Innenputz

Innenputz – Aufwertung für Ihr Eigenheim

Neben dem Außenbereich werten Sie Ihr Eigenheim auch im Innenbereich durch Verputzen auf. Dabei ist die rein optische Aufwertung Ihres Eigeheimes nicht der einzige Vorteil. Das Verputzen im Innenbereich bringt auch weitere Vorzüge mit sich. Denn mit dem Innenputz sorgen Sie für eine gemütliche Atmosphäre in den eigenen vier Wänden. Und dabei ist das Verputzen ein Kinderspiel. Alles Wissenswerte zum Thema Innenputz erfahren Sie in diesem Artikel.

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1. Was ist Innenputz?

Putz im Allgemeinen ist ein Belag, der sowohl auf Außen- als auch Innenwänden verwendet wird. Deshalb wird beim Verputzen zwischen Innenputz und Außenputz unterschieden. Innenputz verwenden Sie innerhalb von Gebäuden. Er wird entweder auf Betonwänden oder auf Mauern angebracht. Je nach Oberfläche ist entscheidend, wie dick Sie den Innenputz bim Verputzen anbringen. Er schafft durch seine ebene Oberfläche die Voraussetzung dafür, Fliesen und Tapeten anzubringen.

Innenputz spielt unter anderem eine Rolle, wenn Sie:

  • Ein neues Haus bauen.
  • Innenräume sanieren.
  • Einen Keller bauen.

Beim Verputzen treiben Materialmangel und -überschuss die Kosten in die Höhe. Deshalb planen Sie insbesondere den Materialbedarf sehr sorgfältig.

2. Der Aufbau von Innenputz

Alles Wissenswerte zum Verputzen von Innenputz erfahren Sie bei Tipp zum Bau.

Beim Verputzen von Innenputz gibt es einige Dinge zu beachten.

Normaler Innenputz besteht aus Unterputz und Oberputz. Unterputz ist maximal bis zu zehn Zentimeter dick.  Unterputz schafft eine glatte Oberfläche, gleicht Unebenheiten aus und füllt tieferliegende Stellen auf. Basierend auf dem Unterputz verputzen Sie anschließend den Oberputz. Hier gibt es zwei Möglichkeiten der Putzstärke: Dünnschichtputz oder Dickschichtputz. Dabei beachten Sie, dass der Dünnschichtputz aus bestimmten Zusatzstoffen wie zum Beispiel Kunstharz besteht. Dadurch kann der Innenputz um einiges dünner verputzt werden. Unterputze gehören zu den Dickschichtputzen. Diese gleichen Unebenheiten aus und dienen als Vorbereitung für das Verputzen des Oberputzes. Oberputz wird auch als Edelputz bezeichnet. Beachten Sie beim Einsatz von Innenputz auf die verschiedenen Beanspruchungsklassen. Diese beschreiben, inwiefern Bauteile oder Materialien robust und widerstandsfähig sind.

Lesen Sie auch unseren Fachartikel über Sanierputz.

3. Arten von Innenputz

Mineralischer Innenputz dient seit langer Zeit als Wandbeschichtung für Bauwerke. Putze enthalten laut DIN 18550 verschiedene Komponenten. Zum einen sind das Zuschlagstoffe wie:

  • Sand.
  • Kies.
  • Quarzsand.
  • Ziegelsplitt.
  • Cermiculit.
  • Kork.
  • Blähton.
  • Tierhaar.
  • Stroh.
  • Glasfaser.

Zum anderen zählen hierzu neben Wasser auch Bindemittel wie:

  • Kalk/Zement-Gemische.
  • Baukalk.
  • Zement.
  • Gips.
  • Lehm.
  • Silikat.
  • Kunstharze.
  • Zellulose.
  • Silikonharz.
  • Acrylat.

Die mineralischen Innenputze werden in verschiedene Putzarten unterteilt, je nachdem, wie die Zusammensetzung und Materialeigenschaften sind:

  • Außenputz.
  • Innenputz.
  • Unter- und Oberputz.

Außerdem wird zwischen Grundputzen und Dekorputzen unterschieden. Mit Grundputzen ebnen Sie Untergründe, während Sie mit Dekorputzen Wände dekorativ gestalten. Vor dem Benutzen von Dekorputz werden zunächst Innenputz oder verspachtelte Gipsplatten verwendet, um eine ebene Fläche als Ausgangsbasis zu schaffen. Anschließend wird grundiert und der Dekorputz verputzt.

