Kellerwanne Altbau

Kellerwanne im Altbau fachgerecht sanieren

Die Folgen einer maroden Kellerwanne im Altbau sind sowohl vielfĂ€ltig als auch gefĂ€hrlich. Zum einen greifen Schimmel, Moder, HolzfĂ€ule und Co. das Mauerwerk an und verursachen BauschĂ€den. Zum anderen haben sie gesundheitsschĂ€dliche Auswirkungen. Wenn Feuchtigkeit in Ihren Keller eindringt, ist es höchste Zeit, sich dem Problem zu stellen. Hier informieren wir Sie ĂŒber die Sanierung der Kellerwanne.

1. Problembereich feuchte Kellerwanne im Altbau

Feuchtigkeit im Keller ist nicht nur Ă€rgerlich und gesundheitsschĂ€dlich. Sie kann auch noch teuer werden – feuchte WĂ€nde haben schlechtere Isolationseigenschaften. Dadurch verschwenden Sie mit einem schlecht isolierten Keller wertvolle Heizenergie. In einem “gesunden” Kellergeschoss liegt die Luftfeuchtigkeit unter 60%. Über diesem Wert wird eine Sanierung nötig.

Undichte Kellerwannen im Altbau sind ein großes Ärgernis. Schnell kann das teuer werden.

Eine undichte Kellerwanne im Altbau ist unbedingt zu sanieren.

Wann muss eine Kellerwanne im Altbau saniert werden?

Die meisten WohngebĂ€ude, die seit den 70er-Jahren gebaut wurden, verfĂŒgen ĂŒber eine Kellerwanne. Probleme entstehen hier dennoch, oftmals aufgrund einer defekten Abdichtung. Vor der Sanierung gilt es, den sogenannten Lastfall zu ergrĂŒnden. Dabei handelt es sich um Grundwasser oder Sickerwasser, die von außen gegen die Kellerwand drĂŒcken. Andernfalls diffundiert eventuell Bodenfeuchte oder Tauwasser durch das Mauerwerk. Je nach Schwere des Lastfalls sind unterschiedliche Sanierungsmethoden zu wĂ€hlen. Die durchlĂ€ssige Stelle ist auszumachen und abzudichten.

Leichter gesagt als getan! Eine fachgerechte Kellersanierung ist mitunter sehr aufwendig und hat viele Fehlerquellen inne. Am besten informieren Sie sich im Vorhinein ĂŒber die verschiedenen Möglichkeiten. So geht bei der nachtrĂ€glichen Abdichtung Ihrer Kellerwanne nichts schief. FĂŒr Ihre Kellersanierung gibt es zahlreiche Alternativen, denn hier fĂŒhren einige Wege zum Ziel. Sowohl von Außen als auch von Innen kann eine Kellerwanne im Altbau repariert werden – dabei wird der Überblick schnell verloren. Damit das nicht passiert, helfen wir Ihnen hier weiter!

2. Abdichtung der Kellerwanne im Altbau von außen

Sind die AußenwĂ€nde Ihrer Kellerwanne im Altbau beziehungsweise die Abdichtung beschĂ€digt? Dann bietet die nachtrĂ€gliche Abdichtung von außen eine sichere Methode der Schadensbehebung. Die DĂ€mmwerte sind hier bis um ein zehnfaches höher als bei der Innenabdichtung. Mit der Abdichtung von außen verhindern Sie, dass Ihre nassen WĂ€nde zur WĂ€rmebrĂŒcke werden. 

Wann ist eine Abdichtung des Kellers von außen sinnvoll?

Hausecke einer Kellerwanne im Altbau, die mit einer speziellen Folie abgedichtet ist.

