Fußbodenheizung

Fußbodenheizung – Bezahlbarer Luxus

Schon die alten Römer beheizten ihre Häuser mit Fußbodenheizungen. Heißes Wasser wurde unter dem Fußboden durchgeleitet, um die Räume darüber zu beheizen. Das Prinzip der Fußbodenheizung ist also schon antik. Die Systeme, die heutzutage auf dem Markt sind, sind aber alles andere als antik. Und auch für Normalverdiener ist eine Fußbodenheizung bezahlbar.

Alles zu Aufbau, Kosten und Lebensdauer erfahren Sie hier.

1. Fußbodenheizung – Eine Übersicht

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Mit einer Fußbodenheizung sparen Sie an Energie und an Geld.

Vor ein paar Jahren zählte sie noch zu den Luxusgütern eines Eigenheims. Heute ist die Fußbodenheizung in fast jedem Neubau zu finden. Und das nicht ohne Grund: Sie haben warme Zimmer ohne störende Heizkörper. Die gleichmäßige Verteilung der Wärme ist außerdem komfortabel und spart Energie. All das sind Vorteile, die Sie nur durch eine Fußbodenheizung bekommen.

Fußbodenheizungen liegen nicht nur im Trend, sie erfüllen auch die Vorgaben Energie-Einspar-Verordnung(EnEV), die 2002 in Kraft getreten ist und 2016 verschärft wurde. Mit weniger Energie erreichen Sie dasselbe Wärme-Niveau wie mit gewöhnlichen Heizkörpern. Die Wärme gelangt über Ihre Füße direkt in Ihren Körper und erwärmt den Raum gleichmäßig. So können Sie die Temperatur im Raum etwas niedriger halten als mit gewöhnlichen Heizkörpern. Dadurch sparen Sie bares Geld.

Fußbodenheizungen werden unter dem Fußbodenbelag installiert. Beim Bodenbelag gibt es hier fast keine Einschränkungen. Bei einem Umbau können Sie eine Fußbodenheizung genauso einbauen wie bei einem Neubau. Der Fußbodenaufbau spielt beim Einbau einer Fußbodenheizung also keine Rolle.

Außerdem sind die Kosten für eine Fußbodenheizung nur geringfügig höher als die eines Systems mit Heizkörpern. Allerdings spart die Fußbodenheizung im Vergleich zu Heizkörpern Betriebskosten. Denn die Rohre im Fußboden heizen schon bei ca. 30°C, während die Heizkörper erst bei um die 60°C Vorlauftemperatur richtig warm werden.

Dekorativ sind Ihnen mit einer Fußbodenheizung alle Freiheiten gegeben. Keine Heizkörper stören mehr unter den Fenstern oder an der leeren Wand. Sie haben endlich uneingeschränkt Platz für Schränke und Dekoration. Lediglich Teppiche sind als Dekoration mit Bedacht zu nutzen, da die Wärme der Fußbodenheizung sich darunter stauen kann.

2. Verschiedene Arten von Fußbodenheizungen

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Fußbodenheizungen können sich in Aufbau, Funktionsweise und Kosten unterscheiden.

Wie schon bei den alten Römern fließt warmes Wasser unter dem Fußbodenbelag hindurch, um die Wärme gleichmäßig zu verteilen. Im Estrich werden Rohre verlegt, die inzwischen sauerstoffundurchlässig sind und dem versteckten Heizsystem ein langes Leben ermöglichen.

Möchten Sie eine Fußbodenheizung einbauen, stehen Sie vor verschiedenen Entscheidungen: Wasser oder elektrisch, Trockenestrich- oder Nassestrichsysteme, selber einbauen oder einbauen lasse? Welcher Fußbodenaufbau eignet sich überhaupt für eine Fußbodenheizung?

Doch lassen Sie uns bei den ‚Basics‘ starten: Welche Arten von Fußbodenheizung gibt es derzeit und welche Vor- oder Nachteile haben sie?

Warmwasser-Fußbodenheizung

Wie bei normalen Warmwasser-Heizungen läuft hier warmes Wasser durch die Rohre. Hier gibt es verschiedene Systeme:

  • Tackersystem: Der Schlauch wird mit Ankerclips auf Platten festgetackert. Der Rohrabstand ist frei wählbar. Das Tackergerät kann bei Anbietern oft ausgeliehen werden. Für Nassestrich. Aufbauhöhe ab 7,1 cm.
  • Noppensystem: Der Schlauch wird in vorgefertigte Noppen-Platten gedrückt. Geeignet für verschiedene Rohrstärken. Für Nassestrich. Aufbauhöhe ab 5,1 cm.
  • Dünnschichtsystem: Wird in speziellen Nassestrich eingegossen. Für Nivellierestrich. Aufbauhöhe ab 2,3 cm.
  • Trockenestrichsystem: Wird in Trockenestrichplatten verlegt. Aufbauhöhe ab 4,3 cm.

