Kelleraußenwanddämmung Altbau

Kellerdämmung der Außenwand beim Altbau

Planen Sie die Sanierung des Kellers eines bestehenden Gebäudes? Den Keller zu dämmen bietet dabei verschiedene Vorteile. Kern-, Innen- und Perimeterdämmung sind verschiedene Alternativen, Ihren Keller zu isolieren. Je nach Voraussetzungen passt eine der Kellerdämmungen am besten zu Ihren Anforderungen.

1. Wieso den Keller dämmen?

Was bei einer nachträglichen Kellerdämmung zu beachten ist, erfahren Sie bei Tipp zum Bau.

Mit einer Kellerdämmung wird aus Ihrem Untergeschoss ein gemütlicher Wohnraum.

Durch den Kontakt zum Erdreich verlieren Kelleraußenwände besonders schnell Wärme. Im Regelfall dient der Keller allerdings zur Nutzung als Stauraum. Sie lagern Ihre alten Besitztümer oder Gerätschaften dort ein. In diesem Fall ist es irrelevant, wie warm es in Ihrem Untergeschoss ist.

Planen Sie jedoch, den Keller als Wohnraum zu nutzen, ist eine Kellerdämmung angeraten. Als solcher wird er nämlich beheizt und Sie verbringen ihre Freizeit darin. Ist der Keller dann kalt, ist es ungemütlich. Auch gehen Ihre Heizkosten ohne eine Kellerdämmung durch die Decke. Eine fachmännische Dämmung wirkt dem entgegen. Sie hält die Wärme, die Sie durch das Heizen erzeugen. Ohne eine Kellerdämmung, heizen Sie sprichwörtlich für draußen.

Sie planen, ihren Keller in bewohnbare Räume umzuwandeln? Lesen Sie hier über Ihre Möglichkeiten. 

Erfahren Sie hier, wie sie außerdem mit einer nachträglichen Fassadendämmung ihre Heizkosten senken. Hier finden Sie allgemein mehr zum Thema Dämmung.

2. Verschiedene Typen und Materialien der Kellerdämmung

Um Ihren Keller zu dämmen, stehen Ihnen drei Möglichkeiten zur Verfügung. Jede Kellerdämmung bietet ihre eigenen Vor- und Nachteile. Auch stellen sie unterschiedliche Ansprüche an die verwendeten Materialien. Dabei sind nicht alle Dämmstoffe für jede Kellerdämmung geeignet. Besonders die Perimeterdämmung stellt hohe Anforderungen an die Stoffe.

Kerndämmung

Bei vielen Altbauten findet sich ein sogenanntes zweischaliges Mauerwerk. Dadurch entsteht ein Hohlraum, der ideal zu Kellerdämmung geeignet ist. An sich bietet dieser eine schlechte Isolierung. Jedoch weist er Platz auf, der mit Dämmmaterial befüllbar ist. 

Hierbei ist zu beachten, dass nach DIN 4108-10 eine einfache Kellerdämmung begrenzt. Der Abstand zwischen den Mauerwerksschalen beträgt dabei nur 15 cm. Ist der Hohlraum breiter, sind besondere Maßnahmen erforderlich. Ein Luftschichtanker, um die beiden Schalen miteinander zu verbinden, wird notwendig.

Bei der Wahl des Materials spielt die Breite des Spaltes ebenfalls eine maßgebende Rolle. Bei vorgegebener Dämmstärke ist der Energieeinsparverordnung von 2009 Rechnung einzuhalten. Für diese Art ist eine Wärmeleitfähigkeit von 0,035 W/(m²*K) oder besser erforderlich. Dies bietet eine effektive Kellerdämmung. Die genannte Formel beschreibt den Wärmeverlust eines Bauteils. Er wird als U-Wert bezeichnet.