Bei der Sanierung von einer Kellerwanne im Altbau gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Nehmen Sie vor der Planung jedoch RĂŒcksicht auf das Alter und den Restwert Ihres GebĂ€udes. Diese Form der Abdichtung ist prinzipiell zwar sehr sicher und eine langfristig Investition. Bei HĂ€usern mit einer Lebensdauer von weniger als 50 Jahren lohnt sie sich dagegen meist nicht. Wenn Ihr Altbau jedoch noch mindestens ein halbes Jahrhundert Bestand hat, ist diese Sanierung zu empfehlen. Dies liegt daran, dass eine nachtrĂ€gliche Abdichtung das Bauwerk zusĂ€tzlich stabilisieren kann. Manchmal ist eine Abdichtung von außen auch schlichtweg notwendig. Beispielsweise, wenn beim Bau gĂ€nzlich auf eine FlĂ€chenabdichtung verzichtet wurde. Weiterhin ist drĂŒckendes Grundwasser ein Indikator fĂŒr eine nötige Außenbeschichtung. Aber auch eine fehlende oder beschĂ€digte Hohlkehle verlangt eine nachtrĂ€gliche Abdichtung der Kellerwanne im Altbau. Zur ErklĂ€rung: Die Hohlkehle bezeichnet den Übergang zwischen Wand und Bodenplatte.

Kellersanierung von außen nicht immer möglich

Zu dem hohen Aufwand der Kellersanierung von außen gesellen sich noch weitere Gegenargumente. Ziehen Sie vor der Sanierung einen Fachmann, den Tragwerksplaner, hinzu. Er stellt zuerst fest, ob die Statik einen Erdaushub ĂŒberhaupt zulĂ€sst. Das sollte allerdings bei allen modernen Kellerwannen der Fall sein. Möglicherweise besteht beim Erdaushub auch ein schlichtes Platzproblem. Angrenzende GebĂ€ude oder Anbauten können einer Sanierung von außen schlicht „im Wege stehen“. Im innerstĂ€dtischen Bereich wird einer entsprechenden Reparatur daher nicht empfohlen. 

Die RĂ€nder einer Kellerwanne im Altbau mĂŒssen abgedichtet werden. Eine Möglichkeit ist hier Bitumen.

Hier erklĂ€ren wir, wie eine defekte Kellerwanne von außen versiegelt wird.

Die nachtrĂ€gliche Beschichtung von außen

Falls sowohl Statiker als auch Ihre Nachbarn ihr OK zum Erdaushub geben, steht der Sanierung der Kellerwanne im Altbau nichts mehr im Wege. Das Ausgraben kann beginnen! Die abzudichtende Kellerwand muss vollstĂ€ndig freigelegt werden.  PrĂŒfen Sie nun die Schadstellen: Sind Risse vorhanden? FĂŒllen Sie sie diese mithilfe eines Injektionsgels. Es handelt sich hier um das sogenannte Injektionsverfahren. Nach einer grĂŒndlichen Reinigung belegt man die Kellerwanne mit einer abdichtenden Schicht. Hier bieten sich Ihnen folgende Möglichkeiten: 



  • Bitumenbahnen: Ein Erdölprodukt, das in Bahnen auf die Wand geschweißt wird.
  • Flexible Abdichtungsplatten: Sie bestehen entweder aus Kunststoff oder anderen flexiblen Materialien.
  • MDS – Flexible DichtungsschlĂ€mme: Mineralische DichtungsschlĂ€mme sind ein Ein-Komponenten-Dichtmörtel auf Zementbasis.
  • PMBC/KMB – Kunststoff-modifizierte Bitumendickbeschichtungen: Mit Kunststoff versetzte dickflĂŒssige Dichtstoffe auf Bitumenbasis.
  • FLK – Reaktivabdichtungen: Abdichtungen aus FlĂŒssigkunststoff.

Diese FlĂ€chenabdichtung nennt man auch Vertikalabdichtung. Sie hĂ€lt Feuchtigkeit davon ab, von außen in den Innenraum vorzudringen. Nach der Abdichtung bietet sich eventuell die Verlegung einer DrĂ€nage an. Sie leitet das Sickerwasser vom GebĂ€ude weg.

