Holzfußboden

Holzfußboden – stilvoll, langlebig, nachhaltig 

Der Holzfußboden gehört zu den stabilsten und langlebigsten Bodenbelägen, die es gibt. Planen Sie eine Renovierung, einen Neubau oder eine Sanierung Ihrer Wohn- oder Arbeitsfläche? Nutzen Sie die Vorteile dieses zeitlosen und stilvollen Bodenbelags.

Erfahren Sie bei Tipp zum Bau, wie die Modi Ihres Heizkörper-Thermostats funktionieren. 

1. Warum ein Holzfußboden?

Tipp zum Bau erklärt Ihnen, warum ein Holzfußboden stilvoll und zeitlos ist.

Ein Holzfußboden ist stilvoll und zeitlos.

Holz ist ein überaus vielfältiger, langlebiger und hochentwickelter Baustoff. Bei richtiger Pflege erhalten Sie einen Bodenbelag, der über mehrere Generationen hält. Zudem hat ein Holzfußboden nicht nur ein zeitloses, edles Aussehen. Er steigert die Wohnqualität und ist beispielsweise ideal für Allergiker geeignet. Außerdem funktioniert ein Holzfußboden als natürlicher Wärmespeicher und besitzt je nach Bauweise gute Dämmeigenschaften.

In der heutigen Zeit ist ein umweltfreundlicher Baustoff enorm wichtig. Holzbeläge sind umweltfreundlich und haben eine positive Ökobilanz. Da Holz ein natürlich nachwachsender Baustoff ist, sind Holzfußböden ressourcenschonend und nachhaltig.


2. Verschiedene Arten des Holzfußbodens

Zu den verschiedenen Holzfußboden-Arten gehört unter anderem das Mosaikparkett.

Das Mosaikparkett ist ein beliebter Holzfußboden.

Das Mosaikparkett ist ein beliebter Holzfußboden.

Zu den bekanntesten Holzfußböden gehört der Parkettboden, der Dielenboden und der Holzpflasterboden. Alle drei unterscheiden sich im Aussehen, der Stabilität und den Anwendungsbereichen. Kosten und Verlegungsaufwand sind ebenfalls von Holzfußboden zu Holzfußboden unterschiedlich.

Der Parkettboden

Der Parkettboden ist unterteilt in Fischgrät Parkett, Mosaikparkett, Industrieparkett und Fertigparkett (auch Klickparkett genannt). Diese unterscheiden sich hauptsächlich in Aussehen und Verwendung. Parkettboden lässt sich aus vielfältigen Holzarten herstellen und gilt als überaus ökologischer Holzfußboden.

  • Fischgrätparkett hat ein sehr bekanntes Muster, welches an Fischgräten erinnert. Dieses Parkett wertet Ihre Wohnfläche optisch auf. Aufgrund der charakteristischen Anordnung der Holzstäbe verlegen viele ein Fischgrätparkett besonders gerne in großen Räumen. Der Raum wirkt dadurch noch größer und strukturierter. Bei entsprechender Holzart und Verlegung ist dieser Holzfußboden auch mit Fußbodenheizungen kompatibel.
  • Mosaikparkett gehört zu den beliebtesten Parkettmustern hierzulande. Die Würfelform ist durch die zahlreichen Holzarten und Muster überaus vielfältig. Mosaikparkett ist außerdem besonders langlebig und stabil. Dieser Holzfußboden ist mehrfach abschleif- und erneuerbar, um die Langlebigkeit zu erhöhen. In den meisten Fällen ist Mosaikparkett nicht besonders dick. Dies ist von besonderem Vorteil, wenn Sie eine Fußbodenheizung geplant haben.
  • Industrieparkett zeichnet sich durch eine hohe Robustheit aus. Da er mehrfach abschleifbar ist, eignet sich dieser Holzfußboden in gewerblichen Flächen ideal. Die Spuren einer hohen Beanspruchung lassen sich ideal ausbessern. Industrieparkett ist deutlich günstiger als beispielsweise Mosaikparkett, was bei großen Verlegeflächen von Vorteil ist. In Ihrer Wohnfläche eignet sich Industrieparkett vor allem in häufig genutzten Räumen als Bodenbelag.
  • Fertigparkett oder auch Klickparkett ist bereits verlegefertig. Für den schnellen und einfachen Einbau eignet sich dieser Holzfußboden perfekt. Das macht den Bodenbelag kostengünstiger und praktischer. Fertigparkett bietet eine gute Möglichkeit, sich Arbeit und teure Handwerkerarbeiten zu sparen. 

Der Dielenboden

Beim Dielenboden lässt sich zwischen Massivholzdielen und Mehrschichtdielen unterscheiden. Diese sind aus verschiedenen Holzarten gefertigt. Der Bodenbelag ist überaus dekorativ und stilvoll. Ein weiterer Vorteil ist die Langlebigkeit. Ein Dielenboden hält mehrere Generationen lang. Somit bietet die Nachhaltigkeit einen positiven Nebeneffekt.

  • Massivholzdielen bestehen aus einem massiven Stück Holz und lassen sich nebeneinander verlegen. Durch die meist hohe Stärke der Dielen ist der Bodenbelag sehr langlebig und stabil
  • Mehrschichtdielen bestehen aus mehreren Holzschichten. Bei wenig genutzter Wohnfläche macht dieser Holzfußboden Sinn. Der geringere Anteil an Echtholz führt zu einer geringeren Stärke der Dielen. Somit eignen sich Mehrschichtdielen besser, wenn eine Fußbodenheizung verbaut ist.

Der größte Unterschied zwischen Massivholzdielen und Mehrschichtdielen liegt in der Stärke und somit der Haltbarkeit. Wenn Sie einen langlebigen Holzfußboden benötigen, ist die Massivholzdiele für Sie besser geeignet. Sie ist deutlich resistenter und nur unwesentlich teurer als die Mehrschichtdiele.

Der Holzpflasterboden

Holzpflasterboden ist ein rustikaler, aber dennoch moderner Bodenbelag. Holzpflaster lässt sich im gewerblichen und im Wohnbereich verwenden. Er ist ein überaus widerstandsfähiger und dicker Holzfußboden. Dies verleiht dem Holzpflasterboden eine fast unbegrenzte Lebensdauer. Die sichtbaren Jahresringe des Holzes versprechen eine optische Aufwertung in jedem Raum.

Bestimmte Holzpflasterböden sind sogar so stabil, dass ein Fahrverkehr (zum Beispiel: Gabelstapler) möglich ist. Für industrielle Flächen ist das ideal. Die Elastizität des Bodenbelages ist wiederum für Wohnflächen perfekt. Ein elastischer Bodenbelag macht das Betreten deutlich angenehmer. Bei starker Beanspruchung in geschlossenen Räumen gibt es ebenfalls die passende Variante.