Putze sind in verschiedene Putzarten zu unterscheiden:

  • Kalkzementputz ist gut gegen Feuchtigkeit und zugleich atmungsaktiv. Sie verwenden ihn sowohl zum Verputzen in Außen- als auch in Innenräumen. Hierzu zählen Fassaden und Feuchträume. Er besitzt eine bessere Druckfestigkeit als herkömmlicher Kalkputz und ist zudem feuchteunempfindlicher. Da er aber etwas aufwendiger verarbeitet wird, entstehen höhere Kosten für den Innenputz.
  • Kalkputz ist beliebt, da er Schutz vor Schimmel bietet. Dieser Innenputz kommt besonders bei historischen Gebäuden zum Einsatz, da er eine geringe Festigkeit und bessere Spannungsaufnahme gewährleistet.
  • Lehmputz besteht aus Ton und Sand. Er kann viel Feuchtigkeit aufnehmen und auch wieder abgeben. Das sorgt für ein gesundes Raumklima.
  • Gipsputz ist für feuchte Räume geeignet. Er wird in Feuchträumen bis zur Beanspruchungsklasse W3 verwendet, zu denen häusliche Küchen und Bäder gehören. Wichtig: Der Innenputz eignet sich nicht für gewerblich genutzte Feuchträume, Garagen etc. Diese gehören zur Beanspruchungsklasse W4.
  • Baumwollputz ist eine Wand- und Deckenbeschichtung. Er besteht aus verschiedenen Effekt- und Füllstoffen sowie Baumwollfasern. Alternativ zu einer Tapete oder eines Reibe- bzw. Kratzputzes verwenden Sie Baumwollputz als Endbeschichtung. Da Baumwollputz ökologisch ist, wird die Umwelt geschont.
  • Dekorputz wird wiederum zwischen Rollputzen und Reibeputzen unterschieden. Mit Dekorputz können kleinere Löcher und auch gröbere Unebenheiten ausgeglichen werden. Hierzu ist allerdings die vorige Behandlung mit einer Reparaturspachtelmasse nötig.
  • Dünnlagenputze sind spezielle Gips-, Gipskalk- und Kalkzementputze. Beim Verputzen tragen Sie diese besonders dünn im Innenbereich auf.
  • Reibeputze haben entweder eine gröbere oder feinere Körnung. Die feinere Körnung fängt in der Regel ab zwei Millimetern an. Je nach Bewegungsrichtung entstehen unterschiedliche Strukturen.

4. Den Innenputz anbringen

Innenputz verputzen Sie hauptsächlich mit der Hand. Je nach Putzart nimmt Ihnen aber auch eine Putzmaschine die Arbeit ab. Sie lehnen sich entspannt zurück, während die Putzmaschine den Innenputz an die Wand spritzt. Durch Glattziehen und Verreiben bringen Sie den Putz anschließend in die gewünschte Struktur. Innenputze werden auf die entsprechenden Untergründe abgestimmt, da die Mauerwerke unterschiedlich sind. Einen Universalputz, der für jedes Mauerwerk geeignet ist, gibt es nicht. Dabei spielt der Zustand des Untergrundes eine wesentliche Rolle. Voraussetzungen für einen idealen Putzuntergrund sind:

Tipp zum Bau berät Sie zum Verputzen von Innenputz in Ihrem Haus.

Das Verputzen von feinkörnigem Innenputz bietet eine Menge Vorteile.

  • Ebene Beschaffenheit.
  • Möglichst trocken.
  • Frost- und fettfrei.
  • Saugfähig.

Vor dem Anbringen gilt: Kalkablagerungen, Schimmelbelag und mürbe Teile sind zu entfernen. Mineralische Untergründe werden durch Wischproben, Sichtkontrolle und Kratzen auf ihre Tragfähigkeit geprüft. Dabei hilft Ihnen ein beliebiger spitzer Gegenstand. Untergründe, die sanden, sowie alle Teile, die lose sind, entfernen Sie. Die Fläche, die Sie verputzen, wird mit einer Bürste ausgiebig gereinigt. Zu den Untergründen, die für das Verputzen geeignet sind, zählen:

  • Ziegelwerk.
  • Kalksandsteinwerk.
  • Hohlblockmauerwerk.
  • Saugender Beton.

