Gaskamin

Der Gaskamin

Ein Kamin schafft eine Umgebung, in der Sie sich wohlfühlen. Oft stehen der Gemütlichkeit jedoch Unannehmlichkeiten im Weg: Holz muss gespalten, Feuer entfacht werden. Da kann es schon mal eine Weile dauern, bis Sie sich entspannt aufs Sofa legen können. Ein Kamin, der die Vorteile eines Ofens mitbringt, aber keine Vorbereitung erfordert, ist der Gaskamin.

Ein Gaskamin wird nicht mit Festbrennstoffen wie Holz befeuert, sondern wie der Name schon sagt mit Erdgas, Flüssiggas oder Propangas. Dabei benötigt er keinen separaten Schornstein. Dies ist vor Allem bei einem nachträglichen Einbau von Vorteil.

1. Vorteile

Optik – Zum Verwechseln ähnlich

Obwohl ein Gaskamin nicht typischerweise mit Holz befeuert wird, bietet er trotzdem ein ansprechendes Flammenspiel. Zwar haben die Flammen zu Beginn den Gas-typisch blauen Farbton, jedoch wird die Farbe durch die kontrollierte Sauerstoffzufuhr geregelt. Nach einiger Zeit können Sie die Gasflamme nicht mehr von einem herkömmlichen Feuer unterscheiden. Die Authentizität des Flammenbildes ist auch bei einem Gaskamin vollständig gegeben.

Auch zum Heizen geeignet

Nicht nur die Optik der Gasflamme ist überzeugend. Sie strahlt auch Wärme aus, die mit einem Holzkamin durchaus vergleichbar ist. Mit einem Gaskamin erreichen Sie eine Wärmeleistung von circa 3 – 11 Kilowatt pro Stunde. Der Wirkungsgrad liegt bei etwa 70 Prozent und kann damit gut mit anderen Kaminarten mithalten. Die Wärme wird entweder in Form von Strahlungswärme abgegeben oder erwärmt zusätzlich mit einem Wärmetauscher zusätzlich das Wasser  der Zentralheizung. Mehr zu wasserführenden Kaminöfen lesen sie hier.

Mehr Komfort geht nicht

Ein weiterer großer Vorteil ist, dass ein Gaskamin viel komfortabler zu nutzen und zu bedienen ist. Anders als bei einem Holzofen muss hier Holz weder zerkleinert noch aufbewahrt werden. Sie verursachen keinen Schmutz, indem Sie das Holz in Ihr Haus bringen und müssen dieses auch nicht mühsam entzünden. Bei einem Gaskamin entfachen Sie das Feuer einfach und unkompliziert per Knopfdruck. Sogar Wärmeintensität und Flammengröße können angepasst werden. Genau das richtige für Personen, die die Vorteile eines gemütlichen Feuers genießen wollen, ohne davor viel vorzubereiten.

Eine weitere positive Begleiterscheinung des Gaskamins ist, dass dieser nur sehr selten gereinigt werden muss. Bei der Verbrennung entsteht kein Ruß, welcher sich normalerweise an der Scheibe des Ofens absetzt. Außerdem bleibt keine Asche übrig, die Sie aus der Brennkammer entfernen müssen.

2. Brennstoffe: Erdgas oder Flüssiggas?

Gaskamine werden mit fossilen Brennstoffen beheizt. Diese sind nicht erneuerbar. Wenn auch die Nutzung nicht nachhaltig ist, so sind Gaskamine verhältnismäßig emissionsarm und produzieren im Gegensatz zum Holzofen keinen Feinstaub. Wie bereits erwähnt, verrußt die Scheibe des Kamins daher nicht. Ein Kaminofen muss deshalb nur selten gereinigt werden.

Die Brennstoffe eines Gaskamins sind Erdgas oder Flüssiggas wie Propan. Gas ist zwar teurer als Holz, allerdings wird bei einem Gaskamin kein Feinstaub freigesetzt. Gase sind fossile und somit nicht nachhaltige Stoffe. Bei nachhaltiger Nutzung hat Holz einen niedrigeren CO² Ausstoß.

Flüssiggas

Kamine mit Flüssiggas können mit einem unterirdischen Flüssiggastank versorgt werden. Hier benötigen Sie keinen Erdgasanschluss. Die bei der Beheizung entstehenden Abgase müssen nach außen gelangen. Dafür benötigen Sie entweder einen bereits vorhandenen, nicht belegten Schornstein oder ein Edelstahlsystem. Letzteres kann nachträglich außen an der Fassade oder auch innen eingebaut werden.

Das Flüssiggas wird in Flaschen oder in einem Flüssiggastank gelagert. Bei diesen gibt es gesetzliche Vorgaben für die Aufbewahrung. Privatpersonen ist es erlaubt, maximal eine 11 Kilogramm-Flasche in Wohnräumen aufbewahren. Diese dürfen allerdings nicht in Garagen, auf Fluchtwegen oder in Treppenhäusern stehen. So eine Flasche reicht durchschnittlich für 25 Stunden Kaminbetrieb. Außerdem muss zu Gaskaminen oder anderen Flüssiggasheizungen ein Mindestabstand von 0,5 Meter eingehalten werden.

Erdgas

Sie können Ihren Kamin auch mit Erdgas betreiben. Wenn Sie bereits mit Erdgas heizen, können Sie ihn direkt an die Erdgasleitung anschließen. Dadurch wird auch kein Lagerraum für das Gas benötigt. Bei der zusätzlichen Installation eines Luft-Abgas-Systems ist der Einbau eines Schornsteins nicht nötig.

Damit die Flammen überhaupt entstehen können, wird Sauerstoff benötigt. Es gibt raumluftabhängige und raumluftunabhängige Betriebsweisen. Erstere bezieht ihren Sauerstoff aus dem Aufstellungsraum des Kamins. Hierfür muss die Luftzufuhr für diesen Raum sichergestellt sein. Regelmäßiges Lüften reicht dafür aus. Bei raumluftunabhängigen Betriebsweisen bezieht der Kamin die Luft über ein eigenes Rohr von außen.

3. Schornstein

Für Ihren Gaskamin benötigen Sie nicht zwingend einen Schornstein. Ein Luft-Abgas-System reicht hier aus. Dieses kann innerhalb des Hauses oder außen an der Fassade angebracht werden und sollte am besten durch das Dach ragen. Dadurch werden zum einen die entstehenden Gase abgeleitet. Zum anderen gelangt frische Luft ins Innere des Kamins. Achten Sie darauf, die Öffnung des Rohrsystems nicht zu nah an einem Fenster zu montieren. Ansonsten könnten die Abgase in den Wohnraum gelangen.

4. Material

Wie andere Kaminöfen auch ist der Gaskamin in vielen Variationen erhältlich. Die Verkleidung kann aus Stahl, Stein oder Marmor bestehen. Ihren Wünschen sind hier keine Grenzen gesetzt. Um ein authentisches Flammenbild zu erreichen, lässt sich auch der Inhalt des Ofens im Brennbett anpassen. Hier können Sie von Holzscheiten bis hin zu Zweigen alles aus realitätsnaher Keramik auswählen. Sogar eine naturgetreue Glut lässt sich mithilfe von LEDs nachstellen. So müssen Sie bei Ihrem Flammenspiel keinerlei Optik einbüßen.

5. Fachpartner finden

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