Alle Systeme sind für eine Eigenmontage geeignet. Renovieren Sie einen Altbau und wollen eine Fußbodenheizung nachrüsten, eignet sich vor allem das Dünnschichtsystem. Ausschlaggebend ist hier die niedrige Aufbauhöhe. Diesem System wird eine schnellere Heizleistungs-Reaktion zugeschrieben, da die Estrichschicht über den Rohren nicht so dick ist.
Das Trockenestrichsystem hat den Vorteil, dass kein Element trocknen und aushärten muss. Bauen Sie eine Fußbodenheizung in eine bewohnte Wohnung ein, empfiehlt sich dieses System. Der Boden ist hier schnell wieder begehbar.

Elektro-Fußbodenheizung

Das Elektro-System wird in Form von Heizfolien und –matten direkt unter dem Bodenbelag verlegt. Hier ist kein Estrich nötig, in den die Leitungen eingegossen werden. Dadurch ist die Aufbauhöhe niedrig, eine nachträgliche Aufrüstung unkompliziert und die Wärmeabgabe optimiert.

Die Heizleistungs-Reaktion ist auch hier schnell. Allerdings ergeben sich erhöhte Nebenkosten, da das System mit Strom betrieben wird. Wegen der erhöhten Nebenkosten wird empfohlen, Elektro-Fußbodenheizungen nur als Zusatz- oder Bedarfsheizungen zu installieren und nicht als Hauptheizung.

Der Fußbodenbelag

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Eine Fußbodenheizung lässt sich unter nahezu jedem Bodenbelag verbauen.

Inzwischen gibt es fast keine Einschränkungen mehr, wenn es um den Fußbodenaufbau und -belag über einer Fußbodenheizung geht. Trotzdem haben verschiedene Materialien unterschiedliche Wärmeleitfähigkeiten. So haben Keramikfliesen eine bessere Wärmeleitfähigkeit als handelsübliches Parkett.



  • Bei Teppichboden kommt es auf die Stärke des Teppichs an.
  • Laminat eignet sich gut. Um das Material nicht zu beschädigen, darf die Oberflächentemperatur einen bestimmten Wert nicht übersteigen. Diese Temperaturgrenze ist herstellerabhängig. Um diese einzuhalten, sollten Sie keine Teppiche auf das Laminat legen.
  • Fliesen eigenen sich hervorragend, da die Wärmeleitfähigkeit recht hoch ist.
  • Bei PVC ist der Wärmedurchlass-Widerstand entscheidend, der sich aus Material und Dicke ergibt. Sie sollten den PVC vollflächig verkleben, damit weder Spannungsrisse noch Faltenwurf entstehen.
  • Ob Parkett mit einer Fußbodenheizung kombiniert werden kann, ist von der Stärke des Materials und der Holzart abhängig. Holz hat von Natur aus eher dämmende Eigenschaften.
  • Je nach Hersteller sind die Teppich- und Holzböden, die sich besonders für eine Fußbodenheizung eigenen, explizit gekennzeichnet.

Welche Rohre?

Auf dem Markt gibt es derzeit zwei verschiedene Rohrarten, die als Fußbodenheizungsrohre verlegt werden: Kunststoffrohre und Kupferrohre. Beide Systeme haben Vor- und Nachteile.

Kunststoffrohre sind leicht zu verlegen, ohne dass Sie einen Installateur beauftragen müssen. Wichtig ist hierbei, dass die Rohre sauerstoffdicht sein müssen, um eine Verschlammung zu verhindern. Das war in den Ursprüngen der Fußbodenheizung oft der Fall, ist heute aber kaum mehr ein Problem.

Kupferrohre haben eine bessere Wärmeleitfähigkeit und müssen nicht so eng verlegt werden, um den Raum zu beheizen. Sie sind zwar inzwischen als fertige Elemente erhältlich, müssen aber von einem Monteur installiert werden. Die Angst, dass Kupferrohre rosten, undicht werden und eine aufwändige Reparatur nach sich ziehen, ist meist unbegründet. Rost kann nämlich nur in Verbindung mit Luft entstehen und Heizsysteme sind geschlossene Systeme.

