Hydraulikaufzug

Der Hydraulikaufzug – der zukunftsorientierte Aufzug

Der Hydraulikaufzug überzeugt mit seiner geringen Lärmemission und seiner hohen Sicherheit. Besonders für Gebäude mit niedrigen Förderhöhen eignet sich die hydraulische Aufzuganlage. Was bei der Installation zu beachten ist und welche Kosten hinter einem Hydraulikaufzug stecken, erfahren Sie hier.

1. Der Hydraulikaufzug: Zukunftsorientierte Beförderung

Hydraulikaufzüge gewähren vor allem in kleineren Gebäuden Barrierefreiheit.

Mit einem Hydraulikaufzug überwinden Sie bis zu fünf Stockwerke.

Der Hydraulikaufzug findet aufgrund der maximalen Förderhöhe besonders in kleineren Gebäuden Gebrauch. Diese beträgt hier 25 Meter und ist bei der Auswahl der Aufzuganlage stets zu beachten. Wir empfehlen Ihnen einen Hydraulikaufzug bei Gebäuden mit bis zu fünf Etagen. Führen Sie aber bei einer Förderhöhe von 18 bis 20 Metern bereits eine Kosten-Nutzen-Rechnung durch. So ist die Verwendung des hydraulischen Lifts als Lasten-, Auto- und Personenaufzug möglich.

Besonders in Wohnhäusern verbessert der Hydraulikaufzug die Mobilität älterer, wie auch körperlich eingeschränkter Menschen. Mit dieser modernen Aufzuganlage erzielen Sie mehr Barrierefreiheit und erhöhen Ihren Wohnkomfort.

2. Wie funktioniert ein Hydraulikaufzug?

Die Besonderheit eines Hydraulikaufzugs liegt in der Bewegung des Fahrkorbs durch einen oder mehrere Hydraulikkolben. Die Konstruktion setzt sich durch das Pumpen von Öl in den Hydraulikzylinder in Bewegung. Dadurch fährt der Lift aufwärts. Um wieder herunterzufahren, öffnen sich die Ventile bei ausgeschalteter Pumpe. Das Gewicht der Fahrkabine befördert das Öl zurück in den Tank und der Fahrkorb gelangt so nach unten.

3. Verschiedene Arten von Hydraulikaufzügen

Wenn Sie sich für einen Hydraulikaufzug entscheiden, stehen Ihnen zwei Arten zur Verfügung:

Es gibt verschiedene Arten von Aufzügen. Erfahren Sie bei Tipp zum Bau mehr darüber.

Generell unterscheiden Aufzugbauer zwischen einem Aufzug mit direkter und indirekter Hydraulik.

Direkt hydraulische Aufzüge

Bei dem direkt hydraulischen Aufzug befindet sich der Hydraulikzylinder senkrecht ausgerichtet fest im Boden. Der Hydraulikheber hat seinen Platz unterhalb oder seitlich von der Kabine. Demnach wird der Fahrkorb über den Kolben hoch- und heruntergeführt. Bei dieser Aufzugsanlage entspricht die Größe des Hydraulikzylinders der Förderhöhe.

Indirekt hydraulische Aufzüge

Bei dem indirekt hydraulischen Aufzug hingegen sind zusätzliche Tragseile verbaut. Der große Unterschied zwischen beiden Arten liegt darin, dass sie die Förderhöhe verdoppeln. So reicht ein vier Meter langer Hydraulikzylinder für eine Förderhöhe von acht Metern.

4. Materialien für einen Hydraulikaufzug

Innenraum eines Glasaufzugs mit Metallleiste.

Bei der Gestaltung stehen unterschiedliche Materialien zur Verfügung.

Sie planen den Einbau eines Hydraulikaufzugs und wissen bereits um welche Art es sich handelt? Dann ist es an der Reihe zu überlegen, aus welchen Materialien Ihr Aufzug aufgebaut ist. Grundsätzlich besteht die Grundkonstruktion einer Aufzugsanlage aus Aluminium, Glas und Stahl. Hier bleibt Ihnen nicht viel Spielraum. Bei der Materialauswahl des Fahrkorbs haben Sie mehr Auswahlmöglichkeiten. Vom Wandbelag bis hin zu Steuerungselementen und der Beleuchtung haben Sie ein breites Spektrum an geeignetem Material zur Auswahl.

