Heizungsthermostat

Das Heizungsthermostat – eine Technikübersicht

Energie sparen ist wichtiger denn je! Und das ist einfacher als gedacht: Es reicht die Montage eines Heizungsthermostats an Ihrem Heizkörper. Ob klassisch, programmierbar oder mit Funk. So schonen Sie die Umwelt und Ihren Geldbeutel. Trotzdem haben Sie es immer kuschelig warm.

1. Heizungsthermostat – klassisch oder modern

Anfang der 70er Jahre trieb die Ölkrise die Preise für Energie in die Höhe. Maßnahmen zum Energiesparen waren gefragt. In Wohnungen und Büros hielt das Thermostatventil Einzug. Davor wurde die Temperatur in Räumen von Hand geregelt. Wurde es in einem Raum zu warm, half nur langes Lüften. Das war nicht nur umständlich, sondern verschwendete auch viel Energie.

Heutzutage gibt es neben den klassischen Handreglern auch programmierbare Heizungsthermostate. Diese lassen sich nach Uhrzeit und gewünschter Temperatur genau einstellen. Noch komfortabler sind funkgesteuerte Thermostate, die sich über Apps steuern lassen.

2. Das klassische Heizkörperthermostat

Bei Tipp zum Bau erfahren Sie mehr zum klassischen Heizungsthermostat mit Skala und Regler.

Das klassische Heizungsthermostat hat meist eine fünfstellige Skala. Stellen Sie es durch Drehen am Regler ein.

Stellen Sie das konventionelle Heizungsthermostat einfach durch Drehen ein. Die meist fünfstellige Skala steht hierbei für die verschiedenen Raumtemperaturen. Das Thermostat besteht aus einem Thermostatkopf und einem Ventil, das sich im Inneren befindet. Dabei steht die fünfte Stufe für eine Raumtemperatur von 28°C. Jede weitere Stufe entspricht einer Differenz von etwa 4 °C. Im Thermostatkopf befindet sich ein Fühlerelement mit einer Ausdehnungsmasse oder einer Flüssigkeit. Dieses nimmt die aktuelle Raumtemperatur wahr. Es reguliert durch Ausdehnen beziehungsweise Zusammenziehen den Übertragungsstift im Ventil der Heizung.

Eine Raumtemperatur von 20°C entspricht dabei ungefähr der Stufe 3 des Thermostats. Das Ventil ist geöffnet, solange die Temperatur unter diesem Bereich liegt – die Heizung erwärmt sich. Überschreitet die Raumtemperatur die gewünschten 20°C, dehnt sich die Masse im Thermostatkopf aus. Dadurch drückt die Masse den Übertragungsstift auf das Heizkörperventil und schließt dieses.

Ein solches manuelles Thermostat funktioniert allerdings nicht wie ein Wasserhahn. Es wird nicht mehr geheizt, je weiter Sie die Heizung aufdrehen. Stattdessen stellen Sie die gewünschte Temperatur ein, die das Thermostat dann reguliert.

Nachteile von manuellen Heizungsthermostaten

  • Konventionelle Heizungsthermostate lassen sich nur manuell bedienen und schalten nicht automatisch runter. So geht beispielsweise beim Lüften viel Energie verloren, wenn Sie die Heizung nicht herunterdrehen. Diese versucht dann stetig, die gewünschte Temperatur zu halten.
  • Auch wenn tagsüber niemand im Haus ist, schaltet die Heizung nicht automatisch in den Sparmodus.

3. Heizungsthermostate – programmierbar und mit Funk

Tipp zum Bau erklärt Ihnen, wie Sie programmierbare Heizungsthermostate Ihren Tages-Gewohnheiten anpassen.

Passen Sie programmierbare Heizungsthermostate Ihren Tages-Gewohnheiten an.