Folgende Typenbezeichnung eignet sich am besten für Ihren Holzfußboden:

  • Holzpflaster GE: Industrieller/gewerblicher Bereich – auch geeignet für Fahrverkehr.
  • Holzpflaster RE: Wohnbereich – dekorativ und repräsentativ.
  • Holzpflaster WE: Werkstätten – hohe Beanspruchung möglich. Räume ohne Klimaschwankungen sind Voraussetzung.

3. Aus welchem Holz besteht ein Holzfußboden?

Tipp zum Bau informiert Sie über die verschiedenen Eigenschaften des Baustoffes Holz.

Nahezu jede Holzart lässt sich für Ihren Holzfußboden verwenden.

Für die Verwendung von Holzfußboden eignen sich viele Holzarten. Nahezu jede Art lässt sich verwenden. Der Fachmann unterscheidet zwischen Nadelhölzern, Laubhölzern und Edelhölzern. Diese unterscheiden sich in den Kosten, der Farbe, Maserung und der Beständigkeit.

In der folgenden Liste gewinnen Sie einen Einblick in die verschiedenen Holzarten.

Nadelhölzer

Zu den bekanntesten Nadelhölzern zählen die Fichte, die Lärche oder die Kiefer.

  • Die Fichte hat eine helle, warme Farbe. Ein Holzfußboden aus diesem Holz wirkt behaglicher und gemütlicher
  • Die Lärche hat eine ähnlich helle Farbe wie die Fichte. Allerdings ist der Farbton bei diesem Bodenbelag deutlich markanter und ausdrucksstärker. Rötlich-braune Töne sind ebenfalls möglich. Des Weiteren ist Fichtenholz besonders hart.
  • Die Kiefer hat eine stärkere Maserung. Diese lässt sich durch bestimmte Oberflächenbehandlungen verstärken oder verändern. In Wohnräumen ist der Bodenbelag sehr beliebt. Er verspricht eine gemütliche Atmosphäre.

Laubhölzer

  • Die bekannteste Holzart ist die Eiche. Der goldbraune Ton ist klassisch-traditionell und ist sehr beliebt als Bodenbelag bei Wohnflächen. Eichenholz ist außerdem sehr robust. Das Preis-Leistungs-Verhältnis bei diesem Holzfußboden ist ideal.
  • Eine weitere beliebte Holzart ist die Buche. Sie besitzt einen hellen, rötliche Holzton, was raumvergrößernd wirkt. Buchenholz als Bodenbelag ist sehr dekorativ. Anders als andere Holzarten benötigt die Buche mehr Pflege. Wenn Sie planen, eine Fußbodenheizung einzubauen, benötigt das Buchenholz eine intensivere Vorbereitung.
  • Die Robinie hat zuerst einen gelb-grünlichen Farbton. Durch natürliche Lichteinwirkung entsteht nach einiger Zeit eine neue Nuance. Das nun gold-braune Holz wirkt warm und edel. Als Parkett- oder Dielenboden entsteht ein stilvoller Holzfußboden. Die Verlegung des Robinienholzes ist aufwendiger als andere Holzarten. Dafür erhalten Sie einen überaus robusten Bodenbelag.

Edellaubhölzer

Edellaubhölzer sind prinzipiell teurer als andere Holzarten. Dafür überzeugen sie durch eine außergewöhnliche Optik und eine besondere Langlebigkeit.

  • Der Ahorn gehört zu den bekanntesten Edellaubhölzern. Er nutzt nur sehr langsam ab und eignet sich somit hervorragend als Holzfußboden. Die Farbe des Holzes ist hell und zurückhaltend. Als Bodenbelag wirkt er raumvergrößernd und vermittelt ein edles Ambiente.
  • Die Esche hat einen sehr hellen Farbton. Als Parkettboden ist diese Holzart sehr hart und stabil. Das Besondere bei diesem Holz ist die meist sichtbare Holzmaserung. In Wohnräumen ist ein Holzfußboden aus dem Holz der Esche ein edler, aber unaufdringlicher Anblick.
  • Die Edelkastanie hat einen goldbraunen Farbton. Über die Jahre verändert diese Holzart, je nach Lichteinwirkung, ihren Farbton. Als Bodenbelag ist die Edelkastanie vor allem für Parkettboden geeignet. Als solcher vermittelt sie eine angenehme, wohnliche Raumatmosphäre.

Holzfußboden und sein Umweltfaktor

Wählen Sie einen ressourcenschonenden Abbau.

Eine umweltfreundliche Holzgewinnung ist enorm wichtig.

Achten Sie unbedingt darauf, umweltfreundliches Holz für Ihren Holzfußboden zu verwenden. Holzherkunft und entsprechende Zertifikate sind Hinweise für einen ressourcen-schonenden Abbau Grundsätzlich gilt:

  • Regionales Holz ist meistens nachhaltig angebaut. Lange Transportwege fallen ebenfalls weg.
  • Exotische Hölzer stehen häufiger unter Artenschutz.
  • Achten Sie auf entsprechende Zertifikate. Die FSC- und PEFC-Zertifikate sind renommierte Merkmale für umweltschonendes Holz. Bevorzugen Sie einen Holzfußboden, welcher aus zertifiziertem Holz besteht.


4. Holzfußboden verlegen

Durch Tipp zum Bau erfahren Sie, was beim Verlegen von Holzfußböden zu beachten ist.

Ein verleimter Holzfußboden bietet maximale Stabilität.

Die wichtigsten Grundsätze um den perfekten Holzfußboden zu finden:

  • Was ist Ihr persönlicher Geschmack? Was passt zu Ihrem Projekt? Holz als Bodenbelag ist unglaublich vielfältig. Überlegen Sie sich, welcher Farbton Ihnen gefällt. Benötigen Sie eher einen gleichmäßigen Dielenboden oder ein auffälliges Fischgrät-Parkett?
  • Wie sehr beanspruchen Sie Ihren Holzfußboden? Machen Sie von dieser Frage abhängig, welche Holzart und Bodenart Sie wählen.
  • Verlegen Sie den Holzfußboden grundsätzlich auf einem ebenen, festen und trockenen Unterboden
  • Achten Sie darauf, dass Sie zur Wand 1-2 cm Platz lassen. Ein Holzfußboden “arbeitet” nach, wenn er verlegt ist. Wenn der Holzfußboden sich ausdehnt, hat er so noch genügend Platz zur Wand.
  • Informieren Sie sich darüber, welche Klimabedingungen der Raum bereitstellt. Hierbei ist eine gleichmäßige Raumtemperatur wichtig. Ein idealer Bereich für einen Holzfußboden liegt zwischen 18 und 22 °C. Auch die Luftfeuchtigkeit spielt eine Rolle. Liegt sie zwischen 40 und 60 % fühlt sich Ihr Holzfußboden am wohlsten. Luftbefeuchter helfen, um trockene Heizungsluft auszugleichen.
  • Planen Sie alle Schritte im Voraus und ziehen Sie gegebenenfalls einen Fachmann zu Rate. So entsteht ein Holzfußboden nach Ihren Wünschen.