Bei besonders schmalen Hohlräumen sind sogenannte rieselfähige Dämmstoffe wie Granulate am besten. Diese lassen sich gleichmäßig im Hohlraum verteilen. Eine Kontrolle der Dichtheit der Wand ist angebracht. So wird verhindert, dass Material an undichten Stellen austritt.

Ist der Hohlraum breiter, bieten sich faserige Materialien, zum Beispiel natürliche Dämmstoffe, an. Da sie sich miteinander verhaken, besteht keine Gefahr, dass sie an undichten Stellen austreten. Zudem sind sie günstiger als die rieselfähige Alternative. Dabei werden hauptsächlich Einblasdämmstoffe zur Kellerdämmung angewendet. Alternativ wird auch Ortschaum verwendet, welcher sich erst nach dem Einfüllen aushärtet.

Der Dämmraum ist bei dieser Art der Kellerdämmung nicht frei zugänglich. Dies ist bei dieser Ausführung zu berücksichtigen. Um das Dämmmaterial einzufüllen, werden Löcher in die Wände gebohrt. Das Material verteilt sich von selbst. Bei der Kerndämmung handelt es sich damit um die einfachste Ausführung einer nachträglichen Kellerdämmung. Die Dämmung ist:

  • mit geringem Aufwand verbunden.
  • schnell durchgeführt. 
  • die günstigste Alternative.

Innendämmung

Infos zur Kellerdämmung von innen erhalten Sie bei Tipp zum Bau.

Die Kellerdämmung wird von innen an den Wänden angebracht.

Existiert kein Hohlraum in den Wänden, ist die Kellerdämmung von innen eine Alternative. Das Dämmmaterial wird hierbei auf der Innenseite angebracht. Dabei entsteht das Problem, dass der Wohnraum verringert wird. Um dem entgegenzuwirken, bietet sich die Verwendung hochwertiger Dämmstoffe an. Damit sind geringere Stärken realisierbar.

Durch die innen angebrachte Kellerdämmung wird außerdem der Taupunkt verschoben. An diesem kondensiert die Feuchtigkeit im Raum. Dadurch sammelt sich bei kalten Temperaturen Wasser im Dämmstoff. Dies passiert durch den Temperaturunterschied zwischen der Außenwand und der Dämmung. Die Bildung von Schimmel wird begünstigt

Auch Wärmebrücken sind schwerer zu beseitigen. An diesen dringt die Wärme besonders schnell nach außen. Spezielle Aufbauten auf den Wänden helfen dabei. Deshalb ist gerade bei dieser Variante der Kellerdämmung eine fachgerechte Ausführung wichtig.

Oftmals wird bei dieser Kellerdämmung eine Dampfbremse oder Dampfsperre auf der Dämmschicht angebracht. Diese verhindert, dass Feuchtigkeit aus dem Innenraum in die Dämmschicht eindringt. Um dies zu erreichen, wird sie luftdicht angebracht. Anschließend wird sie verklebt beziehungsweise die Nähte verschweißt. Zum Schluss wird die Innendämmung verputzt.

In Hinblick auf die Feuchtigkeit ist außerdem wichtig, festzustellen, ob die Wände trocken sind. Bei Bedarf werden sie trockengelegt, ehe die Dämmung angebracht wird. Sonst sammelt sich unter Umständen bereits Feuchtigkeit zwischen Dämmung und Außenwand.

Unter Umständen ist es notwendig, einen Ausgleichsputz auf die Wand aufzubringen. Dieser verhindert Hohlräume, die hinter der Kellerdämmung entstehen. In diesen sammelt sich sonst Feuchtigkeit. Danach kann die Innendämmung angebracht werden. Zum Schluss wird diese noch einmal überputzt.

Damit handelt es sich bei der Innendämmung um eine aufwändigere Form der Kellerdämmung. Dennoch hat sie gegenüber der Perimeterdämmung einen Vorteil, wenn kein Hohlraum vorhanden ist.  

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Perimeterdämmung

Bei Tipp zum Bau erfahren Sie, was es bei der nachträglichen Kellerdämmung von außen zu beachten gilt.

