Heizungsthermostat

Heizungsthermostat – eine Technikübersicht

Energie sparen ist wichtiger denn je! Und das ist einfacher als gedacht: Es reicht die Montage eines Thermostatventils an Ihrem Heizkörper. So schonen Sie die Umwelt und Ihren Geldbeutel und haben es trotzdem immer kuschelig warm.

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1. Heizungsthermostat – klassisch oder Hightech

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Ein einfaches Prinzip für Umwelt und Geldbeutel

Anfang der 70er Jahre trieb die Ölkrise die Preise für Energie in die Höhe. Maßnahmen zum Energiesparen waren gefragt. In Wohnungen und Büros hielt das Thermostatventil Einzug. Davor wurde die Temperatur in Räumen von Hand geregelt. Wurde es in einem Raum zu warm, half nur langes Lüften. Das war nicht nur umständlich, sondern verschwendete viel Energie.

Heutzutage gibt es neben den klassischen Handreglern auch programmierbare Thermostate, die sich nach Uhrzeit und gewünschter Temperatur genau einstellen lassen. Noch komfortabler wird es mit funkgesteuerten Heizkörper-Thermostaten, die sich über Apps steuern lassen.

2. Das klassische Heizkörperthermostat

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Das konventionelle Heizungsthermostat lässt sich durch einfaches Drehen einstellen. Die meist fünf-stellige Skala steht hierbei für die verschiedenen Raumtemperaturen. Das Thermostat besteht aus einem Thermostatkopf und einem Ventil, das sich im Inneren befindet. Dabei steht die fünfte Stufe für eine Raumtemperatur von 28°C. Jede weitere Stufe entspricht einer Differenz von etwa 4 °C. Im Thermostatkopf befindet sich ein Fühlerelement mit einer Ausdehnungsmasse oder einer Flüssigkeit. Dieses nimmt die aktuelle Raumtemperatur wahr und reguliert durch Ausdehnen, beziehungsweise Zusammenziehen den Übertragungsstift im Ventil der Heizung.

Möchte man also eine Raumtemperatur von 20 °C einstellen, entspricht dies ungefähr der Stufe drei des Thermostats. Das Ventil ist geöffnet, solange die Temperatur unter diesem Bereich liegt – die Heizung erwärmt sich. Überschreitet die Raumtemperatur allerdings die gewünschten 20°C dehnt sich die Masse im Thermostatkopf aus. Dadurch wird der Übertragungsstift auf das Heizkörperventil gedrückt und schließt dieses.

Anders als viele denken, funktioniert ein solches manuelles Thermostat nämlich nicht wie ein Wasserhahn – je mehr ich aufdrehe, desto mehr wird geheizt. Denn es wird manuell die gewünschte Temperatur eingestellt, die dann durch das Thermostat reguliert wird.

Nachteile von manuellen Heizungsthermostaten

Konventionelle Thermostate lassen sich nur per Hand bedienen und schalten nicht automatisch runter. So geht beispielsweise beim Lüften viel Energie verloren, wenn man vergisst die Heizung runterzudrehen, da sie immer versucht die gewünschte Temperatur zu halten. Auch wenn tagsüber niemand im Haus ist, schaltet die Heizung nicht automatisch in den Sparmodus.

3. Programmierbare Heizungsthermostate

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Ein ähnliches Prinzip verwenden programmierbare Heizungsthermostate ebenfalls, bieten dabei allerdings um einiges mehr an Extras. Sie besitzen einen elektronischen Fühler, der die Temperatur misst und die Heizungsventile steuert. Der ausschlaggebende Vorteil ist hierbei, dass die Heizung nach Uhrzeit programmiert werden kann. Sie schaltet sich Ihrem Tagesrhythmus entsprechend ein und aus. So haben Sie morgens ein warmes Bad, tagsüber schaltet die Heizung automatisch runter und wärmt Ihre Wohnung passend zu Ihrem Feierabend wieder auf.

Die Temperatur kann auf das Grad genau für jeden Raum eingestellt werden, was einen gewaltigen Unterschied zum manuellen Thermostat macht. Denn beim Energiesparen kommt es auf jedes Grad an. Sie sollten die Temperatur dem jeweiligen Bedarf anpassen:

  • Schlafzimmer: hier darf es ruhig etwas kühler sein. 15-18°C sind ausreichend.
  • Badezimmer und Kinderzimmer: warme 22°C werden hier empfohlen.
  • Wohnbereich: wohnliche 20°C sind ratsam.

Über einen bestimmten Fühler erkennen manche Thermostate sogar, wenn ein Fenster geöffnet wird und schalten von alleine runter, um Energie zu sparen. Rund 8% der Heizkosten können mit einem solchen Thermostat eingespart werden.

Das sollten Sie bei programmierbaren Heizungsthermostaten beachten

Wenn Sie nun auf ein elektronisches Heizungsthermostat umrüsten möchten, sollten Sie nicht nur den Preis im Auge haben. Oft sind mittelpreisige Thermostate genauso gut wie sehr teure Modelle. Vor allem sollte aber die Bedienung und Programmierung leicht verständlich und einfach auszuführen sein. Viele Thermostate haben auch mehrere voreingestellte Programme, die sie einfach auswählen können. Sollten Sie allerdings einen unkonventionellen Tagesablauf haben ist es ratsam, das Gerät selbst Ihren Bedürfnissen anzupassen.

Das Anbringen ist im Gegenzug sehr simpel. Die neuen Heizkörper-Thermostate werden einfach auf dem Ventil angebracht.

Programmierbare Heizungsthermostate mit Funk

Im Vergleich zu mechanischen Heizungsthermostaten bieten digitale Thermostate schon einige Vorteile im Einsparen von Energie. Noch komfortabler und genauer sind dagegen Heizkörperthermostate die Sie per Funk steuern. Der ausschlaggebende Vorteil hierbei ist, dass die Temperatur von einer beliebigen Stelle im Raum gemessen werden kann. Dadurch sind noch genauere Messergebnisse möglich. Die Thermostate sind nicht mehr von Zugluft beeinflusst oder befinden sich in Heizungsnischen, in denen sich die Wärme staut.

Für alle Technik-begeisterten gibt es heutzutage sogar die Möglichkeit, die Heizung ganz bequem von unterwegs zu steuern. Über eine Smartphone-App lässt sich die Heizung noch individueller steuern.