Parkett verlegen

  • Je nach Parkettart erfolgt eine feste Verleimung oder eine schwimmende Verlegung.
  • Achten Sie auf den Wandabstand von 1-2 cm.
  • Eine Trittschalldämmung als Unterlage ist empfehlenswert.
  • Eine PE-Folie gegen Feuchtigkeit ist gut geeignet.
  • Beachten Sie, ob eine Fußbodenheizung bereits eingebaut ist oder ob Sie planen, eine einzubauen.

Holzdielen verlegen

Holzdielen lassen sich entweder schwimmend verlegen, verschrauben oder verkleben.

Schwimmend verlegen

Das schwimmende Verlegen von Holzdielen ist besonders für unerfahrene Heimwerker geeignet. Die Dielen sind nur miteinander verbunden, nicht mit dem Boden. Dies funktioniert häufig mit Edelstahlklammern. Durch das “Schwimmen” der Dielen auf dem Fußboden ist nicht nur die Montage einfach. Auch bei einem Umzug lassen sich die Holzdielen ohne große Umstände abbauen. Auch der Austausch einzelner, defekter Dielen ist leicht. Eine Fußbodenheizung ist bei schwimmenden Dielen nur bedingt möglich.

Holzdielen verschrauben

Das Verschrauben von Holzdielen ist aufwendiger. Allerdings haben Sie auch hier den Vorteil, dass sich die Dielen abbauen lassen. Gleichzeitig ist die Stabilität bei diesem Bodenbelag deutlich erhöht. Das macht sich bei der Elastizität des Bodens bemerkbar. Verschraubte Dielen sind wegen der erhöhten Elastizität deutlich angenehmer beim Betreten. Eine Fußbodenheizung ist bei verschraubten Holzdielen nur unter bestimmten Umständen möglich. Lassen Sie sich gegebenenfalls von einem Fachmann beraten.

Holzdielen verkleben

Der Vorteil bei verklebten Holzdielen ist der bessere Schallschutz des Bodenbelags. Sie lassen sich außerdem einfacher abschleifen und erneuern. Eine Verwendung der Fußbodenheizung ist problemlos möglich. Miteinander verklebte Dielen sind sehr stabil. Sie lassen sich allerdings nicht mehr trennen, ohne sie zu zerstören. Fehler beim Verlegen sind somit nur noch schwer zu korrigieren. Lassen Sie sich gegebenenfalls von einem Fachmann beraten. Das Verkleben von Dielen ist etwas teurer als andere Methoden. So fallen neben dem Holz zusätzlich Kosten für Klebstoffe an.

Holzpflasterboden verlegen

Verlegtes Holzpflaster ist prinzipiell immer verfugt beziehungsweise verklebt. Besonders wichtig ist das verwendete Klebe- und Fugenmaterial, um die sichtbaren Jahresringe zu schützen. Außerdem gilt es dem Quell- und Schwindverhalten des Bodenbelags entgegenzuwirken. Wählen Sie deswegen Klebstoffe und Fugenmasse mit besonderer Sorgfalt aus. Die Verlegerichtung des Holzes ist beliebig. Allerdings empfiehlt sich aus ästhetischen Gründen eine geradlinige und gleichmäßige Verlegerichtung. 

5. Holzfußboden pflegen

Ein Holzfußboden behält nur seine Qualität, wenn Sie ihn pflegen und reinigen. Ein unbehandelter Bodenbelag hat zwar seinen Reiz. Dennoch ist naturbelassenes Holz äußeren Einwirkungen schutzlos ausgeliefert. Wasser und Schmutz dringen in den Holzfußboden ein. Die Lebensdauer und Qualität des Holzes sinkt. 

Grundsätzlich gilt:

  • Wischen Sie Ihren Holzfußboden nie nass, nur feucht ab.
  • Entfernen Sie stehendes Wasser auf dem Holzfußboden schnellstmöglich, um Quellungen und Verfärbungen zu vermeiden.
  • Vermeiden Sie aggressive Reinigungsmittel für Ihren Holzfußboden.
  • Verwenden Sie stattdessen entsprechende Holzpflegemittel, passend zu Ihrem Bodenbelag.
  • Bevorzugen Sie schadstofffreie Pflegemittel für Ihren Holzfußboden. So schützen Sie Ihre Gesundheit und Ihre Umwelt.

Parkettboden pflegen

Bei Tipp zum Bau erfahren Sie, was bei der Parkettpflege zu beachten ist.

So pflegen Sie Ihr Parkett am besten.

Der Parkettboden lässt sich ölen, wachsen, lackieren oder lasieren. Alle vier Methoden haben verschiedene Vorteile:

    • Ein geölter Parkettboden fühlt sich angenehm warm an. Die Oberfläche wirkt besonders natürlich. Maserung und Farbton des Holzes kommt noch deutlicher zur Geltung. Geöltes Parkett sorgt für ein angenehmes, konstantes Raumklima. Eine geölte Oberfläche ist außerdem widerstandsfähiger gegen äußere Einflüsse. Achten Sie darauf, dass Sie die Oberfläche 2- bis 3-mal im Jahr nachölen und polieren. Nur so bleibt der schimmernde Glanz auf Ihrem Holzfußboden erhalten.
    • Gewachstes Parkett ähnelt sehr dem geölten Parkett. Gewachstes Parkett gilt allerdings als widerstandsfähiger. Die Haptik ist allgemein weicher
    • Lackiertes Parkett ist der robusteste Schutz für Ihren Bodenbelag. Die Schutzschicht eines lackierten Bodens hält bis zu 15 Jahre. Gleichzeitig sparen Sie sich regelmäßige Pflegearbeiten. Die Holzoberfläche lässt sich durch den Lack stark versiegeln.
  • Lasiertes Parkett bietet Vorteile aus lackiertem und geölten Parkett. Die Lasur schützt wirksam vor Wasser und Schmutz. Trotzdem atmet das Holz weiterhin und beeinflusst somit  das Raumklima. Außerdem bleiben Maserung und Holzton des Parketts sichtbar. Die Dickschicht-Lasur ähnelt stärker einer lackierten Oberfläche. Holzporen sind verschlossen, um eine stärkere Schutzschicht zu gewährleisten. Das Raumklima lässt sich durch das Holz nicht mehr optimal regulieren.

Dielenboden pflegen

Tipp zum Bau informiert Sie über geölte Holzdielen und warum diese gut zur Geltung kommen.

Ein geölter Dielenboden kommt besonders gut zur Geltung.

Auch der Dielenboden lässt sich ölen, wachsen oder lackieren. Öle und Wachse nutzen bei regelmäßiger Benutzung schneller ab. Achten Sie darauf, dass Sie Ihren Bodenbelag regelmäßig neu versiegeln.