Ein ähnliches Prinzip wie klassische Heizungsthermostate verwenden programmierbare Thermostate. Dabei bieten sie allerdings einige Extras mehr. Sie besitzen einen elektronischen Fühler, der die Temperatur misst und die Heizungsventile steuert. Der ausschlaggebende Vorteil ist hierbei, dass Sie Ihre Heizung nach Uhrzeit programmieren. Sie schaltet sich Ihrem Tagesrhythmus entsprechend ein und aus:

  • Morgens haben Sie ein warmes Bad.
  • Tagsüber schaltet die Heizung automatisch
  • Zum Feierabend wärmt sie Ihre Wohnung passend wieder auf.

Sie haben die Möglichkeit, die Temperatur gradgenau für jeden Raum einzustellen. Das macht einen enormen Unterschied zum manuellen Heizungsthermostat. Denn beim Energiesparen zählt jedes Grad. Passen Sie die Temperatur dem jeweiligen Bedarf an:

  • Schlafzimmer: Kühle 15-18°C sind ausreichend.
  • Badezimmer und Kinderzimmer: Warme 22°C werden hier empfohlen.
  • Wohnbereich: Wohnliche 20°C sind ratsam.

Es gibt auch sogenannte intelligente Heizungsthermostate. Sie erkennen über einen bestimmten Fühler, wenn Sie ein Fenster öffnen. Daraufhin schalten sie von alleine runter, um weniger Energie zu verbrauchen. Sparen Sie rund 8% der Heizkosten mit einem solchen Thermostat.

Denken Sie daran, regelmäßig den Batterie-Ladezustand Ihres Geräts zu überprüfen. Ansonsten riskieren Sie einen Ausfall Ihrer Heizung.

Tipps zu programmierbaren Heizungsthermostaten

Sie rüsten auf ein elektronisches Thermostat um? Dann behalten Sie nicht nur den Preis im Auge. Oft sind mittelpreisige Thermostate genauso gut wie sehr teure Modelle. Achten Sie weiterhin auf zwei Aspekte, die Ihnen das Heizen erleichtern:

  • Eine leicht ausführbare Programmierung.
  • Eine simple Bedienung.

Viele Geräte haben auch mehrere voreingestellte und auswählbare Programme. Sie haben einen unkonventionellen Tagesablauf? Dann ist es ratsam, das Gerät selbst Ihren Bedürfnissen anzupassen.

Programmierbare Heizungsthermostate mit Funk

Erfahren Sie bei Tipp zum Bau, wie sich Ihre Heizungsthermostate per Handy steuern lassen.

Steuern Sie Ihre Heizungsthermostate bequem per Handy.

Im Vergleich zu klassischen Heizungsthermostaten bieten digitale Thermostate bereits einige Vorteile. Noch komfortabler und genauer sind dagegen Heizkörperthermostate, die Sie per Funk oder WLAN steuern. Der ausschlaggebende Vorteil ist, dass die Temperatur von einer beliebigen Stelle im Raum gemessen wird. Dadurch sind noch genauere Messergebnisse möglich.

Zugluft beeinflusst die Heizungsthermostate nicht mehr. Ebenso wenig befinden sich die Thermostate in Heizungsnischen, in denen sich die Wärme staut. Viele Hersteller bieten noch weitere Vorteile:

  • Sie binden das lokale Wetter in das Heizsystem ein. Erwärmt die Sonne Ihr Haus, fährt die Heizung ihre Leistung herunter. So sparen Sie Energiekosten.
  • Bestimmte Programme überwachen die Funktionalität Ihres Heizsystems. Liegt ein Problem vor, informiert Sie die Software sofort. Beispielsweise per Nachricht auf Ihr Handy. Außerdem versucht sie, Ihnen Lösungsvorschläge zu bieten.
  • Weiterhin machen verschiedene Systeme Aussagen zur Luftqualität in Ihren Räumen. Gibt es Bedarf zur Verbesserung, gibt Ihnen ein Programm Ratschläge hierfür.