Eine Fußbodenheizung wird mit einer Temperatur von ca. 35°C Vorlauftemperatur betrieben. Eine höhere Temperatur kann die Rohre schädigen. Gleichzeitig müssen Sie darauf achten, nicht unter den sogenannten „Taupunkt“ zu geraten. Dieser beschreibt die Temperatur, bei der sich Kondenswasser um die Heizungsleitung bildet. Hierbei kommt Feuchtigkeit in den Estrich, die den Boden beschädigt.

Die Lebensdauer einer Fußbodenheizung liegt zwischen 40 und 50 Jahren. Kupferrohre gelten zwar insgesamt als langlebiger, hier gibt es aber fast kein Unterschied mehr zu den Kunststoffrohren.

Sollten Sie renovieren, ist es wichtig, ob Ihre Heizung vor oder nach den 1990er Jahren eingebaut wurde. Rohre vor dieser Zeit wurden noch nicht nach DIN 4726 sauerstoffdicht konzipiert und neigen deshalb zu Verschlammung. Ist Ihre Bodenheizung aus der Zeit danach, brauchen Sie sich um die Lebensdauer Ihrer Fußbodenheizung keine Sorgen machen.

Mit einer Wärmepumpe betrieben, können Sie eine Fußbodenheizung im Sommer auch als Kühlung benutzen. Dabei wird die Wärme der Luft aufgenommen und abtransportiert.

3. Fußbodenheizung selber einbauen – Was sollten Sie beachten?

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Eine Fußbodenheizung selber einzubauen ist nicht immer ein leichtes Unterfangen.

Der begabte Heimwerker mag es sich schon überlegt haben, doch wie viel Know How braucht es, um eine Fußbodenheizung zu verlegen?

Mit den Noppensystemen lassen sich Kunststoffrohre unkompliziert einbauen. Hierfür brauchen Sie nicht das Vorwissen eines Heizungsinstallateurs. Einige Do It Yourself-Videos auf Youtube und Fotoanleitungen auf Heimwerkerblogs zeigen Alles Schritt für Schritt: Wie werden Systemmatten ausgelegt, Rohre eingeklickt und Estrichgemische angerührt. Um die Heizung dann anzuschließen, sollten Sie aber einen Fachmann kontaktieren. Das gewährleistet eine sachgemäße Inbetriebnahme.

Kupferrohre müssen an den Raum angepasst werden. Das heißt, Sie müssen die Rohrstücke passend biegen und anschließend zusammenpressen, verschweißen oder verlöten. Sollten Sie kein erfahrener Heimwerker sein oder die nötigen Werkzeuge nicht haben, empfiehlt es sich, die Verlegung der Rohre von einem Fachmann durchführen zu lassen. Weiche Kupferrohre gibt es inzwischen auch auf der Rolle.

Achten Sie beim Kauf aber darauf, sauerstofffreies Kupfer zu kaufen, um Korrosion zu verhindern. Zudem dürfen Sie einen gewissen Beugegrad, der sich an der Rohrstärke bemisst, nicht überschreiten. Die Rohre müssen außerdem, je nach Länge, mit einer PVC-Ummantelung versehen werden um die wärmebedingte Längenänderung auszugleichen. Können Sie die Rohre selbst verlegen, gilt aber auch hier: Lassen Sie den Anschluss und die Inbetriebnahme von einem Fachmann durchführen.

Sollten Sie renovieren, eignet sich am besten ein trockenes Fußbodenheizungssystem mit niedrigem Aufbau. Verlegen Sie das System nachträglich, hebt sich der Fußboden um die Aufbauhöhe an, was bei Teileinbau zu unterschiedlich hohen Böden führt. Hier müssen auch die Türen entsprechend abgenommen und eventuell die Türrahmen angepasst werden.

4. Umweltbilanz – Eine Kurzanalyse

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Möchten Sie Ihre Öko-Bilanz steigern, ist der Einbau einer Fußbodenheizung ein Schritt in die richtige Richtung.

Eine Fußbodenheizung verbreitet nicht nur angenehme Wärme, sie ist auch gut für die Umwelt. Denn die niedrige Vorlauftemperatur spart Energie und Kosten. Auch durch die Flächenverteilung wird der Raum gleichmäßig aufgewärmt und spart dadurch 12 % Energie ein. Besonders in Verbindung mit einer Wärmepumpe ist die Umweltbilanz sehr gut, da niedrige Vorlauftemperaturen und konstante Beheizung sehr wenig Energie verbrauchen.

Ein Nachteil dagegen ist die hohe Trägheit. Wenn der Raum nachmittags durch die Sonne stark aufgewärmt wird, kann die Fußbodenheizung nicht einfach abgeschaltet werden. Die Abkühlzeit beträgt bis zu eineinhalb Tage. Deshalb sollte die Fußbodenheizung generell nicht kurzfristig oder an warmen Tagen genutzt werden.

