neubau ist jedoch eine hohe Präzision und genaue Verarbeitung gefragt. Bei der Herstellung des Betons passieren nämlich schnell Fehler. Auch bei der Errichtung des Betonkellers können undichte Stellen zu einer unzuverlässigen Kellerabdichtung führen.

9. Wärmedämmung der braunen Kellerwanne im Neubau

Die Wärmedämmung einer braunen Kellerwanne im Neubau unterscheidet sich im Wesentlichen nicht von der einer weißen Wanne. Hier sollte grundsätzlich eine Außendämmung vor einer Innendämmung bevorzugt werden. Dadurch können Wärmebrücken am besten begrenzt werden.

In der DIN-Norm 4108-10 „Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden“ wird eine effektive Wärmedämmung des Kellers beschrieben. Demnach eignen sich Perimeter-Dämmungen am besten.

Bentonit-Matten werden außerdem ohne den Zusatz von Lösungsmitteln oder Bitumen hergestellt. Deshalb sind diese Matten ökologisch nicht bedenklich. Damit haben sie einen Vorteil gegenüber anderen Materialien in der Kellerabdichtung.

10. Vergleich der Haltbarkeit von Kellerwannen im Neubau

Die Anschaffungskosten von Kellerwannen im Neubau unterscheiden sich je nach Material und Herstellungsweise. Doch welche Kellerwannen rentieren sich am meisten im Neubau? Die Unterschiede der weißen, schwarzen und braunen Kellerwanne im Neubau machen sich schließlich auch in der Haltbarkeit bemerkbar.

Durch die reduzierten Arbeitsgänge ist die weiße Kellerwanne im Neubau wirtschaftlicher als die schwarze Wanne. Bei einer sorgfältigen Verarbeitung hat sie zusätzlich eine längere Haltbarkeit. Somit ist das Preis-Leistungs-Verhältnis hier vergleichsweise besser als bei einer schwarzen Kellerwanne.

Bei der braunen Kellerwanne im Neubau reduziert sich der konstruktive Aufwand bei der Herstellung des Betonbauteils. Somit kann auch sie kostengünstiger verwirklicht werden als die schwarze Wanne. Außerdem verspricht die braune Wanne die längste Haltbarkeit aller Kellerwannen im Neubau.

11. So funktioniert eine K-Wanne

Eine sogenannte K-Wanne, oder auch Kunststoff-Kellerwanne im Neubau, schützt den Keller vor Bodenfeuchtigkeit. Sie besteht aus Bahnen von Kunststoff oder Vlies, die an der Außenseite des Kellers angebracht werden. Damit sorgt sie für eine Kellerabdichtung vor Feuchtigkeit.

Achten Sie auf kraftschlüssige Verbindungen, um ein Hinterlaufen des Abdichtungssystems zu vermeiden. Alternativ werden die Bahnen vollflächig verklebt. Die Abschlüsse werden quellverschweißt.

Bei der nachträglichen Kellerabdichtung von außen werden die Kunststoffbahnen direkt vor Ort aufgebracht. Für die Kellerabdichtung beim Neubau besteht außerdem die Möglichkeit eines Frischbeton-Verbundsystems. Dabei ist die K-Wanne bereits in die Betonfertigteile integriert. Zum Schutz wird die Kellerabdichtung in jedem Fall mit Dränplatten oder Perimeter-Dämmplatten versehen.

12. Verschiedene Materialien für die Kellerwanne im Neubau

Erfahren Sie alles zu Bodenplatten in Kellerwannen bei Tipp zum Bau.

Bodenplatten sorgen für ein stabiles Fundament.

Bei der Herstellung von Kellerwannen im Neubau können verschiedene Materialien verwendet werden. Sie sind wasserundurchlässig und sorgen für eine sichere Kellerabdichtung. Einige davon sind:

  • Ortbeton wird mit einem Betonmischer auf die Baustelle geliefert oder direkt vor Ort angemischt. Der Frischbeton wird in eine vorbereitete Schalung gegossen, in der er schließlich aushärtet.
  • Bitumen wird vor allem aus Erdöl gewonnen. Das Material wird als Bitumenbahn oder bitumenhaltige Haftschicht zur Kellerabdichtung verwendet.
  • Die Bodenplatte bildet ein sicheres Fundament und sorgt dafür, dass die Wände sicher stehen. Eine Bodenplatte wird in der Regel aus robustem und witterungsbeständigem Stahlbeton gefertigt.