Überlegen Sie vor dem Kauf von Heizungsthermostaten mit Funk, welche Aspekte Ihnen wichtig sind. Für Technik-Begeisterte gibt es sogar die Möglichkeit, die Heizung bequem von unterwegs zu bedienen. Über eine Smart Home-App lässt sich die Heizung noch individueller steuern.

Bedenken Sie bei Heizungsthermostaten mit Funk folgende Aspekte:

  • Schützen Sie Ihre Heizanlage mit einem Passwort vor Eingriffen von außen.
  • Achten Sie darauf, dass der Hersteller Maßnahmen für die Sicherheit Ihres Systems anbietet.

Bei einem Netzwerk-Ausfall Ihres WLAN-Anbieters droht auch ein Ausfall der Heizanlage. Mittlerweile bieten allerdings viele Hersteller Rückfall-Optionen an. Somit funktioniert Ihr Heizsystem auch im Notfall einwandfrei.

4. Heizungsthermostate – Kosten und Ersparnisse

Bei Tipp zum Bau erfahren Sie alles zu Kosten und Ersparnissen bei verschiedenen Heizungsthermostaten.

Kosten und Ersparnisse variieren bei verschiedenen Heizungsthermostaten.

Egal, ob bei manuellen, programmierbaren oder per App gesteuerten Heizungsthermostaten. Es kommt immer darauf an, welchen Hersteller, welchen Typ und welche Zusatzfunktionen das Thermostat hat. Deshalb fallen die Kosten für das jeweilige Gerät unterschiedlich aus.

Preiswerte manuelle Thermostate gibt es schon ab ca. 8€ im Handel zu kaufen. Programmierbare Thermostate beginnen ab ca. 15€. Heizungsthermostate mit Funk gibt es ab ca. 25€. Wichtig ist aber nicht nur der Preis, sondern auch die Qualität des Geräts. Wägen Sie hier ab, wo Ihre Prioritäten liegen.

Ersparnisse bei Heizungsthermostaten

Es kommt vor allem darauf an, wie viel Grad auf dem Thermostat eingestellt sind. Bei Anwesenheit reichen 20°C voll und ganz aus. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie bei Abwesenheit eine Raumtemperatur von 14°C haben. Das spart enorm Heizenergie, ohne dass die Wohnräume zu sehr herunterkühlen.

Weitere Tipps, mit denen Sie sich Vorteile verschaffen:

  • Bei Heizkosten von 100€ pro Monat sparen Sie mit programmierbaren Heizungsthermostaten etwa 10€.
  • Führen Sie die Montage selbst durch.
  • Mit jedem Grad weniger sparen Sie um die 6% der Heizkosten ein.

5. Heizungsthermostate austauschen – Schritt für Schritt

Es gibt zwei verschiedene Szenarien, wann der Austausch eines Thermostats Sinn ergibt:

  • Das Thermostat ist optisch oder technisch beschädigt oder funktioniert nicht richtig. Wie viel Wasser in den Heizkörper fließt, hängt von der eingestellten Gradzahl ab. Bei defekten Heizungsthermostaten ist dieser Fluss gestört. Zum einen erreichen Sie die gewünschte Raumtemperatur nicht mehr. Zum anderen geht wertvolle und teure Heizenergie verloren. Doch wie erkennen Sie ein defektes Gerät? Es ist trotz abgedrehtem Ventil noch warm oder trotz aufgedrehtem Ventil noch kalt.
  • Sie planen Ihr altes Heizungsthermostat durch eine neue, moderne Variante auszutauschen. Dies ist vor allem sinnvoll, wenn Sie noch ein Modell mit Drehknopf besitzen. Heute gibt es digitale oder voll-automatisierte Varianten, die Sie über Apps steuern. Diese fahren beispielsweise die Temperatur über Nacht herunter. Oder schalten sich komplett ab, wenn Sie Ihre Fenster öffnen. Somit sparen Sie Energie und Kosten.

