Holzfassade

Die Holzfassade – streichen oder lasieren

Eine Holzfassade besticht durch ihren naturbelassenen Charme. In der Natur werden Hölzer durch ihr Harz von innen geschützt. Als Werkstoff enthält Holz allerdings zu wenig Harz, um diese Schutzwirkung aufrecht zu erhalten. Mit dem richtigen Anstrich helfen Sie dem Holz, Wind und Wetter zu trotzen. Hier erfahren Sie, wie Sie mit Farben und Lasuren nicht nur die Optik, sondern auch die Lebensdauer Ihrer Fassade verbessern.

Der Kompass symbolisiert den Navigationsbereich auf dieser Seite. Mehr erfahren Sie im Inhaltsverzeichnis von Tipp zum Bau.

1. Holzfassade streichen – darum lohnt es sich

Unbehandelte Holzfassaden

Tipp-zum-Bau berät Sie beim Kauf Ihres Fertighauses. Ein beliebter Haustyp ist das Blockhaus.

Holzfassade setzt attraktive Akzente am Gebäude.

Eine Holzfassade aus witterungsfesten Hölzern, etwa Lärche oder Douglasie, hat durchaus auch unbehandelt seine Reize. Mit der Zeit entwickelt das Holz eine silbergraue Oberfläche. Die natürliche Farbgebung von verwittertem Holz fügt sich harmonisch in die Umgebung ein und strahlt einen besonders natürlichen Charme aus.

Wer sich hierfür entscheidet spart außerdem viel Zeit und Geld – muss aber wissen, dass das Holz über die Jahre laufend seine Farbe ändert. Und das nicht gleichmäßig. Denn durch die UV-Strahlung der Sonne löst sich das im Holz enthaltene Lignin und wird mit der Zeit vom Regen ausgewaschen. Das Holz vergraut.

Dieser natürliche Vorgang beeinträchtigt Ihre Fassade zwar nicht. Das ungleichmäßig verwitterte Holz wird aber oft als optisch weniger ansprechend wahrgenommen.

Die richtige Oberflächenbehandlung der Holzfassade sorgt dafür, dass es erst gar nicht so weit kommt.


Lasieren oder Streichen – so kommt Ihre Holzfassade groß raus

Moderne und innovative Oberflächenbehandlungen für Holzfassaden bestehen in der Regel aus

  • einer Grundierung und einer Schutzfarbe.
  • oder aus einer Grundierung und einer Lasur.

Achten Sie unbedingt darauf, dass Grundierung und Anstrich aufeinander abgestimmt sind. Nicht jede Grundierung passt zu jedem Anstrich.

Zu Kompliziert? Kein Problem: Einige Hersteller bieten mittlerweile Lasuren und Grundierung in einem an.

2. Die Grundierung – der Basis-Schutz für Ihre Holzfassade

Die Grundierung gewährleistet eine optimale Haftung des Lacks oder der Lasur auf dem Holz. Als Verbindung zwischen Werkstoff und Anstrich ist sie deshalb unverzichtbar. Eine moderne Grundierung kann aber noch viel mehr:

Holz als organischer Naturwerkstoff ist nicht nur beim Menschen äußerst beliebt. Auch Schädlinge siedeln sich hier gerne an. Grundierungen, die Bläue- und Schimmelpilz-Fungizide enthalten, wirken einem Schädlingsbefall effektiv entgegen. So haben Sie das Holz ganz für sich.

Manche Holzarten bluten aus. Das bedeutet, dass Inhaltstoffe aus dem Holz austreten und sich an der Oberfläche absetzen. Gerade bei hellen Anstrichen entstehen so fiese Flecken in der Fassade. Eine Sperrgrundierung versiegelt das Holz und hält die Farbe fleckenfrei.

Auf welche Zusatz-Funktionen Sie setzten bleibt Ihnen überlassen. Wichtig ist nur, dass die Grundierung sowohl mit der Holzart als auch mit dem zugehörigen Lack oder der Lasur abgestimmt ist.