Aufzüge aus Glas sind aufgrund ihres ästhetischen Aussehens besonders beliebt. Vor allem Colorglas und pulverbeschichtete Elemente erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Jedoch punkten holzverkleidete Innenkabinen ebenfalls durch ihr elegantes Aussehen. Welches Holz Sie nehmen, ist Ihrem persönlichen Geschmack überlassen. Eine Verkleidung aus Metall dagegen punktet durch Ihre pflegeleichte und kostengünstige Eigenschaft. Von beschichtetem Stahlblech bis hin zu glatt geschliffenem Edelstahl ist alles möglich.

Auch das Design des Bodens ist mitnichten festgelegt. Um die Langlebigkeit zu sichern, kommen vor allem robuste Materialien in Frage. Hier sind zum Beispiel Böden aus Hartgummi oder Kautschukbelag zu empfehlen.

Die Beleuchtung übernimmt eine große Rolle bei der Auswahl des Materials. Hier sind LED-Spots oder Leuchtstoffröhren aufgrund Ihrer Langlebigkeit und Energieeffizienz empfehlenswert. Wählen Sie zudem eine Beleuchtung aus, die bei einem Defekt schnell austauschbar ist.

Hier finden Sie nochmals alle Möglichkeiten aufgelistet.

Als Wandbeläge eigenen sich Materialien wie:

  • Glas.
  • Colorglas.
  • Pulverbeschichtete Elemente.
  • Metall.

Böden bestehen zumeist aus:

  • Robuste Materialien, wie Stahl.
  • Hartgummi.
  • Kautschukbelag.

Diese Optionen haben Sie bei der Beleuchtung Ihres Hydraulikaufzugs:

  • LED-Spots.
  • Leuchtstoffröhren.

5. Voraussetzungen für den Einbau eines Hydraulikaufzugs

Für den Einbau eines Hydraulikaufzugs ist es wichtig, einige Voraussetzungen zu erfüllen.

Für eine sichere Installation Ihres Hydraulikaufzuges gibt es gesetzliche Auflagen.

Klären Sie die folgenden Dinge vor dem Einbau Ihres Hydraulikaufzugs.

Bauliche Voraussetzungen

Beginnend mit den Grabungsarbeiten reicht der Bau bis in die Tiefe. Die Länge des Hydraulikzylinders misst sich an der Länge des Hydraulikkolbens, also der Förderhöhe. Sind die Grabungsarbeiten abgeschlossen, versenken die Installateure den Hydraulikzylinder in der Erde.

Die Umbaumaßnahmen hängen natürlich auch von dem Standort des Aufzugsschachts ab. Planen Sie einen Hydraulikaufzug mit dem Schacht im Inneren des Gebäudes, sind räumliche Umgestaltungen und Deckenumbrüche fällig. Gegebenenfalls werden Geschossdecken abgesenkt. Zu räumlichen Umgestaltungen zählen zum Beispiel Treppenhausdurchbrüche. Bei der Planung eines Hydraulikaufzugs im Außenbereich kommt es ebenfalls zu räumlichen Umgestaltungen. Hier sind Wanddurchbrüche zum Flur erforderlich für die Haltestellen. Zusätzlich ist die Errichtung eines zweiten Rettungswegs nötig. Neben diesen standortspezifischen Umbaumaßnahmen kommen Arbeiten für Elektro, Sanitär, Lüftung und die Heizung hinzu.

Rechtliche Voraussetzung

Beachten Sie beim Einbau Ihres Hydraulikaufzugs ebenfalls diese rechtlichen Schritte. Stellen Sie zunächst einen Antrag beim Bauamt. Erst wenn dieser genehmigt ist, können Sie mit den Umbaumaßnahmen beginnen. Dann folgen Einbauarbeiten und notwendige Baunebenleistungen, bei denen Sie zwangsweise die baulichen Gegebenheiten beachten. Nach dem Netzanschluss erfolgt die Prüfung durch den TÜV. Erfolgt die Abnahmeprüfung, und Ihre Aufzugsanlage ist vom TÜV genehmigt, geben sie Behörden Ihren Hydraulikaufzug für die Benutzung frei.