Glatter Beton ist nicht geeignet, da dieser nur schwach saugend ist. Grundieren oder behandeln Sie den Untergrund in diesem Fall mit einer Sperrschicht. Wenn Sie verputzen, wird es dreckig. Sorgen Sie deshalb mit Abdeckfolie und Kreppband dafür, dass Ihr Boden sauber bleibt. Bevor Sie verputzen, muss zunächst der Putzgrund behandelt werden. Putzgrund ist eine pigmentierte Grundierung, die dafür sorgt, dass der Untergrund einheitlich gefärbt ist. Reiben Sie den gekörnten Innenputz ohne eine Grundierung ab, schimmert der Untergrund durch.

Die meisten Putzgründe für Innenputz enthalten Quarzsand. Dieser sorgt für eine raue Oberfläche. Im Gegensatz zu einer glatten Wand rollt dadurch das Putzkorn wesentlich besser beim Abreiben. Ein weiterer Vorteil von Putzgrund ist, dass er besser auf Untergründen wie Holz, Metall und Kunststoff haftet. Somit lassen sich auch Rolllädenkästen oder andere Elemente mit Innenputz bearbeiten. Sie verputzen Putzgrund entweder mit dem Quast oder einer Rolle . In Ecken oder an Rändern wird ein Pinsel benutzt.

Beim Verputzen gilt die Regel: weich auf hart. Die Härte wird zur Oberfläche hin also immer weicher. Gerade, wenn mineralische Innenputze auf massive Wände angebracht werden, ist dies zu beachten. Wenn Sie diese Regel nicht beachten, kommt es zu Rissen. Das kommt daher, weil Innenputze nicht auf starke Trockenheit oder Temperaturschwankungen ausgelegt sind. Von dieser Regel sind Wärmedämmputze und Putze auf Wärmedämmverbundsystemen ausgenommen. Bei diesen dämpf eine weiche Zwischenschicht die Bewegungen.

Tragen Sie keinen Innenputz auf nasse Wände auf. Auf feuchtes Kalksandstein-Mauerwerk mit ausreichender Saugfähigkeit können Sie jedoch verputzen. Benutzen Sie daher im Zweifelsfall eine kleine Probefläche, um sicherzustellen, ob das Verputzen möglich ist. Für eine Probefläche eignen sich idealerweise Restbestände von Span- oder Gipskartonplatten. Damit stellen Sie bereits im Vorfeld fest, ob sich die ideale Struktur bewerkstelligen lässt.

Folgende Materialien und Werkzeuge sind für das Verputzen nötig:

  • Pinsel.
  • Abdeckfolie.
  • Arbeitshandschuhe.
  • Malerkrepp.
  • Putzgrund.
  • Mörtelwanne.
  • Glättekelle aus Edelstahl.
  • Kelle aus Edelstahl.
  • Bohrmaschine inklusive Rührquirl.
  • Eventuell Reparaturspachtelmasse.
  • Eventuell Putz-Abtönfarbe.

Manche Stellen, wie beispielsweise Lichtschalter, werden beim Verputzen außen vor gelassen. Damit diese Stellen nicht beschmutzt werden, empfiehlt es sich, sie mit einem Streifen Malerkrepp abzukleben.

Für eine gleichmäßige Struktur an der Wand verputzen Sie nur für 15 Minuten am Stück. Dabei spielt Temperatur und Luftfeuchtigkeit eine Rolle. Wenn die Flächen miteinander zusammenhängen, wird der Putz noch vor dem Trocknen der anderen Schicht bereits aufgetragen. Anschließend tragen Sie Dispersionsfarbe auf.

Achten Sie darauf, Aufbrennsperren korrekt zu dosieren. Eine Aufbrennsperre ist einer Untergrundvorbehandlung sowohl für innen als auch für außen. Sie reguliert das Saugvermögen verschiedener Untergründe wie Ziegel und Kalksandstein. Bei zu hoher Dosierung oder sich überlappenden Auftragszonen besteht die Gefahr, dass die Haftung des Innenputzes beeinträchtigt wird. Beachten Sie ebenfalls die notwendigen Trocknungszeiten des Innenputzes.

5. Vorgehensweise beim Verputzen

Richtig Verputzen mit Tipp zum Bau.

Den Innenputz richtig zu verputzen ist nicht schwer.