Bunter Wetterschutz – schützen Sie Ihre Holzfassade mit Farbe, Lasur oder Öl

Die richtige Oberflächenbehandlung schützt Ihre Holzfassade vor Wind und Wetter. Welches Produkt ist das richtige: Tipp zum Bau berät.

Bei Tipp zum Bau erfahren Sie, wie Sie Ihre Holzfassade optimal pflegen.

Fröhlich farbenfrohe Holzhäuser, das kennen viele nur aus Ihrem Urlaub in Skandinavien. Doch auch hierzulande erfreuen sich Fassaden mit farbigem Anstrich immer größerer Beliebtheit. Egal ob sattes Schwedenrot oder dezentes Landhausgrau: Der richtige Farbton setzt Ihr Eigenheim perfekt in Szene und sorgt für Abwechslung im nachbarschaftlichen Einheits-Look.

Moderne Holzschutzfarben werten Ihre Fassade aber nicht nur optisch auf.

  • Sie wehren außerdem Wind und Wetter ab.
  • Dadurch verhindern sie, dass das Holz abgenutzt wird, ergraut oder gar zu faulen beginnt.

Für den Anstrich werden üblicherweise Holzschutzfarben oder Holzlasuren verwendet.

  • Lasuren sind halbtransparent. Die natürliche Struktur des Holzes bleibt weiterhin sichtbar.
  • Deckende Farben schaffen durch ihre glatte, makellose Oberfläche ein einheitliches Gesamtbild.

Seltener werden Holzfassaden mit Öl oder Wachs behandelt.

3. Holzfassaden streichen mit Holzschutzfarbe

Tipp zum Bau zeigt Ihnen die Vorteile von Minibaggern

Schützen Sie Ihr Haus am besten, wenn Sie die Fassade mit Holzschutzfarbe streichen.

Ein Anstrich mit Holzschutzfarbe schützt Ihre Fassade effektiv vor Sonne, Nässe und Erosion. Neben Farbpigmenten enthalten moderne Schutzfarben oft Biozide oder sogenannte hydrophobe Zusätze. Hierdurch nimmt die Holzfassade weniger Wasser auf und bietet Schimmel und Schädlingen keinen Nährboden.

Allerdings gilt: Je mehr Zusatzstoffe, desto schlechter die Ökobilanz. Erkundigen Sie sich im Vorfeld. So schützen Sie nicht nur die Umwelt, sondern auch Ihre eigene Gesundheit.

Außenfarben basieren in der Regel auf Acrylaten oder Kunstharzen.

  • Kunstharz-Farben bezeichnen Farben, die Bindemittel aus Kunstharzen beinhalten. Die Eigenschaften hängen dabei vom jeweiligen Kunstharz ab. Insofern ist die Bezeichnung „Kunstharz“ sehr unspezifisch.
  • Acrylate sind besonders lichtbeständige Kunststoffe und bleichen nur langsam aus. Darüber hinaus sind Acrylate glasklar ohne störende Eigenfärbung.

Grundsätzlich erhalten Sie Außenfarben entweder gelöst oder dispergiert:

  • Bei gelösten Außenfarben ist das Kunstharz vollständig in Lösemitteln aufgelöst. Nach dem Anstrich verflüchtigt sich das Lösemittel und die Farbe bleibt an der Oberfläche haften.
  • Dispergierte Farben enthalten weniger Lösemittel. Hierdurch werden die Kunstharze nur an der Oberfläche angelöst. Für den Anstrich wird die Farbe mit Wasser verdünnt. Verdunstet das Wasser, bleiben die angelösten Kunstharz-Pigmente aneinander haften. Es entsteht ein deckender Anstrich.

Für die Umwelt: Dispergierte Farben enthalten weniger Lösemittel und gelten daher als umweltfreundlicher. Allerdings handelt es sich bei den angelösten Kunstharz-Partikeln um Mikroplastik. Wird der Pinsel ausgewaschen landet das Mikroplastik im Wasserkreislauf. Sorgen Sie also besser für eine umweltschonende Entsorgung Ihrer Maler-Utensilien.

Sie wollen Ihre Holzfassade anstreichen? Informieren Sie sich auf unserer Seite Außenfarbe darüber.