Die Außenwand muss zur nachträglichen Kellerdämmung von außen erst freigelegt werden.

Als Perimeterdämmung wird die Dämmung auf der Außenseite bezeichnet, wenn sie Erdkontakt hat. Dabei wird das Dämmmaterial von außen auf die Wand aufgebracht. Es handelt sich somit um eine Form der Außendämmung. Dies ist die effektivste Art der Kellerdämmung. Sie stellt aber besondere Anforderungen an das Material. Es muss:

  • druckfest gegen das Erdreich und drückendes Wasser sein.
  • gegen Feuchtigkeit resistent sein.
  • witterungsbeständig gegen Frost sein.

Natürliche Materialien halten dem Druck nicht stand. Deshalb sind sie für diese Art der Kellerdämmung unbrauchbar. Besser geeignet sind Materialien synthetischer Natur, wie Styropor und Styrodur. Styropor ist nur dann für die Perimeterdämmung zugelassen, wenn kein Wasser zusätzlich drückt. Im Gegensatz zu Styrodur nimmt es einen Teil der Feuchtigkeit auf. 

Auch mineralische Materialien sind für die Perimeterdämmung geeignet. Glasschaum oder -schotter bestehen zu großen Teilen aus recyceltem Altglas. Dadurch sind sie umweltfreundlich. Sie halten den Bedingungen ebenso stand. 

Im Vergleich zu den Alternativen ist die Perimeterdämmung effektiver. Damit unterbinden Sie Wärmebrücken besser. Auch minimieren Sie die Gefahr der Feuchtigkeit und damit Schimmelbildung. Der Taupunkt und damit die Stelle, an der Wasser kondensiert, liegt günstiger im Raum. Damit bietet die Perimeterdämmung eindeutige Vorteile gegenüber der Innen- und auch der Kerndämmung. 

Geringer Aufwand zeichnet die Perimeterdämmung selbst aus. Doch sie bringt einigen Zusatzaufwand mit sich. Um die Perimeterdämmung sicher anzubringen, ist es wichtig, dass die Kellerwände trocken sind. Daher ist eine vorangehende Prüfung der Trockenheit notwendig. Gegebenenfalls werden anschließend die Wände trocken gelegt. 

Bei Altbauten kommt außerdem hinzu, dass die Kellerwände nicht freiliegen. Um deren Außenseite zu erreichen, sind Erdarbeiten notwendig. Diese sind zeit- und kostenintensiv. Dadurch ist die Perimeterdämmung nur dann sinnvoll, wenn das Erdreich sowieso geöffnet wird.

Erfahren Sie jetzt mehr über die Außendämmung

3. Umweltbilanz der Kellerdämmung

Besonders die Perimeterdämmung weist eine hohe Energieeffizienz auf, da sie die effektivste Alternative ist. Die Kellerdämmung sorgt dafür, dass Sie weniger heizen. Die Wärme bleibt besser im Raum erhalten. Dadurch: 

  • werden Ihre Heizkosten gesenkt.
  • verbrauchen Sie keine zusätzlichen fossilen Brennstoffe
  • schonen Sie die Umwelt.

Bei der Herstellung der synthetischen wird ebenfalls Erdöl benötigt. Ist Ihnen daher die Ressourcenschonung wichtig, sind die mineralischen Stoffe die beste Alternative. Die mineralischen Stoffe sind bei der Innen- oder Perimeterdämmung am besten einsetzbar. 

4. Kosten der Kellerdämmung

Die Kosten für die Kellerdämmung variieren abhängig von verschiedenen Faktoren. Aufgrund des Aufwands für die Dämmung, ist die Innendämmung die teuerste Art der Kellerdämmung. Kern- und Perimeterdämmung hingegen sind vom Aufwand her ähnlich. 

Der Preis für die Dämmung selbst liegt bei ihnen daher im selben Bereich. Doch bei der Perimeterdämmung kommen noch Kosten für die Erdarbeiten hinzu. Dadurch ist die Perimeterdämmung die teuerste und aufwändigste Kellerdämmung. 