Wenn Sie sich für einen Wechsel entscheiden, braucht es nur etwas handwerkliches Geschick. Doch keine Sorge: Der Austausch eines Heizungsthermostats ist nicht schwer. Auch wenn Sie bisher keine handwerklichen Erfahrungen gemacht haben, ist ein Austausch möglich. Wie dies funktioniert, erfahren Sie im nächsten Schritt.

Schritt 1: Kauf eines neuen Heizungsthermostats

Achten Sie beim Kauf darauf, ein baugleiches Modell zu besorgen. Nicht jedes Modell passt zu jedem Heizkörper. Sie sind unsicher, welches das richtige ist? Nehmen Sie Ihr Heizungsthermostat in den Baumarkt oder Fachhandel mit und lassen sich beraten. Haben Sie das neue Thermostat online gekauft und es passt nicht? Machen Sie von Ihrem 14-tägigen Rückgaberecht Gebrauch.

Schritt 2: Abmontieren des alten Heizungsthermostats

Tipp zum Bau erklärt, welches Werkzeug das richtige für den Austausch eines Heizungsthermostats ist.

Verwenden Sie das richtige Werkzeug, wenn Sie Ihr altes Heizungsthermostat abmontieren.

  • Stellen Sie das Heizungsthermostat auf die höchste Stufe. Meistens ist dies Stufe 5. Dadurch sitzt das Thermostat besonders locker und ist leichter abzunehmen.
  • Danach lösen Sie die Befestigungen. Benutzen Sie hierzu je nach Modell eine Zange oder einen Schraubenzieher. Lösen Sie den Schraubring (zwischen Drehkopf und Ventil), indem Sie ihn gegen den Uhrzeigersinn drehen.
  • Nehmen Sie das Heizungsthermostat vorsichtig mit einem kleinen Ruck ab. Es löst sich nicht? Dann lockern Sie die Befestigungen weiter. Danach geht es einfach ab.

Vorsicht: Verwenden Sie bei einer Verschraubung unbedingt einen Schraubenzieher! Ansonsten kommt es zu dauerhaften Schäden.

Tipp: Haben Sie das Heizungsthermostat abgenommen, sehen Sie den Stift des Ventils. Dieser ist im Normalfall nach innen gedrückt. Ist dies nicht der Fall? Dann ist das Ventil defekt und nicht das Thermostat.

Schritt 3: Einbau des neuen Heizungsthermostats

Haben Sie das alte Heizungsthermostat abmontiert, bringen Sie das neue an:

  • Stellen Sie auch hier das Thermostat auf die höchste Stufe.
  • Bringen Sie das Gerät so an, dass es an der richtigen Stelle steht. Die höchste Stufe am Drehknopf stimmt dann mit der Einstellung des Thermostatkopfes überein.
  • Sobald Sie das Thermostat richtig justiert haben, ziehen Sie den Schraubring wieder fest.

Moderne Heizungsthermostate

Bei Tipp zum Bau erfahren Sie mehr zu intelligenten Heizungsthermostaten.

Durch intelligente Thermostate sparen Sie Heizenergie und Kosten. Sie erkennen, wenn Ihre Fenster geöffnet sind.

Sie planen, Funkthermostate einzubauen? Das Abmontieren und der Einbau des Heizungsthermostats bleiben hier gleich. Bedenken Sie aber beim erneuten Einbau die Installation eines geeigneten Bedienelements an der Wand. Gleiches gilt für die Temperaturfühler im Raum.

Neuere „intelligente“ Thermostate haben integrierte Bewegungsmelder und wissen, wann Sie Ihre Fenster öffnen. Daraufhin schaltet sich die Heizung ein bzw. aus. Bringen Sie auch diese Kontakt-Fühler an den geeigneten Stellen (Fenster und Türen) an. Ein weiterer Vorteil der intelligenten Thermostate ist das Bedienen über Ihr Smart Home. Das sind Apps oder ein zentrales Betriebselement in Ihrem Haus. Denken Sie daran, die neuen Heizungsthermostate mit diesen zu verbinden.