4. Holzfassaden lasieren

Mit Tipp zum Bau erfahren Sie, auf was es beim Lasieren ankommt.

Im Hinblick auf die Umwelt verzichten Sie auf chemischen Holzschutz oder Lasuren mit bioziden Wirkstoffen.

Holzlasuren sind dünnflüssiger als Holzschutz-Farben. Dadurch ziehen Lasuren tiefer in das Holz ein und schützen es von innen vor Wettereinflüssen. Dabei gilt: Je dünnflüssiger eine Lasur ist, desto tiefer zieht sie in das Holz. Egal ob farbig oder klar, Lasuren überdecken die natürliche Maserung des Holzes nicht und wirken wunderbar natürlich.

Unterschieden wird zwischen Dünnschichtlasuren und Dickschichtlasuren:

Dünnschichtlasuren sind sehr dünnflüssig und ziehen tief in die Holzfassade ein. Dabei bilden sie keinen geschlossenen Film auf der Oberfläche des Holzes.

  • Das Holz wittert schneller und benötigt viel Pflege.
  • Allerdings bleibt das Holz dadurch atmungsaktiv, kann also Feuchtigkeit aufnehmen und wieder an die Umgebung abgeben.
  • Ohne die Schutzschicht auf dem Holz lässt sich die Lasur außerdem unglaublich schnell erneuern. Die Fassade muss hierfür nicht erst mühevoll geschliffen werden.

Dickschichtlasurn erinnern in ihrer Konsistenz an Holzschutzfarben. Sie sind dickflüssiger und ziehen nicht so gut in das Holz.

  • An der Oberfläche bildet sich ein Schutzfilm, der vor Feuchtigkeit schützt. Dadurch wird die Fassade witterungsbeständiger.
  • Eine Sanierung wird erst nach einigen Jahren fällig.

Haben Sie Risse in der Schutzschicht gefunden? Dann sollten Sie schnell handeln. Denn durch die Risse tritt Wasser in das Holz ein. Durch das Wasser verformt sich die Oberfläche und die Lasur beginnt abzublättern. Wenn das Wasser nicht trocknet, kann die Fassade zudem zu faulen beginnen.

5. Öl oder Wachs – der natürliche Schutz

Die richtige Ölwachslasierung finden Sie mit Tipp zum Bau.

Spezielle Pflegeöle verlängern die Lebensdauer der Holzfassade.

Wer die warme, natürliche Optik seiner Holzfassade erhalten will, der greift auf farblose Öle zurück. Diese werden vom Holz aufgesogen und schützen es von innen heraus vor Nässe. Noch mehr Sicherheit bieten Öl-Wachs Gemische. Statt in das Holz einzuziehen, bilden Sie einen permanenten Schutzfilm auf dem Holz. Ihr Vorteil: Die natürliche Struktur des Holzes bleibt bestehen.

Im Öl enthaltene Bitterstoffe bieten einen zusätzlichen Schutz gegen Schädlinge und Schimmel. Das gilt allerdings nur, wenn das Holz nicht bereits befallen ist. In diesem Fall hilft nur noch, das befallene Holz umgehend auszutauschen.

Ein Ölanstrich benötigt bis zu eine Woche, um vollkommen auszuhärten. Daher sollten die Arbeiten zwischen Mai und Juli vorgenommen werden. Dann ist das Klima mild und trocken – perfekte Voraussetzungen.

Generell reagieren geölte Holzfassaden empfindlich auf hohe Luftfeuchtigkeit. Bei feuchtem Klima drohen Schimmel und Ablösungen. Hier empfiehlt es sich, auf alternative Oberflächenbehandlungen zurückzugreifen.

6. Schutzfarbe oder Lasur – die richtige Wahl für Ihre Holzfassade

Egal ob Holzschutzfarbe oder Holzlasur – beide Methoden schützen Ihre Holzfassade wirksam vor Wind und Wetter. Allerdings spielen einige Faktoren bei der Wahl eine Rolle.

Reine Formsache – die Maßhaltigkeit von Holz

Holzmaterial ist das fundamentale Material zum Aufbau der Ummantelungen.