3. Abdichtung Kellerwanne im Altbau von innen

Die nachtrÀgliche Innenabdichtung ist bei eng nebeneinander stehenden GebÀuden notwendig. Aber auch ein felsiger Untergrund behindert möglicherweise den Erdaushub. Finden sich in Ihrem Keller gerissene oder bewegliche Bauteile, so ist ebenfalls eine Abdichtung von innen die richtige Wahl.

Horizontalsperre

Eine Horizontalsperre hĂ€lt aufsteigende Feuchtigkeit im GemĂ€uer auf. Indem Sie eine Schicht einfĂŒgen, unterbrechen Sie die KapillaritĂ€t im Mauerwerk. Dabei gibt es hier ebenfalls wieder verschiedene Vorgehensweisen. 

Mechanische Verfahren

  • Maueraustauschverfahren: Hier wird ein Streifen Mauerwerk ausgebaut und eine Sperrbahn eingelegt.
  • MauersĂ€geverfahren: Dazu zunĂ€chst die Kellerwand aufsĂ€gen, dann eine Dichtungsbahn einlegen. Die Oberkante stĂŒtzen Sie mit Keilplatten ab. Am Ende pressen Sie Spezialmörtel in die entstandene Fuge.
  • Bohrkernverfahren: Eine veraltete Methode der Horizontalabdichtung.  In zwei aufeinanderfolgenden Bohrungsserien werden Löcher in einer Reihe gebohrt und Quellmittel eingespritzt. 
  • Blecheinschlagverfahren: Gewellte Chrombleche werden ĂŒberlappend mit dem Presslufthammer in die Mauerwerksfugen getrieben. Wird auch Ramm-Riffelblechverfahren genannt.

Injektionsverfahren

Das Injektionsverfahren beschreibt das Spritzen von Dichtstoff in Bohrlöcher mittels einer Getriebepresse. Dadurch erreichen Sie die Schließung der Poren und Risse im Bauwerk. Auch HohlrĂ€ume oder Kiesnester verfĂŒllt man auf diese Weise. Grundfugen und Dehnfugen werden effizient abgedichtet. Vorher ist es eventuell nötig, die Mauer zu trocknen. Bei dem verwendeten Material beziehungsweise Gel handelt es sich meistens um Paraffin, Wachse, Kunststoff oder Spezialmischungen. Aber Achtung: Vor dem Injektionsverfahren wird die StabilitĂ€t des Mauerwerks ĂŒberprĂŒft. Injektionen bei marodem oder instabilen Bauwerk verschlimmern SchĂ€den zusĂ€tzlich.

Schleierinjektion (Vertikalsperre)

Eine Möglichkeit der Sanierung der Kellerwanne ist die Schleierinjektion.

Mit einer Schleierinjektion kann gegen eine marode Kellerwanne angegangen werden.

Die Schleierinjektion ist fĂŒr alle GebĂ€ude mit Erdkontakt geeignet.  Ein “Gelschleier” bildet dabei eine Schutzschicht zwischen GebĂ€ude und Erdreich. Allerdings ist diese Methode nur fĂŒr kleinere HohlrĂ€ume gedacht. Auch bei der Schleierinjektion ziehen Sie am besten einen Tragwerksplaner hinzu. Dieser stellt die StabilitĂ€t des Mauerwerks sicher, damit dieses beim Einpressen des Dichtstoffes nicht bricht. 