6. Vor- und Nachteile verschiedener Heizungsthermostate

In der folgenden Tabelle finden Sie zusammengefasst alle Vor- und Nachteile von klassischen, programmierbaren und Thermostaten mit Funk oder WLAN im Überblick:

 VorteileNachteile
Klassisches Heizkörperthermostat• Relativ günstig.
• Wunschtemperatur zu jeder Zeit einstellbar.
• Unkorrekte Anwendung führt zu hohem Energieverbrauch.
Programmierbares Heizkörperthermostat• Sie sparen rund 8% der Heizkosten ein.
• Heizung passt sich an den jeweiligen Tagesablauf des Hausbewohners an.
• Einzelne Räume sind genauestens regel- und programmierbar.
Gradgenaue Einstellung der Temperatur.
• Teurer als klassische Heizkörperthermostate.
• Stromzufuhr durch Batterien → Batterie-Ladezustand beachten.
Thermostate mit Funk oder W-LAN• Heizung lässt sich bequem von unterwegs steuern.
• Das Thermostat misst die Temperatur von einer beliebigen Stelle im Raum.
• Viele Extras.
• Sicheres Kennwort ist erforderlich.
Sicherheit hängt von Herstellern und ihren Schutzmaßnahmen ab.
• Bei Netzwerkausfall funktioniert die Steuerung nicht.

7. Fachpartner finden

Sie planen die Anschaffung eines neuen Heizungsthermostats? Oder benötigen einen Rat vor Ort? Unsere Fachpartner in Ihrer Nähe helfen Ihnen gerne!

8. Das smarte Heizungsthermostat

Das herkömmliche Heizungsthermostat kennt vermutlich jeder. Die fünf Stufen sind typisch und funktionieren sehr einfach. Mit einem smarten Thermostat regeln Sie die Temperatur jedoch leichter und präziser. Die meisten sind entweder über Bluetooth oder WLAN mit einer Schaltzentrale verbunden. Normalerweise haben Sie schon smarte Geräte und kennen sich mit der Einbindung bereits aus. Auf die für ein Smart Home typischen Wege steuern Sie dann Ihre Heizung. Die meisten Modelle haben auch weiterhin physische Knöpfe und eine digitale Anzeige. Falls es Ihnen lieber ist, steuern Sie die Temperatur über ihr Handy, Sprachassistenten oder Automationen. Das spart Zeit, Kosten und bringt im Idealfall eine extra Portion Komfort mit sich.

9. Wofür lohnt sich ein smartes Heizungsthermostat?

Sie kennen nun das Prinzip eines smarten Heizungsthermostat. Doch in welchen Anwendungsfällen ist das von Vorteil? Tipp zum Bau schlägt Ihnen ein paar Szenarien vor. Im Idealfall ist auch etwas für Sie dabei:

  • Komfort: Sie liegen gemütlich auf der Couch und genießen Ihren Feierabend bei einem Film. Anstatt aufzustehen und die entspannte Situation kaputt zu machen, bieten sich Ihnen andere Möglichkeiten. Per Stimme oder dem Smartphone in der Nähe lässt sich die Temperatur komfortabel verändern.
  • Automationen: In Kombination mit einem Sensor haben Sie ganz neue Möglichkeiten. Öffnen Sie das Fenster mit einem entsprechenden Kontaktsensor, schaltet sich die Heizung automatisch aus. Im Schlafzimmer benötigen Sie tagsüber keine Heizung. Außerdem heizen Sie nicht im wahrsten Sinne des Wortes zum Fenster hinaus. So sparen Sie sich Kosten und Arbeit. Ein manuelles Ausstellen der Heizung entfällt. Auch zeitbasierte Automationen haben diesen Effekt. Das smarte Heizungsthermostat heizt automatisch eine Stunde vor dem Zubettgehen auf eine gewünschte Temperatur.