Öl, Wachs und Lack haben ähnliche Auswirkungen auf den Dielenboden wie auf den Parkettboden:

    • Geölte Holzdielen sind weicher und angenehmer. Maserung und Farbton des Holzes wirken betonter
    • Gewachste Holzdielen wirken noch natürlicher. Wachs dringt nicht sehr tief in das Holz ein. So bleibt der Holzfußboden atmungsaktiv. Es entsteht ein angenehmes, konstantes Raumklima.
    • Lackierte Holzdielen haben eine intensive Schutzschicht. Der Lack verdeckt die Holzmaserung nahezu komplett. Somit ist die Atmungsaktivität der Holzes stark eingeschränkt. Die Folge: Das Raumklima lässt sich durch das Holz weniger beeinflussen.

Holzpflasterboden pflegen

Holzpflaster ist von Natur aus robust und widerstandsfähig gegen Schmutz Ansammlungen. Nach dem Verlegen eignen sich Öle oder Wachse zum Versiegeln des Bodenbelags. Diese haben einen ähnlichen Effekt wie bei einem Parkett- oder Dielenboden. Der Holzfußboden ist versiegelt, ohne die natürliche Atmungsfähigkeit des Holzes einzuschränken. Sie erhalten somit eine angenehme und konstante Luftqualität. In Wohnräumen und Werkstätten empfiehlt sich außerdem die Verwendung von rutschhemmendem Öl. Achten Sie auch hier darauf, den geölten oder gewachsten Bodenbelag regelmäßig neu zu versiegeln. So bleibt Ihnen die Schutzschicht erhalten.

6. Holzfußboden und Ihre Haustiere

Tipp zum Bau erklärt Ihnen, was zu beachten ist, wenn Sie Haustiere haben.

Haustiere stellen eine besondere Herausforderung für Ihren Holzfußboden dar.

Haustiere machen das Verlegen von Holzfußboden nicht unmöglich. Allerdings bedarf es mehr Aufmerksamkeit und Pflege für Ihren Bodenbelag. Für Ihre Haustiere ist wichtig: Die meist glatte Oberfläche des Holzfußbodens ist rutschig. Das führt, meist bei Hunden, zu einem instabilen Bewegungsgefühl. Das häufige Wegrutschen der Tiere hat langfristige Auswirkungen auf die Gesundheit der Tiere. Zerrungen der Muskeln und Gelenkschäden sind die Folge.

Für Ihren Bodenbelag ist wichtig: Die Krallen der Tiere verursachen Kratzer auf Ihrem Holzfußboden. Grundsätzlich gilt: Je größer und schwerer das Tier, desto auffälliger die Kratzer. Außerdem sind die Tiere deutlich hörbarer auf dem Holzfußboden. Die Körperflüssigkeiten Ihres Haustieres beschädigen den Bodenbelag stark. Gerade Urin ist sehr aggressiv und dringt tief in das Holz ein. Dunkle Flecken sind die Folge. Diese lassen sich gar nicht oder nur sehr schwer reinigen. 

So schützen Sie Ihren Holzfußboden und Ihr Haustier:

  • Unterstützen Sie Ihr Haustier durch spezielle Antirutsch Socken. Diese sind bereits für 10 € erhältlich. So fühlen sich gerade Hunde auf dem Bodenbelag wohler und verletzen sich nicht.
  • Wählen Sie eine passende Versiegelung für Ihren Holzfußboden. Matte Versiegelungen eignen sich am besten. Lacke sind meist rutschiger. Auf der glänzenden Oberfläche sind zudem Kratzer sichtbarer. Matte Lackierungen eignen sich besser für Ihren Bodenbelag und Ihre Haustiere. Öle erschaffen eine matte Oberfläche. Das macht Ihren Holzfußboden griffiger. Kratzer sind unauffälliger.
  • Wählen Sie eine schadstofffreie Versiegelung für Ihren Holzfußboden. Versiegelungen auf Wasserbasis sind perfekt für Ihre Haustiere.
  • Pflegen Sie Ihren Holzfußboden regelmäßiger. Kleinere Kratzer lassen sich rausschleifen.Versiegeln Sie Ihren Holzfußboden häufiger nach. Reinigen Sie Ihren Holzfußboden regelmäßig.

7. Kosten

Welche Kosten auf Sie zukommen erfahren Sie bei Tipp zum Bau.

Die Kosten bei einem Holzfußboden lassen sich ideal kalkulieren.

Für jeden Bestandteil Ihres Bauprojekt stellt sich schnell die Kostenfrage. Sie planen, einen Holzfußboden für Ihr Projekt zu verlegen? Sie wissen nicht, welche Kosten auf Sie zukommen? Ein Holzfußboden lässt sich sehr genau kalkulieren. Achten Sie hierbei auf folgende Grundsätze:

  • Handwerkerarbeiten sind teuer. Handwerker berechnen für das Verlegen zwischen 15 und 50 € pro m². Abhängig davon ist die Holzfußboden-Art und die Region, in der Sie leben. Sie sparen also gutes Geld, wenn Sie Ihren Bodenbelag selbst verlegen.
  • Holzfußboden und Handwerkerarbeiten lasse sich in der Regel pro m² berechnen. Je größer der zu verlegende Raum, desto höher die Kosten. So lassen sich die Kosten ideal kalkulieren.
  • Einige Holzarten sind teurer als andere. Informieren Sie sich, welches Holz am besten zu Ihrem Holzfußboden passt. Wo lassen sich Abstriche machen? Wo lohnt es sich, mehr Geld zu investieren?
  • Ein Holzfußboden ist grundsätzlich teurer als andere Bodenbeläge. Dafür erhalten Sie einen Bodenbelag, der über Jahrzehnte hält. Eine Investition, die sich lohnt.

Welcher Holzfußboden kostet wieviel?

erschwingliche Qualitätgute Qualitäthervorragende Qualität
Parkettboden15 - 50 € pro m²50 -150 € pro m²150 - 300 € pro m²
Dielenboden20 - 50 € pro m²50 - 150 € pro m²150 - 300 € pro m²
Holzpflasterboden20 - 40 € pro m²40 - 150 € pro m²150 - 300 € pro m²

Hinzu kommen Handwerkerkosten. So berechnet ein Handwerker für Fertigparkett etwa 15 € pro m². Parkett, welches schwimmend verlegt oder verleimt ist, kostet etwa 20 – 40 € pro m². Bei Dielenboden und Holzpflaster Boden gibt es ähnliche Abstufungen. 

Wie viel kosten Pflegemittel?

Je nach Qualität und Hersteller zahlen Sie für die Versiegelung im Durchschnitt circa 25 € pro Liter. Damit lassen sich etwa 25 m² Bodenbelag versiegeln. Spezielle Reinigungsmittel für Holzböden, kosten im Durschnitt etwa 10 € pro Liter. Diese finden Sie in Fachläden, Baumärkten oder auch Drogerien.

8. Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Die Vorteile beim Holzfußboden liegen hauptsächlich in der Langlebigkeit und der Optik
  • Ein gut gepflegter Holzfußboden übersteht mehrere Generationen. Die meisten Holzböden lassen sich mehrmals abschleifen und erneuern. Sie sind belastbar, stabil und pflegeleicht. Bei entsprechender Versiegelung ist der Bodenbelag zudem äußerst hygienisch.
  • Holzfußboden wertet Ihren Fußboden und somit Ihr Haus nicht nur optisch auf. Qualitätsböden gelten auch als lohnende Investition. Durch die hohe Lebensdauer steigt die Wertstabilität Ihrer Wohnfläche. In Wohnräumen gibt es kaum etwas gemütlicheres und gleichzeitig edleres als einen Holzfußboden. Durch die zeitlose, aber moderne Optik bringen Sie einen natürlichen Flair in Ihr Bauprojekt. Dieser Bodenbelag ist außerdem ideal für Allergiker geeignet. Der natürliche Baustoff Holz sorgt für ein ausgewogenes Raumklima. Ein Holzfußboden speichert Wärme und hat hervorragende Dämmeigenschaften.
  • Holz ist ein nachhaltiger Baustoff. Durch die Langlebigkeit eines Holzfußbodens sparen Sie Ressourcen. Die Ökobilanz ist dementsprechend positiv. Achten Sie beim Kauf ihres Bodenbelags unbedingt auf die Art der Holzgewinnung. Ein nachhaltiger und umweltbewusster Abbau ist gerade in der heutigen Zeit enorm wichtig.

Nachteile

  • Ein Holzfußboden ist prinzipiell teurer als andere Bodenbeläge. Wenn Sie einen Handwerker benötigen, kostet das Verlegen zusätzlich Geld. Dazu kommen die Kosten für eine Versiegelung. Je größer die zu verlegende Fläche, desto höher die Kosten.
  • Holz ist anfällig für Umwelteinflüsse. Es benötigt eine gleichbleibende Luftfeuchtigkeit. Bei Schwankungen zieht sich das Holz zusammen oder dehnt sich aus. Die Folge sind Fugen und Risse.
  • Holzfußböden sind relativ pflegeleicht. Trotzdem ist eine erhöhte Vorsicht geboten. Durch ein umgekipptes Glas oder auch einen Rohrbruch gelangt schnell stehendes Wasser auf den Bodenbelag. Dies führt zu hässlichen Quellungen und Verfärbungen.

9. Ein Fazit für Sie

Wenn Sie einen langlebigen Bodenbelag benötigen, ist ein Holzfußboden die perfekte Wahl für Sie. Die Investition ist zwar hoch. Dafür bekommen Sie aber einen zeitlosen, stilvollen und strapazierfähigen Bodenbelag. Bei entsprechendem Holz leisten Sie zudem einen wertvollen Beitrag für den Klimaschutz. 

10. Umweltfreundlicher Holzfußboden

Tipp zum Bau erklärt Ihnen, warum eine umweltfreundliche Holzgewinnung wichtig ist.

Leisten Sie einen wertvollen Beitrag für den Klimaschutz.

Für einen umweltfreundlichen und ressourcenschonenden Holzfußboden ist das verwendete Holz essentiell. Wir geben Ihnen drei Tipps wie Sie einen umweltfreundlichen Bodenbelag erhalten.

Achten Sie auf die Holzherkunft für Ihren Holzfußboden

Regionales Holz ist meistens nachhaltig angebaut. Außerdem fallen lange, umweltschädliche Transportwege weg. Exotische Hölzer stehen häufiger unter Artenschutz. Außerdem leiden hauptsächlich Tropenhölzer vermehrt unter illegalem Raubbau. Europäische Holzanbieter benötigen einen Nachweis, dass sie ihren Baustoff aus legalen Quellen beziehen. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls nach einem Herkunftsnachweis.

Achten Sie auf zertifiziertes Holz

Die FSC- und PEFC-Zertifikate sind renommierte Merkmale für umweltschonendes Holz. Beide stehen für Nachhaltigkeit und ressourcenschonenden Abbau. Bevorzugen Sie für Ihren Bodenbelag Holz, welches entsprechend zertifiziert ist.

Achten Sie auf entsprechende Pflegemittel für Ihren Holzfußboden

Bestimmte Versiegelungen und Pflegemittel enthalten Schadstoffe. Achten Sie darauf, dass keine Lösemittel (zum Beispiel: Ethylbenzol) enthalten sind. Lösemittel schaden Ihrer Gesundheit. Bevorzugen Sie wasserbasierte und umweltfreundliche Versiegelungen und Pflegemittel. So schützen Sie Ihren Bodenbelag und Ihre Gesundheit.

Bauen Sie Ihr Projekt energieeffizient und leisten Sie so einen wertvollen Beitrag für den Klimaschutz.

11. Wasserschaden auf dem Holzfußboden

Tipp zum Bau rät Ihnen: Entfernen Sie stehendes Wasser schnellst möglichst.

Unentdecktes Wasser führt zu bösen Überraschungen.

Ein umgekippter Eimer, eine auslaufende Waschmaschine oder sogar ein Wasserrohrbruch? Stehendes Wasser ist für Ihren Holzfußboden verheerend. Wasserflecken entstehen, das Holz quillt auf und Schimmel bildet sich. Doch wie schützen Sie Ihren Bodenbelag? Und was tun, wenn doch mal Schäden entstanden sind?

Grundsätzlich gilt:

  • Entfernen Sie stehendes Wasser möglichst sofort. Je länger der Holzfußboden mit dem Wasser in Berührung ist, desto schwerer der Schaden. Lüften Sie anschließend den betroffenen Raum ausgiebig durch.
  • Wasserflecken sind Sie bei einem lackierten Holzfußboden abschleifbar. Versiegeln Sie die bearbeiteten Stellen anschließend erneut.
  • Helle Wasserflecken lassen sich mit dunklem Öl nachbehandeln. Achten Sie darauf, einen Farbton zu treffen, der dem ursprünglichen Holz ähnelt.
  • Tauschen Sie bei besonders schwerwiegenden Wasserschäden Ihren Holzfußboden aus. Gerade Rohrbrüche entstehen oft unterhalb der Holzoberfläche. Die Folge: Wasser gerät von unten an das Holz. Das Holz quillt von unten auf, Schimmel entsteht. Hier ist ein kompletter Austausch notwendig. Lassen Sie sich dabei gegebenenfalls von einem Fachmann beraten.