Die Schleierinjektion geht wie folgt vonstatten: Erst fĂŒhrt man in der Kellerwand rasterförmig Bohrungen von innen nach außen durch. Dabei beeinflussen Zusammensetzung und Beschaffenheit des Mauerwerks die Anzahl der Bohrungen. “Packer” genannte Ventile drĂŒcken das entsprechende Injektionsgel in das Mauerwerk bis auf die Außenseite. Man verwendet Gel mit niedriger ViskositĂ€t, also mit einem hohen FlĂŒssigkeitsgrad. Dieses breitet sich wasserĂ€hnlich aus und verdrĂ€ngt so auch das verbleibende Wasser in kleinen Kapillaren. Nach wenigen Minuten wird das Gel fest, bleibt aber dabei elastisch. Die Injektionen erfolgen von oben nach unten. Dieses Verfahren stellt eine gute Methode der Vertikalabdichtung von innen dar. 

Weitere Methoden der Innenabdichtung

Weiterhin wichtig fĂŒr eine Sanierung der Kellerwanne im Altbau ist die Abdichtung der Grund- beziehungsweise Aufstandsfuge. Die Bautrocknung ist hĂ€ufig ein wichtiger Bestandteil der Vorbereitung einer Sanierung. Mithilfe von Sanierputz wird eine Schadsalzbehandlung vorgenommen. DichtschlĂ€mme und Dichtputz verhindern zusĂ€tzlich das Eindringen von Feuchtigkeit. Sperrputze, Kalkanstriche und Luftkalkputze sind weitere Alternativen der Abdichtung. Eine diffusionsoffene InnendĂ€mmung schĂŒtzt vor WĂ€rmeverlust.

4. Kostenvergleich von Sanierungen der Kellerwanne im Altbau

Die Kellerwanne zu reparieren kann schnell teuer werden. Hier finden Sie eine Übersicht ĂŒber die zu erwartenden Kosten bei der Innen- und Außenabdichtung.

Abdichtung der Kellerwanne von innen oder außen

  • Blecheinschlagverfahren/Ramm-Riffelblechverfahren: 70 – 120 € pro Meter.
  • MauersĂ€geverfahren: 100 – 200€/m.
  • Maueraustauschverfahren: 200 – 250€/m.
  • Bohrkernverfahren: 250€/m.
  • Kombination von Dichtputz und DichtschlĂ€mme: 80 – 120€/qm.
  • Abdichten einer Betonfuge zwischen Keller und Wand mit Press-Dichtstoff: 50 – 70€/m
  • Injektionsverfahren: ca. 200€/m
  • Schleierinjektion: 90 – 200€/qm
  • Wenn Ausgrabung möglich: 60 – 90 €/qm

Kostenbeispiel Kellerwanne Altbau Sanierung

Die Kosten fĂŒr die Sanierung der Kellerwanne sind unterschiedlich hoch. Bei Tipp-zum-Bau erfahren sie alles ĂŒber die Preisunterschiede.

AbhÀngig von der Vorgehensweise unterscheiden sich die Kosten der Arbeit an der Kellerwanne stark.

FĂŒr einen Keller mit den Maßen 6m x 8m x 3m ergeben sich dann folgende Kosten: 

Mechanische Horizontalabdichtungen innen: 2.000 – 7.000€

Injektionsverfahren (Horizontalsperre): Umfang 28m x 200€ = etwa 5.600€.

Schleierinjektion (Vertikalsperre): FlĂ€che 84mÂČ x 150 € = 12.600€.

Abdichtung von außen ohne Erdaushub: 6.300€

5. Unterschiedliche Sanierungsverfahren der Kellerwanne im Altbau

Sie sind sich unsicher, welches Verfahren bei Ihnen in Frage kommt? Vergleichen Sie die Techniken in unserem Vergleich:

SanierungsverfahrenVorteileNachteile
Injektionsverfahren
  • Schnelle AusfĂŒhrung.

  • KostengĂŒnstig, besonders im Vergleich zu einer aufwĂ€ndigen Außenabdichtung.

  • Vermeidet die technischen Schwierigkeiten einer Abdichtung von außen.

  • Aushebung einer Baugrube nicht erforderlich.

  • WĂ€hrenddessen uneingeschrĂ€nkte Nutzung der GrundstĂŒcksumgebung möglich.