Das Verputzen von Innenputz ist nicht sehr schwierig. Ein Fachmann ist daher nicht unbedingt notwendig. Einige Punkte sind trotzdem für Sie zu beachten, wenn Sie selbst verputzen. Zuerst nehmen Sie mit einer Edelstahlkelle einen Haufen der Innenputzmasse aus dem Eimer. Anschließend tragen Sie den Innenputz mit der Kelle schräg auf die zu bearbeitende Wand auf. Halten Sie nach etwa zwei Quadratmetern die Glättkelle in einem spitzen Winkel zur Wand. So ziehen Sie den Innenputz scharf über das enthaltene Korn ab. Das sorgt für eine einheitliche Schichtstärke. Die Schichtstärke bestimmt sich durch das Putzkorn. Es ist vorteilhaft mit mehreren Personen gleichzeitig zu arbeiten. So kommen Sie schneller voran. Achten Sie dabei allerdings darauf, dass an einer Wand jeweils nur eine Person arbeitet. Denn jeder hat seinen eigenen Rhythmus zum Verputzen.

Sobald der Innenputz beginnt abzubinden wird seine Oberfläche stumpf. Nun beginnt das Strukturieren. Der Reibeputz wird dazu mit einem Reibebrett bearbeitet. Dazu bewegen Sie das Reibebrett mit leichtem Druck über die zu verarbeitende Wand. Die Putzstruktur wird dabei von der Art der Bewegung mit dem Reibebrett bestimmt. Falls der Innenputz beim Auftragen schmiert, ist zu viel Masse an der Wand. Nehmen Sie dann den überschüssigen Putz mit der Kelle wieder weg.

  • Verwenden Sie ausschließlich Werkzeug aus Edelstahl. Ansonsten entsteht die Gefahr von Rostflecken an den Werkzeugen, die zu Flecken im Putz führen.
  • Reinigen Sie die Werkzeuge nach der Benutzung sofort mit Wasser. Angetrockneter Innenputz lässt sich nur schwer entfernen.
  • Um Schrammen und sonstigen Verletzungen vorzubeugen, wird die Benutzung von Handschuhen empfohlen.
  • Für die Arbeit mit Innenputz gilt immer: Frisch an frisch. Wenn Sie am Ende des Tages mit der Arbeit aufhören, achten Sie darauf, bis zur nächsten Raumecke oder einem Vorsprung den Putz aufzutragen. Ansonsten bemerkt man am nächsten Tag einen deutlichen Unterschied.
  • Falls Sie noch nie oder schon länger nicht mehr verputzt haben, beginnen Sie am besten mit dem Verputzen eines Abschnitts im Raum, den man nicht sofort beim Betreten sieht. Besonders gut eignet sich hierzu die Fläche direkt hinter der Tür.

6. Verputzen von Rollputz

Wer Erfahrung mit dem Anstreichen von Wandfarbe hat, bringt Rollputz problemlos an. Rollputz bietet Ihnen einen größeren gestalterischen Spielraum als gewöhnliche Wandfarbe. Das gleiche gilt für die meisten Sorten von Innenputz.

Beim Verputzen von Rollputz verspachteln Sie zunächst die Fugen komplett. Den zu behandelnden Untergrund prüfen Sie vorab auf seine Saug- und Tragfähigkeit. Bei Bedarf behandeln Sie die Oberfläche vor dem Verputzen. Nach den nötigen Vorarbeiten werden die zu bearbeitenden Flächen mit Putzgrund bearbeitet. Rollputz erhalten Sie bereits fertig zum Gebrauch im Eimer. Aufgrund von Ablagerungen der einzelnen Elemente des Putzes, muss der Rollputz zunächst mit Bohrmaschine und Rührquirl durchgerührt werden.

Beachten Sie die Gebrauchsanweisungen des Herstellers. Nehmen Sie deshalb nur zum System passende Pigmente des Herstellers und auch nur passende Farben. Diese werden vom Hersteller des Innenputzes entsprechend empfohlen. Tragen Sie den Rollputz nass und gleichmäßig auf. Um später keinen Ansatz vom Putz zu sehen, sollten Sie vor einer Pause immer bis zur nächsten Wandbegrenzung verputzen. Die weitere Bearbeitung mit Rollputz bringt vielen, kreativen Spielraum mit sich. So bringen Sie mit verschiedenen Werkzeugen, wie beispielsweise einem Flachpinsel, kreative Strukturen mit ein.