10. Das bedeuten die Zahlen auf Ihrem klassischen Heizungsthermostat

Ein weiterverbreiteter Mythos in Bezug auf Heizungen ist folgender: Je mehr Sie die Heizung aufdrehen, desto schneller wärmt sie. Das ist definitiv falsch. Mit einer höheren Stufe erreichen Sie keine höhere Durchflussmenge, sondern eine höhere Temperatur. Wenn Sie 20 Grad als Zieltemperatur haben, reicht es, auf Stufe drei zu heizen. Stufe fünf bringt Sie nicht schneller an Ihr Ziel. Im Folgenden sehen Sie die Temperaturen der einzelnen Stufen:

  • Stufe 1 erreicht in der Regel eine Temperatur von 12 Grad Celsius.
  • Mit Stufe 2 heizen Sie auf 16 Grad Celsius.
  • Die Grundeinstellung der meisten Heizungsthermostate erreicht die Stufe 3 mit 20 Grad Celsius.
  • Mit Stufe 4 und 24 Grad Celsius erreichen Sie eine mehr als angenehme Wärme.
  • Stufe 5 ist die höchste Stufe mit etwa 28 Grad Celsius.

11. Das Heizungsthermostat dreht sich – doch es passiert nichts. Was ist zu tun?

Sie drehen die Heizung auf, aber die Heizung bleibt eiskalt. Woran liegt das? Um das zu beantworten, hilft es, zu verstehen, wie ein solches Heizungsthermostat funktioniert. Durch die Drehbewegung bewegt sich ein Teil innerhalb des Heizungsthermostats. Diese Bewegung verläuft entlang der Achse, auf der es sitzt. In der Achse, die aus dem Heizkörper kommt, ist ein Stift. Durch diese Bewegung schiebt sich der Stift rein oder raus. Der Stift fungiert als Ventil und reguliert die Durchflussmenge des Wassers. Je mehr Wasser, desto wärmer ist die Endtemperatur im Raum.

Der einzige Ausfall, den Sie hier selbst beheben, ist folgender: Manchmal verklemmt sich dieser Stift. Das heißt, dass sich trotz Drehen des Thermostats der Stift nicht bewegt. In diesem Fall ist eine Demontage und ein Freiklopfen des Stifts die Lösung. Alles andere erledigt ein Versorgungstechniker für Heizung. Auch wenn die Heizung trotz Drehen nicht mehr ausgeht, ist vermutlich das klemmende Ventil schuld.

12. Der richtige Austausch eines Heizungsthermostats

Ist das Thermostat einmal installiert, läuft es sehr lange. In seltenen Fällen kommt es vor, dass Sie das Heizungsthermostat abschrauben. Das ist der Fall, wenn es nicht mehr richtig funktioniert oder Sie es austauschen. Das passiert zudem aus ästhetischen Gründen oder durch die Neuanschaffung eines smarten Thermostats.

Sie stehen nun also vor dem betroffenen Heizkörper. Im Normalfall befindet sich zwischen Thermostatkopf und Heizkörper ein Ring aus Metall. Diesen Ring drehen Sie mit einer Rohrzange auf. Ist die Heizung voll aufgedreht, geht das am leichtesten. Durch das Gewinde auf der Innenseite gibt die Drehung das Thermostat frei. Anschließend nehmen Sie es einfach ab und ersetzen es. Drehen Sie den Ring wieder zu und bedienen Sie das neue Thermostat wie gewohnt. Vor dem Öffnen gibt es nichts weiter zu beachten. Es ist unmöglich, dass Heizwasser aus dem Thermostat austritt.

13. Diese Heizungsthermostate gibt es

Tipp zum Bau stellt Ihnen verschiedenen Heizungsthermostate gegenüber.

Neben klassischen Thermostaten gibt es auch digitale.

