Keller-Trockenlegung

Keller-Trockenlegung – feuchte Räume trocknen

Kellerräume bieten Ihnen viele Chancen zur Nutzung: als Waschküche, Vorratskammer, Hobbyraum und vieles mehr. Voraussetzung ist jedoch, dass Ihr Keller trocken ist. Mit der Hilfe Ihres Experten wird aus feuchten Kellern neue, trockene Nutzfläche.

1. Mauer-Trockenlegung – die Basis zur Keller-Trockenlegung

Schimmel ist im Keller ein häufiges Problem. Mit einer Keller-Trockenlegung wirken Sie dessen Entwicklung entgegen.

Gründe für eine Mauer-Trockenlegung

Feuchtigkeit im Keller führt schnell zu Schimmel. Dieser kann sich an Ihren Kellerwänden unter Umständen ausbreiten, ohne dass Sie es bemerken. Ergebnis: schlechtes Luftklima im Keller und beschädigte Wände. Denn auch die Bausubstanz leidet unter der Feuchtigkeit. Langfristig kann dies die Mauer porös und instabil machen.

Mit einer Mauer-Trockenlegung schaffen Sie also die Grundlage zur Nutzung der Kellerräume und sichern Ihrem Fundament ein langes Leben.

Feuchter Keller trockenlegen – keine leichte Aufgabe

Die nachträgliche Trockenlegung und Abdichtung von Kellerwänden ist selbst für Profis eine Herausforderung. Denn die Wände sind meist nur von der Innenseite gut erreichbar. Im schlimmsten Fall muss das Erdreich rund ums Haus abgetragen werden, um die Kellerwände von außen nachträglich abzudichten.

Wer als Laie in Eigenregie den Keller trockenlegen will, läuft Gefahr, Schwachstellen der Abdichtung und Feuchtigkeits-Ursachen zu übersehen. Solche Aktionen können dann den Schaden noch weiter vergrößern. Vertrauen Sie deshalb besser gleich auf das Können und Fachwissen von Experten – so sparen Sie im Endeffekt Zeit, Geld und Nerven.

2. Ursachen für Feuchtigkeit und Maßnahmen

Wie Feuchtigkeit in Ihren Keller dringt, erfahren Sie bei Tipp zum Bau.

Fundament und Mauerwerk sind das Grundgerüst eines Hauses. Hier kommt es auf Stabilität und den guten Zustand der Bausubstanz an. Wenn Feuchtigkeit in die Wände dringt, schadet dies langfristig dem Gemäuer. Ein Problem, das gerade bei Altbauten häufig auftritt, wo die gealterte Bausubstanz zunehmend anfälliger wird. Doch mit professioneller Mauer-Trockenlegung stellen Sie Ihr Fundament schnell wieder auf trockene Füße.

Die Ursachen für feuchte Keller

Feuchtigkeit kann dabei sowohl von innen, als auch von außen auf die Wände einwirken.

In vielen Fällen sind defekte Wasserleitungen die Ursache:

  • Kaputte Rohre
  • Regenrinnen
  • aber auch undichte Dächer leiten Wasser an die Wände heran.

Eine weitere Gefahr ist zu hohe Bodenfeuchtigkeit. Dadurch steht das Fundament regelrecht im Wasser. Im schlimmsten Fall steigt diese Feuchtigkeit im Mauerwerk hoch und schadet so auch den höher liegenden Mauer-Abschnitten. Hierbei spricht man von der so genannten Kapillarfeuchtigkeit. Auch Kondensation (Wasserdampf, der sich an kühlen Wänden als Feuchtigkeit niederschlägt) trägt zu feuchten Wänden bei.

Salz verschärft die Situation

Ein weiteres Problem der Kapillarfeuchtigkeit: Mit ihr gelangen aus dem Erdreich Salze ins Mauerwerk. Da diese Feuchtigkeit binden, verschärft sich so die Situation weiter. Denn selbst wenn die Wand trocknet, bleiben die Salze in der Bausubstanz zurück. Wird die Mauer dann wieder feucht, nimmt sie wegen der wasser-speichernden Mineralien noch mehr Feuchtigkeit als zuvor auf.