All diese Voraussetzungen sind an drei wesentliche Merkmale gebunden. Ihr Hydraulikaufzug sollte energieeffizient, barrierefrei und schallgesichert sein.

6. Kosten im Überblick

Um den Preis eines Hydraulikaufzugs zu bestimmen, spielen sieben Faktoren eine Rolle.

Die Kosten für Hydraulikaufzüge sind unterschiedlich hoch. Bei Tipp zum Bau erfahren sie alles über die Preisunterschiede.

Art und Ausstattung sind entscheidend für den Preis.

  • benötigte Förderhöhe.
  • Leistung und Geschwindigkeit.
  • Trag- beziehungsweise Nennlast.
  • Material an Wänden und Boden.
  • zusätzliche Ausstattung.
  • nötige Einbau- und Umbauarbeiten
  • Einsatzort innen oder außen.

Haben Sie sich dazu entschieden ihr Gebäude mit einem Hydraulikaufzug zu ergänzen? Dann stehen Sie zunächst vor der Entscheidung, welche Förderhöhe sie benötigen und wo sich die Aufzugsanlage befinden soll. Die Traglast beeinflusst die Kosten ebenfalls. Die Last ist abhängig von der maximalen Anzahl der zu befördernden Personen. Haben Sie diese Entscheidungen getroffen, wissen Sie welche Umbaumaßnahmen Sie umsetzen.

Der Preis für einen Hydraulikaufzug beträgt etwa 15000 aufwärts. Planen Sie einen nachträglichen Einbau, ist ein hydraulisch betriebener Lift an der Außenwand kostengünstiger. Eine Übersicht über die Kosten für eine Aufzuganlage mit hydraulischem Antrieb finden Sie in dieser Tabelle:

Position des AufzugsAußen
Haltepunkte2
Förderhöhe12 m
Traglast3 Personen
Gesamtkosten40000 €

Die Inbetriebnahme einer hydraulisch betriebenen Aufzugsanlage kommt mit jährlichen Nebenkosten einher. Diese Nebenkosten liegen bei 2000 € bis 4000 € und setzen sich zusammen aus Reparaturkosten, Strom- und Wartungskosten. Zudem ist eine Prüfung durch den TÜV alle zwei Jahre unausweichlich.

Durch Fördermittel stemmen Sie die Kosten möglicherweise nicht alleine. Bei einer barrierefreien Sanierung besteht die Möglichkeit einer Förderung für die Finanzierung. Achten Sie darauf, dass Sie Förderung vor Beginn der Baumaßnahmen beantragen. Die möglichen Fördermittel finden Sie hier im Überblick:

FördermittelZuschuss in %Maximaler Zuschuss in €
Einzelmaßnahmen barrierefreie Sanierung; pro Wohnung10 % der Kosten5000 €
Altersgerechtes Haus12,5 % der Kosten6250 €

Bei dem Antrag zur Förderung des Einbaus oder der Sanierung bezuschusst die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Investitionen von 2000 € bis maximal 50000€ pro Wohnung. Es ist ebenfalls möglich verschiedene Fördermittel zu kombinieren. Zum Beispiel können Sie die Förderung für die barrierefreie Sanierung mit dem Fördermittel zur energieeffizienten Sanierung verbinden. Die Finanzierung eines Behindertenlifts für eine Person wird von der Pflegekasse mit bis zu 4000 € unterstützt. Weitere Informationen zur Antragsstellung bekommen Sie von den Wohnungsberatungsstellen und den jeweiligen Sachverständigten.

7. Vor- und Nachteile eines Hydraulikaufzugs

Tipp zum Bau hilft Ihnen, Vor- und Nachteile eines Hydraulikaufzugs abzuwägen.