7. Tipps vom Profi zum Verputzen

  • Entfernen Sie direkt nach dem Verputzen sämtliche Klebebänder. Denn dann ist der Innenputz noch weich, so dass sich das Klebeband leicht lösen lässt.
  • Farbe auf verputze Wände aufzutragen ist zeitintensiv. Deshalb ist es ratsam, den Putz bereits vor dem Auftragen einzufärben. Das spart nicht nur Zeit. Sie erhalten außerdem ein besseres Ergebnis. Die Fläche ist dadurch weniger anfällig gegen Beschädigungen, da bei gefärbtem Innenputz kleinere Macken nicht als weiße Stellen erkennbar sind.
  • Die Hersteller der Putze bieten verschiedene Farbgranulate zur Einfärbung des Innenputzes an, welche leicht löslich sind. Diese Putzfarben lassen sich besser dosieren, sind lichtecht und wischfest und werden sowohl im Innen- als auch im Außenbereich verwendet.

8. Vor- und Nachteile von Innenputz

Folgende Vorteile bringen sowohl Außen- als auch Innenputz mit sich:

  • Optische Aufwertung der Immobilie: Durch Auftragen des Putzes an die Außenfassade entsteht eine schöne Struktur.
  • Schutz vor Feuchtigkeit: Gerade Feuchtigkeit ist ein großes Problem bei Gebäuden und führt rasch zu Schäden. Die Feuchtigkeit muss aber auch wieder aus dem Gebäude austreten. Deshalb ist eine Feuchtigkeitsregulierung wichtig.
  • Schutz vor Schmutz, Korrosion, Algen und Schimmel.
  • Wärmedämmung: Gerade bei Altbauten ist die Wärmedämmung wichtig. Verwenden Sie hochwertigen Innenputz, welcher die Wärme tagsüber speichert und in der Nacht nur langsam abgibt.
  • Heizkosten sparen: Für Raumklima und Feuchtigkeitsregulierung spielt Innenputz eine wichtige Rolle, da hierdurch Heizkosten gesenkt werden.
  • Optische Aufwertung von Innenräumen: Eine breite Auswahl von Innenputzen sorgen für eine individuelle Oberflächenstruktur.

In Bezug auf die einzelnen Innenputze ergeben sich folgende Vor- und Nachteile:

PutzsorteVorteileNachteile
Kalkputz
  • Ist ökologisch unbedenklich.

  • Wirkt schimmelhemmend.

  • Reguliert die Feuchtigkeit.
  • Ist kostenintensiv.

  • Hat eine ätzende Wirkung in der Verarbeitung.
  • Gipskalkputz
  • Reguliert das Klima.

  • Wirkt schallhemmend.

  • Wirkt brandhemmend.

  • Sorgt für ein angenehmes Wohnklima.
  • Hat eine ätzende Wirkung in der Verarbeitung.
  • Zementputz
  • Besitzt eine hohe Festigkeit.

  • Ist ideal für eine hohe Belastung durch Feuchtigkeit.
  • Wird kaum im Innenbereich verwendet.
  • Lehmputz
  • Ist ökologisch unbedenklich.

  • Minimiert Feinstaub und Allergene.

  • Wirkt wärmedämmend.

  • Wirkt feuchtigkeitsregulierend.
  • Ist wasserlöslich.

  • Daher nur im Innenbereich zu verwenden.
  • 9. Kosten für das Verputzen

    Pauschal kann man nicht beantworten, wie hoch die Kosten von Innenputz sind. Diese hängen nämlich von verschiedenen Faktoren ab. Dabei kommt es auf folgende Fragen an:

    • Handelt es sich um einen Altbau oder einen Neubau?
    • Wie groß sind die Wand- und Deckenflächen?
    • Wie sieht es mit der Beschaffenheit des Untergrundes aus?
    • Welches Putzsystem kommt zum Einsatz?
    • Welche Qualität soll der Innenputz haben?
    • Gibt es zusätzliche Kosten, die anfallen?

    Es ergeben sich zusätzliche Kosten, wenn Sie einen Handwerker beauftragen. Die Verarbeitung von Innenputzen ist aber auch ohne viel Vorkenntnisse oder ausgeprägtes handwerkliches Geschick machbar. Der grobe Kostenrahmen von Innenputz befindet sich im Bereich zwischen 8 € und 50 € pro m, je nachdem, welche Arbeiten genau mit dem Innenputz verrichtet werden sollen. Dabei liegen Standardputzsysteme bei etwa 8 € bis 12 € pro m und besondere Putze zwischen 12 € und 50 € pro Meter.

    10. Tapete oder Innenputz?

    Je nach Hersteller beeinflussen Art und Material die Kosten des Tapezierens und Verputzens. Eine kurze Aufschlüsselung zeigt die Preisunterschiede auf:

    • Raufasertapete: ab 6 € pro m² / Kalkstreichputz: ab 2,50 m².
    • Vliestapete: ab 8 € pro m² / Lehmputz: ab 7 € pro m².
    • Vinyltapete: ab 7 € pro m² / Textilputz: ab 6,50 € pro m².