  • Keine Einsturzgefahr oder Zusatzkosten durch AbstĂŒtzungsmaßnahmen.

  • In der NĂ€he verlaufende unterirdischen Leitungen werden nicht beschĂ€digt.
  • Verbleibende Restfeuchte (bis zu 20% – je nach Kellernutzung ist das ist jedoch im Normbereich).

  • Haltbarkeit von nur 20 – 25 Jahren.

  • Bei sehr hohem Druck durch Grundwasser oder Sickerwasser evtl. nicht ausreichend.

  • Bautrocknung nicht fĂŒr alte, poröse WĂ€nde geeignet.
Mechanisches Abdichtungsverfahren
  • Abdichtung gegen bis zu 100% der Feuchtigkeit möglich.

  • Haltbarkeit von 40 – 50 Jahren.

  • Es können keine Salze entstehen (bei Injektionsverfahren Gefahr der Salzbildung durch Verbindung von Gel und Mauer).
  • ErschĂŒtterung der BauwĂ€nde möglich.

  • Relativ zeitintensiv.

  • Arbeiten manchmal durch umliegende Bauten nicht durchfĂŒhrbar.

  • Zwei- bis dreimal teurer als Injektionsverfahren.
Maueraustauschverfahren
  • Spezielle Maschinen nicht vonnöten.

  • Niedrige Materialkosten.

  • Sehr hohe Abdichtung falls fachgerecht ausgefĂŒhrt.

  • Sehr hohe Haltbarkeit.
  • Extrem zeitintensiv.

  • Durch lange Dauer hohe Kosten.

  • Bei modernen, geklebten Baustoffen nur bedingt einsetzbar.
MauersÀgeverfahren
  • Rasche Umsetzung.

  • Meist gĂŒnstiger als Maueraustausch.

  • FĂŒr fast jeden Mauerwerkstyp geeignet.
  • Sie brauchen spezielles Werkzeug und Material.

  • Leitungen sowie Rohre in der Wand werden durchtrennt.
Bohrkernverfahren
  • Zu bearbeitender Abschnitt evtl. lĂ€nger als bei anderen Verfahren.
  • Zeitintensiv in AusfĂŒhrung.

  • Hoher Materialeinsatz.

  • Sehr kostenaufwĂ€ndig.

6. Fazit zur Sanierung der Kellerwanne im Altbau

Eine Außenabdichtung der Kellerwanne im Altbau lohnt sich nur, wenn Ihr Haus mindestens eine restliche Lebensdauer von 50 Jahren hat. FĂŒr HĂ€user im innenstĂ€dtischen Bereich ist dies schwer realisierbar, da es in StĂ€dten an Platz fĂŒr den Erdaushub mangelt. Bei der Ă€ußeren Kellerabdichtung werden mittels Injektionsverfahren Risse gefĂŒllt und anschließend WĂ€nde mit einer Schicht abgedichtet.

Die Innenabdichtung der Kellerwanne im Altbau erfolgt mittels Injektionsverfahren, Schleierinjektion oder Horizontalsperre. GrundsĂ€tzlich können die Kosten fĂŒr die Kellerabdichtung einer Kellerwanne im Altbau mehrere 1.000 € betragen. Je nach angewandter Technik und FlĂ€che fallen die Preise dabei unterschiedlich hoch aus. Daher informieren Sie sich am besten vorab bei einem der Fachbetriebe fĂŒr Kellersanierungen.

7. Hinweise zur Kellerabdichtung der Kellerwanne im Altbau

Wenn Sie Ihre Kellerwanne im Altbau eigenstÀndig abdichten, beachten Sie folgende Punkte:

  • Einzelne Elemente wie Bodenplatten und AußenwĂ€nde der Kellerwanne im Altbau werden separat behandelt.
  • Bodenplatten dichten Sie mit Hilfe von DichtschlĂ€mmen oder Schleierinjektion von innen ab.
  • Die AußenwĂ€nde der Kellerwanne im Altbau werden mit Bitumen abgedichtet und erhalten dadurch ihre dunkle Farbe.
  • Die Ă€ußere Kellerabdichtung ist aufwendig, da ein Bagger fĂŒr den Erdaushub benötigt wird.