DämmungKosten
Kerndämmung

  • Dämmung: 20 – 40 €/m².

Innendämmung

  • Dämmung: 60 – 90 €/m².

Perimeterdämmung

  • Dämmung: 30 – 50 €/m².

  • Erdarbeiten: 20 – 30 €/m³.

5. Fördermöglichkeiten für die Kellerdämmung

Die Kosten für die nachträgliche Kellerdämmung fördert die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Eine Möglichkeit stellt sie mit dem Programm 152. Dabei handelt es sich um einen Kredit zur energetischen Sanierung. Diesen gewährt die KfW, wenn ein Experte für Energieeffizienz hinzugezogen wird. Dabei ist zu beachten, dass der Antrag vor Beginn der Maßnahmen zu stellen ist.

Außerdem unterstützt sie mit dem Programm 430 die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden. Dabei handelt es sich um einen Zuschuss. Dieser ist besonders für Privatpersonen interessant. Bei der Perimeterdämmung ist zu beachten, dass Erdarbeiten nicht mitgefördert werden.

FörderungÜberblick
Programm 152 (Kredit)

  • Bauantrag vor 01.02.2002 gestellt.

  • Einzelmaßnahmen bis zu 50.000€ mit 0,75% Sollzins.

  • Energieeffizienz-Experte notwendig.

Programm 430 (Zuschuss)

  • Bauantrag vor 01.02.2002 gestellt.

  • Einzelmaßnahmen bis zu 10.000€ bei 20% Zuschuss.

  • Auch für Privatpersonen möglich.

6. Vor- und Nachteile der Kellerdämmungen

Jede der drei Kellerdämmungen hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. Je nach Voraussetzungen bietet sich die Kern-, die Innen- oder die Perimeterdämmung an. Hier finden Sie eine Übersicht über die jeweiligen Vor- und Nachteile der einzelnen Kellerdämmungen. 

Der größte Vorteil der Innendämmung ist ihre bessere Ausführbarkeit. Kern- und Perimeterdämmung bieten je mehr Vorteile als Nachteile. Allen Kellerdämmungen gemein ist, dass sie Ihre Heizkosten senken und die fossilen Brennstoffe schonen.

DämmungVorteileNachteile
Kerndämmung

  • Geringer Aufwand.

  • Kostengünstig.

  • ist schnell erledigt.

  • benötigt keinen Außenputz.

  • Erhält den Wohnraum.>/li>

  • Nur bei Hohlräumen möglich.

  • Fixe Dämmstärke.

  • Nur Einblasdämmung.

  • Wärmebrücken.

Innendämmung

  • mäßiger Aufwand.

  • Gute Ausführbarkeit.


  • Kostenintensiv.

  • Ungünstiger Taupunkt.

  • Feuchtigkeit, Schimmel.

  • Wohnraumverringerung.

  • Wärmebrücken.

  • Ausgleichsputz notwendig.

  • Überputz notwendig.

Perimeterdämmung

  • Effektivste.

  • der Taupunkt liegt günstig.

  • verursacht kaum Wärmebrücken.


  • Aufwändig.

  • Teuer durch Zusatzaufwand.

7. Fazit: Perimeterdämmung als effektivste, aber teuerste Kellerdämmung

Für welche Kellerdämmung Sie sich auch entscheiden, Sie genießen mit allen Vorteile. Es werden Ihre Heizkosten gesenkt, indem der Wärmeverlust ans Erdreich minimiert wird. Auch minimiert die Kellerdämmung Schimmelbildung und Wärmebrücken, wird sie richtig ausgeführt. Dadurch unterstützen Sie die Einsparung fossiler Brennstoffe. Besonders mineralische oder natürliche Stoffe tragen zusätzlich hierzu bei.