Als Fassadenmaterial wird Holz vor allem wegen seiner Nachhaltigkeit und seiner guten Ökobilanz geschätzt.

Holz unterscheidet sich von anderen Baustoffen wesentlich in einer Eigenschaft: Durch seine offenporige Struktur kann es leicht Wasser aufnehmen. Das bleibt nicht ohne Folgen: Das Holz beginnt zu quellen, dehnt sich aus und verändert seine Form. Problematisch wird die Verformung des Holzes sobald sie die Funktion beeinträchtigt. Ein verformter Fensterrahmen etwa verhindert, dass sich das Fenster problemlos öffnen und schließen lässt. Hier ist ein wirksamer Schutz vor Nässe enorm wichtig.

Die Norm DIN EN 927 kategorisiert Holzbauteile in maßhaltige, begrenzt maßhaltige und nicht maßhaltige Bauteile.

  • Ist die Funktion eines Bauteils durch Verformung gefährdet, spricht man von maßhaltigen Hierzu gehören Türen und Fenster. Einen wirksamen Schutz vor Nässe bieten Ihnen deckende Lacke.
  • Leichte Maßänderungen sind bei begrenzt maßhaltigen Bauteilen erlaubt. Für Balkonbrüstungen oder Fensterläden eignen sich deshalb Holzschutzfarben und Lasuren.
  • Nicht maßhaltige Bauteile dürfen ihre Form beliebig verändern. Ein einheitlicher Oberflächenschutz ist nicht geregelt.

Holzfassaden gehören als Verbretterung zu den nicht maßhaltigen Holzbauteilen. Die Wahl zwischen Lasur und Farbe liegt also ganz bei Ihnen.

Viel Farbe – wenig Aufwand: So viel Pflege braucht Ihr Holz

Lasuren, insbesondere Dünnschichtlasuren, lassen das Holz vergleichsweise schnell wittern. Um Ihre Holzfassade trotzdem effektiv vor Nässe und Sonne zu schützen, müssen Sie häufig zum Pinsel greifen. Allerdings ist der neue Anstrich mit wesentlich weniger Aufwand verbunden als bei filmbildenden Farben. Statt die alte Schutzschicht mühsam abzuschleifen lässt sich die alte Lasur kinderleicht überstreichen.

Als Faustregel gilt: Ein dicker Anstrich wittert langsamer. Holzschutzfarben müssen Sie daher deutlich seltener erneuert werden als Lasuren. Dafür ist die Sanierung aufwändiger. Denn die alte Farbe muss restlos entfernt werden, bevor ein neuer Anstrich möglich ist.

 Das Auge entscheidet mit

Das Eigenheim ist für viele der wichtigste Rückzugsort zum Entspannen und Kraft tanken. Umso wichtiger ist es, dass Sie sich hier wohl fühlen. Überlegen Sie sich deshalb unbedingt, welche Variante Sie optisch anspricht.

Für Lasuren spricht, dass sie die natürliche Holz-Optik bewahren. Unter der Farbschicht geht Ihnen die natürliche Maserung dagegen schnell verloren.

Aber auch Ihre Wunschfarbe kann die Wahl beeinflussen:

  • Bei dunklen Farbtönen sind Lasuren vorteilhaft. Denn dunklere Lasuren beinhalten mehr Pigmente als helle Lasuren. Mehr Pigmente bedeuten gleichzeitig einen höheren UV-Schutz. Daher sind dunkle Lasuren lichtbeständiger.
  • Farben verhalten sich andersrum. Dunkle Farbtöne absorbieren viel UV-Strahlung. Dadurch heizt sich die Oberfläche auf und es bilden sich Risse. Helle Farben besitzen allerdings mehr Pigmente als Lasuren und sind daher lichtbeständiger.

Damit Ihre Holzfassade Ihre strahlende Farbe möglichst lange bewahrt, wählen Sie bei hellen Tönen eine Schutzfarbe, bei dunkleren Farbtönen eine Lasur.

7. Der neue Anstrich – mit diesen Kosten müssen Sie rechnen

Die Kosten eines Schranksystems sind besonders vom verwendeten Material abhängig.