    Insgesamt betrachtet ist das Verputzen gegenüber dem Tapezieren die kostengünstigere Alternative. Die Verwendung von Innenputz bietet darüber hinaus eine Vielzahl an Möglichkeiten.

    11. Die verschiedenen Sorten von Innenputz

    Sie haben sich entschieden Ihre Innenwände zu verputzen? Nun haben Sie die Qual der Wahl. Es gibt eine ganze Reihe unterschiedlicher Sorten von Innenputz. Diese erzielen unterschiedliche Effekte.

    • Kalkzementputz ist vielseitig und wird normalerweise in Feuchträumen oder an Außenfassaden verarbeitet.
    • Kalkputz ist aufgrund seiner Zusammensetzung atmungsdurchlässig. Diese Eigenschaft wird in Fachkreisen diffusionsoffen genannt. Auf diese Weise beugt er der Entstehung von Schimmel vor.
    • Lehmputz ist eine moderne Variante des Innenputzes. Dieser weist charakteristische Eigenschaften wie Wärme- und Schalldämmung auf.
    • Dekorputze sind eine dünne Schicht, die als letztes auf die Wand aufgetragen werden. Sie erzeugen einen anschaulichen optischen Effekt.

    All diese Innenputze unterscheiden sich durch ihre Zusammensetzung, Eigenschaften und Anwendungsbereiche. Eine intensive Kaufberatung ist daher sehr wichtig.

    12. Dekorationsmöglichkeiten durch Innenputz

    Durch Innenputze und deren Systeme gibt es unendlich viele Möglichkeiten der Dekoration und Wandgestaltung. Dadurch, dass Hersteller so viele unterschiedliche Sorten produzieren, lassen sich die buntesten und vielseitigsten Wände erstellen. Durch Ihre Kreativität entstehen einzigartige Kunstwerke, die ihre Freunde und Nachbarn blass werden lassen.

    Beispielsweise können Sie eine Schicht Feinputz auf Ihren Unterputz auftragen. Durch die Haftung des Feinputzes lassen sich anschließend Fliesen, Holzelemente oder Ornamente anbringen. Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Neuere Ansätze verwenden auch Stoffe anstelle von Fein- und Edelputzen, um ganz andere Kombinationen zu erstellen. Wenn Sie zusätzlichen Materialkosten abgeneigt sind, empfehlen wir Ihnen durch Malerwerkzeuge Muster in den noch feuchten Putz zu zeichnen.

    13. Vorgehensweise beim Verputzen von Innenwänden

    Bevor Sie Ihren Innenputz an die Wände werfen, ist es wichtig, dass Sie einige Dinge beachten.

    • Stellen Sie sicher, dass Ihre Wand schmutz-, frost- und fettfrei ist.
    • Des Weiteren darf es keine beschädigten Stellen geben. Deshalb kratzen Sie mit einem Schraubenzieher an der Wand und überprüfen Sie sie auf Hohlräume.
    • Bereiten Sie den Untergrund vor. Dadurch beugen Sie Verschmutzungen vor.
    • Als nächstes ist es an der Zeit, Ihre Putzmasse anzumischen.  Beachten Sie dazu auf jeden Fall den Verpackungshinweis.
    • Als ersten Schritt bei der eigentlichen Verputzung ist es notwendig Ihre Wand anzufeuchten. Das stellt sicher, dass der Innenputz an der Wand bleibt.
    • Dann beginnen Sie mit dem Anwerfen des Putzes an die Wand. Arbeiten Sie in kleinen Flächen. Ziehen Sie den Putz anschließend von links nach rechts und unten nach oben. Auf diese Weise ergibt sich eine ebene Wand.

    Abschließend haben Sie die Möglichkeit eine Schicht Fein- oder Edelputz aufzutragen. Dadurch erhalten Sie ein individuelles Ergebnis.

    14. Die Vorteile einer Schicht aus Innenputz

    Innenputz bietet viele Vorteile. Je nachdem welches Produkt Sie kaufen, verfügt Innenputz über ganz eigene Merkmale.