12. Wo erhalten Sie die richtigen Pflegemittel

Für Ihren Holzfußboden sind die richtigen Pflegemittel essentiell. Diese erhalten Sie bei Fachhändlern, Baumärkten und teilweise in Drogerien und Supermärkten. Doch welche qualitativen und preislichen Unterschiede gibt es? 

Fachhändler

Fachhändler überzeugen besonders durch die spezialisierte Beratung. Hier bekommen Sie qualitativ hochwertige Pflegemittel, die genau zu Ihrem Holzfußboden passen. Dafür sind Produkte vom Fachhändler oftmals teurer. Die Auswahl ist eingeschränkt, da meistens nur bestimmte Marken im Angebot sind.

Baumärkte

In Baumärkten finden Sie in der Regel eine sehr große Auswahl. Pflegemittel von vielen, verschiedenen Herstellern finden Sie im Angebot. Dadurch gibt es Pflegemittel aus allen qualitativen und preislichen Segmenten. Manche Baumärkte verfügen über spezialisierte Mitarbeiter, welche Sie zu Ihrem Holzfußboden beraten.  

Drogerien/Supermärkt

Drogerien und Supermärkte bieten oft nur Reinigungsmittel an. Öle und Wachse finden Sie in den seltensten Fällen. Die Reinigungsmittel sind dafür meistens günstig und tun, was sie versprechen. Die Beratung ist mäßig, da Drogerien und Supermärkte über keine spezialisierten Mitarbeiter verfügen.

Alle Unterschiede der verschiedenen Anbieter finden Sie nochmal zusammengefasst in der Grafik. Eine rote Färbung bedeutet, dass der entsprechende Aspekt bei dem jeweiligen Anbieter “suboptimal” ist. Eine gelbe Färbung bedeutet “ausreichend”. Die grüne Färbung steht für “optimal”.

 FachhändlerBaumärkte
Drogerien/Supermärkte
Preis
Qualität
Auswahl
Beratung

13. Holzfußboden selbst verlegen oder verlegen lassen? 

Tipp zum Bau informiert Sie über die Vor- und Nachteile wenn Sie Ihren Holzfußboden selber verlegen.

Wenn Sie Ihren Holzfußboden selber verlegen, spart das Zeit und Geld.

Sie überlegen, ob Sie Ihren Holzfußboden selber verlegen oder doch einen Fachmann kommen lassen? Wir erklären Ihnen die Vor- und Nachteile, wenn Sie Ihren Holzfußboden selber verlegen.

VorteileNachteile
  • Günstiger.

    Wenn Sie Ihren Holzfußboden selber verlegen, sparen Sie sich teure Handwerkerarbeiten. Außerdem haben Sie bei der Auswahl des Holzes mehr
    Freiheiten.

  • Klicksysteme erleichtern die Arbeit.

    Bei fast allen Holzfußboden Arten gibt es mittlerweile Klicksysteme. Diese sind leicht einzubauen und lassen sich in der Regel schwimmend verlegen. Das komplizierte Schrauben oder Verkleben fällt weg.

  • Fachwissen spezifisch einholen.

    Holen Sie sich Fachwissen dann ein, wenn es benötigt wird. So übernimmt ein Handwerker nicht die komplette Arbeit. Er hilft Ihnen spezifisch bei Problemen. So sparen Sie Geld und haben trotzdem das gewünschte Ergebnis.
  • Aufwendiger.

    Das Verlegen von Holzfußboden ist aufwendig und bedeutet zusätzliche Arbeit. Da ist es verlockend, einen Fachmann kommen zu lassen, der einem die Arbeit abnimmt. Planen Sie deswegen vorher ein, welche Fläche zu Verlegen ist. Mit Klicksystemen schaffen Sie in der Regel circa 25 m² pro Tag selbst zu verlegen.

  • Fachwissen erforderlich.

    Bei bestimmten Bereichen ist Fachwissen erforderlich. Voraussetzung für das Verlegen eines Holzfußbodens ist der gleichmäßige Untergrund. Fallen hier Ausbesserungsarbeiten an, sind die eigenen Kenntnisse oft überschritten.
    Auch wenn Sie planen, eine Fußbodenheizung einzubauen, ist bestimmtes Fachwissen erforderlich.
  • 14. Holzfußboden und Fußbodenheizungen

    Tipp zum Bau erklärt Ihnen, warum eine Fußbodenheizung Ihre Wohnqualität erhöht.

    Tipp zum Bau erklärt Ihnen, was bei einer Fußbodenheizung zu beachten ist.

    Fußbodenheizungen sind modern, komfortabel und sparen Energie. Was zu beachten ist, wenn Sie einen Holzfußboden verlegen, erfahren Sie hier.

    1. Holz blockiert die ausgehende Wärme. Je dünner der Holzfußboden, desto kürzer die Aufwärmzeit des Holzes. Die Wirksamkeit der Fußbodenheizung ist höher.
    2. Verwenden Sie eine NiedertemperaturFußbodenheizung. Diese sind ökologischer. Außerdem ist die niedrige Vorlauftemperatur einer solchen Heizung besser für das Holz geeignet.
    3. Wählen Sie für Ihren Bodenbelag dichtes Holz mit geringem Quellverhalten. Je dichter das Holz, desto höher die Wärmeleitfähigkeit. Aufgrund der Fußbodenheizung “arbeitet” das Holz vermehrt. Ein geringes Quellverhalten ist wichtig.
    4. Gewöhnen Sie Ihren Holzfußboden langsam an die Fußbodenheizung. Erhöhen Sie die Temperatur bei der ersten Benutzung täglich um 1 °C. Das Holz stellt sich so ideal auf die Veränderungen ein. 
    5. Überschreiten Sie nie eine Temperatur von 27 °C.
    6. Verwenden Sie bei verklebtem oder verleimtem Holzfußboden emissionsarme Klebstoffe. Diese sind besser für das Klima und Ihre Gesundheit.
    7. Eine ideale Feuchtigkeit bei Ihrem Holzfußboden ist wichtig. Da das Holz die Wärme staut, entsteht oft Feuchtigkeit. Gleichzeitig führt die trockene Heizungsluft oft zu einem zu trockenen Holz. Messen Sie regelmäßig die Feuchtigkeit des Holzes.

    Bei Holzpflaster ist eine Fußbodenheizung nicht empfehlenswert.

    15. Typische Verlegemuster beim Holzfußboden/Parkettboden

    Tipp zum Bau zeigt Ihnen die verschiedenen Verlegemuster.

    Ein Holzfußboden lässt sich abwechslungsreich gestalten.

    Gerade der Parkettboden bietet viele verschiedene Verlegemuster. Die wichtigsten hat Tipp zum Bau für Sie zusammengefasst.

    Verband/Halbverband/Englischer Verband

    Beim Verband sind die Holzstäbe parallel zueinander verlegt. Allerdings liegen sie um die Hälfte eines Stabes versetzt. Dieser Bodenbelag hat eine harmonische und ruhige Wirkung auf den Raum. Schmale Räume lassen sich optisch vergrößern.