In diesem Absatz lesen Sie, wie hoch die Kosten für eine Holzfassade sind.

Sie planen Ihre Fassade zu streichen? Dann kommt nicht nur einiges an Arbeit auf Sie zu. Um die Kosten abschätzen zu können lohnt es sich, den Aufwand im Vorfeld zu kalkulieren.

Der Preis für den Anstrich hängt vor allem davon ab, zu welchem Material Sie greifen. Außerdem spielen die Fläche Ihrer Fassade und deren Zustand eine wichtige Rolle.

Weitere Kostenfaktoren sind außerdem:

  • Professionelle Unterstützung: Arbeiten in luftiger Höhe – das ist nicht jedermanns Sache. Wenn Sie schwindelanfällig sind oder sich die Arbeit auf der Leiter körperlich nicht zutrauen, suchen Sie lieber professionelle Unterstützung. Malerbetriebe kümmern sich nicht nur um den Anstrich. Sie übernehmen auf Wunsch die komplette Fassaden-Sanierung für Sie.
  • Falls sie doch selbst tätig werden gilt: Sicherheit geht vor. Statt auf der wackligen Leiter Ihre Gesundheit zu riskieren, sichern Sie schwer erreichbare Stellen besser mit einem Gerüst.

Die Materialkosten

Die Materialkosten für das Streichen oder Lasieren liegen bei etwa 10 € bis 30 € pro Liter. Mit einem Liter lassen sich etwa 6 bis 8 m2 streichen. Das bedeutet pro Quadratmeter entstehen Materialkosten von 1,50 € bis 4,50 €. Hinzu kommen die Kosten für die Grundierung. Diese schlagen mit etwa 0,50 € pro Quadratmeter zu Buche.

Der Tabelle entnehmen Sie die Kosten für einen einmaligen Anstrich oder einen doppelten Anstrich für eine Fläche von 100 Quadratmetern.

 Kosten pro 100 m2
Ein Anstrich mit Grundierung200 € – 500 €
Zwei Anstriche mit Grundierung350 € – 950 €

Wie viele Quadratmeter hat meine Holzfassade?

Um besser einschätzen zu können, wie viel Farbe sie benötigen hier einige hilfreiche Tipps zur Berechnung Ihrer Fassaden-Fläche:

  • Messen Sie die Höhe Ihrer Außenwand bis zur Traufe, also bis zur Tropfkante des Daches. Die Höhe multiplizieren Sie mit der Breite der Wand. Ist die Vorder- und Rückseite Ihres Hauses identisch, nehmen Sie das Ergebnis mal 2.
  • Bei einem dreieckigen Giebel: Messen Sie die Höhe von der Traufe bis zum Dachfirst und multiplizieren sie mit der Breite der Wand. Das Ergebnis teilen Sie durch 2.
  • Haben Sie diese Schritte für alle Hausseiten durchgeführt, addieren Sie die Ergebnisse.
  • Fenster und Türen abziehen: Die Fläche der Fenster und Türen berechnen Sie einfach mit Länge mal Breite. Zählen Sie die Ergebnisse aller Fenster und Türen zusammen. Das Ergebnis ziehen Sie dann von der Fläche der Fassade ab.

Das Ergebnis zeigt Ihnen, wie viele Quadratmeter zu streichen sind.

Kosten für den Maler

Der Stundenlohn des Malers liegt zwischen 30 € und 60 €. Wenn Sie auf professionelle Hilfe zurückgreifen wollen, lohnt sich ein Preisvergleich.

8. Fazit zur Holzfassade

Tipp zum Bau zeigt Ihnen Ihr schwedisches Traumhaus.

Der Pflegeaufwand für eine Fassade aus Holz hängt maßgeblich vom Standort, der Holzart und den Anstrichmitteln ab.

Holzfassaden sind nicht maßhaltig. Das bedeutet, dass sie ihre Funktion weiterhin ausüben, selbst wenn sich deren Holzbauteile verformen.  Daher haben Sie die Wahl: Je nach persönlicher Präferenz wählen Sie zwischen Ölen, Schutzfarben oder Lasuren für Ihren Anstrich. Dabei stimmen Sie die Grundierung auf den jeweiligen Anstrich ab. Während des Kaufs achten Sie auf die Ökobilanz der Holzschutzfarbe. Bedenken Sie jedoch, dass die Auswahl ambivalent zu betrachten ist.