8. Anleitung zur Ă€ußeren Kellerabdichtung der Kellerwanne im Altbau

Hier erhalten Sie wichtige Informationen zu den einzelnen Arbeitsschritten der Ă€ußeren Kellerabdichtung einer Kellerwanne im Altbau.

Ausheben der Erde

Die Erde heben Sie mit einem Bagger aus. Damit die Statik des Hauses nicht gefÀhrdet wird, graben Sie niemals tiefer als 30 cm. Der Schacht, in welchem Sie Abdichtungsarbeiten erbringen, ist im Regelfall 90 cm breit.

Entfernen des Putzes

Im nĂ€chsten Schritt entfernen Sie ĂŒberstehenden Putz und kratzen Mörtelfugen an der Mauer ab. Dadurch wird gewĂ€hrleistet, dass neue Beschichtungen besser haften. FĂŒr diese TĂ€tigkeiten benutzen Sie eine Spachtel und einen Fugenkratzer. Danach fegen Sie die Mauer mit einem Besen und lassen diese ca. 2 Tage trocknen.

Putz an KellerwÀnden anbringen

Nach dem Trocknen tragen Sie auf die KellerwĂ€nde Putz der Putzmörtelgruppe III auf. Dazu rĂŒhren Sie Mörtel im Wasser an und beschmieren diesen mit einer Mauerkelle an den KellerwĂ€nden. Das Trocknen des neuen Putzes dauert wiederum ca. 2 Tage.

Kellerabdichtung mittels Bitumen

Anschließend tragen Sie auf den Putz – beziehungsweise die Grundierung – eine 4-7 Millimeter breite Bitumen-Schicht auf. Nach 2 Tagen ist diese trocken.

Anbringung der DĂ€mmung inklusive Noppensperrbahn

Bei Tipp zum Bau erhalten Sie Informationen ĂŒber die Anbringung einer Noppensperrbahn.

Die Noppensperrbahn sorgt dafĂŒr, dass Wasser an HauswĂ€nden schneller abfließt.

Durch das Anbringen einer Noppensperrbahn fließt das Wasser an der Hauswand besser ab.

In einem weiteren Arbeitsschritt bringen Sie die DĂ€mmung und die Noppensperrbahn an die KellerwĂ€nde an. Dazu kleben Sie Styropor-DĂ€mmplatten auf die getrocknete Bitumen-Schicht. Da Bitumen die Funktion eines Klebstoffs erfĂŒllt, wird fĂŒr die Anbringung der DĂ€mmplatten lediglich dieser benötigt. Anschließend bringen Sie die Noppensperrbahn an die KellerwĂ€nde so an, dass die Noppen in Richtung des Hauses ausgerichtet sind. Den ĂŒberstehenden Teil schneiden Sie nach der VerfĂŒllung ab. Die Noppensperrbahn sorgt generell fĂŒr schneller abfließendes Wasser.

Installation einer Drainage

Im letzten Schritt legen Sie eine Drainage an, damit Regenwasser sich nicht an der Bodenplatte anstaut. Achten Sie darauf, dass sich das Drainage-Rohr 20-25 cm unter der FundamentoberflĂ€che befindet. Abschließend ist es ratsam, auf die Drainage eine Kiesschicht zu legen. Somit wird gewĂ€hrleistet, dass das Wasser optimal ablĂ€uft.

