Rohrisolierungen

Rohrisolierungen – eine Übersicht über Materialien und unterschiedliche Anwendungen

Tagtäglich verrichten Ihre Rohre Schwerstarbeit: Wasserleitungen transportieren beispielsweise jeden Tag durchschnittlich 122 Liter Wasser pro Kopf (Wert für 2016). Heizungsrohre bringen Ihnen kuschelige Wärme. Damit die Wärme ohne große Verluste dort ankommt, wo sie benötigt wird, braucht es verlässliche Qualität.

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1. Rohrisolierung – Isolierung für Heizungsrohre und Abwasserrohre

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Sowohl Heizungsrohre als auch Abwasserrohre müssen gedämmt werden.  Damit Rohre effektiver arbeiten, brauchen sie Unterstützung: Isolierungen schützen Warmwasserrohre vor Wärmeverlust und Kaltwasserrohre gegen Erwärmung. Darüber hinaus erzeugen Abwasserrohre unangenehme Geräusche. Mit der richtigen Isolierung können Sie dies verhindern.
Die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl der richtigen Isolierung sind dabei der Preis für das Material, der Brandschutz und die Temperaturbeständigkeit. Die Hersteller müssen sich meist an den Vorgaben der Energieeinspar-Verordnung (EnEV) orientieren, sodass sich die Leistung der Isolierung kaum unterscheidet.

2. Kosten sparen durch die richtige Rohrisolierung

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Der Umwelt zuliebe

Seit Februar 2005 verpflichtet das Kyoto-Protokoll Industriestaaten, Treibhausgase bis 2012 um 5,2 % zu verringern (gegenüber dem Stand von 1990). Eine weitere Verpflichtung (sog. „Kyoto 2“) war bis Ende 2017 noch nicht ratifiziert.  Die Verpflichtung des Kyoto-Protokolls gibt die Bundesrepublik Deutschland nicht nur an die großen Industriekonzerne weiter, sondern auch an Hausbesitzer. In der sogenannten Energieeinspar-Verordnung hat der Gesetzgeber Mindestanforderungen festgelegt. Denn: Ein Drittel der schädlichen Treibhausgase entsteht im Gebäudesektor. Und hier lässt sich einiges bewegen: Rohrisolierungen helfen Ihnen, Wärmeverluste zu reduzieren und wertvolle Ressourcen zu schonen. Und ganz nebenbei schonen Sie so Ihren Geldbeutel. Dabei können sie entscheiden zwischen verschiedenen Materialien. Die gängigsten sind dabei Kunststoff, Kautschuk und Mineralwolle.

Rohrisolierung aus Kunststoff

Rohrisolierungen aus Kunststoff bestehen meistens aus Polyethylen (PE) oder Polyurethan (PUR). Diese Kunststoffe sind sehr günstige Rohstoffe und recht schwer entflammbar. Allerdings sind sie nicht hochtemperaturbeständig und daher nicht geeignet für Solarleitungen.
Beim Kauf einer Rohrisolierung aus Kunststoff werden Sie feststellen, dass diese oft mit einer selbstklebenden Folie versehen sind.
Wenn Sie besonders leicht zugängliche Rohrleitungen haben, dann ist die Kunststoffisolierung genau das Richtige für Sie. Wenn ihre Rohrleitungen allerdings einem Labyrinth gleichen, sollten Sie lieber auf Kautschuk zurückgreifen, da dieser im Gegensatz zu den Kunststoff leichter biegsam ist.

Rohrisolierung aus Kautschuk

Der wesentlich biegsamere Isolierstoff Kautschuk besteht aus sogenannten Isopren-Einheiten. Diese Art der Rohrisolierung ist schwer entflammbar. Es ist sehr flexibel und widerstandsfähig und lässt sich dadurch einfach verarbeiten. Auch die Rohrisolierung aus Kautschuk ist mit selbstklebender Folie zu erhalten und geschlitzt, sodass sie ratsam für schwer zugängliche und stark verzweigte Heizungsrohre ist. Kautschuk ist hochtemperaturbeständig und dementsprechend auch für Solarleitungen geeignet. Allerdings ist es etwas teurer als Kunststoff.