Die Kerndämmung bietet sich an, wenn das Mauerwerk zweischalig aufgebaut ist. Im dadurch entstehenden Hohlraum lässt sich der Dämmstoff mit geringem Aufwand einbringen. Sie ist damit die schnellste Alternative der Kellerdämmung, die außerdem den Wohnraum nicht verringert.

Bei der Innendämmung liegt der größte Aufwand für die Dämmung selbst vor. Durch die Gefahr der Feuchtigkeitsbildung sind zusätzliche Maßnahmen erforderlich. Werden diese fachmännisch ausgeführt, stellen sie kein Problem dar. Sie tragen ebenfalls zur Reduktion von Wärmebrücken und Schimmelbildung bei. 

Die Perimeterdämmung bietet die größte Effektivität. Sie verringert am besten Wärmebrücken. Auch verschiebt sie den Taupunkt optimal im Raum. Die Dämmung selbst ist dabei wenig aufwändig. Um sie anzubringen, ist eine Öffnung des Erdreichs erforderlich. Eine Perimeterdämmung empfiehlt sich, wenn Erdreich für andere Maßnahmen bereits geöffnet wird.

8. Expandiertes Polystyrol (EPS) als Kellerdämmung

Besser bekannt als Styropor ist expandiertes Polystyrol weit verbreitet. Zur Dämmung ist der Kunststoff sehr gut geeignet, weil er feuchtigkeitsbeständig und leicht zu verbauen ist. Dabei ist er gleichzeitig kostengünstig und leicht. Dadurch ist er ein weit verbreiteter Dämmstoff.

Auf der anderen Seite ist es anfällig gegen Wasser. Der Stoff weist keine geschlossenen Poren auf, weshalb das Wasser leichter in die Dämmung eindringt. Darüber hinaus ist das Material entflammbar. Auch ist die Herstellung aufwändig und energieintensiv. Außerdem wird dazu Erdöl benötigt.

Er ist vor allem für die Innendämmung geeignet. Seine dämmende Funktion kommt hier am besten zu tragen. Dabei lassen sich die ungünstigen Eigenschaften leicht beheben oder fallen nicht ins Gewicht.

9. Extrudiertes Polystyrol (XPS) als Kellerdämmung

Auch bekannt als Styrodur, bildet dieser Kunststoff ein gutes Dämmmaterial. Er ist druckbeständig und feuchtigkeitsresistenter als EPS. Durch seine feinen Poren gelangt Wasser schlechter in das Material. Auch verwittert er sehr langsam. Der Einbau gestaltet sich einfach und ist dabei relativ günstig. 

Doch auch er ist nicht feuerfest. Das Material gilt als normal entflammbar. Zudem bildet er im Falle eines Brands giftige Gase und Qualm. Darüber hinaus wird ebenfalls Erdöl zur Herstellung benötigt. Diese benötigt zudem eine größere Menge an Energie.

Er ist sehr gut für die Perimeterdämmung geeignet. Dies erfordert vom Material, dass es widrigen Bedingungen standhält. Diese Voraussetzung erfüllt Styrodur mit seinen Eigenschaften.

10. Polyurethan (PUR) als Kellerdämmung

Bei PUR handelt es sich um einen wasserabweisenden Kunststoff. Dadurch zählt er zu den synthetischen Dämmstoffen. Er ist druckbeständig sowie witterungsfest. Er benötigt lediglich geringe Stärken für eine gute Kellerdämmung. 

Dabei ist er allerdings nicht feuerfest. Gleichzeitig ist er schwerer entflammbar, doch teurer als XPS oder EPS. Dennoch eignet er sich gut zur Perimeterdämmung. Seine Druckbeständigkeit und Unanfälligkeit gegen Witterung kommen dabei zum tragen. 

Doch auch die Innendämmung profitiert von der geringen Stärke. Dadurch wird der Verlust der Wohnfläche minimiert. Der etwas höheren Preis im Vergleich zu EPS und XPS ist dabei gut zu verkraften.