Ein Beispiel dafür sind Dispersionsfarben. Diese enthalten zwar weniger Lösungsmittel, dafür bestehen sie jedoch aus umwelt-schädigendem Mikroplastik. Hinzu kommt, dass die Preise für den Anstrich einer Holzfassade unterschiedlich hoch sind. Sie hängen vom Material, der Flächengröße und dem Zustand der Holzfassade ab.

9. Tipps zur Reinigung einer Holzfassade

  • Reinigen Sie die Holzfassade schonend.
  • Hinter der Holzfassade befindet sich nämlich eine Dämmung. Dringt Wasser ein, wird diese geschädigt.
  • Vor starkem Wasserdruck aus einem Hochdruckreiniger ist abzuraten.
  • Falls Sie einen Hochdruckreiniger nutzen, versiegeln Sie im Anschluss das Holz. Denn nach einer Reinigung dringen Schmutz und Feuchtigkeit leichter in die Poren ein.
  • Da bei einer Reinigung mit Trockeneis auf Wasser verzichtet wird, ist diese besonders empfehlenswert.
  • Mit Hilfe der Trockeneis-Düse verschwinden witterungsbedingte Verfärbungen. Außerdem wird das Holz geschont und Ihre Holzfassade geschützt.
  • Reinigungen mit Trockeneis sind kostspielig und werden im Regelfall von Fachfirmen durchgeführt.

10. Wie funktioniert die Reinigung der Holzfassade mit Trockeneis?

Trockeneis wird auch als Kohlenstoffdioxid bezeichnet. Es wird für die Reinigung von Oberflächen aller Art eingesetzt und verflüssigt nicht. Mittels eines Strahlgeräts für Trockeneis werden Trockeneis-Partikel mit 5.000 Litern Luft pro Minute beschleunigt. Dadurch unterkühlt das zu reinigende Material. Schließlich wird es spröde. Da sich Risse bilden, dringen Trockeneis-Partikel in diese ein und sublimieren.  Sublimieren bedeutet, dass das Kohlenstoffdioxid unmittelbar vom festen in den gasförmigen Zustand übergeht. Bei diesem Vorgang dehnt es sich aus. Während es sein Volumen vergrößert, sprengt es den Schmutz von der Oberfläche ab.

11. Weshalb sind Grundierungen an Ihrer Holzfassade sinnvoll?

Holz mit variierender Saugfähigkeit ist problematisch. Denn auf derartigem Holz dringen Lacke oder Farben öfters tiefer in die Poren ein.  Dadurch wirkt der Anstrich der Holzfassade unregelmäßig. Um Abhilfe zu schaffen, benötigen Sie eine Grundierung. Diese trägt dazu bei, dass Stoffe isoliert werden. Somit wird verhindert, dass sich diese durch einen Anstrich lösen. Prinzipiell übernimmt die Grundierung  also die Schutzfunktion des Holzes.

12. Rechtliche Bestimmungen für Ihre Holzfassade

Auf Grundlage der Musterbauordnung (MBO) existieren die Landesbauordnungen. Dabei leistet die MBO Orientierungshilfe. Da Holz als Baustoff rechtlichen Bestimmungen unterliegt, gibt es dafür Regelungen in der MBO. Für die Holzfassade gilt speziell der §13 der MBO Schutz gegen schädliche Einflüsse. Demzufolge sind Sie in der Pflicht, Ihre Holzfassade zu pflegen. Achten Sie darauf, dass Ihre Holzfassade keine Gefahr für Sie und Ihre Nachbarn darstellt!

Daher schützen  Sie Ihre Holzfassade unter anderem vor:

  • Chemischen und biologischen Einflüssen.
  • Feuchtigkeit.
  • Tierischen Schädlingen.