5. Die Kosten einer Fußbodenheizung

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Wie sich die Kosten für eine Fußbodenheizung zusammensetzen, lesen Sie hier.

Haben Sie sich dazu entschlossen, eine Fußbodenheizung zu verlegen und den Boden ihres Zuhauses in eine wohlige Wärmequelle zu verwandeln? Dann stellt sich Ihnen als Letztes die Frage nach dem Preis.


Die Kosten einer Fußbodenheizung sind abhängig von mehreren Faktoren:

  • Zu beheizende Quadratmeter.
  • Wasser– oder Elektroheizung.
  • Nass– oder Trockensystem.
  • Neubau oder Renovierung.
  • Art des Bodenbelags.
  • Fußbodenaufbau.
  • Heizungssteuerung.

Der Preis für den reinen Bodenaufbau setzt sich zusammen aus den Kosten für:

  • Heizelement: 25 €-40 € pro m2
  • Anbindeleitung: ca. 7 € pro m2
  • Verlegplatten: ca. 12 € pro m2

Bei einer Fußbodenheizung im Trockensystem lassen sich so zwischen 30 € und 45 € pro m2 veranschlagen. Eine Fußbodenheizung im Nasssystem kostet zwischen 20 € und 45 € pro m2. Sollten Sie einen Fachmann mit dem Einbau beauftragen, kommen 10 € – 15 € pro m² für die Montage hinzu.

Elektrische Fußbodenheizungen sind ab einem Preis von 24 € pro m2 erhältlich. Die Preise variieren in Abhängigkeit von der Fußbodenfläche. Das heißt, je mehr Quadratmeter Heizmatte Sie kaufen, desto billiger wird der Quadratmeter. Beachten Sie unbedingt die erhöhten Stromkosten, die sich beim Betrieb einer Elektro-Fußbodenheizung ergeben.

Durch die geringe Vorlauftemperatur lassen sich Flächenheizsysteme wie Fußbodenheizungen auch mit regenerativen Energiesystemen verbinden, zum Beispiel mit Solarthermie und Wärmepumpen.

Bei einer Renovierung können Sie außerdem bestimmte Handwerkerrechnungen von der Steuer absetzen. Unter anderem auch die Heizungswartung und die Verlegung von neuen Bodenbelägen.

Sollte es zu dem recht seltenen Fall eines Schadens an den Leitungen kommen, ist die Komplettsanierung einer Fußbodenheizung aufwändig und kostspielig. Bei fachgerechter Montage, richtigem Anschluss und regelmäßiger Wartung kann eine mögliche Komplettsanierung aber früh erkannt und sogar umgangen werden.

6. Vorteil für Ihre Gesundheit – Die Fußbodenheizung

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Eine Fußbodenheizung kann sich positiv auf Ihre Gesundheit auswirken.

Die Fußbodenheizung bringt nicht nur Komfort-Vorteile, sie hat auch Einfluss auf unsere Gesundheit. Bei wohliger Wärme und warmen Füßen entspannen Sie leichter und psychischer Stress fällt leichter ab.

Außerdem hat die gleichmäßige Wärmeverteilung den Effekt, dass keine starke Umwälzung der Luft stattfindet wie bei Heizkörpern, die nur punktuell Wärme erzeugen. Dadurch wirbeln Staubpartikel und Milben nicht durch die Luft. Ein großer Vorteil für Hausstauballergiker.

Seit langem kursiert die Annahme, dass die Wärme, die durch die Beine in den Körper aufsteigt, die Bildung von Krampfadern fördert und Venen-Probleme verstärkt. Hierzu gibt es allerdings keine aktuellen und fundierten Studien. Andere Stimmen sagen sogar, dass Fußbodenheizungen gut für die Venen sind, da sie zum Barfußlaufen animieren und damit die Durchblutung fördern.

Auch gegen Schimmelbildung soll die Fußbodenheizung helfen. Durch die fehlende Luftumwälzung verteilen sich Schimmelsporen nur schwer, trotzdem ist eine Fußbodenheizung kein Allheilmittel gegen feuchte Wände!

Zusammengefasst bietet eine Fußbodenheizung folgende Vorteile:

  • Sie entspannen viel leichter.
  • Sie sparen Energie.
  • Staub wird nicht aufgewirbelt.
  • Schimmel wird vorgebeugt.

7. Fachpartner finden

Sie planen die Installation einer Fußbodenheizung? Oder benötigen einen Rat vor Ort?
Unsere Fachpartner in Ihrer Nähe helfen Ihnen gerne!

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