3. Keller trockenlegen – verschiedene Maßnahmen

Für die Trockenlegung Ihres Keller benötigen Sie Messgeräte.

Vorsorge – Damit Ihr Keller trocken bleibt

In Sachen Mauertrockenlegung spielen zwei Arten der Feuchtigkeits-Sperren eine große Rolle: Vertikal- und Horizontalsperren. Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich dabei um senkrechte bzw. waagerechte und wasserdichte Sperren.

Sie lassen sich mit diversen Techniken anbringen und schützen auf unterschiedliche Art vor Feuchtigkeit. Horizontalsperren sind besonders nützlich gegen aufsteigendes Grundwasser und Kapillarfeuchte, die das Mauerwerk „hochwandern“. Im Gegensatz dazu schützen Vertikalsperren vor allem gegen Feuchtigkeit, die seitlich auf das Mauerwerk trifft.

Es gibt verschiedene Methoden zur Kellertrockenlegung. Die eine perfekte Lösung existiert nicht – jeder Fall ist anders. Dabei hängt das passende Gegenrezept vor allem von der Ursache der feuchten Wände ab. Hier erfahren Sie mehr über die einzelnen Injektions-Verfahren und Methoden und in welchem Fall sie zum Einsatz kommen.

Mauerwerksinjektion – die Impfung für feuchte Mauern

Mit diesem Verfahren verpassen Sie der beschädigten Bausubstanz sozusagen eine heilende Spritze.

  • Hierzu werden in regelmäßigen Abständen Löcher ins Mauerwerk gebohrt.
  • In diese werden anschließend mit hohem Druck besondere Injektionsmittel (z. B. Kunstharz-Kautschuk) gepumpt.
  • Das Mittel durchdringt die Bausubstanz und reagiert mit der Feuchtigkeit in der Mauer.
  • Die Folge: Die Mauer trocknet aus und das Kunstharz bildet eine neue Feuchtigkeitssperre.
  • Danach kann die Wand mit Sanierputz neu verputzt werden.

Schleierinjektion – Gummistiefel für Ihr Haus

Diese Methode ähnelt der Mauerwerksinjektion. Der Unterschied: Die Schleierinjektion ist vor allem für Fundamente, Kellermauern und Bodenplatten gedacht. Auch hier wird zunächst die entsprechende Fläche mehrmals durchbohrt.

Durch diese Kanäle wird dann ein spezielles Gel (z.B. Acrylat-Gel) zwischen Haus und Bodenfeuchtigkeit gepumpt. Nach dem Aushärten bildet dieses Gel eine elastische, wasserdichte Schicht – so werden Risse im Fundament abgedichtet und der Bereich vor Bodenwasser geschützt.

Keller trockenlegen von außen

Gelangt Feuchtigkeit von der Seite in das Mauerwerk, muss die Vertikalsperre erneuert werden. Normalerweise müssen dafür die Kellerwände aufwendig freigelegt werden, bevor die Außenabdichtung beginnen kann.

Einfacher geht’s mit einer neuen Methode, mit der so genannten Druckluftlanze:

  • Diese bläst die Erde mit Hochdruck entlang der Mauern regelrecht weg.
  • In den so entstandenen Spalt am Mauerwerk werden dann Dämmplatten eingelegt.
  • Abschließend wird der Schacht mit einem Abdichtungsstoff ausgefüllt – so wird das gesamte Mauerwerk komplett abgedichtet.

Keller trockenlegen von innen

Wenn es zu aufwendig ist, die Kellerwände für eine Außenabdichtung freizulegen, bietet sich eine Innenabdichtung an. Diese erfordert jedoch auch eine gute Vorbereitung: Risse im Gemäuer müssen sorgfältig verschlossen und nicht tragfähiger Putz muss komplett entfernt werden.