9. Weshalb ist eine intakte Kellerabdichtung fĂŒr die Kellerwanne im Altbau wichtig?

  • Die Funktion der Kellerabdichtung besteht darin, erdberĂŒhrte Bereiche der GebĂ€ude vor Feuchtigkeit zu schĂŒtzen.
  • Fehlt eine Kellerabdichtung, werden technische GerĂ€te und MöbelstĂŒcke beschĂ€digt.
  • Bei zu hohem Feuchtigkeitsgehalt bilden sich Schimmelsporen, welche sich in der Luft verbreiten. Dabei stellen sie eine GesundheitsgefĂ€hrdung dar!
  • Ist Ihr Keller stĂ€ndig nass, ist die Statik des Hauses gefĂ€hrdet.

10. Anzeichen fĂŒr die fĂ€llige Sanierung der Kellerwanne im Altbau

Bei Tipp-zum-Bau erhalten Sie Hinweise dafĂŒr, wann Sie ĂŒber eine Kellersanierung nachdenken sollten.

Bei Schimmelbildung an KellerwĂ€nden sollten Sie ĂŒber eine Sanierung nachdenken.

Im Folgenden schildern wir Ihnen, wann die Sanierung der Kellerwanne im Altbau notwendig ist:

  • SalzausblĂŒhungen oder abblĂ€tternde Putz sind Anzeichen fĂŒr eine zu hohe Feuchtigkeit im Keller.
  • Bei muffigem Geruch sollten Sie ebenfalls Alarm schlagen! Dieser deutet darauf hin, dass sich bereits Schimmel gebildet hat.
  • Achtung: Ignorieren Sie diese Symptome, entstehen in der Kellerwand Risse!
  • Entdecken Sie Grundwasser im Keller, handeln Sie zĂŒgig und lassen es durch einen Fachbetrieb abpumpen. Anschließend mĂŒssen undichte Stellen der Kellerwanne im Altbau ausfindig gemacht werden.

11. Eigenschaften und Funktionen von Bitumen

Bitumen wird aus Erdöl gewonnen und besteht hauptsÀchlich aus Kohlenwasserstoffen. Obwohl dessen Eigenschaften temperaturabhÀngig sind, gilt Bitumen als:

  • Klebrig.
  • Dunkelfarbig.
  • Wasserdicht.
  • Spröde nach der AbkĂŒhlung.

Aufgrund der aufgezĂ€hlten Eigenschaften wird Bitumen vorzugsweise im Straßenbau und fĂŒr Bauwerksabdichtungen benutzt. Generell sorgt Bitumen dafĂŒr, dass das Wasser nicht in erdberĂŒhrende Bauteile wie WĂ€nde und Bodenplatten eindringt. Daher wird es fĂŒr den Ă€ußeren Anstrich der Kellerwanne im Altbau benutzt.

12. Hinweise zur inneren Kellerabdichtung der Kellerwanne im Altbau

Dichten Sie Ihre Kellerwanne im Altbau von innen ab, achten Sie auf folgende Punkte:

  • Bedenken Sie: Gegen drĂŒckendes Wasser von außen hilft nicht immer eine innere Kellerabdichtung. Daher lassen Sie sich zusĂ€tzlich von Experten beraten, ob eine Ă€ußere Kellerabdichtung elementar ist!
  • Sowohl eine Vertikalabdichtung als auch eine Horizontalsperre sind fĂŒr die Innenabdichtung ratsam. Denn ohne Horizontalsperre bewegt sich das Wasser nach oben und verursacht FeuchtigkeitsschĂ€den im Erdgeschoss.
  • Um die Temperatur Ihrer KellerwĂ€nde zu erhöhen, bringen Sie diffusionsoffene InnendĂ€mmungen an diesen an.

