Offener Kamin

Der Offene Kamin

Ein offener Kamin sieht schön aus – keine Frage. Er verleiht Ihrem Heim einen nostalgischen und gemütlichen Charakter. Aus verschiedenen Gründen sind der Einbau und die Nutzung eines offenen Kamins heute allerdings nicht mehr zeitgemäß. Wieso das so ist und was Sie für Alternativen haben, erklären wir in dem folgenden Beitrag.

1. Vorschriften – Was es zu beachten gibt

Wenn Sie sich für den Einbau eines offenen Kamins entscheiden, müssen Sie einige Vorschriften beachten. Manche davon sind immer und überall zu befolgen, andere sind länder- oder städtespezifisch geregelt. Der Einbau eines offenen Kamins ist grundsätzlich erlaubt, jedoch benötigen Sie in einigen deutschen Städten eine Genehmigung.

Ein offener Kamin braucht immer einen separaten Schornstein aus dem der Rauch entweichen kann. Sie können diesen Schornstein nicht mit anderen Kaminen mehrfach belegen. Wollen Sie also beispielsweise in zwei Etagen eines Hauses jeweils einen offenen Kamin einbauen, müssen auch zwei Schornsteine eingesetzt werden.

Was bezüglich des Schornsteins noch zu beachten ist, ist der Mindestabstand zum Dach und zum nächstgelegenen Nachbarshaus. Die Schornsteinmündung muss mindestens 40 Zentimeter über den First hinausragen. Ist der Schornstein nicht so nah am First montiert, muss er in der Waagrechten zum First gemessen mindestens 2,3 Meter davon entfernt sein. Fenster müssen um mindestens einen Meter überragt werden.

Kaminofen Kaminofen Elternseite shutterstock_790523605Dies sind allerdings nur Richtwerte. Die Dachneigung, der Einbauort des Schornsteins, die Umgebung des Hauses, die Leistung der Feuerstätte und die Art des verheizten Brennstoffes haben Einfluss auf die endgültigen Regelungen. Lassen Sie sich hier auf jeden Fall von einem Experten beraten.

Zudem gibt es auch diverse Brandschutzanforderungen. Ein Kamin mit offenem Feuer zieht der Luft im Raum sehr viel Sauerstoff. Daher ist es wichtig, dass der Raum, in dem der offene Kamin steht, eine Frischluftzufuhr hat. Diese wird entweder durch ein Fenster oder durch ein Lüftungsgitter gewährleistet. Letzteres kann in der Wand zum angrenzenden Zimmer montiert werden. Auch müssen bestimmte Abstände zu Möbelstücken und anderen brennbaren Materialien eingehalten werden. Zum Schutz Ihres Fußbodens und als Brandvorsorge sollten Sie eine Funkenschutzplatte mit montieren. Diese ragt um den Kamin herum heraus. So wird verhindert, dass aus dem Feuer herausfliegende Funken umherliegendes brennbares Material entzünden.

Wenn Sie einen offenen Kamin installiert haben, dürfen Sie diesen nicht unbegrenzt nutzen. Die Häufigkeit der Nutzung ist gesetzlich geregelt. Ein offener Kamin darf nur an acht Tagen im Monat für jeweils fünf Stunden benutzt werden. Und auch die Materialien, mit denen Sie den Kamin befeuern dürfen sind festgelegt. Zu diesen gehören Stein-, Braun- und Holzkohle, Zapfen, Reisig, stückiges Holz sowie Sägemehl und Späne.

Das Folgende ist zwar nicht gesetzlich geregelt, wird aber dringend empfohlen: Benutzen Sie den offenen Kamin nur unter Aufsicht. Lassen Sie das Feuer höchstens kurz alleine, am besten aber überhaupt nicht. Bei einer offenen Feuerstelle kann schnell etwas passieren und Sie sollten stets da sein, um einen möglichen Brand zu löschen. Deshalb wird es auch empfohlen, immer einen Feuerlöscher parat zu haben. Müssen Sie doch länger aus dem Raum gehen, löschen Sie das Feuer am besten nicht mit Wasser, sondern mit Sand.

2. Nachteile

Ein großer Nachteil des offenen Kamins ist der niedrige Wirkungsgrad. Dieser liegt hier meistens lediglich bei etwa 20% wohingegen moderne Kaminöfen einen Wirkungsgrad von bis zu 90% haben. Ein offener Kamin ist also keinesfalls für eine ganzheitliche Beheizung Ihres Hauses geeignet. Die Strahlungswärme spüren Sie lediglich in einem verhältnismäßig kleinen Radius um den Kamin herum.

Offene Kamine sind wegen der Atmosphäre die sie schaffen immer noch sehr beliebt. Die Vor- und Nachteile eines offenen Kamins wägen wir für Sie ab.Zudem muss ein Rauchabzug mit großem Durchmesser eingebaut werden. Diesen benötigen Sie, um die verursachten Abgase gut abzuführen. Dieser ist teilweise auch für den geringen Wirkungsgrad verantwortlich. Die entstehende Wärme entweicht nahezu komplett über den Abzug und kann so nicht weiter genutzt werden.

Damit zusammenhängend sind die entstehenden Abgase. Ohne eine Abtrennung des Feuerraums können Abgase in den Raum treten. Atmen Sie den Feinstaub ein, kann das im schlimmsten Fall zu einer Entzündung der Lunge führe. Um den entgegenzuwirken, sollten Sie auf eine saubere Befeuerung Ihres offenen Kamins achten. Vermeiden Sie feuchtes Holz und heizen Sie stattdessen mit trockenem und unbehandeltem Holz. Um den Feinstaub aus dem Abgas zu filtern, können Sie außerdem einen extra dafür gedachten Kaminaufsatz einbauen.

3. Alternativen

Wenn Sie sich nicht mit den Nachteilen eines offenen Kamins beschäftigen wollen, entscheiden Sie sich vielleicht lieber für eine Alternative. Haben Sie bereits einen offenen Kamin und hätten nun gerne eine andere Variante? Dann können Sie Ihren Kamin nachrüsten und mithilfe einer entsprechenden Kaminkassette zu einem geschlossenen Kamin umbauen. So erreichen Sie ein besseres Abbrandverhalten sowie eine höhere Heizleistung mit besserem Wirkungsgrad. Solch ein Umbau ist allerdings recht aufwendig und sollte wohl überlegt und gut geplant durchgeführt werden.

Wenn Sie gerade den Einbau eines Kamins oder Kaminofens planen, gibt es noch viele weitere Möglichkeiten. Ob Speicheröfen, Elektrokamine oder Holzöfen, Sie finden mit Sicherheit ein Modell, welches Ihren Wünschen entspricht. Informieren Sie sich über die anderen Möglichkeiten in unserer Rubrik Kamine. Dort finden Sie detaillierte Beiträge über die verschiedenen Kamin- und Ofenarten.

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