    • Durch Edelputz erschaffen Sie sehr glatte Wände. Sie haben die Option Edelputz mit beigemischten Farbpigmenten zu kaufen. Damit ergibt sich ein sehr ansehnliches Ergebnis.
    • Feinputzsysteme weisen generell Eigenschaften wie Wärmedämmungen auf. Wenn Sie einen atmungsaktiven Innenputz auf Ihre Wand bringen, trägt diese Schicht zu einem angenehmen Raumklima bei.
    • Lehmputze wirken durch Ihre Zusammensetzung obendrein schalldämmend.
    • Durch die Verwendung von Innenputz kleiden Sie Ihr Mauerwerk in eine schöne Schicht aus Putz und ersparen sich dazu das Tapezieren.

    15. Planung einer Wandverputzung

    Ihr Mauerwerk steht und Sie wünschen sich eine verputzte Wand? Dann ist es wichtig zu wissen, dass Sie einige Zeit in die Planung Ihrer neuen Wände investieren müssen.

    • Welche Art von Wand ist zu verputzen?
    • Ist ein Putzsystem aus Ihrer Sicht sinnvoll?
    • Auf welche Effekte und welche Raumeigenschaften zielen Sie ab?
    • Je nach Ihren Wünschen ist es wichtig, sich fachkundig beraten zu lassen.
    • Sorgen Sie für optimale Vorkehrungen an Ihren Wänden, wie eine schimmelfreie und stabile Wand.
    • Entscheiden Sie sich für einen Fachmann oder machen Sie es selbst?

    Planen Sie diese Schritte für ein gutes und schönes Ergebnis.

    16. Die Umweltverträglichkeit von Innenputzen

    Wenn Ihnen eine umweltschonende Bauweise wichtig ist, sind Sie mit Innenputzen gut beraten. Durch die Zusammensetzung der Innenputze aus natürlichen Mineralien und Verbundstoffen ergibt sich in der Produktion eine niedrige CO²-Bilanz. Vor allem bei Innenputz aus Lehm ist die Schadstoffemission besonders niedrig. Im Falle einer Beseitigung von Altlasten wird Innenputz recycelt, geschreddert und im Straßenbau eingesetzt. Putze und Baumörtel fallen bei Recycling unter die Kategorie Bauschutt und sind auf dem Wertstoffhof zu entsorgen.

    Allerdings ist darauf zu achten, dass Sie beim Verputzen dennoch Schutzkleidung tragen, da die Belastung durch Staub beim Verputzen hoch ist.

    17. Pflege und Instandhaltung nach dem Verputzen

    Nichts ist für die Ewigkeit. Das trifft auch auf Ihre einst so schön verputzte Wand zu. Kinder zeichnen mit Stiften darauf, die Wand bekommt Risse. Sie sind nicht mehr damit zufrieden. Putzwände sind glücklicherweise leicht zu pflegen und instand zu halten.

    • Im Falle einer leichten Verschmutzung reicht es ein wenig Reiniger auf einen Schwamm aufzutragen und den Schmutz so zu entfernen. Wir raten Ihnen von der Verwendung einer Bürste ab, da so die Wand aufgeraut werden kann.
    • Falls Ihre Wand optisch nicht mehr zu retten ist, besteht die Möglichkeit eines neuen Anstrichs.
    • Die Ausbesserung von kleinen Rissen erreichen Sie durch Feinputz.
    • Wenn Ihre Wand Verunreinigungen durch Schimmel aufweist, ist es an der Zeit zu renovieren. Dazu ist der Putz von der Wand abzutragen und ein neues System anzubringen. Das geschieht nur in Ausnahmefällen. Moderne Putze haben einen langen Renovierungszyklus.

    18. Werkzeuge, die Sie zum Verputzen brauchen

    Nun haben Sie sich entschlossen Ihre Wände zu verputzen. Auch die Planung ist mittlerweile abgeschlossen und das Material haben Sie besorgt. Nutzen Sie dann nur noch das passende Werkzeuge. Grundsätzlich wird Innenputz mit einer Maurerkelle aufgetragen. Dennoch ist das nicht alles, was Sie benötigen.

    Maurerkellen bei Tipp zum Bau

    Für das Aufstreichen von Innenputz verwendet man eine Maurerkelle.

    Zusätzlich zu einer Maurerkelle benötigen Sie einen Rührstab oder eine Rührmaschine zum Mischen des Innenputzes. Dafür brauchen Sie auch einen Mörtelkasten oder einen entsprechenden Eimer. Besorgen Sie sich auch Schutzkleidung, also Handschuhe, eine Schutzbrille und am besten auch einen Atemschutz. Zu guter Letzt brauchen Sie Zubehör wie Malerkrepp, eine Abdeckfolie oder Malervlies sowie einen Pinsel.