    Parallelverband

    Beim Parallelverband liegen die Stäbe parallel und auf gleicher Höhe. Das beeinflusst die Raumwirkung kaum. Der Bodenbelag ist zurückhaltend und geometrisch. Der Parallelverband gilt als überaus moderner Holzfußboden.

    Fischgrätmuster

    Beim Fischgrätmuster liegen die Stäbe in einer V-Form. Die Enden der Stäbe ergeben jeweils einen rechten Winkel zum nächsten. Dieses Muster ist sehr klassisch und filigran. Es eignet sich besonders bei großen Räumen. Die Lichteinwirkung bringt interessante Lichtspiele mit sich. Kleinere, schmale Räumen lassen sich durch das Fischgrätmuster optisch vergrößern.Auch bei Holzdielen lässt sich das Fischgrätmuster anwenden.

    Würfelmuster

    Beim Würfelmuster liegen die Holzstäbe gleichmäßig nebeneinander in einem Quadrat. Immer abwechselnd (waagerecht und senkrecht) verlegt, entsteht ein auffälliges Muster. Dieses hat trotzdem eine ausgleichende Raumwirkung.

    16. Farbtöne beim Holzfußboden

    Ein Holzfußboden lässt sich tönen. So lassen sich die natürlichen Farbtöne des Holzes verändern. Diese beeinflussen die Raumwirkung und haben verschiedene Effekte. Tipp zum Bau erklärt Ihnen, welche Eigenschaften die verschiedenen Farbtöne haben.

    Dunkler Holzfußboden

    Ein dunkler Bodenbelag hat eine gemütliche und edle Raumwirkung. Größere Räume lassen sich optisch verkleinern. Beachten Sie, dass deswegen auch kleinere Räume schnell zu eng wirken. Mit hellen Möbeln lässt sich dieser Effekt ausgleichen. Bei einem dunklen Holzfußboden sind zudem spannende Kontraste mit hellen Gegenständen möglich. Beachten Sie, dass Kratzer auf Ihrem Holzfußboden sichtbarer sind, als bei einem hellen Bodenbelag. Diese lassen sich rausschleifen. Versiegeln und tönen Sie Ihren Holzfußboden anschließend erneut.

    Heller Holzfußboden 

    Ein heller Holzboden ist ausdrucksstark, aber dennoch zurückhaltend. Er ist sehr elegant und zeitgemäß. Dieser Bodenbelag lässt sich sowohl mit hellen, als auch mit dunklen Möbelstücken kombinieren. Ein eher grauer Farbton gilt als überaus modern. Kratzer sind auf einem hellen Holzfußboden unauffälliger.

    Naturbelassener Holzfußboden

    Auch ein naturbelassener Holzfußboden hat bestimmte Farbtöne. Hellere und dunklere Holzarten sorgen für Vielseitigkeit. Mit natürlichen Farbtönen lassen sich viele Möbelarten kombinieren. Ob modern oder klassisch, ein natürlicher Holzfußboden passt zu vielen Einrichtungsstilen.

    17. Die wichtigsten Hinweise bei der Planung Ihres Holzfußbodens 

    Tipp zum Bau erklärt Ihnen, wie Sie einen Holzfußboden ideal planen.

    Eine gute Planung spart Ihnen Arbeit und Geld.

    Sie planen, einen Holzfußboden zu verlegen? Tipp zum Bau gibt Ihnen fünf Hinweise, die bei der Planung wichtig sind:

    Selber verlegen oder verlegen lassen?

    Davon machen Sie die zeitliche und preisliche Planung abhängig. Ein selbst verlegter Holzfußboden ist günstiger. Dafür benötigen Sie in der Regel mehr Zeit beim Verlegen. Handwerkerarbeiten hingegen sind teuer. Dafür nehmen Handwerker Ihnen viel Arbeit ab.

    Wie viel Holz benötigen Sie für Ihren Holzfußboden?

    Holzfußboden erwerben Sie in der Regel pro m². Messen Sie dafür die entsprechende Fläche in m² aus. So lässt sich ideal berechnen, welche Menge an Holz sie benötigen. Außerdem wissen Sie, welche Kosten auf Sie zukommen.

    Verschnitt einplanen

    Berechnen Sie die entsprechende Raumfläche. Fügen Sie dann etwa 5-10 % für den Verschnitt hinzu.

    Planen Sie eine Fußbodenheizung?

    Beachten Sie, dass bestimmte Aspekte zu berücksichtigen sind. Eine Fußbodenheizung beeinflusst die Wahl der Holzfußboden-Art und benötigt bestimmte Vorkehrungen.

    Welcher Holzfußboden passt zu Ihnen?

    Machen Sie sich Gedanken, welcher Holzfußboden zu Ihrer Einrichtung passt. Sind Ihre Räume eher groß? Sind Ihre Möbel dunkel und altmodisch? Gibt es Räume die lichtdurchflutet sind? Welche Holzart, welcher Farbton und welches Muster gefällt Ihnen gut? Finden Sie einen Holzfußboden, mit dem Sie sich persönlich wohlfühlen.

    Benötigen Sie noch Hilfe bei der Planung Ihres Bauprojekts? Tipp zum Bau erklärt Ihnen, was zu beachten ist.

    18. Holzfußboden abschleifen

    Tipp zum Bau rät Ihnen: Schleifen Sie Ihren Holzfußboden regelmäßig ab.

    Ein Holzfußboden ist mehrmals erneuerbar.

    Ein Holzfußboden benötigt von Zeit zu Zeit eine Renovierung. Hierbei lässt er sich sorgfältig abschleifen und anschließend neu versiegeln. Wichtig: Für eine gründliche Renovierung benötigen Sie eine Schleifmaschine. Viele Fachhändler verleihen diese kostengünstig für mehrere Tage. So sparen Sie sich die Kosten einer Neuanschaffung.In den folgenden Schritten erklärt Tipp zum Bau, wie Sie Ihren Holzfußboden richtig renovieren:

    1. Entfernen Sie alle Gegenstände aus dem Raum. Entfernen Sie Vorhänge so, dass Sie nicht im Weg hängen. Kleben Sie etwaige Stellen mit Malerkrepp ab.
    2. Montieren Sie alle Fuß- und Sockelleisten ab.
    3. Überprüfen Sie Ihren Holzfußboden sorgfältig auf herausstehende Nägel oder ähnliches. Diese gefährden Ihre Schleifmaschine. Im schlimmsten Fall entzündet der Funkenflug den Holzstaub.
    4. Nun folgt der Grobschliff. Verwenden Sie bei Ihrer Schleifmaschine eine 24er- oder 36er-Körnung. Der Schliff erfolgt in der Regel diagonal zur Maserung. Reinigen Sie Ihren Holzfußboden anschließend mit einem Staubsauger.
    5. Der Zwischenschliff erfolgt mit einer 60er-Körnung. Schleifen Sie Ihren Holzfußboden diagonal zur Maserung. Bei einem geraden Verlegemuster schleifen Sie den Bodenbelag gerade zur Maserung. Je nach Verschmutzung und Beschädigung benötigt Ihr Holzfußboden mehrere Zwischenschliffe.
    6. Anschließend erfolgt der Feinschliff. Benutzen Sie hierfür eine 100er- bis 140er-Körnung. Führen Sie den Feinschliff in Richtung der Maserung durch. Erst hier entsteht eine glatte Oberfläche
    7. Letztendlich benötigt Ihr Holzfußboden eine gründliche Reinigung

    Versiegeln Sie Ihren Holzfußboden anschließend neu.