11. Zur Kellerdämmung geeignete mineralische Dämmstoffe

Diese Dämmstoffe basieren auf mineralischen Stoffen. Dazu zählen Sand, Stein und andere Mineralien. Manche dieser Dämmstoffe bedürfen allerdings zunächst synthetische Aufbereitung. Einige davon sind gut zur Kellerdämmung einsetzbar. 

  1. Steinwolle: Dabei handelt es sich um eine Art der Mineralwolle. Sie ist flexibel und weist gute Dämmeigenschaften auf. Dabei ist sie brandfest und leicht zu verarbeiten. Zusätzlich bietet sie Schallschutz. Auch ist sie nicht anfällig gegen Schimmel und Ungeziefer. Allerdings ist beim Einbau Schutzkleidung nötig. Sie hat im Vergleich eine hohe Breite und hohes Gewicht. Auch ist sie feuchtigkeitsanfällig und benötigt Schutz dagegen.
  2. Glaswolle: Es handelt sich hierbei um eine Mineralwolle. Sie wird aus verschiedenen Mineralien und oftmals Altglas hergestellt. Sie dämmt sehr gut. Dabei ist sie nicht brennbar. Außerdem ist sie nicht anfällig für Schimmel und Ungeziefer. Allerdings benötigt sie Feuchtigkeitsschutz. Die Herstellung ist energieaufwändig.
  3. Schaumglas: Auch dieser Dämmstoff wird aus Altglas hergestellt. Dabei ist er wasserfest, hält hohem Druck stand und verrottet langsam. Dadurch ist er gut zur Perimeterdämmung geeignet. Gleichzeitig benötigt er viel Energie in der Herstellung. Außerdem ist er kostenintensiver.

12. Weniger zur Kellerdämmung geeignete mineralische Dämmstoffe

Es gibt allerdings auch mineralische Dämmstoffe, die nur bedingt zur Kellerdämmung geeignet sind. In diesen Fällen ist einzeln abzuwägen, ob Sie das Material als sinnvoll erachten.

  1. Vakuum: Diese Paneele bestehen aus einer Schale mit sogenannter Kieselsäure als Kern. Diese Säure wird aus Sand gewonnen. Schmale Paneele sind bei diesem Dämmstoff ausreichend. Daher eignen sie sich sehr gut für die Innendämmung. Allerdings ist der Einbau als Kellerdämmung aufwändig. Die genauen Maße werden benötigt. Damit werden die Paneele passgenau gefertigt.
  2. Perlite: Dieser mineralische Dämmstoff wird meist als Schüttung verwendet. Perlit ist nicht anfällig gegen Ungeziefer und brandfest. Außerdem verrottet es nicht. Dadurch eignet es sich für die Kerndämmung. Allerdings hat es nicht die beste Dämmeigenschaft. 
  3. Calciumsilikat: Bei diesem mineralischen Dämmstoff ist keine Dampfsperre notwendig. Er ist nicht anfällig gegen Feuchtigkeit. Gleichzeitig ist er brandfest. Allerdings ist er nur schlecht wärmeisolierend. Dadurch ist er zur Kellerdämmung weniger geeignet.

13. Fossile Brennstoffe und die Kellerdämmung

Bei der Kellerdämmung stellt sich oftmals die Frage nach der Umweltfreundlichkeit. Typischerweise werden zur Dämmung synthetische oder mineralische Stoffe verwendet. Mineralische Stoffe bestehen zum Teil aus recyceltem Material. 

Doch synthetische benötigen zur Herstellung fossile Rohstoffe. Dadurch stehen sich bei dieser Frage zwei Seiten gegenüber. Zum Einen die zur Herstellung benötigte Menge. Zum Anderen die beim Heizen eingesparte Menge. Dies ist schwer in Relation zu setzen. Bei einer vernünftigen Kellerdämmung ist die Einsparung auf lange Sicht höher.