Das klassische Heizungsthermostat ist mit den Ziffern eins bis fünf ausgestattet und ist drehbar. Wenn Sie in eine neue Wohnung ziehen, machen Sie sich um Heizungsthermostate erstmal keine Gedanken. In den meisten Fällen ist ein Standard-Modell verbaut. Tipp zum Bau listet ein paar Alternativen auf und vergleicht diese:

  • Das Standardmodell mit fünf Ziffern: Dieses Modell war lange Zeit die einzige Möglichkeit, die Heizung zu steuern. Die fünf Ziffern stehen für verschiedene Temperaturen. Je höher die eingestellte Nummer, desto höher die Temperatur im Raum. Auf die Geschwindigkeit des Heizens hat die Höhe der Nummer keinen Einfluss.
  • Ein digitales Heizungsthermostat. Wenn Sie ein modernes Haus bewohnen, ist ein elegantes Design mit digitaler Anzeige interessant. Über physische Knöpfe lässt sich hierbei die Temperatur in 0,5 Grad Schritten verstellen.
  • Das smarte Heizungsthermostat: Die smarte Variante ist entweder über ein smartes Endgerät oder einen Sprachassistenten steuerbar. In Kombination mit Sensoren lassen sich Automationen einstellen, die Möglichkeiten sind nochmal höher.

14. Was ist, wenn das Heizungsthermostat nicht auf die Heizung passt?

Tipp zum Bau hilft bei nicht passenden Heizungsthermostaten.

Es gibt auch Heizungsthermostate, welche vom Standard abweichen.

In den meisten Fällen ist die Aufnahme des Heizthermostats standardisiert. Das bedeutet, dass Sie bei einem Neukauf meistens ohne Vorwissen die richtige Größe bekommen. Jedoch gibt es regionale Unterschiede. So ist der Standard in den USA ein anderer als in Deutschland. Klären Sie das am besten vor dem Umzug in ein anderes Land. Es wäre schade, wenn Sie Ihr möglicherweise hochwertiges smartes Heizungsthermostat eventuell nicht mehr verwenden.

Doch wie für fast alles, gibt es auch hier eine Lösung. In den meisten Fällen gibt es nämlich passende Adapter. Diese gleichen den Unterschied zwischen Aufnahme und Heizungsthermostat aus. Messen Sie den Durchmesser des Ausgangsrohrs an der Heizung und an Ihrem Thermostat. Ein passender Adapter ist im Normalfall schnell gefunden.

15. Gründe für den Austausch eines Heizungsthermostats

Ein Heizungsthermostat ist unwahrscheinlich lange haltbar. Die einfache Drehbewegung sorgt kaum für Verschleiß. Es gibt keine sich bewegende Kleinteile, die kaputt gehen. Dennoch gibt es Gründe, aus denen Sie Ihr Heizungsthermostat austauschen. Tipp zum Bau verschafft Ihnen einen Überblick:

  • Vergilbte Oberfläche: Plastik verfärbt sich mit der Zeit. Wenn Sie die Heizung oft benutzen, verstärkt sich der Effekt. Nach langer Nutzung erscheint die Oberfläche eines weißen Heizungsthermostats in einem unschönen, gelblichen Ton.
  • Aktualisierte Variante: Sie beschließen, Ihr Gebäude smart zu machen. Dann darf natürlich das Heizungsthermostat nicht fehlen. Das alte Thermostat tauschen Sie gegen ein smartes aus.
  • Verschleiß: Nach sehr langer Zeit oder durch grobe Nutzung entsteht auch am Heizungsthermostat Abnutzung. Eventuell bricht ein Teil oder das Thermostat läuft nicht mehr rund.