13. Tipps zum Anstrich mit Öl an Ihrer Holzfassade

Tipp-zum-Bau berät Sie beim Kauf Ihres Fertighauses. Ein beliebter Fertighaustyp ist der Bungalow.

Holzschutz auf Ölbasis bleibt langanhaltend flexibel und bietet optimalen Wetter-, Feuchtigkeits- und UV-Schutz.

  • Grundsätzlich benötigt Ihre Holzfassade zwei Anstriche.
  • Verwenden Sie Öl für den Erstanstrich, können Sie auf eine Grundierung für Ihre Holzfassade verzichten.
  • Die Holzfeuchte darf maximal 20 Prozent betragen.
  • Am besten säubern Sie zuvor bestrichene Flächen.
  • Für einen Öl-Anstrich benötigen Sie Mikrofaser-Roller und eventuell Pinsel.
  • Probeanstriche sind empfehlenswert. Dadurch prüfen Sie die Haftung des Öls.

14. Vorteile von Lasuren

Folgt der Anstrich an Ihrer Holzfassade mit einer Lasur, profitieren Sie aus mehreren Gründen:

  • Die Lasur zieht tief in das Holz ein.
  • Daher gewährleistet sie einen besseren Schutz im Inneren des Holzes.
  • Dort bildet sich ebenfalls eine Schicht, welche den Eintritt von Feuchtigkeit verhindert.
  • Wasserdampf ist weiterhing durchlässig. Dies trägt zu einem angenehmen Raumklima bei.
  • Das Holz wirkt weiterhin natürlich.
  • Die Lasur blättert nicht ab, da sie in das Holz einzieht.

15. Vorkehrungen für den Anstrich Ihrer Holzfassade

  • Schleifen Sie das Holz vor dem Anstrich mit Schleifpapier an. Dadurch haftet der Anstrich besser. Anschließend waschen Sie den Schleifstaub ab.
  • Entfernen Sie Farbreste und verspachteln Sie Löcher.
  • Damit Sie die bereits existierenden Farbreste ordnungsgemäß abtragen, verwenden Sie eine Drahtbürste.
  • Falls Ihre Holzfassade bereits eine Farbschicht hat, nehmen Sie Blasen unter die Lupe. So erfahren Sie, ob sich unter den Blasen Feuchtigkeit gebildet hat.

16. Gestaltung der Fassadenverkleidung Holz

Für die Fassadenverkleidung Holz gibt es drei verschiedene  Gestaltungsmöglichkeiten:

Holz ist ein sehr beliebtes Material für Sockelleisten

Holzplatten ermöglichen eine einfache und arbeitszeitsparende flächige Fassadengestaltung.

Holzwerkstoff-Platten

Holzwerkstoff-Platten bestehen aus zerkleinertem Holz wie beispielsweise Holzspänen oder Holzfasern. Diese stammen  von verschiedenen Holzstücken. Durch Pressen und Leimen werden sie zu größeren Platten verbunden. Platten aus Holzwerkstoff sind homogen. Außerdem sind sie von Quellen und Schwinden kaum betroffen . Hinzu kommt, dass die Platten großflächig und bis zu 2,8 Meter lang sind. Weitere Vorteile bestehen darin, dass sie kostengünstig und in unterschiedlichen Format-Höhen erhältlich sind.

Vollholz

Bei Vollholz handelt es sich um einen bearbeitenden Baumstamm, welcher gesägt wurde. Daher sind Schnitthölzer und Bretter aus einem durchgehenden Holzstück entstanden. Fassaden-Elemente  aus Vollholz zeichnen sich dadurch aus, dass sie besonders gut vor Wärme und Feuchtigkeit schützen. Vollholz eignet sich sowohl für Einfamilienhäuser als auch für mehrgeschossige Gebäude  aus Holz.

Holz und Glas

Für die Fassadenverkleidung Holz eignet sich ebenfalls eine Pfosten-Riegel-Konstruktion. Diese besteht beispielsweise aus senkrechten Holzpfosten und Glas. An erstere sind horizontale Riegel angeschlossen und Pressleisten angeschraubt. Mittels der Pressleisten wird das Glas festgehalten. Während das Glas Sonnenlicht sammelt, verwandelt die Altbauwand dieses in Wärme. Hinzu kommt, dass die Pfosten-Riegel-Konstruktion den Wohnraum  wie bei einem Wintergarten vergrößert.