Auch die Bodenplatten sollten in die Abdichtung miteinbezogen werden – Fliesen, Estrich und andere Bodenbeläge müssen deshalb ebenfalls vorher abgetragen werden. Bei der Abdichtung kommen Dichtungsschlämme zum Einsatz. In manchen Fällen macht es Sinn, zusätzlich durch Mauerwerksinjektion eine Horizontalsperre anzubringen.

Mechanisches Verfahren für Ihre Keller-Trockenlegung

  • Beim mechanischen Verfahren werden die Grundmauern stellenweise aufgesägt und fest verkeilt.
  • In den so entstandenen Spalt wird dann die Abdichtungsfolie gelegt.
  • Anschließend wird der Schlitz wieder mit Mörtel verschlossen und die Keile werden entfernt. So wird die Horizontalsperre erneuert.

Die Nachteile haben es jedoch in sich: Eingriffe dieser Art sind teuer und aufwendig – und sie können Schäden in der Statik verursachen. Bei einem solchen Vorhaben ist also echte Maßarbeit von Profis gefragt.

4. Die Kosten einer Kellertrockenlegung

Welche Kosten bei der Trockenlegung Ihres Kellers entstehen, erfahren Sie bei Tipp zum Bau.

Ihren Keller trockenzulegen, kann teuer werden, muss es aber nicht. Wie können Sie möglichst wenig Geld für die Kellertrockenlegung ausgeben? Und welche Faktoren spielen bei den Kosten eine Rolle? Diese und weitere Fragen werden hier beantwortet.

Zuerst müssen Sie überprüfen welche Ursache für die Feuchtigkeit in Ihrem Keller sorgt. Reagieren Sie sofort, wenn Sie muffige Gerüche oder feuchte Flecken an Wänden und Decken bemerken. Je früher, umso mehr Geld können Sie einsparen.

Nun heißt es: nicht voreilig reagieren! Beauftragen Sie erst einen Bausachverständigen, der sich mit Feuchtigkeit im Keller auskennt. Dieser kann die genaue Ursache für die Feuchtigkeit im Keller herausfinden und sinnvolle Vorschläge machen. Dies kann kostengünstiger sein, als eine sofortige Investition in eine Kellertrockenlegung, die unter Umständen nicht wirksam ist. Eine Besichtigung durch einen Experten kostet ungefähr 250 Euro. Investieren Sie lieber dieses Geld als zu viel Geld in eine Kellertrockenlegung, die nichts bringt.

Die Kosten einer Kellertrockenlegung hängen auch vom Ausmaß und der Lage der Feuchtigkeit ab. Ist der Schaden groß und Wände und Decke müssen saniert werden, dann sind die Kosten logischerweise hoch. Auch wenn Schimmel entfernt werden muss, kann dies die Kosten in die Höhe treiben. Sorgen Sie also vor und versuchen Sie Schimmel zu vermeiden, beispielsweise durch regelmäßige Belüftung.

Jeder Keller ist anders und auch die Verfahren einer Kellertrockenlegung sind je nach Ausmaß verschieden. Dementsprechend variiert auch der Preis einer Kellertrockenlegung. Ebenso spielt das verwendete Material, die Bodenbeschaffenheit Ihres Grundstücks und die Größe Ihres Kellers eine Rolle. Achten Sie auch darauf, dass die Kosten für eine Erneuerung von Estrich, Putz und Fließen noch nicht einberechnet sind.