Die Kellerdämmung trägt dazu bei, die Heizkosten zu senken. Dies bedeutet, dass Sie weniger heizen. Dadurch benötigen Sie auch weniger Energie. Es werden weniger fossile Brennstoffe zur Energiegewinnung benötigt. Eine Dämmung an sich trägt also zur Schonung natürlicher Ressourcen bei.

14. Ökologische Dämmstoffe für die Kellerdämmung mit Energieaufwand

Alternativ gibt es die natürlichen Dämmstoffe. Sie sind oftmals ökologischer, wenn auch nicht immer. Einige benötigen bei der Herstellung viel Energie oder haben lange Transportwege. 

  1. Holzfaserdämmung: Holz ist generell gut zur Dämmung geeignet. Jedoch wird zur Herstellung der Dämmplatten viel Energie benötigt. Sie bestehen aus Restmaterial aus Sägewerken. Alternativ wird auch Holzwolle verwendet. Diese benötigt als Dämmmaterial aber einen extra Kern.
  2. Faserdämmung: Andere Fasern, wie Zellulose oder Pflanzenfasern, dienen ebenfalls als Dämmstoff. Für Platten wird ebenfalls viel Energie bei der Herstellung benötigt. Wird sie alternativ als Stopf- oder Einblasdämmung verwendet, fällt dies weg. Doch Vorsicht beim Material. Manche haben einen langen Transportweg hinter sich. Dies fällt einzig bei Seegras nicht ins Gewicht. Der geringe Herstellungsaufwand gleicht dies aus. 

15. Ökologische Dämmstoffe für die Kellerdämmung ohne Energieaufwand

  1. Wolldämmung: Baum- oder Schafwolle dient ebenfalls der Wärmedämmung. Baumwolle benötigt allerdings viel Wasser, sowie Pflanzenschutzmittel. Bei Schafwolle hingegen ist eine Aufbereitung gegen Schädlinge nötig. Hierbei ist darauf zu achten, welche Art dafür verwendet wird. Nicht alle sind umweltfreundlich.
  2. Ursprüngliche Materialien: Schilf und Stroh werden nicht zu Fasern verarbeitet. Doch beide sind nur unzureichend und mit hohem Aufwand als Dämmung einsetzbar. Für die Kellerdämmung bieten sich andere Stoffe besser an.

Die natürlichen Dämmstoffe sind allerdings bei der Perimeterdämmung nicht einsetzbar. Sie halten den gegebenen Anforderungen nicht stand. Bei der Innen- oder Kerndämmung sind sie hingegen eine attraktive Alternative. Bei der Kerndämmung bieten sie sich als Einblasdämmung an. Platten oder Wolle dient bei Innendämmungen als brauchbare Alternative. Allerdings sind sie teurer als synthetische oder mineralische.

16. Instandhaltung der Kellerdämmung

Einmal installiert, ist die Kellerdämmung unzugänglich. Nachträglich noch einmal etwas daran zu ändern ist nicht möglich. Daher ist es wichtig, dass die Dämmung ordentlich ausgeführt wird. Nachlässigkeiten beim Einbau der Kellerdämmung machen eine Erneuerung der Dämmung wahrscheinlich. Ist sie unfachmännisch ausgeführt ist sie angreifbar für Feuchtigkeit und Schimmel. Auch Ungeziefer befällt die Dämmung unter Umständen.

Feuchtigkeit ist der einzige echte Feind der Kellerdämmung. Einige Stoffe sind nicht von sich aus wasserfest. Auch verlieren sie durch Nässe ihre dämmende Eigenschaft. Es ist daher wichtig, die Kellerdämmung vor Feuchtigkeit zu schützen. Damit erhalten Sie eine langfristig zuverlässige Dämmung. Nachträgliche Instandhaltungsmaßnahmen sind somit nicht nötig.

