Heizkörper

Heizkörper – eine Übersicht verschiedener Typen und deren Vor- und Nachteile

Die Zeiten der kargen weißen Klötze sind vorbei. Moderne Heizkörper werden in Ihren Räumen als Raumteiler oder Dekoration zu einem echten Blickfang. Und das Beste: Sie sind platzsparend, haben eine bessere Heizleistung und schonen so Ihren Geldbeutel.

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1. Heizkörper – mehr als nur ein Heizgerät

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So funktioniert Ihr Heizkörper

Der Heizkörper ist der Endverbraucher Ihres Heizungssystems. Bei zentralen Heizsystemen wird die erzeugte Energie meist aus dem Keller transportiert. Von dort gelangt sie mit Hilfe einer Heizungspumpe über die Heizungsrohre in den Heizkörper.

Seine spezielle Oberfläche gibt die Wärme direkt an den Raum ab und sorgt so für angenehme Temperaturen in Ihrer Wohnung.

Damit der Heizkörper so funktioniert, wie Sie es gerne hätten, sollten Sie allerdings einige Grundsätze beachten:

  1. Installieren Sie Ihre Heizkörper wenn möglich direkt unter dem Fenster – dafür gibt es vernünftige Gründe. Fenster sind nie perfekt isoliert. Deshalb strömt aus diesem Bereich kühle Luft in den Raum. Befindet sich die Heizung unterhalb des Fensters, wird die kühlere Luft sofort erwärmt und kann demzufolge nicht mehr die Raumtemperatur senken.
  2. Die meisten Heizkörper geben Ihre Wärme frei an die Raumluft ab. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass Sie diese weder durch Möbelstücke noch durch andere Gegenstände verstellen. Auch Handtücher und Gardinen sollten Ihren Heizkörper nicht verdecken. Nur so wird die Wärme optimal abgegeben.

So vielseitig können Heizkörper sein

Ein Heizkörper ist aber nicht nur zum Heizen da. Er kann zum Beispiel auch als dekorativer Raumteiler dienen. Das moderne Design neuer Wärmekörper macht einen vielseitigen Einsatz möglich. Schaffen Sie sich ganz neue Perspektiven und nutzen Sie einen stilvollen Wärmespender als Raumschmuck.

Was bei der Auswahl des Heizkörpers zu beachten ist

Achten Sie aber nicht nur auf die Optik, wenn sie Heizkörper kaufen. Auch die funktionalen Aspekte müssen Sie bedenken. In erster Linie steht die Wärmedämmung des Hauses im Vordergrund. Diese ist sehr wichtig, falls Sie Ihre Heizkörper direkt an einer Außenwand anbringen. Ansonsten geht zu viel Wärme durch das Mauerwerk unwiederbringlich verloren. Bedenken Sie zuletzt die Frage nach der benötigten Energiemenge. Diese errechnet sich aus der Größe der Wohnfläche und den Dämmeigenschaften des Hauses. Je nach Energiemenge bieten sich unterschiedliche Modelle an. Ihr Heizungsexperte berät Sie dazu gerne.

2. Badheizkörper: vom Wärmespender zum Design-Element!

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Kaum ein anderer Raum hat sich so gewandelt wie das Badezimmer. Die Anforderungen sind stetig gestiegen. Damit sind die Zeiten des schlichten, konventionellen Badheizkörpers endgültig vorbei. Aber: Die neuen Wärmespender lassen in puncto Design, Gestaltung und Technik keine Wünsche offen.

Der Blickfang in Ihrem Badezimmer

Badheizkörper müssen vor allem eines leisten: das Badezimmer auf eine angenehme Wohlfühl-Temperatur beheizen. Und natürlich als Ablage für Kleidung und Handtücher dienen. Aber das ist längst nicht mehr alles: Badheizkörper von heute sind auch Design-Elemente. Mit ihnen geben Sie jedem Badezimmer das gewisse „Etwas“. Ganz wichtig: Ein Heizkörper muss immer stimmig zu seinem Umfeld – und deswegen optimal mit Badewanne, Waschbecken und Co. vereinbar sein.

Ihre persönliche Wohlfühl-Temperatur

Jeder Mensch ist anders: Was der eine als warm empfindet, kann für einen anderen schon zu kalt sein. Deswegen ist es so wichtig, dass Ihre Wärmequellen individuell einstellbar sind. Denn so lässt sich natürlich auch jede Menge Energie sparen. Vermeiden Sie auf jeden Fall das Überheizen einzelner Räume. Denn im Badezimmer entsteht immer auch viel Feuchtigkeit. Wenn Sie dann noch zusätzlich stark heizen, lässt Schimmel nicht mehr lange auf sich warten. Vor allem dann, wenn Sie sich nicht im Bad befinden, sollte die Heizung nur auf einer niedrigen Heizstufe laufen.