  • Fuge zwischen Wand und Boden im Betonkeller undicht
    Bei dieser Ursache der Feuchtigkeit kann man die undichte Stelle mit einem Dichtstoff schließen lassen. Die Kosten hierfür liegen circa bei 50 bis 70 Euro pro Meter.
  • Innenabdichtung
    Eine vollständige Innenabdichtung kostet ungefähr 250 bis 300 Euro pro Quadratmeter. Bei dieser Methode werden flüssige Dichtstoffe wie Paraffin oder Mehrkomponenten-Gel verwendet.
  • Außenabdichtung
    Falls Ihre Außenwände undicht sind, dann müssen Sie eine Außenabdichtung vornehmen. Dies kann ganz schön teuer werden. Denn dafür muss die Erde außen ausgehoben werden. Deswegen liegen die Kosten dieser Art der Trockenlegung zwischen 500 und 1.000 Euro pro Meter.
  • Trocknungsgeräte oder Trockenlegungstechnologien
    Ist die Ursache des feuchten Kellers behoben, benötigen Sie Geräte um die Feuchtigkeit zu beheben. Ein Bautrockner können Sie sich für 10 bis 20 Euro pro Tag mieten. Allerdings gibt es oft eine Mindestmiet-Dauer, die ungefähr bei einer Woche liegt. Dazu kommen noch die hohen Stromkosten. Am günstigsten sind Kondenstrockner, diese Geräte sparen nämlich Strom.

5. Praktische Tipps gegen feuchte Keller

Wir haben für Sie einige praktische Tipps für die Trockenlegung Ihres Kellers.

Ist der Keller feucht, wird früher oder später Schimmel entstehen. Ohne professionelle Hilfe lässt sich der Schaden dann meist nicht mehr beheben. Lassen Sie es gar nicht erst so weit kommen. Dabei helfen Ihnen fünf einfache Regeln für einen trockenen Keller.

1. Lüften Sie im Winter!

Lüften Sie Ihren Keller unbedingt im Winter, wenn die Luft draußen kalt und trocken ist. Im Sommer ist die Luft meist feucht-warm. Dann dürfen Sie auf keinen Fall lüften! Die feuchte Luft würde an den kalten Kellerwänden kondensieren und die Wände feucht machen.

2. Sorgen Sie im Waschkeller für Belüftung!

Feuchte Luft ist besonders im Waschkeller ein Problem – selbst wenn Sie einen Wäschetrockner benutzen. Denn dieser bringt neben trockener Wäsche auch noch feucht-warme Abluft. Diese feuchte Luft muss immer sofort ausgelüftet werden. Sonst droht Schimmel

3. Drainagen – eine Investition in die Zukunft

Eine Drain-Anlage leitet Stauwasser im Erdreich und steigendes Grundwasser von Ihren Grundmauern ab. Mit einer Drainage schützen Sie Ihre Kellermauern auf lange Sicht von außen gegen Feuchtigkeit.

4. Kontrolle zahlt sich aus!

Eine weitere mögliche Ursache feuchter Keller sind defekte Fallrohre und Regenrinnen. Durch sie fließt das Regenwasser die Hauswand hinab und staut sich direkt am Fundament. Kontrollieren Sie deshalb regelmäßig die Rohre.

5. Vorsicht bei Umbauten!

Achten Sie bei Renovierung und Kellerumbau genau darauf, dass Sie keine Abdichtungen oder Dampfsperren beschädigen. Denn in Ritzen und Ecken sammeln sich zuallererst Feuchtigkeit und Schimmel an.

7. Wie erkennen Sie, ob eine Kellertrockenlegung notwendig ist?

Feuchte Keller werden mit einer Kellertrockenlegung wieder trocken. Doch woran erkennen Sie überhaupt, ob Ihre Kellerwände oder Ihr Kellerboden feucht sind?
Folgende Anzeichen lassen bei Ihnen die Alarmglocken schillern:

  • Es bilden sich Feuchtigkeitskränze.
  • Mauerwerksalze kristallisieren aus und beschädigen Putz und Farbe.
  • Die Mauerwerksalze erkennen Sie anhand des weichen, weißen Flaums.
  • Ein unangenehmer Geruch hängt im Raum.
  • Leichte Flecken bilden sich an der Wand.
  • Erste Schimmelbildung zeigt sich an den Wänden.