17. Alternativen bei der Kellerdämmung

Bei der Kellerdämmung stellt sich nicht nur die Frage nach der Dämmung der Außenwände. Auch die Dämmung der Bodenplatte gehört dazu. Hierbei ist zu beachten, dass dies nachträglich nicht mehr von außen möglich ist. Eine Perimeterdämmung lässt sich nicht mehr anbringen. Auch die Innendämmung stellt Sie vor gewisse Hürden. Lesen Sie hier, was es bei der Kellerbodendämmung zu beachten gibt.

Wird Ihr Keller hingegen nicht als Wohnraum verwendet, gibt es eine weitere Alternative. Als Stauraum ist der Keller unbeheizt. Es ist daher wichtig, dass er vom bewohnten Raum abisoliert ist. Dies erreichen Sie am besten mit einer einfachen Kellerdeckendämmung. Sie lässt sich einfach anbringen und ist effektiv. Damit erreichen Sie eine ausreichende Kellerdämmung.

18. Brandschutz und Kellerdämmung

Wie viele andere Baumaterialien auch sind Dämmstoffe zum Teil brennbar. Gerade bei natürlichen Dämmstoffen stellt sich die Frage nach der Brennbarkeit. Außerdem stellt sich die Frage, wie hinreichend die Kellerdämmung bezüglich des Brandschutzes ist. Doch das Wichtige hierbei ist die Art, wie die Dämmung eingebaut wird.

Brandschutz setzt sich dabei aus verschiedenen Faktoren zusammen. Es handelt sich um ein Zusammenspiel der Materialien und Methoden. Eine Holzfaserdämmung ist beispielsweise in einem Holzhaus unzulässig. Bei der Kellerdämmung setzt sie sich aus dem Mauerwerk und der Dämmung zusammen. 

Nach heutigen Standards angebrachte Kellerdämmungen stellen daher keine Gefahr dar. Vielmehr ist darauf zu achten, nach altem Standard angebrachte Dämmungen zu erneuern. Nur so wird dem Brandschutz Rechnung getragen.

19. Die DIN-Norm der Kellerdämmung

Maßgeblich für die Wärmedämmung in Deutschland ist die DIN 4108 mit ihren Unterpunkten. Sie regelt den Wärmeschutz im Hochbau. Dabei enthält sie unter anderem die Anforderungen an Dämmstoffe. Diese sind unter DIN 4108-10 zu finden. Auf diese DINs wird auch in der Energieeinsparverordnung Bezug genommen.

So enthält speziell die DIN 4108-10 Vorgaben zur konkreten Anwendung der Dämmstoffe. Unter anderem weist sie jeder Verwendung ein bestimmtes Kürzel zu. Auch stehen in ihr die konkreten Produktanforderungen. Diese sind nach ihrer Ausprägung in einzelne Subklassen unterteilt. Es werden folgende Produkteigenschaften geführt:

  • Druckbelastbarkeit: Unterteilt von nicht bis extrem hoch belastbar.
  • Wasseraufnahme: Unterteilt in keine, durch flüssiges Wasser und durch flüssiges und durch Diffusion.
  • Zugfestigkeit: Unterteilt von keine bis hoch.
  • Schalltechnische Eigenschaften: Unterteilt von hohe Zusammendrückbarkeit bis geringe Zusammendrückbarkeit. Beide sind inklusive Trittschalldämmung.
  • Verformung: Unterteilt von keine Anforderungen bis Dimensionsstabilität unter Last und Temperatur.
  • Druckbelastbarkeit: Unterteilt von nicht bis extrem hoch belastbar.
  • Wasseraufnahme: Unterteilt in keine, durch flüssiges Wasser und durch flüssiges und durch Diffusion.
  • Zugfestigkeit: Unterteilt von keine bis hoch.
  • Schalltechnische Eigenschaften: Unterteilt von hohe Zusammendrückbarkeit bis geringe Zusammendrückbarkeit. Beide sind inklusive Trittschalldämmung.
  • Verformung: Unterteilt von keine Anforderungen bis Dimensionsstabilität unter Last und Temperatur.

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