Wärmekörper nach Maß

Die Möglichkeiten der Gestaltung bei modernen Badheizkörpern sind groß – es gibt sie in allen Formen und Materialien. Nur so können Sie Ihre Wärmespender perfekt in jeden Raum einpassen. Ganz klar: Bei einem kleinen Bad oder WC ergeben sich ganz andere Ansprüche als bei einem großen Badezimmer. Mit modernen Badheizkörpern lassen sich aber alle Hindernisse bei der Raumgestaltung überwinden. Ob an der Wand hängend, als Handtuchheizkörper, oder am Boden stehend, klein oder groß, unauffällig oder als Blickfang: Zahlreiche Varianten stehen Ihnen zur Verfügung.

3. Moderne Heizkörper – attraktiv und energiesparend

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Früher unpraktisch, heute gerne gesehen: die Heizkörper. In den letzten Jahren haben sie sich stark verbessert: Die schönere Optik und eine optimale Energie- Nutzung bringen Ihre Wünsche besser als je zuvor auf den Punkt.

Aus einem weißen Klotz wird ein schicker Blickfang

Einst waren sie als unpraktisch, klobig und hässlich verschrien. Die Heizungen benötigten viel Platz, der ansonsten besser hätte genutzt werden können. Mit der grauen oder vielleicht weißen Farbe waren sie alles andere als ein schöner Anblick. Heutzutage hat sich das „notwendige Übel“ jedoch zu einem tollen Hingucker gemausert. Das Design überzeugt mittlerweile mehr denn je. Das Angebot der verschiedenen Formen und Farben ist heute so groß, dass die Auswahl bei all den überwältigenden Möglichkeiten schon mal schwer fallen dürfte.

Sie können Ihre Heizung sogar komplett unter modernen Glasblenden verstecken und somit als attraktiven Blickfang in Ihrer Wohnung präsentieren. Vom Gerät selbst ist dadurch überhaupt nichts mehr zu sehen. So hat sich das Image dank der neuesten technischen Errungenschaften innerhalb von kürzester Zeit stark positiv verändert.

Neben dem Design hat sich die Größe deutlich verringert. Während Sie früher große Ungetüme in Ihrer Wohnung unterbringen mussten, sind die modernen Heizungen deutlich kleiner geworden. Jetzt redet keiner mehr von unpraktischen Monstern, die unnötig Platz fressen.

Energiesparen leicht gemacht

Nicht nur die Optik ist ein deutlicher Pluspunkt für die neuen, modernen Heizkörper. Während alte Wärmespender Unmengen von Energie verschwenden, reduzieren die neuen die Verluste durch die optimierte Technik auf ein Minimum. Da freut sich auf jeden Fall Ihr Geldbeutel: Durch den Einbau neuer Heizkörper werden Sie Ihre Heizkosten deutlich senken. Besonders für Allergiker bieten sich die neuen Modelle geradezu an: Sie wirbeln deutlich weniger Staub auf als früher und schonen damit Ihre Gesundheit.

Und auch mit modernen Thermostaten senken Sie Ihre Energiekosten erheblich. Die Heizung misst dann automatisch die Temperatur im Raum und passt die Heiz-Leistung an. Ein weiteres Plus moderner Heizkörper: die „Fenster-auf-Erkennung“. Ihr Heizkörper erkennt, wenn gerade gelüftet wird, und stellt unnötiges Heizen ein. Und Sie sparen bares Geld.

4. Heizkörper – eine detaillierte Übersicht

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So unterschiedlich wie die Immobilien auf dieser Welt sind auch die vielen Heizkörper, die darin installiert werden. Eine allgemein gültige Unterscheidung gibt es nicht. Wohl aber verschiedene Ansätze. Alles über die verschiedenen Arten von Heizkörpern und vieles mehr gibt es hier:

Das Material:

Heizkörper können Sie durch die Materialien unterscheiden, aus denen sie bestehen.

Aus vergangenen Zeiten haben sich gusseiserne Körper gehalten. Gusseisen vereint einige Vorteile in sich: Die hervorragende Schalldämmung ist gerade in Wohnräumen ein wichtiger Faktor. Schließlich möchte keiner eine Heizung in seinem Wohnzimmer haben, die Geräusche von sich gibt. Außerdem ist Gusseisen sehr robust: Es ist extrem hitzebeständig und nicht brennbar. Auch ist es formfest und außerordentlich langlebig. Selbst Mutter Natur freut sich: Gusseisen wird ausschließlich aus Alteisen hergestellt und ist zu 100% recycelbar.