Sie sehen also, feuchte Kellerwände sind recht einfach zu erkennen. Wichtig ist, dass Sie zügig handeln und die Ursachen der Feuchtigkeit ermitteln. Dies hilft größere Schäden zu vermeiden. Damit ersparen Sie sich eine aufwendigere Kellertrockenlegung.

8. Vor der Kellertrockenlegung – wie finden Sie feuchte Stellen im Keller?

Haben Sie erste Anzeichen für feuchte Wände im Keller entdeckt? Oje! Bevor Sie nun mit der Kellertrockenlegung beginnen, ermitteln Sie zunächst die genauen Stellen und Verursacher. Dazu gibt es verschiedene technische Hilfsmittel:

  • Hygrometer erfassen die Temperatur und Feuchte von Wänden und Böden.
  • Tiefensonden machen das Gleiche bei Holz.
  • Potenzialmesser erkennen rostendende Armierungseisen.

Wenn Sie Ihren Keller trocken legen, dann ziehen Sie schon bei der Ursachenermittlung Experten hinzu. Diese finden die Ursachen gezielter als Sie. Dadurch werden unnötige Maßnahmen vermieden. Außerdem wird Ihre Kellertrockenlegung so besser planbar.

9. Ab welchem Feuchtigkeitswert empfiehlt sich den Keller trocken zu legen?

Ist Ihre Kellerwand nur etwas feucht, dann kommen Sie vielleicht um eine Kellertrockenlegung herum. Denn den Keller trocken legen ist aufwendig. Deshalb ist eine genaue Überprüfung der Messwerte wichtig. Doch welche Feuchtigkeitswerte sind für einen Keller normal?
Dazu nun ein Überblick:

  • Wie feucht Ihre Keller sein darf, hängt vom Baustoff ab.
  • Beton oder Ziegel vertragen durchaus einen gewissen Grad an Feuchtigkeit.
  • Auch die äußeren Bedingungen spielen eine Rolle.
  • Der Feuchtegehalt einer Kellerwand kann daher durchaus zwischen 1,5 und 15 % liegen.

Bevor Sie also Ihren Keller trocken legen, informieren Sie sich bei einem Experten. Ob Ihre Kellerwände bedenkliche Feuchtigkeitswerte haben oder nicht, kann dieser durch einfache Tests herausfinden.

10. Müssen Sie bei muffigen Geruch Ihren Keller trocken legen?

Riecht Ihr Keller muffig? Das hat viele Ursachen. Ob Sie Ihren Keller trocken legen müssen oder nicht, hängt von der Ursache ab. Bevor Sie also eine Kellertrockenlegung vornehmen, nennen wir Ihnen hier die häufigsten Ursachen für muffig riechende Keller:

  • Schlecht isolierte Wasserrohre sind ein möglicher Grund.
  • Ebenso sorgen tote Mäuse oder Ratten für einen muffigen Geruch.
  • Auch feuchte Textilien und Papiere sind eine mögliche Ursache.
  • Generell gilt: wo Feuchtigkeit im Keller ins Spiel kommt, führt dies zu einem muffigen Geruch.

Muffiger Geruch allein ist also kein Grund für eine Kellertrockenlegung. Zunächst sollten Sie also Ihren Keller gründlich reinigen. Räumen Sie dazu am besten den Keller aus. Suchen Sie nach tote Tieren oder gammelige Materialien. Haben Sie all das ausgeschlossen, müssen Sie Ihren Keller trocken legen.

11. Nach der Kellertrockenlegung – Wann ist eine Wand trocken?

Nach der Kellertrockenlegung dauert es durchaus eine Weile bis die Wände trocken sind. Wie bereits erwähnt, ist eine gewisse Grundfeuchtigkeit in der Wand normal. Das bedeutet also, dass eine trockene Wand nicht gleich eine trockene Wand ist. Welcher Wert hier relevant ist und wie lange das Ganze dauert, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab.