Wägen Sie die Vor- und Nachteile eines Hydraulikaufzuges ab.

Ein hydraulischer Aufzug ist durch Vor- und Nachteile gekennzeichnet. Er ist effizient in der Raumnutzung. Die Anbringung des Maschinenraums ist unabhängig vom Standort der Aufzuganlage. Planen Sie einen Lift nachträglich einzubauen, ist dies mit einem Hydraulikaufzug kein Problem. Gleichzeitig ist die Installation auch in kleineren und beengten Gebäuden möglich.

Neben den räumlichen bietet der Hydraulikaufzug auch einige wirtschaftliche Vorteile. Der Einsatz einer hydraulisch betriebenen Aufzugsanlage ist langfristig kostengünstiger als andere Aufzüge. Die Anschaffung und Wartung sind günstiger als bei einem Seilaufzug, ebenso wie die Ersatzteile. Mit einem Hydraulikaufzug können Sie jährlich bis zu 800 € sparen. Trotz des höheren Energieverbrauchs ist der Unterhalt des Antriebs günstiger als bei Seilaufzügen. Dies führt zu geringeren jährlichen Kosten.

Weitere Vorteile eines Hydraulikaufzugs ist die schnell und leicht austauschbare Technik. Somit sind Reparaturmaßnahmen weniger aufwendig. Zudem ist diese Art von Lift zuverlässig und biete eine hohe Sicherheit. Die Notbefreiung ist hier ohne eine zusätzliche Energiequelle möglich. Das Design ist ebenfalls ein großer Vorteil. Hier bietet Ihnen die Innengestaltung ein breites Spektrum an Möglichkeiten.

Nachteile der Hydraulikaufzüge sind die langsame Geschwindigkeit im Vergleich zu anderen Aufzugmodellen und ihre beschränkte Förderhöhe. Sie sind weniger geeignet für stark frequentierte Gebäude. Auch die anfallenden Bauarbeiten sind umfangreich. Im Schnitt bringen Hydraulikaufzüge höhere Energiekosten.

Hier finden Sie nochmals alle Vor- und Nachteile im Überblick:

Vorteile

  • Effiziente Raumnutzung.
  • Geeignet für nachträglichen Einbau.
  • Auch in kleineren Gebäuden möglich.
  • Günstigere Anschaffungs- und Wartungskosten.
  • Günstigere Ersatzteile.
  • Jährliche Einsparungen bis zu 800 €.
  • Leicht austauschbare und schnelle Technik.
  • Hohe Sicherheit und Zuverlässigkeit.
  • Notbefreiung ohne zusätzliche Energiequelle.
  • Beim Design des Innenraums viele Möglichkeiten.
  • Hoher Fahrkomfort.

Nachteile:

  • Langsamere Geschwindigkeit.
  • Beschränkte Förderhöhe.
  • Weniger geeignet für stark frequentierte Gebäude.
  • Umfangreiche Bauarbeiten.
  • Höhere Energiekosten.

8. Fazit: Der Hydraulikaufzug als lohnenswerte Investition

Der Einsatz eines Hydraulikaufzugs ist für Sie mit einigen Vorteilen verbunden. Andererseits schränkt vor allem die begrenzte Förderhöhe ein. Gleichzeitig sind teilweise höheren Energiekosten zu erwarten. Trotzdem ist die hydraulisch betriebene Aufzugsanlage mit weniger Kosten verbunden. Die leicht austauschbare Technik und die günstigeren Anschaffungs- und Wartungskosten führen zu weniger Arbeiten und einer höheren Langlebigkeit. Der geringere Unterhalt des Antriebs führt zu einer jährlichen Einsparung von 800 € und somit geringeren jährlichen Nebenkosten.

Zudem gewähren Sie mit einem Hydraulikaufzug eine hohe Sicherheit für die Bewohner Ihres Gebäudes. Im seltenen Falle eines Notfalls ist die Befreiung ohne zusätzliche Energiequelle einfach möglich. Ergänzen Sie Ihr Gebäude mit einem Hydraulikaufzug und ermöglichen Sie sich höchsten Fahrkomfort.

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