    19. Welches Zubehör gibt es für Ihren Holzfußboden?

    Zubehör erleichtern den Umgang mit Ihrem Holzfußboden. Die praktischsten Zubehörteile für Ihren Bodenbelag haben wir für Sie aufgelistet:

    Zubehör für Dehnungsfugen

    Wenn der Holzfußboden arbeitet, entstehen Dehnungsfugen. Mit Korkstreifen lassen sich die Fugen raffiniert verschließen.

    Dämmunterlagen

    Die Verwendung einer Trittschalldämmung  ist für Ihre Wohnqualität perfekt. Eine PE-Folie schützt Ihren Bodenbelag zusätzlich gegen Feuchtigkeit.

    Keile für die Verlegung

    Wenn Sie Ihren Holzfußboden selber verlegen, erleichtern Ihnen spezielle Keile die Arbeit. Diese sind meist aus Kunststoff und günstig in der Anschaffung.

    Reparatur-Sets

    Reparatur-Sets sind eine praktische Möglichkeit, um Kratzer auf Ihrem Bodenbelag unkompliziert zu entfernen. Mit den meisten Sets lässt sich auch ein individueller Farbton mischen. So bessern Sie Ihren Holzfußboden ideal aus.

    Filzgleiter

    Um Ihren Holzfußboden vor Kratzer zu schützen, sind Filzgleiter besonders praktisch. Diese bringen Sie an Stuhlbeinen oder ähnlichen an. Ihr Bodenbelag ist besser geschützt und somit langlebiger.

    20. Holzfußboden auf Treppen

    Tipp zum Bau erklärt, warum ein Holzfußboden auf Ihrer Treppe Ihre Wohnfläche perfekt abrundet.

    Ein genaues Ausmessen der Stufen ist essentiell.

    Ein Holzfußboden auf Treppen  ist optisch äußerst attraktiv. In Kombination mit Ihrem vorhandenen Holzfußboden entsteht eine harmonische Raumwirkung. Aufgrund der individuellen Flächen, ist die Verlegung allerdings schwieriger. Achten Sie auf folgende Hinweise:

    Stufen ausmessen

    Das Ausmessen der Treppenstufen ist komplizierter als gleichmäßige Bodenflächen. Gerade bei gebogenen Treppen sind die Treppenstufen oft unterschiedlich groß. Ein praktischer Tipp: Fertigen Sie sich eine Schablone aus Pappe an. Dafür legen Sie die Stufe mit Pappe oder Papier sorgfältig aus. Es entsteht eine Fläche, welche sich nun auf einem großen Stück Pappe abzeichnen lässt.Messen Sie außerdem die entsprechenden Flächen für die Setzstufen aus.

    Holzfußboden kleben

    Verwenden Sie zum Befestigen einen geeigneten Montagekleber. Achten Sie auf eine gute Qualität Ihres Klebers. Ein geschraubter Unterbau erleichtert das Kleben.

    Setzstufen verkleiden

    Die Setzstufen lassen sich auf verschiedene Art und Weisen verkleiden. Verwenden Sie Setzstufen aus dem Material der restlichen Treppe. So entsteht ein gleichmäßiger Anschein. Acrylglas oder auch Teppich verleihen Ihrer Treppe spannende Kontraste. Setzstufen aus Tafelbelag lassen sich sogar individuell beschriften und gestalten.

    Treppenkantenprofile

    Treppenkantenprofile schützen Ihren Bodenbelag auf der Treppe. Die Kanten der Stufe sind gefährdeter für Abnutzungen und Schäden. Gleichzeitig verringern Treppenkantenprofile die Rutsch- und Sturzgefahr. Die Profile bestehen meist aus Aluminium oder aus Holz.

    21. Wie ist ein Holzfußboden hergestellt?

    Tipp zum Bau informiert Sie über die Herstellung von Holzfußböden.

    Ein Holzfußboden benötigt einen genauen Zuschnitt.

    Die Herstellung eines Holzfußbodens dauert lange. So entstehen qualitativ hochwertige Bodenbeläge. Wir haben die einzelnen Schritte in Kürze zusammengefasst:

    1. Holzfäller kümmern sich um die Rodung des Holzes. In manchen Fällen lässt sich das Holz schon jetzt in passende Bretter schneiden. Viele Stämme lassen sich erst in Sägewerken weiterverarbeiten.
    2. Die Freiluft-Trocknung des Holzes ist ungemein wichtig. Der Prozess dauert mehrere Monate.
    3. Nun lässt sich das Holz das erste Mal zuschneiden. Dank moderner Technik ist die Vermessung für den Schnitt extrem genau. Wenig Verschnitt entsteht, mehr Holz lässt sich verarbeiten. 
    4. Nun sortieren Maschinen schlechtes Holz aus. Nur das qualitativ hochwertigste Holz bleibt übrig.
    5. Nun lässt sich das Holz erneut zuschneiden. Langes und gleichmäßiges Holz eignet sich ideal für Landhausdielen. Aus kürzeren Stäben entsteht später mal ein Parkettboden. Andere Teile lassen sich für Mehrschichtparkett oder auch Laminat verwenden.
    6. Abschließend erfolgt die Versiegelung und Optimierung. Durch mehrfaches Schleifen entsteht eine glatte Oberfläche. Das Lackieren erhöht die Widerstandsfähigkeit.

    Erst jetzt ist das verarbeitete Holz fertig für den Verkauf.

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    Linoleum ist als Bodenbelag sehr beliebt. Wir bei Tipp zum Bau erklären Ihnen, was Sie bei Linoleum zu beachten haben.

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    Wir von Tipp-zum-Bau zeigen Ihnen, worauf es bei Fugenmörtel ankommt. So geben Sie nicht mehr Geld aus als nötig.

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    Wir von Tipp-zum-Bau informieren Sie über den Beruf des Bodenlegers.

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    Eine Auswahl an Farb- und Teppichmustern im Laden.

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    Küche mit Beton-Fliesen auf dem Boden.

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    Nahaufnahme grauen Nadelvlieses.

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