16. Symbole auf dem Heizungsthermostat: Die Schneeflocke

Neben den herkömmlichen Ziffern auf einem klassischen Heizungsthermostat kommen noch ergänzende Symbole hinzu. Eines davon ist die Schneeflocke, manchmal auch als Stern fehlinterpretiert. Die Schneeflocke steht für einen speziellen Modus. In diesem Modus hält die Heizung eine Temperatur, die vor Frost schützt. Besonders in kalten Regionen oder im Winter ist das sinnvoll. Eine gefrohrene Wasserleitung platzt schnell. Das ist unter Umständen teuer und ist mit viel Aufwand bei der Reparatur verbunden. Stellen Sie die Schneeflocke auf der Heizung ein, ist die Heizung quasi aus. Fällt die Temperatur jedoch auf den Gefrierpunkt, heizt die Heizung weiter. So friert das Wasser innerhalb der Heizung in keinem Fall.

17. Symbole auf dem Heizungsthermostat: Der Halbmond

Ein weiteres Symbol auf dem klassischen Heizungsthermostat ist der Halbmond. Der Halbmond ist neben der Schneeflocke und der Sonne ein gängiges Symbol auf Heizungsthermostaten. Auch dieses Symbol steht für einen speziellen Modus. Ist das Thermostat auf den Mond eingestellt, läuft die Heizung im Nachtmodus. Im Grunde selbsterklärend bietet sich dieser Modus nachts an. Dann ist im betroffenen Raum wenig Aktivität und es besteht kaum Temperaturschwankung. Eine konstante Temperatur von 14 Grad Celsius sorgt dafür, dass sie beruhigt schlafen. Bei dieser Temperatur sparen Sie Heizkosten und lassen gleichzeitig die Außenwände nicht abkühlen. So entsteht kein Schimmel und Sie machen sich keine unnötigen Sorgen. Im Schlafzimmer dagegen ist eine Temperatur zwischen 16 und 20 Grad Celsius empfohlen. Hierzu eignet sich der Nachtmodus nicht.

18. Symbole auf dem Heizungsthermostat: Die Sonne

Tipp zum Bau erklärt Ihnen, was die Symbole auf dem Heizungsthermostat bedeuten.

Das Sonne auf dem Heizungsthermostat steht für die Grundeinstellung tagsüber.

Das dritte Sondersymbol auf dem klassischen Heizungsthermostat ist die Sonne. Die Temperatur in dieser Einstellung beträgt etwa 20 Grad Celsius. Das variiert je nach Hersteller, ist aber ein guter Richtwert. Die Grundeinstellung ist gleichbedeutend mit der Stufe 3. Diese Stufe ist hauptsächlich in Räumen wie dem Wohnzimmer empfohlen. Auch im Esszimmer sorgt die Sonne für angenehme Temperaturen.

Wenig benutzte Räume wie das Schlafzimmer oder Korridore liegen unter dieser Einstellung. Für Zimmer, in denen Sie sich viel aufhalten, gibt es eine höhere Empfehlung. Dazu gehören beispielsweise das Arbeits- oder das Kinderzimmer. Die höchste empfohlene Temperatur stellen Sie an der Badheizung mit 24 Grad Celsius ein. Nach Bedarf erstellen Sie sich Ihre eigene Grundeinstellung, Stufe 3 dient lediglich als Richtwert.

19. Ein Tipp zum Sparen für Ihr Heizungsthermostat

Das klassische Heizungsthermostat hat fünf Ziffern für verschiedene Endtemperaturen. Die dazwischen liegenden Striche fallen oft überhaupt nicht auf. Doch auch sie haben eine Funktion. Die Zwischenstriche stehen für Abstufungen der Temperatur. So drehen Sie mit jedem Strich die Temperatur um etwa ein Grad Celsius herunter.

Ein Grad fällt am Ende kaum auf und Sie sparen gleichzeitig. Unter den richtigen Umständen entspricht ein Zwischenstrich bereits 6 Prozent der Heizkosten. Machen Sie das in jedem Raum, kommt da einiges zusammen. Bei smarten oder digitalen Thermostaten haben Sie die Möglichkeit, auf 0,5 Grad genau zu regulieren. Das führt zu neuen Möglichkeiten bei der Einsparung von Kosten bei kaum merklichen Temperaturunterschieden.

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