13. Fehleranfälligkeit von Kellerwannen

Bei der Herstellung und beim Einbau einer Kellerwanne können einige Fehler auftreten. Diese machen sich dann später in einer undichten Kellerabdichtung bemerkbar. Achten Sie deshalb bei Ihrer Kellerwanne im Neubau auf folgende Tipps:

  • Vermeiden Sie Nischen oder Vorsprünge in den Kellergrundrissen. Bei den Fugen müssen Sie die Kellerabdichtung fachgerecht ausführen lassen.
  • Sorgen Sie für eine genaue Planung bei Ihrer Kellerwanne im Neubau. Das Errichten einer schwarzen Wanne ist dabei aufwendiger und erfordert eine besonders präzise Planung. Dort können undichte Stellen am schnellsten auftreten.
  • Die Bitumenabdichtung unter der Bodenplatte kann nach dem Betonieren der Bodenplatte nicht mehr kontrolliert werden. Deshalb muss sie fehlerfrei an die Kellerabdichtung der Außenwand angeschlossen werden!

14. Nutzungsklassen von Kellerwannen im Neubau

Vom Planer ist in Abstimmung mit dem Bauherrn die Nutzungsklasse A oder B festzulegen. Diese unterscheiden sich in Abhängigkeit von der Funktion und der Nutzung der Kellerwanne im Neubau. Daraus ergeben sich die beiden Klassen, die festlegen, inwieweit Wasserdurchtritt und somit Feuchtstellen zulässig sind:

  • Nutzungsklasse A: Wasserdurchtritt in flüssiger Form ist nicht zulässig. Feuchtstellen auf der Bauteiloberfläche als Folge von Wasserdurchtritt können somit ausgeschlossen werden.
  • Nutzungsklasse B: Feuchtstellen im Bereich von Trennrissen sind möglich. Sollrissquerschnitte und Fugen sind zulässig.

15. Beanspruchungsklassen von Kellerwannen im Neubau

Für das anstehende Wasser in der Kellerwanne im Neubau werden zwei Beanspruchungsklassen unterschieden. Die Beanspruchungsklasse ist abhängig von den Baugrundeigenschaften und dem Bemessungswasserstand:

  • Beanspruchungsklasse 1: Drückendes, nicht drückendes Wasser und zeitweise aufstauendes Sickerwasser.
  • Beanspruchungsklasse 2: Bodenfeuchte und nicht stauendes Sickerwasser.

Sickerwasser ist laut DIN-Norm 18195-1 der höchste, nach Möglichkeit aus langjähriger Beobachtung ermittelte Grundwasserstand bzw. Hochwasserstand. Eine oberflächliche Beurteilung beim Bodenaushub ist eine Momentaufnahme und reicht deshalb hierfür nicht aus.

16. Die Kellerabdichtung von außen

Tipp zum Bau informiert Sie über Kellerabichtungen von außen.

Eine Kellerabdichtung von außen wird immer bevorzugt.

Die Kellerabdichtung von außen an Bauteilen, die die Erde berühren, ist ein heikles Thema. Fehler in der Ausführung der Vertikalsperre machen sich später in feuchten Wänden bemerkbar. Die Sanierung ist meist sehr aufwändig und teuer.

Die Kellerabdichtung von außen wird deshalb vorzugsweise bei Neubauten eingesetzt. Eine nachträgliche Kellerabdichtung von außen bei feuchtem Mauerwerk im Keller ist dagegen aufwändiger. Doch auch für dieses Vorhaben gibt es zahlreiche Methoden, um das Mauerwerk wirksam abzudichten.

Je nach Sanierungsziel können verschiedene Möglichkeiten für die Kellerabdichtung geeignet sein. Ein spezialisierter Fachmann sollte in jedem Fall herangezogen werden, um langfristig trockene Wände durch die Kellerabdichtung sicherzustellen.

17. Die Kellerabdichtung von innen

Wenn Sie nicht die Möglichkeit haben, die Kellerabdichtung von außen vorzunehmen, kann eine Kellerabdichtung von innen weiterhelfen. Auch bei dieser Kellerabdichtung gibt es einiges zu beachten.

  • Um auf der Innenseite der Kellermauern eine Sanierung vornehmen zu können, müssen diese erst trocknen. Dazu sollten Sie zügig das Mauerwerk freilegen.
  • Für die Kellerabdichtung ist unumgänglich, dass der alte Putz komplett abgeschlagen wird. Erst nach einer gründlichen Trocknung kann der neue wasserdichte Sperrputz aufgebracht werden.
  • Viele Handwerker empfehlen eine Sanierung von feuchten Kellerwänden durch eine Injektion. Dabei werden jedoch Löcher für die Injektionen in die Wände gebohrt. Deshalb sollten Sie dieses Verfahren nur bei völlig intakten Kellerwänden anwenden.
  • Ältere Kellerwände könnten durch das Injektionsverfahren noch stärker beschädigt werden. Sie sind schließlich schon stärker durch die Feuchtigkeit beansprucht worden.

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