Rohrisolierung aus Mineralwolle

Mineralwolle oder Steinwolle wird vor der Verwendung als Rohrisolierung in Rohrform gepresst und danach mit Aluminium ummantelt. Mineralwolle ist gut geeignet für gerade verlaufende, leicht zugängliche Rohrleitungen, da es wiederum nicht biegsam ist. Es ist nicht brennbar und hochtemperaturbeständig bis zu 250 Grad Celsius wodurch es besonders gut für Solarleitungen und Mehrfamilienhäuser geeignet ist bei der Durchquerung mehrerer Brandabschnitte. Bei der Installation von Mineral- oder Stahlwolle als Rohrisolierung müssen Sie besonders auf geeignete Handschuhe und Schutzkleidung achten, da Sie sehr unangenehme Juckreize auslöst.
Die Isolierung mit Mineralwolle ist die teuerste Art der Rohrisolierung.

3. Ihre Vorteile durch gute Rohrisolierungen

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Im Winter brauchen Sie eine warme Jacke, um sich nicht zu erkälten. Und auch Ihre Heizungs- und Warmwasserrohre benötigen Schutz vor dem Auskühlen. Lesen Sie hier, wie Sie auch im Winter heiße Stunden verbringen.

Sparen Sie kostbare Energie

Schlecht isolierte Rohre verschwenden nicht nur wertvolle Rohstoffe, sondern heißt für Sie auch: Es dauert viel länger, bis Ihr Haus kuschelig warm ist. Und auch das heiße Bad wird ohne Isolierung zu einer lauwarmen Angelegenheit. Rohrisolierungen garantieren Ihnen heiße Stunden: Wärmeverluste werden bis zu 70 % reduziert! So haben Sie es auch im Winter kuschelig warm.

Bleiben Sie Cool!

Im Sommer wird nicht nur Ihnen warm. Auch Ihre Kaltwasserrohre kommen ins Schwitzen. Es droht jedoch nicht nur Tauwasserbildung: Erwärmte Kaltwasserrohre bieten einen idealen Lebensraum für Legionellen. Rund 10.000 Menschen erkranken jährlich an dieser durch das Bakterium „Legionella pneumophila“ ausgelösten schweren Lungenentzündung. Über die zentrale Wasserversorgung können Legionellen in die Trinkwasserleitung gelangen. Bei einer Temperatur zwischen 25-45 Grad Celsius fühlen sich die gefährlichen Bakterien am wohlsten. Legen Sie daher Ihre Warmwasserleitungen immer auf eine Temperatur von über 60 Grad Celsius aus. Die Temperatur Ihrer Kaltwasserleitung dagegen sollte immer unter 25 Grad Celsius liegen. Damit dies auch im Sommer gewährleistet ist, brauchen Ihre Rohre Schutz durch die passende Isolierung.

Meeresrauschen

Sicher, das Rauschen des Meeres ist sehr romantisch – aber finden Sie das Rauschen in den Leitungen auch so bezaubernd?
Gut Isolierte Rohrleitungen sorgen dafür, dass Sie Ihren Feierabend ungestört und in voller Ruhe genießen können: störende Nebengeräusche werden einfach geschluckt. Lauschen Sie nun allenfalls dem Plätschern Ihres Zimmerspringbrunnens.

Vorsicht: Ätzend!

Wenn Sie schon einmal Hautkontakt mit Beton hatten, dann wissen Sie: Beton ist ätzend! Aber nicht nur Beton, sondern auch andere Baumaterialien sind aggressiv. Und was Sie schon in wenigen Minuten an Ihrer Haut ablesen können, tut auch Ihrem Rohr nicht gut. Es wird porös und brüchig.

Aber auch einer ganz anderen Gefahr können Sie mit Ihrer Isolierung vorbeugen: Wohnungsbrände stellen eines der größten Sicherheitsrisiken dar. Über Rohre kann sich der Brand von einem Zimmer ins andere ausbreiten. Sparen Sie also nicht am falschen Ende und investieren Sie in hochwertige, schwer entflammbare Isolierungen.