13. Vorkehrungen fĂŒr die Sanierung der Kellerwanne im Altbau

Eine Sanierung der Kellerwanne im Altbau zielt immer auf einen bestimmten Verwendungszweck ab. Dabei spielt es eine Rolle, ob der Keller beispielsweise als Lager- oder Wohnraum zukĂŒnftig genutzt wird. Je nach Verwendungszweck wird zunĂ€chst ein Sanierungskonzept angefertigt und die Bauwerksdiagnostik durchgefĂŒhrt. Außerdem inspiziert ein Experte das zu sanierende Bauwerk. Dazu prĂŒft er unter anderem das Mauerwerk auf:

  • Das Porenvolumen.
  • Den Salzgehalt.
  • Den Durchfeuchtungsgrad.
  • HohlrĂ€ume.

14. Bei sehr alten Kellerwannen im Altbau ist Vorsicht geboten

Bei Tipp-zum-Bau erhalten Sie wichtige Informationen zu KellerwÀnden aus Natursteinen.

KellerwÀnde im Altbau bestehen oft aus Natursteinen.

Sehr alte Kellerwannen im Altbau wurden bis ca. Mitte des 20. Jhdt. als Lebensmittellager errichtet. Daher sind Kellerwannen im Altbau deutlich feuchter als moderne Wannen. Dabei besteht das Mauerwerk der Kellerwannen im Altbau öfters aus Natursteinen. Zwischen diesen befindet sich Lehm, welcher eine Abdichtung unmöglich macht. Daher besteht die einzige Lösung darin, die Natursteine mit Kalk von innen oder außen anzustreichen. Mit diesem Wundermittel beugen Sie Schimmelbildung vor. Außerdem sorgt Kalk dafĂŒr, dass Feuchtigkeit aus der Wand verschwindet.

15. Wie bringen Sie Kalk an einer Natursteinwand sachgerecht an?

In diesem Kapitel erfahren Sie, wie Sie Kalk an einer Natursteinwand im Innen– oder Außenbereich eines Kellers ordnungsgemĂ€ĂŸ anbringen:

  • ZunĂ€chst wird die Natursteinwand mit feuchtem Sand sandgestrahlt.
  • Danach ist sie gereinigt und wird mit Kalk bestrichen.
  • Alternativ tragen Sie einen Luftkalkputz auf.
  • Ist die Haftung schlecht, hilft ein Spritzbewurf.
  • Benutzen Sie keinesfalls andere Baustoffe.

16. Weiße Wanne auch fĂŒr die Kellerabdichtung im Altbau möglich

Bei der weißen Wanne handelt sich um eine wasserundurchlĂ€ssige Stahlbeton-Konstruktion ohne zusĂ€tzliche Schutzschichten. Ihre Funktion besteht darin, GebĂ€ude vor aufsteigendem Wasser und Feuchtigkeit zu schĂŒtzen. Entweder wird Sie vor Ort aus Beton gegossen oder aus einzelnen Beton-Fertigteilen montiert.

Wird die Weiße Wanne nachtrĂ€glich eingebaut, mĂŒssen Sie mit hohen Kosten rechnen. Mögliche GrĂŒnde fĂŒr einen Einbau im Altbau sind:

  • Erhöhte Niederschlagsmengen.
  • Sinkender Wasserverbrauch.
  • Sanierungsmaßnahmen an Kanalisationen.

17. Maßnahmen zur EindĂ€mmung der Feuchtigkeit

GrundsĂ€tzlich sind Baustoffe – wie beispielsweise Beton – dazu in der Lage, Luftfeuchtigkeit aufzunehmen. Dabei ist es ĂŒblich, dass KellerwĂ€nde je nach Materialbeschaffenheit einen Feuchtigkeitsgehalt zwischen 1,5 % und 15 % aufweisen. Um Schimmelbildung im Keller zu verhindern, sollte:

  • Die Temperatur im Keller zwischen 16 und 18 Grad betragen.
  • Die Luftfeuchtigkeit in KellerrĂ€umen maximal 65% betragen.
  • Die Kellerabdichtung von außen und innen erfolgen.
  • WĂ€hrend den Sommermonaten lediglich bei kĂŒhleren Außentemperaturen im Keller gelĂŒftet werden.

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