17. Holzwerkstoffe für die Fassadenverkleidung Holz

Im Folgenden erfahren Sie, welche Holzwerkstoffe für die Fassadenverkleidung Holz sinnvoll  sind:

Gehobelte Bretter

Zu den bekanntesten Holzwerkstoffen für die Fassadenverkleidung Holz gehören gehobelte Bretter bzw. Profilbretter. Wie der Name bereits ausdrückt, wurden Ihnen Späne mit einem Hobel entfernt. Mit Hilfe von Nut und Feder  lassen sich Profilbretter miteinander verbinden. Sie sind durchschnittlich 4 – 5 m lang und maximal 12 cm breit. Generell sind Profilbretter aus zwei Gründen empfehlenswert. Einerseits regulieren Sie die Feuchtigkeit. Andererseits sorgen Sie für ein angenehmes  Raumklima.

Lamellen aus Holz

Lamellen-Verkleidungen  bestehen aus Brettern oder Platten, die miteinander verleimt sind. Die Lamellen sind entweder schräg oder waagrecht montiert. Da sie wasserdurchlässig sind, muss die tragende Wand wetterfest sein. Der Vorteil liegt darin, dass Lamellenverkleidungen vor Sonneneinstrahlungen  schützen.

Plattenverkleidungen

Holzplatten lassen sich einfach und schnell montieren. Daher eignen  sie sich für großflächige Fassaden. Sie sind bis zu 5 m lang und bestehen aus mehreren verleimten Massivholz-Platten. Diese werden entweder unsichtbar mit Hilfe fertiger Systemlösungen oder sichtbar auf Kantholz-Unterkonstruktionen angebracht.

18. Was müssen Sie bei der Fassadenverkleidung Holz berücksichtigen?

Im Folgenden informieren wir Sie über die wichtigsten  Aspekte, die Sie bei der Fassadenverkleidung Holz beachten:

  • Eine Hinter-Lüftung zwischen der Fassadenverkleidung Holz und der Wand ist empfehlenswert.
  • Sie trägt dazu bei, dass Feuchtigkeit in einem Hohlraum von 20 mm trocknet.
  • Für die Montage der Hinter-Lüftung verwenden Sie rostfreie Legierungen.
  • Unterkonstruktionen setzen sich aus Holzplatten in den Größen 42×48 mm oder 30×50 mm zusammen.
  • Vordächer verhindern, dass Ihre Fassadenverkleidung Holz feucht wird.
  • Damit Ihre Holzfassade funktionsfähig ist, schützen Sie diese vor Spritzwasser. Daher sorgen Sie dafür, dass Abstände zu Mauern und Böden eingehalten werden.
  • Grundsätzliche beträgt der Abstand zum Boden 30 cm.
  • Für Ihre Fassadenverkleidung Holz verwenden Sie heimische Hölzer. Dazu zählen Lärchen, Kiefern, Fichten und Tannen. Somit schonen Sie die Umwelt und vermeiden lange Lieferwege.

19. Kosten für die Fassadenverkleidung Holz

Grundsätzlich variieren die Kosten für die Fassadenverkleidung Holz stark. Dabei ist es notwendig zwischen zwei Kosten-Arten zu differenzieren:

  • Die gesamte Fassade inklusive Dämmung.
  • Ebenfalls die gesamte Fassade, jedoch ohne Dämmung.

Fassadenverkleidung Holz mit oder ohne Dämmung anbringen lassen

Möchten Sie eine Fassadenverkleidung Holz an Ihrer Hauswand anbringen lassen, zahlen Sie mindestens  50 € pro m². Hier schwanken die Preise jedoch stark und sind abhängig von:

  • Holzqualität.
  • Holzart.
  • Fassadenkonstruktion.

Für Ihr Fassadenverkleidung Holz inklusive Dämmung müssen Sie mit Kosten zwischen 100  € und 200 € pro m² rechnen.

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