Zu diesen Faktoren zählen unter anderem:

  • Der Grad der Durchnässung.
  • Die Gebäudedichtung.
  • Der Baustoff.
  • Die Stärke der Putz- und Farbschicht.
  • Und vieles mehr.

Wie lange es dauert bis eine Wand trocken ist, lässt sich pauschal also nicht sagen. Eine Kellertrockenlegung dauert daher eine ganze Weile. Bis die Wände wieder akzeptabel trocken sind, können durchaus 1 bis 1,5 Jahre vergehen.

12. Was macht eine Horizontalsperre bei einer Kellertrockenlegung?

Bei einer Kellertrockenlegung sind Horizontalsperren besonders nützlich. Doch was machen Horizontalsperren eigentlich genau? Horizontalsperren verhindern das Grundwasser in den Keller eindringt. Sie helfen auch gegen aufsteigende Kapillarfeuchte im Mauerwerk.

Woraus besteht eine Horizontalsperre? Das unterscheidet sich je nachdem wann eine Horizontalsperre eingebaut wird. In Neubauten werden Bitumenbahnen oder robuste Folien verwendet. Bei Altbauten versuchte man das Wasser durch den Einsatz von dichtem Naturstein oder hartgebrannten Klinkern am Aufstieg zu hindern.

Wird eine Horizontalsperre nachträglich bei einer Kellertrockenlegung eingebaut, kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz. Welches Verfahren dabei angewandt wird, hängt von folgenden Kriterien ab:

  • Der Durchfeuchtung.
  • Dem Lastfall.
  • Der Zugänglichkeit.
  • Dem Aufbau der Wand.

Grundsätzlich wird dabei zwischen einer mechanischen, chemischen Horizontalsperre, sowie einer elektrophysikalischen Entfeuchtung unterschieden.

 

13. Was macht eine Vertikalsperre bei einer Kellertrockenlegung?

Wie die Horizontalsperre, so ist auch die Vertikalsperre ein nützliches Werkzeug bei einer Kellertrockenlegung. Im Gegensatz zur ersteren jedoch, verhindert die Vertikalsperre, dass Wasser aus einer seitlichen Richtung in das Mauerwerk eindringt.

Mit einer Vertikalsperre werden bei einer Kellertrockenlegung große Flächen abgedichtet. Eine Vertikalsperre wird in sechs unterschiedlichen Varianten durchgeführt. Diese sind die Folgenden:

  • Die Kellerabdichtung mit Bitumen.
  • Eine bitumenfreie Wanne.
  • Die weiße Wanne.
  • Die braune Wanne.
  • Die KWanne.
  • Eine Flächeninjektion.

Die Einsatzmöglichkeiten unterscheiden sich ähnlich wie bei der Horizontalsperre vor allem anhand der Gebäudetypen. Also ob Alt- oder Neubau, sowie der nachträgliche Einbau. Möchten Sie Ihren Keller trocken legen, dann eignen sich einige Varianten wiederum besser als andere.

14. Was ist eine Verkieselung? Welche Rolle spielt sie bei einer Kellertrockenlegung?

Die Verkieselung kommt bei der Errichtung einer Horizontalsperre zum Einsatz. Die Grundlagen dieses Verfahrens zur Kellertrockenlegung sind bereits seit der Antike bekannt. Statt der damals verwendeten Kieselsäure kommen heute organische oder anorganische Chemikalien zum Einsatz.

Die Chemikalien werden bei der Verkieselung durch Bohrlöcher in die Mauer injiziert. Die Chemikalien reagieren mit der in der Mauer vorhandenen Feuchtigkeit. Sie entwickeln dadurch wasserabweisende Eigenschaften und schließen Poren und Hohlräume.

Wenn Sie Ihren Keller trocken legen, dann ist die Verkieselung ein durchaus gängiges Verfahren. Leider ist bei einer Verkieselung der Erfolg dieser Maßnahmen nur schwer zu kontrollieren. Ein gutes Fachunternehmen garantiert daher nicht für die handwerklichen Leistungen, sondern für den Erfolg. Achten Sie bei der Auswahl des Unternehmens darauf.