Auch Kupfer findet bei Heizkörpern Anwendung. Vor allem wegen seiner guten Wärmeleitfähigkeit zeichnet es sich für diesen Zweck aus. Ansonsten werden Stahlblech, Aluminium und sogar Marmor und Speckstein zu Heizkörpern verarbeitet.

Der Wärmeträger:

Heizkörper bekommen die Energie in verschiedenen Formen von der Heizungsanlage geliefert. Nach diesem Aspekt können die Heizkörper unterschieden werden: So gibt es Wasserdampfheizkörper, Wasserheizkörper, Elektroheizkörper und Gasheizkörper.

Die Anbringung:

Früher standen Heizkörper ausschließlich auf dem Boden. Diese so genannten Standheizkörper gibt es heute immer noch. Auf Füßen stehen sie direkt im Raum.

Neu sind hingegen die Wandheizkörper, die durch eine spezielle Aufhängung an der Wand befestigt werden.

Die Höhe:

Natürlich sind nicht alle Heizkörper gleich hoch. Hier wird zwischen niedrigen, halbhohen, hohen und wandhohen Heizkörpern unterschieden. Niedrige Heizkörper haben eine Höhe von zirka 16 bis 26 cm. Halbhohe Wärmekörper passen sehr gut unter Fensterbänke und sind in der Regel rund einen Meter hoch. Mit einer Höhe von zwei Metern oder mehr kommen hohe Heizkörper besonders in großen Räumen gut zur Geltung. Reicht der Raumheizer bis an die Zimmerdecke, spricht der Fachmann von wandhohen Wärmespendern.

Unterschiedliche Techniken

Die Beurteilung eines Heizkörpers erfolgt in den meisten Fällen über die Bauweise.

Bevor Sie die Einteilung nach der Bauweise lesen, sollte im Voraus grundsätzlich  zwischen Strahlungs- und Konvektionswärme unterschieden werden.

Heizkörper geben ihre Wärme entweder durch Strahlung oder durch Konvektion ab. Bei der Strahlung wird die Wärme nicht direkt in die Luft abgegeben. Die Wärme trifft auf einen Körper (in dem Fall den Heizkörper), der daraufhin die Wärme an die Luft abgibt. Die Strahlung ist somit eine indirekte Wärmequelle. Diese Wärme wird als sehr angenehm empfunden.

Bei der Konvektion entweicht die warme Luft direkt aus offenen Stellen des Heizkörpers. Die hier aufsteigende Luft befördert die im Raum herrschende kalte Luft mit nach oben und wälzt dadurch die Luft um. Der Vorteil hierbei ist natürlich, dass die Wärme sehr schnell in den Raum kommt. Schließlich fällt der Umweg über die erwärmten Heizkörper weg. Einziger Nachteil: Durch die Konvektion kann unter Umständen Staub aufgewirbelt werden. Für einen normalen Menschen stellt dies kein Problem dar, für Hausstaub-Allergiker kann es allerdings zum Nachteil werden. Die meisten Heizkörper arbeiten aber mit einer Kombination aus Strahlung und Konvektion.

5. Verschiedene Arten von Heizkörpern

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Radiatoren

Radiatoren werden umgangssprachlich auch Glieder- oder Röhren-Heizkörper genannt. Sie bestehen in erster Linie aus Stahl. Die restlichen 3 % sind aus Gusseisen. Diese Heizkörper arbeiten vor allem mit Dampf und Wasser als Wärme-Überträger. Radiatoren bestehen aus mehreren einzelnen Gliedern, die oben und unten durch Nippel oder Verschweißungen miteinander verbunden sind. Sie werden nach der Anzahl dieser Glieder unterschieden und sind demnach einsäulig, zweisäulig, dreisäulig oder mehrsäulig. Der Vorteil besteht ganz eindeutig darin, dass Radiatoren durch die Montage von mehreren Gliedern beliebig erweiterbar sind.

Doch warum ist die Aufteilung in diese Glieder besonders vorteilhaft? Jedes Glied hat eine vergleichsweise große Oberfläche. Somit ist automatisch die Gesamt-Oberfläche des Heizkörpers größer. Dadurch wird mehr Wärme an die Umluft abgegeben. So ergibt sich eine bessere Heizleistung. Durch die große Oberfläche geben Radiatoren bis zu 60% Strahlungswärme ab.