    Für die Entspannten unter Ihnen gibt es auch Putzmaschinen, die die Masse selbstständig an die Wand werfen. Dagegen ist es für Sie an der Zeit eine Pause zu machen.

    19. Der Aufbau eines Putzsystems

    Eine verputzte Wand verfügt über mehrere Putzschichten. Der Oberbegriff dafür ist Innenputz, da es sich natürlich um Verputzungen im Innenbereich handelt. Das gleiche gilt für den Außenputz. Der Innenputz wird unterteilt in zwei oder drei Schichten. Bei zwei Schichten gibt es einen Unter- und einen Oberputz. Diese werden auch Grob- und Feinputz genannt. Im Falle einer dritten Schicht kleiden Sie Ihre Wände abschließend in eine Schicht Dekorputz.

    Wissenswertes über Innenputz bei Tipp zum Bau. Hier finden Sie nützliche Hinweise rund um dieses Thema.

    Putzsysteme bestehen aus mehreren Schichten aus Innenputz.

    Wichtig ist, dass Putzsysteme sich in ihrer Wirkung ergänzen und sich gegenseitig verstärken. Das bietet mehr Stabilität, Wärmeisolierung und unter Umständen auch erhöhte Schalldämmung. Informieren Sie sich im Baumarkt über die Vorteile mehrschichtiger Putzsysteme.

    20. Moderne Trends beim Innenputz

    Durch die Vielseitigkeit und das breite Angebot der Innenputze und deren Systeme ergeben sich einige Möglichkeiten der Wandverschönerung. Ein Klassiker in feuchten Räumen wie im Badezimmer oder Keller sind Fliesen. Durch einen speziellen Fliesenputz ist es möglich die Fliesen problemlos an die Wand zu bringen. Durch Edel- und Feinputze haben Sie die Option direkt Farben auf Ihre Wand zu bringen.

    Doch es gibt auch modernere Trends in diesem Zusammenhang. Zum einen ist es möglich Holzbretter oder dergleichen zu verwenden. Auf diese Weise entstehen Muster und verschiedene natürliche Farbtöne. Dadurch erzeugen Sie ein natürliches Ambiente.

    Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung von Metallelementen, die auch in die Wand integriert werden. Verschiedene Farben und Motive finden Sie in diversen Baumärkten und im Internet. Natürlich ist es denkbar, mehrere Elemente zu verbinden und zu kombinieren. Ihre Wände werden so zu einzigartigen Kunstwerken. Als besonders modern gilt die Verwendung von Lehmputzen. Das liegt in seiner Umweltverträglichkeit begründet.

    21. Restauration mit Innenputzen

    Innenputze sind vielfältig und jede Sorte verfügt über spezielle Eigenschaften. Es gibt auch Historische Putze für Altbauten und Denkmäler. Diese werden zur Restaurierung solcher Bauten benutzt. Ziel ist es, das feuchte Mauerwerk zu schützen und zu erhalten. Darüber hinaus verhilft man kulturellen Erbstätten zu altem Glanz. Dafür gibt es eine weite Auswahl von speziellen Putzsorten, die für die entsprechenden Anforderungen erstellt wurden. Beispiele für derartige Sorten sind Kammzug- oder Bossenputz. Die Verputzung von Bossen, also quaderförmigen Steinen, rückt derzeit durch seine Wirtschaftlichkeit immer weiter in den Fokus. Ein sonst aufwändiges Verputzverfahren wird durch den speziellen Bossenputz erleichtert.

    22. Innenputze im Lauf der Geschichte

    Das Verputzen von Häusern gibt es bereits seit dem Anbeginn der Zivilisation. Im Nahen Osten hat man Überreste von Häusern gefunden, die eine Schicht Lehm an ihrer Außenfassade haben. Historiker datierten diese Funde auf die Zeit von 12000 vor Christus. Innenputz jedoch fand seine Verwendung in Mitteleuropa erst im zweiten Jahrtausend. Innerhalb von Deutschland unterschied sich die Zusammensetzung des Putzes und die Methoden regional stark. Je nach der architektonischen Epoche entstanden unterschiedliche Techniken. Dazu gehören die romanische Ritzfuge oder der Kellenglattstrich, der um 950 n. Chr. Entstand. In der darauffolgenden Epoche der Gotik wurde der Stippputz oder der altdeutsche Kellenzug erfunden. Diese Methoden hängen auch immer mit einem entsprechenden Muster im Putz von dem Werkzeug zusammen.

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