 

15. Wie Sie Schimmel und damit eine Kellertrockenlegung verhindern

Nicht immer, wenn Schimmel auftritt, ist gleich eine Kellertrockenlegung notwendig. Bei Schimmelbefall ist die Hinzuziehung eines Experten ratsam. Doch auch Sie als Hausbesitzer haben es in der Hand.  Bevor Sie direkt Ihren Keller trocken legen lassen, lesen Sie hier einige Tipps zur Bekämpfung von Schimmel:

  • Lüften Sie nicht an heißen Tagen. Dies führt zu feuchten Wänden.
  • Lüften Sie stattdessen am Abend oder am frühen Morgen.
  • Sorgen Sie für eine ordentliche Wärmedämmung des Hauses.
  • Sprühen Sie Schimmelpilz- und Sporenvernichter auf die entsprechenden Stellen.
  • Nach einer Einwirkzeit wischen Sie diesen ab.

Hält sich der Schimmel trotz dieser Maßnahmen hartnäckig, kommen Sie wohl um eine Kellertrockenlegung nicht herum.

16. Welcher Putz schützt Sie vor einer Kellertrockenlegung?

Wie bereits erwähnt, haben manche Keller eine gewisse Grundfeuchte. Diese ist nicht weiter schlimm. Damit sie jedoch nicht zum Problem wird, schaffen Sie selbst Abhilfe. Dazu ist nicht unbedingt eine aufwendige Kellertrockenlegung notwendig. In manchen Fällen hilft es auch, den Keller entsprechend von innen abzudichten.

Hierzu wird sogenannter Kalkputz verwendet. Kalkputz ist alkalisch  und somit pilzhemmend. Außerdem entzieht er den Wänden die Feuchtigkeit. Den Keller trocken legen ist nicht immer möglich. In diesen Fällen helfen Maßnahmen, wie das Verputzen mit Kalkputz.

17. Wie lange dauert eine Kellertrockenlegung?

Schon bei der Mauertrockenlegung wurde erwähnt, dass diese bis zu 1,5 Jahre dauern kann. Doch wie sieht das bei einer Kellertrockenlegung aus? Im Artikel kam schon zum Vorschein, dass eine Kellertrockenlegung ein durchaus kompliziertes Verfahren ist.

Von dem gewählten Verfahren hängt letztlich auch die Dauer der Kellertrockenlegung ab. Hinzu kommen weitere Faktoren, die eine exakte Angabe unmöglich machen.

Zu diesen Faktoren zählen etwa:

  • Der Zugang zum Keller.
  • Das Mauerwerk.
  • Der Durchnässungsgrad.
  • Das Ausmaß des Schadens.

Von diesen und weiteren Faktoren hängt ab, ob eine Kellertrockenlegung einige Wochen oder einige Jahre dauert. Lassen Sie sich in jedem Fall genau beraten, bevor Sie Ihren Keller trocken legen.

18. Wie lange hält eine Kellertrockenlegung?

Ähnlich wie bei der Dauer der Kellertrockenlegung ist eine pauschale Aussage hier schwierig. Wie nachhaltig die Kellertrockenlegung ist, wird von einer ganzen Reihe Faktoren bestimmt.
Zu diesen beeinflussenden Faktoren zählen folgende:

  • Welche Methode wurde für die Kellertrockenlegung verwendet?
  • Wie ist die Qualität des Materials, das bei der Kellertrockenlegung benutzt wurde?
  • Welche Qualität hatten die Handwerker, welche die Kellertrockenlegung ausgeführt haben?

Wird die Kellertrockenlegung korrekt ausgeführt, dann hält sie durchaus 20 Jahre oder länger. Möchten Sie Ihren Keller trocken legen, dann ist das also ein aufwendiger Prozess. Planen Sie ihn daher gut und informieren Sie sich umfassend.

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