Konvektoren

Konvektoren geben, wie es der Name schon verrät, zum größten Teil Konvektionswärme ab. Die Konstruktion aus Röhren und Rippen verhindert größtenteils die Strahlungswärme. Das verwendete Material ist entweder Kupfer, Aluminium oder verzinkter Stahl. Konvektoren erkennt man durch die außen hervorstehenden, innen hohlen Rippen und viele Lamellen. Jede Menge dünne, lamellenförmige Rippen vergrößern (wie auch bei den Radiatoren) die Oberfläche deutlich und verbessern somit die Übertragung der Wärme an die Luft. Besonders die niedrige Höhe zeichnet Konvektoren aus. Aus diesem Grund eignen sie sich besonders für Ihren Wintergarten oder vor großen Glasflächen. Um eine optimale Wärmeleistung zu erreichen, benötigen Konvektoren eine geschlossene Verkleidung. Aus diesem Grund können sie unsichtbar hinter Schränken oder Sitzbänken installiert werden.

Plattenheizkörper

Plattenheizkörper erkennen Sie leicht an der glatten oder leicht profilierten Oberfläche und am sehr flachen Bau. Daher sind Plattenheizkörper auf jeden Fall platzsparend. Durch die flache Außenseite setzt sich außerdem kein Staub ab und das Gerät kann leicht gereinigt werden. Aus diesem Grund sind sie unter anderem häufig in Krankenhäusern zu finden. Sie bestehen meist aus Stahlblech. Reine Plattenheizkörper geben größtenteils Strahlungswärme ab. Häufig werden zwei Platten zu einem so genannten Flachheizkörper oder Kompaktheizkörper miteinander kombiniert. Die größere Oberfläche sorgt für eine erhöhte Heizleistung. Die Platten werden in diesem Fall durch spezielle Konvektions-Schächte miteinander verbunden, was logischerweise den Anteil der Konvektionswärme erhöht.

Heizschlangen-Heizkörper

Heizschlangen-Heizkörper sind keine Heizkörper im eigentlichen Sinne, denn sie arbeiten nach einem völlig anderen Prinzip. Sie sind in der Wohnung quasi unsichtbar, da sie im Boden (siehe Fußbodenheizung) oder in der Wand (siehe Wandheizung) versteckt sind.

6. Praktische Tipps zum Thema Heizkörper

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Wie wird ein Heizkörper an der Wand montiert? Und wie entlüftet man eine Heizung? Alles Wissenswerte und wertvolle Checklisten zu diesen Themen finden Sie hier.

Wie Sie einen Heizkörper montieren

Ihren Wärmespender haben Sie in nur wenigen Schritten aufgestellt. Was Sie dazu brauchen: den Heizkörper mit den passenden Anschlussteilen und etwas körperliche Kraft. Beachten Sie: Die Geräte werden bei einem Neubau zunächst nur provisorisch montiert. Nachdem die Decken und Wände verputzt sind, werden die Heizkörper kurz aufgehängt, um deren spätere Position festzulegen. Anschließend werden sie wieder abmontiert und der Estrich wird verlegt. Wenn alle restlichen Bauarbeiten abgeschlossen sind, werden auch die Heizkörper endgültig installiert. So geht´s:

  1. Zunächst werden die Löcher für die Wandbefestigung gebohrt. Markieren Sie vorher die gewünschten Stellen und kontrollieren Sie mit einer Wasserwaage, ob die Abmessungen gerade sind.
  2. Dann hängen Sie den Heizkörper ein.
  3. Über ein spezielles Anschlussteil (das Thermostatventil) wird er an die Heizungsrohre einfach angeschlossen.

Wie Sie Ihren Heizkörper entlüften

Wenn es im Heizkörper gluckert, sollten Sie ihn auf jeden Fall entlüften. Dann befindet sich Luft im Heizkörper. Diese verhindert eine optimale Heiz-Leistung. Der Heizkörper gibt weniger Wärme ab, als er sollte. Und so geht´s:

  1. Besorgen Sie sich im Baumarkt einen so genannten Entlüftungs-Schlüssel.
  2. Dieser Schlüssel wird auf das Entlüftungsventil gesteckt. Es befindet sich an der Seite des Heizkörpers am oberen Ende. In der Regel ist das Ventil aus silbernem Metall und hat seitlich ein kleines Röhrchen.
  3. Platzieren Sie unterhalb des Ventils einen kleines Gefäß oder ein Handtuch. Dann drehen Sie den Schlüssel gegen den Uhrzeigersinn, das Ventil öffnet sich. Drehen Sie so weit, bis Sie das Zischen der ausströmenden Luft hören.
  4. Lassen Sie das Ventil so lange offen, bis Wasser austritt. Dann drehen Sie es wieder zu. Jetzt wärmt Ihre Heizung wieder optimal.